<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Anarchist Black Cross Berlin &#187; Aachen2 &#8211; José Delgado</title>
	<atom:link href="http://www.abc-berlin.net/category/aachen2-jose-delgado/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.abc-berlin.net</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 16 Jul 2010 12:12:17 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=abc</generator>
		<item>
		<title>Zum Hungerstreik vom 20. Dezember bis zum 1. Januar in den Knästen</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/zum-hungerstreik-vom-20-dezember-bis-zum-1-januar-in-den-knaesten</link>
		<comments>http://www.abc-berlin.net/zum-hungerstreik-vom-20-dezember-bis-zum-1-januar-in-den-knaesten#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 16:25:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aachen2 - Gabriel Pombo da Silva]]></category>
		<category><![CDATA[Aachen2 - José Delgado]]></category>
		<category><![CDATA[Gefangene]]></category>
		<category><![CDATA[Hungerstreik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.abc-berlin.net/?p=1330</guid>
		<description><![CDATA[Durch die Initiative des anarchistischen Gefangenen Gabriel Pombo da Silva wird es vom 20. Dezember bis zum 1. Januar 2010 einen kollektiven Hungerstreik in den Knästen geben, um die Solidarität zwischen inhaftierten RebellInnen in der ganzen Welt zu verdeutlichen und zu stärken, sowie den Hass auf den Knast und die Gesellschaft, die diese produziert. Eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/12/anarchoblume.jpg" rel="lightbox[1330]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/12/anarchoblume-217x250.jpg" alt="anarchoblume" title="anarchoblume" width="139" height="160" class="alignleft size-medium wp-image-1497" /></a>Durch die Initiative des anarchistischen Gefangenen Gabriel Pombo da Silva wird es vom 20. Dezember bis zum 1. Januar 2010 einen kollektiven Hungerstreik in den Knästen geben, um die Solidarität zwischen inhaftierten RebellInnen in der ganzen Welt zu verdeutlichen und zu stärken, sowie den Hass auf den Knast und die Gesellschaft, die diese produziert.<br />
Eine Vielzahl von Gefangenen aus vielen Teilen der Welt hat ihre Teilnahme signalisiert:</p>
<p><strong>Gabriel Pombo Da Silva</strong><br />
c/o JVA Aachen &#8211; Krefelderstrasse 251 &#8211; 52070 Aachen &#8211; Deutschland</p>
<p><strong>Marco Camenisch</strong><br />
Postfach 3143 &#8211; 8105 Regensdorf &#8211; Schweiz</p>
<p><strong>Juan Carlos Rico Rodríguez</strong><br />
und<br />
<strong>Francisco Maya Rodriguez</strong><br />
Centro Penitenciario de Madrid V (Soto del Real) &#8211; Ctra. Comarcal 611, km. 37,6 &#8211; C.P. 28770 Soto del Real (Madrid) &#8211; España</p>
<p><strong>Sergio Maria Stefani</strong><br />
Carcere di Spoleto/ via maiano, 10/ 06049-Spoleto (PG)</p>
<p><strong>Honorio Gómez Alfaro</strong><br />
Centro Penitenciario de Madrid IV/ Ctra. N-V, km. 27,7 / 28600 Navalcarnero (Madrid)/ España</p>
<p><strong>Alberto Jiménez Alba </strong><br />
Centro Penitenciario de Madrid III/Ctra. Pinto-San Martín de la Vega, km. 5/ 28340 Valdemoro (Madrid)/ España</p>
<p><strong>Diego Petrissans</strong><br />
C.P.F. Devoto (C.A.B.A.)/ Bermudez 2651 (C.P. 1417)/ P. 5 &#8211; C 2°/ Argentina</p>
<p>Gabriel sitzt seit Juni 2004 im Knast in Aachen und wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt, davor saß er mehrere Jahre in Spanien, wo er innerhalb des FIES-Systems (Isolationshaft) dagegen gekämpft hat. Im Zusammenhang mit Gabriel wollen wir auch den Anarchist José Delgado erwähnen, der ebenfalls zu der gleichen Strafe verurteilt wurde. Die Beiden wurden mit zwei anderen Menschen in Aachen nahe der deutschen Grenze im Jahr 2004 verhaftet. Gabriel schreibt regelmäßig Texte, die in der ganzen Welt veröffentlicht werden und beteiligt sich am vielen Protestaktion aus dem Knast heraus.</p>
<p>Den Aufruf von Gabriel sowie Briefe und Texte von Gefangenen, die sich entschlossen haben ihren Beitrag zu leisten, sind weiter unten zu finden.</p>
<p><em>&#8220;Solidarity is a weapon, best used when it becomes gasoline to throw on those fires of revolt that their repression wants extinguished&#8221;</em> &#8211; Sergio</p>
<p><em>&#8220;I think it is clear that our oppressors are not afraid of our diy explosives (on this point they are far ahead of us) but of the ideas that drive us to break through the status quo, of the love that moves us to overcome anything in our way and makes us bold and reckless.&#8221;</em> &#8211; Gabriel Pombo Da Silva</p>
<p>Solidarität mit allen kämpfenden Gefangenen!<br />
Freiheit für alle!</p>
<p><span id="more-1330"></span></p>
<hr SIZE=2>
<p><center><strong>Gabriel Pombo da Silva: Vorschlag eines Hungerstreiks<br />
