Sunday, 3 July, 2011
Am 54. Tag hat Werner seinen Hungerstreik – nach Informationen seines Anwalt – abgebrochen.
Nach seiner Regeneration erhält er morgens und mittags Sonderkost, abends erhält er abgepackte Lebensmittel. Das ergab sich nach diversen Gesprächen mit dem Justizmisterium Niedersachsens und dem Knast.
Zur Regeneration erhält er Astronautenkost, die ihn sein Arzt seines Vertrauens verordnet hat.
Hätte Werner seinen Hungerstreik fortgeführt, wäre er wegen seines kritischen Gesundheitszustands in der nächsten Woche nach Lingen verlegt worden.
Werner ist seit 2001 in Haft, weil er einen Arbeitsamtdirektor getötet hat. Anlass für seinen unbefristeten Hungerstreik war unter anderem Exkremente im Essen.
Anlässlich seines Hungerstreiks gab es diverse Solidaritätsaktionen, Resolutionen, Briefe von Gefangenen, Kundgebungen und Veranstaltungen, die Werners Forderung nach Selbstversorgung im Knast unterstützten.
Thursday, 16 June, 2011
Werner Braeuner befindet sich mittlerweile am 40. Tag im Hungerstreik. Wir übernehmen hier einige seiner Briefe, die auch schon auf der Webseite des Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen veröffentlicht wurden.
Brief von Werner Braeuner vom 13.06.2011
334. Tag Arbeitsverweigerung; 37. Tag Hungerstreik
HS-Berichtsbrief #4
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Sunday, 5 June, 2011
Am 24. Mai zogen solidarische GenossInnen vor den Knast in Sehnde und begrüßten die Gefangenen, im speziellen den seit dem 8. Mai hungerstreikenden Werner Braeuner. In einem Brief schreibt Werner über die Reaktion unter den Gefangenen. Außerdem dokumentieren wir weiter unten einen Presseartikel aus der Jungen Welt vom 4. Juni.
Das Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen wird am am Dienstag, den 7. Juni eine Infoveranstaltung über Werner durchführen, ab 19 Uhr im Mehringhof (Gneisenaustraße 2a in Berlin-Kreuzberg), außerdem wird es eine Woche später am 14. Juni ab 10 Uhr eine Solidaritätskundgebung vor dem Jobcenter in Neukölln (Mainzer Strasse 27) geben.
Werner Braeuner, 322. Tag Arbeitsverweigerung, 25. Tag Hungerstreik, Sehnde, 1.6.11
Einen revolutionären Gruß an euch, GenossInnen in Magdeburg, aus dem Knast, dem innersten Heiligtum von Staat, Sozialdemokratie / Lohnarbeit und Kapital!
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Thursday, 26 May, 2011
Hier Auszüge aus zwei Briefen des sich seit dem 8. Mai im Hungerstreik befindenden Werner Braeuner.
Am 19. Mai gab es in Berlin eine Kundgebung mit folgender Solidaritätsdemo, bei welcher ca. 50 Personen zur niedersächsischen Landesvertretung zogen. Vor dem Knast in Sehnde haben am Abend des 24. Mai solidarische Menschen mit Parolen und Feuerwerk Werner und die anderen Inhaftierten gegrüßt.
Lieber…,
Das mit dem Kot ist passiert, aber natürlich nicht beweisbar, weil das Gesetz des Schweigens herrscht. Read the rest of this entry »
Wednesday, 18 May, 2011
Seit dem 8. Mai befindet sich der Gefangene Werner Braeuner in einem unbefristeten Hungerstreik. Hier die Dokumentation eines Artikels der Tageszeitung Neues Deutschland vom 11. Mai, eines Offenen Briefes vom Grundrechtekomitee vom 12. Mai, sowie einer Antwortmail der JVA Sehnde im Bezug auf den Hungerstreik und die Vorwürfe von Werner. Bei Radio Flora gibt es ein Interview vom 10. Mai mit Wolfgang Lettow vom Gefangenen.Info zum Hungerstreik.
