Category “kriminelle / terroristische Vereinigung”

Ein Brief des in Griechenland inhaftierten Anarchisten Panagiotis Masouras

Thursday, 26 November, 2009

arrestedDieser Brief wurde vor ein paar Wochen von Panagiotis Masouras geschrieben. Ein Anarchist der Ende September verhaftet worden ist und unter anderem angeklagt wurde Mitglied der terroristischen Organisation “Verschwörung der Feuerzellen” zu sein. Mit der selben Anklage befinden sich auch Manolis Giospas und Haris Hatzimihelakis in Haft.
Am 14. November um 5.30 Uhr in der Frühe wurde auch ein 22-jähriges Mädchen von der Polizei mitten in Athen entführt. Sie wurde allerdings am 18. November Mittags wieder freigelassen. Es gibt weitere Personen (die Infos der Polizei variiert zwischen sechs und acht), die mit diesem Fall in Verbindung gebracht werden, diese sind gerade untergetaucht. Währenddessen hat sich die “Verschwörung der Feuerzellen” für den Angriff mit einer Bombe auf das Haus des Abgeordneten der PASOK Mimis Androulaki, vorher war er in der Kommunistischen Partei, am 13. November in Athen verantwortlich erklärt.

Wir erinnern noch daran, dass am 2. Dezember in Saloniki das Verfahren gegen den Gefährten Ilias Nikolau, der seit letztem Januar inhaftiert ist, auf Verdacht, dass er eine Polizeiwache angezündet hätte, stattfindet. Am 27. November wird es eine Demo in Saloniki geben, sowie eine Kundgebung am 2. Dezember vor dem Gerichtsgebäude.

Brief von Panagiotis Masouras

Am Mittwoch, den 23. September um 08.15 Uhr als ich aus meiner Wohnung in Galatsi kam, mit einem Rucksack auf dem Weg zum Fitnesscenter war, fand meine Verhaftung durch 25 Mitglieder der Antiterroreinheit der Polizei statt.

Innerhalb weniger Sekunden befand ich mich auf dem Bürgersteig, die Hände mit Handschellen auf den Rücken gebunden, während sie (die Polizisten) ihre Offiziere informierten “dass, alles gut liefe” und dass sie mich “abführten”. Sie führten mich zur zwölften Etage der Polizeizentrale. Später wurde ich informiert, dass weitere zwei Personen, welche meine Freunde sind, verhaftet wurden.
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Update zu den Verhaftungen in Griechenland

Thursday, 1 October, 2009

arrestedAm Dienstag und Mittwoch gab es die Haftprüfungen, in welchen entschieden wurde, dass drei der vier Inhaftierten in Untersuchungshaft gehen und die weibliche Gefangene auf Kaution und unter Auflagen entlassen wird. Sie darf das Land nicht verlassen, trotz der Tatsache, dass sie in London studiert, und muss sich zweimal im Monat auf der lokalen Bullenwache melden. Die anderen sitzen jetzt in Untersuchungshaft, die in Griechenland bis zu 18 Monate dauern kann, einer davon ist ihr Freund, mit der exakt gleichen Anklage. Für die sechs weiteren Beschuldigten wurden Haftbefehle ausgestellt und das alles, obwohl noch keine Beweise von Seiten der Bullen vorgelegt wurden. Das ganze wird mit dem Antiterrorgesetz gerechtfertigt, welches Inhaftierungen, trotz fehlender Beweise erlaubt. Die Anklagen lauten auf Mitgliedschaft in einer Stadtguerilla-Gruppe und Beteiligung an den drei Anschlägen am 12. Juli, 2. und 23. September.

150 bis 200 Personen versammelten den Tag über sich in Solidarität vor dem Büro des ermittelnden Richters. Die ganze Geschichte ist sehr stark in den Medien, wie nicht anders zu erwarten war in einer sehr voreingenommenen Sichtweise. Die vier werden als Gruppe von TerroristInnen gezeichnet, und dass obwohl es bis jetzt keine Beweise gibt, für die Strafverfolgung der vier Beschuldigten und der sechs Gesuchten.

Auf der Website der Kandidatin für die in wenigen Tagen stattfindenden Parlamentswahlen, Louka Katseli, vor ihrer Wohnung war am 23. September ein Brandsatz gezündet worden, woraufhin die Festnahmen vorgenommen wurden, erschien Anfang der Woche ein Statement, dass die Verhaftungen ein Wahlkampftrick der Regierung sei. Nach großer medialer Empörung, fanden die Bullen heraus, dass die Seite von Hackern über einen Server aus den USA manipuliert wurde.

Die drei Inhaftierten und die weiteren Beschuldigten brauchen unsere Solidarität. Lasst sie nicht allein in den widerwärtigen Krallen des Staates und verhaltet euch dementsprechend.

Zu den Verhaftungen in Griechenland

Monday, 28 September, 2009

verhaftungen-griechenland-1Ein paar erste Informationen zu den Verhaftungen von AnarchistInnen in Athen, Griechenland, die beschuldigt werden eine Vielzahl von Anschlägen verübt zu haben. Vier befinden sich momentan im Knast, sechs sind untergetaucht.

