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	<title>Anarchist Black Cross Berlin &#187; Aktionstag</title>
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		<title>Weltweiter Aufruf zu lautstarken Demos vor den Knästen an Silvester</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 23:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionstag]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Silvester zum Knast]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor wenigen Wochen ist ein englischsprachiger Aufruf erschienen, welcher dazu aufruft am Silvesterabend sich vor den Knästen zu versammeln und der Solidarität mit allen Gefangenen Ausdruck zu verleihen. Aber er geht auch weiter und fordert sich nicht nur auf Demos vor den Knästen zu beschränken, sondern außerdem die Verantwortlichen der Knastgesellschaft und deren Profiteure direkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/12/newyearseve2011solidarity.jpg" rel="lightbox[5818]"><img class="alignright  wp-image-5852" title="Weltweiter Aufruf zu lautstarken Demo vor den Knästen an Silvester - Silvester zum Knast - Solidarität mit allen Gefangenen" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/12/newyearseve2011solidarity-250x161.jpg" alt="Weltweiter Aufruf zu lautstarken Demo vor den Knästen an Silvester - Silvester zum Knast - Solidarität mit allen Gefangenen" width="175" height="113" /></a><em></em><em>Vor wenigen Wochen ist ein englischsprachiger Aufruf erschienen, welcher dazu aufruft am Silvesterabend sich vor den Knästen zu versammeln und der Solidarität mit allen Gefangenen Ausdruck zu verleihen. Aber er geht auch weiter und fordert sich nicht nur auf Demos vor den Knästen zu beschränken, sondern außerdem die Verantwortlichen der Knastgesellschaft und deren Profiteure direkt zu konfrontieren.</em><br />
<em>Aufrufe zu Demos </em><em>gibt es</em><em> weltweit</em><em>, unter anderen in den USA (<a href="http://www.anarchistnews.org/node/21175" target="_blank">Portland, OR</a>; <a href="https://nycabc.wordpress.com/2011/12/27/nycnye-noise-demo-against-the-prison-industrial-comlex-in-solidarity-with-pps-and-pows/" target="_blank">NYC,NYE</a>; <a href="http://metakosmia0101.tumblr.com/post/14073875010" target="_blank">Atlanta, GA</a>;  <a href="http://colorado.indymedia.org/node/8405" target="_blank">Durango, CO</a>; <a href="http://occupybmore.org/event/noise-demo" target="_blank">Baltimore, MD</a>; <a href="http://wingnutrva.org/2011/12/13/new-years-eve-noise-demo-at-richmond-city-jail/" target="_blank">Richmond, VA</a>; <a href="http://pugetsoundanarchists.org/comment/2263" target="_blank">Seattle, WA,</a>), in Deutschland (<a title="Veranstaltungsmonat und Silvester zum Knast-Demo in Berlin" href="http://www.abc-berlin.net/veranstaltungsmonat-und-silvester-zum-knast-demo-in-berlin" target="_blank">Berlin</a>, <a href="http://linksunten.indymedia.org/de/node/51741" target="_blank">Köln</a>, <a href="http://silvesteraction.blogsport.de/" target="_blank">Stuttgart</a>, <a href="http://antifa-komitee.org/2011/12/sylvester-zum-knast/" target="_blank">Bremen</a>), Italien (<a href="http://en.contrainfo.espiv.net/2011/12/22/como-italy-new-years-eve-at-bassone-prison/" target="_blank">Albate,</a> <a href="http://www.informa-azione.info/an_capodanno_sotto_il_carcere_dopo_la_rivolta_dei_detenuti" target="_blank">Ancona</a>, <a href="http://www.informa-azione.info/31_dicembre_presidio_fuori_dal_carcere_di_bergamo" target="_blank">Bergamo</a>, <a href="http://www.informa-azione.info/bz_presidio_sotto_il_carcere_a_capodanno" target="_blank">Bolzano</a>, <a href="http://www.informa-azione.info/cs_presidio_sotto_il_carcere" target="_blank">Consenza</a>, <a href="http://www.informa-azione.info/ra_capodanno_2012_verso_la_fine" target="_blank">Ravenna</a>), Großbritannien (London <a href="http://anarchistnews.org/node/21219" target="_blank">1</a> + <a href="http://anarchistnews.org/node/21227" target="_blank">2</a>, <a href="http://anarchistnews.org/node/21216" target="_blank">Brixton</a>), Griechenland (<a href="http://en.contrainfo.espiv.net/2011/12/29/athens-new-year%E2%80%99s-eve-outside-koridallos-dungeons/" target="_blank">Athen</a>, <a href="http://en.contrainfo.espiv.net/2011/12/31/thessaloniki-new-year%E2%80%99s-eve-outside-diavata-dungeons/" target="_blank">Thessaloniki</a>), Spanien (<a href="http://vivalaanarquia.espivblogs.net/?p=10437" target="_blank">Barcelona und Madrid</a>), <a href="http://vivalaanarquia.espivblogs.net/?p=10430" target="_blank">Argentinien</a>, &#8230;</em></p>
<h3 style="text-align: center;">Globale Lärmdemos: Silvester 2011/2012</h3>
<p style="text-align: center;"><strong>Allerorts inner- und außerhalb von Knästen, Strafanstalten und Untersuchungsgefängnissen</strong></p>
<p>Dieses Event ist inspiriert von dem Aufruf für einen Aktionstag gegen Knäste am Neujahrstag 2011, welcher großenteils unverändert bleibt:<br />
<span id="more-5818"></span><br />
Lautstarke Demos vor Knästen sind eine anhaltende Tradition in einigen Ländern. Ein Weg, um Solidarität auszudrücken mit Menschen, die inhaftiert sind während des Jahreswechsels, an diejenigen erinnernd, die vom Staat gefangen gehalten werden. Eine lautstarke Demo durchbricht die Isolation und Entfremdung der Zellen, die unsere Feinde errichten, Knäste haben eine lange Tradition im Inneren des Kapitals und sind dabei eine der am altertümlichsten Formen der anhaltenden Folter und Bestrafung. Sie wurden benutzt, um zu töten und jene Unerwünschten &#8211; die Delinquenten der herrschenden Ordnung &#8211; welche nicht in die vorgegebene Form der Gesellschaft passen zu foltern</p>
<p>Knäste werden nicht nur als eine Institution genutzt, sondern als ein riesiger Apparat, welcher von ausserhalb der Knastmauern konstruiert wurde. Von den Feinden, die unser alltägliches Leben als einen Knast definieren, und selbst an vielen Orten zu finden sind, anfangen von Banken, die die Entwicklung von Knästen finanzieren (wie Wells Fargo, Bank of America, BNP Paribas, Bank of the West und Barclays); über Firmen, die vertraglich für die Entwicklung von Knästen verantwortlich sind (wie Bergelectric Corporation, SASCO Electric, Engineered Control Systems, MacDonald Miller Facility SLTNS und Kane MFG Corp.); den Investoren der Entwicklung von Knästen (wie Barclays Intl. und Merrlin Lynch) bis hinzu der Polizei und den Schließern, die sich hinter ihren Abzeichen und der Gewalt des Staates verstecken.</p>
<p>Solidarität ist nicht nur ein Ausdruck unserer revolutionären Poesie, welche durch eine weitergehende anarchistische Analyse definiert wird, sondern auch ein Ausdruck der Aktionen, welche in Praxis umgesetzt werden im täglichen sozialen Krieg. Darum schlagen wir denjenigen, die ein gewisses wechselseitiges Verständnis von der Knastwelt und den Zuständen, die dadurch erschaffen werden, haben, vor sich diesen Tag zu merken, sich diesen Tag im Kalender zu markieren. Um Orte des Angriff auszumachen. Damit wir uns selber nicht nur auf Lärm-Demos beschränken, dass sich Aktionen selbstständig voneinander verbreiten. Damit unsere alltäglichen Positionen, mit welchen wir uns selber in unserer eigenen Verinnerlichung beschränken, aufbrechen.</p>
<p>An all unsere GenossInnen, die wir kennen und noch nicht kennen. Nur weil wir uns bis jetzt nicht getroffen haben, bedeutet dies nicht, dass wir nicht in Affinität miteinander agieren. Unser Kampf setzt sich nicht nur draußen fort, sondern drinnen ebenso. Knast ist nicht das Ende, sondern eine Weiterführung, durch individuelle und kollektive Momente der Revolte, mit den Methoden, die zur Verfügung stehen. Wie das Feuer soll sich unsere Wut verbreiten.</p>
<p>Gegen Knäste, und die Welt die sie aufrecht erhält.</p>
<p>Für den sozialen Krieg.</p>
<p>In Erinnerung mit die derzeitig inhaftierten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Rom: Wenn die Empörung zu Wut wird</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 16:45:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionstag]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<category><![CDATA[Angriff auf Staat und Kapital]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Samstag, den 15. Oktober fanden weltweit unzählige Demonstrationen statt, welche nach dem Vorbild der in New York entstandenen Occupy-Bewegung, die Herrschaft des Kapital und der Banken kritisierten. Auch im deutschsprachigen Raum kam es zu vielen Demos und Platzbesetzungen, aber die Proteste blieben leider weitgehend auf einer legalistischen Ebene stehen. Ganz anders geschah es in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/10/Rom-15-okt-11.jpg" rel="lightbox[5377]"><img class="alignright size-medium wp-image-5379" title="Brennende Bullenkarre in Rom am 15. Oktober 2011, anlässlich der Proteste gegen das Finanzkapital, im Rahmen des weltweiten Aktionstages der “Occupy“ Bewegung" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/10/Rom-15-okt-11-250x167.jpg" alt="Brennende Bullenkarre in Rom am 15. Oktober 2011, anlässlich der Proteste gegen das Finanzkapital, im Rahmen des weltweiten Aktionstages der “Occupy“ Bewegung" width="200" height="134" /></a><em>Am Samstag, den 15. Oktober fanden weltweit unzählige Demonstrationen statt, welche nach dem Vorbild der in New York entstandenen Occupy-Bewegung, die Herrschaft des Kapital und der Banken kritisierten. Auch im deutschsprachigen Raum kam es zu vielen Demos und Platzbesetzungen, aber die Proteste blieben leider weitgehend auf einer legalistischen Ebene stehen. Ganz anders geschah es in Rom, wo sich die Wut der Leute in der Form zeigte, dass Banken eingehauen und Luxusläden geplündert wurden, Luxusautos Feuer fingen und die Bullen, die BeschützerInnen der herrschenden Ordnung, massiv angegriffen und vertrieben wurden. Auf <a href="http://linksunten.indymedia.org/de/node/48775" target="_blank">linksunten.indymedia.org</a> erschien dazu die Übersetzung eines Textes, welcher auf <a href="http://www.lereveil.ch/contrib/rome-quand-l-indignation-devient" target="_blank">www.lereveil.ch</a> zu finden ist.</em><br />
<em> Wir wünschen uns, dass auch hier die Leute, die ihre Wut auf die Strasse tragen, diese nicht runterschlucken und die Herrschenden und ihre BeschützerInnen in ihrer Gesamtheit angreifen und attackieren, und sich nicht auf die &#8220;bösen&#8221; Bänker, die uns das Geld rauben, beschränken. Es geht um mehr, es geht um die Freiheit, um die Idee einer anderen Welt, einer Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Eine Welt, die auf Solidarität und Selbstorganisierung aufgebaut ist und die Menschen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. [<strong>Update 18.10.:</strong> Am 17.10. gab es <a href="http://andiewaisendesexistierenden.noblogs.org/post/2011/10/18/uber-100-hausdurchsuchungen-in-ganz-italien/" target="_blank">über 100 Hausdurchsuchungen in ganz Italien</a>]</em><br />
<span id="more-5377"></span></p>
<h3 style="text-align: center;">Rom: Wenn die Empörung zu Wut wird</h3>
<p>Etwa 200&#8217;000 Leute versammeln sich in Rom für den Marsch der italienischen Empörten. Einen Marsch, auf den alle antagonistischen Bewegungen gewartet haben. Prekäre, soziale Zentren, Anti-Autoritäre, die Bewegung NO-TAV, Autonome, Basisgewerkschaften, Reformisten, Disobbedienti, Studenten sind alle auf der Strasse, oft mit sehr verschiedenen Zielen.</p>
<p>Von Beginn weg der Demo greifen etwa 1000 Leute – einige hinter dem Transparent „Wir fragen nicht nach einer Zukunft, wir holen uns die Gegenwart zurück“ – die direkten Verantwortlichen unserer Misere an. Ein Luxussupermarkt wird aufgebrochen und geplündert, die Produkte werden an die Demonstranten verteilt. Luxusautos fangen plötzlich zu brennen an, die Schaufenster der Banken fallen und eine italienische Flagge an einem Luxushotel wird abgerissen.</p>
<p>Der Demozug nähert sich dem Kolosseum, es gibt Spannungen zwischen den Pazifisten der Demo und den hunderten von vermummten und behelmten Jugendlichen. Einige Leute verschaffen sich Zugang zur Temporärarbeitsagentur Manpower, die vollständig niederbrennt. Eine Truppe des Fernsehens wird angegriffen und aus dem Demozug vertrieben. Ein Arbeiter von FIAT freut sich auf einem Lastwagen über ein brennendes SUV und schreit: „Das restliche Benzin werden wir jetzt für was Gescheites brauchen!“ Eine Tankstelle wird niedergebrannt.</p>
<p>Die Polizei wird nun mit Feuerwerk angegriffen. Die Demo läuft in Richtung Platz San Giovanni, der Platz, der als Ziel des Marsches vorgesehen war. Ein Polizeiposten wird angegriffen, Kameras und Scheiben werden zerstört und „Carta-Bomben“ werden herein geworfen. Noch mehr brennende Autos und getrashte Banken. Zu diesem Zeitpunkt ist ein Teil der Demo schon angekommen, aber die Mehrheit noch unterwegs.</p>
<p>Die Polizei entscheidet, anzugreifen und die Demo in zwei Teile zu spalten. Das Resultat davon sind Kämpfe mit den Ordnungskräften, die mehrere Stunden dauern. Etliche Demonstranten schliessen sich den Aufständischen an, Tausende greifen die Polizei an, die es eindeutig nicht schafft, die Situation zu kontrollieren. Mehrere Male sind die Polizisten gezwungen, sich zurückzuziehen (sogar mit den Wasserwerfern!) unter den Angriffen der jugendlichen Vermummten, die Steine und Feuerwerk auf sie schmeissen. Ein gepanzertes Polizeifahrzeug brennt, Applaus in der Menge. Barrikaden werden errichtet und die sehr mobilen Aufständischen greifen auch ein Sitz des Verteidigungsministeriums an, der komplett von den Flammen zerstört wird.</p>
<p>Erst gegen 20 Uhr zerstreuen sich die Demonstranten, bauen aber hinter sich immer noch Barrikaden. Umnutzung urbanen Mobiliars und brennende Abfalleimer. Etwa 70 Verletzte, Demonstranten (wovon einer schwer an der Hand wegen einer Feuerwerksrakete) sowie Polizisten. Die Anzahl Verhaftungen ist im Moment noch nicht bekannt.</p>
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		<title>Interview mit Leuten von ABC Belarus im März 2011</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/interview-mit-leuten-von-abc-belarus-im-maerz-2011</link>
		<comments>http://www.abc-berlin.net/interview-mit-leuten-von-abc-belarus-im-maerz-2011#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 May 2011 18:34:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionstag]]></category>
		<category><![CDATA[Anarchismus - Aufstand - Revolte]]></category>
		<category><![CDATA[ABC Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[AnarchistInnen in Haft]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Weissrussland]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Zeit finden internationale Aktionstage mit den gefangenen Anarchist_innen und sozialen Aktivist_innen in Belarus statt: der Aufruf auf deutsch und englisch. Im März war eine Gruppe zu Besuch in Hamburg, bei dem folgendes Interview entstand, übernommen von a3yo &#8211; Material + Neuigkeiten zu Anarchismus in Osteuropa. I: Ok, beginnen wir unser Interview mit den Aktivist*innen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/05/ABC-Belarus.png" rel="lightbox[4050]"><img class="size-medium wp-image-3985 alignright" title="ABC Belarus" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/05/ABC-Belarus-250x235.png" alt="ABC Belarus" width="150" height="141" /></a><em>Zur Zeit finden internationale Aktionstage mit den gefangenen Anarchist_innen und sozialen Aktivist_innen in Belarus statt: der Aufruf auf <a href="http://www.abc-berlin.net/aufruf-zu-solidaritaetsaktionen-mit-anarchist_innen-in-weisrussland-vom-12-bis-15-mai" target="_blank">deutsch</a> und <a href="http://www.autistici.org/abc-belarus/?p=133&amp;lang=en" target="_blank" class="broken_link">englisch</a>.<br />
Im März war eine Gruppe zu Besuch in Hamburg, bei dem folgendes Interview entstand, übernommen von <a href="http://www.a3yo.noblogs.org/" target="_blank">a3yo &#8211; Material + Neuigkeiten zu Anarchismus in Osteuropa</a>.</em></p>
<p><strong>I: Ok, beginnen wir unser Interview mit den Aktivist*innen von Anarchist Black Cross aus Belarus. Wann und warum wurde ABC Belarus denn gegründet?</strong></p>
<p>A: ABC Belarus wurde im Sommer 2009 gegründet, damit wir mit der zu erwartenden Repression besser umgehen können, die in einem oder einem halben Jahr die gesamte anarchistische Bewegung etwas angehen wird und wir haben überlegt, dass es wichtig ist, Geld aufzustellen.<br />
<span id="more-4050"></span><br />
<strong>I: Wie sehen denn eure wichtigsten Aktivitäten aus?</strong></p>
<p>B: Ich denke unsere Aktivitäten sind im wesentlichen&#8230; Also wir versuchen Menschen zu unterstützen, die im Knast sind und wir versuchen mit Verwandten Kontakt aufzubauen. Wir machen auch Broschüren und versuchen Menschen darüber aufzuklären, die nichts über diese Dinge wissen und so weiter.</p>
<p>A: Wir veranstalten auch Trainings, einige Workshops für Leute, die nicht so vorsichtig sind in der Kommunikation mit der Polizei und damit sie, was weiß ich, etwas davon das es Probleme geben kann und dass sie sich besser bilden sollten. Außerdem schreiben wir Texte und verbreiten Informationen darüber, dass es jeden Moment Repressionen geben kann und jede_n betreffen kann, damit sie sich darauf vorbereiten.</p>
<p><strong>I: Ihr sagt, ihr schreibt Broschüren und Informationstexte, ist das nicht gefährlich, sowas in der Öffentlichkeit zu verteilen und wie bringt ihr die Leute in Kontakt mit eurem Material, wie verteilt ihr das?</strong></p>
<p>A: Hauptsächlich verbreiten wir das über persönliche Kontakte. Ich meine, wenn du zu einem Training kommst, dann findest du diese Sachen da mit Sicherheit und kannst es kostenlos mitnehmen. Und wir geben es Leuten mit, die wir gut kennen und die es in ihren Kreisen weiter streuen können, denen sie vertrauen, damit das nicht an die Polizei weitergegeben wird und so weiter. Die meisten dieser Broschüren gibt es auch im Internet und sie können heruntergeladen und gelesen werden und ich meine es gibt auch ein paar kleine Distros, die das lokal mit verteilen.</p>
<p><strong>I: In Belarus ist es ein Grund, kriminalisiert zu werden, wenn du in einer nicht-registrierten Organisation aktiv bist, wie gehen Anarchist*innen damit um, diese Kriminalisierung abzuwehren?</strong></p>
<p>B: Ja, es ist schwer das zu vermeiden in Belarus. Aber wir versuchen das zu vermeiden, indem wir anderen erzählen, dass es gefährlich sein kann, allen zu erzählen, was mensch so gerade macht und wir sammeln Geld. Aber manchmal verstehen sie einfach nicht, dass es gefährlich sein kann, anderen mitzuteilen, wer mit wem zu tun hat. Es ist eher schwer, das zu vermeiden.</p>
<p>A: In Belarus arbeiten wir nicht als ABC Belarus, wir machen das als einfache Leute, die sich um andere kümmern und als Individuen Geld sammeln und wir machen nicht öffentlich dass ABC Belarus etwas veranstaltet.</p>
<p><strong>I: Vielleicht ist es noch interessant zu erfahren, dass gerade Ende 2010 Wahlen waren, in denen Lukaschenko wieder einmal gewonnen hat. Es gab einigen Protest und unsere Frage ist, wie sich die Gesellschaft danach entwickelt hat, was denkt ihr, was einfache Menschen im Land über die Situation und den Staat und die Zukunft denken?</strong></p>
<p>B: Ich denke, dass vermutlich fast alle in Belarus wissen, dass es keine Wahl gab aber sie wollen nichts tun, sie sitzen nur da, weil sie Angst vor den Konsequenzen haben. Das ist denke ich einer der Gründe, weshalb die Menschen nicht protestieren.</p>
<p>A: Also ich sehe schon eine Radikalisierung der Gesellschaft, die Menschen sind müde von all dem Mist rund um Lukaschenko. Die Menschen reden über Protest und einige sagen auch, es könnte eine Art ägyptischer Revolution in Belarus geben und das kommt nicht von Anarchist*innen oder anderen Aktivist*innen, sondern von einfachen Menschen. Und das passiert auch vor dem Hintergrund, dass alles teurer wird, die Wohnungen, das Essen und das Durchschnittseinkommen stagniert und die Regierung macht offensichtlich falsche Versprechungen. Nach den Wahlen gab es mehr Bewegung, die aber inzwischen wieder abgeflaut ist.</p>
<p><strong>I: Ok, unsere nächste Frage richtet sich auf ein besonders aktuelles Thema, nämlich der Plan Lukaschenkos, ein erstes Atomkraftwerk im von der Tschernobyl Katastrophe so stark geprägten Land zu bauen. Unsere Frage ist, inwieweit eine Art von sozialer Bewegung gegen dieses Atomkraftwerk existiert, vor allem vor dem Hintergrund der Ereignisse in Japan und der Geschichte mit Tschernobyl, was sagt ihr hierzu?</strong></p>
<p>A: Es ist schon schwierig, darüber zu reden, da wir seit der Katastrophe in Japan nicht mehr im Land waren, daher können wir nicht genau sagen, wie es gerade jetzt ist, aber die gesamte Propaganda-Maschinerie des Landes arbeitet intensiv daran, Menschen glauben zu machen, dass das Atomkraftwerk in Belarus das sicherste und beste der Welt sein wird, bla bla bla. Die Menschen nehmen dies durchaus auch für bare Münze und denken, vielleicht ist es tatsächlich so und auch die Menschen in der Regierung glauben ernsthaft es sei eine gute Idee, um beispielsweise auch ökonomisch unabhängiger zu sein. Tatsächlich ist es ziemlich still um diese Frage in der Gesellschaft, es gibt nur eine sehr kleine Bewegung gegen den Bau des Atomkraftwerks.</p>
<p>B: Ich denke, dass das Thema Tschernobyl und Umweltpolitik generell in Belarus mit den Jahren an Einfluss verloren haben. Es ist viele Jahre her, die Menschen trauern zwar immer noch um die Opfer, aber sie bringen es nicht in Zusammenhang mit dem neuen Kraftwerk. Ich denke die Menschen sehen das Problem nicht, sie denken, das neue Kraftwerk wird gut und sicher.</p>
<p><strong>I: Wie kann denn die internationale Solidarität mit anarchistischen Gruppen in Belarus aussehen. Soweit wir informiert sind, beginnt der Bau doch bald, oder?</strong></p>
<p>B: Im September.</p>
<p><strong>I: Ok, im September, und wie denkt ihr, was kann getan werden, um diesen Konflikt und einen generellen gesellschaftlichen Wandel zu unterstützen?</strong></p>
<p>B: Die Situation ist schwierig, das Problem groß und wir wissen nicht genau, was wirklich machbar ist. Bis zum Bau ist nicht mehr viel Zeit, wir versuchen aber trotzdem, Öffentlichkeit zu schaffen. Es gibt natürlich die Möglichkeit den Bau zu behindern oder anzugreifen, dann ist aber mit heftigen Repressionen zu rechnen und viele haben Angst, überhaupt aktiv zu werden.</p>
<p>A: Alle umliegenden Länder außer Russland, das es mit finanziert und baut, haben das Vorhaben für gefährlich erklärt und sagen, sie sind gegen dieses Kraftwerk. Doch Lukaschenko sagt, es wird gebaut. Dies ist eben eine weitere verrückte Idee in seinem Kopf. Es ist wichtig international Druck auszuüben, nicht nur von Regierungen, sondern von der Gesamtgesellschaft, beispielsweise in Polen oder Deutschland oder wo immer ihr euch befindet. Auch auf die internationale Atombehörde kann Druck ausgeübt werden, da sie die Idee der Atomkraft in allen möglichen Ländern verbreiten. Sie sagen, es sei eine gute Idee, solche ein Kraftwerk in Belarus zu haben und so weiter. Und es ist auch wichtig, Informationen über das was passiert, möglichst weit zu verbreiten.</p>
<p>B: Vielleicht versuchen wir den Menschen auch klar zu machen, dass wir bereits genügen Schulden in Belarus haben und diese durch das Kraftwerk noch steigen werden. Das wird sicher interessant sein, zu hören, denn bezahlen werden wir.</p>
<p><strong>I: Eine Frage zu den Krediten. Sind sie aus anderen Ländern und aus welchen genau?</strong></p>