vom 20. Dezember bis zum 1. Januar 2010</strong></center></p>
<p>Ich fühle mich von der Idee getrieben einen Hungerstreik zusammen mit anderen GefährtInnen im Dezember zu koordinieren/machen&#8230; Wenn die GefährtInnen es gut finden, würde ich vorschlagen einen Hungerstreik vom 20. Dezember bis zum 1. Januar zu machen&#8230; Es ist ein &#8220;sinnvoller&#8221; Zeitabschnitt (für mich sind Hungerstreiks ein Werkzeug strategischer Kämpfe&#8230; Das soll bedeuten, dass in unserer Situation, als vom Staat-Kapital entführte, wir nur diese Form von Kampf haben, aufgrund der Zerstreuung der GefährtInnen in verschiedene Gefängnisse/Staaten)&#8230; Und ich sage &#8220;sinnvoll&#8221;, weil diese Initiative eine &#8220;Geste&#8221; von Liebe und Widerstand beabsichtigt und nicht von Opferverhalten ist.<br />
Die steigende Zahl gefangener (und &#8220;freier&#8221;) GefährtInnen steht neben dem System des Boykotts in der Korrespondenz welche ich erleide, welche mich daran hindert allen anderen rebellischen Individuen und ähnlichen, die auf der Welt verstreut sind, zu schreiben. Ich werde ihnen niemals eine persönliche Befriedigung geben mich &#8220;klagend&#8221; oder &#8220;jämmerlich&#8221; aufgrund dieser Bedingungen zu sehen.<br />
Wenn ich etwas schreibe, muss es ein Text sein, welcher zur Freude/Genuss zur Revolte ist und nicht zum Geheul der Konsequenzen unseres Denkens/Handelns. Die Verhaftung von Alfredo Bonanno und Christos Stratigopoulos in Griechenland ist die Konsequenz, dass zu machen was gesagt wird&#8230;<br />
Ich kann mir vorstellen, wie unbequem es für den griechischen Staat ist in ihren Gefängnissen zwei  GefährtInnen solches Schnittes zu haben. Was die GefährtInnen, welche sich in Alessandria (Italien) &#8220;versammelt&#8221; haben, gibt es den Anschein nach ein Mittel gegen den &#8220;Belehrungseifer&#8221;&#8230; Sie haben festgestellt, dass unsere Ideen gewisse soziale RebellInnen anziehen&#8230; Es gibt andere schlimmere Arten der Isolierung, wie zum Beispiel in Deutschland, wo sie dich mit Ehrlosen und Vergewaltigern umgeben&#8230;<br />
Na gut&#8230; es wäre wichtig zu wissen auf wen wir in diesem neuen Hungerstreik zählen können&#8230; und dass die GefährtInnen ein Kommuniqué vor dem Hungerstreik vorbereitet haben&#8230;<br />
Hinsichtlich des Inhaltes der jeweiligen Kommuniqués bin ich damit einverstanden, dass der im Kampf gestorbene Mauricio Morales erwähnt wird&#8230; Ich werde darüber schreiben, sowie die Sensibilisierung in Relation mit dem politischem Asyl von Freddy und Marcelo in Argentinien&#8230;ohne unseren lieben Marco zu vergessen.<br />
Ich werde schauen was mit den GefährtInnen in den spanischen Gefängnissen gemacht werden kann, aber ich erwarte nicht sehr viel von dort&#8230; Vor allem weil meine Korrespondenz fast immer von den Schließern beschlagnahmt wird&#8230;</p>
<p>Eine starke anarchistische Umarmung</p>
<p>Gabriel<br />
Aachen, 16. Oktober 2009 </p>
<hr SIZE=2>
<p><center><strong>Diego Sebastián Petrissans, gefangener Gefährte aus Argentinien, schließt sich dem Vorschlag eines Hungerstreikes von Gabriel Pombo da Silva an.</strong></center></p>
<p><em>&#8220;Affinität mit den GefährtInnen im Hungerstreik, Organisation und Antwort gegen den terroristischen Staat.&#8221;</em></p>
<p>Die Kommunikation ist die wichtigste Verbindung in der Organisation von GefährtInnen, die der Repression der Sicherheitsapparate jeder Art des Staates eine Antwort geben. Innerhalb der Organisation müssen die Zellen der direkten Aktion unabhängig von einander sein, wo die Resultate der Aktionen den Weg des sozialen Krieges kennzeichnen, um uns von Herrschaft und Ausbeutung zu befreien. Die Dichte der Wörter innerhalb der Gruppe von GefährtInnen, welche diese Zellen ausmachen ist für den Schutz dieser GefährtInnen und der Kontinuität der subversiven Aktionen notwendig. Die Menge ist nicht wichtig, sondern die menschliche Qualität die sie erweckt.<br />
Denn das wichtigste im sozialen Krieg ist die Erzeugung von Bewusstsein, den Verstand zu erwecken, das Blut zum Kochen zu bringen und sich über die Konsequenzen von Misserfolg extremer Aktionen im Klaren zu sein. Die Revolution ist kein Spiel. Die Revolution beginnt beim eigenen Leben, im eigenen Bewusstsein um dieses nachher anzustecken, bzw. zu verbreiten. Ich beteilige mich am Hungerstreik, Ende Dezember bis Anfang Januar, in internationaler Solidarität mit den GefährtInnen, die gegen diesen Müll von Leben leben, welchem wir unterworfen sind. Ein weltweites System von Tod und Repression.<br />
Ein Gruß an die GefährtInnen Gabriel, Claudio, Marco, Fredy, Marcelo, Karina, Leandro&#8230; und in der Forderung aller im Kampf in radikalen Taten gefallenen GefährtInnen, an sie alle&#8230; Auf unser Wohl!!!<br />
