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gefangenensolidarität - antirepression - selbstschutz
solidarität mit den gefangenen aus der ANARCHISTISCHEN BEWEGUNG
You will find the english-version below.
Marco Camensich, ein Öko-anarchistischer Gefangene aus der Schweiz, entschloss sich dazu, den Aktionstag mit einem Hungerstreik vom 16. bis zum 29. September zu unterstützen. Gabriel und José schlossen sich ihm an und außerdem wurden sie von Joaquín Garcés Villacampa, ein anarchistischer F.I.E.S.-Gefangener des spanischen Staates, vom 28. bis zum 30. September unterstützt.
In Rheinbach trafen wir uns gegen 12 Uhr vor der JVA um unsere Solidarität mit José zu zeigen. Bewaffnet mit einer Soundanlage versuchten wir die Isolationsbedingungen hinter den Mauern zu überwinden und wenigstens für eine kurze Zeit von der tödlichen Monotonie abzulenken. Außerdem wurden unzählige Tennisbälle, auf denen verschiedenste Botschaften geschrieben waren, über die Knastmauern ins Innere geworfen. Es wurden Redebeiträge über die Aachen2 und die aktuelle Situation der mg-Beschuldigten in Berlin verlesen, außerdem sandte uns der in Berlin-Tegel inhaftierte Antifaschist Christian S. aufbauende Grußworte.
Gegen 16 Uhr trafen wir uns wieder in Aachen, um vor der dortigen JVA unsere wärmsten Grüße an Gabriel und alle anderen kämpfenden Gefangenen zu übersenden und um unsere Wut und Trauer über die Zustände rauszuschreien. Trotz anhaltendem Regens bewegten wir uns in Form einer Spontandemo fast um den ganzen Knast herum, um damit viel Aufmerksamkeit innerhalb der Mauern zu erreichen und um zu gewährleisten, dass wir von möglichst allen Gefangenen gehört werden können. Besonders erfreulich war es, dass die Gefangenen auf unsere Kundgebungen mehrmals mit Rufen und zustimmenden Schreien reagierten.
Die abgestellten PolizeibeamtInnen waren nicht in der Lage unsere Entschlossenheit zu brechen, sei es bei dem Werfen der Tennisbälle in Rheinbach noch die (fast) Umrundung des Knastes in Aachen. Uns wurde die Straße rund um den Knast in Aachen nicht bewilligt, so das wir sie uns nehmen mussten. Außer einigen kleineren Rangeleien mit den grünen Spielverderbern, gab es aber keine weiteren Auseinandersetzungen. Die Entschlossenheit beim auftreten gegenüber der Polizei, verhalf uns dazu, unsere Kundgebung so durchzuführen wie wir es wollten.
Am Abend des 28. versammelten sich an die 30 solidarische Personen vor dem deutschen Konsulat in Bilbao, da es ihnen leider aus technischen Problemen nicht möglich war mit uns zusammen zu demonstrieren. Auch in England und weiteren Ländern kam es zu Solidartätsaktionen.
Bereits am 21. September gab es eine Kundgebung mit Live HipHop Konzert in Berlin unter dem Motto "für mehr selbstbestimmte Räume – gegen Zwangsanstalten". Mit Redebeiträge und über der Straße gespannte Transpis wurde auf die Gefangenschaft von Gabriel und José aufmerksam gemacht. An dieser Kundgebung nahmen ca. 150 Menschen teil.
Dies werden nicht die letzten Aktionen für die Freiheit der Aachen2 sein, wir werden auch in Zukunft unsere Ablehnung gegen ihre Inhaftierung auf die Straße tragen, um damit unsere aktive Solidarität Ausdruck zu verleihen.
Knäste zu Baulücken!
Solidarität ist eine Waffe!
Liebe Freunde,
Da ich Solidarität als eine wechselseitige Tat der gegenseitigen Unterstützung zwischen Revolutionären und sozialen Rebellen und nicht als eine Aufteilung von Tätigkeiten und Aufgaben zwischen einer passiven und beobachtenden Öffentlichkeit einerseits und einer aktiven und militanten auf der anderen begreife, werde ich mich den internationalen Solidaritätstagen mit einem Hungerstreik vom 16. bis zum 29. September anschließen. Damit unterschreibe ich voll den Aufruf der Freunde, die draußen sind und was Marco Camenisch in seinem Kommunique schrieb.
