Category “Hungerstreik”

Marco Carmenisch im Hungerstreik

Tuesday, 7 December, 2010

Marco CamenischVom 6. bis 8. Dezember wird der anarchistische Gefangene Marco Camenisch einen kurzen symbolische Hungerstreik durchführen. Er bekräftigt damit seine Solidarität mit Costa, Billy und Silvia, die seit April diesen Jahres inhaftiert sind unter dem Vorwurf einen Anschlag auf ein Gebäude von IBM geplant zu haben. Billy und Silvia haben sich angeschlossen und befinden sich ebenfalls im Hungerstreik. Bereits Ende September traten die vier AnarchistInnen in einen kollektiven Hungerstreik.
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Anarchistische Gefangene im Hungerstreik:
Silvia, Billy, Costa und Marco

Friday, 10 September, 2010

Update 11. Oktober 2010: Der kollektive Hungerstreik der vier inhaftierten AnarchistInnen ist vorbei, aber Silvia hat sich dazu entschlossen weiterzumachen. Vom 7. bis 16. Oktober wird sie für die Freiheit von Marco Carmenisch und in Solidarität mit allen revolutionären Gefangenen hungerstreiken. Vom 18. bis 20. Oktober wird sie einen dreitägigen Hungerstreik in Solidarität mit den in Chile verhafteten AnarchistInnen durchführen.

HUNGERSTREIK FÜR DIE FREIHEIT VON MARCO CAMENISCH
IN SOLIDARITÄT MIT ALLEN REVOLUTIONÄRE GEFANGENEN
7. – 16. OKTOBER 2010

Ich führe den Hungerstreik als Teilnahme am “internationalen Solidaritäts- und Aktionstag” vom 18. und 19. September für weitere zehn Tage fort. Um meine Nähe, Solidarität und Kampf allen politischen Gefangenen mit langen Strafen zu vermitteln und vor allem als Kampfmittel um aktiver Teil der internationalen Kampagne für die Freiheit von Marco Camenisch sein zu können.
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Tod eines Häftlings in Abschiebehaft in Zürich

Wednesday, 24 March, 2010

Am Mittwoch, den 17. März, kam in Zürich auf dem Flughafengelände ein 29-jähriger Migrant, welcher in Auslieferungshaft sass, ums Leben. Er sollte mit einer Chartermaschine zusammen mit anderen nach Nigeria abgeschoben werden. Dazu wurde er gefesselt, wenig später brach er zusammen. Bereits Tage davor trat er in einen Hungerstreik, um gegen die bevorstehende Ausschaffung zu protestieren. Nach dem Todesfall wurden alle geplanten Charterflüge erst einmal ausgesetzt.
Erfreulich ist, dass sich bereits am darauffolgenden Tag 50 bis 70 solidarische Menschen vor dem Abschiebeknast versammelten und Wut und Trauer zeigten. Viele Gefangene schlugen gegen die Fenster um Lärm zu machen und durch Rufe fand etwas Kommunikation statt.

Der Staat hat mal wieder seine Erbarmungslosigkeit gegenüber denen gezeigt, die auch am großen Kuchen des Wohlstand der Industriestaaten auf der nördlichen Halbkugel der Erde teilhaben wollen. Bereits am 7. März kam in Hamburg der 17-jährige David M. durch “Selbstmord” ums Leben. Er befand sich ebenfalls in Abschiebehaft und war in einen Hungerstreik getreten. Die Liste ließe sich jetzt unendlich weiterführen, und zeigt die Notwendigkeit für die Freiheit aller und gegen die bestehenden mörderischen Verhältnisse zu kämpfen.

Momentan befinden sich zehn Inhaftierte des Ausschaffungsgefängnisses des Züricher Flughafens im Hungerstreik, um gegen den durch die schmierigen Hände des Staates zu verantwortenden Tod des 29-Jährigen zu protestierten. Update: 04. April 2010: Am 29. März wurde mitgeteilt, dass der Hungerstreik beendet wurde.

