Wednesday, 5 October, 2011
Das Klicken der Handschellen der Zivi-Bullen, die endlosen Stunden in der Gefangenensammelstelle, der Haftrichter und schlussendlich der Transport in die JVA Moabit in Berlin. Ein mieses Déjà-vu, Szenen die Tobi schon einmal durchlebte. Der Vorwurf: Brandstiftung an mehreren PKWs in Berlin-Mitte. Wieder Untersuchungshaft, wieder das Warten auf eine ungewisse Zukunft, völliges Ausgeliefertsein. Hinter hohen Mauern, 23 Stunden am Tag hinter verschlossener Tür.
Wir erinnern uns: 2009 saß Tobi schon einmal 43 Tage hinter Gittern, nachdem er in Friedrichshain in der Nähe einiger brennender Luxuskarossen von einer Brandstreife festgenommen wurde. Der Tatvorwurf jene Autos angesteckt zu haben konnte nie bewiesen werden, so dass er letztendlich dafür nicht verurteilt wurde. 2009 erhellten so einige in Flammen stehende Fahrzeuge die Berliner Nächte. Read the rest of this entry »
Tuesday, 4 October, 2011
Am Samstag, den 8. Oktober wird es vor dem Frauenknast in Berlin-Pankow eine solidarische Kundgebung mit einem Hip Hop-Konzert (Lena Stöhrfaktor und Tapete) geben. Veranstaltet wird dieses von der Berliner Antiknastgruppe Kiralina, die inhaftierte Frauen mit Knastpaketen unterstützen. Den Frauenknast Pankow findet ihr in der Arkonastraße 56, in der Nähe des S- und U-Bahnhof Pankow, los geht es um 14 Uhr.
Am Abend wird es dann im New Yorck 59 in Berlin-Kreuzberg eine Soliparty für das feministische Antirepressionsbüro a.r.a.p. geben.
Aufruf für die Kundgebung mit Konzert am Frauenknast Pankow
Kiralina gründete sich als Gruppe 1995, mit dem Ziel, Frauen im Knast zu unterstützen.
Im Laufe der Jahre hatte die Gruppe immer wieder unterschiedliche Schwerpunkte, was jedoch kontinuierlich organisiert wurde, sind Knastpakete.
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Tuesday, 27 September, 2011
Auf linksunten.indymedia.org wurde ein Aufruf für eine Solidemo am kommenden Donnerstag, 29. September 2011, für den am Sonnabend Morgen festgenommen Tobias veröffentlicht. Er wird beschuldigt mehrere Luxuskarren flambiert zu haben. Mit dem gleichen Vorwurf saß er schon einmal vor zwei Jahren für einige Wochen hinter Gittern, aber musste dann entlassen werden, weil sich der Tatvorwurf nicht erhärten ließ. Unsere Solidarität gilt Tobi! Unsere Leidenschaft für die Freiheit, ist stärker als jeder Knast!
Am Samstag den 24.09.11 um 04:00 morgens wurde unser Freund und Genosse Tobias von den scheiß Bullen der Bundespolizei festgenommen. Sie werfen ihm vor, er hätte ein bis drei Luxuskarossen in Mitte angezündet und halten ihn nun in der JVA Moabit gefangen.
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Tuesday, 6 September, 2011
Am 23. September 2011 werden
Light Bearer (atmospheric post-hardcore, U.K.)
und
Monachus (ambient hardcore, Schweden)
im Kastanienkeller (Kastanienallee 85 – Berlin-P’Berg) ab 22:00 Uhr ein Solikonzert für ABC Berlin spielen.
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Friday, 2 September, 2011
Bereits Ende April, kam es in Berlin zu einem (teilweise erfolgreichen) Anquatschversuch des Bundesamtes für Verfassungsschutzes, gegen Familienangehörige von Dennis. Dennis wurde Silvester 2008, von Berliner Cops, in Schönfließ / Brandenburg erschossen.
Da sich die Familie und die FreundInnen nicht mit der polizeilichen Darstellung der üblichen „Notwehrthese“ abfinden wollten, organisierten sie eine Gegenöffentlichkeit, welche die Ermittlungen und den folgenden Prozess kritisch begleiteten. Unterstützung erhielten sie dabei von linken bis linksradikalen Gruppen und Einzelpersonen, welche sich dann teilweise in dem Netzwerk „No Justice No Peace“ zusammenfanden. Gemeinsam wurden Veranstaltungen, Demonstrationen, Konzerte, Kundgebungen, Pressearbeit und die Prozessbegleitung organisiert. Klar war auch, das eine solche Zusammenarbeit, gerade bei diesem brisanten Thema, schnell in den Fokus von den bundesdeutschen Sicherheitsapparate gelangen würden. Eine solche Vernetzung, wie die von der Neuköllner Familie, deren Freundeskreis und linken Gruppen, gab es schon seit längerer Zeit nicht mehr. Viele der Aktionen wurden durch heftige Repression der Polizei begleitet, so finden in Neuruppin immer noch Verhandlungen gegen Prozessbeobachter statt (siehe: de.indymedia.org).