Weil die einzige Sache, für die wir unter diesen Verhältnissen von Isolation und Vernichtung kämpfen müssen sind unsere Ideale und unsere Körper sind, setzen wir beides in Bewegung und Aktion, um dem sozialfaschistoiden Staat zu zeigen, dass sie und nur sie die Terroristen sind.
Weiter voran und Stärke, Freunde!! Schließen euch der Freude der Agitation und Subversion an!
Wir wünschen keine „Delegierten“, noch möchten wir delegieren; direkte Aktionen und soziale Revolution!!
Für die Anarchie!!
Gabriel Pombo da Silva
Vernichtungszentrum Aachen
14. September 2007
13.09.2007 - Marco Camenisch unterstützt den Aktionstag mit einem Hungerstreik. Hier seine Erklärung:
"Vom 16. bis 29.9.07 möchte ich mit einer erneuten symbolischen Initiative (Hungerstreik) als revolutionärer grünanarchistischer Gefangener zur internationalen Mobilisierung in Solidarität mit den aus Spanien stammenden anarchistischen Revolutionären José und Gabriel und allen kämpfenden Gefangenen am 29. September vor den Knästen Rheinbach und Aachen, Deutschland, beitragen und erneut meine Solidarität mit allen kämpfenden Gefangenen und insbesondere den revolutionären Gefangenen und mit allen Menschen, die lebendigen Widerstand leisten und widerständisch leben, ausdrücken. Mehr Infos zur Initiative in Deutschland und zu Prozess und Knastkämpfe der obengenannten Genossen vermutlich auf www.escapeintorebellion.info.
Diese Initiative ist selbstverständlich Teil des internationalistischen und tendenzübergreifenden sozialrevolutionären Kampfes gegen einen sich immer verschärfenden, mörderischen und spektakulär- lügnerischen (siehe zB Kampagne gegen die RAF in Germoney) Repressionsterror. Er ist auch ein drinnen und draussen gemeinsam geführter Kampf für die Freilassung der revolutionären Gefangenen, der kranken Gefangenen, der Langzeitgefangenen, der (zB palästinensischen) gefangenen Kinder und Frauen, gegen Isolation und Folter. Das heisst auch Kampf gegen die Todesstrafe, denn das Ganze, wie auch Knast, Einschliessung, Ausgrenzung und Verfolgung (zB in der Schweiz die krass nazifaschistisch und rassistisch geprägte AusländerInnen- und Asylabschaffungspolitik) sind eigentliche Formen von staatsterroristischer und institutioneller Folter, Todesstrafe, Massenmord als Teil des allgemeinen imperialistischen Krieges gegen innen und gegen aussen.
Dieser Kampf kann selbstverständlich bloss als erste Schritte bis hin zur Abschaffung aller Knäste, jeglicher Herrschaft, jeglicher Ausbeutung begriffen werden, und muss revolutionär und radikal sein, wo die für sich alleine reformistischen Teile und Ziele und die Berufungen auf "Errungenschaften" der Kämpfe von unten und der Zivilisation, die zB Verfassungen, Menschenrechte und pazifistische Methoden, wenn, dann nicht als strategische sondern als rein taktische Mittel, Methoden und Ziele begriffen werden müssen. Sich für Menschen- und andere "Rechte" als strategisches Mittel und Ziel einzusetzen heisst, diese "Regelwerke" der Herrschaft der Zivilisation und des Kapitals nicht genau durchgelesen zu haben, da schon ihre zentralen Punkte wie "Recht auf Leben" oder "Verbot von Zwangsarbeit" durch ihre Aufnahmebestimmungen, bzw. kein Recht auf Leben im Falle von Aufstand und kein Verbot von Zwangsarbeit für "verurteilte Straftäter", sie zum vorne herein als immer zur Disposition stehende kraftlose, opportunistische und willkürliche Instrumente zur Legitimierung von Herrschaft und Ausbeutung entlarven.