In den Abendstunden des 23. September wurden in Athen fünf junge Menschen im Alter von 20 und 21 Jahren unter dem Antiterrorgesetz verhaftet. Die Antiterroreinheiten der griechischen Polizei stürmte ein Haus in Halandri, einer Mittelklassewohngegend im Norden von Athen, im Zusammenhang mit Ermittlungen aufgrund von anarchistischen, militanten Angriffen auf Staat und Kapital. Das Haus wurden seit längerer Zeit beobachtet, da es Verbindungen zu „anti-autoritären und anarchistischen Angriffen“ geben soll und das Haus als geheimer Unterschlupf dienen sollte, es wurden angeblich Materialien gefunden, mit welchen sich Zünder und Sprengvorrichtungen bauen lassen. Von sechs weiteren Personen wurden Fingerabdrücke im Haus gefunden, die Beschuldigten konnten sich aber der Verhaftung entziehen und sind untergetaucht. Einer der fünf Festgenommen wurde später wieder entlassen, die anderen wurden angeklagt unter der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Beschaffung und Besitz von explosiven Materialien, Herbeiführen von Explosionen und Gefährdung von Menschenleben, schwerer Diebstahl, sowie kleinerer Vergehen wie Verstöße wegen Sylvesterknallern und anderem. Sie befinden sich im Knast und müssen sich am morgigen Dienstag vor dem Haftrichter verantworten, welcher über die Untersuchungshaft entscheiden wird. Bis jetzt haben sie jede Kooperation mit den Repressionbehörden abgelehnt und die Vorwürfe zurückgewiesen. Sie sollen Teil der „Conspiracy of the Cells of Fire“ sein. In den Medien wurden die Fotos und Namen der vier veröffentlicht, sowie Steckbriefe der Untergetauchten. Bei einem der Verdächtigen soll es sich um einen 25-Jährigen handeln, der bereits in der Vergangenheit als mutmaßliches Mitglied der Terrorgruppe „Sekte der Revolutionäre“ unter Polizeiverdacht stand.
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Solidarität mit den inhaftierten AnarchosyndikalistInnen in Belgrad

Thursday, 17 September, 2009

Aktuelle Informationen zur Entwicklung unter: www.asi.zsp.net.pl

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Zu den Festnahmen wegen “Hakenkrallen” in Italien

Wednesday, 29 July, 2009

tarnac-berlin-perouseAm 3. Juni, fünf Tage vor Beginn des G8-Gipfels, hatten Carabinieri der "Sektion Anti-Terrorismus" (ROS) zwei italienische Aktivisten in einer "Operation Shadow" auf einer Brücke festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, einen Anschlag mit "Hakenkrallen" auf die Bahnlinie Viterbo – Ancona geplant zu haben. In der Presse wurden sie als Teil einer "anarcho-insurrektionalistischen Vereinigung" mit Nähe zur "Federazione Anarchica Informale" (F.A.I.) bezeichnet. Mindestens gegen 37 andere wird wegen subversiver Vereinigung mit terroristischer Zweckgebung ermittelt. Es hat 40 Durchsuchungen gegeben, bei den beiden Verhafteten soll belastendes Material im Auto gefunden worden sein. Gegen sie wird nun wegen "subversiver Assoziation und schwerem Eingriff in die Transportsicherheit mit terroristischem Motiv” ermittelt.
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Zeug_innenvorladung in Hamburg zu Tarnac9

Friday, 10 July, 2009

hakenkralle

- Einladung zum gemeinsamen Nichtssagen -

Wie zuvor schon zwei Menschen aus Berlin, hat nun auch eine Person in Hamburg eine Vorladung vom Amtsgericht erhalten. Aufgrund eines Rechtshilfeersuchens aus Frankreich soll sie im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens als Zeugin gegen neun Genoss_innen aus Tarnac aussagen.

Im November 2008 kam es in Frankreich zu Hakenkrallenanschlägen auf die Oberleitungen mehrerer TGV-Strecken. Im selben Zeitraum ereigneten sich in Deutschland Brandanschläge auf eine Reihe von Signalanlagen der Bahn. Die Anschläge verursachten in beiden Ländern durch die Störung des regulären Bahnbetriebs erheblichen Schaden. Während ein Bekenner_innenschreiben in Deutschland die Anschläge mit dem Protest gegen den Castortransport nach Gorleben in Verbindung brachte, werden die Anschläge in der französischen Öffentlichkeit vor allem in den Kontext der sich zuspitzenden sozialen Auseinandersetzungen gestellt.
Wenige Tage darauf, am 11. November 2008, wurden im französischen Dorf Tarnac zehn
Genoss_innen im Rahmen einer Razzia festgenommen. Neben dem Vorwurf der Beteiligung an den Hakenkrallenanschlägen wird ihnen unterstellt, einer linksautonomen konspirativen Vereinigung mit dem Namen „Unsichtbare Zelle“ anzugehören. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei auf das Buch „Der kommende Aufstand“ gelegt, dessen Mitautor einer der Beschuldigten sein soll. Der philosophisch- gesellschaftskritische Text spricht von einer kommenden Revolte, auf die es sich vorzubereiten gilt.
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Zeugenvorladungen wegen Hakenkrallen in Berlin – Kundgebung vor der Botschaft

Monday, 6 July, 2009

hakenkralleMitte Juni 2009 erhalten zwei Autonome Post vom Amtsgericht Berlin. Im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens des Tribunal de Grande Instance de Paris werden sie aufgefordert, in einem französischen Ermittlungsverfahren gegen neun GenossInnen als ZeugInnen auszusagen. Worum geht es dabei?
Die von ihnen gewünschte Verbindung ist nachhaltig unterbrochen!

Am 11. November 2008 kam es im französischen Dorf Tarnac zu einer groß angelegten Razzia. Zehn Leute wurden unter Terrorismusverdacht festgenommen, mittlerweile sind alle unter strengen Auflagen wieder draußen. Sie sollen als »Unsichtbare Zelle« Hakenkrallen in die Oberleitungen von mehreren TGV-Strecken gehängt haben. In Folge dessen kam es zu vielerlei Zugausfällen und einem Schaden in Millionenhöhe. Nahezu zeitgleich hatte es auch in Deutschland zahlreiche Brandanschläge auf Signalanlagen der Bahn AG gegeben.
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