Auf die Freiheit hoffend um wieder mit Vergnügen gegen die Feinde zuschlagen zu können mit einem Lächeln, eine feste Umarmung.</p>
<p>Diego </p>
<hr SIZE=2>
<p><center><strong>Zum Kollektiven Hungerstreik vom 20.12.09-01.01.2010 von einigen der Freien Anarchistischen Gefangenen</strong></center></p>
<p>Wir, einige unter anderem in Deutschland, Italien, Spanien, Chile, Argentinien von Staat und Kapital in Geiselhaft genommene freie anarchistische Gefangene sind mit dem Vorschlag unseres in Deutschland gefangenen Genossen Gabriel Pombo Da Silva zur Ergreifung dieser Initiative einverstanden.</p>
<p>Wir wollen damit unseres im Mai dieses Jahres in Chile im sozialen Krieg gefallenen Genossen Maurizio Morales gedenken.</p>
<p>Wir sind uns einig, dass der Hungerstreik für uns freie Gefangene eines der Mittel und Ausdrücke zur revolutionären Teilnahme, Solidarität und Stärkung im sozialen Kampf drinnen und draussen gegen Knast und Repression aber auch allgemein im sozialen Krieg gegen Unterdrückung und Ausbeutung ist.</p>
<p>Wir befinden uns gemeinsam in der Lage zur Ergreifung dieser spontan von uns ausgehenden Initiative.</p>
<p>Weiter ist uns anarchistischen Gefangenen und KämpferInnen im sozialen Krieg gemeinsam, dass wir KriegerInnen und nicht etwa SoldatInnen verschiedener Ausdrücke, Gruppen, Bezugspunkte und/oder Dogmen (auch nicht der eigenen…) im sozialen Krieg sind.<br />
Aber auch, dass wir Gefangenen einzeln oder in Kleingruppen international verteilt und auf irgendeine Art und Weise isoliert und aus verschiedenen Generationen, Erfahrungen, Tendenzen, Kontexten und in verschiedenen Lagen sind.<br />
Von der Kraft der oben natürlich sehr unvollständig angedeuteten Affinität ausgehend, handeln und drücken wir uns als AnarchistInnen inhaltlich individuell und/oder in Gruppen vor allem aus erstem Grund selbstständig und unabhängig voneinander aus.<br />
Andererseits behindert uns eine vor allem in Deutschland und Spanien getätigte massive repressive Einschränkung der Kommunikation untereinander und nach aussen und ich möchte mich herzlich vor allem bei den italienischen GenossInnen von culmine (sowie den anderen revolutionären Ausdrücken) für ihren solidarischen Einsatz (Sammlung und Verbreitung der Teilnahmen, eventuellen Erklärungen, Artikeln und Texten und Übersetzungen Spanisch Italienisch; siehe  culmine@riseup.net ; culmine.noblogs.org) bedanken, ohne den die Verwirklichung und Vermittlung dieser Initiative viel schwerer bis unmöglich gewesen wäre oder ist. Und auch ihnen alle in Solidarität in ihrem laufenden Prozess politischer Verfolgung durch die üblichen Vereinigungsartikel!</p>
<p>Ich knüpfe auch an meine Erklärung für meine Initiative vom 9.-16.November an und erinnere nochmals an Mumia Abu-Jamal, der mehr denn je von der Ermordung durch den Staat und seine Gerichte und Gesetze bedroht ist.<br />
Diese betreffen uns drinnen und draussen allen verschieden hart, vor allem auf den verschiedenen Wegen, Situationen, Siegen, Niederlagen, Fortschritten und Rückschlägen im immer überlebensnotwendigeren sozialen Widerstands- und Befreiungskrieg vor Unterdrückung und Ausbeutung mit dem Ziel der Freiheit und Gerechtigkeit für alles Leben auf dem Planeten.<br />
Sie beschränken und zwingen uns alle in irgendeiner Form und Härte in unausweichliche und sehr reale Übergänge und Situationen, mit denen wir uns bis zur Erreichung ihrer Abschaffung alle sehr real, sorgfältig und vielfältig solidarisch auseinandersetzen müssen. Oft auch als nackte Überlebensfrage. Oft unvermeidlich gegensätzlich, aber immer als Gegensatz auch des Systems (zum Beispiel im politisch geführten Prozess), weil alle Formen der Herrschaft zum eigenen Fortbestehen auf ihre Legitimationskraft nicht verzichten können.</p>
<p>Ich grüße hiermit Gabriel und José in Deutschland, die gefangenen anarchistischen genossen in Alessandria in Italien, und dort auch Nicola de Maria und alle revolutionären gefangenen GenossInnen in Siano und anderswo, die gefangenen anarchistischen Genossen in der Schweiz, in Spanien, Frankreich, in Griechenland Christos und Alfredo und alle anderen, in Chile und Argentinien Freddy und Marcelo und alle anderen, zusammen mit den politischen Gefangenen des Befreiungskrieges der Mapuche. Und alle anderen anarchistischen und andere freien Gefangenen des sozialen Krieges überall!</p>
<p>Solidarität mit allen Kämpfen drinnen und draussen gegen Knast, Isolation und Repression weltweit.</p>
<p>Solidarität mit dem Kampf aller unterdrückten und ausgebeuteten Menschen und Völker gegen Staat, Kapital, Imperialismus, Patriarchat, gegen alle Formen von Unterdrückung, Ausbeutung und Abrichtung.</p>
<p>Für Freiheit und Gerechtigkeit als natürliches Recht auf Leben!</p>