In diesem Kampf müssen wir uns immer auch unbedingt der grundlegenden zivilisationskritischen Frage der stählernen und unauflösbaren Einheit von Krieg, Technologie und Ausbeutung stellen. Diese Einheit mit allen ihren Ausdrücken und Mitteln wie Terror, Staat, Autoritarismus, Kolonialismus, Imperialismus, Kontrolle, Patriarchat, Anthropozentrismus, Sexismus, Rassismus, usw. kann nur als Ganzes bekämpft, aufgelöst und schlussendlich abgeschafft werden. Nur durch ihre Abschaffung als Ganzes kann die davon verursachte kapillare und allumfassende Zerstörung des Lebens, der Lebensgrundlagen und schlussendlich des Planeten aufgehalten werden und Raum geschaffen werden zum Überleben, Leben, zum Wiederaufbau von Gesellschaften, in denen weder Unterdrückung noch Ausbeutung noch Zerstörung die Menschenwesen unauslöschlich prägen und Grundlagen ihrer Gesellschaften sind. Diese Prozesse und Zustände werden als "Fortschritt" verkauft und massenweise auch von uns mit Emanzipation verwechselt. Zivilisation und Technologie sind, grundlegend, in allen ihren Äusserungen und Prozessen allenfalls scheinbare Emanzipation. Sie sind aber immer und immer offensichtlicher und brutaler bloss Zwang, Zwang zum Konformismus, Entmündigung, Abhängigkeit, Kontrolle. Es ist der Weg zur totalen und allgemeinen Zerstörung des Planeten, also Selbstzerstörung!
Lasst uns nie vergessen, was die Herrschenden uns immer wieder vergessen machen: Macht über das Leben anderer, über anderes Leben und die Natur ist Sklaverei und Herrschaft! Freiheit ist Macht über sich selbst und ursprünglich wurde uns und allen Wesen ein furchtloses und unzähmbares wildes Leben gegeben!
Die einzige Art, um die eigene Freiheit wieder zu erlangen, ist für die Freiheit aller Wesen zu kämpfen!!!
marco camenisch, September 07, aus dem
christlich-sozial-demokratischen
menschenrechtskonformen Zwangsarbeitslager Pöschwitz,
Regensdorf, Schweiz"
Aufruf zur internationalen Mobilisation in Solidarität mit José und Gabriel
Solidarität mit allen kämpfenden Gefangenen
Internationaler Solidaritätstag am 29. September 2007
Im Knast ist Zeit Sehnsucht. Es ist Warten. Warten auf etwas, daβ das Warten durchbricht. Es ist Warten auf Leben. Etwas, dass dich fühlen lässt. Etwas das dich inspiriert. Etwas, dass dich weiter bringt trotz der schleichenden Routine, trotz der toten Umgebung. Es ist Warten und Suchen nach einer Bestätigung deines Mensch-Seins, da wo der Knast dich zerstören will, dich unterwerfen will,... dich resozialisieren will. Es ist da wo ihre Lügen und Heuchlereien die Ohnmacht durchdringen. Es ist da, wo der Vorhang des Spektakels fällt und der Schlagstock spürbar wird. Den Schlagstock den wir alle kennen, aber nicht immer sehen oder sehen wollen.
Mehr als 20 Jahre stehen José und Gabriel schon Auge in Auge mit dieser Gewalt, davon mehr als drei Jahre in Deutschland. Es sind jetzt fast 2 Jahre her, daβ die Strafen von 14 bzw. 13 Jahren ausgesprochen wurden. Harte Strafen für eine kurzzeitige Geiselnahme während einer Verfolgungsjagd durch die Polizei, auf der Flucht vor noch mehr Gefangenschaft. Die Zwei waren ein paar Monate vorher nach 20 Jahren spanischen Knast während eines Knasturlaubs geflüchtet. Sie wollten frei sein um endlich den Kampf drauβen fortzusetzen. Trotz der erlebten Jahre in dem infamen FIES Isolationsregime sind sie dem anarchistischen Kampf und seinen Prinzipien treu geblieben und müssen dafür jetzt mit noch mehr Knast in Deutschland büβen. Natürlich interessierten sich die Richter für die Geschichte von José und Gabriel nur, um diese gegen sie zu benutzen. José und Gabriel wurden bestraft, weil sie Anarchisten sind und das werden wir nicht vergessen.
Inzwischen unterliegen sie einem Regime von permanenter Kontrolle. José war seit seiner Festnahme in Deutschland in vier verschiedenen Knästen regelmäβig verschärften Maβnahmen ausgesetzt. Nach einer Serie von Schikanen und Konflikten mit der Knastdirektion darf er seit vier Monaten nur Besuch mit Trennscheibe haben. Was zuerst als eine Strafmaβnahme für drei Monate wegen Haschischfund begründet wurde, erhielt jetzt den Begriff der permanenten Sicherheitsmaβnahme. José weigert sich nun Besuch zu bekommen, solange die Trennscheibe da ist. Gegen diese Sicherheitsmaβnahme wird juristisch angegangen, aber das kann lange dauern. Für Gabriel ist die Situation ähnlich. Er beschreibt das so: “...es ist ähnlich wie FIES (und in einigen Punkten selbst schlimmer).”