Auf indymedia Switzerland wurde am 2. April eine Übersicht der Protestaktionen veröffentlicht.
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Filme über Knast und Widerstand

Tuesday, 23 February, 2010

Filmreihe von März bis Mai 2010
mit verschiedenen Filmen
an unterschiedlichen Orten in Berlin

Auf den Etappen dieser filmischen Reise durch verschiedene Berliner Kieze wollen wir uns mit dem Thema der Einsperrung und der Weigerung sich zu unterwerfen beschäftigen. Es werden uns Kämpfe gegen Knast und andere Formen des Einsperrens begegnen. Die Bekämpfung dieser Knastgesellschaft in all seinen Formen sehen wir als unabdingbar an für all diejenigen, die zu einem Bruch mit den bestehenden Verhältnissen kommen wollen.
Einige der Filme werden von Info- und Diskussionsveranstaltungen begleitet, ein Infotisch um das Thema Anarchismus/Antiknastkampf wird immer präsent sein.
Alle Filme, die wir gewählt haben, haben einen sehr engen Bezug zur Realität, indem sie biografische Bezüge und wahre Schicksale zeigen.


11. März

im Schnarup-Thumby – Scharnweberstrasse 38 – Friedrichshain – ab 21 Uhr

„Hunger“

UK, Ireland – 2008

Bobby Sands versucht mit einem Hungerstreik die britische Regierung zur Anerkennung der IRA-Häftlinge als politische Gefangene zu zwingen. Er bezahlt dies mit seinem Leben. Der Film zeigt seine letzten sechs Wochen, den erbarmungslosen Kampf und die Versuche diesen zu brechen.

- am 18. März findet ab 19 Uhr am selben Ort eine Diskussion über Grenzen und Möglichkeiten des Hungerstreiks statt, Beispiel soll der internationale Hungerstreik Ende 2009 sein – in Kooperation mit Tempest Library -
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Zum Hungerstreik vom 20. Dezember bis zum 1. Januar in den Knästen

Monday, 21 December, 2009

anarchoblumeDurch die Initiative des anarchistischen Gefangenen Gabriel Pombo da Silva wird es vom 20. Dezember bis zum 1. Januar 2010 einen kollektiven Hungerstreik in den Knästen geben, um die Solidarität zwischen inhaftierten RebellInnen in der ganzen Welt zu verdeutlichen und zu stärken, sowie den Hass auf den Knast und die Gesellschaft, die diese produziert.
Eine Vielzahl von Gefangenen aus vielen Teilen der Welt hat ihre Teilnahme signalisiert:

Gabriel Pombo Da Silva
c/o JVA Aachen – Krefelderstrasse 251 – 52070 Aachen – Deutschland

Marco Camenisch
Postfach 3143 – 8105 Regensdorf – Schweiz

Juan Carlos Rico Rodríguez
und
Francisco Maya Rodriguez
Centro Penitenciario de Madrid V (Soto del Real) – Ctra. Comarcal 611, km. 37,6 – C.P. 28770 Soto del Real (Madrid) – España

Sergio Maria Stefani
Carcere di Spoleto/ via maiano, 10/ 06049-Spoleto (PG)

Honorio Gómez Alfaro
Centro Penitenciario de Madrid IV/ Ctra. N-V, km. 27,7 / 28600 Navalcarnero (Madrid)/ España

Alberto Jiménez Alba
Centro Penitenciario de Madrid III/Ctra. Pinto-San Martín de la Vega, km. 5/ 28340 Valdemoro (Madrid)/ España

Diego Petrissans
C.P.F. Devoto (C.A.B.A.)/ Bermudez 2651 (C.P. 1417)/ P. 5 – C 2°/ Argentina

Gabriel sitzt seit Juni 2004 im Knast in Aachen und wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt, davor saß er mehrere Jahre in Spanien, wo er innerhalb des FIES-Systems (Isolationshaft) dagegen gekämpft hat. Im Zusammenhang mit Gabriel wollen wir auch den Anarchist José Delgado erwähnen, der ebenfalls zu der gleichen Strafe verurteilt wurde. Die Beiden wurden mit zwei anderen Menschen in Aachen nahe der deutschen Grenze im Jahr 2004 verhaftet. Gabriel schreibt regelmäßig Texte, die in der ganzen Welt veröffentlicht werden und beteiligt sich am vielen Protestaktion aus dem Knast heraus.