<p>A: So weit ich weiß sind es etwa 9 Millionen Dollar aus der Russischen Föderation, es geht also um eine ganze Menge Geld für das Land.  Es gibt so eine  internationale Organisation, die Atomenergie als gute Idee darstellt, da kann Druck ausgeübt werden. Darüber kann auch in der EU oder sonstwo diskutiert werden, denn sie sagen, es sei eine tolle Idee, ein Kraftwerk in Belarus zu bauen und blabla</p>
<p>B: Einige Menschen wollen nichts gegen das Kraftwerk tun, da sie hoffen, einen Job zu bekommen.</p>
<p>A: Wir hatten Diskussionen mit lokalen Anwohner*innen, die hoffen neue Jobs zu bekommen. Hauptsächlich werden diese aber an russische Expert*innen gehen, die hierfür eine spezielle Ausbildung haben.</p>
<p>B: Nur etwa 30% der Jobs werden an Arbeiter*innen aus der Region vergeben.</p>
<p><strong>I: Vielleicht noch abschließend zur Antirepressionsarbeit, wie kann internationale Solidarität aussehen, was kann getan werden, vor allem in Bezug auf Antirepressionsarbeit und Gefangenenunterstützung?</strong></p>
<p>A: Am wichtigsten ist es, Informationen zu verbreiten, aber es ist auch möglich nach Belarus zu kommen und die Menschen hier kennenzulernen, denn viele der aktiven Leute hier fühlen sich isoliert und es ist toll, andere Anarchist*innen oder soziale Aktivist*innen kennenzulernen und zu sehen, dass Menschen in sozialen Auseinandersetzungen involiert sind und das rund um die Welt und nicht nur hier. Ein wichtiger Punkt ist auch das Geld, denn das Land ist nicht reich und das gesetzliche System ist sehr teuer, also die Anwält*innen und Strafen und das ist eine Menge Geld für uns und immer eine große Frage, woher es kommen kann.</p>
<p>B: Ich denke, viele Menschen wissen so gut wie nichts über Belarus und die Repression hier und es ist gut Menschen aus anderen Ländern von der Repression gegen Anarchist*innen zu erzählen, so dass sie uns auch mit unseren finanziellen Problemen helfen können, wenn sich möchten und auch Gefangenen Briefe schreiben oder andere Dinge. Es ist gut über die Lage aufzuklären und darüber zu schreiben.</p>
<p><strong>I: Danke für das Interview.</strong></p>
<p>***</p>
<p>Kontakt zu den Interviewten: belarus_abc@riseup.net</p>
<p>a3yo &#8211; Material + Neuigkeiten zu Anarchismus in Osteuropa</p>
<p><a href="http://www.a3yo.noblogs.org/" target="_blank">www.a3yo.noblogs.org</a></p>
<p><a href="http://www.twitter.com/a3yoee" target="_blank">www.twitter.com/a3yoee</a></p>
<p>a3yo@riseup.net</p>
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		<title>Auswertung und Berichte zum Antiknastaktionstag am 19. Juni 2010</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/auswertung-und-berichte-zum-antiknastaktionstag-am-19-juni-2010</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 08:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 19. Juni 2010 fand im deutschsprachigen Raum ein Aktionstag statt, welcher alle Formen der Einsperrung, Inhaftierung und des Wegsperrens und die Folgen davon (Isolation, Vereinzelung, usw.) thematisieren sollte. In vielen Städten gab es vielfältige Aktionen, von Kundgebungen und Flugblatt verteilen in der Innenstadt, Besuch der lokalen Knäste, bis hinzu direkten Aktionen. Der Aufruf und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/antiknastaktionstag-am-19-juni-10.jpg" rel="lightbox[2302]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/antiknastaktionstag-am-19-juni-10-187x250.jpg" alt="" title="Aktionstag gegen eine geknastete Gesellschaft am 19. Juni 2010" width="187" height="250" class="alignright size-medium wp-image-2185" /></a>Am 19. Juni 2010 fand im deutschsprachigen Raum ein Aktionstag statt, welcher alle Formen der Einsperrung, Inhaftierung und des Wegsperrens und die Folgen davon (Isolation, Vereinzelung, usw.) thematisieren sollte. In vielen Städten gab es vielfältige Aktionen, von Kundgebungen und Flugblatt verteilen in der Innenstadt, Besuch der lokalen Knäste, bis hinzu direkten Aktionen.<br />
Der Aufruf und der Rahmen für den Aktionstag wurde offen gestaltet, so dass es möglich war für alle die sich irgendwie angesprochen fühlten, ihren Beitrag unter dem Motto zu leisten und dabei ihre eigenen Schwerpunkte setzen konnten. Angesprochen fühlen sollten sich auch nicht nur diejenigen, die eh schon gegen Knäste, Abschiebelager und die tagtäglich massiver auftretende soziale Kontrolle kämpfen. Das Ziel sollte es sein das Thema und Einsperrung wieder in den Blickpunkt zu stellen, natürlich nicht ohne den Blick auf die Perspektive zu verlieren, die Perspektive nach einem anderen Leben, frei von Unterdrückung, Ausbeutung und frei von allen Herrschaftsformen.<br />
<span id="more-2302"></span><br />
Die Aufrufe und weitere Infos: <a href="www.abc-berlin.net/aktionstag-gegen-eine-geknastete-gesellschaft-am-19-juni-2010">http://www.abc-berlin.net/aktionstag-gegen-eine-geknastete-gesellschaft-am-19-juni-2010</a></p>
<hr size="2" />
<h3>Hamburg</h3>
<p><strong>Aktionen zum Antiknast Aktionstag in Hamburg</strong></p>
<p><em>Am 19.06.2010 fanden in Hamburg Aktionen im Rahmen des Antiknast-Aktionstages gegen alle Knäste und Zwangsanstalten statt.</em></p>
<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/06/antiknastaktionstag-hamburg.jpg" rel="lightbox[2302]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/06/antiknastaktionstag-hamburg-150x112.jpg" alt=""  width="150" height="112" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2321" /></a>Konflikte lassen sich nicht wegsperren! &#8211; Aktionen zum Antiknast Aktionstag in Hamburg</p>
<p>Am 19.06.2010 fanden in Hamburg Aktionen im Rahmen des Antiknast-Aktionstages gegen alle Knäste und Zwangsanstalten statt.<br />
Im zentralen Bahnhofsviertel Hamburgs, St. George, wurde eine große Plakatwand angebracht auf der sich mit allen kämpfenden Gefangenen solidarisiert und die Freiheit aller gefordert wurde.<br />
Am Nachmittag des Tages fanden sich einige Menschen vor dem U-Haft Knast Holstenglacis ein und brachten Transparente mit Kontakt Adressen in Sichtweite der Gefangenen an um Kontakt herzustellen und Isolation zu brechen. Außerdem wurden Parolen wie &#8220;Freiheit für alle Gefangenen!&#8221; gerufen.<br />
Einige Menschen warfen Tennisbälle über die Außenmauer des Knastes die mit Nachrichten und Forderungen für die Gefangenen und gegen alle Knäste versehen waren. Gefangene reagierten positiv auf die Aktion und erwiderten die gerufenen Parolen. Angehörige von Inhaftierten die anwesend waren äußerten ihre Begeisterung über die Aktion.</p>
<p>An verschiedenen Orten im Deutschsprachigen Raum haben an diesem Tag Menschen Aktionen gegen die Welt der Knäste verübt.<br />
An einem Tag wie diesem können Berührungsängste mit dem Fremdkörper Knast abgebaut und die Miniaturwelt hinter Mauern und Gittern für einen kurzen Moment unterbrochen werden.</p>
<p>Für die Freiheit aller Gefangenen! Für das Ende aller Knäste!<br />
Für den sozialen Aufstand!</p>
<p>einige Anarchistinnen und Anarchisten</p>
<p><a href="http://noprisonnostate.blogsport.de" target="_blank">www.noprisonnostate.blogsport.de</a></p>
<hr size="2" />
<h3>Berlin</h3>
<p><strong>Feuerwerk am Knast zum Aktionstag</strong></p>
<p><em>Feuerwerk am Knast und im Park aufgehangene Transparente in Berlin im Rahmen des Aktionstages gegen eine geknastete Gesellschaft am 19. Juni.</em></p>
<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/06/antiknastaktionstag-berlin.jpg" rel="lightbox[2302]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/06/antiknastaktionstag-berlin-150x112.jpg" alt="" title="antiknastaktionstag-berlin" width="150" height="112" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2325" /></a>In den Morgenstunden des 19. Juni wurde vor dem Knast in Moabit ein effektvolles Feuerwerk gezündet, um den Gefangenen zu zeigen, dass sie trotz der Mauern, hinter denen sie gefangengehalten werden, nicht vergessen sind und auf der anderen Seite für ihre Freiheit kämpfen.<br />
Im Görlitzer Park in Kreuzberg wurden zur selben Zeit mehrere Transparente aufgehängt, welche zusätzlich unserer mit dieser Gesellschaft unversöhnlichen Haltung Ausdruck verleihen sollen und hoffentlich ein paar Diskussionen unter den Besucher_innen des Parks angeregt haben.</p>
<p>Um den Aktionstag herum fanden eine Vielzahl von Aktionen statt, welche dem Kampf gegen diese Knastgesellschaft und deren Institutionen des Zwangs ihren Beitrag geleistet haben. Ein Kampf, welcher sich nicht nur speziell auf den Knast bezieht, sondern zum Beispiel auch die Unterdrückungsstrukturen des Jobcenter, die prügelnden Bullen, die fortschreitende Militarisierung der Gesellschaft und die soziale Kontrolle nicht vergisst. Deswegen solidarische Grüße an alle Feind_innen der herrschenden Verhältnisse in aller Welt.</p>
<p>Feuer und Flamme für jede Zwangsanstalt!<br />
Celler Trialog in Kiel und IMK in Hamburg angreifen!<br />
Freiheit für alle! </p>
<hr size="1" />
<p><strong>Scheiben bei Knast-profiteure zerstört</strong></p>
<p>&#8220;<em>Zum internationalen Aktionstag gegen Knastsystem haben wir am Morgen des 18.Juni bei zwei Firmen die Scheiben zerstört. Unsere Ziele waren:</p>
<p>1. Die Wache von SICHERHEIT NORD, Möllendorfstr. in Lichtenberg. Private Sicherheitsdienste sind expandierendes Element in der Aufstandsbekämpfungsarchitektur. Sie sollen den kommenden Aufstand der deklassierten Unterschicht dort bekämpfen, wo die polizeiliche Präsenz nicht mehr ausreicht.</p>
<p>SICHERHEIT NORD beliefert die Justiz mit Vandalist_innen und Einbrechern</p>
<p>2. ELEKTRODIENST KRÜGER, oraninenstr. in Kreuzberg. Diese Firma führt die Kontrolle von Elektrogeräten von Gefanenen der Berliner Knäste durch. Damit verdient sie am Knastsystem, überzogene Preise und beschädigte Geräte sind ihr Markenzeichen.</p>
<p>KRÜGER knackt den PIN von bei Gefangenen beschlagnahmten Handys und liefert die s erlangten privaten Daten an die JVA. Gefangenen wird dieser „Service“ mit 150 Euros in Rechnung gestellt.</p>
<p>Wir grüßen</p>
<p>Seisidis, Seirinidis, Stratigopoulos, Bonnano, Masouras, Hajimihelakis, Karakatsani, Roupa, Gournas, Maziotis, Kortesis, Stathopoulos, Nikitopoulos, Georgiadis, Dimitrakis, Voutsis-Vogiatzis, Nikolaou<br />
In den griechischen Haftanstalten. Ihre Befreiung und die aller anderen Gefangenen ist unser Ziel.</p>
<p>Eine von vielen Autonomen Gruppen.</em>&#8221;</p>
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<h3>Köln</h3>
<p><strong>Anti-Knast-Aktionstag in Köln</strong></p>
<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/06/antiknastaktionstag-koeln-3.jpg" rel="lightbox[2302]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/06/antiknastaktionstag-koeln-3-150x83.jpg" alt="" title="antiknastaktionstag-koeln-3" width="150" height="83" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2323" /></a>Auch in Köln fanden anlässlich des in deutschsprachigen Ländern stattfindenden Aktionstags gegen Knäste am 18. Juni einige Aktionen statt. Am Freitagabend zeigte das Anarchistische Forum zwei Filme zur Privatisierung von Gefängnissen und über Repression gegen Knastrevolten. <a href=" http://anarchistischesforumkoeln.blogsport.de/2010/06/14/anti-knast-filmabend-am-18-juni-2010/">www.anarchistischesforumkoeln.blogsport.de</a></p>
<p>Am Samstagvormittag fand dann eine Kundgebung mit etwa zwanzig Leuten in Köln-Kalk statt, auf der Redebeiträge gehalten, Musik gespielt und etwa 300 Flugblätter in Deutsch und Türkisch verteilt wurden.</p>
<p>Anlass war unter anderem der im Bau befindliche privatisierte Knast in Ratingen, der von der Securityfirma KÖTTER betrieben werden soll und der erste Privatknast in Nordrhein-Westfalen ist. Ausserdem gab es Infos zu politischen Prozessen in der BRD.</p>
<p>Zu der Kundgebung an Kalk-Kapelle hatte das Autonome Knastprojekt aufgerufen, das sich leider gegen den Kundgebungsort Kalk-Post entschieden hatte. Dort findet direkt neben dem neuen Polizeipräsidium nämlich eine ständige Vertreibungspolitik und Kriminalisierung gegen Drogennutzer/innen und &#8211; verkäufer/innen statt&#8230; <a href=" http://autonomes-knastprojekt.blogspot.com/2010/06/aktionstag.html">www.autonomes-knastprojekt.blogspot.com</a></p>
<p>Am Nachmittag gab es dann eine weitere Filmvorführung im Autonomen Zentrum, wo ein Spielfilm über die Härten des Knastalltags gezeigt wurde. <a href=" http://autonomes-knastprojekt.blogspot.com/2010/06/film-zum-anti-knast-aktionstag.html ">www.autonomes-knastprojekt.blogspot.com</a></p>
<hr size="1" />
<p><strong>Anti-Knast-Aktionstag auch in Köln: Bericht und Einschätzungen</strong></p>
<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/06/antiknastaktionstag-koeln-1.jpg" rel="lightbox[2302]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/06/antiknastaktionstag-koeln-1-150x129.jpg" alt="" title="antiknastaktionstag-koeln-1" width="150" height="129" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2324" /></a>Bei den Vorbereitungen zum Anti-Knast-Aktionstag vom 19.06. hatten wir uns eine etwas größere, wenn möglich regionale, öffentliche Kundgebung gegen den im Bau befindlichen ersten privat-kapitalistisch organisierten Knast in NRW vorgestellt. Wir hatten einige &#8220;Fühler ausgestreckt&#8221;. Aber es fehlt an entsprechenden Strukturen. So wurde es dann nur eine kleine Kundgebung in Köln-Kalk, einem traditionellen Arbeiter/innen- und Erwerbslosen-Stadtteil.</p>
<p>Zufällig war direkt angrenzend ein kommerzielles Straßenfest. Unser Kundgebungszeitraum von 10 &#8211; 12 Uhr war aber offensichtlich ungünstig. Weder dort, geschweige denn bei uns Angrenzenden, &#8220;Ausgegrenzten&#8221; gab es viel Publikumsverkehr. Wir sind offensichtlich noch nicht an die langen Öffnungszeiten der Läden gewöhnt, also daran, dass der Samstag für die Menschen deshalb später beginnt. Auch für die erwünschten Kundgebungs-Teilnehmer/innen aus der &#8220;Szene&#8221; war der frühe Beginn wohl ein Hindernis.</p>
<p>Wir waren mit einer kleinen Lautsprecher-Anlage ausgerüstet. Diese war aber nicht so stark, dass sie bis zum Rand des kommerziellen Straßenfestes gut hörbar gewesen wäre. Und wir waren bei flukturierender Teilnahme auch nie genug Aktive, damit wir auf formeller Ebene den Einsatz der Anlage überhaupt hätten durchsetzen können. Erfreulicherweise ließ sich aber bis ganz kurz vor Ende überhaupt keine Polizei sehen. Kurz vor Schluss kam einer von denen zu Fuß, fragte ob es was Besonderes gäbe und ging wieder Zugegeben, das zeigt auch, wie irrelevant und ungefährlich uns die &#8220;Ordnungs&#8221;behörden fanden. Aber es gab uns halt doch die Möglichkeit, zwei Stunden lang mit Musik, einigen Redebeiträgen, Flugblattverteilen und ein paar Gesprächen Werbung für unser Anliegen zu machen.<br />
Wir hatten keine ausformulierten Reden parat, aber genug Aspekte dafür im Kopf, wollten improvisieren. Wir gingen dann aber nur sehr wenig ans Mikro, weil es nie viele Leute gleichzeitig in unserer Nähe gab. Sicher etwas langweilig für die Kundgebungsteilnehmer/innen, die unterstützend gekommen waren, ohne kontinuierlich Anti-Knast-Arbeit zu machen. Natürlich wurde die Grußbotschaft von Thomas Meyer-Falk aus dem Knast Bruchsal für den Aktionstag verlesen, den zumindest unsere Aktionsteilnehmer/innen beklatschten.</p>
<p>Als Propagandamaterial hatten wir ein doppelseitiges Flugblatt in deutscher und türkischer Sprache. Überwiegend versuchten wir durch Verteilen mit einzelnen in Kontakt zu kommen. Dabei gab es etwas Stress mit Wachposten des Kommerzfestes, die das Verteilen hinter einer imaginären Linie und behaupteten, dass der Veranstalter auch auf eine einmündende Straße noch Anspruch habe. Die drohten halt immer wieder mit Polizei.</p>
<p>Es war auffällig, dass niemand der Vorbeigehenden etwas wußte von der Einrichtung eines Privatknastes in unserer Nähe. Die, mit denen wir ins Gespräch kamen, empfanden das durchaus als problematisch und wert, weiter verfolgt zu werden. Weiter kamen wir nicht mit Auseinandersetzungen, obwohl wir selbst natürlich auch den staatlichen Knast ablehnen und als langfristiges Ziel Gesellschaft ohne Knäste propagieren.</p>
<p>Aber es war ein Anfang. Wir von &#8220;Autonomes Knastprojekt&#8221; wollen daraus die Konsequenz ziehen, öfter mit Flugblattaktionen, welche auch Gesprächsangebot sind, in dem Stadtteil zu erscheinen. Wir wissen, dass dort viele Erfahrungen mit Knast haben, von diesem bedroht sind, oder zumindest sozialen Kontrollen und Sanktionen unterliegen, die bei ihnen Bereitschaft der Solidarisierung erwecken könnten. Seit langem bedauern wir, dass die Anti-Knast-Aktiven draußen überwiegend aus Zusammenhängen kommen, die außer kurzer Festnahme nach einer Demo keine Erfahrung mit Knast haben.<br />
Bitte kein Missverständnis! Wir wünschen uns nicht mehr Knasterfahrung bei Genoss/inn/en, mit denen wir schon zusammenarbeiten. Wir wünschen uns nur, dass mehr Knasterfahrene aus unterprivilegierten sozialen Verhältnissen, auch mehr Migrant/inn/en, zu Genoss/inn/en werden bzw., sofern sie schon solche sind, sich mit uns besser vernetzen im Anti-Knast-Kampf. Damit meinen wir nicht, dass Anti-Knast-Kampf deren einziger Kampf sein solle. Aber halt EIN Bereich, in dem AUCH gekämpft werden müßte, wenn wir denn die repressiven Strukturen dieser Gesellschaft überwinden wollen.</p>
<p>Erst wenn breitere Teile der Gesellschaft das Sanktionssytem öffentlich und offensiv in Frage stellen, gibt es (wieder) ein Klima, in dem statt dauernder Verschärfung der Ausgrenzung auch die herrschenden Cliquen Rückzüge einleiten müssen. Dabei wären zumindest wir nicht mit kleinen Reförmchen zufriedenstellbar. Doch wir wissen, dass wir von den weitreichenden zielen angesichts derzeitiger Kräfteverhältnisse weit entfernt sind. Dies ist uns Mahnung, mehr Mobilisierung zu versuchen in betroffenen Kreisen, die erlittene Repression oft verdrängen, sich auch von anarchistischen, sozialkritisch-&#8221;linken&#8221; Zirkeln meist nicht verstanden und diesen nicht zugehörig fühlen.</p>
<p>Eine Aktivistin der Beobachtungsgruppe zu den Düsseldorfer 129-b-Prozessen beteiligte sich an unserer Aktion mit eigenen Flugblättern. Da ihre Informationen Mitglieder des Vereins „Anatolische Föderation“ betrafen, die &#8211; bei grundsätzlicher Ablehung des Regimes in der Türkei &#8211;  sich für Belange von Migrant/inn/en eingesetzt haben, wurde auch dies mit Interesse gerade bei den Menschen aus der Türkei aufgenommen.</p>
<p>Um im freiheitskämpferischen, emanzipatorischen, links-radikalen Umfeld die Marginalität des Themas Knast etwas zu mindern, hatten wir für den Nachmittag noch eine Film- und Diskussionsveranstaltung (Die Verrohung des Franz Blum) im seit dem 16. April besetzten Autonomen Zentrum angesetzt Diese war erwartungsgemäß minimal besucht. Der Filmaufführungs-Raum war im Selbstverwaltung-Dschungel auch doppelt belegt worden. Wir wichen auf einen kleineren Raum aus. Auch dieses nur ein Anfang. Wir werden ab jetzt monatlich, jeweils am letzten Sonntag, ein Anti-Knast-Café im AZ veranstalten. Und falls dieses bedrohte Projekt nicht am gleichen Ort Bestand haben sollte, werden wir uns an Folgeprojekten beteiligen.</p>
<p>Nach der Veranstaltung im AZ wollten noch einzelne mit Megaphon eine Spontanaktion am Köln-Ossendorfer Knast machen, um an diesem Aktionstag auch den Gefangenen zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind. Die Initiative dazu kam von einem Genossen, der am gleichen Tag in kleiner Gruppe an einer erfolgreichen Megaphon-Beschallung des Aachener Knastes teilgenommen hatte. Leider mußten wir diesen und einen anderen Teilnahmewilligen entmutigen, dass man so am Ossendorfer Knast keine Gefangenen erreichen könne. Sogar mit großer Anlage, von ausgesuchten Standorten aus und nach Vorankündigung bei dann besonders aufmerksamen Gefangenen ist es unserer Erfahrung nach am Ossendorfer Knast kaum möglich, Signale nach drinnen zu senden. Scheiss Iso-Architektur !!!</p>
<p>Ob es lokal sonstige Aktionen unter dem Motto &#8220;alles, was euch Spass macht&#8221; gegeben hat, entzieht sich bisher unserer Kenntnis. Der Profiteursfirma Kötter &#8211; Betreiberin bisheriger Privatknäste in der BRD &#8211; das Repressionsgeschäft wirklich zu versauen, könnte uns jedenfalls erst gelingen, wenn es schon eine Massenbasis des Widerstands gäbe.</p>
<p>Uns ist bewußt, dass so eine kleine Aktion wie die unsere unerheblich ist. Trotzdem, der mit Gruppen aus anderen Städten vereinbarte Aktionstag war ein Anstoß. Wir werden uns um Kontinuität bemühen.</p>
<p>akp köln </p>
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<h3>Dresden</h3>
<p><strong>Antiknastaktionstag in Dresden</strong></p>
<p><em>Im Rahmen des dezentralen Aktionstages gegen eine geknastete Gesellschaft gab es in Dresden einen Infostand und allerlei Klamauk.</em></p>
<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/06/antiknastaktionstag-dresden-1.jpg" rel="lightbox[2302]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/06/antiknastaktionstag-dresden-1-100x150.jpg" alt="" title="antiknastaktionstag-dresden-1" width="100" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2327" /></a>Am 19. Juni gab es im Alaunpark der Dresdner Neustadt, einen Informationsstand rund um das Thema Knast und Anarchie. Von 13:00 bis 20:00 Uhr gab es hier eine große Auswahl an themenbezogenen Büchern, Broschüren, Flyern und Aufklebern. Transparente rund um den Stand sorgten für die nötige Aufmerksamkeit. „Gerade wegen der Durchkommerzialisierung des Stadtteilfestes BRN (Bunte Republik Neustadt), ist es wichtig hier Inhalte zu vermitteln“, so eine Person die den Stand betreute. Besonders groß war die Freude der Veranstalter_Innen über die gelungene Kooperation mit der sächsischen JVA Pinkelsheim. Der Anstaltsleiter Klaus Brille, war mit einer eigens für den Anlass entworfenen Modellzelle seiner „Lieblings-JVA“ vor Ort. Für das leibliche Wohl sorgte gleich neben an das „Café Negation“ mit einem reichlich gefüllten Kuchenstand.</p>
<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/06/antiknastaktionstag-dresden-2.jpg" rel="lightbox[2302]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/06/antiknastaktionstag-dresden-2-132x150.jpg" alt="" title="antiknastaktionstag-dresden-2" width="132" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2328" /></a>Der Höhepunkt sollte jedoch der „Affenkrasse Run“ auf die BRN sein. Im Vorfeld wurde dazu aufgerufen die BRN, verkleidet als Sträflinge, Insassen einer Irrenanstalt oder Mutanten zu stürmen. Die sagenhafte Anzahl von 9 (in Worten: neun) nicht verkleideten Personen kann im nächsten Jahr wohl kaum getoppt werden. Zu gewinnen gab es den bereits jetzt legendären Ag H.a.n.S. Solisampler für die Inhaftierten der Anti-NATO- Proteste 2009 in Straßbourg.</p>
<p>Gegen Abend zeigten sich die Aktivist_innen recht zufrieden. Darüber, dass die Aktion auf durchweg gute Resonanz stieß waren sich alle einig. </p>
<hr size="2" />
<h3>Aachen</h3>
<p><strong>Anti-Knast-Aktionstag</strong></p>
<p><em>+++ Aktionstag gegen eine geknastete Gesellschaft +++ Kundgebung und Infostand in der Innenstadt +++ Bambule am Knast +++ Reaktionen von Gefangenen +++</em></p>
<p>Am 19. Juni fand im deutschsprachigen Raum ein Aktionstag unter dem Motto <a href="http://www.abc-berlin.net/aktionstag-gegen-eine-geknastete-gesellschaft-am-19-juni-2010" target="_blank">„Gegen eine geknastete Gesellschaft“</a> statt. Einige Gruppen folgten dem Aufruf und organisierten in mehreren Städten Aktionen, so auch in Aachen.
