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	<title>Anarchist Black Cross Berlin &#187; Prozess</title>
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		<title>Keine Beugehaft für Christa Eckes</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 15:45:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[RAF - Rote Armee Fraktion]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit dem 30. September 2010 läuft in Stuttgart ein Prozess gegen Verena Becker, weil sie an der Erschießung des Generalbundesanwalts Buback im Jahr beteiligt gewesen sein soll. Im Laufe des Prozesses wurden schon unzählige ehemalige KämpferInnen der RAF als ZeugInnen vorgeladen, denjenigen, die vom Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machten, wurde dies zugestanden. Nach Siegfried Haag und Roland [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/03/Rote-Armee-Fraktion.png" rel="lightbox[5824]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3256" title="Rote Armee Fraktion" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/03/Rote-Armee-Fraktion-150x147.png" alt="Rote Armee Fraktion" width="150" height="147" /></a><em>Seit dem 30. September 2010 läuft in Stuttgart ein Prozess gegen Verena Becker, weil sie an der Erschießung des Generalbundesanwalts Buback im Jahr beteiligt gewesen sein soll. Im Laufe des Prozesses wurden schon unzählige ehemalige KämpferInnen der RAF als ZeugInnen vorgeladen, denjenigen, die vom Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machten, wurde dies zugestanden. Nach Siegfried Haag und Roland Mayer wurde jetzt gegen Christa Eckes Beugehaft verhängt, hierzu ein solidarischer Aufruf: [<strong>Update 15.12.11</strong>: Der Vollzug der Beugehaft wurde ausgesetzt]</em></p>
<h3 style="text-align: center;">Tödliche Beugehaftandrohung der Justiz</h3>
<p>Unsere Freundin und Genossin Christa Eckes soll in Beugehaft gehen,‭ ‬weil sich das Oberlandesgericht‭ (‬OLG‭) ‬in Stuttgart dem Antrag der Bundesanwaltschaft‭ (‬BAW‭) ‬anschloss.‭ ‬Im August diesen Jahres stellte sich heraus,‭ ‬dass Christa an akuter lymphatischer Leukämie erkrankt ist.‭ ‬Seit Anfang September wird sie mit Chemo-Therapie und Bestrahlung stationär im Krankenhaus behandelt und kämpft um ihr Leben.‭ ‬Eine Haft würde ihr Leben akut gefährden.‭ ‬Die dringend notwendige Therapie würde damit abgebrochen.‭ ‬Die angeordnete Maßnahme riskiert damit bewusst und zynisch ihr Leben.<br />
<span id="more-5824"></span><br />
Seit dem‭ ‬30.‭ ‬September‭ ‬2010‭ ‬läuft in Stuttgart der medial groß inszenierte Prozess gegen das frühere RAF-Mitglied Verena Becker.‭ ‬Hintergrund des Verfahrens ist die Erschießung des damaligen Generalbundesanwalts Buback‭ ‬1977.‭ ‬Obwohl Christa zur Zeit des Attentats auf Buback bereits mehrere Jahre im Knast saß,‭ ‬wurde sie wie viele andere ehemalige RAF Mitglieder im Vorfeld dieses Prozesses als Zeugin im Bundesgerichtshof‭ (‬BGH‭) ‬in Karlsruhe vorgeladen.‭ ‬Sie hat die Aussage verweigert und auf Antrag der BAW wurden bereits damals‭ ‬6‭ ‬Monate Beugehaft gegen sie verhängt,‭ ‬die aber zunächst zurückgestellt wurde.</p>
<p>Im September‭ ‬2011‭ ‬wurde sie vom OLG Stuttgart erneut als Zeugin im Prozess gegen Verena Becker geladen.‭ ‬Das vorgelegte Attest über Art und Schwere der Erkrankung hielt das Gericht nicht davon ab,‭ ‬im November eine Befragung von Christa im Aufenthaltsraum des Krankenhauses zu erzwingen.‭ ‬Christa bekam zu diesem Zeitpunkt gerade eine Infusion der Chemo-Therapie.‭ ‬Trotz der ausdrücklichen Aufforderung des Chef-Arztes,‭ ‬dass die Befragung auf keinen Fall länger als‭ ‬30‭ ‬Minuten gehen dürfe,‭ ‬dauerte die ganze Prozedur fast eine ganze Stunde.</p>
<p>Christa hat die Aussage verweigert und das OLG Stuttgart hat am‭ ‬1.‭ ‬Dezember sechs Monate Beugehaft gegen Christa angeordnet.‭ ‬Zuvor sollte allerdings die Haftfähigkeit geprüft werden.‭ ‬Der Beschluss des Gerichts wurde offen als Fax ins Stationszimmer des Krankenhauses geschickt,‭ ‬wo er von allen Vorbeigehenden gelesen werden konnte.‭ ‬Am‭ ‬9.‭ ‬Dezember wurde Christa die Ladung zum Antritt der Beugehaft zugestellt.‭ ‬Sie soll sich bis spätestens‭ ‬23.‭ ‬Dezember‭ ‬2011‭ ‬im Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg bei Stuttgart einfinden.‭ ‬Ihre Haftfähigkeit wurde nicht geprüft.</p>