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Wednesday, 31 August, 2011
Am 3. September wird es eine große Demonstration auf den Straßen Berlins geben, mit welcher der Protest gegen steigende Mieten, Luxussanierungen und -modernisierungen und der daraus resultierenden Verdrängung und Vertreibung in die Öffentlichkeit getragen werden soll.
Ein weiterer Aufruf zur Demo mit dem Titel “Sich von den Zwängen des Alltäglichen lösen…” ist in den letzten Tagen auf den Mauern der Stadt aufgetaucht.
Es ist offenkundig: die herrschende Ordnung befindet sich in einer tiefen Krise. Eigentlich wissen alle Bescheid, dass es so nicht weitergehen kann. Die Antwort der Politik auf die Probleme ist der soziale Angriff von Oben, ganz im Sinne des Kapitals und des Profits: alles für die Wirtschaft, nichts für den Menschen. Zumindest nicht für diejenigen, welche nicht die Privilegien der besitzenden Klasse genießen. Sozialabbau, Lohnkürzungen, prekäre Arbeitsverhältnisse und Arbeitslosigkeit sind die Konsequenzen die wir zu spüren kriegen. Gleichzeitig wird die Stadt verscherbelt. Großbauprojekte, Wohnraumsanierung und die Umgestaltung des öffentlichen Raums gehen einher mit Mieterhöhung, Verdrängung und sozialer Kontrolle. Der Urbanismus der modernen Zeit lässt jegliches Leben ersticken.
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Tuesday, 30 August, 2011
Am 24. August 2011 haben die uniformierten Helfer des Staates in Berlin-Reinickendorf eine Person erschossen. Die 53jährige Andrea H. soll mit laut Aussage der Bullen mit einem Messer auf sie losgegangen sein, als diese sie abholen wollten, um sie in die Psychiatrie zwangsweise einzuliefern. Und was machen die Bullen? Mal wieder den Abzug drücken, mal wieder das Leben eines Menschen beenden, so wie schon so viele andere zuvor auch.
Auf de.indymedia erschien am 29. August ein längerer Artikel mit weiteren Infos zu dem Vorfall.
Am Mittwoch, 31. August findet um 19:00 eine Kundgebung
vor dem Haus der Ermordeten statt
Senftenberger Ring 66, Märkisches Viertel, Berlin-Reinickendorf
Tuesday, 16 August, 2011
Am 10. August fand der Prozess gegen unseren Freund und Genossen Det vor dem Berliner Amtsgericht statt, er endete damit, dass Det zu Bewährung verurteilt wurde und wieder in Freiheit ist. Wir begrüßen ihn aufs herzlichste.
Auf indymedia linksunten wurde am 11. August ein Text veröffentlicht, welcher sich zum Prozess äußert. Ergänzen müssen wir dazu aber, dass es keinesfalls so war, dass nur wenige solidarische Menschen vor Ort waren, sondern, dass dies so gewollt war, und somit kein Ausdruck von Entsolidarisierung ist.
Berlin: Det ist frei!
Das Berliner Amtgericht hat eine Bewährungsstrafe und Arbeitsstunden wegen Autobrandstiftung verhängt. Die Staatsanwaltschaft hatte über zwei Jahre Haft gefordert. Der Genosse ist inzwischen aus der Untersuchungshaft entlassen worden.
Am 10. August fand der Prozess gegen Det vor dem Amtsgericht in Berlin-Moabit statt. Det sitzt seit Juni in Moabit und wurde in Handschellen gefesselt in dem kleinen Gerichtssaal geführt. Neben wenigen solidarischen Menschen war von der Presse nur der bürgerliche Teil anwesend. Die junge Welt war nicht informiert worden.
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Sunday, 24 July, 2011
In den letzten Tagen ist ein Poster auf den Straßen von Berlin aufgetaucht. Unter der Überschrift “Über Grenzen der Beherrschung und die Freuden der Subversion” bezieht es sich auf die Demo, die in den Abendstunden des 16. Juli durch die Strassen von Kreuzberg zog. Die Demo fand in Erinnerung an die polizeilichen Todesschüsse auf Carlo Giuliani am 20. Juli 2001 in Genua statt.
Auf der Demo wurde der Text “Der Bruch mit der Autorität – und seine tödlichen Folgen” als Flyer an viele interessierte Umstehende verteilt.
Über Grenzen der Beherrschung
und die Freuden der Subversion
- einige Gedanken über ein wütendes Gedenken -
Vor zehn Jahren wurde Carlo Giuliani während den massiven Protesten gegen den G8-Gipfel in Genua von der paramilitärischen Polizei Italiens, der Carabinieri, erschossen. Um an ihn und an die damals noch junge, kämpferische, antikapitalistische Bewegung sowie an die brutale staatliche Gewalt, die ihr entgegenschlug, zu erinnern, wurde für den 16. Juli 2011 in Kreuzberg zu einer Demonstration aufgerufen. Read the rest of this entry »