Tuesday, 17 May, 2011
Am 12. April 2011 durchsuchten das LKA und dazu gehörige Büttel in blau 20 Wohnungen und Geschäftsräume in Sachsen und Brandenburg. Die Dresdner Staatsanwaltschaft wirft den 17 Beschuldigten die Bildung “krimineller Vereinigungen” nach §129 vor, sie sollen an mehreren Übergriffen auf Nazis in Dresden beteiligt gewesen sein.
Drei Wochen später durchsuchten am 3. Mai 2011 ca. 150 Bullen das Wohnprojekt “Praxis” in Dresden, welches ursprünglich im Rahmen der Razzien am 12. April schon auf ihrer Liste stand. Der Vorwurf gegen einzelne BewohnerInnen, Mitglieder einer kriminellen Vereinigung zu sein, reichte den Bullen auch in diesem Fall erneut aus, um antifaschistische Strukturen zu kriminalisieren.
Auch wenn wir den Lügen der Staatsorgane wenig Glauben schenken, so erstaunt uns die Dreistigkeit ihrer Repressalien immer wieder. Antifaschismus, in welcher Form auch immer, zu kriminalisieren heißt faschistischen Ideen Raum zur Entfaltung zu gewährleisten. Ganz allein an uns liegt es fernab von Staats-und Parteiinteressen, diesem braunem Treiben ein Ende zu bereiten… Read the rest of this entry »
Saturday, 14 May, 2011
Am 8. Mai wurde auf indymedia Bruxsel ein kurzer Text veröffentlicht, der davon berichtet, dass zwei AnarchistInnen in Brüssel in ihrer Küche eine Vorrichtung zur Videoüberwachung gefunden haben. Hier eine Übersetzung des Textes:
Wir haben gerade in unserer Wohnung eine versteckte Vorrichtung zur Videoüberwachung gefunden. Wir beschränken uns hier darauf vorsichtig eine paar technische Details zu geben, zusammen mit den Fotos.
Die Vorrichtung war versteckt hinter einem kleinen Gitter eines Ventilators, welcher die Rigipswand entlüftet, in unserer Küche. Die Kamera, Typ “S/W” (?), war direkt hinter dem Gitter angebracht, verbunden mit einem großen Batteriepaket, bestehend aus drei Röhren mit je vier Batterien mit 14,4 V. Read the rest of this entry »
Thursday, 10 March, 2011
Lambros Foundas wurde am 10. März 2010 von griechischen Bullen im Athener Stadtteil Dafni erschossen. Er war seit mehreren Jahren aktiv innerhalb der anarchistisches Bewegung Griechenlands, nach seinem Tod wurden einige GenossInnen unter dem Vorwurf der Mitgliedschaft in der Stadtguerilla „Revolutionary Struggle“ verhaftet. Drei der sechs Verhafteten bekannten sich dazu KämpferInnen der Gruppe zu sein und gaben bekannt, dass Lambros auch ein Mitglied war.
Wir haben ein im Internet gefundenes Gedicht in Erinnerung an den anarchistischen Genossen übersetzt.
Wir vergessen niemanden, der/die in den blutigen Händen der Staatsgewalt während der erbitterten Kämpfe für ein würdiges und freudevolles Leben gestorben ist. Für uns bleibt die Fortsetzung unseres Angriffs auf das Bestehende der beste Weg, um einem im Kampf gefallenen Gefährten zu trauen und an ihn/sie zu erinnern, in dem Fall von Lambros genauso wie bei allen anderen. Read the rest of this entry »
Saturday, 5 March, 2011
In den Nachmittagsstunden des 5. März versammelten sich in Berlin über 300 Personen, um gegen Polizeigewalt zu demonstrieren und wegen des Todes von Sliman Hamade, der vor einem Jahr nach einem Polizeieinsatz starb, ihre Wut auf die Strasse zu tragen.
Unser Redebeitrag:
Die Polizei – dein Freund und Helfer?
Obwohl ständig versucht wird uns solch ein Bild zu verkaufen, stellt die Wirklichkeit die Dinge anders dar. Denn für wie viele von uns entspricht es tatsächlich der Realität, dass die Herren und Damen in Uniform dafür da sind um uns zu beschützen?
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Thursday, 24 February, 2011
Am 28. Februar 2010 verstarb Sliman Hamade in einem Krankenhaus, dort befand er sich nachdem er wenige Stunden zuvor von Polizeibeamt_innen in seinem Wohnhaus im Berliner Bezirk Schöneberg brutalst angegriffen wurde. Sie schlugen mit Schlagstöcken auf ihn ein, die Treppe wird er hinuntergeworfen, gefesselt bekommt er Pfefferspray ins Gesicht. Den Bullen und ihren Freund_innen der Presse war es nicht wert sich viel dazu zu äußern, die Ermittlungen wurden schnell eingestellt, der Tote vergessen, wieder ein Toter durch die Gewalt der Berliner Polizei.