<p>Ein Kampf, der uns in aller Vielfalt und alle Teilkämpfe schlussendlich vereinen muss, und für alles Leben auf der Erde geführt werden muss. Einzige Alternative dazu: Untergang für Alle, und das bald!</p>
<p>Mauri, Zoe, Edo, Sole, Diana, und alle ihr Unzähligen anderen heute und vorher, die im revolutionären Kampf drinnen und draussen gefallen sind: unser Kampf geht weiter, wird stärker!</p>
<p>marco camenisch, „demokratisches“ Vernichtungslager Pöschwies, Regensdorf, CH<br />
15. Dezember 2009 </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.abc-berlin.net/zum-hungerstreik-vom-20-dezember-bis-zum-1-januar-in-den-knaesten/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Berichte zum Wochenende in Aachen, Rheinbach und Köln</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/bericht-koeln-wochenende</link>
		<comments>http://www.abc-berlin.net/bericht-koeln-wochenende#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 20:47:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aachen2 - Gabriel Pombo da Silva]]></category>
		<category><![CDATA[Aachen2 - José Delgado]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionstag]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Meyer-Falk]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.abc-berlin.net/?p=1223</guid>
		<description><![CDATA[Ein erster Bericht zu den Kundgebungen vor den Knästen in Aachen und Rheinbach wurde bei indymedia am Samstag Abend veröffentlicht, diesen dokumentieren wir hier, sowie die verlesenen Grußworte von Thomas Meyer-Falk. Weitere Berichte und Auswertungen werden folgen. Fotos gibt es bereits weiter unten. Die Grußworte von Thomas Meyer-Falk an die Demo: &#8220;Herzliche und kämpferische Grüße [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-3-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-3" title="koln-wochenende-3" width="250" height="187" class="alignright size-medium wp-image-1240" /><em>Ein erster Bericht zu den Kundgebungen vor den Knästen in Aachen und Rheinbach wurde bei <a href="http://de.indymedia.org/2009/09/261980.shtml" target="_blank">indymedia</a> am Samstag Abend veröffentlicht, diesen dokumentieren wir hier, sowie die verlesenen Grußworte von Thomas Meyer-Falk. Weitere Berichte und Auswertungen werden folgen. Fotos gibt es bereits weiter unten.</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<hr SIZE=2>
<p>Die Grußworte von Thomas Meyer-Falk an die Demo:</p>
<p>&#8220;Herzliche und kämpferische Grüße aus dem Bruchsaler Gefängnis an Euch, die ihr hier zu der Demo gekommen seid. Knast zerstört! Knast zerstört Menschen, Familien und letztlich auch gesellschaftliche Strukturen, denn Knast ist destruktiv! Und deshalb ist es so wichtig für die Abschaffung von Gefängnissen zu demonstrieren und zu streiten.</p>
<p>Aber es ist meiner Ansicht nach auch wichtig die gesellschaftliche Funktion der Knäste zu berücksichtigen; das heißt Knäste sind Symptom und nicht Ursache einer deformierten Gesellschaft. Wer also für eine Abschaffung von Haftanstalten kämpft, legt zwangsläufig die Axt an das herrschende System.</p>
<p>Seit einigen Jahren gibt es in Deutschland eine immer größer werdende Bewegung, die über konkrete Einzelfallhilfe hinaus die Strukturen in den Blick nimmt und mit Gefangenen zusammen für eine Gesellschaft ohne Knäste kämpft. Und die Demonstration hier und heute ist eine Aktionsform in diesem Kampf!</p>
<p>Mit meinem Herzen und in Gedanken bin ich heute bei Euch!<br />
Für eine Gesellschaft ohne Knäste!&#8221;</p>
<p>Thomas Meyer-Falk<br />
<span id="more-1223"></span></p>
<hr SIZE=2>
<p>+++ Solidaritäts-Demos/Kundgebungen in Aachen und Rheinbach für alle (kämpfenden) Gefangenen +++ ca. 40 Knastgegner_innen in Aachen +++ Sichtkontakt mit Gefangenen +++</p>
<p>Heute, am 26.9.2009, versammelten sich mehr als 40 Menschen, um den Inhaftierten der JVA Aachen und dem Gefängnis in Rheinbach ihre Solidarität zu zeigen und die aktuellen Herrschaftsverhältnisse, die für das Knastsystem verantwortlich sind, in Frage zu stellen und kritisch anzugreifen.<br />
Aufgrund der Tatsache, dass die_der Autor_in lediglich der Demo in Aachen beiwohnte, wird hier nicht auf die Ereignisse in Rheinbach eingegangen. Alle, die dort waren, können natürlich gerne den Artikel ergänzen.</p>
<p>Gegen 11 Uhr begann sich der bunt gemischte Haufen aus Anarchist_innen, Menschen aus Anti-Repressions-Zusammenhängen und anderen herrschaftskritischen Personen bei strahlendem Sonnenschein auf dem Besucher_innenparkplatz der JVA Aachen zu sammeln. Die vom Lautsprecherwagen abgespielte Musik leistete ihren Beitrag zur allgemein entspannten Stimmung.<br />
Die Auftaktkundgebung begann mit einer Rede, in der eine klare Position gegen Strafe und für eine andere Gesellschaft ohne Knäste herausgestellt wurde.<br />