<p>Um 12 Uhr wurde in der Aachener Innenstadt ein Infostand mit einem vielfältigen Angebot an Infomaterial aufgebaut. Es konnte sich u.a. über das Anti-Knast-Netzwerk <a href="http://www.abcf.net/" target="_blank">„Anarchist Black Cross“</a>, staatliche Repression und Überwachung, sowie Solidaritätsstrukturen, wie die <a href="http://www.rote-hilfe.de/static/news.php" target="_blank" class="broken_link">„Rote Hilfe“</a> informiert werden. Leider stieß der Infostand bei den Passant_innen auf verhältnismäßig wenig Beachtung. Nichtsdestotrotz gab es vereinzelte Diskussionen zum angesprochenen Thema, in denen darauf hingewiesen wurde, dass weniger die sofortige Abschaffung von Knästen, als vielmehr eine perspektivische Veränderung der Gesellschaft angestrebt wird, sodass Knäste nicht mehr gebraucht werden. Um nicht nur visuell, sondern auch akustisch in Erscheinung zu treten, wurde eine Kundgebung abgehalten, an der sich ca. 15 Menschen beteiligten. In der Rede, der einige wenige Passant_innen zuhörten, wurde neben dem Hauptthema Knast auch auf staatliche Überwachung, staatliche rassistische (Abschiebe-)Praxen, Psychatrien und kapitalistische Verwertungslogik eingegangen. Das Anliegen der Knastgegner_innen wurde durch ein Transparent mit der Aufschrift „Solidarität mit allen kämpfenden Gefangenen!“ unterstrichen.</p>
<p>Nachdem die Kundgebung beendet worden war, machte sich eine Handvoll Knastgegner_innen noch auf den Weg zur JVA Aachen an der Krefelderstraße. Dort wurde zunächst am Besucher_innenparkplatz ein Grußwort des in der JVA Bruchsal inhaftierten <a href="http://www.freedom-for-thomas.de/thomas/index.shtml" target="_blank">Thomas Meyer-Falk</a> verlesen. Anschließend zog mensch mit Parolen wie „Freiheit für alle Gefangenen!“ und „Solidarität mit kämpfenden Gefangenen!“ zum Eingang der JVA. Über ein Megaphon wurden immer wieder Durchsagen an die Inhaftierten gemacht. Es wurde allen kämpfenden Gefangenen Solidarität erklärt und ihnen Mut gemacht, dass sie in ihrem Kampf für bessere Haftbedingungen, bzw. im Kampf gegen das Knastsystem nicht aufgeben sollen. Zudem wurde erneut ein Transparent mit der Aufschrift „Solidarität mit allen kämpfenden Gefangenen!“ hochgehalten. Auf dem Weg zum Haupteingang kamen mehrere Gefangene an die Fenster ihrer Zellen und zeigten sich durch Winken und Rufe erfreut über die Solidaritätsaktion. Nachdem auch vor dem Eingang Parolen wie „Gegen Knast und Hierarchie! Für die Freiheit! Für die Anarchie!“ gerufen wurden, ging es über die Krefelderstraße auf den Eulersweg, wo an einem Nebeneingang der JVA bis zum Beginn des Regens lautstark auf sich aufmerksam gemacht wurde. Zudem wurde explizit der anarchistische Genosse <a href="http://www.abc-berlin.net/tag/gabriel-pombo-da-silva" target="_blank">Gabriel Pombo Da Silva</a>, der <a href="http://www3.de.indymedia.org/2009/09/261388.shtml" target="_blank">seit vielen Jahren</a> in Aachen im Knast sitzt, gegrüßt. Es bleibt zu hoffen, dass die Grüße ankamen.</p>
<p>Alles in allem ist es traurig, dass lediglich 15 Menschen am Aktionstag in Aachen teilnahmen und dass so wenige Passant_innen den Infostand genauer in Augenschein nahmen. Wir ziehen die – leider nicht neue – Erkenntnis aus dem heutigen Tag, dass das Thema Knast innerhalb der Mehrheitsgesellschaft, aber auch in der radikalen Linken noch immer ein marginalisiertes ist. Hoffentlich wurde heute ein – wenn auch kleiner – Stein ins Rollen gebracht, der die radikale Linke mehr für die Problematik des Wegsperrens und der Strafe sensibilisiert.</p>
<p>In diesem Sinne:<br/><strong>Herrschaftskritk braucht Knastkritk!<br/>Gegen Knäste!<br/>Freiheit für Alle!</strong></p>
<p>Weiterführende Informationen:<br/>★ <a title="Autonome Antifa Aachen" href="http://www.a3ac.wordpress.com" target="_blank">Autonome Antifa Aachen</a><br/>★ <a title="ABC Berlin" href="http://www.abc-berlin.net" target="_blank">ABC Berlin</a><br/>★ <a title="AKP Köln" href="http://www.autonomes-knastprojekt.blogspot.com" target="_blank">Autonomes Knastprojekt Köln</a><br/>★ <a title="Gefangenen Info" href="http://www.gefangenen.info" target="_blank">Gefangenen info</a><br/>★ <a href="http://www.ivi-info.de" target="_blank">Interessenvertretung Inhaftierter</a><br/>★ <a href="http://www.noprisonnostate.blogsport.de" target="_blank">No Prison No State</a><br/>★ <a href="http://www.strafvollzugsarchiv.de" target="_blank">Strafvollzugsarchiv</a></p>
<hr size="1" />
<p><strong>Redebeitrag in der Innenstadt</strong></p>
<p>Knast bedeutet Unterdrückung, Kontrolle, Ausbeutung und Ausgeliefertsein. Strukturelle Gewalt ist Teil unserer Gesellschaft. Auf ihr beruht unser Rechtssystem. Kein Wunder also, dass sie auch vor den Toren der Knäste keinen Halt macht und sich in Form von individueller Gewalt, wie Misshandlungen und sexualisierter Gewalt, entlädt. Schließer_innen nehmen innerhalb dieses Systems eine entscheidende Rolle ein. Sie sind Teil der internen Hierarchien und verhalten sich entsprechend. Sie wissen, dass sie in ihrer Position Macht über Menschen haben und nutzen diese auch aus. Es gibt immer wieder Übergriffe durch Angestellte der Vollzugsanstalten. Sei es aus reinem Frust, rassistischer Motivation oder im Sinne der Aufstandsbekämpfung. Schließer_innen sind, genau wie der Justizapparat und die Polizeibehörden Teil des Problems und nicht Teil der Lösung.</p>
<p>Weltweit sitzen Millionen Menschen hinter Gittern. Ein großer Teil wird auf Grund von Eigentumsdelikten, wie z.B. Diebstahl oder Raub, weggesperrt, also wegen angeblicher Vergehen, die sich bewusst oder unbewusst gegen die Eigentums- und Verwertungslogik des Kapitalismus wenden. Andere können sich die Miete nicht mehr leisten oder landen wegen mehrmaligen Schwarzfahrens im Bau. Nach wie vor ist der Knast auch ein Mittel zur Zerstörung von Bewusstsein für die eigene Lage. Äußere soziale Kontrolle, wie etwa durch Ämter und Behörden, macht eine bessere Überwachung und Disziplinierung nach der „Entlassung“ möglich.</p>
<p>Migrant_innen leiden besonders unter dem Druck der globalen Sicherheitsgesellschaft. Viele von ihnen sterben schon bei dem Versuch Europa oder die USA zu erreichen. Jene, die es schaffen, die hochgerüsteten Grenzen zu überwinden, werden innerhalb dieser verfolgt, in Lagern inhaftiert und erkennungsdienstlich behandelt. Gedemütigt und zum Teil schwerst traumatisiert, warten sie nun auf ihre Abschiebung in bittere Armut oder den sicheren Tod. Auch Todesfälle vor oder während der Abschiebung sind keine Seltenheit. Den Menschen, die die globalen Krisen am meisten zu spüren bekommen, bringt dieses Vorgehen mit so genannter „Sicherheit“ ein Leben in Angst, Verfolgung und Gefangenschaft.</p>
<p>Neben den Gefängnissen für „übliche“ so genannte Kriminelle gibt es auch noch jene Zwangsanstalten für so genannte „irre“ Menschen, die Psychiatrien. All zu oft wird völlig ohne zu hinterfragen in „normal“ und „abnormal“ eingeteilt. Präventiv wird alles was an der Hülle unserer heilen Welt kratzt durch Medikamentierung oder Therapie ruhig gestellt. Unbequemes wird auch hier eingesperrt und weggeschlossen. In einer Welt in der die Schließer_innen ihre Uniformen gegen die subtileren weißen Kittel des Anstaltspersonals tauschen, ist Kritik schwierig und stößt oft auf taube Ohren. Doch gerade wir als Knastgegner_innen sollten diese Form des Wegsperrens in unserer Kritik nicht unberücksichtigt lassen.</p>
<p>Der Knast, in Form von Zellenhaft, trifft also nicht nur solche, die sich ausdrücklich als politische Aktivist_innen verstehen. Oft gibt es gut funktionierende Solidaritätsstrukturen, die betroffene Menschen, besonders aus linken Kreisen, vor einer Inhaftierung bewahren. Dies ist auch gut so, aber es kann dazu führen, dass schnell vergessen wird, welche Logik hinter diesen Gebäuden aus Stahl und Beton, hinter der Symbiose aus Architektur und Autorität steht. Der Knast ist als Teil eines System des Disziplinierens mittels Strafe zu verstehen auf dem sich unsere Gesellschaft aufbaut. Er ist Ausdruck der Herrschaftsverhältnisse in denen wir leben. Disziplinierung und Selbstdisziplinierung, durch Angst vor Strafe, hält uns in den normierten Bahnen der Verwertung fest. Von den Fabriken, Schulen und Universitäten bis zu den Krankenhäusern, alle produzieren. Die einen Waren, die anderen Wissen, die nächsten Gesundheit, bzw. Krankheit. Hierbei sind, wie bereits erwähnt, Architektur und Überwachung eng mit Autorität und Strafe verknüpft.</p>
<p>Ein Blick über den eigenen Tellerrand, z.B. in die Organisationsstruktur von sog. Sweatshops, genügt. Die Zeit der prügelnden Arbeitsaufseher_innen, die durch die Raumaufteilung der Produktionshallen jeder Zeit den Überblick über die Arbeiter_innen haben, ist hier nicht vorbei. Sweatshops sind ein fester Bestandteil globaler Kapitalanhäufung. Bedingt durch menschengemachte Armut und Landflucht hat sich diese Form der Produktion vor allem im globalen Süden ausgebreitet. Ähnlich „unfrei“ und überwacht wie in Haftanstalten, werden die Menschen hier unter unwürdigen Bedingungen und für Hungerlöhne ausgebeutet, gedemütigt und misshandelt.</p>
<p>Aber auch in westlichen Ländern gibt es für Fehlverhalten innerhalb der Produktion eine breite, wenn auch struktureller gehaltene Palette an Sanktionen. Meist erstrecken sich diese über z.B. Mahnungen, Verweise, Streichung von Sozialleistungen, Kündigungen und Rausschmissen. Innerhalb bestimmter sozialer Schichten können diese aber schnell einen weiteren sozialen Abstieg bedeuten. Sie bringen damit eine Spirale in Gang, die die Kluft zwischen arm und reich, privilegiert und unprivilegiert weiter vergrößert. Ein Rückkopplungseffekt ist der Anstieg so genannten Kriminalität. Das System schafft sich sozusagen selbst Anlässe für den weiteren Ausbau von Sicherheit und Kontrolle. Dies ist eine Art von Machtentfaltungsstrategie, welche weniger von bestimmten Personen, als vielmehr von systemischen Eigenheiten hervorgerufen wird.</p>
<p>Die Freude an der freiwilligen Selbstauskunft, besonders der privilegierteren Schichten, via „Web 2.0“ ist eine erschreckende Tendenz der freiwilligen Überwachung. Die europäischen Sicherheitsbehörden haben dies erkannt und wollen die Social Networks, im Rahmen des Stockholmprogramms, für die vorausschauende Kriminalistik nutzen. Auch durch die Gemengelage Terrorismusbekämpfung und Klimawandel wird bei vielen Menschen der Hang zur Selbstkontrolle und die Forderung nach mehr Überwachung, Normen und Gesetzen deutlich. Im Windschatten dieser Entwicklungen ist eine präventive Strategie zur Aufstandsbekämpfungen nicht nur geduldet sondern auch erwünscht. Konzepte wie „Managing Crowds“ sollen helfen, künftig zu erwartende Unruhen möglichst im Keim zu ersticken.</p>
<p>Die Zustände „drinnen“ sind nur die Zuspitzung der Tendenzen „draußen“. Die Realitäten der „zwei Welten“ innerhalb und außerhalb der Mauern ähneln sich zunehmend. Ein Anstieg der Überwachung, der Armut, des Leistungs- und Anpassungsdrucks ist deutlich spürbar und allgegenwärtig. Die bürgerliche Strafgesellschaft richtet sich, gerade in Zeiten der weltweiten „Mehrfachkrisen“ gegen Unterschichten, illegalisierte Menschen und soziale Bewegungen. Die Zahl der so genannten sozialen Häftlinge steigt von Tag zu Tag. Die europäische Sicherheitsarchitektur wird immer weiter ausgebaut. Und fern ab von der Öffentlichkeit schmoren Menschen in Abschiebeknästen. Die Gefängnisgesellschaft ist bittere Realität. Und genau deshalb stehen wir heute hier in Aachen, um unserem Protest gegen dieses menschenverachtende System Ausdruck zu verleihen.</p>
<p>Solidarität mit allen kämpfenden Gefangenen!<br />
Für eine Gesellschaft, in der es keine Knäste mehr braucht!<br />
Es lebe die Freiheit! </p>
<hr size="2" />
<h3>Wien</h3>
<p>Zum Aktionstag gegen Knäste fanden in Wien zeitgleich die freeparade, eine alljährliche Free Tekkno-Parade statt, dessen OrganisatorInnen auch versuchen zumindest zum Teil politische Inhalte zu vermitteln. Neben Flyeraktionen auf der Demo und am Treffpunkt, gab es gegen 18:00 vor dem Landesgericht/Justizanstalt Josefstadt, wo unser Freund und Genosse S. einsitzt, eine Zwischenkundgebung mit Infotisch, Transpis und Redebeiträgen (Einer davon für S., der andere im Zusammenhang mit dem Aktionstag).</p>
<p>Am Abend gabs dann noch ein Konzert im EKH (Ernst Kirchweger Haus), welches eine Solidaritätsveranstaltung für Renata Zelazna, die in Holland im Knast sitzt, und S. war.</p>
<p>In Kürze ausführlicher und mit Fotos auf <a href="http://www.abc-wien.net">www.abc-wien.net</a></p>
<hr size="2" />
<h3>Rostock</h3>
<p><strong>Pluto TV und JVA Besuch</strong></p>
<p><em>Im Rahmen des Aktionstages gegen eine geknastete Gesellschaft fanden auch in und bei Rostock Aktionen statt.</em></p>
<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/06/antiknastaktionstag-rostock-1.jpg" rel="lightbox[2302]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/06/antiknastaktionstag-rostock-1-150x118.jpg" alt="" title="antiknastaktionstag-rostock-1" width="150" height="118" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2330" /></a>Am Vormittag versammelten sich einige Aktivist_Innen direkt in der Stadt am Uniplatz und spielten etwas Straßentheater: Hier wurde ein Aktivist symbolisch festgenommen und saß hinter Gittern und ein weiterer spielte die „Bullizei“, den herrschenden Aufpasser.<br />
Andere Aktivist_Innen hielten Schilder mit Sprüchen wie „Mensch weg – Probleme weg?“, „Miteinander reden und selbst intervenieren statt Polizei, Knast und Strafe“ und „Knast schützt nicht vor Gewalt, sondern dort ist sie stärker. Knast ist Zurichtung auf Gewalt“ und verteilten Flyer. Zeitgleich interviewte ein Team vom Pluto TV die Passant_Innen in der Stadt und stellte Fragen nach dem Sinn von Strafen, wer diese bestimmt und warum es überhaupt Knäste gibt.<br />
Die Reaktionen waren darauf natürlich sehr unterschiedlich. Viele Menschen fanden es total unverständlich, etwas gegen Gefängnisse zu haben, andere gerieten durch die scheinbar naiven Fragen des Pluto TV Team ins nachdenken und grübeln und wieder andere kamen ins Gespräch mit den Aktivist_Innen.<br />
Insgesamt sorgte die Aktion für Aufsehen, regte zum Nachdenken an und führte natürlich zu Diskussionen.</p>
<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/06/antiknastaktionstag-rostock-2.jpg" rel="lightbox[2302]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/06/antiknastaktionstag-rostock-2-150x97.jpg" alt="" title="antiknastaktionstag-rostock-2" width="150" height="97" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2331" /></a>Nach dem Straßentheater machte sich ein Teil der Gruppe dann auf nach Dummerstorf, zur JVA Waldeck. Dummerstorf ist ein kleines Dorf ca. 10 km südlich von Rostock, wo sich neben der JVA (zuständig für die Vollstreckung von Freiheitsstrafen von mehr als 6 Jahren für erwachsene Männer, Untersuchungshaft und offener Vollzug) auch eine Einheit der Bereitschaftspolizei und die Bundesbeauftragte für die Stasiunterlagen befinden.<br />
Die JVA liegt halb im Wald, durch einen Zaun und eine große Mauer ist kein Kontakt zu den Insassen möglich. Neben dem Hauptgebäude befindet sich der offene Vollzug.<br />
Die Aktivist_Innen bemalten mit Kreide die Straße – sehr zum Unmut der Angestellten der JVA die im Eingangsbereich saßen, schmückten den Zaun mit Luftschlangen und Ballons und hängten auch ein Transparent auf. Nach kurzer Zeit machte sich die Gruppe dann weiter auf dem Weg Richtung Dummerstorf, um dort noch Flyer zu verteilen, weil mensch direkt bei der JVA nicht wirklich viel Öffentlichkeit hat. So befand sich die Gruppe praktisch direkt auf dem Weg zur Bereitschaftspolizei, ohne dies genau zu wissen da alle sehr viel Spaß hatten.<br />
Allerdings gesellten sich nach 5 Minuten die Cops zu den Aktivist_Innen und kamen mit 4 – 5 Autos herangebraust. Darunter auch zwei Beamte der MAEX, der Mobilen Aufklärungseinheit Extremismus in MV, die bei den Aktivist_Innen gleichermaßen bekannt und beliebt sind. Die eigentlich einfache Personalien Kontrolle zog sich in die Länge: Ausweise wurden nicht gefunden, stattdessen wurden Kassenbons und Hannah Montana Karten als eben solche ausgegeben, andere durchwühlten gefühlte 30 min ihre Portmonees, buchstabierten ihre Namen oder tanzten und malten mit Kreide auf der Straße. Auch das Pluto TV Team kam kurz zum Einsatz, aber weder der Beamte der Bereitschaftspolizei noch einer der MAEX Kollegen hatte Lust mit den Wesen vom Pluto zu diskutieren.<br />
Nach fast einer Stunde durften sich die Aktivist_Innen dann wieder auf den Weg machen und setzten sich ca. 100 m entfernt auf einen Parkplatz und machten ein Picknick bei noch schönem Sonnenschein. Kurz danach wurde sich dann auf dem Weg zu Fuß nach Rostock gemacht, immer begleitet und “beschützt“ von der MAEX, die fast im Schritttempo und unauffällig auffällig der Gruppe hinter herfuhr.</p>
<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/06/antiknastaktionstag-rostock-3.jpg" rel="lightbox[2302]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/06/antiknastaktionstag-rostock-3-150x94.jpg" alt="" title="antiknastaktionstag-rostock-3" width="150" height="94" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2332" /></a>Alles in allem ein schöner Tag, bei dem durch kurze und kleine Aktionen das Thema in den Blickpunkt geraten ist und zu Diskussionen anregte, die bei diesem „Reizthema“ natürlich geführt werden müssen. Weil Reaktionen wie „Und was passiert mit Vergewaltigern und Mördern?“ natürlich nicht mit dem Spruch „Knäste sind scheiße“ zu beantworten ist.</p>
<p>Freiheit für alle politischen und sozialen Gefangenen! </p>
<hr size="1" />
<p><strong>Blaue Wesen invasieren – und einige kontrollieren…</strong></p>
<p><em>Anlässlich eines Anti-Knast-Aktionstages veranstalteten Menschen, Plutis und Polizist_innen am 19. Juni ein Repressions-Theater bei der JVA Waldeck.</em></p>
<p>Die Plutis vom Planeten Pluto, der sich ja nicht mehr Planet im Sternensystem nennen darf, weswegen dessen Lebewesen stark von interplanetarer Repression akut bedroht sind (was ja eigentlich Quatsch ist, weil die interplanetare Repression ja nur Planeten repressionieren dürfte…), wollten wohl Fallstudien betreiben was denn Repression bedeutet, weil sie das von sich aus nicht kennen. Also stratzte kurzerhand ein Filmteam von Pluto-TV in die Rostocker Innenstadt vor einem kleinen Straßentheater am Uniplatz, das von Knästen und Polizei handelte. Die Menschen dort hielten Schilder mit seltsamen Fragen wie: „Mensch weg, Probleme weg?“ hoch.</p>
<p>Nun wollten die Plutis wissen was das zu bedeuten habe, werden hier auf der Erde etwa Menschen weg gesperrt und hoffen die Menschen dann auch noch das das Probleme löse? Schnurstracks befragten sie die herumlaufenden Erdlinge was „Knäste“ seien und was „Strafe“ ist und „wer bestimme Strafen und Gesetzte?“. Viele wussten darauf Antworten, die hoffentlich in den Geschichtsbüchern der Menschheitsgeschichte aufgenommen werden, wie: „ja da müsste ich mal im Lexikon nach gucken“ oder „na der Bundeskanzler bestimmt das!“ oder auch „keine Ahnung“. Nach diesem Lexikon müssen die Plutis mal nachforschen, das nimmt einem wohl das selber denken ab, so der Schluss den sie daraus zogen.<br />
Aber es kam noch besser, als sich Menschen bei der JVA Waldeck befanden, die Straßen mit Kreide voll malten und Luftballons in die Gegend hingen. Als sie aufgefordert wurden sich zu entfernen, kamen die Plutis dazu und fragten, warum sie denn nicht hier bleiben könnten. Da kam die u.a. die Antwort zurück: „hab ich ein W auf dem Rücken?“. Komische Menschen hinter Glas und Sprechanlage, die nicht wissen ob sie ein W auf dem Rücken trügen.</p>
<p>Die Menschen zogen sodann ein bisschen weiter und wurden dann, gerechter Weise, schnell aufgehalten von so anderen Wesen die in Blau unterwegs waren. Nur sind diese anscheinend überhaupt nicht Freiheitsliebend und hielten die Rotte Menschen und Plutis fest.<br />
Warum sie das taten? Na, weil die Gruppe sich so gut vorbereitet hatte, z.B. trugen sie Klamotten hatte Kreide in den Händen, wovon Spuren auf der Straße und an Wänden zu sehen war – ein eindeutiger Beweis für eindeutigste Sachbeschädigung. Und sowieso das wäre ja eine unangemeldete Versammlung und das auf einer Straße auf der die Polizei Hausrecht besäße und und und.<br />