Den Aufruf von Gabriel sowie Briefe und Texte von Gefangenen, die sich entschlossen haben ihren Beitrag zu leisten, sind weiter unten zu finden.

“Solidarity is a weapon, best used when it becomes gasoline to throw on those fires of revolt that their repression wants extinguished” – Sergio

“I think it is clear that our oppressors are not afraid of our diy explosives (on this point they are far ahead of us) but of the ideas that drive us to break through the status quo, of the love that moves us to overcome anything in our way and makes us bold and reckless.” – Gabriel Pombo Da Silva

Solidarität mit allen kämpfenden Gefangenen!
Freiheit für alle!

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Zum Hungerstreik im Knast in Burg

Wednesday, 28 October, 2009

faustDer in der JVA Burg inhaftierte Stefan Milde befand sich in den letzten Wochen in einem Hungerstreik, um damit für seine ihm zustehenden Rechte zu kämpfen und einen Mitgefangenen, der sich schon im Hungerstreik befand, zu unterstützen. Außerdem gab es die Hoffnung, dass sie weitere Gefangene anschließen würden. Als er in Isolationshaft verlegt wurde, hat er sich dazu entschlossen den Hungerstreik abzubrechen, da kein Kontakt mehr zu anderen Gefangenen und UnterstützerInnen möglich war.
Wir dokumentieren hier die Hungerstreikerklärung und die Stellungnahme zur Beendigung.

Weitere Infos in den nächsten Tagen.


Hungerstreikerklärung!

Nun bin ich hier in Burg angekommen. Nach vielen unfruchtbaren Gesprächen und Anträgen bin ich nun im Hungerstreik. Nicht weil ich etwas utopisches fordere, sondern weil ich lediglich einfordere, was mir ohnehin zusteht.
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Thomas Meyer-Falk: Monopole und Hungerstreiks im Knast

Saturday, 24 October, 2009

faust-durchs-gitterWer im Knast sitzt unterliegt nicht nur der Beschränkung seiner räumlichen Bewegungsfreiheit, sondern beispielsweise auch Einschränkungen wenn er oder sie etwas kaufen möchte. Darum soll es gleich im Anschluss gehen. Danach berichte ich noch kurz über einen Hungerstreik in der JVA Bielefeld von Juni 2009, sowie die „Vorsicht-Steinschlag“-Schilder in Bruchsals Gefängnis.

1.) Monopole im Gefängnis

Gefangene dürfen aus einem von der Haftanstalt vermittelten Angebot Nahrungs- und Genussmittel sowie Mittel zur Körperpflege kaufen (vgl. §22 Strafvollzugsgesetz). Die bedeutet, die Anstalt beauftragt einen Händler mit der Bereitstellung des Angebots, ggf. Belieferung der Gefangenen via Listeneinkauf. Im ersteren Fall befindet sich in den Räumen der JVA ein kleiner Laden und Gefangene können vor Ort die Waren die sie gerne kaufen möchten aussuchen, im zweiten Fall erhalten sie nur eine Waren- und Preisliste, sie bestellen was sie benötigen und erhalten einige Tage später fertig kommissioniert einen Korb mit den Artikeln.
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Thodoris Iliopoulos im Hungerstreik —> Aktionstag am 24. August

Friday, 21 August, 2009

thodoris_1Seit dem 18. Dezember 2008 sitzt Thodoris Iliopoulos im Knast in Athen, seit dem 10. Juli befindet er sich im Hungerstreik, um seine Entlassung zu erreichen. Momentan weigert sich der Knast ihn in ein Krankenhaus zu verlegen und es sieht so aus, als wäre er im Moment dem Tod näher als dem Leben.
Die Erklärung zum Beginn des Hungerstreiks und weitere Infos gibt es in dem von uns am 21. Juli veröffentlichten Artikel.