Daraufhin zogen die Knastgegner_innen in einer kleinen Demonstration, während derer mit Trillerpfeifen, Metallgegenständen und Tröten einiger Lärm gemacht wurde, der einige Gefangene ans Fenster lockte, zum Haupteingang des Gefängnisses. Auf der dort stattfindenden Zwischenkundgebung wurde ein Grußbrief des Gefangenen Thomas Meyer-Falk verlesen, der momentan in der JVA Bruchsal gefangen ist. (Nähere Informationen zu Thomas sind zu finden unter  <a href="http://www.freedom-for-thomas.de/thomas/index.shtml" target="_blank">www.freedom-for-thomas.de</a>)</p>
<p>Daraufhin ging die Demonstration zurück in Richtung Besucher_innenparkplatz und zog an diesem vorbei über die Krefelder Straße auf den Eulersweg. Die vorbeifahrenden Autofahrer_innen wurden mit Transparenten mit Aufschriften wie &#8220;Solidarität mit allen kämpfenden Gefangenen&#8221; oder &#8220;Für eine Gesellschaft ohne Knäste&#8221; auf das Anliegen der Demoteilnehmer_innen aufmerksam gemacht. Auf dem Eulersweg machte die Demonstration an einem Hintereingang der JVA halt. Der Dort gehaltene Redebeitrag kann auf der Internetseite des Anarchist Black Cross Berlin nachgelesen werden (<a href="http://www.abc-berlin.net/solidaritaet-mit-den-gefangenen-kundgebung-vor-den-knaesten-in-aachen-und-rheinbach-und-diskussionsveranstaltung-in-koeln-am-26-september" target="_blank">www.abc-berlin.net</a>).</p>
<p>Die laute Musik und Bambule der Knastgegner_innen brachte auch hier die in Sichtweite befindlichen Gefangenen ans Fenster. Das Winken und die gerufenen Parolen der Leute &#8220;draußen&#8221; wurden von den Leuten &#8220;drinnen&#8221; mit Winken und Lichtreflexionen durch Spiegel beantwortet. Nachdem die Signale der Gefangenen aufgehört hatten (vermutlich wurden sie von den Schließer_innen aus ihren Zellen geholt), löste sich die Demonstration auf.</p>
<p>Ein Großteil der Teilnehmer_innen machte sich daraufhin auf den Weg nach Rheinbach, wo um 14 Uhr ebenfalls eine Solidaritätskundgebung stattfand. Wie bereits erwähnt, hat die_der Autor_in daran nicht teilgenommen und kann somit nix darüber berichten. Um Ergänzungen wird gebeten.</p>
<p>Alles in allem lässt sich der Tag (zumindest in Aachen) eher positiv als negativ bewerten. Denn den Gefangenen wurde gezeigt, dass sie nicht alleine sind, dass Menschen mit ihnen solidarisch sind, dass nicht alle in dieser Gesellschaft das System von Strafe und Wegsperren unterstützen.</p>
<p>Ein herzlicher Gruß geht hiermit an die Gefangenen, die unsere Solidaritätsaktion beantwortet haben, aber selbstverständlich auch an alle anderen, die uns entweder nicht gehört haben oder nicht antworten konnten. Hoffentlich hat Euch unsere Aktion Mut gemacht, (weiter) zu kämpfen.</p>
<p>Für eine Gesellschaft, in der es keine Knäste braucht!<br />
Freiheit für alle! </p>
<hr SIZE=2>
<p><center><br />
<img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-1-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-1" title="koln-wochenende-1" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1237" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-2-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-2" title="koln-wochenende-2" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1239" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-4-187x250.jpg" alt="koln-wochenende-4" title="koln-wochenende-4" width="187" height="250" class="alignnone size-medium wp-image-1241" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-5-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-5" title="koln-wochenende-5" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1242" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-6-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-6" title="koln-wochenende-6" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1243" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-7-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-7" title="koln-wochenende-7" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1244" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-8-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-8" title="koln-wochenende-8" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1245" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-9-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-9" title="koln-wochenende-9" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1246" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-10-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-10" title="koln-wochenende-10" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1247" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-11-187x250.jpg" alt="koln-wochenende-11" title="koln-wochenende-11" width="187" height="250" class="alignnone