Nach einiger Zeit (vertrieben mit guter Stimmung, Tanzparaden, Verlassen des einkreisten Bereichs, lästige Fragen stellen, …), einer sehr gründlichen Personalien-Kontrolle, zogen Menschen und Plutis bei bestem Wetter wieder in Richtung Rostock. Dabei wurden sie liebevoll, aufmerksam und vor allem klamm heimlich von einem Herrn Hirsch mit seinem Autowagen verfolgt… ääh begleitet wurden.</p>
<p>Plutis gegen alle Knäste!</p>
<p>Gegen das Bewusst-los-sein gegenüber staatlicher Realität, bildet euch bildet andere bildet Banden gegen die Herrschaft und falsche Freiheit. Für ein Konflikt-fähiges Miteinander, statt weg sperren und ignorieren. </p>
<hr size="2" />
<h3>Tübingen</h3>
<p><strong>Aktionstag 19.06. in Tübingen</strong></p>
<p>Hier ein Bericht von der Tübinger Demo zum Aktionstag gegen eine geknastete Gesellschaft. Die Lokalzeitung &#8220;Schwäbisches Tagblatt&#8221; hat sie zwar immerhin im Veranstaltungskalender aufgeführt &#8211; was sie mit meinen drogenpolitischen Mahnwachen nicht tut &#8211; aber hinterher kam nicht der kleinste Artikel darüber.</p>
<p>Es nahmen ca. 40 vorwiegend junge Leute daran teil, auch von auswärts. Es gab eine Auftaktkundgebung auf einem zentralen Platz in der Innenstadt. Danach ging der Zug zum Untersuchungsgefängnis, wo über Megaphon die Häftlinge angesprochen wurden und &#8211; nach anfänglichem Missverständnis (wir wurden wohl zuerst für &#8220;Rechte&#8221; gehalten) &#8211; die PAROLEN MIT-RIEFEN, sich so für kurze Zeit an der Demo BETEILIGTEN.<br />
Anschließend ging es durch die Altstadt wieder ins Zentrum. Dort gab es weitere Redebeiträge und am Schluss ein &#8220;offenes Mikro&#8221;.</p>
<p>Das Motto war: &#8220;Konflikte lassen sich nicht wegsperren&#8221;. Entsprechend beschäftigte sich die Auftaktrede sehr umfassend mit der Tatsache, dass Gefängnisse nur der extremste Ausdruck einer gesellschaftlichen Tendenz sind, Konflikte &#8211; statt sie gewaltfrei zu lösen oder gar nicht erst entstehen zu lassen &#8211; durch Ab- und Ausgrenzung und ein immer ausgefeilteres System von Überwachen und Strafen wegzudrängen. Dabei gingen wir auch auf Einwände ein, die uns im Vorfeld begegnet waren. In Klammern: (Es hatte Kritik gegeben, weil in einem Flugblatt, das zu der Demo aufrief, die sofortige Entlassung aller wegen Drogen- und Eigentumsdelikten Verurteilter gefordert worden war. Dabei hatten die Verfasser/innen an Ladendieb/inn/e/n o.ä. gedacht. Der Kritiker wandte ein, dass es in seinem Umfeld Opfer eines Heiratschwindlers gebe, was ja auch unter &#8220;Eigentumsdelikte&#8221; falle, aber sehr wohl Menschen schädige und dass hier sehr wohl die Gesellschaft geschützt werden müsse. Außerdem sei es die Aufgabe von Anarchist/inn/en, Alternativen zu entwickeln. Durch bloßes plakatives Dagegen-Sein werde die anarchistische Idee diskreditiert.)</p>
<p>Bei der Abschlusskundgebung gab es folgende Beiträge: Hartz IV als &#8220;Gefängnis ohne Mauern&#8221;, in dem die Betroffenen &#8220;ausgezogen&#8221; werden wie Häftlinge bei der Einlieferung (gehalten von einem Mitglied der Montagsdemo), &#8220;Drogenpolitik und Strafvollzugssystem&#8221; (aus der Soligruppe für Jürgen Hahnel). Zusätzlich wurde ein Brief dieses inhaftierten Cannabis-Legalisierungs-Aktivisten Jürgen Hahnel  verlesen. Er setzt sich auch intensiv mit dem Strafvollzussystem auseinander und schrieb u.a. über gewisse private Firmen bzw. die Zwangsarbeit der Gefangenen. Außerdem hörten wir einen Beitrag vom &#8220;Bündnis gegen Abschiebehaft&#8221; über die Verlegung der Rottenburger Abschiebe-Häftlinge nach Mannheim, was deren Betreuung durch das Bündnis erschwert. Des weiteren einen Beitrag der &#8220;Marxistischen Initiative Tübingen&#8221; über &#8220;das Totschweigen linker politische Gefangener in Europa&#8221; und eine Rede der &#8220;Antispeziesistischen Aktion&#8221;, in der dargestellt wurde, wie Tierrechtler/innen, die sich durch Flugblatt Verteilen, Demos etc. &#8211; also ganz legal &#8211; betätigt haben, der Mitgliedschaft in &#8220;terroristischer Vereinigung&#8221; verdächtigt werden, wenn irgendwo eine Tierbefreiungsaktion stattgefunden hat. Sie wurden auch schon bei Wohnungsdurchsuchungen aus dem Bett gerissen, mit vorgehaltener Waffe, in Gegenwart ihrer Kinder.</p>
<p>Nachdem die Kundgebung für beendet erklärt worden war, begaben sich ca. 10 Leute noch mal zum Untersuchungsgefängnis und veranstalteten dort einen Rave, worüber die Gefangenen lebhaft ihre Freude äußerten. Die aber leider nicht lange dauern konnte, weil die Polizei kam, von einem Demonstranten die Personalien aufnahm und alle wegschickte: Die Wärter hätten jetzt &#8220;echt Schwierigkeiten mit den Gefangenen &#8230;&#8221;  Was für welche genau, wurde nicht gesagt. Aber der &#8220;Druck&#8221;, der da mühsam &#8220;unter der Decke gehalten&#8221; wird, muss groß sein, wenn er durch ein paar rebellische Songs schon &#8220;ausbricht&#8221;.</p>
<p>Anne Fröhlich, Tübingen<br />
<a href="http://www.sichtbarewelt.de" target="_blank">www.sichtbarewelt.de</a></p>
<hr size="2" />
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		<title>Aktionstag gegen eine geknastete Gesellschaft am 19. Juni 2010</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 11:01:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionstag]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 19. Juni 2010 sollen es im deutschsprachigen Raum einen Aktionstag geben, welcher alle Formen der Einsperrung, Inhaftierung und des Wegsperrens und die Folgen davon (Isolation, Vereinzelung, usw.) thematisieren wird. Angesprochen führen sollen sich alle, die ihren Beitrag leisten wollen, nicht nur diejenigen, die eh schon gegen Knäste, Abschiebelager und die tagtäglich massiver auftretende soziale [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/antiknastaktionstag-am-19-juni-10.jpg" rel="lightbox[2165]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/antiknastaktionstag-am-19-juni-10-187x250.jpg" alt="" title="Aktionstag gegen eine geknastete Gesellschaft am 19. Juni 2010" width="187" height="250" class="alignright size-medium wp-image-2185" /></a>Am 19. Juni 2010 sollen es im deutschsprachigen Raum einen Aktionstag geben, welcher alle Formen der Einsperrung, Inhaftierung und des Wegsperrens und die Folgen davon (Isolation, Vereinzelung, usw.) thematisieren wird. Angesprochen führen sollen sich alle, die ihren Beitrag leisten wollen, nicht nur diejenigen, die eh schon gegen Knäste, Abschiebelager und die tagtäglich massiver auftretende soziale Kontrolle kämpfen. Das Ziel soll es sein das Thema und Einsperrung wieder in den Blickpunkt zu stellen, natürlich nicht ohne den Blick auf die Perspektive zu verlieren, die Perspektive nach einem anderen Leben, frei von Unterdrückung, Ausbeutung und frei von allen Herrschaftsformen.</p>
<hr size="2" />
<p>Gleichzeitig mit dem Aktionstag gegen eine geknastete Gesellschaft findet ein Aktiontag für die &#8220;<a href="http://no129.info/19juni.html" target="blank" class="broken_link">Freiheit für die §129b- und alle politischen Gefangenen weltweit!</a>&#8221; statt. Es wird Aktionen in mehreren Städten geben:<br />
in Berlin wird es um 16:00 Uhr eine <a href="http://www.abc-berlin.net/prozess-gegen-die-bullen-die-dennis-erschossen-haben" target="blank">Demo gegen Polizeigewalt </a> geben, um 18:30 Uhr eine Kundgebung unter dem Motto &#8220;<a href="http://no129.info/19juni/100619_berlin.html" target="blank" class="broken_link">Freiheit für die Angeklagten nach Paragraph 129b!</a>&#8220;,<br />
in <a href="http://autonomes-knastprojekt.blogspot.com/2010/06/aktionstag.html" target="blank">Köln</a> wird es eine Kundgebung im Stadtteil Kalk geben,<br />
in <a href="http://no129.info/19juni/100619_stuttgart.html" target="blank" class="broken_link">Stuttgart</a> und <a href="http://no129.info/19juni/100619_duesseldorf.html" target="blank" class="broken_link">Düsseldorf</a> sind ebenfalls Kundgebungen und Demonstrationen geplant,<br />
in <a href="http://manfred.blogsport.de/" target="blank">Rostock</a> wird es ein Strassentheater in der Innenstadt und ein Besuch des lokalen Knastes der JVA Waldeck geben,<br />
in <a href="http://a3ac.wordpress.com/2010/06/08/19-06-2010-aktionstag-gegen-eine-geknastete-gesellschaft/" target="blank">Aachen</a> wird es um 14:00 Uhr einen Anti-Knast-Spaziergang vor dem örtlichen Knast und bereits zwei Stunden zuvor eine Kundgebung und einem Infostand in der Aachener Innenstadt geben,<br />
in <a href="http://www.jpberlin.de/tueinfo/cms/node/19159" target="blank">Tübingen</a> ist eine &#8220;<em>Demonstration gegen eine geknastete Gesellschaft!</em>&#8221; geplant,<br />
&#8230;</p>
<p><a href='http://www.radioflora.de/audio//gesellschaft/Wieviel%20sind%20hinter%20Gittern%20Juni%202010%20-%20Aktionstag%20geknastete%20Gesellschaft.mp3' >Audiobeitrag mit Interview und Infos zum Aktionstag der Radiosendung &#8220;Wieviel sind hinter Gittern, die wir draußen brauchen!&#8221; Ausgabe Juni 2010</a></p>
<p><span id="more-2165"></span><br />
<hr size="2" />
<p><strong>Grußwort des Netzwerk Hamburg zum bundesweiten Aktionstag gegen eine eingeknastete Gesellschaft  </strong></p>
<p>Liebe Menschen,<br />
wir, das  Netzwerk Hamburg Freiheit für alle politischen Gefangenen aus Hamburg, richten ein Grußwort an alle, die sich  heute gegen die geknastete Gesellschaft unterwegs sind.<br />
Wir erklären uns solidarisch  mit euren Kampf für eine Gesellschaft ohne Knäste, die verbunden ist mit der Perspektive nach einem anderen Leben frei von Unterdrückung, Ausbeutung und frei von allen Herrschaftsformen.<br />
Auch wenn wir heute selbst wegen und gegen den §129b unterwegs sind, fühlen wir uns mit Euch verbunden!<br />
In diesem Sinne:<br />
Knäste zu Baulücken! Für die Freiheit Aller!<br />
Freiheit für alle politischen und sozialen Gefangenen! </p>
<hr size="2" />
<p><strong>Grussworte von Thomas Meyer-Falk: Für den bundesweiten Anti-Knast-Aktionstag am 19.Juni 2010 </strong></p>
<p>In den letzten Wochen trieben die Boulevardmedien das Thema Knast wie die Sau durchs Dorf. Perverse Sexgangster, die angeblich die Bevölkerung bedrohen, sollte man sie frei lassen, Räuber und Totschläger, die nur darauf warten wieder zuzuschlagen.<br />
All das vor dem Hintergrund sinkender Kriminalitätsraten und eines Urteils vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, der nämlich im Dezember die BRD daran erinnerte, dass es nicht angehe, in bestandskräftige Strafurteile einzugreifen und aus einer auf 10 Jahre befristeten Sicherungsverwahrung per Gesetzesbeschluss eine lebenslängliche Sicherungsverwahrung  zu machen. Letzteres nehmen BILD, RTL und Politiker vom Schlage des Jörg Uwe Hahn (Hessen, FDP) zum Anlass, darüber zu schwadronieren, dass Deutschland eine Demokratie sei und sich gefälligst Strasbourg hier nicht einzumischen habe.<br />
In Niedersachsen möchte ein GRÜNEN-Abgeordneter von der Landesregierung ganz genau wissen, wie es hinter Gittern zugeht, denn er wundert sich, dass trotz sinkender Gefangenenzahlen die Regierung einen Knastneubau nach dem anderen plant. Für seine Anfrage an die Regierung sieht er sich der Hetze der Presse und Knastverwaltungen ausgesetzt. Letztere behaupten frech, ihnen fehle auf Grund detaillierten Anfrage nun die Zeit für die Resozialisierung der Gefangenen, schließlich müssten sie die Anfrage beantworten.<br />
Knast und Gefangene sind Projektionsfläche für eine zunehmend sicherheitsfixierte Gesellschaft; wahrgenommen wird nicht mehr der einzelne Gefangene  und sein familiäres Umfeld, sondern er wird als wandelndes Risiko und/oder Monster auf zwei Beinen dargestellt. Diese Entmenschlichung hilft dabei, sich den unzähligen Schicksalen nicht (mehr) zu stellen und auch deren Leid nicht (mehr) anerkennen zu müssen.<br />
Umso wichtiger sind Aktionen wie heute! Sie verleihen den Gefangenen eine Stimme und verdeutlichen, dass es auch Menschen gibt, die für eine Gesellschaft kämpfen, die Knäste nicht nötig hat.</p>
<p>Herzschlagende Grüße aus Bruchsal</p>
<p>Thomas Meyer-Falk<br />
www.freedom-for-thomas.de  </p>
<hr size="2" />
<p><strong>Zum Aktionstag gibt es einen Aufruf aus Köln, sowie zwei inhaltliche Texte, die zur Teilnahme aufrufen: </strong></p>
<p><center><strong>Achtung AKTIONSTAG !</strong></center></p>
<p>Für den 19.Juni ist ein Anti-Knast-Aktionstag für den „deutschsprachigenRaum“ vorgesehen. Vereinbart wurde dies bisher vonGruppen aus Berlin, Kiel, Hamburg, Dresden, Köln und Wien. Wir hoffen, dass es sich noch auf andere Orte ausweitet. Konkreter Themenschwerpunkt wird jeweils vor Ort gewählt und gestaltet. Unsere Idee ist es, eine Kundgebung in Essen vor der Firma Kötter zu machen. Diese ist groß im Geschäft, teilprivatisierte Knäste zu verwalten bzw. bewirtschaften. Die Landesregierung plant, ihr das Regiment zu übergeben für das im Bau befindliche erste solche Gefängnis in NRW (<em>bei Düsseldorf = Ratingen</em>). Wir sind nicht für staatliche Knäste, wissen aber auch, dass kapitalistisch organisierte Zwangsanstalten nicht besser sind. Manches spitzt sich noch zu. (<em>Gefangene als Arbeiter und zahlende Kunden doppelt ausnutzen, noch weniger öffentliche Kontrolle</em>). Der Knast- und Privatbullenfirma, mit der wir auch „draußen“ oft konfrontiert sind, sollten wir schnell zeigen, dass es nicht ihre „Privatsache“ ist, wie sie mit Gefangenen umgeht.. Eine NRW-weite Kundgebung bringen wir aber nur zustande, wenn sich Gruppen der sozialen Bewegungen aus Köln und anderswo an der Vorbereitung beteiligen. Ansonsten wird Aktion halt kleiner und lokaler. Gefangene sind eingeladen, sich mit einem „Redebeitrag“ (<em>der leider nur von anderen verlesen werden kann</em>) zu beteiligen.</p>
<p>AKP (Autonomes Knastprojekt &#8211; <a href="http://www.autonomes-knastprojekt.blogspot.com" target="blank">www.autonomes-knastprojekt.blogspot.com</a>)</p>
<hr size="2" />
<p><center><strong>Knäste zu Baulücken! Schließer zu Gärtnern!</strong><br />
<em>Aufruf zum Aktionstag gegen eine geknastete Gesellschaft</em></center></p>
<p>Weltweit sitzen Millionen Menschen hinter Gittern. Die meisten werden weggesperrt wegen Eigentumsdelikten (z.B. Diebstahl), aus politischen Gründen oder weil sie auf Grund ihrer Herkunft illegalisiert werden. Knast bedeutet körperliches und seelisches Ausgeliefert sein, einmal durch die Willkür der Wärter und die Übergriffe anderer Inhaftierter und zum anderen durch das bloße Weggesperrtsein.<br />
Viele sehen den Knast nur als ein Gebäude aus Stahl und Beton, aber er ist ein Realität gewordener  Traum von  Autorität und Macht. Eine Form, eine Strategie der Machterhaltung und Machtentfaltung, die unsere gesamte Gesellschaft durchzieht. Wie es ist wenn der Kopf gegen die Zellentür knallt und es kein Rauskommen mehr gibt, wissen nur die, die „Drinnen“ sitzen. Aber auch hier „Draußen“ können wir die Versatzstücke einer Knastideologie erkennen.<br />
Die Lebensbedingungen innerhalb wie außerhalb der Knäste ähneln sich immer mehr. Wir werden tagtäglich überwacht, fordern diese Überwachung mehr oder weniger selbst ein oder akzeptieren sie stillschweigend. Konflikte werden nicht offen ausgetragen. Die Drohung mit Anwälten und Behörden scheint bequemer, der Griff zum Hörer um die Bullen zu rufen geht schneller. Die Einschränkung der  Selbstbestimmung wird kaum noch hinterfragt.<br />
Ebenfalls geben wir uns tagtäglich der staatlichen Kontrolle hin, und sei es nur durch die Offenlegung unseres privaten Lebens für das Arbeitsamt. Dieser staatlichen Kontrolle sind wir schon in der Schule ausgesetzt, allein schon die „Kopfnoten“ dienen der Disziplinierung. Milieus welche draußen bestehen, werden im Knast reproduziert und verfestigt. Daraus ergibt sich wiederum eine bessere Überwachbarkeit.<br />
Die Medien tun ihr Übriges dazu. Sie tragen zur Übersättigung und Überforderung der breiten Masse nicht unwesentlich bei. Der „normale Bürger“ soll den ganzen Tag seinen Aufgaben nachhetzen und wenn er geschafft nach Hause kommt, übermittelt ihm das meinungsmachende Fernsehen, welch „asoziales Pack“ jene sind, welche sich diesem System nicht beugen. Es wird nicht die Situation hinterfragt, in der sich diese befinden.<br />
Und wenn wir uns zur Wehr setzen und unsere freiheitlichen Rechte einfordern, werden wir und unser Tun kriminalisiert. Schon kleinste Aktionen, welche vom Gehorsam abweichen, werden strafrechtlich verfolgt. Was uns vom Knast trennt, sind lediglich die Mauern. Aus diesem Grunde gilt es an den Mauern, den herrschenden Strukturen zu rütteln.</p>
<hr size="2" />
<p><center><strong>Weiterer Text zum Aktionstag am 19. Juni</strong></center></p>
<p><em>Das Verhältnis Knast und Gewalt</em></p>
<p>Knast bedeutet Unterdrückung, Kontrolle, Ausbeutung und Ausgeliefertsein. Strukturelle Gewalt ist Teil unserer Gesellschaft. Auf ihr beruht unser Rechtssystem. Kein Wunder also, dass sie auch vor den Toren der Knäste keinen Halt macht und sich in Form von individueller Gewalt, wie Misshandlungen und sexuellem Missbrauch, entlädt. Schließer nehmen innerhalb dieses Systems eine entscheidende Rolle ein. Sie sind Teil der internen Hierarchien und verhalten sich entsprechend. Sie wissen, dass sie in ihrer Position Macht über Menschen haben und nutzen diese auch aus. Es gibt immer wieder Übergriffe durch Angestellte der Vollzugsanstalten. Sei es aus reinem Frust, rassistischer Motivation oder im Sinne der Aufstandsbekämpfung. In Frankreich gibt eigens dafür ausgebildete Einheiten wie z.B. die „IRIS“. Sie sind ähnlich ausgerüstet wie die CRS-Einheiten auf den Straßen der Banlieues. Schließer und Personal der Vollzugsanstalten sind, genau wie der Justizapparat und die Polizeibehörden Teil des Problems und nicht Teil der Lösung.   </p>
<p><em>Knast und Prekariat</em></p>
<p>Weltweit sitzen Millionen Menschen hinter Gittern. Ein großer Prozentanteil wird auf Grund von Eigentumsdelikten, wie z.B. Diebstahl oder Raub, weggesperrt. Also wegen angeblicher Vergehen, die sich bewusst oder unbewusst gegen die Eigentums- und Verwertungslogik des Kapitalismus wenden und den Weg zum „Wohlstand“ abkürzen sollen. Andere können sich die Miete nicht mehr leisten oder landen wegen mehrmaligen Schwarzfahrens im Bau. Nach wie vor ist der Knast auch ein Mittel zur Zerstörung von Klassenbewusstsein und Schaffung von Milieus ohne Bewusstsein für ihre Lage. Äußere soziale Kontrolle, wie etwa durch Ämter und Behörden, macht eine bessere Überwachung und Disziplinierung nach der „Entlassung“ möglich. In der US-amerikanischen Studie „How unregulated is the U.S. Labor Market?“, wird der Ausbau der Vollzugsanstalten, zu Gunsten der Arbeitslosenstatistik, begrüßt. Diese Idee, kombiniert mit einer „Null Toleranz Politik“, die Haftstrafen schon bei kleinsten Vergehen fordert, stößt in Europa auf Anklang. Noch steckt die Entwicklung der Gefängnisses als Mittel der Arbeitsmarktregulierung in den Kinderschuhen.</p>
<p><em>Knast und Migration</em></p>
<p>Migrant_innen leiden unter dem Druck der globalen Sicherheitsgesellschaft. Viele von ihnen sterben schon bei dem Versuch Europa oder die USA zu erreichen. Jene die es schaffen, die hochgerüsteten Grenzen zu überwinden, werden innerhalb dieser verfolgt, in Lagern inhaftiert und erkennungsdienstlich behandelt, z.B. mittels SIS 1 oder SIS 2. Gedemütigt und zum Teil schwerst traumatisiert, warten sie nun auf ihre Abschiebung in bittere Armut oder den sicheren Tod. Auch Todesfälle vor oder während der Abschiebung sind keine Seltenheit. Im Rahmen der Neuorientierung europäischer Sicherheitspolitik soll es zu einem weiteren Ausbau der vorgelagerten Abschiebeknäste, in den sog. sicheren Drittstaaten, und zu einer besseren Erfassung und Eindämmung der Migrationsströme kommen. Um dieses Ziel zu erreichen wird auch vor der Zusammenarbeit mit Diktatoren, wie Gaddafi, kein Halt gemacht. Den Menschen, die die globalen Krisen am meisten zu spüren bekommen, bringt dieses Vorgehen mit „Sicherheit“ ein Leben in Angst, Verfolgung und Gefangenschaft. </p>
<p><em>Psychiatrie, der weiße Knast</em></p>
