Category “Aufstand”

Thomas Meyer-Falk: Prozess um Bush-Besuch-Kosten vertagt

Thursday, 11 March, 2010

faust-durchs-gitterEigentlich hätte am Freitag, 05. März endlich vor dem Verwaltungsgericht Schwerin ein Prozess um die Kosten für den Besuch des US-Präsidenten Bush 2006 stattfinden sollen (—> Text vom 11. Februar 2010).
Nachdem sich die Presse redlich für die Sache interessierte, setzte der Richter am 03.03.2010 kurzerhand den Termin ab.

Das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern legte nämlich zwei Landtagsdrucksachen von 2007 und 2008 vor, welchen ich angeblich die von mir angeforderten Informationen entnehmen könne. Dies schien dem Richter einsichtig. Zudem war ihm unklar, wie ich, sollte ich denn obsiegen, die Kopiekosten des Landes würde zahlen können. Eine Frage, die den Richter schlicht nichts angeht. Jedenfalls konnte, da ich in Haft sitze, keine Vorabverständigung zwischen mir und meinem Anwalt, Rechtsanwalt Stefan Schulz, Schwerin kurzfristig erfolgen, so dass der Anordnung des Richters, die mündliche Verhandlung abzusetzen, erst mal nichts entgegen zu setzen war.
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Filme über Knast und Widerstand

Tuesday, 23 February, 2010

Filmreihe von März bis Mai 2010
mit verschiedenen Filmen
an unterschiedlichen Orten in Berlin

Auf den Etappen dieser filmischen Reise durch verschiedene Berliner Kieze wollen wir uns mit dem Thema der Einsperrung und der Weigerung sich zu unterwerfen beschäftigen. Es werden uns Kämpfe gegen Knast und andere Formen des Einsperrens begegnen. Die Bekämpfung dieser Knastgesellschaft in all seinen Formen sehen wir als unabdingbar an für all diejenigen, die zu einem Bruch mit den bestehenden Verhältnissen kommen wollen.
Einige der Filme werden von Info- und Diskussionsveranstaltungen begleitet, ein Infotisch um das Thema Anarchismus/Antiknastkampf wird immer präsent sein.
Alle Filme, die wir gewählt haben, haben einen sehr engen Bezug zur Realität, indem sie biografische Bezüge und wahre Schicksale zeigen.


11. März

im Schnarup-Thumby – Scharnweberstrasse 38 – Friedrichshain – ab 21 Uhr

„Hunger“

UK, Ireland – 2008

Bobby Sands versucht mit einem Hungerstreik die britische Regierung zur Anerkennung der IRA-Häftlinge als politische Gefangene zu zwingen. Er bezahlt dies mit seinem Leben. Der Film zeigt seine letzten sechs Wochen, den erbarmungslosen Kampf und die Versuche diesen zu brechen.

- am 18. März findet ab 19 Uhr am selben Ort eine Diskussion über Grenzen und Möglichkeiten des Hungerstreiks statt, Beispiel soll der internationale Hungerstreik Ende 2009 sein – in Kooperation mit Tempest Library -


22. März

im New Yorck 59 – Mariannenplatz 2 – Kreuzberg – ab 20 Uhr

„Bambule“

(Deutschland – 1970)

Kritik an autoritären Methoden der Heimerziehung in dem Berliner Mädchenheim Ollenhauerstraße Ende der 60er Jahre und Dokumentation der Zeit des Aus- bzw. Aufbruchs. Im Verlauf der Handlung kommt es zu einer Revolte der Heiminsassinnen gegen die unterdrückenden Strukturen.

- danach Diskussion mit ehemals inhaftierten Genossinnen -


1. April

im Bandito Rosso – Lottumstrasse 10a – Prenzlauer Berg – ab 20 Uhr

„Das Experiment“

Deutschland – 2001

Für ein psychologisches Experiment sollen 20 Personen, aufgeteilt in Wärter und Inhaftierte, für zwei Wochen in einem künstlichen Knast leben. Schnelle Idenfikation mit der jeweiligen Rolle lassen das Ganze aus dem Ruder laufen.