size-medium wp-image-1248" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-12-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-12" title="koln-wochenende-12" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1249" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-13-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-13" title="koln-wochenende-13" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1250" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-14-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-14" title="koln-wochenende-14" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1251" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-15-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-15" title="koln-wochenende-15" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1252" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-16-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-16" title="koln-wochenende-16" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1253" /></p>
<p></center></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.abc-berlin.net/bericht-koeln-wochenende/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Solidarität mit den Gefangenen! Kundgebung vor den Knästen in Aachen und Rheinbach und Diskussionsveranstaltung in Köln am 26. September</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/solidaritaet-mit-den-gefangenen-kundgebung-vor-den-knaesten-in-aachen-und-rheinbach-und-diskussionsveranstaltung-in-koeln-am-26-september</link>
		<comments>http://www.abc-berlin.net/solidaritaet-mit-den-gefangenen-kundgebung-vor-den-knaesten-in-aachen-und-rheinbach-und-diskussionsveranstaltung-in-koeln-am-26-september#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 09:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aachen2 - Gabriel Pombo da Silva]]></category>
		<category><![CDATA[Aachen2 - José Delgado]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionstag]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.abc-berlin.net/?p=1119</guid>
		<description><![CDATA[Für den 26. September werden vor den Knästen in Aachen und Rheinbach solidarische Kundgebungen organisiert. Am Abend wird in Köln eine Diskussionsveranstaltung stattfinden. Alle weiteren Infos sind in den zwei Aufrufen zu finden, einer von ABC Berlin, ABC Orkan und ABC hooded crow und der von AKP Köln. Bei Fragen meldet euch bei uns. Solidarität [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/knastkundgebungen_260909-106x150.jpg" alt="knastkundgebungen_260909" title="knastkundgebungen_260909" width="106" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1202" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/08/knastkundgebungen-260909_2-150x106.jpg" alt="knastkundgebungen-260909_2" title="knastkundgebungen-260909_2" width="150" height="106" class="alignright size-thumbnail wp-image-1137" /><em>Für den 26. September werden vor den Knästen in Aachen und Rheinbach solidarische Kundgebungen organisiert. Am Abend wird in Köln eine Diskussionsveranstaltung stattfinden. Alle weiteren Infos sind in den zwei Aufrufen zu finden, einer von ABC Berlin, ABC Orkan und ABC hooded crow und der von AKP Köln.<br />
Bei Fragen meldet euch bei uns.</em></p>
<hr SIZE=2>
<strong>Solidarität mit den Gefangenen! Kundgebung vor den Knästen in Aachen und Rheinbach und Diskussionsveranstaltung in Köln am 26. September</strong><br />
Knäste und die damit zusammenhängenden Repressions- und Unterdrückungsmechanismen stellen für viele immer noch ein Thema dar, mit welchem sich lieber nicht beschäftigt wird und es werden keine Gedanken über die Sinnhaftigkeit und Funktion von Knästen verschwendet. Außerdem besteht die Denkweise, dass diejenigen, die in den Knästen eingesperrt werden, dort schon zu Recht sitzen würden und es auch verdienen &#8211; sonst wären sie dort ja nicht gelandet. Aber sie sind Gefangene dieses Systems, des kapitalistischen Systems. Unzählige Gefangene sitzen in Deutschen Knästen, weil sie im Supermarkt geklaut haben, sei es durch eine gewisse Notwendigkeit (bsw. Armut) oder einfach nur aus dem Bedürfnis heraus sich auch mal was gönnen zu wollen, weil sie &#8220;Schwarz&#8221; gefahren sind oder wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtmG.).<span id="more-1119"></span><br />