<p>Neben den Gefängnissen für „übliche“ Kriminelle gibt es auch noch jene Zwangsanstalten für „irre“ Menschen, die Psychiatrien. All zu oft wird völlig ohne zu hinterfragen in „Normal“ und „Abnormal“ eingeteilt. Präventiv wird alles was an der Hülle unsere heilen Welt kratzt durch Medikamentierung oder Therapie ruhig gestellt. Unbequemes wird auch hier eingesperrt und weggeschlossen. In einer Welt in der die Schließer ihre Uniformen gegen die subtileren weiße Kittel des Anstaltspersonals tauschen, ist Kritik schwierig und stößt oft auf taube Ohren. Da wo Teile der Medizin beginnen jegliche menschliche Handlung auf die Leitung oder Fehlleitung unserer Synapsen zu reduzieren, beißt sich die Aufklärung in den Schwanz. Ein biologischer Determinismus löst den freien Willen ab. Zur Not wird diese angebliche Erkenntnis durch eine Zwangseinweisung, zum Schutz der eigenen Unversehrtheit, untermauert.<br />
Auch hier gibt es die Tendenz sich selbst als nicht leistungsfähig genug, als minderwertig, einzustufen. Die pharmazeutischen Unternehmen halten in diesem Fall viele Produkte zur Selbstoptimierung bereit. Eine der am häufigsten verwendeten Substanzen ist das Speedderivat Retalin. Es macht leistungs- und aufnahmefähiger und wird an manchen Universitäten indirekt sogar begrüßt. Dies kommt einer Selbstdisziplinierung auf gezielt neurologischer Ebene gleich. Eine Qualität, die es im Verlauf der Geschichte der „Kerkergesellschaft“ so noch nicht gab.</p>
<p><em>Knast als Logik der Gesellschaft</em></p>
<p>Der Knast, in Form von Zellenhaft, trifft also nicht nur solche, die sich ausdrücklich als politische Aktivist_Innen verstehen. Oft gibt es gut funktionierende Solidaritätsstrukturen, die betroffene Menschen, besonders aus linken Kreisen, vor einer Inhaftierung bewahren. Dies ist auch gut so, aber es kann dazu führen, dass schnell vergessen wird, welche Logik hinter diesen Gebäuden aus Stahl und Beton, hinter der Symbiose aus Architektur und Autorität steht. Der Knast ist als Teil eines System des Disziplinierens mittels Strafe zu verstehen auf dem sich unsere Gesellschaft aufbaut. Er ist Ausdruck der Herrschaftsverhältnisse in denen wir leben. Disziplinierung und Selbstdisziplinierung, durch Angst vor Strafe, hält uns in den normierten Bahnen der Verwertung fest. Von den Fabriken, Schulen und Universitäten bis zu den Krankenhäusern, alle produzieren. Die einen Waren, die anderen Wissen, die nächsten Gesundheit bzw. Krankheit. Hierbei sind, wie bereits erwähnt, Architektur und Überwachung eng mit Autorität und Strafe verknüpft. Ein Blick über den eigenen Tellerrand, z.B. in die Organisationsstruktur von sog. Sweat Shops, genügt. Die Zeit der prügelnden Arbeitsaufseher_Innen, die durch die Raumaufteilung der Produktionshallen jeder Zeit den Überblick über die Arbeiter_Innen haben, ist hier nicht vorbei. Sweat Shops sind ein fester Bestandteil globaler Kapitalanhäufung. Bedingt durch menschengemachte Armut und Landflucht hat sich diese Form der Produktion vor allem im globalen Süden ausgebreitet. Ähnlich „unfrei“ und überwacht wie in Haftanstalten, werden die Menschen hier unter unwürdigen Bedingungen und für Hungerlöhne ausgebeutet, gedemütigt und misshandelt.<br />
Aber auch in westlichen Ländern gibt es für Fehlverhalten innerhalb der Produktion ein breite, wenn auch struktureller gehaltene, Palette an Sanktionen. Meist erstrecken sich diese über z.B. Mahnungen, Verweise, Streichung von Sozialleistungen, Kündigungen und Rausschmissen. Innerhalb bestimmter sozialer Schicht können diese aber schnell einen weiteren sozialen Abstieg bedeuten. Sie bringen damit eine Spirale in Gang, die die Kluft zwischen arm und reich, privilegiert und unprivilegiert weiter vergrößert. Ein Rückkopplungseffekt ist der Anstieg sog. Kriminalität. Das System schafft sich sozusagen selbst Anlässe für den weiteren Ausbau von Sicherheit und Kontrolle. Dies ist eine Art von Machtentfaltungsstrategie, welche weniger von bestimmten Personen, als vielmehr von systemischen Eigenheiten hervorgerufen wird.<br />
Die Freude an der freiwilligen Selbstauskunft, besonders der privilegierteren Schichten, via  „Web 2.0“ ist eine erschreckende Tendenz der freiwilligen Überwachung. Die europäischen Sicherheitsbehörden haben dies erkannt und wollen die sog. Social Networks, im Rahmen des Stockholmprogramms, für die vorausschauende Kriminalistik nutzen. Auch durch die Gemengelage<br />
Terrorismusbekämpfung und Klimawandel wird bei vielen Menschen der Hang zur Selbstkontrolle und die Forderungen nach mehr Überwachung, Normen und Gesetzen deutlich. Im Windschatten dieser Entwicklungen ist eine präventive Strategie zur Aufstandsbekämpfungen nicht nur geduldet sondern auch erwünscht. Konzepte wie „Managing Crowds“ sollen helfen, künftig zu erwartende Unruhen möglichst im Keim zu ersticken. Selbst die NATO hält die innere Sicherheit und Befriedung für den Schlüssel zu einer „erfolgreichen Intervention“ außerhalb der Mitgliedsstaaten.         </p>
<p>Die Zustände „Drinnen“ sind nur die Zuspitzung der Tendenzen „Draußen“. Die Realitäten der „zwei Welten“ innerhalb und außerhalb der Mauern ähneln sich zunehmend. Ein Anstieg der Überwachung, der Armut, des Leistungs- und Anpassungsdrucks ist deutlich spürbar und allgegenwärtig. Die bürgerliche Strafgesellschaft richtet sich, gerade in Zeiten der weltweiten „Mehrfachkrisen“ gegen Unterschichten, illegalisierte Menschen und soziale Bewegungen. Die Zahl der sog. sozialen Häftlinge steigt von Tag zu Tag. Die europäische Sicherheitsarchitektur wird immer weiter ausgebaut. Und fern ab von der Öffentlichkeit schmoren Menschen in Abschiebeknästen. Die Gefängnisgesellschaft ist Realität.<br />
Wir rufen darum am 19. Juni 2010 zu einem Aktionstag gegen die Knastgesellschaft in all ihren Facetten auf. Lasst uns ein deutliches Zeichen setzen. Zeigen wir in vielfältigen und kreativen Aktionen, dezentral und überall auf der Welt was wir von der Idee der der totalen Kontrolle halten.</p>
<p>Nieder mit allen Knästen weltweit!<br />
Für freie Kommunikation, Bewegungsfreiheit und ein konfliktfähiges Miteinander!<br />
Für die Überwindung der Knastgesellschaft!</p>
<hr size="2" />
<p><strong>Das Poster:</strong></p>
<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/aktionstag-poster.jpg" rel="lightbox[2165]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/aktionstag-poster-176x250.jpg" alt="" title="Aktionstag gegen eine geknastete Gesellschaft am 19. Juni - Poster" width="176" height="250" class="aligncenter size-medium wp-image-2249" /></a></p>
<p><strong>Das Poster, hochauflösender mit 300 dpi:</strong></p>
<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/aktionstag-poster-hochaufloesend.jpg" rel="lightbox[2165]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/aktionstag-poster-hochaufloesend-176x250.jpg" alt="" title="Aktionstag gegen eine geknastete Gesellschaft am 19. Juni - Poster hochauflösend" width="176" height="250" class="aligncenter size-medium wp-image-2250" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Aufruf zu internationaler Solidarität mit dem inhaftierten Anarchisten Giannis Dimitrakis</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 08:39:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionstag]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<category><![CDATA[Solidaritätsaufruf]]></category>

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		<description><![CDATA[Update: 28. April 2010: Die Berufungsverhandlung von Giannis Dimitrakiswurde auf den 6. Dezember 2010 verschoben. Über solidarische Aktionen, die am 27. April weltweit stattfanden: In vielen griechischen Städten fanden Kundgebungen und weitere solidarische Aktionen statt, es wurden Flugblätter verteilt, Transparente aufgehängt, Radiosender besetzt und vieles mehr. In Athen gingen mehr als 1000 solidarische Menschen auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/giannis-dimitrakis_2.jpg" rel="lightbox[2145]"><img class=" wp-image-2149 alignright" title="Giannis Dimitrakis " src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/giannis-dimitrakis_2-221x249.jpg" alt="" width="177" height="199" /></a><em>Update: 28. April 2010: </em>Die Berufungsverhandlung von Giannis Dimitrakiswurde auf den 6. Dezember 2010 verschoben.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Über solidarische Aktionen, die am 27. April weltweit stattfanden:</strong></p>
<p>In vielen griechischen Städten fanden Kundgebungen und weitere solidarische Aktionen statt, es wurden Flugblätter verteilt, Transparente aufgehängt, Radiosender besetzt und vieles mehr. In Athen gingen mehr als 1000 solidarische Menschen auf die Strasse in einer kraftvollen Demo.<br />
In Buenos Aires, Argentinien, griffen 50 AnarchistInnen die griechische Botschaft mit Molotovcocktails und Farbbomben an und sprühten solidarische Graffiti. Es kam zu fünf Verhaftungen.<br />
Ebenfalls in Barcelona, Madrid, Malaga und Paris kam es zu Akten der Solidarität. In Berlin gab es eine Spontandemo mit 20 Leuten nach einer Infoveranstaltung über den Fall der sechs kürzlich Inhaftierten.<br />
In London wurde das hellenische Zentrum besetzt. Zwei Transparente wurden vom Dach herabgelassen und ein weiteres am Eingang gezeigt. Die Aufschriften waren: ‘<em>Freedom to Dimitrakis and to all Anarchist Prisoners</em>’; ‘<em>Honour to Lambros Fountas</em>’ &#8211; ‘<em>Freedom to the 6</em>′ und ‘<em>Fire to the Prisons – Freedom to the Anarchist Comrades Alfredo Bonnano and Christos Stratigopoulos</em>’.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><center>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=pxUm653gmf0">www.youtube.com/watch?v=pxUm653gmf0</a></p>
<p></center></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/buenosaires-1.jpg" rel="lightbox[2145]"><img class="alignnone size-medium wp-image-2199" title="In Buenos Aires, Argentinien, griffen am 27. April 50 solidarische Personen die griechische Botschaft mit Molotovcocktails an und sprühten solidarische Graffiti in Solidarität mit Giannis Dimikrakis. Es kam zu fünf Verhaftungen." src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/buenosaires-1-250x168.jpg" alt="" width="250" height="168" /></a> <a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/buenosaires-2.jpg" rel="lightbox[2145]"><img class="alignnone size-medium wp-image-2200" title="In Buenos Aires, Argentinien, griffen am 27. April 50 solidarische Personen die griechische Botschaft mit Molotovcocktails an und sprühten solidarische Graffiti in Solidarität mit Giannis Dimikrakis. Es kam zu fünf Verhaftungen." src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/buenosaires-2-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><br />
<span id="more-2145"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="2" />
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Aufruf zu einer Infoveranstaltung am 27. April in Berlin</strong></p>
<p><em>Wer sind die TerroristInnen? </em><br />
Einen Katzensprung entfernt vom bevorstehenden Bankrott, nun, da die politischen Instanzen des Staates gezwungen sind die Tatsache einzugestehen, dass sie im Verschleiern ihrer skandalösen Taktik gescheitert sind, durch Ausbeutung der Unterdrückten zu Reichtum zu kommen, zettelt die Mediendemokratie ihre desorientierende Taktik durch das Spektakel an, sie verstärkt das Bild des Inneren Feindes.<br />
Die Strategie der Spannung wird komplett entfaltet, Ziel ist die antiautoritäre/anarchistische Szene, die radikalen Subjekte und Teile der Gesellschaft zu spalten, oder sogar physisch zu beseitigen; ein Ziel, das sich auch im Attentat auf Lambros Foundas zeigte. Patrouillierende Bullen, zu Fuß oder auf Motorrädern, Zivis, Riot-Cops, Cowboys; sie gewinnen Raum durch ihre Präsenz in jedem Bezirk, erinnern jeden und jede zu allen Gelegenheiten an ihre Rolle&#8230; Verhaftungen von DemonstrantInnen auf Grundlage manipulierter Beweise, wie im Verfahren gegen Marios Zervas und jene, die Solidarität mit ihm demonstrierten und seine Freilassung forderten; die Massenfestnahmen in Exarchia vor einigen Tagen als Trainings-Szenario für die frisch rekrutierten Machos; und jetzt vorgefertigte Anklagen zur Demütigung von sechs GenossInnen, die sich aktiv an der Intensivierung des sozialen Antagonismus beteiligten.<br />
Der staatliche Mechanismus der Repression erfüllt sich. Was sich in Griechenland auf den Weg macht, ist tatsächlich eine Kriminalisierung der Überzeugung. Der Innere Feind muss identifiziert, benannt und vom sozialen Körper isoliert werden, so dass er in kommenden Stürmen schneller und von der sogenannten »öffentlichen Meinung« unwidersprochen beseitigt werden kann.<br />
Was sie jedoch nicht verbergen können ist ihre Angst;<br />
die Angst vor uns in ihrem Weg.</p>
<p>FREIHEIT FÜR GIANNIS DIMITRAKIS. HÄNDE WEG VON M. SEISSIDIS, G. TSIRONIS.<br />
WIR WERDEN DEN ERMORDETEN LAMBROS FOUNDAS NICHT VERGESSEN.<br />
FREIHEIT FÜR DIE SOZIALEN KÄMPFERINNEN, DIE IM VERFAHREN GEGEN DEN »REVOLUTIONÄREN KAMPF« ANGEKLAGT WERDEN, UND ALLE GEFANGENEN, »GEISELN« DES STAATES.<br />
DAS RECHT IST AUF UNSERER SEITE.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>DIENSTAG 27. APRIL | 19 UHR IM NEW YORCK | BETHANIEN </strong></p>
<hr size="2" />
<h3 style="text-align: center;"><strong>Aufruf zu internationaler Solidarität<br />
mit dem inhaftierten Anarchisten Giannis Dimitrakis</strong></h3>
<p>In Anbetracht der Berufungsverhandlung am 28. April 2010, rufen wir zu solidarischen Aktionen allerorten auf.</p>
<p>Es ist schon mehr als vier Jahre her, seit dem Morgen des 16. Januar 2006, als der Anarchist Giannis Dimitrakis verhaftet wurde, schwer verletzt durch Schüsse der Polizei, nach einem Banküberfall auf eine Niederlassung der National Bank im Zentrum von Athen.</p>
<p>Seit dem ersten Moment an brach ein Sturm von konstruierten Informationen los, systematisch von der Polizei geliefert und bereitwillig von den Massenmedien verbreitet. Die Polizei konstruierte „die Diebesbande in schwarz“, so dass andere GenossInnen als MitgliederInnen benannt werden konnten, welchen eine Reihe von Banküberfällen aber auch eine enge Verbindung zu bewaffneten revolutionären Gruppen zugeschrieben wurde, und dann wurde proklamiert, dass die gesamte anarchistische- anti-autoritäre Bewegung sehr eng mit dem organisierten Verbrechen verknüpft sei!! Die Inhaftierung von Giannis, die Verleumdung und die Fahndung nach den drei mutmaßlichen Komplizen (welche später für astronomische Kopfgelder gesucht wurden) – vier Genossen, bekannt für ihre jahrelangen politischen Aktivitäten – zielte auf der einen Hand für ihre juristischen Vernichtung ab und auf der anderen der Verbreitung eines ganzheitlichen Planes zur Offenlegung der Bedeutung und der Kriminalisierung der AnarchistInnen, Anti-Autoritären und des Klassenkampfes.</p>
<p>Wegen seiner politischen Identität reagierte der Staat mit Wut ihm gegenüber, vom ersten Moment an. Parallel zum Höhepunkt der Schaffung von Missinformation und dem Abstempeln durch die Medien, versuchte der Staatsanwalt ihn in der Unfallstation, während er bettlägerig war und unter dem Einfluss von Pharmazeutika stand, zu verhören. Gegen ihn wurde auf Möglichkeiten des „Antiterror“-Gesetzes zurückgegriffen und dies mit sechs unaufgeklärten Banküberfällen, versuchten Totschlag und Geldwäsche angereichert. Er war wohl der erste, der im Malandrino Hochsicherheitsgefängnis in Untersuchungshaft gehalten wurde, welches dafür angedacht ist nur Verurteilte aufzunehmen; während Angriffe von Schließern, rachsüchtige Verlegungen und Disziplinarstrafen, das aufreibende Urteil des ersten Prozesses (der noch nie da gewesene Fall von 35 Jahren in einem Urteil wegen Banküberfall) und der provokative Entzug von Grundrechten während der Vorbereitung seiner Verteidigung vor den Berufungsgericht die unterdrückende Aggressivität gegen ihm weiterführte.</p>
<p>Unter diesen extremen Bedingungen verteidigten die Genossen von Anfang an ihre Entscheidung eine Bank zu enteignen, ohne Statements von Reue und mit Klarheit im Bezug auf ihre Motive und Intentionen. Er gab seinem Akt einen Sinn als ein Moment seiner Kritik und der Handlung gegen das System der Lohnsklaverei und der Ausbeutung, gegen die antisoziale Rolle der Banken und als ein Teil des vielgestaltigen sozialen Kampfes.</p>
<p>Darüber hinaus, in der erbärmlichen Realität der Knäste, stand er dynamisch und mit Würde von Anfang an. Er nahm an all den Gefangenenkämpfen der letzten Jahre in Griechenland teil. Teilnehmend an Hungerstreiks und der Enthaltsamkeit von Knastessen – trotz der permanenten gesundheitlichen Probleme aufgrund der Kugeln der Bullen – seine Solidarität für inhaftierte Genossen und Freunde zeigend und für die Bedingungen seines Überlebens und der Existenz unter der schwierigen Position der Gefangenschaft kämpfend. Zusammen mit anderen gefangenen Anti-Autoritären war er ein aufeinander einwirkender Kanal der Kommunikation mit den grandiosen Gefangenenbewegungen im Herbst 2008.</p>
<p>Wegen diesen Gründen – und weil Giannis Dimitrakis und die drei anderen gesuchten Anarchisten einige von uns sind, Genossen und Kämpfer in der Vielzahl der Kämpfe für die Freiheit &#8211; wird eine Vielzahl von solidarischen Aktionen und politischer Verteidigung für sie in vielen Städten in Griechenland losgelassen werden. Von Plakaten, Texten und Broschüren bis zu Flugblättern, Transparenten und Sprüchen an den Wänden und von den angreifenden Aktionen auf Banken, andere ökonomische Ziele oder Fahrzeuge der Regierung bis zu der massiven Präsenz von Personen auf den öffentlichen Veranstaltungen in den Amphitheatern, der Demonstration im Zentrum von Athen und den Demonstrationen an den Knästen von Malandrino, Koridallos, Neapolis und Alikarnasso, zeigen die AnarchistInnen und Anti-Autoritären klar den Weg, mit welchem sie auf die vom Staat als Geiseln gehaltene GenossInnen reagieren werden.</p>
<p>Die Berufungsverhandlung wird am 28. April stattfinden, wo die Entscheidung gegen unseren Genossen abgeschlossen sein wird. Vier Jahre nach seiner Verhaftung, vier Jahre nach dem Beginn dieses besonders repressiven Unternehmens, ein Jahr und einige Monate nach der Dezember-Revolte, wird der konstante und manische Versuch des Staates zu unterdrücken, die kämpfenden Personen zu marginalisieren und kriminalisieren mehr und mehr deutlich. Unsere Hauptwaffe gegen diese Taktik ist aktive Solidarität mit allen Mitteln.</p>
<p>Die Berufungsverhandlung von Giannis Dimitrakis ist sehr wichtig, für das rechtliche Schicksal seines Falles, sowie wie wir es zulassen wollen den staatlichen Manipulationen und Experimenten gegen uns zu gedeihen.</p>
<p>Angesichts der Berufungsverhandlung am 28. April 2010 rufen wir zu solidarischen Aktionen allerorten auf. Kollektive und GenossInnen organisieren Demonstrationen und Aktionen für Dienstag den 27. April, überall in Griechenland. Allerdings wäre es bedeutsam, wenn du auch Aktionen für den Tag (oder einen anderen) organisieren würdest in deiner Stadt oder deiner Region, zum Beispiel Demonstrationen vor den griechischen Botschaften oder Konsulaten. Viele dieser Aktionen würden eine besondere Nachricht der Solidarität senden und dies wäre sehr wichtig für uns.</p>
<p>Mit Grüßen unter GenossInnen</p>
<p>Assembly for Solidarity</p>
<p>(Athens)</p>
<hr size="2" />
<h3 style="text-align: center;"><strong>Solidarität mit Giannis Dimitrakis! &#8211; Eine Chronologie</strong><em></em></h3>
<p style="text-align: center;"><em>erschienen in der Entfesselt März-April 09</em></p>
<p style="text-align: center;">
<p>Der Anarchist Giannis Dimitrakis wurde am 16. Januar 06, nachdem er von Bullen angeschossen und schwer verletzt wurde, nach einem Bankraub festgenommen. Drei weitere Genossen schafften es zu entkommen. Der 29-jährige Giannis verbrachte mehrere Monate im Krankenhaus bevor er in den Knast nach Athen kam.<br />
Giannis war Objekt der hysterischen Medien als einer der „Notorischen Bankräuber in Schwarz“ (notorious gang of robbers in black). Er wurde außerdem wegen 7 weiteren Überfällen und sogar wegen Mord angeklagt. Diese Punkte wurden aber fallen gelassen. Seit seiner Festnahme gab es eine große Solidarität, Anarchisten demonstrierten, machten Soli-Plakate und Angriffe in Solidarität mit ihm.<br />
Am 21. März 2007 fand dann ein zweitägiges Soli-Event an der Universität von Athen mit Diskussionen, Video-Projektionen und einem Solikonzert statt. Die Universität wurde in Solidarität mit Giannis und anderen Gefangenen besetzt.<br />
Am 23. April 2007 brach ein Knast Aufstand in Malandrino aus, nachdem Giannis von Wachen angegriffen wurde. 200 Gefangene, bewaffnet mit Metallrohren und Steinen, kletterten auf die Dächer und leisteten dort 4 Tage ohne Verpflegung Widerstand. Ein Knast gebaut für 260 Gefangene belegt mit 440 in großer Hitze.<br />