<p>Es ist völlig klar,‭ ‬dass Christa im Knast die für sie überlebenswichtige Krebstherapie nicht fortführen kann‭ – ‬auch nicht in einem der Knastkrankenhäuser,‭ ‬die eher Menschen unter Druck setzen als behandeln.‭ ‬Außerdem ist es für Christa in dieser Extremsituation sehr wichtig,‭ ‬die Nähe und den Austausch mit ihren Freund_innen und ihrer Familie zu haben‭ – ‬von Menschen umgeben zu sein,‭ ‬die ihr gut tun.‭</p>
<p>Der Erfolg ihrer Behandlung steht sowieso schon auf Messers Schneide,‭ ‬und jetzt kommt noch die Bedrohung seitens der Justiz dazu.</p>
<p><strong>Warum Aussageverweigerung‭?</strong></p>
<p>Ehemalige Gefangene aus der RAF erklärten in einem Papier vom Mai‭ ‬2010,‭ ‬veröffentlicht‭ „‬von Einigen,‭ ‬die zu unterschiedlichen Zeiten in der RAF waren‭“‬:‭ „‬Wenn von uns niemand Aussagen gemacht hat,‭ ‬dann nicht,‭ ‬weil es darüber eine besondere‭ „‬Absprache‭“ ‬in der RAF gegeben hätte,‭ ‬sondern weil das für jeden Menschen mit politischem Bewusstsein selbstverständlich ist.‭ ‬Eine Sache der Würde,‭ ‬der Identität‭ – ‬der Seite,‭ ‬auf die wir uns gestellt haben.‭“ ‬Und an anderer Stelle:‭ „‬Wir machen keine Aussagen,‭ ‬weil wir keine Staatszeugen sind,‭ ‬damals nicht,‭ ‬heute nicht.‭“</p>
<p>Christa besteht auf ihrem legitimen Recht Aussagen zu verweigern.</p>
<p>Das staatliche und gesellschaftliche Rachebedürfnis gegenüber den Menschen,‭ ‬die in der RAF organisiert waren,‭ ‬ist ungebrochen.‭ ‬Verlangt werden Reue und Unterwerfung.‭ ‬Alle,‭ ‬die nicht Abbitte leisten,‭ ‬werden weiterhin verfolgt und denunziert.‭ ‬Die BAW hat bereits in anderen Zusammenhängen die Beugehaft begründet:‭ „‬…die kollektive Aktion‭ (‬muss‭) ‬über das Mittel der Beugehaft gebrochen werden‭“ (‬s.‭ ‬Kasten‭) ‬und‭ „‬Die Beugehaft ist keine Strafe sondern eine Erziehungsmaßnahme‭“ (‬Oberstaatsanwalt in Memmingen,‭ ‬1989‭)‬.‭</p>
<p>Mit dem Prozess gegen Verena Becker wird die Verfolgungswut der Justiz noch nicht zu Ende sein.‭ ‬Weitere Ermittlungsverfahren gegen ehemalige Mitglieder der RAF,‭ ‬die bereits verurteilt waren,‭ ‬sind schon eingeleitet.‭</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Jetzt gilt es aktiv zu werden,‭ ‬Christa braucht euch jetzt alle‭!</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Seid laut und erfinderisch,‭ ‬protestiert‭!</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Bringt eure Empörung zum Ausdruck‭!</strong></p>
<h3 style="text-align: center;">Wir fordern die sofortige Aufhebung der Beugehaft‭!</h3>
<h3 style="text-align: center;">Hände weg von Christa‭!</h3>
<p>Infos,‭ ‬Aktionen,‭ ‬Aktionsvorschläge und Aufrufe demnächst auf:<a href="http://keinebeugehaft.blogsport.de" target="_blank"> www.KeineBeugehaft.blogsport.de</a></p>
<p><strong>Spendenkonto</strong></p>
<p><em>Die Kosten,‭ ‬die nun auf Christa zukommen,‭ ‬können enorm anwachsen,‭ ‬denn alle gerichtlichen Aufwände,‭ ‬inkl.‭ ‬Knastaufenthalt,‭ ‬werden ihr in Rechnung gestellt.</em></p>
<p><em>Förderverein für antifaschistische Kultur</em></p>
<p><em>Konto Nr.‭ ‬222‭ ‬664‭ ‬15</em></p>
<p><em>Sparkasse Karlsruhe,‭ ‬BLZ‭ ‬660‭ ‬501‭ ‬01</em></p>
<p><em>IBAN:‭ ‬DE92660501010022266415</em></p>
<p><em>Verwendungszweck:‭ ‬Beugehaft</em></p>
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		<title>Aktuelles zu Prozessen gegen AnarchistInnen in Griechenland</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 16:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<description><![CDATA[In Griechenland passiert in vielerlei Hinsicht momentan einiges, neben Themen wie Staatsbankrott und Regierungsumbildung, Streiks und Massendemonstrationen, die in den internationalen Medien bis zum Erbrechen ausgeschlachtet werden, gibt es unzählige anarchistische und antiautoritäre GenossInnen, die sich in den Knästen befinden und viele weitere, die von Anklagen konfrontiert sind. Hier die Übersetzungen von zwei Texten, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/11/fuck-the-police.jpg" rel="lightbox[5536]"><img class="alignright size-medium wp-image-5620" title="fuck the police" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/11/fuck-the-police-250x155.jpg" alt="fuck the police" width="200" height="124" /></a><em>In