Wir haben einen einfachen Flyer und ein Poster aus der Erklärung von Werner zusammengestellt, Download: Flyer – Druckversion – Poster
Außerdem wollen wir auf eine stattfindende solidarische Kundgebung und Demonstration für Werner am Donnerstag, den 19. Mai um 18 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin hinweisen.
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Tuesday, 17 May, 2011
Seit dem 1. Mai 2011 befinden sich die vier in der Schweiz inhaftierten Anarchisten Marco Camenisch, Luca (Billy) Bernasconi, Costantino Ragusa und Silvia Guerini in einem kollektiven Hungerstreik. Jede/r der vier wird für eine Woche den Knastfrass verweigern.
Billy hat sich kurz vor Beginn des Hungerstreiks mit einem Brief aus dem Knast gemeldet, übersetzt wurde dieser von Marco Camenisch.
Beitrag zur gemeinsamen Initiative
1. Mai – 28. Mai 2011
Übersetzt von Marco Camensich, Knast Lenzburg
WissenschaftlerInnen und ForscherInnen, Industrien und Regierungen bewegen uns auf eine neue verheerungsvolle Ära zu: die digitale, der intelligenten Umwelten, der Effizienz des unendlichen Kleinen und der technowissenschaftlichen Konvergenz, die „Grosses“ verspricht. Read the rest of this entry »
Monday, 9 May, 2011
Seit dem 8. Mai befindet sich der Gefangene Werner Braeuner in einem unbefristeten Hungerstreik. In einer Erklärung legte er seine Beweggründe dar, hier eine Mitteilung von Werner zum Beginn des Hungerstreiks.
Zeigt euch solidarisch und unterstützt Werner mit denen euch zur Verfügung stehenden Mitteln und Wegen.
Kurzerklärung von Werner Braeuner zu seinem Hungerstreikbeginn
Der Wahlspruch „Nichts ist vorbei, der Kampf geht weiter!“ zum Beginn des HS am 8.5. erhält mit jenem Datum, das die militärische Kapitulation des deutschen Faschismus im Jahre 45 markiert, die historische Einordnung: Faschismus ist erst besiegt, wenn es der Kapitalismus ist. Der Hungerstreik nun versteht sich als Teil des antifaschistischen und antikapitalistischen Kampfs, heute ein Kampf, der direkt gegen die Lohnarbeit zu führen ist.
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Thursday, 5 May, 2011
Vom 21. Februar bis zum 26. April haben die inhaftierten beschuldigten AnarchistInnen des “Bombs Case” in Chile einen kollektiven Hungerstreik durchgeführt. Hier die Übersetzung ihrer Stellungsnahme zur Beendigung der Aktion. Mehrere der Inhaftierten wurden seit der Beendigung der Ermittlungen entlassen und unter Hausarrest gestellt, dazu in den nächsten Tagen eine Zusammenfassung.
Statement der 10 GenossInnen
bezüglich dem Ende des Hungerstreiks
Am 21. Februar haben wir einem unbegrenzten Hungerstreik begonnen, als Aktion gegen die repressiven Institutionen, welche uns einsperren in dem abgekarteten Spiel bekannt als “Bombs Case“. Nach 65 Tagen des Hungerns haben wir uns entschieden den Hungerstreik zu beenden.
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Monday, 2 May, 2011
Der anarchistische Gefangene Werner Braeuner wird am 8. Mai in einen unbegrenzten Hungerstreik treten. Hierzu eine Erklärung von ihm.
Momentan ist er in der JVA Sehnde in Niedersachsen inhaftiert, weil er im Februar 2001 den Direktor des für ihn zuständigen Arbeitsamtes mit einer Axt erschlug. Seit letztem Sommer verweigert er es an der Zwangsarbeit im Knast teilzunehmen.
Erklärung von Werner Braeuner
Bereits seit der zweiten Februarwoche 2011 habe ich aus unüberwindlichem Ekel keine in der Knastküche in Kesseln zubereiteten Speisen mehr gegessen; im einzelnen sind dies Salat, das meiste des Gemüses, Suppe, Soße, die überwältigende Mehrzahl der Fleischgerichte (Gulasch, Frikassée, Geschnetzeltes, Chili) sowie von der Küche hergestelltes Dessert.
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