Aufruf für einen internationalen Aktionstag für Thodoris Iliopoulos am Montag, 24. August

Die Solidaritätsinitiative für Thodoris hat folgenden Aufruf veröffentlicht. Am Aktionstag wird Thodoris am 45. Tag im Hungerstreik sein, seine Situation ist sehr kritisch. Der Kampf geht weiter.

Solidaritätsinitiative für Thodoris Iliopoulos

Aufruf für einen Aktionstag für die sofortige Entlassung von Thodoris Iliopoulos, im Hungerstreik seit dem 10. Juli

Wir rufen alle solidarischen Gruppen auf, um ihre Aktionen – Propaganda, Infoaktionen, Treffen – zu koordinieren, die auf die sofortige Entlassung von Thodoris abzielen. Aus diesem Grund haben wir Montag, den 24. August um 20:00 Uhr als den Tag und die Uhrzeit festgelegt, zu welcher wir alle unsere Stimmen und unsere Stärke zusammentun werden, um die sofortige Entlassung des hungerstreikenden Thodoris Iliopoulos einzufordern.

Als Teil dieser Aktion organisiert die Solidaritätsinitiative für Thodoris Iliopoulos ein Solidaritätskonzert an der Propylaea in Athen am Montag, 24. August um 20:00 Uhr.

Im Kampf für seine Verteidigung und seine Entlassung, unsere Unterstützung ist Thodoris’ Atem.

Lasst seine Stimme überall auf der Welt ungehört!

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Interview mit Thodoros Iliopoulos

Monday, 17 August, 2009

Greece ProtestsDas folgende Interview wurde von Ntina Daskalopoulou geführt und heute morgen (15. August) in einer Athener Tageszeitung veröffentlicht. Es wurde übersetzt und gepostet hier ohne Kommentaren und Erklärungen – nicht davon ist notwendig. Nach 37 Tagen im Hungerstreik sind Thodoros’ Worte kristallklar. In ihm hat der Staat einem Gegner gefunden, um seine ganze revanchistische Rache loszulassen, Rache in Wirklichkeit gegen eine immer anwachsende Bewegung des Ungehorsams, Widerstands und Solidarität. So lange, wie Menschen wie Thodoros aufstehen gegen den Zorn des Staates, wird der nächste Dezember sehr nahe sein. Im Kampf gegen ihre Ordnung, Thodoros ist nicht alleine.

„Ich habe Stellung bezogen und bin konfrontiert
mit den staatlichen Vergeltungsmassnahmen“

– Thodoros Iliopoulos

Acht Monate in Untersuchungshaft für die Ereignisse vom Dezember, der letzte auch noch im Hungerstreik. Die vorausgesagte Entlassung im Juli kam nicht, das Theater der Absurdität setzt sich fort mit den Anklagen und Thodoris bleibt eingekerkert. Aber ein Kämpfer. Dieses Mal, seine „Waffe“ ist sein Körper. Er sprach mit uns per Telefon aus dem Korydallos Gefängnis. Vor dort aus sieht er das revanchistische Gesicht des Staates, das Griechenland der Gewalt und der Repression, aber auch ein anderes Griechenland der ruhelosen Jugend, des Glaubens an Ideale. Beharrlich auf seine Unschuld und seine eigener Glaube. Teuer bezahlend für beides.
Ich höre seine Stimme mit Unterbrechungen von den Lautsprechern, Anweisungen an die Gefangenen von Korydallos gebend. Er ist extrem freundlich, tief, stark trotz seiner Schwäche. Jetzt zerbrechlich, aber entschlossen, Mitte August, der Monat ohne Nachrichten, er kämpft den Kampf für seine Freiheit mit der einzigsten Waffe, die er noch hat: sein eigener Körper.
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