Griechenland passiert in vielerlei Hinsicht momentan einiges, neben Themen wie Staatsbankrott und Regierungsumbildung, Streiks und Massendemonstrationen, die in den internationalen Medien bis zum Erbrechen ausgeschlachtet werden, gibt es unzählige anarchistische und antiautoritäre GenossInnen, die sich in den Knästen befinden und viele weitere, die von Anklagen konfrontiert sind. Hier die Übersetzungen von zwei Texten, die vor einigen Tagen auf dem <a href="https://thisisourjob.noblogs.org/" target="_blank">This is our Job-Blog</a> veröffentlicht wurden (<a href="https://thisisourjob.noblogs.org/post/2011/11/06/fire-cells-conspiracy-trial-updates/" target="_blank">1</a>, <a href="https://thisisourjob.noblogs.org/post/2011/11/06/other-anarchist-trial-updates-from-greece/" target="_blank">2</a>).</em></p>
<h3 style="text-align: center;">Fire Cells Conspiracy-Prozess Updates</h3>
<p>Vor einigen Wochen hat die Staatsanwaltschaft in der Anklage gegen die <a href="http://www.abc-berlin.net/tag/conspiracy-of-the-cells-of-fire" target="_blank">Fire Cells Conspiracy</a> die Zusammenstellung der Akten weitestgehend beendet und bekanntgegeben, welche Beschuldigten vor Gericht vorgeladen werden (der Termin wurde noch nicht festgelegt) für den Versand von Briefbomben am 1. November 2010. <span id="more-5536"></span>Gegen elf Personen wird verhandelt werden, neun von denen (Panayiotis Argyrou, Damiano Bolano, Olga Economidou, Haris Hatzimichelakis, Giorgos and Michalis Nikolopoulos, Giorgos Polydoras und Christos und Gerasimos Tsakalos) sind MitgliederInnen der Conspiracy. Die zwei anderen (Giorgos Karagiannidis und Alexandros Mitrousias) verneinen es Mitglieder zu sein. Die Anklagepunkte sind &#8220;Bildung einer terroristischen Organisation&#8221;, &#8220;Beschaffung und Herstellung von Bomben und explosiven Stoffen&#8221;, &#8220;Besitz von Bomben und explosiven Stoffen&#8221; und die &#8220;Herbeiführung von Explosionen mit dem Potenzial der Gefährdung/Beschädigung von Objekten und Lebewesen&#8221;.</p>
<p>Ebenfalls Anfang Oktober wurden Angestellte des Logistikunternehmens, welches benutzt wurde um die Briefbomben zu versenden, in Anwesenheit des Anklägers und der Untersuchungsrichter befragt, um einige der Beschuldigten zu identifizieren. Keine/r der Angestellten erkannte unsere Genossen wieder, und die Aussage von einer der &#8220;Hauptzeugen&#8221; gegen Karagiannidis war durchaus aufschlussreich:</p>
<blockquote><p>Die Polizei zeigte mir vier oder fünf Photos, um zu sehen, ob ich eine/n von ihnen wiedererkennen würde. Ich erzählte ihnen zuerst, dass ich außerstande bin jemanden zu identifizieren den ich für zwei Sekunden gesehen habe und außerdem einen Motorradhelm trug. Sie fragten mich, ob ich eventuell einige körperliche Merkmale wiedererkennen könnte. Ich erklärte ihnen, dass ich dies nicht könne, und dann fragten sie mich, ob einige Merkmale übereinstimmend wären mit denen auf den Photos, die sie mir zeigten. Ich erklärte ihnen, dass ich mich nicht genau erinnern könne und sie antworteten: &#8220;Gut, wir werden es aufschreiben als &#8216;einige ähnliche Merkmale&#8217;.&#8221;</p></blockquote>
<p>Währenddessen bereiten die Ankläger weitere Akten vor, bezüglich anderer Anschläge der Conspiracy. Es steht noch immer nicht fest, ob ein einziger Prozess die &#8220;gesammelten Werke&#8221; der Gruppe behandeln wird oder ob es eine Serie von Prozessen mit leichten Änderungen in der Rangfolge der Angeklagten geben wird. Auf alle Fälle beharren die Autoritäten bei den vier GenossInnen, die in der Antiterroroperation am 4. Dezember 2010 festgenommen wurden, auf der zugeschriebenen Mitgliedschaft in der Gruppe, unter ihnen Karagiannidis und Mitrousias, die schon <a title="Urteile im ersten Prozess gegen die Conspiracy of the Cells of Fire" href="http://www.abc-berlin.net/urteile-im-ersten-prozess-gegen-die-conspiracy-of-the-cells-of-fire" target="_blank">im ersten Prozess zu 20 und 11 Jahren Knast verurteilt</a> wurden. Stella Antoniou und Costas Sakkas haben die selben Anklagen wie Karagiannidis und Mitrousias, während Dimitris Michail und Christos Politis &#8211; verhaftet am selben Tag wie die anderen vier und nach sechs Monaten aus der Untersuchungshaft