In der Nacht demonstrierten 100 Anarchisten vor dem Haus des griechischen Präsidenten in Solidarität mit Giannis und allen Gefangenen im Aufstand. Dieser breitete sich auf weitere 10 Knäste in Griechenland aus, unterstützt von tausenden Anarchist_innen auf der Straße und vor allem vor den Knästen. Der Aufstand wurde vom Militär niedergeschlagen. Viele Gefangene wurden schwer verletzt. In der Zeit des Aufstandes gab Giannis auch ein Interview den Medien, die den besetzten Knast belagerten.<br />
Das Gerichtsverfahren in Giannis Fall startete Anfang Juli 2007. Es wurden extra Polizei-Einheiten ins Zentrum Athens postiert aus Angst vor Riots in Solidarität.<br />
Am 3. Juli wurde das griechische Kulturministerium mit Molotow-Cocktails und Steinen angegriffen, während Minister Voulgarakis im Gebäude war. Sein Auto wurde vor dem Haus zerstört. Die Bodyguards des Ministers schossen auf Genossen, diese konnten aber entkommen. Am nächsten Tag wurden Banken auf Zypern zerstört und angezündet. Es bekannte sich „a communist sect in solidarity to G. Dimitrakis.“<br />
In Athen wurden mehrere Regierungsgebäude mit Hammern entglast, Flugblätter und gesprühte Parolen, welche die Freiheit für Giannis fordern wurden hinterlassen.<br />
Am 4. Juli besetzten einige Anarchisten das Studio Radio Sport und spielten eine 15 min lange Solidaritäts CD für Giannis und andere Gefangene. Beim Verlassen des Studios werden 17 GenossInnen festgenommen aber später wieder frei gelassen.<br />
Am 5. Juli wurde die Bank, die von Giannis und seinen GenossInnen ausgeraubt wurde als Reaktion auf die massive Polizeipräsents angegriffen. Am selben Tag wurden weitere Banken zerstört und Solidaritätsflugblätter hinterlassen. Die nächsten Tage gab es weitere Soliaktionen in diesem Stil.<br />
Giannis Dimitratis wurde zu 25 Jahren verurteilt.<br />
Darauf folgten viele Soliaktionen überall, auch international. Giannis sitzt jetzt im Alikarnassos Knast auf Creta. Es geht ihm körperlich einigermaßen gut obwohl seine eine Seite nicht belastbar ist aufgrund seiner Schussverletzungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Schreibt Giannis:</strong><br />
<em>Giannis Dimitrakis<br />
Filakes Domokou<br />
Post Code 35010<br />
Fthiotida<br />
Greece</em></p>
<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/giannis-dimitrakis-1.jpg" rel="lightbox[2145]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2150" title="&quot;The bank robs you legitimately and likes it&quot;, &quot;Their wealth, our blood&quot;: Slogans spray painted outside a bank in Solonos Str, where anarchist Giannis Dimitrakis got arrested after an armed bank robbery, the same bank was burnt down by anarchists-anti-authoritarians." src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/giannis-dimitrakis-1.jpg" alt="" width="500" height="452" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>We&#8217;re still here! Solidaritäts-Tag mit dem schwedischen anarchistischen Gefangenen Jonatan und allen kämpfenden Gefangenen!</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/were-still-here-solidaritats-tag-mit-dem-schwedischen-anarchistischen-gefangenen-jonatan</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 09:38:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 29. April, Jonatans Geburtstag, nach der Repression der letzten Monate (gegen Jonatan wurde ein Verfahren im Knast eingeleitet da er für Unruhe gesorgt haben soll. Daraufhin saß er für mehrere Wochen in Isolationshaft und wurde später in einen Knast mit höherer Sicherheitsstufe verlegt.), wird es einen Tag in Solidarität mit Jonatan und allen kämpfenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/jonatan-solidarität.jpg" rel="lightbox[2139]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/jonatan-solidarität-700x179.jpg" alt="" title="We&#039;re still here! Solidaritäts-Tag mit dem schwedischen anarchistischen Gefangenen Jonatan und allen kämpfenden Gefangenen!" width="600" height="154" class="alignright size-large wp-image-2140" /></a>Am 29. April, Jonatans Geburtstag, nach der Repression der letzten Monate (gegen Jonatan wurde ein Verfahren im Knast eingeleitet da er für Unruhe gesorgt haben soll. Daraufhin saß er für mehrere Wochen in Isolationshaft und wurde später in einen Knast mit höherer Sicherheitsstufe verlegt.), wird es einen Tag in Solidarität mit Jonatan und allen kämpfenden Gefangenen geben. Für all die, die weltweit Widerstand gegen Repression und Isolation leisten und für Freiheit kämpfen!<br />
Schickt Geburtstagsgeschenke, Briefe, Karten, Bilder und greift die Knastgesellschaft an!</p>
<p><em>Jonatan Strandberg<br />
KVA Hällby<br />
Box 100<br />
64045 Kvicksund<br />
Sweden</em></p>
<p>Weitere Infos über Jonatan und den Grund seiner Inhaftierung:<br />
<em><a href="http://againstthewaiting.blogsport.de">againstthewaiting.blogsport.de</a></em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Berichte zum Wochenende in Aachen, Rheinbach und Köln</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/bericht-koeln-wochenende</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 20:47:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionstag]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Meyer-Falk]]></category>
		<category><![CDATA[Aachen]]></category>
		<category><![CDATA[Aachen 2]]></category>
		<category><![CDATA[Gabriel Pombo Da Silva]]></category>
		<category><![CDATA[José Delgado]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinbach]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein erster Bericht zu den Kundgebungen vor den Knästen in Aachen und Rheinbach wurde bei indymedia am Samstag Abend veröffentlicht, diesen dokumentieren wir hier, sowie die verlesenen Grußworte von Thomas Meyer-Falk. Weitere Berichte und Auswertungen werden folgen. Fotos gibt es bereits weiter unten. Die Grußworte von Thomas Meyer-Falk an die Demo: &#8220;Herzliche und kämpferische Grüße [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-3-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-3" title="koln-wochenende-3" width="250" height="187" class="alignright size-medium wp-image-1240" /><em>Ein erster Bericht zu den <a href="http://www.abc-berlin.net/solidaritaet-mit-den-gefangenen-kundgebung-vor-den-knaesten-in-aachen-und-rheinbach-und-diskussionsveranstaltung-in-koeln-am-26-september" target="_blank">Kundgebungen vor den Knästen in Aachen und Rheinbach</a> wurde bei <a href="http://de.indymedia.org/2009/09/261980.shtml" target="_blank">indymedia</a> am Samstag Abend veröffentlicht, diesen dokumentieren wir hier, sowie die verlesenen Grußworte von Thomas Meyer-Falk. Weitere Berichte und Auswertungen werden folgen. Fotos gibt es bereits weiter unten.</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<hr SIZE=2>
<p>Die Grußworte von Thomas Meyer-Falk an die Demo:</p>
<p>&#8220;Herzliche und kämpferische Grüße aus dem Bruchsaler Gefängnis an Euch, die ihr hier zu der Demo gekommen seid. Knast zerstört! Knast zerstört Menschen, Familien und letztlich auch gesellschaftliche Strukturen, denn Knast ist destruktiv! Und deshalb ist es so wichtig für die Abschaffung von Gefängnissen zu demonstrieren und zu streiten.</p>
<p>Aber es ist meiner Ansicht nach auch wichtig die gesellschaftliche Funktion der Knäste zu berücksichtigen; das heißt Knäste sind Symptom und nicht Ursache einer deformierten Gesellschaft. Wer also für eine Abschaffung von Haftanstalten kämpft, legt zwangsläufig die Axt an das herrschende System.</p>
<p>Seit einigen Jahren gibt es in Deutschland eine immer größer werdende Bewegung, die über konkrete Einzelfallhilfe hinaus die Strukturen in den Blick nimmt und mit Gefangenen zusammen für eine Gesellschaft ohne Knäste kämpft. Und die Demonstration hier und heute ist eine Aktionsform in diesem Kampf!</p>
<p>Mit meinem Herzen und in Gedanken bin ich heute bei Euch!<br />
Für eine Gesellschaft ohne Knäste!&#8221;</p>
<p>Thomas Meyer-Falk<br />
<span id="more-1223"></span></p>
<hr SIZE=2>
<p>+++ Solidaritäts-Demos/Kundgebungen in Aachen und Rheinbach für alle (kämpfenden) Gefangenen +++ ca. 40 Knastgegner_innen in Aachen +++ Sichtkontakt mit Gefangenen +++</p>
<p>Heute, am 26.9.2009, versammelten sich mehr als 40 Menschen, um den Inhaftierten der JVA Aachen und dem Gefängnis in Rheinbach ihre Solidarität zu zeigen und die aktuellen Herrschaftsverhältnisse, die für das Knastsystem verantwortlich sind, in Frage zu stellen und kritisch anzugreifen.<br />
Aufgrund der Tatsache, dass die_der Autor_in lediglich der Demo in Aachen beiwohnte, wird hier nicht auf die Ereignisse in Rheinbach eingegangen. Alle, die dort waren, können natürlich gerne den Artikel ergänzen.</p>
<p>Gegen 11 Uhr begann sich der bunt gemischte Haufen aus Anarchist_innen, Menschen aus Anti-Repressions-Zusammenhängen und anderen herrschaftskritischen Personen bei strahlendem Sonnenschein auf dem Besucher_innenparkplatz der JVA Aachen zu sammeln. Die vom Lautsprecherwagen abgespielte Musik leistete ihren Beitrag zur allgemein entspannten Stimmung.<br />
Die Auftaktkundgebung begann mit einer Rede, in der eine klare Position gegen Strafe und für eine andere Gesellschaft ohne Knäste herausgestellt wurde.<br />
Daraufhin zogen die Knastgegner_innen in einer kleinen Demonstration, während derer mit Trillerpfeifen, Metallgegenständen und Tröten einiger Lärm gemacht wurde, der einige Gefangene ans Fenster lockte, zum Haupteingang des Gefängnisses. Auf der dort stattfindenden Zwischenkundgebung wurde ein Grußbrief des Gefangenen Thomas Meyer-Falk verlesen, der momentan in der JVA Bruchsal gefangen ist. (Nähere Informationen zu Thomas sind zu finden unter  <a href="http://www.freedom-for-thomas.de/thomas/index.shtml" target="_blank">www.freedom-for-thomas.de</a>)</p>
<p>Daraufhin ging die Demonstration zurück in Richtung Besucher_innenparkplatz und zog an diesem vorbei über die Krefelder Straße auf den Eulersweg. Die vorbeifahrenden Autofahrer_innen wurden mit Transparenten mit Aufschriften wie &#8220;Solidarität mit allen kämpfenden Gefangenen&#8221; oder &#8220;Für eine Gesellschaft ohne Knäste&#8221; auf das Anliegen der Demoteilnehmer_innen aufmerksam gemacht. Auf dem Eulersweg machte die Demonstration an einem Hintereingang der JVA halt. Der Dort gehaltene Redebeitrag kann auf der Internetseite des Anarchist Black Cross Berlin nachgelesen werden (<a href="http://www.abc-berlin.net/solidaritaet-mit-den-gefangenen-kundgebung-vor-den-knaesten-in-aachen-und-rheinbach-und-diskussionsveranstaltung-in-koeln-am-26-september" target="_blank">www.abc-berlin.net</a>).</p>
<p>Die laute Musik und Bambule der Knastgegner_innen brachte auch hier die in Sichtweite befindlichen Gefangenen ans Fenster. Das Winken und die gerufenen Parolen der Leute &#8220;draußen&#8221; wurden von den Leuten &#8220;drinnen&#8221; mit Winken und Lichtreflexionen durch Spiegel beantwortet. Nachdem die Signale der Gefangenen aufgehört hatten (vermutlich wurden sie von den Schließer_innen aus ihren Zellen geholt), löste sich die Demonstration auf.</p>
<p>Ein Großteil der Teilnehmer_innen machte sich daraufhin auf den Weg nach Rheinbach, wo um 14 Uhr ebenfalls eine Solidaritätskundgebung stattfand. Wie bereits erwähnt, hat die_der Autor_in daran nicht teilgenommen und kann somit nix darüber berichten. Um Ergänzungen wird gebeten.</p>
<p>Alles in allem lässt sich der Tag (zumindest in Aachen) eher positiv als negativ bewerten. Denn den Gefangenen wurde gezeigt, dass sie nicht alleine sind, dass Menschen mit ihnen solidarisch sind, dass nicht alle in dieser Gesellschaft das System von Strafe und Wegsperren unterstützen.</p>
<p>Ein herzlicher Gruß geht hiermit an die Gefangenen, die unsere Solidaritätsaktion beantwortet haben, aber selbstverständlich auch an alle anderen, die uns entweder nicht gehört haben oder nicht antworten konnten. Hoffentlich hat Euch unsere Aktion Mut gemacht, (weiter) zu kämpfen.</p>
<p>Für eine Gesellschaft, in der es keine Knäste braucht!<br />
Freiheit für alle! </p>
<hr SIZE=2>
<p><center><br />
<img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-1-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-1" title="koln-wochenende-1" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1237" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-2-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-2" title="koln-wochenende-2" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1239" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-4-187x250.jpg" alt="koln-wochenende-4" title="koln-wochenende-4" width="187" height="250" class="alignnone size-medium wp-image-1241" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-5-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-5" title="koln-wochenende-5" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1242" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-6-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-6" title="koln-wochenende-6" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1243" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-7-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-7" title="koln-wochenende-7" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1244" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-8-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-8" title="koln-wochenende-8" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1245" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-9-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-9" title="koln-wochenende-9" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1246" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-10-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-10" title="koln-wochenende-10" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1247" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-11-187x250.jpg" alt="koln-wochenende-11" title="koln-wochenende-11" width="187" height="250" class="alignnone size-medium wp-image-1248" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-12-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-12" title="koln-wochenende-12" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1249" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-13-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-13" title="koln-wochenende-13" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1250" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-14-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-14" title="koln-wochenende-14" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1251" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-15-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-15" title="koln-wochenende-15" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1252" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/koln-wochenende-16-250x187.jpg" alt="koln-wochenende-16" title="koln-wochenende-16" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-1253" /></p>
<p></center></p>
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		<title>Antiknasttage in Wien vom 02. bis 04. Oktober 2009</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/antiknasttage-in-wien</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 13:25:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionstag]]></category>
		<category><![CDATA[AntiKnastWochenende]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Knast-Wochenende]]></category>
		<category><![CDATA[Knastgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Am ersten Oktober-Wochenende, vom Freitag den 02.10 bis Sonntag 04.10 2009, finden Veranstaltungen und Diskussionen rund um das Thema Gefängnisse und deren Abschaffung im Amerlinghaus, Wien, statt. (Stiftgasse 8, 1070 Wien). Die Problematik und Drohung der Gefängnisse für alle Menschen ist eng mit den Realitäten dieser Gesellschaft verbunden. Unser Ziel ist es nicht, dass nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Am ersten Oktober-Wochenende, vom Freitag den 02.10 bis Sonntag 04.10 2009, finden Veranstaltungen und Diskussionen rund um das Thema Gefängnisse und deren Abschaffung im Amerlinghaus, Wien, statt. (Stiftgasse 8, 1070 Wien).</em></p>
<p>Die Problematik und Drohung der Gefängnisse für alle Menschen ist eng mit den Realitäten dieser Gesellschaft verbunden.</p>
<p>Unser Ziel ist es nicht, dass nur die Gefängnisse abgeschafft werden. Eine herrschende Gesellschaft, kann auch so umgestaltet werden, dass sie ohne die Strafanstalten funktionieren könnte. Die herrschende Gesellschaft, soll als ganze abgeschafft werden. Bis zum letzten Stein.</p>
<p>Gesetze, PolitikerInnen, RichterInnen, Polizei, AnwältInnen, Ärzte SozialarbeiterInnen, LehrerInnen, KapitalistInnen, Psychologen&#8230; sie alle deuten und realisieren die Moral dieser Gesellschaft. Alle Menschen kennen die Regeln der Gesellschaft. Schule, Lohnarbeit und Tod. Es sind keine abstrakten Werte, alle Menschen reproduzieren sie tagtäglich mit jedem Atemzug.<br />
<span id="more-1213"></span><br />
Es gibt keine andere Möglichkeit zu dieser Welt, als sich der herrschenden Ordnung zu unterwerfen und zu dienen. Um dies auch sicherzustellen braucht die Gesellsch die Gefängnisse das Damoklesschwert welches über all unsere Köpfe schwenkt.<br />
Gefängnisse stehen nicht nur als Symbol dafür, dass wir uns vor uns selber schützen, sondern auch für das Bild einer vermeintlich sicheren Gesellschaft Die Sicherheit der Demokratie, des Kapitalismus ist die Unterdrückung der Menschen.<br />
Die Gefängnisse stehen als die größte Strafe, die Isolation und der Abstoß aus der Gesellschaft, für jene die sich wehren oder einfach nicht das vorbestimmte Leben der Lohnarbeit Leben wollen.<br />
Solche Menschen gelten in der allgemeingültigen gesellschaftlich akzeptierten Sprache als Vagabunden, Junkies, Kriminelle, Ausländer&#8230;<br />
Aber nicht nur sie werden bestraft, sondern auch all jene die die Bahnen der Gesetze nicht folgen.<br />
So gesehen, sind wir alle gleich vor dem Gesetz. Die Realität zeigt immer wieder das Gegenteil. Es sind die proletarischen, wenig begünstigten Klassen und jene RebellInnen das Kanonenfutter für die Gefängnisbevölkerung.<br />
Es ist die eigene Gesellschaft die jene Menschen reproduziert und herstellt die große „Chancen“ haben, um auch in den Gefängnis zu landen.</p>
<p>Gruppen und Individuen die sich mit diesem Thema beschäftigen, werden über ihre Erfahrungen darüber reden. Über den Kampf gegen die Gefängnisse, welche eine tragende Säule dieser Gesellschaft sind.<br />
Die Unterstützung an Menschen findet auf vielen Ebenen statt. Sei es eine finanzielle Hilfe, Besuche abstatten, Briefkontakt, Solidarität auf allen Ebenen&#8230; und die weitergehende Agitation gegen die Gefängnisgesellschaft in der alle Menschen Gefangene sind.<br />
Wichtig ist uns die Aufhebung der Trennung zwischen sozialen und politischen Gefangenen. Es gibt nicht bessere oder schlechtere Gefangene. Alle Gefangenen sind zu gleichem Maße aus sozialen und politischen Gründen inhaftiert. Sei es wie oben genannt, um aus der alltäglichen kapitalistischen Barbarei zu fliehen, diese anzugreifen, oder sie ausnützen.</p>
<p>Immer wieder kommt aber die Frage: „Was machen wir mit den Faschisten, Vergewaltiger, Kinderschändern, Verrückten&#8230;?“<br />
Alle Menschen sind beeinflusst durch diese Gesellschaft und sind nicht ohne Gründe zu dem geworden was sie sind.<br />
Egal ob aus den Augen der Gesellschaft diese Individuen gescheitert oder erfolgreich sind, bewegen wir uns alle auf den gelegten Schienen dieser Gesellschaft. Daher kann eine gefängnislose Gesellschaft auch nicht ohne dem Hintergrund einer befreiten Gesellschaft gesehen werden, bzw. funktionieren.</p>
<p><em>Folgende Gruppen aus Deutschland und Österreich haben sich angekündigt:</em></p>
<p>-Die Solidaritätsgruppe Dresden zu der Lage der Repression gegen Menschen während den Anti-Nato Protesten in Straßburg (Frankreich).<br />
-Die syndikalistische Zeitschrift „die soziale Hängematte“ zur Repression gegen AnarchosyndikalistInnen und AnarchistInnen in Serbien.<br />
-Das Autonome Knast Projekt aus Köln zu der Lage in den deutschen Gefängnissen.<br />
-Die Anarchist Black Cross Gruppe aus Wien zu der Lage in den österreichischen Gefängnissen.</p>