Wir rufen zu einer internationalen Mobilisierung in Solidarität mit José und Gabriel und allen kämpfenden Gefangenen auf. Am 29. September wird es vor den Knästen in Rheinbach und Aachen eine Kundgebung geben (mehr Informationen später). Wir rufen euch auf hinzukommen oder eure Solidarität mit den inhaftierten Genossen auf andere Art auf die Straβe zu tragen. Unsere Gefangene dürfen nicht vergessen werden. Auch wenn wir Differenzen haben, dürfen wir nicht vergessen, wofür wir stehen. Gegen Gefangenschaft und Ausgrenzung.
Für die internationale Solidarität.
Für die Anarchie.
Mehr informationen über den Prozeβ, FIES,… sind zu finden unter: http://www.escapeintorebellion.info
José Fernandez Delgado
JVA Rheinbach
Aachenerstrasse 47
D – 53359 Rheinbach
Gabriel Pombo Da Silva
JVA Aachen
Krefelderstrasse 251
D – 52070 Aachen
More informations for 29th of september 2007
The rallies will start at 12am in Rheinbach in Aachener Strasse 47 in front of the prison and at 4pm in front of the prison Aachen in Krefelder Strasse 251. Come all or start your own action.
Solidarity is a weapon!
19.09.2007 - Gabriel and José want to jion the hungerstrike. Here the declaration of Gabriels:
Dear comrades,
Given that I conceive Solidarity as a reciprocal act of Mutual Aid between revolutionaries and social rebels and not as a division of activities and tasks between a passive and watching public on the one hand and active and militant one on the other, I join the International Solidarity days with a hunger strike from the 16th till the 29th of September. In doing so I subscribe fully to the proposal of the comrades outside and to what Marco Camenisch wrote in his communiqué.
Because the only thing we have to fight in these circumstances of isolation and extermination are our ideals and our bodies, we put both in motion and action to demonstrate to the socialfascist State that they and only they are the terrorists.
Forwards and strength, comrades!! Join the pleasure of agitation and subversion!!
We don’t want “delegates”, nor do we want to delegate; direct action and social revolution!!
Viva la Anarquia!!
Gabriel Pombo da Silva
Exterminationcentre Aachen
14 September 2007
13.09.2007 - Marco Camenisch supports the mobilisation with a the hunger strike. Here his explanation:
"From 16th to 29th September 07 I would like to contribute with a anewed symbolic initiative (hunger strike) as revolutionary eco-anarchist prisoners to the international mobilisation in solidarity with the anarchist revolutionaries from Spain José and Gabriel and all fighting prisoners on the 29th September in front of the prisons in Rheinbach and Aachen, Germany, and perform once more my solidarity with all fighting prisoners and in particular the revolutionary prisoners and with all people, which are living resistance. More infos about the initiative in Germany and to the trial and jail fights of the abovementioned comrades presumably on www.escapeintorebellion.info.
This initiative is of course a part of the international and drift- spanning social-revolutionary fight against always intensifying, murderous and spectacular lying(see for example campaign against the RAF in Germoney) repression terror. It is also together inside and outside a controlled fight for the release of the revolutionary prisoners, the ill prisoners, the long time prisoner, imprisoned (e.g. Palestinian) children and women, against isolation and torture. That is also a fight against the capitalistic punishment, because the whole, as well as jail, containment, exclusion and pursuit (e.g. in Switzerland extremly fascistic and racist stamped foreigners and asylum abolition policy) real forms of state-terrorist and institutional torture, capital punishment, mass murder are as a part of the general imperialistic war against inside and against outside.
This fight can naturally be understood only as first steps up to the abolishment of all prisons, any rule, any exploitation, and must revolutionary and radical be, where alone the parts and goals and the appointments to “achievements” of the fights, reformistic for itself, from downside and the civilization, which e.g. conditions, human rights and pacifistic methods, if, then not as strategic but as purely tactical means, methods and goals must be understood.