entlassen &#8211; nicht aufgeführt werden in dem Schriftsatz, die Ankläger wollen einen Freispruch für sie. Die Anklagen gegen die Beschuldigten, unabhängig davon ob sie ihre Mitgliedschaft in der Conspiracy offengelegt haben oder nicht, sind die selben: &#8220;Bildung einer terroristischen Vereinigung&#8221;, &#8220;Ausübung von Terrorakten&#8221;, usw, sowie &#8220;Urkundenfälschung&#8221; (vorausgesetzt es wurden falsche Personaldokumente gefunden). Karagiannidis und Sakkas sind zusätzlich von dem Anklagepunkt &#8220;Vortäuschung einer Autorität&#8221; betroffen, sie werden beschuldigt als Polizeibeamte verkleidet mit einem Auftrag persönliche Informationen von Fußgängern (einige StudentInnen wollen sie wiedererkannt haben) gesammelt zu haben, um falsche Ausweispapiere mit den Daten von existierenden Personen zu erstellen.</p>
<p>Außerdem zeigt die niederträchtige Beschuldigung des &#8220;Anführers&#8221; der Conspiracy erneut ihre hässliche Fratze. Bereits Anfang 2011, gerade als der erste Prozess gegen die Gruppe begann, wurde die Rolle des Anführers der Organisation Hatzimichelakis zugesprochen. Jetzt spielen die Ankläger wieder mit der selben Idee, aber momentan schlagen sie drei verschiedene &#8220;Kandidaten&#8221; für die &#8220;Position&#8221; vor, anspielend darauf, dass die &#8220;Führungsrolle&#8221; besetzt werden könnte von Bolano, Giorgos Nikolopoulos, Christos Tsakalos, oder &#8211; warum nicht? &#8211; allen dreien zusammen. Ein Auszug:</p>
<blockquote><p>Sie haben, zusammen mit Hatzimichelakis und anderen unbekannten Personen, die Fire Cells Conspiracy geleitet, in welcher sie Entscheidungen getroffen und die Anführerposition übernommen haben. Ihre Aufgabe war wesentlich und maßgeblich im Bezug auf den Erwerb und die Beschaffung von Materialien und anderen Sachen, die von der Organisation benutzt wurden zur Herstellung von improvisierten explosiven Vorrichtungen, mit dem Ziel diese illegal zu verteilen, die Nutzung und Aufrechterhaltung von Wohnungen und Lagerstätten als Verstecke und als Orte, um sich mit Waffen zu bevorraten, sowie das Schreiben der Kommunikees der Organisation und deren Veröffentlichung auf Indymedia.</p></blockquote>
<p>Am 7. November wird ein Tribunal des Obersten Gerichts in Athen über den Antrag zur Aussetzung der Strafe gegen den Genossen Panayiotis Masouras beraten. Der selbe Antrag wurde von der Verteidigung nach den Urteilen im ersten Prozess gegen die Conspiracy vorgelegt, aber er wurde einstimmig zurückgewiesen. Berichten zufolge wird die Entscheidung des Tribunal nach einigen Tagen veröffentlicht werden. Die Verteidigung von Konstantina Karakatsani wird auch einen solchen Antrag Anfang Dezember einreichen.</p>
<p>Es gibt auch einige unterhaltsame Neuigkeiten. Ein Beamter der Antiterroreinheit, welcher als Zeuge im ersten Prozess gegen die Conspiracy auftrat (er war Teil des Überwachungsteams, welches die Wohnung von Hatzimichelakis observierte), wurde vor zwei Wochen wegen eines bewaffneten Raubüberfalls auf einen Lotteriemitarbeiter im Athener Stadtteil Aghios Dimitrio verhaftet. Seine Beute betrug 180 Euro und er wurde innerhalb von kürzester Zeit von seinen Kollegen gefangen.</p>
<hr />
<h3 style="text-align: center;">Weitere Updates von Prozessen<br />
gegen AnarchistInnen in Griechenland</h3>
<p>Der <a title="Text der drei gefangenen Mitglieder des Revolutionären Kampfes anlässlich des Prozessbeginns am 5. Oktober 2011" href="http://www.abc-berlin.net/text-der-drei-gefangenen-mitglieder-des-revolutionaeren-kampfes-anlaesslich-des-prozessbeginns-am-5-oktober-2011" target="_blank">Revolutionary Struggle-Prozess</a> begann am 5. Oktober, fast jede Woche wird es es einen Prozesstag geben. Updates in englischer Sprache gibt es bei <a href="http://actforfreedomnow.wordpress.com/" target="_blank">Act for Freedom Now!