<p>Anfangen wird alles jedoch am Freitag um 18:00 Uhr im Amerlinghaus mit einer Diskussion/Einführung zu einem kollektivem Verständnis gegen diese Gefängnisgesellschaft. Denn für viele Menschen ist dies weiterhin ein großes Enigma.<br />
Samstag ab 11:00 – 19:00<br />
Sonntag ab 12:00</p>
<p>Die Auseinandersetzung zu Antiknast ist ein Privileg innerhalb der<br />
Anarchistisch/Kommunistischen Bewegung und dies ist eine große Hürde für uns. Denn betroffen zu Repression und Gefängnis sind in der Realität meistens<br />
Menschen außerhalb dieser Bewegungen. Dies ist ein wichtiger Punkt wo<br />
Selbstkritik angesetzt werden kann.</p>
<p>Es wird Infotische, Essen und Getränke geben.</p>
<p>Für alle möglichen Fragen und Anfragen wegen Schlafplätzen für Menschen außerhalb aus Wien, bitte melden an: anti.knast@gmx.at</p>
<p>Gegen Staat, Kapitalismus und Patriarchat.</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-1214" title="antiknasttage-wien" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/antiknasttage-wien-494x700.jpg" alt="antiknasttage-wien" width="494" height="700" /></p>
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		<title>Solidarität mit den Gefangenen! Kundgebung vor den Knästen in Aachen und Rheinbach und Diskussionsveranstaltung in Köln am 26. September</title>
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		<comments>http://www.abc-berlin.net/solidaritaet-mit-den-gefangenen-kundgebung-vor-den-knaesten-in-aachen-und-rheinbach-und-diskussionsveranstaltung-in-koeln-am-26-september#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 09:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionstag]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>
		<category><![CDATA[Aachen]]></category>
		<category><![CDATA[Aachen 2]]></category>
		<category><![CDATA[Gabriel Pombo Da Silva]]></category>
		<category><![CDATA[José Delgado]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinbach]]></category>

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		<description><![CDATA[Für den 26. September werden vor den Knästen in Aachen und Rheinbach solidarische Kundgebungen organisiert. Am Abend wird in Köln eine Diskussionsveranstaltung stattfinden. Alle weiteren Infos sind in den zwei Aufrufen zu finden, einer von ABC Berlin, ABC Orkan und ABC hooded crow und der von AKP Köln. Bei Fragen meldet euch bei uns. Solidarität [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/knastkundgebungen_260909-106x150.jpg" alt="knastkundgebungen_260909" title="knastkundgebungen_260909" width="106" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1202" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/08/knastkundgebungen-260909_2-150x106.jpg" alt="knastkundgebungen-260909_2" title="knastkundgebungen-260909_2" width="150" height="106" class="alignright size-thumbnail wp-image-1137" /><em>Für den 26. September werden vor den Knästen in Aachen und Rheinbach solidarische Kundgebungen organisiert. Am Abend wird in Köln eine Diskussionsveranstaltung stattfinden. Alle weiteren Infos sind in den zwei Aufrufen zu finden, einer von ABC Berlin, ABC Orkan und ABC hooded crow und der von AKP Köln.<br />
Bei Fragen meldet euch bei uns.</em></p>
<hr SIZE=2>
<strong>Solidarität mit den Gefangenen! Kundgebung vor den Knästen in Aachen und Rheinbach und Diskussionsveranstaltung in Köln am 26. September</strong><br />
Knäste und die damit zusammenhängenden Repressions- und Unterdrückungsmechanismen stellen für viele immer noch ein Thema dar, mit welchem sich lieber nicht beschäftigt wird und es werden keine Gedanken über die Sinnhaftigkeit und Funktion von Knästen verschwendet. Außerdem besteht die Denkweise, dass diejenigen, die in den Knästen eingesperrt werden, dort schon zu Recht sitzen würden und es auch verdienen &#8211; sonst wären sie dort ja nicht gelandet. Aber sie sind Gefangene dieses Systems, des kapitalistischen Systems. Unzählige Gefangene sitzen in Deutschen Knästen, weil sie im Supermarkt geklaut haben, sei es durch eine gewisse Notwendigkeit (bsw. Armut) oder einfach nur aus dem Bedürfnis heraus sich auch mal was gönnen zu wollen, weil sie &#8220;Schwarz&#8221; gefahren sind oder wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtmG.).<span id="more-1119"></span><br />
Der Knast hat die Aufgabe die Gesellschaft in „gute&#8221; und „schlechte&#8221; BürgerInnen zu spalten, in diejenigen, die sich an die von den Herrschenden vorgegebenen Gesetze und Regeln halten und die andere, die der Gesellschaft und den aufoktuiertem Zusammenleben schädlich sind. Um zu strafen und abzuschrecken gibt es eine Vielzahl von Unterdrückungsmechanismen, an welcher Spitze der Knast steht. Dazu werden immer neue Gesetze und ausgefeiltere Methoden der Überwachung erzeugt, welche zusätzlich ein Klima der Angst erzeugen, welches es ermöglicht die Disziplinierung, Unterdrückung und Kontrolle der Gesellschaft voranzutreiben, was lediglich zur Festigung der Macht von denjenigen dient, die sie inne haben. Die Rechtfertigung dafür wird durch die Hetze von Medien und PolitikerInnen aufgrund einer vermeintlichen Bedrohung der Gesellschaft durch TerroristInnen geschaffen. Indem aber Menschen in Knäste gesperrt werden, wird nur von den wahren Kriminellen und TerroristInnenen abgelenkt – die die an der Macht sind und uns tagtäglich unsere Freiheit und Leben nehmen. Diejenigen, die dieses System der Ausbeutung und Unterdrückung aufrecht erhalten und unterstützen.</p>
<p>Wir erklären uns solidarisch mit den Inhaftierten, was aber nicht bedeutet, dass wir jedes Mal 100prozentig mit ihren Aktionen, Positionen, Analysen einverstanden sein müssen. Solidarität heisst für uns, ihnen Unterstützung zu geben, weil sie gegen dieses System und diese Gesellschaft kämpfen und eine ähnliche gesellschaftliche Utopie wie wir haben/einfordern. Allerdings scheinen uns die Gründe für dieses oftmals unsolidarisches Verhalten &#8211; hier in Deutschland &#8211; leider ziemlich klar zu sein: hier fehlt einfach eine Bewegung, welche die Abschaffung aller Knäste und Zwangsanstalten und darüber hinaus die Freilassung aller Gefangenen, und nicht nur der &#8220;politischen&#8221;, fordert. Wenn wir uns die Arbeit in politischen Gruppen und im Speziellen die Antirepressionsarbeit anschauen, stellen wir immer wieder fest, dass eine allgemeine Kritik an dem ganzen Strafsystem, an der Justiz, an den Knästen fehlt. Dieses Verhalten wollen wir versuchen zu durchbrechen am 26. September, in dem wir vor den Knästen in Aachen und Rheinbach Kundgebungen abhalten und am Abend in Köln eine Diskussionsveranstaltung veranstalten werden.</p>
<p>Wir werden die Kundgebungen speziell vor den Knästen in Aachen und Rheinbach abhalten, dort werden unsere Freunde und Weggefährten, die beiden spanischen Anarchisten José Fernandez Delgado und Gabriel Pombo da Silva, von den barbarischen Klauen des unmenschlichen Knastsystems festgehalten. Beide haben es geschafft aus der isolierenden und folternden Gewalt der Knästen in Spanien zu fliehen, mit welcher sie über 20 Jahren lang konfrontiert waren, ein Großteil der Zeit davon im FIES-Isolationssystem, weil sie die Freiheit lieben und sich die ganzen Jahre danach gesehnt haben.<br />
Seit fünf Jahren sind sie in Deutschland inhaftiert, weil sie sich am 28. Juni 2004, zusammen mit Bart de Geeter und Gabriels Schwester Begonia, einer Polizeikontrolle in Aachen widersetzt haben, in der Folge es zu einer kurzzeitigen Geiselnahme kam. Für sie gab es in diesem Moment keine andere Möglichkeit als so zu handeln, angesichts der Tatsache von vielen weiteren Jahren hinter grauen Mauern. Am 28. September 2005 wurde José zu 14 Jahren, Gabriel zu 13 Jahren verurteilt. Die solidarischen Aktionen und Handlungen von Seiten der „deutschen Linken“ liessen ,und lassen immer noch, sehr zu Wünschen übrig, es wurde sich lieber von der ganzen Geschichte distanziert, da mensch nichts mit „Kriminellen“ und „Geiselnehmern“ zu tun haben wollte. Das ganze natürlich ohne auch nur einen Blick auf die Hintergründe und das was vorher passiert zu werfen und dass sie sich ebenso im Kampf gegen Repression und Gefängnisse, gegen Armut und Ausbeutung, gegen Ausgrenzung und Verfremdung befinden.<br />
Unsere Solidarität an diesem Tag, dem 26. September, gilt nicht nur ihnen, sondern allen kämpfenden Gefangenen und denen, die unter der schweren Last des Weggesperrtseins zu leiden haben.</p>
<p><em>Treffpunkt für die Kundgebungen ist in Aachen in der Krefelder Straße 251 um 11.00 Uhr, in Rheinbach in der Aachener Straße 47 um 14.30 Uhr.<br />
Ab Köln 10.00 Uhr, vor LC 36, wer kann, bitte Auto mitbringen!</p>
<p>Die Diskussionsveranstaltung wird in Köln in der Ludolf-Camphausen-Str.36 (LC) ab 19.00 Uhr stattfinden.</em></p>
<p>Für eine Gesellschaft, in der es keine Knäste braucht!<br />
Freiheit für alle!</p>
<hr SIZE=2>
<p><strong>Gegen die Mauern!</strong><br />
Am Samstag, 26.09. ist Anti-Knast-Aktionstag in NRW, genauer an den Knästen in Aachen und Rheinbach. &#8220;Autonomes Knastprojekt&#8221; aus Köln ruft dazu auf. Die beiden Knäste sind Langzeitknäste in dieser Region. Früher waren die meisten Gefangenen, die Kontakt zum AKP suchten, in Rheinbach. Von daher gab es auch viel Zusammenarbeit zwischen drinnen und draußen, einschließlich Knastkundgebungen und Öffentlichkeitsaktionen derer, die sich draußen bewegen konnten. Aber als fast alle Rheinbacher in den damaligen Neubau nach Aachen verlegt wurden, schwand diese Tradition. Die Kölner/innen bedauern, schon lange keine Knastkundgebungen mehr zustande bekommen zu haben, weil die Begeisterung vor Knästen zu demonstrieren nicht sehr groß ist. Auch, weil nicht mehr so viele Nachrichten nach draußen gelangen, die spezielle Anlässe der Mobilisierung sein könnten.</p>
<p>Diese lokale Schwäche kann aber ausgeglichen werden, weil sich auch Genoss/inn/en aus größerer Entfernung für diese beiden Knäste interessieren und die Kundgebungen mit angeregt haben. Es sind solche, die sich grundsätzlich gegen Knast engagieren, die aber auch zwei Genossen grüßen möchten, zu denen sie Kontakt haben bzw. die sie mit einem Zeichen der Solidarität unterstützen möchten. Es handelt sich um Gabriel Pombo da Silva und José Fernandez Delgado, zwei spanische Anarchisten, die seit Mitte 2004 in den Klauen der deutschen Justiz sind. Zuvor waren sie jeweils lange in spanischen Knästen und, weil sie dort Widerstand leisteten, schon dort, wie jetzt auch in Deutschland, unter repressiver Sonderbehandlung. Das Knastsystem in Spanien hat beide politisch radikalisiert. Als Reaktion auf den enormen Druck, der auf sie ausgeübt wurde. Aber auch als Folge der Rebellionen, bei denen in einigen spanischen Knästen eine Mehrzahl von Gefangenen zusammen handelte. Hier in Deutschland oder überhaupt in der jetzigen Zeit ist die Repression nicht geringer, doch sie schafft es, Gefangene noch besser zu vereinzeln. Aber Gabriel und José beteiligen sich auch hier an Aktionen der Verteidigung von Gefangeneninteressen und Menschenrechten, so weit es ihre Isolationsbedingungen zulassen und so weit sie von speziellen Anlässen und Zusammenschlüssen Kenntnis haben.</p>
<p>Also: 26.9. Knastkundgebungen in Aachen, Krefelder Straße 251, 11 Uhr und Rheinbach, Aachener Straße 47, ca. 14 Uhr (schätzungsweise eher 14.30)<br />
- in Solidarität mit allen Gefangenen, die nicht nach oben buckeln und nach unten treten,<br />
- in Solidarität mit allen Gefangenen, die besonderem Druck ausgesetzt sind, weil sie sich dem Knastsystem nicht widerstandslos unterwerfen<br />
- gegen alle Sonderisolation<br />
- in der langfristigen Perspektive für Gesellschaft ohne Knäste, ohne Repression, ohne Privilegien und ohne Herrschaft.</p>
<p>Am Abend des gleichen Tages ist noch eine Anti-Knast-Veranstaltung in Köln vorgesehen.<br />
Ort: Unicum, (Alte Mensa) Universitätsstraße 15 , Köln, Zeit: 18 Uhr<br />
Wie die ablaufen soll, ist noch nicht ganz klar. Die Fragestellungen sind bisher:<br />
Können wir breite Bündnisse gegen das Repressionssystem entwickeln?<br />
Können die Forderungen:<br />
- Kein Knast für Schwarzfahrer und Eierdiebe (inkl. der entsprechenden &#8220;innen&#8221;) und<br />
- Aufhebung der Trakte und Sonderisolationseinrichtungen<br />
- Keine Sicherungsverwahrung für Eigentumsdelikte Ausgangspunkte solcher Bündnisse sein?<br />
Immer unter der Voraussetzung, dass wir Initiator/inn/en Knast und Sicherungsverwahrung grundsätzlich ablehnen. Oder sind solche Teilforderungen Verrat an unseren langfristigen Zielen?</p>
<p>Die Veranstaltung soll Teil der Auseinandersetzung sein zwischen Aktivist/inn/en aus verschiedenen Städten, die einen Schwerpunkt auf Anti-Knast-Engagement legen, aber offen für Aktive aus anderen Bewegungen. Die Frage, wann Reformismus beginnt und welche konkreten Schritte vorwärts führen können zu radikaleren Veränderungen, betrifft alle Bewegungen. Und unser ganzes Gesellschaftssystem enthält viele Knaststrukturen, ist geprägt von Repressionen und Ausgrenzungen. Das geht alle an. Zudem sollte Knast als Spitze des Eisberges wieder stärker in den Blickpunkt der Bewegungen gelangen. Damit es wieder mehr praktische Zusammenarbeit zwischen drinnen und draußen gibt. Damit wir in gemeinsamer Zielsetzung gegen die Strukturen des herrschenden Systems angehen können.</p>
<p>Konkrete Nachfragen: AKP Köln, Kalk-Mülheimer Str.210, 51103 Köln<br />
Tel: 0221 3318716</p>
<hr SIZE=2>
<p><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/knastkundgebungen_260909-495x700.jpg" alt="knastkundgebungen_260909" title="knastkundgebungen_260909" width="495" height="700" class="aligncenter size-large wp-image-1202" /></p>
<p><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/08/knastkundgebungen-260909_2-700x494.jpg" alt="knastkundgebungen-260909_2" title="knastkundgebungen-260909_2" width="700" height="494" class="aligncenter size-large wp-image-1137" /></p>
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		<title>Thodoris Iliopoulos im Hungerstreik &#8212;&gt; Aktionstag am 24. August</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/thodoris-iliopoulos-befindet-sich-im-hungerstreik</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 23:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionstag]]></category>
		<category><![CDATA[Gefangene]]></category>
		<category><![CDATA[Hungerstreik]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Thodoros Iliopoulos]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit dem 18. Dezember 2008 sitzt Thodoris Iliopoulos im Knast in Athen, seit dem 10. Juli befindet er sich im Hungerstreik, um seine Entlassung zu erreichen. Momentan weigert sich der Knast ihn in ein Krankenhaus zu verlegen und es sieht so aus, als wäre er im Moment dem Tod näher als dem Leben. Die Erklärung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/08/thodoris_1-101x150.jpg" alt="thodoris_1" title="thodoris_1" width="101" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1111" /><em>Seit dem 18. Dezember 2008 sitzt Thodoris Iliopoulos im Knast in Athen, seit dem 10. Juli befindet er sich im Hungerstreik, um seine Entlassung zu erreichen. Momentan weigert sich der Knast ihn in ein Krankenhaus zu verlegen und es sieht so aus, als wäre er im Moment dem Tod näher als dem Leben.<br />
Die Erklärung zum Beginn des Hungerstreiks und weitere Infos gibt es in dem von uns am 21. Juli veröffentlichten <a href="/thodoris-iliopoulos-im-hungerstreik-in-griechenland">Artikel</a>.</em><br />
<em><br />
</em></p>
<hr SIZE=2>
<p><strong>Aufruf für einen internationalen Aktionstag für Thodoris Iliopoulos am Montag, 24. August</strong></p>
<p>Die Solidaritätsinitiative für Thodoris hat folgenden Aufruf veröffentlicht. Am Aktionstag wird Thodoris am 45. Tag im Hungerstreik sein, seine Situation ist sehr kritisch. Der Kampf geht weiter.</p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>Solidaritätsinitiative für Thodoris Iliopoulos</strong></p>
<p><strong>Aufruf für einen Aktionstag für die sofortige Entlassung von Thodoris Iliopoulos, im Hungerstreik seit dem 10. Juli</strong></p>
<p>Wir rufen alle solidarischen Gruppen auf, um ihre Aktionen &#8211; Propaganda, Infoaktionen, Treffen &#8211; zu koordinieren, die auf die sofortige Entlassung von Thodoris abzielen. Aus diesem Grund haben wir Montag, den 24. August um 20:00 Uhr als den Tag und die Uhrzeit festgelegt, zu welcher wir alle unsere Stimmen und unsere Stärke zusammentun werden, um die sofortige Entlassung des hungerstreikenden Thodoris Iliopoulos einzufordern.</p>
<p>Als Teil dieser Aktion organisiert die Solidaritätsinitiative für Thodoris Iliopoulos ein Solidaritätskonzert an der Propylaea in Athen am Montag, 24. August um 20:00 Uhr.</p>
<p>Im Kampf für seine Verteidigung und seine Entlassung, unsere Unterstützung ist Thodoris&#8217; Atem.</p>
<p>Lasst seine Stimme überall auf der Welt ungehört!</p>
<p><span id="more-1055"></span></p>
<hr SIZE=2>
<p><strong>Thodoris Iliopoulos gestern im Athener Attikon-Krankenhaus untersucht</strong></p>
<p>Der inhaftierte griechische Aktivist Thodoris Iliopoulos, seit 43 Tagen im Hungerstreik, wurde gestern erstmals in eine Klinik außerhalb des Athener Koridalos-Gefängnisses gebracht. Trotz der Zusicherung am gestrigen Morgen, er werde in eine reguläre Klinik verlegt, sei jedoch sein Aufenthalt in der Attikon-Klinik nur vorübergehend gewesen, berichtete die Solidaritätsinitiative für seine Freilassung am Donnerstag.</p>
<p>Im Tagesverlauf habe man den 31-Jährigen wieder bei glühender Hitze in einem gepanzerten Polizeifahrzeug in das Gefängniskrankenhaus zurückeskortiert, hieß es. Hingegen hatte der untersuchende Arzt noch am Mittwoch die Überstellung des Gefangenen in ein staatliches Hospital verlangt.</p>
<p>Iliopoulos befindet sich seit acht Monaten in Untersuchungshaft, weil ihn zwei Polizisten beschuldigen, während den Athener Dezember-Protesten nach dem Tod von Alexandros Grigoropoulos Molotow-Cocktails und Steine geworfen zu haben. Die gegenteiligen Aussagen von Journalisten und Studenten, die seine Unschuld bestätigten, wurden im bisherigen Ermittlungsverfahren hingegen vollständig ignoriert.</p>
<p>Immerhin gewinnt die Solidaritätsbewegung für Thodoris Iliopoulos jetzt etwas an Breite. In Griechenland sind neben linken Initiativen und Organisationen in den vergangenen Tagen auch die Gewerkschaft ADEDY, Rechtsanwälte, Medien wie die Tageszeitungen &#8220;Eleftherotypia&#8221; und &#8220;Avgi&#8221; sowie politische Parteien für den Gefangenen aktiv geworden. So hatten zwei Abgeordnete der linken SYRIZA-Parteienkoalition, G. Banias und Th. Dritsas, den vom Hungerstreik stark geschwächten Iliopoulos im Gefängnis besucht und seine sofortige Freilassung gefordert. &#8220;Man kann einen Beschuldigten nicht solange in Untersuchungshaft halten, wenn die einzigen Belastungszeugen Polizisten sind und andere Zeugen das Gegenteil aussagen&#8221;, erklärte Banias.</p>
<p>Auch der Präsident der Anwaltskammer von Thessaloniki, Manolis Lamtzidis, hat sich inzwischen für den Gefangenen eingesetzt und in einem Brief an Justizminister Nicos Dendias die Verlegung des 31-Jährigen in ein normales Krankenhaus gefordert. &#8220;Wenn Thodoris Iliopoulos stirbt, sind wir alle mitverantworlich&#8221;, heißt es in seinem Schreiben.</p>
<p>Des weiteren haben Iliopoulos&#8217; Anwälte am gestrigen Donnerstag beim Gericht erneut seine Freilassung gegen Kaution beantragt. Es ist jedoch unklar, ob darüber noch vor dem Internationalen Aktionstag für Thodoris am Montag entschieden wird. An diesem Tag soll auf der Athener Akropolis ein Solidaritätskonzert für seine Freilassung stattfinden. Auch in anderen Städten wurden Veranstaltungen angekündigt.</p>
<hr SIZE=2>
<p><strong>Medizinisches Bulletin über Thodoris Iliopoulos am 41. Tag seines Hungerstreiks (19. 8. 2009)</strong></p>
<p>(Es handelt sich um den Untersuchungsbericht des Arztes, der Thodoris am 19. 8. im Athener Koridalos-Gefängnis untersuchte):</p>