Demonstration gegen Polizeigewalt ~ 5. März ~ 17 Uhr ~ U-Bhf Bülowstrasse
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Thursday, 20 January, 2011
Ein Statement von Mark Barnsley, ein langjähriger Anarchist aus England. Er beschreibt seine Sicht auf die Enttarnung und seine Beziehung zu Mark “Stone” Kennedy, wie er selber schreibt, war er die erste Person, auf die der Bulle angesetzt war.
Despite previously being a good friend of the now unmasked undercover cop Mark Stone/Kennedy, like most who genuinely knew him well I have until now maintained a stoic silence on the affair, in print at least. I regret having to make this statement and do so only in view of the fact that I have been named in the national press at least twice in relation to the matter, and to clarify the facts regarding the issue in as much as they pertain to myself.
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Friday, 14 January, 2011
Hier ein Statement von unserer Seite über die aktuellen Entwicklungen im Fall des enttarnten Bullenspitzels Mark “Stone” Kennedy. Weiter unten gibt es zwei Texte, die auf indymedia in England zensiert wurden, weil sie Sachen ansprechen, die scheinbar manche nicht lesen/hören wollen. Außerdem gibt es unten einige Links zu Presseartikeln.
Seit dem 10. Januar wurde es wieder heiß um den Fall Mark “Stone” Kennedy. Im Rahmen eines stattfindenden Prozesses gegen sogenannte „Klima-Aktivisten“, die „Ratcliff 6“, wurde Mark Kennedy die Bühne wieder angeboten, in dem die „Aktivisten“ viele Informationen über ihn und seine Beziehungen zur dortigen Szene preisgaben. Die Medien, durch die „Aktivisten“ gefüttert und unterstützt, stürzten sich auf diese heiße Geschichte, die Tag zu Tag neue Entwicklungen entrollt und sogar die anhaltende Unruhe in Tunesien in den Schatten stellt.
Was zur Zeit in England passiert ist sehr gefährlich. Menschen, die sich als politische Aktivisten bezeichnen (aber zum Glück keinerlei Anspruch besitzen sich als Revolutionäre, AnarchistInnen oder wie auch immer zu begreifen) sind in Kontakt mit Mark getreten, um ihren Arsch bei dem Prozess zu retten. Peinliche im Fernsehen übertragene Anrufe zwischen einem in England sehr bekannten Bewegungsmanager und Mark rüttelten die englische „public opinion“ auf, die jetzt Aufklärung fordert, weil sie sich über den normalen Ablauf des repressiven Apparates überrascht zeigt. Obwohl das Bespitzeln schon immer zu den Mitteln jeglicher Art von repressiver Behörde gehört.
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Friday, 14 January, 2011
Since the 10 of January the story around Mark „Stone“ Kennedy turned hot again. During a trial against so-called „climate activists“, the „Ratcliff 6“, one offered the stage again to Mark Kennedy. The „activists“ gave away many informations about him and his links to the local scene; the medias, which have been fed and supported by the „activists“, launched themselves on this hot story which, day by day, uncoils new developments and manages even to overshadow the ongoing unrests in Tunisia.
What is happening right now in England is really dangerous. People who describes themselves as political activists (who thanksfully have no pretence to understand themselves as revolutionaries, anarchists or whatsoever) got in touch with Mark in order to save their asses at the trial. Mortifying phonecalls between one well known english movement-manager and Mark have been broadcasted on television, shaking the english „public opinion“ who now asks for elucidation since she shows surprise in regards to the normal way how the repressive autorithy works. But grassing and spying on have been always belonging to the means of any sort of repressive agency.
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Friday, 3 December, 2010
Belgien, kleines Land des Biers und der Schokolade, beworben als eine Stütze des verbreiteten sozialen Friedens, als die Hauptstadt eines florierenden Europas. Allerdings schüren schon seit Jahren Unruhen in den Knästen und inspirieren Ausbrüche und Auseinandersetzungen mit der Polizei und den Schließern – auf einer individuellen sowie einer kollektiven Art. Diese Unruhen finden ein Echo in bestimmten Vierteln von Brüssel und anderen Städten, wo sich Jugendliche – die zukünftige Füllmasse der Knäste – einen heftigen Kampf mit der Polizei liefert. Und zwar bis zu einem Punkt, wo es schwierig wird woanders hinzugucken und so zu tun als würde nichts passieren.
An den Bruchstellen, die diese gemeinsamen Revolten hervorbringen, haben wir als AnarchistInnen einen fruchtbaren gemeinsamen Boden gefunden, um Ideen und Praktiken zu verbreiten. Mit dem Versuch Beziehungen mit denjenigen zu schaffen die kämpfen und zwar nicht nur gegen die Polizei, sondern um die sozialen Beziehungen in Frage zu stellen, die auf Autorität gebaut sind, sowie das unaufhörliche Bemühen nach mehr Geld und Konsum, die soziale Kontrolle durch die Religion, das Patriarchat und die erstickenden Gemeinschaften.
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