</a> und <a href="http://en.contrainfo.espiv.net/" target="_blank">Contra Info</a>. Das einzige, was nicht richtig Erwähnung fand, ist die Tatsache, dass Costas Katsenos, gegen den seit April 2010 ein Haftbefehl bestand aufgrund von Vorwürfen im Bezug auf die Gruppe, sich in der Gegenwart seines Anwalts kurz vor dem Prozess den Behörden gestellt hat. Wie schon erwähnt wurde, wurden die drei Personen, die ihre Mitgliedschaft in der Gruppe offenbart haben &#8211; Costas Gournas, Nikos Maziotis und Panayiota Roupa (sowie der kleine Lambros Victor, der Sohn von Maziotis und Roupa, welcher im Juli 2010 im Knast geboren wurde) &#8211; aus der Haft entlassen, weil sie die Zeit der nach dem griechischen Gesetz auf 18 Monate beschränkten Untersuchungshaft abgesessen haben. Dies ist eine weltweit einzigartige Situation, wir haben nie davon gehört, dass bekennende MitgliederInnen einer bewaffneten Gruppe freigelassen werden mussten, aber dies ist nicht mehr als der Versuch des griechischen Staates sich als der demokratischste und rechtschaffenste darzustellen. Auf jeden Fall ist dies eine sehr überraschende Entwicklung, gerade wenn man sich den Fall von Haris Hatzimichelakis (als bekennendes Mitglieder der Conspiracy of the Cells of Fire) anschaut, der nach dem Ablauf der 18 Monate im Knast nicht entlassen wurde, sondern stattdessen mit neuen Anklagen konfrontiert wurde.</p>
<p>Der Prozess gegen die vier Genossen, die beschuldigt werden im September 2010 in Psachna eine Bank überfallen zu haben, begann am 18. Oktober in Halkida. Zwei der Genossen — Alexandros Kosivas und Michalis Traikapis — befinden sich in Untersuchungshaft seit ihrer Verhaftung, und sie wurden zum Knast Halkida verlegt einen Tag bevor der Prozess begann. Die beiden anderen Genossen — Maria Economou und Venos Polykretis — befinden sich unter Auflagen in Freiheit. Der Prozess geht kaum voran, aufgrund des landesweiten Streiks der VerteidigerInnen. Zweimal wurden Prozesstage schon verschoben, und es ist geplant, dass die Verhandlungen am 15. November fortgesetzt werden. Eine motorisierte Demo wird am 12. November in Athen stattfinden, um den Fall öffentlicher zu machen. Das Poster für die Demo gibt es <a href="http://athens.indymedia.org/front.php3?lang=el&amp;article_id=1350343" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Der Prozess gegen den Genossen Rami Syrianos, der die Verantwortung für einen Überfall auf eine Fahrzeugauktion am 31. Januar 2011 übernommen hat, wird am 5. Dezember in Thessaloniki beginnen. Der am selben Tag, unter dem Vorwurf der Komplize von Syrianos gewesen zu sein, festgenommene Genosse K.S. wird ebenfalls neben Syrianos vor Gericht stehen, obwohl er zwei Tage nach der Inhaftierung entlassen wurde, nachdem etliche ZeugInnen ausgesagt hatten, dass er sich zur Zeit des Überfall an einem anderen Ort befunden hat.</p>
<p>Mitte Dezember wird der letzte Prozess gegen <a href="http://www.abc-berlin.net/tag/simos-seisidis" target="_blank">Simos Seisidis</a> beginnen, hoffentlich der letzte. Die Anklage umfasst einen Vorfall, welcher vier Jahre zurückliegt, als jemand einen Spezialwachoffizier entwaffnete, der das Haus eines Richters des höchsten Gerichts bewachte. Die gestohlene automatische Waffe wurde nie gefunden, weshalb die Herrschenden nun versuchen Seisidis dafür zu belangen, da er zu der Zeit untergetaucht war.</p>
<p>Vor zwei Wochen wurde der Genosse Michalis O. unter Auflagen entlassen, nachdem er am 5. September in Exarcheia verhaftet wurde, mit dem Vorwurf Molotovcocktails auf die Bullen geworfen zu haben.</p>
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		<title>Solidarische Worte und Poster zum Prozessauftakt gegen Revolutionary Struggle</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/solidarische-worte-und-poster-zum-prozessauftakt-gegen-revolutionary-struggle</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 06:20:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Zuge des Prozessbeginns am 5. Oktober gegen mehrere Beschuldigte im Verfahren gegen die griechische Stadtguerilla Revolutionary Struggle in Athen  tauchten auf Hauswänden in Griechenland mehrere solidarische Poster auf. Einige von ihnen wollen wir hier zeigen. Außerdem dazu einige solidarische Worte des in England inhaftierten Thomas Blak. Drei der Beschuldigten werden seit dem 10. April [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/04/epanastatikos_agonas-revolutionary_struggle.jpg" rel="lightbox[5298]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3682" title="Revolutionärer Kampf [Revolutionary Struggle - Epanastatikos