Der Knast hat die Aufgabe die Gesellschaft in „gute&#8221; und „schlechte&#8221; BürgerInnen zu spalten, in diejenigen, die sich an die von den Herrschenden vorgegebenen Gesetze und Regeln halten und die andere, die der Gesellschaft und den aufoktuiertem Zusammenleben schädlich sind. Um zu strafen und abzuschrecken gibt es eine Vielzahl von Unterdrückungsmechanismen, an welcher Spitze der Knast steht. Dazu werden immer neue Gesetze und ausgefeiltere Methoden der Überwachung erzeugt, welche zusätzlich ein Klima der Angst erzeugen, welches es ermöglicht die Disziplinierung, Unterdrückung und Kontrolle der Gesellschaft voranzutreiben, was lediglich zur Festigung der Macht von denjenigen dient, die sie inne haben. Die Rechtfertigung dafür wird durch die Hetze von Medien und PolitikerInnen aufgrund einer vermeintlichen Bedrohung der Gesellschaft durch TerroristInnen geschaffen. Indem aber Menschen in Knäste gesperrt werden, wird nur von den wahren Kriminellen und TerroristInnenen abgelenkt – die die an der Macht sind und uns tagtäglich unsere Freiheit und Leben nehmen. Diejenigen, die dieses System der Ausbeutung und Unterdrückung aufrecht erhalten und unterstützen.</p>
<p>Wir erklären uns solidarisch mit den Inhaftierten, was aber nicht bedeutet, dass wir jedes Mal 100prozentig mit ihren Aktionen, Positionen, Analysen einverstanden sein müssen. Solidarität heisst für uns, ihnen Unterstützung zu geben, weil sie gegen dieses System und diese Gesellschaft kämpfen und eine ähnliche gesellschaftliche Utopie wie wir haben/einfordern. Allerdings scheinen uns die Gründe für dieses oftmals unsolidarisches Verhalten &#8211; hier in Deutschland &#8211; leider ziemlich klar zu sein: hier fehlt einfach eine Bewegung, welche die Abschaffung aller Knäste und Zwangsanstalten und darüber hinaus die Freilassung aller Gefangenen, und nicht nur der &#8220;politischen&#8221;, fordert. Wenn wir uns die Arbeit in politischen Gruppen und im Speziellen die Antirepressionsarbeit anschauen, stellen wir immer wieder fest, dass eine allgemeine Kritik an dem ganzen Strafsystem, an der Justiz, an den Knästen fehlt. Dieses Verhalten wollen wir versuchen zu durchbrechen am 26. September, in dem wir vor den Knästen in Aachen und Rheinbach Kundgebungen abhalten und am Abend in Köln eine Diskussionsveranstaltung veranstalten werden.</p>
<p>Wir werden die Kundgebungen speziell vor den Knästen in Aachen und Rheinbach abhalten, dort werden unsere Freunde und Weggefährten, die beiden spanischen Anarchisten José Fernandez Delgado und Gabriel Pombo da Silva, von den barbarischen Klauen des unmenschlichen Knastsystems festgehalten. Beide haben es geschafft aus der isolierenden und folternden Gewalt der Knästen in Spanien zu fliehen, mit welcher sie über 20 Jahren lang konfrontiert waren, ein Großteil der Zeit davon im FIES-Isolationssystem, weil sie die Freiheit lieben und sich die ganzen Jahre danach gesehnt haben.<br />
Seit fünf Jahren sind sie in Deutschland inhaftiert, weil sie sich am 28. Juni 2004, zusammen mit Bart de Geeter und Gabriels Schwester Begonia, einer Polizeikontrolle in Aachen widersetzt haben, in der Folge es zu einer kurzzeitigen Geiselnahme kam. Für sie gab es in diesem Moment keine andere Möglichkeit als so zu handeln, angesichts der Tatsache von vielen weiteren Jahren hinter grauen Mauern. Am 28. September 2005 wurde José zu 14 Jahren, Gabriel zu 13 Jahren verurteilt. Die solidarischen Aktionen und Handlungen von Seiten der „deutschen Linken“ liessen ,und lassen immer noch, sehr zu Wünschen übrig, es wurde sich lieber von der ganzen Geschichte distanziert, da mensch nichts mit „Kriminellen“ und „Geiselnehmern“ zu tun haben wollte. Das ganze natürlich ohne auch nur einen Blick auf die Hintergründe und das was vorher passiert zu werfen und dass sie sich ebenso im Kampf gegen Repression und Gefängnisse, gegen Armut und Ausbeutung, gegen Ausgrenzung und Verfremdung befinden.<br />
Unsere Solidarität an diesem Tag, dem 26. September, gilt nicht nur ihnen, sondern allen kämpfenden Gefangenen und denen, die unter der schweren Last des Weggesperrtseins zu leiden haben.</p>
<p><em>Treffpunkt für die Kundgebungen ist in Aachen in der Krefelder Straße 251 um 11.00 Uhr, in Rheinbach in der Aachener Straße 47 um 14.30 Uhr.<br />
Ab Köln 10.00 Uhr, vor LC 36, wer kann, bitte Auto mitbringen!</p>
<p>Die Diskussionsveranstaltung wird in Köln in der Ludolf-Camphausen-Str.36 (LC) ab 19.00 Uhr stattfinden.</em></p>
<p>Für eine Gesellschaft, in der es keine Knäste braucht!<br />
Freiheit für alle!</p>
<hr SIZE=2>
<p><strong>Gegen die Mauern!</strong><br />
Am Samstag, 26.09. ist Anti-Knast-Aktionstag in NRW, genauer an den Knästen in Aachen und Rheinbach. &#8220;Autonomes Knastprojekt&#8221; aus Köln ruft dazu auf. Die beiden Knäste sind Langzeitknäste in dieser Region. Früher waren die meisten Gefangenen, die Kontakt zum AKP suchten, in Rheinbach. Von daher gab es auch viel Zusammenarbeit zwischen drinnen und draußen, einschließlich Knastkundgebungen und Öffentlichkeitsaktionen derer, die sich draußen bewegen konnten. Aber als fast alle Rheinbacher in den damaligen Neubau nach Aachen verlegt wurden, schwand diese Tradition. Die Kölner/innen bedauern, schon lange keine Knastkundgebungen mehr zustande bekommen zu haben, weil die Begeisterung vor Knästen zu demonstrieren nicht sehr groß ist. Auch, weil nicht mehr so viele Nachrichten nach draußen gelangen, die spezielle Anlässe der Mobilisierung sein könnten.</p>