<p>&#8220;Heute untersuchte ich Herrn Theodoros [so im griechischen Original] Iliopoulos im Krankenhaus der Haftanstalt Koridalos (Athen) am 41. Tag seines Hungerstreiks. Er hat beträchtlich (über 20 Prozent) an Körpergewicht und auch bedeutend an Muskelgewicht verloren. Heute wiegt er 47, 7 Kilo. Er ist sichtlich erschöpft,  bleich und leidet unter Tachykardie [Herzrasen]. Es fällt ihm schwer, gleichmäßig zu gehen und länger zu stehen. Seine Untersuchung ergab, daß er unter niedrigem Blutdruck und orthostatischer Hypotonie [kreislaufbedingtem Blutdruckabfall] leidet. Er erwähnte eine Beinahe-Ohnmacht am 18. August. Die Laborergebnisse zeigen einen verlängerten Zustand ernsthafter Unterernährung, mit niedrigen Cholesterin-, Urin-, und Kreatinin-Werten, wobei sein Blut ingesamt betroffen ist (wenige Leukozyten, Umkehrung in der Verteilung der Leukozyten, verminderte Thrombozytenzahl). Infolge eines Vitamin-A-Mangels ist es angeraten, daß er unverzüglich Eviol A1X1-Kapseln bekommt. </p>
<p>Zusammenfassend: Er [Thodoris Iliopoulos] ist in unmittelbarer Gefahr, nicht nur wegen drohenden Komplikationen im Herz-Kreislauf-System, zentralen Nervensystem und an den Augen, sondern auch infolge erhöhter Infektionsgefahr. Unbedingt erforderlich ist seine Überstellung in ein staatliches Krankenhaus, um eine Behandlung durch verschiedene Fachärzte und, falls nötig, seine Erholung zu ermöglichen.&#8221;</p>
<p>Anmerkung des Übersetzers: Die letzte Formulierung mit der &#8220;Erholung&#8221; (oder &#8220;Wiederherstellung&#8221;, &#8220;Gesundung&#8221;, &#8220;Rehabilitation&#8221;)  war mir nicht ganz klar. Auch ein Arzt und ein griechischer Muttersprachler, die mir bei der Übersetzung halfen, konnten diese Stelle nicht völlig aufklären. Vielleicht ist das vom (Gefängnis-)Arzt bewußt zynisch formuliert worden:  Das hieße dann, sie rechnen in der Justizanstalt kaltblütig mit Thodoris&#8217; Tod, und lassen das auch bewußt durchblicken, vielleicht in der Absicht ihn zum Aufgeben zu bringen. </p>
<hr SIZE=2>
<p><strong>Mitteilung der Solibewegung von Montag, 10 August 2009</strong></p>
<p>Thodoris Iliopoulos befindet sich den 32. Tag im Hungerstreik. Sein Gesundheitszustand wird von Tag zu Tag ernsthafter und es wird klar, dass sein Leben in Gefahr ist.</p>
<p>Es besteht die dringende Notwendigkeit, dass genehmigt wird sich in einem Krankenhaus um Thodoris zu kümmert. Thodoris wird momentan nur durch die übliche medizinische Überprüfung (Zucker, Blutdruck und Gewicht) beobachtet, während die Ergebnisse der Untersuchung vom 3. August immer noch nicht verfügbar sind.</p>
<p>Die Doktorin, die Spezialpathologin Eleni Kakalou, verlangt eine Verlegung ins Krankenhaus. Sie sagte, nach der Untersuchung von Thodoris im Knast Korydallos:</p>
<p><em>“Dies ist eine sehr ernsthafte Angelegenheit, weil er sich nicht in einer Situation befindet, in welcher seine Gesundheit effektiv beobachtet werden kann, und im Moment ist sein Leben in Gefahr. Er hat keine Kraft, um ohne Mühe das Büro des Doktors oder das Telefon zu erreichen, er hat Schmerzen und ihn plagen Krämpfe. In ein paar Tagen wird sein Leben in regelrechter Gefahr sein, wie ein Gewichtsverlust um 18 Prozent in vergleichbaren Fällen gezeigt hat. Thodoris ist sehr nahe diesen Gewichtsverlust zu erreichen.”</em></p>
<p>Die Gefängnisverwaltung verhindert einen Transfer ins Krankenhaus, sie beachten nicht die Ernsthaftigkeit des Falles, so liegt es allein in den Händen der Verwaltung, um über die Gesundheit von Thodoris zu verfügen.</p>
<p>Solidaritätsbewegung für Thodoris Iliopoulos</p>
<hr SIZE=2>
<p><strong>Anklage von Thodoris Iliopoulos</strong></p>
<p>Ich verurteile diejenigen, direkt im Haftkrankenhaus und in der praktischen Umsetzung der Wissenschaft welche von sich behaupten nicht für meine Gesundheit verantwortlich zu sein, seit ich meinen Hungerstreik begonnen habe. Und einige sprechen von einer stattfinden psychologische Kriegsführung.<br />
Der Kampf gegen das widerliche System geht weiter. Die Leidenschaft der Freiheit ist stärker als alle Gefängniszellen.</p>
<p>Thodoris Iliopoulos, 10. August 09</p>
<hr SIZE=2>
<p><strong>Eine weitere Nachricht von Thodoris Iliopoulos, vom 6. August 2009</strong></p>
<p>Von Thodoris Iliopoulos<br />
An: Hauptzentrale des Knastes</p>
<p>Ich informiere Sie, dass ich von jetzt an jede weitere medizinische Untersuchung durch den Arzt des Knastes nicht akzeptieren werde, da die täglichen Besuche im Büro des Dokters überwiegend ein Ärgernis darstellen und keine Vorraussagen bezüglich meiner Gesundheit bringen.</p>
<p>Ich verlange in ein Krankenhaus verlegt zu werden.</p>
<p>Korydalos, 6. August 2009</p>
<p>Thodoris Iliopoulos</p>
<p>Inhaftiert im A-Flügel und im Hungerstreik seit dem 10. Juli</p>
<hr SIZE=2>
<p><strong>Mittwoch 5. August</strong></p>
<p>An dem Tag, an dem ich erfahren habe, dass sie meine Gefangenschaft um sechs Monate ausgeweitet haben, traf ich die Entscheidung den Hungerstreik zu beginnen; um mit dem einzigsten Mittel, was mir noch bleibt, zu kämpfen, mein eigener Körper.</p>
<p>Nach 27 Tagen ist mein Körper, zehn Kilo leichter, auf seinem Weg zur Freiheit oder den endgültigen Tod, abhängig davon was die schändlichen Personen dieses Staates entscheiden, diejenigen, die die SIEMENS- und Vatopedi-Skandale vertuscht haben, diejenigen, die  Pandeleimonas, der eine Kostbarkeit gestohlen hat, befreit haben, und keine Verantwortung für die Angriffe auf MigrantInnen oder den Morden an ArbeiterInnen akzeptieren. Der selbe Staat, welcher diejenigen, die ihm ihre Meinung kundtun und Gleichheit, Gerechtigkeit und eine bessere Zukunft – eine Zukunft für unsere Kinder &#8211;  verlangen, als „Feinde der Demokratie“ bezeichnet und ihre Menschenrechte verletzt.</p>
<p>Ich bin einer von diesen.</p>
<p>Ich bin einer von den zehntausenden Menschen mit einem wachen Bewusstsein, und nicht einer passiver Bürger. Und ich verdecke mein Gesicht nicht.</p>
<p>Thodoris Iliopoulos</p>
<p>From the Augustine rastoni of the system</p>
<hr SIZE=2>
<p>Unter <a href="http://petitiononline.com/tokeli41" target="_blank">http://petitiononline.com/tokeli41</a> gibt es eine Petition zur Unterstützung der Freiheit für Thodoris</p>
<p>Website und Kontakt der Solidaritätsbewegung für Thodoris:<br />
<a href="http://apofylakisithodoriiliopoulou.blogspot.com" target="_blank">http://apofylakisithodoriiliopoulou.blogspot.com</a><br />
thodoris_iliopoulos.prtvl.all@hotmail.com</p>
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		<title>Aktionstag – Freiheit für Natalja! Freiheit für alle Gefangenen!</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 17:33:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionstag]]></category>
		<category><![CDATA[Natalja]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>

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		<description><![CDATA[we are strong! – no one can tell us we‘re wrong Aktionstag – Freiheit für Natalja! Freiheit für alle Gefangenen! Am Samstag, dem 09. Februar 2008 wurde Natalja während der Demonstration gegen die jährliche NATO-Sicherheitskonferenz in München verhaftet. Ihr wird vorgeworfen sich gewalttätig Polizeimaßnahmen widersetzt zu haben. Gegen sie wurde ein Haftbefehl erlassen und sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><center>we are strong! – no one can tell us we‘re wrong<br />
Aktionstag – Freiheit für Natalja! Freiheit für alle Gefangenen!</center></strong><br />
Am Samstag, dem 09. Februar 2008 wurde Natalja während der Demonstration gegen die jährliche NATO-Sicherheitskonferenz in München verhaftet. Ihr wird vorgeworfen sich gewalttätig Polizeimaßnahmen widersetzt zu haben. Gegen sie wurde ein Haftbefehl erlassen und sie befindet sich seitdem in München hinter Gittern.<br />
Natalja wurde schon während des G8-Gipfels im Sommer 2007 in Deutschland verhaftet und zu zehn Monaten Haft verurteilt. Außerdem hat sie ein drittes Verfahren, da sie bei einer Demonstration am 1. Mai des selben Jahres festgenommen wurde.<br />
<span id="more-158"></span><br />
<em>„Für mich begann die Gefangenschaft mit einer Art Schock, der langsam verschwindet. Er wird ersetzt durch einen Zustand der dauerhaften Betrübnis, die ist jedoch, eher im Hintergrund und wird mit einer starken Schicht Müdigkeit, Langeweile und Erschöpfung bedeckt.“</em> (Natalja)</p>
<p>Am 30.04.2008 fand vor dem Amtsgericht München der Prozess gegen Natalja statt. Das Urteil lautete fünf Monate Freiheitsstrafe ohne Bewährung. (Natalja hat schon in Rostock für den G8-Protest und Widerstand am 1. Mai 2007 eine Gesamtstrafe von elf Monaten aufgebrummt bekommen, außerdem erhielt sie für antifaschistischen Widerstand in Gräfenberg eine Bewährungsstrafe von zwei Monaten, die sie jetzt auch absitzen muss.) Mittlerweile wurde ihre Haft um 28 Tage verkürzt.</p>
<p><em>„Ich habe aber die ‚Bitte‘ – die jetzt nicht großkotzig klingen soll – das Ganze ein bisschen kämpferisch / trotzig / “erst recht” – mäßig zu formulieren, damit die staatliche Einschüchterungspropaganda nicht versehentlich dabei verbreitet wird. Es soll ja niemand meinetwegen entmutigten und ganz bestimmt nicht ‚gehirnwaschen‘.“</em> (Natalja)</p>
<p>Die Haft war geprägt von Repression und Schikane. Neben dem Versuch eine Zivilfahnderin in ihre Zelle zu „schleusen“ wurde Natalja die Aushändigung ihrer Post verwehrt, da sie politische Inhalte hatte. Am 11. Dezember 2008 wurde ihr dann unter Zwang und mit Gewalt eine DNA probe entnommen.<br />
Natalja beteiligte sich aus ihrer Gefangenschaft heraus an verschiedenen Demonstrationen und Veranstaltungen wie z.B. die Demonstration unter dem Motto „Kriminell ist das System und nicht der Widerstand!“ durch Redebeiträge und Texte.</p>
<p><em>„Der Knast soll einschüchtern, umerziehen, kriminalisieren und ausschließen… – Und er präsentiert sich jeden Tag dafür, wie ungerecht, unmenschlich, diskriminierend und destruktiv das herrschende System ist […]<br />
Würde das Knastsystem ohne die erzwungene unterbezahlte Mitarbeit der Gefangenen in den Anstalten auch nur einen Tag lang funktionieren?<br />
Würden sich Gefängnisse aufrechterhalten lassen ohne die Befehl- und -Gehorsam-Hierarchie der VollzugsbeamtInnen, von denen die Unterwerfung bzw. Unterdrückung der Gefangenen durch den Staat täglich praktisch umgesetzt wird?<br />
Bräuchte eine gerechte, freie Gesellschaft überhaupt Knäste als Instrument von Klassenherrschaft und als Mittel, um ausgebeutete Gesellschaftsschichten durch Kriminalisierung zu spalten?<br />
Wie abscheulich die Erfahrung von Repression auch sein mag, die Erfahrung von Solidarität auf der anderen Seite ist sehr beeindruckend und ermutigend! Beides bestärkt mich in der Überzeugung: Widerstand gegen das herrschende System ist nötig. Und wie viel Angst das System offenbar hat, vor der sozialen Bewegung und aktivem Eintreten gegen Faschismus, Rassismus und Krieg, zeigt doch nichts so klar wie die Überzogenheit, Brutalität und vermessene Steigerung staatlicher Repression!“</em> (Natalja)</p>
<p>Der 06.06.2009 ist ein Tag den Natalja sicherlich herbeisehnt und nicht nur sie allein… Denn an diesem Tag soll Natalja endlich entlassen werden.<br />
Bis dahin ist es jedoch noch eine lange Zeit. Die Kämpfe in den Knästen müssen weiter aufgebaut und unterstützt werden. Massenhungerstreiks in Europas Knästen und eine Organisierung von Antiknast-Strukturen draußen sind ein Anfang.<br />
Am Wochenende 6. bis 8. Februar werden Aktionstage in Solidarität mit Natalja und allen kämpfenden Gefangenen stattfinden. Es ist das Wochenende des Widerstandes gegen die Nato-Kriegs-Konferenz (offiziell Sicherheitskonferenz genannt), bei der Natalja vor nun fast einem Jahr festgenommen wurde.</p>
<p><em>„Dies ist ein Treffen von politischen Führern, Militärrepräsentanten und Mitgliedern der Militärlobby, welche alle der Einladung der Quandt Stiftung folgen. Die Quandt-Familie ist der Hauptanteilseigner der BMW Gesellschaft, welche Kraftfahrzeuge aber auch Militärausrüstung, wie Fahrzeuge und Waffen, herstellt. (Die Wurzeln für deren Wohlstand und Einfluss sind die chemische Industrie – einschließlich die Ausbeutung von Gefangenen der Konzentrationslager während des zweiten Weltkriegs). Trotz des ‚privaten‘/‘kommerziellen‘ Hintergrundes der Konferenz genießen die Männer und Frauen „die Ehre“ den Status als offizielle Gäste der Bundesrepublik Deutschland. Die deutsche Armee (Bundeswehr) ist verantwortlich für den Schauplatz…“</em> (Natalja)</p>
<p>Für alle die, die an den Protesten gegen die Siko und an den lokal (München) organisierten Soliaktionen für Natalja und alle kämpfenden Gefangenen nicht teilnehmen können, wird zu einem dezentralen Aktionswochenende aufgerufen.<br />
Organisieren wir uns, um dem Staat samt seiner Knäste, Bullen, Gesetzte und Militärs eine Absage zu erteilen und in Solidarität mit Natalja und allen kämpfenden Gefangenen eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung zu erkämpfen!</p>
<p><center><strong>Freiheit für Natalja und alle Gefangenen! Kein Knast, kein Staat! Revolutionäre Solidarität! Für den Anarchismus!<br />
Für die soziale Revolution!</strong></center></p>
<p>ABC-Orkan (Anarchist Black Cross – Gruppe Norddeutschland) and northern Anarchists<br />
(abc-orkan@riseup.net)</p>
<p>Anarchist Black Cross Berlin<br />
(mail@abc-berlin.net)</p>
<p>Infos und Kontakt:<br />
<a href="http://www.noprisonnostate.blogsport.de" target="_blank">www.noprisonnostate.blogsport.de</a><br />
<a href="http://www.natalja.blogsport.de" target="_blank">www.natalja.blogsport.de</a></p>
<p><a href="http://noprisonnostate.blogsport.de/images/aktionstag_flugblatt_de.pdf">Download dieses Textes als Flyer</a></p>
<p><strong>Solidarität heißt Angriff !</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Day of action – Freedom for Natalja! Freedom for all prisoners!</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/day-of-action-%e2%80%93-freedom-for-natalja-freedom-for-all-prisoners</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 16:30:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionstag]]></category>
		<category><![CDATA[English texts]]></category>
		<category><![CDATA[Natalja]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>

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		<description><![CDATA[we are strong! – no one can tell us we‘re wrong Day of action – Freedom for Natalja! Freedom for all prisoners! On Saturday, February 9th 2008 Natalja was arrested during the yearly demonstration against the NATO-Security-Conference in Munich (Germany). They accused her of resisting violently against police measures. A warrant was issued against her [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><center><strong>we are strong! – no one can tell us we‘re wrong<br />
Day of action – Freedom for Natalja! Freedom for all prisoners!</strong></center></p>
<p>On Saturday, February 9th 2008 Natalja was arrested during the yearly demonstration against the NATO-Security-Conference in Munich (Germany). They accused her of resisting violently against police measures. A warrant was issued against her and since then she is in Munich behind bars.<br />
Natalja already was arrested during the G8-summit at summer 2007 in Germany and was sentenced to ten months of imprisonment. Furthermore she has a third trial because of being arrested at a demonstration at may 1th at the same year.<br />
<span id="more-189"></span><br />
<em>„For me, the imprisonment started with a kind of shock which slowly vanished. It is replaced by a condition of permanent grief in the background covered by a lot of tiredness, boredom and exhaustion.“</em> (Natalja)</p>
<p>On March 30th 2008 the trial against Natalja at the district court of Munich took place. She got five months of imprisonment without probation. (Natalja already got a total penalty of eleven months in Rostock because of the G8-protest and resistance on may 1st 2007, besides she got two months of suspended sentence because of antifascist resistance in Gräfenberg, which she has to serve now, too). Meanwhile, her arrest was shortened by 28 days.</p>
<p><em>„However I request – it should not sound snooty – to formulate all this a bit combative / defiant / ‚more than ever‘, so that national intimidation propaganda is not spread inadvertently thereby. Nobody should be discouraged and certainly not ‚brainwashed‘ on my account.“</em> (Natalja)</p>
<p>The imprisonment was shaped by repression and harassment. Apart from the attempt of „infiltrating“ a plain-clothes policewomen in her cell, Natalja was refused to get her post because it had political contents. On December 11th 2008 she was forced to sample a DNA-assay by using violence.<br />
Out of her imprisonment Natalja took part in different demonstrations and meetings like the demonstration under the slogan „The system is criminal and not the resistance!“ by speech contributions and texts.</p>
<p><em>„The prison is said to intimidate, reeducate, criminalise and exclude… – And it presents itself each day, how unfair, inhuman, discriminating and destructive the ruling system is […]<br />
Did the prison-system would function only one day long without the forced under-lowest work of the prisoners in the institutes?<br />
Would prisons be maintained without the command and – obedience hierarchy of the execution people, by whom the repression of the prisoners is practically converted by the state daily?<br />
Did a fair, free society would need prisons at all as instrument of class rule and as means, in order to divide exploited social classes by criminalization?<br />
The experience of repression may also be horrible, but the experience of solidarity is much impressing and encouraging! Both encourages me in the conviction: Resistance against the ruling system is necessary. Nevertheless nothing shows as clearly as the coveringness, brutality and presumptuous increase of national repression that the system obviously has much fear before the social movement and active entering against fascism, racism and war!“</em> (Natalja)</p>
<p>June 6th 2009 is a day Natalja surely longs for and not only she herself… Because on this day Natalja will finally released.<br />
Up to then it is still a long time. The fights in the prisons must further be developed and supported. Masshungerstrikes in the prisons in Europe and an organizing of antiprison-structures outside are a beginning.<br />
On weekend from February 6th until 8th days of action in solidarity with Natalja and all prisoners in struggle will take place. It is the weekend of the resistance against the NATO-war-conference (officially called Security-Conference), the weekend when Natalja was arrested nearly one year ago.</p>
<p><em>„This is a meeting of political leaders, military representatives and members of the military lobby, who follows the invitation of the Quandt-Foundation. The Quandt family is the principal part owner of the BMW company, which manufactures motor vehicles, but also military equipment like vehicles and weapons. (The roots for their prosperity and influence are the chemical industry – including the exploitation of prisoners in the concentration camps during the 2nd World War). In spite of the ‚private‘ / ‚commercial‘ background of the conference, the people enjoy „the honour“ of a status as official guests of the Federal Republic of Germany. The German army (Bundeswehr) is responsible for the scene… “</em> (Natalja)</p>
<p>For all those who cannot participate in the protests against the Securityconference and the locally (Munich) organized actions in solidarity with Natalja and all prisoners in struggle, there is a calling for a decentralized weekend of action.<br />
Let us organize in order to refuse the state including its prisons, cops, laws and military and to fight for a world without exploitation and oppression in solidarity with Natalja and all prisoners in struggle!</p>
<p><center><strong>Freedom for Natalja and all prisoners! No prison, no state!<br />
Revolutionary solidarity! For anarchy! For the social revolution!</strong></center></p>
<p>ABC-Orkan (Anarchist Black Cross – Gruppe Norddeutschland) and northern Anarchists<br />
(abc-orkan@riseup.net)</p>
<p>Anarchist Black Cross Berlin<br />
(mail@abc-berlin.net)</p>
<p>Information and contact:<br />
<a href="http://www.noprisonnostate.blogsport.de" target="_blank">www.noprisonnostate.blogsport.de</a><br />
<a href="http://www.natalja.blogsport.de" target="_blank">www.natalja.blogsport.de</a></p>
<p><a href="http://noprisonnostate.blogsport.de/images/aktionstag_flugblatt_en.pdf">Download this text as a flyer</a></p>
<p><strong>Solidarity means attack !</strong></p>
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