For people and other “rights” than strategic means and goal to begin is called itself these “sets of rules” of the rule of the civilization and the capital to have read exactly since already their central points always expose like “right on lives” or “prohibition of hard labour” by their photograph regulations, and/or no right on lives in case of of rebellion and no prohibition of hard labour for “condemned offenders”, them in here to in front as strengthless, opportunistic and arbitrary instruments standing for arrangement to the legitimacy of rule and exploitation.
In this fight we must always also absolutely place ourselves to the fundamental civilization-critical question of the steel and unsolvable unit of war, technology and exploitation. This unit with all their expressions and means such as terror, state, authoritarianism, colonialism, imperialism, control, patriarchy, anthropocentrism, sexism, racism, etc. can be fought, dissolved only as a whole and abolished finally. Only by its abolishment as a whole can the capillary and all-comprehensive destruction of the life caused of it, which bases of life and the planet are finally stopped and area are created to surviving, living, to the reconstruction of societies, in which neither suppression nor exploitation shape still destruction the people natures indelibly and bases of its societies are. These processes and conditions as “progress” are sold and confounded in great quantities also of us with emancipation. Civilization and Technology are, fundamentally, in all their expressions and processes if necessary apparent emancipation. They however always and always are more obviously and more brutally only obligation, obligation to the conformalism, incapacitating, dependence, control. It is the way to the total and general destruction of the planet, thus self destruction!
Let us never forget what the ruling class make to us forgotten over and over again: power about the life of others, about other life and the nature is slavery and leadership! Freedom is power about itself and originally an fearless and indomitable wild life was given to us and all beings!
The only kind to win back own freedom is to fight for the freedom of all beings!!!
marco camenisch, September 07, from the christian-social-democratic human-rights-compliant forced labour camp Pöschwitz, Regensdorf, Switzerland"
Call for an international mobilisation in solidarity with José and Gabriel
Solidarity with all prisoners in struggle
International day of solidarity on the 29th of September 2007
In prison, time is desire. It is a waiting. A waiting for something that breaks through the waiting. It is waiting for life. Something that makes you feel. Something that might inspire you. Something that takes you a step further in spite of the dragging routine, in spite of the dead environment. It is a waiting and a looking for a confirmation of being human, there where prison tries to destroy you, tries to subjugate you... tries to resocialize you. It’s there where you feel their lies and hypocrisy cutting through your impotence. It’s there where the curtain of the spectacle falls and the truncheon becomes TANGIBLE. The truncheon we all know but do not always see or want to see.
Already, more than 20 years, Jose and Gabriel stand face to face with this violence and now already more than 3 years in Germany. It’s now almost 2 years ago that the sentences of respectively, 14 and 13 years, were declared. Long sentences for an escape from yet more imprisonment by briefly taking hostages during a confrontation with the police. Both escaped a couple of months before after an imprisonment of 20 years in the gulag of the Spanish state during a persecution by the police. Both wanted to be free and finally continue the struggle outside that they have been fighting inside. Both stayed true to the anarchist struggle and its principles in spite of years of being locked up in the infamous FIES isolation regime and for that they have to pay with more prison, now in Germany. Of course the judges didn’t listen to their past, they only used it as an argument against them. They were convicted because they are anarchists and we can’t forget that.
In the meantime they’re under a regime of permanent control. Jose already went through 4 prisons and often has to undergo restrictive measures. After a series of conflicts with the prison authorities, for 4 months, he can only get visits behind glass. This was originally supposed to be for 3 months, after they found him with cannabis after a visit. Recently though, this turned into a permanent “security measure”. Jose refuses to accept visits behind glass. Judicial steps were taken against this measure but these can drag on for a while. Gabriels situation is similar. He describes his regime as “...similar to FIES (and in some perspectives even worse).”
We call for an international mobilisation in solidarity with Jose and Gabriel and with all prisoners in struggle. The 29th of September there are demonstrations planned at the prisons of Rheinbach and Aachen in Germany (more information later). We call on everyone to be present, but it’s the decision of the comrades in the street to express their solidarity as they see fit. We can’t forget our prisoners. We can have our differences but should never forget what we stand for. Against seclusion and exclusion.
For international solidarity.
For anarchy.
More info about the trial, FIES, etc can be found on: http://www.escapeintorebellion.info
José Fernandez Delgado
JVA Rheinbach
Aachenerstrasse 47
D – 53359 Rheinbach
Gabriel Pombo Da Silva
JVA Aachen
Krefelderstrasse 251
D – 52070 Aachen