Agonas]" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/04/epanastatikos_agonas-revolutionary_struggle-150x112.jpg" alt="Revolutionärer Kampf [Revolutionary Struggle - Epanastatikos Agonas]" width="135" height="101" /></a><em>Im Zuge des <a title="Internationaler Solidaritätsaufruf mit der griechischen Stadtguerilla Revolutionary Struggle" href="../internationaler-solidaritaetsaufruf-mit-der-griechischen-stadtguerilla-revolutionary-struggle">Prozessbeginns </a></em><a title="Internationaler Solidaritätsaufruf mit der griechischen Stadtguerilla Revolutionary Struggle" href="../internationaler-solidaritaetsaufruf-mit-der-griechischen-stadtguerilla-revolutionary-struggle"><em>am 5. Oktober </em></a><em><a title="Internationaler Solidaritätsaufruf mit der griechischen Stadtguerilla Revolutionary Struggle" href="../internationaler-solidaritaetsaufruf-mit-der-griechischen-stadtguerilla-revolutionary-struggle">gegen mehrere Beschuldigte</a> im Verfahren gegen die griechische Stadtguerilla <a href="../tag/revolutionary-struggle">Revolutionary Struggle</a> in Athen  tauchten auf Hauswänden in Griechenland mehrere solidarische Poster auf. Einige von ihnen wollen wir hier zeigen. Außerdem dazu einige solidarische Worte des in England inhaftierten <a title="Antifas in Haft in England" href="../antifas-in-haft-in-england">Thomas Blak</a>.</em><br />
<em>Drei der Beschuldigten werden seit dem </em><em> <a href="../verhaftungen-in-griechenland-aufgrund-von-staatsfeindlichem-terrorismus" target="_blank">10. April 2010</a> in den Knästen festgehalten. Die Drei, Pola Roupa, Nikos Masiotis und Costas Gournas, bekannten sich Ende April 2010 zu ihrer Mitgliedschaft in einem <a title="“Politisches Schreiben an die Gesellschaft” von Revolutionary Struggle" href="../politisches-schreiben-an-die-gesellschaft-von-revolutionary-struggle" target="_blank"> “Politischen Schreiben an die Gesellschaft”</a>. Zum Prozessauftakt haben sie sich ebenfalls geäußert mit <a href="../text-der-drei-gefangenen-mitglieder-des-revolutionaeren-kampfes-anlaesslich-des-prozessbeginns-am-5-oktober-2011" target="_blank">einem längeren Text</a>.</em><br />
<em><em>Unsere Solidarität gilt allen, die in diesem Verfahren beschuldigt werden. Für eine grenzenlose Solidarität mit allen KämpferInnen für die Freiheit! Feuer und Flamme für Staat und Kapital!</em></em></p>
<h3>Solidarität mit den GenossInnen von R.S.</h3>
<p><span id="more-5298"></span>Ich sende euch meine Unterstützung und Hoffnung der Stärke für den Prozess.<br />
Ein Spektakel, errichtet von korrupten Richtern, Bullen und Politikern.<br />
Im Norden werden wir eine geballte Faust durch die vergitterten Fenster der englischen Knäste in Richtung des Himmels recken.<br />
Niemals die Sicht auf unser Ziel verlierend.<br />
Die Träume von Freiheit und Sieg teilend.<br />
Mit Entschlossenheit und Tapferkeit, zusammen werden wir Erfolg haben.<br />
Niemand ist frei, bis alle frei sind.</p>
<p>Feuer für die Knäste und die Staaten, die sie errichten.</p>
<p>T. Blak<br />
28/09/2011</p>
<hr />
<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/10/Das-aussergewöhnliche-Kriegsgericht-des-Systems.jpg" rel="lightbox[5298]"><img class="alignright size-medium wp-image-5320" title="Das außergewöhnliche Kriegsgericht des Systems – Solidarisches Poster aus Griechenland zum am 5. Oktober beginnenden Prozess gegen Revolutionary Struggle" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/10/Das-aussergewöhnliche-Kriegsgericht-des-Systems-173x250.jpg" alt="Das auergewöhnliche Kriegsgericht des Systems – Solidarisches Poster aus Griechenland zum am 5. Oktober beginnenden Prozess gegen Revolutionary Struggle" width="173" height="250" /></a></p>
<h3>Das außergewöhnliche Kriegsgericht des Systems</h3>
<p>kann den Kampf gegen Unterdrückung und Ausbeutung keinen Prozess machen, noch kann es politische Entscheidungen, Auffassungen oder Beziehungen der KämpferInnen verurteilen.<br />
<strong>Solidarität</strong> mit den Mitgliedern des „Revolutionären Kampfes“<br />
Pola Roupa – Nikos Maziotis – Kostas Gournas<br />
und Sarantos Nikitopoulos – Christoforos Kortessis – Vagelis Stathopoulos – Mari Beracha, welche angeklagt werden an den Aktionen des RK teilgehabt zu haben, obwohl sie alle Anklagen verneinen mit denen, welche Unterwürfigkeit und Verelendung nicht als Lebensbedingungen akzeptieren</p>