<p>Diese lokale Schwäche kann aber ausgeglichen werden, weil sich auch Genoss/inn/en aus größerer Entfernung für diese beiden Knäste interessieren und die Kundgebungen mit angeregt haben. Es sind solche, die sich grundsätzlich gegen Knast engagieren, die aber auch zwei Genossen grüßen möchten, zu denen sie Kontakt haben bzw. die sie mit einem Zeichen der Solidarität unterstützen möchten. Es handelt sich um Gabriel Pombo da Silva und José Fernandez Delgado, zwei spanische Anarchisten, die seit Mitte 2004 in den Klauen der deutschen Justiz sind. Zuvor waren sie jeweils lange in spanischen Knästen und, weil sie dort Widerstand leisteten, schon dort, wie jetzt auch in Deutschland, unter repressiver Sonderbehandlung. Das Knastsystem in Spanien hat beide politisch radikalisiert. Als Reaktion auf den enormen Druck, der auf sie ausgeübt wurde. Aber auch als Folge der Rebellionen, bei denen in einigen spanischen Knästen eine Mehrzahl von Gefangenen zusammen handelte. Hier in Deutschland oder überhaupt in der jetzigen Zeit ist die Repression nicht geringer, doch sie schafft es, Gefangene noch besser zu vereinzeln. Aber Gabriel und José beteiligen sich auch hier an Aktionen der Verteidigung von Gefangeneninteressen und Menschenrechten, so weit es ihre Isolationsbedingungen zulassen und so weit sie von speziellen Anlässen und Zusammenschlüssen Kenntnis haben.</p>
<p>Also: 26.9. Knastkundgebungen in Aachen, Krefelder Straße 251, 11 Uhr und Rheinbach, Aachener Straße 47, ca. 14 Uhr (schätzungsweise eher 14.30)<br />
- in Solidarität mit allen Gefangenen, die nicht nach oben buckeln und nach unten treten,<br />
- in Solidarität mit allen Gefangenen, die besonderem Druck ausgesetzt sind, weil sie sich dem Knastsystem nicht widerstandslos unterwerfen<br />
- gegen alle Sonderisolation<br />
- in der langfristigen Perspektive für Gesellschaft ohne Knäste, ohne Repression, ohne Privilegien und ohne Herrschaft.</p>
<p>Am Abend des gleichen Tages ist noch eine Anti-Knast-Veranstaltung in Köln vorgesehen.<br />
Ort: Unicum, (Alte Mensa) Universitätsstraße 15 , Köln, Zeit: 18 Uhr<br />
Wie die ablaufen soll, ist noch nicht ganz klar. Die Fragestellungen sind bisher:<br />
Können wir breite Bündnisse gegen das Repressionssystem entwickeln?<br />
Können die Forderungen:<br />
- Kein Knast für Schwarzfahrer und Eierdiebe (inkl. der entsprechenden &#8220;innen&#8221;) und<br />
- Aufhebung der Trakte und Sonderisolationseinrichtungen<br />
- Keine Sicherungsverwahrung für Eigentumsdelikte Ausgangspunkte solcher Bündnisse sein?<br />
Immer unter der Voraussetzung, dass wir Initiator/inn/en Knast und Sicherungsverwahrung grundsätzlich ablehnen. Oder sind solche Teilforderungen Verrat an unseren langfristigen Zielen?</p>
<p>Die Veranstaltung soll Teil der Auseinandersetzung sein zwischen Aktivist/inn/en aus verschiedenen Städten, die einen Schwerpunkt auf Anti-Knast-Engagement legen, aber offen für Aktive aus anderen Bewegungen. Die Frage, wann Reformismus beginnt und welche konkreten Schritte vorwärts führen können zu radikaleren Veränderungen, betrifft alle Bewegungen. Und unser ganzes Gesellschaftssystem enthält viele Knaststrukturen, ist geprägt von Repressionen und Ausgrenzungen. Das geht alle an. Zudem sollte Knast als Spitze des Eisberges wieder stärker in den Blickpunkt der Bewegungen gelangen. Damit es wieder mehr praktische Zusammenarbeit zwischen drinnen und draußen gibt. Damit wir in gemeinsamer Zielsetzung gegen die Strukturen des herrschenden Systems angehen können.</p>
<p>Konkrete Nachfragen: AKP Köln, Kalk-Mülheimer Str.210, 51103 Köln<br />
Tel: 0221 3318716</p>
<hr SIZE=2>
<p><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/knastkundgebungen_260909-495x700.jpg" alt="knastkundgebungen_260909" title="knastkundgebungen_260909" width="495" height="700" class="aligncenter size-large wp-image-1202" /></p>
<p><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/08/knastkundgebungen-260909_2-700x494.jpg" alt="knastkundgebungen-260909_2" title="knastkundgebungen-260909_2" width="700" height="494" class="aligncenter size-large wp-image-1137" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.abc-berlin.net/solidaritaet-mit-den-gefangenen-kundgebung-vor-den-knaesten-in-aachen-und-rheinbach-und-diskussionsveranstaltung-in-koeln-am-26-september/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