- zu Gast beim Solitresen der Antifa Prenzlauer Berg -


14. April

in der Friedel54 – Friedelstrasse 54 – Neukölln – ab 21 Uhr

„Gesprengte Ketten“

USA – 1963

Kriegsgefangene werden während des zweiten Weltkriegs in einem deutschen Lager festgehalten und versuchen aus diesem zu fliehen. Dafür werden Pläne für einen Ausbruch von mehr als 250 Inhaftierten geschmiedet.


22. April

im Køpi – Videokino Peliculoso – Köpenicker Strasse 137 – Mitte – ab 21 Uhr

„Public Enemy No.1 Mordinstinkt“

und

„Public Enemy No.1 Todestrieb“

Frankreich, Kanada – 2008

Jacques Mesrine wird von einem Kleinkriminellen zum Profi seines Fachs und zum Staatsfeind Nummer eins. Ihm gelingt die Flucht aus mehreren Knästen und der Überfall unzähliger Banken.


13. Mai

im Kurdischen Verein Komel – Friedrichstrasse 246 – Mitte – ab 20 Uhr

„Duvar – Die Mauer“

Türkei, Frankreich – 1983 – OmdU

Die Geschichte von männlichen Inhaftierten zwischen 13 und 19 Jahren in einem Gefängnis in Ankara, die eine Knastrevolte durchführen. Sie wehren sich gegen die unmenschlichen Haftbedingungen, Folter und ständige Unterdrückung.

- danach Diskussion mit ehemals in der Türkei inhaftierten Genoss_innen – in Kooperation mit dem Kurdistan-Solidaritätskomitee -


31. Mai

in der Kadterschmiede – Rigaer Strasse 94 – Friedrichshain – ab 21 Uhr

„Black August“

USA – 2008 – OmeU

Der Afroamerikaner George Jackson tritt im Knast der Black Panther Party bei und gründet die Black Guerilla Family, eine Gefängnisgang mit marxistischer Ideologie. Bei einem Fluchtversuch kommt er ums Leben.


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Solidarität mit Gefangenen der JVA Hannover

Monday, 27 July, 2009

solidaritaet-jva-hannover_1Gestern, am Sonntag den 26.7.2009, um 14.30 Uhr haben sich ca. 20 Menschen vor der JVA Hannover versammelt, um ihre Solidarität mit den Gefangenen auszudrücken.

Aktueller Anlass dafür war ein Protest von etwa 60 dort Inhaftierten am vergangenen Sonntag, die sich weigerten, nach dem Hofgang wieder in ihre Zellen zurückzukehren. Auslöser des Protests war, dass ihnen die sonst übliche Aufschlusszeit am Samstag zuvor verwehrt wurde. Zwischen dem Aufschluss am Morgen und dem Einschluss um 12 Uhr mittags ist es den Gefangenen sonst möglich, sich innerhalb ihrer Abteilungen „frei“ zu bewegen. Laut Bericht der HAZ (Hannoversche Allgemeine Zeitung) vom 21.7.09 begründet die Pressesprecherin der JVA Hannover, K. Buckup, den Ausfall dieser Aufschlusszeit mit personellen Engpässen, sodass Vollzugsbeamt_innen fehlten, „um für die Sicherheit der übrigen Gefangenen [...] zu sorgen.“
In der Konsequenz wurde das Handeln der Gefangenen mit einer 14tägigen Ausgangssperre sanktioniert.
Die JVA Hannover gilt schon lange als eine der unbeliebtesten Haftanstalten Niedersachsens, Personalmangel und krasse bauliche Missstände gehören zum Normalzustand.
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Bewegung in den Knästen in Deutschland

Tuesday, 21 July, 2009

jva-moabit-berlinIn den letzten Wochen gab es verstärkt Meldungen über Gefangene, die sich in den Knästen in Deutschland, gegen die Zustände, unter denen die inhaftiert sind, zur Wehr setzten. Diese Entwicklung begrüßen wir und erklären unsere Solidarität mit allen kämpfenden Gefangenen.
Nur durch eine permanente Konfrontation des Knastsystems mit all seinen Widersprüchlichkeiten und seiner unmenschlichen Natur und eine Auseinandersetzung damit, kann die Trennung zwischen drinnen und draußen verringern und schlussendlich ganz auflösen.