<p>Wir vergessen nie den Anarchisten Lambros Foundas, Mitglied des „Revolutionären Kampfes“, der am 10. März 2010, während den Vorbereitungen einer Aktion der Organisation, als Kämpfer fiel. Kampf der Troika, Kapital und Staat</p>
<p>Für die soziale Revolution<br />
Für die soziale Befreiung</p>
<p><strong>Demonstration am 1, Oktober, Syntagma Platz 12:00 Uhr<br />
Prozess am 5. Oktober im Koridallos-Gericht</strong></p>
<p>AnarchistInnen</p>
<hr />
<h3><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/10/Jedes-rebellische-Herz-und-ein-Revolutionärer-Kampf.jpg" rel="lightbox[5298]"><img class="alignright size-medium wp-image-5301" title="Jedes rebellische Herz und ein Revolutionärer Kampf - Solidarisches Poster aus Griechenland zum am 5. Oktober beginnenden Prozess gegen Revolutionary Struggle" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/10/Jedes-rebellische-Herz-und-ein-Revolutionärer-Kampf-178x250.jpg" alt="Jedes rebellische Herz und ein Revolutionärer Kampf - Solidarisches Poster aus Griechenland zum am 5. Oktober beginnenden Prozess gegen Revolutionary Struggle" width="178" height="250" /></a><strong>Jedes rebellische Herz und ein Revolutionärer Kampf</strong></h3>
<p>Am 5. Oktober 2011, Prozess gegen „<strong>Revolutionärer Kampf</strong>“</p>
<p><em>„Deshalb ist die soziale Revolution unsere Antwort auf die Krise, welche wir als realistischsten Vorschlag für ein Ende der systematischen Krise betrachten. Eine soziale Revolution, in der die Menschen das Eigentum der vermögenden Multi-Nationalen und griechischen Großkonzerne enteignen; wo das Vermögen von Staat und Kirche enteignet wird. Eine soziale Revolution, die endlich den Staat und jegliche hierarchische, sowie bürokratische Verbindung abschafft und soziale Strukturen aufbaut, welche der Re-Organisierung jeglicher wirtschaftlicher und staatlicher Macht vorbeugt. Welche alles vergesellschaftet: Produktionsmittel, Land, Handel, Gesundheitssystem, Bildung, Transport und Beförderung.</em></p>
<p><em>Eine soziale Revolution, deren Kern die Selbst-Organisierung, die Gemeinschaft oder die Kommune bildet; welche alle sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten unter die Verwaltung öffentlicher Netzwerke von Versammlungen und Räte stellt; wo jeder/jede auf Arbeit, in der Stadt, im Dorf und in der Nachbarschaft durch diese kollektiv entscheidende und organisierenden Gremien, sein Leben in die eigenen Hände nimmt. Das wird definitiv die industrielle Gesellschaft und den heutigen Lebensstil, die Gier und die Herrschaft des Menschen über die Natur, hinter sich lassen. </em></p>
<p><em>Eine soziale Revolution, die jegliche ethische, rassistische und religiöse Diskriminierung eliminiert, die Menschen zusammen bringt im gegenseitigen Respekt ihrer Vielfalt, die auf Dauer soziale Klassen und Spaltung abschafft.</em></p>
<p><em>Die Revolution braucht zwei historische Faktoren um zu erscheinen. Das eine sind die objektiven Bedingungen, die vorherrschen. Das andere sind die subjektiven Bedingungen, eine weitläufige Bewegung, revolutionär und entschlossen beständig zu sein, komme was wolle, ein vielgestaltiger Plan dessen Umsturz Hand in Hand mit dem der sozialen Segmente geht, die entstehen werden. Und wir müssen es jetzt machen. Um diese Krise zum Grab dieses Systems werden zu lassen.“</em></p>
<p><strong>„Revolutionäre entschuldigen sich nicht bei den Verbrechern des Staates“</strong></p>
<p><strong>Freiheit</strong> für die Mitglieder des „Revolutionären Kampfes“<br />
<strong>Solidarität</strong> mit den politischen Gefangenen</p>
<p>Anarchistisches Kollektiv der Zeitschrift „Guillotine“</p>
<hr />
<h3><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/10/Wessen-Recht-verteidigen-sie-nur.jpg" rel="lightbox[5298]"><img class="alignright size-medium wp-image-5318" title="Wessen Recht verteidigen sie nur? - Solidarisches Poster aus Griechenland zum am 5. Oktober beginnenden Prozess gegen Revolutionary Struggle" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/10/Wessen-Recht-verteidigen-sie-nur-178x250.jpg" alt="Wessen Recht verteidigen sie nur? - Solidarisches Poster aus Griechenland zum am 5. Oktober beginnenden Prozess gegen Revolutionary Struggle" width="178" height="250" /></a>Wessen Recht verteidigen sie nur?</h3>