Ein kurzer Überblick über die Ereignisse der letzten Wochen:

Anfang Juli traten sechs Gefangene des Hochsicherheitstrakts der Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Brackwede I in einen dreitägigen Hungerstreik, weil sie ihren Freigang nur gefesselt durchführen durften und die Sportstunde, welche eigentlich einmal in der Woche stattfindet sollte, seit fünf Wochen ausgefallen war. Die Knastleitung erklärte danach, dass die Sportstunden in den nächsten Wochen stattfinden werden.
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Aufstand in Berliner Jugendknast

Sunday, 5 July, 2009

birds-chainsGestern Abend kam es im Untersuchungshaftknast für Jugendliche am Kieferngrund in Berlin-Lichtenrade zu einer Revolte, bei welcher Teile der Einrichtung zu Bruch gingen und auch Feuer gelegt wurde. 15 Gefangene sollen gegen 19.30 Uhr begonnen haben in ihren Zellen Einrichtungsgegenstände zu zerstören, sowie auch die Verglasung der Fenster. In einer Zelle wurde Feuer gelegt. Alle anderen der insgesamt 65 Jugendlichen beteiligten sich, indem sie Lärm verursachten. Erst durch den Einsatz von Bullen wurde die Ruhe und Ordnung im Knast wiederhergestellt.
Die Knastschergen und die Justizsenatorin behaupten das Wetter sei der Hauptgrund für den Ausbruch des Aufstands gewesen. Das schwüle Wetter soll die Gemüter erhitzt haben, um ihren Frust darüber abzureagieren, sei die Anstalt demoliert worden sein. Als weitere Grund wurde die „sehr enge Personalsituation“ erwähnt. Aber die wahren Gründe warum Personen, die sich mit den ihnen zu Verfügung stehen Mitteln gegen diese Gesellschaft der Ausbeutung und Unterdrückung zur Wehr setzen, weggesperrt werden bleiben ungenannt. Dazu der Frust der täglichen Monotonie und Routine, welche dazu beitragen soll, um die Eingesperrten zu brechen und zu zähmen und sie auf ein strebsames Leben in der täglichen Routine des Arbeits- und Ausbeutungsprozesses vorzubereiten. Read the rest of this entry »

Aufruf zur Unterstützung der Inhaftierten des Aufstandes im Dezember in Griechenland und Brief eines der Inhaftierten

Saturday, 20 June, 2009

Der Aufstand in Griechenland hat einige GenossInnen und RebellInnen hinter Gittern gebracht. Die RichterInnen und der Staat möchten sie nun als Sündenböcke nutzen, denn jemand muss bezahlen. Sie sind aber keine Sündenböcke, sondern KämpferInnen, die unsere aktive Solidarität benötigen. Hier ein Aufruf zu Unterstützung der Inhaftierten und ein Brief von Apostolis, einer derjenigen anarchistischen Genossen, die bis Ende Juni im Knast Korydallos in Athen über sechs Monate in Untersuchungshaft saßen.
Auf der anderen Seite der Mauern gab es eine Vielzahl von Angriffen auf staatliche und repressive Einrichtungen und Solidaritätsaktionen zur Unterstützung aller Inhaftierten und im speziellen für diejenigen des Dezemberaufstands.

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Appeal in support of the prisoners after the uprising in December in Athens and a letter of one prisoner

Saturday, 20 June, 2009

The insurrection in Greece left some comrades and rebels behind bars. The judges and the state would like to use them now as scapegoats, because someone has to pay. However they are no scapegoats, but struggler, who need our active solidarity. Here a appeal in support of the imprisoned ones and a letter from Apostolis, one of the anarchist prisoners, who sat in prison Korydallos in Athens till end of June for more than six month.
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