<p>Mit der Entscheidung, bewaffnete Aktionen als Angriff auf die Pläne des Staates und auf die Befehlshaber des Kapitals wählte der „Revolutionäre Kampf“ bewusst und beständig die Seite der Ausgebeuteten im Sozialen Krieg und im Klassenkampf.</p>
<p>Mit seinen Aktionen und Worten griff die Organisation an:</p>
<p>- Die Verbrecher der internationalen Banken-Großkonzernen<br />
(Citibank,Eurobank)<br />
- Regierungsgebäude derjenigen. die für die Angriffe und und Raubzüge an unserer Gesellschaft verantwortlich sind<br />
(Ministerium für Finanzen und Arbeit, Börse)<br />
- die uniformierten Mörder des Systems (Bereitschafteinheiten der Polizei, Polizeigebäude)<br />
- die blutrünstigen Multi-Nationalen, welche ihr Vermögen durch den Reichtum natürlicher Ressourcen erlangen, in dem sie die Umwelt zerstören und ganze Bevölkerungen in die Misere verdammen (Shell)<br />
- die unbestraften und intakten Protagonisten des Skandals (das Abhören des Telefons von Voulgarakis, das Entführen von Menschen pakistanischer Herkunft, Vatopedi-Skandal)<br />
- die „unparteiische“ Institution der städtischen Justiz (Strafgericht in Evelpidon)<br />
- die Mörder ganzer Bevölkerungen (US-Botschaft)</p>
<p>Der bewaffnete „Revolutionäre Kampf“ zielte auf jene, die die barbarischsten Angriffe auf die Gesellschaft planen und ausführen. Am 5. Oktober 2011 will der Staat dem „Revolutionären Kampf“ den Prozess wegen Terrorismus machen.</p>
<p>Diesen Vorwurf senden wir ihnen zurück. Freiheit für die Mitglieder des Revolutionären Kampfes <em> POLA ROUPA, NIKOS MAZIOTIS, KOSTAS GOURNAS</em></p>
<p>3 weitere Anarchisten werden ebenso anklagt, aufgrund ihrer freundschaftlichen und politischen Beziehungen und aufgrund ihrer vielgestaltigen kollektiven Aktionen. Immer auf der Seite der Unterdrückten dieser Welt und gegen die Pläne von Staat und Kapital.<br />
Mit Teilnahme in :<br />
Solidarischen Aktionen, Besetzungen, Interventionen, Versammlungen, sozialen Ereignissen.</p>
<p>Zur selben Zeit versucht der Staat Marie Beraha in den Fall zu verwickeln, mit dem klaren Ziel ihren Freund Kostas Gournas zu treffen und seinen widerständigen Willen zu zügeln.</p>
<p>Solidarität : Mit unseren Gefährten SARANTOS NIKITOPOULOS, CHRISTOFOROS KORTESIS,VAGGELIS STATHOPOULOS, mit KOSTAS GOURNAS Freundin MARIE BERAHA, mit KOSTAS KATSENOS, der ebenfalls im selben Fall angeklagt wird .</p>
<p>Wir stehen bewusst und immer auf Seiten der Kämpfenden<br />
Wir werden Lambros Foundas, Mitglied des „Revolutionären Kampfes“, immer in unserer Erinnerung und in unseren Kämpfen bewahren.</p>
<p><strong>Solidaritäts-Demonstration<br />
Samstag 1. Oktober 2011<br />
12:00 Uhr Syntagma Platz</strong></p>
<p><strong>Prozess</strong><br />
<strong> Mittwoch 5. Oktober 2011</strong><br />
<strong> 9:00 Uhr Gefängnis von Koridallos</strong></p>
<p>Solidaritäts-Treffen für die Gefangenen und die angeklagten KämpferInnen</p>
<hr />
<h3><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/10/Sozialer-Krieg-–-Klassenkampf.jpg" rel="lightbox[5298]"><img class="alignright size-medium wp-image-5303" title="Sozialer Krieg – Klassenkampf - Solidarisches Poster aus Griechenland zum am 5. Oktober beginnenden Prozess gegen Revolutionary Struggle" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/10/Sozialer-Krieg-–-Klassenkampf-176x250.jpg" alt="Sozialer Krieg – Klassenkampf - Solidarisches Poster aus Griechenland zum am 5. Oktober beginnenden Prozess gegen Revolutionary Struggle" width="176" height="250" /></a><strong>Kundgebung<br />
29.09.11<br />
Monastiraki 18:00 Uhr</strong></h3>
<p>Sozialer Krieg – Klassenkampf<br />
gegen die Troika, Staat und Kapitalismus</p>
<p>Freiheit für die Mitglieder des „Revolutionären Kampfes“<br />
<strong> POLA POYPA NIKOS MAZIOTIS KOSTAS GOURNAS</strong><br />
Solidarität mit den 5 Angeklagten im Prozess gegen den „Revolutionären Kampf“<br />
<strong>VAGGELIS STATHOPOULOS ,SARANTOS NIKITOPOULOS, KOSTAS KATSENOS, MARI BERAXA</strong></p>
<p><em>Solidaritäts-Demonstration, Samstag 1. Oktober<br />
Syntagma Platz 12:00 Uhr</em></p>
<p>Prozess, Koridallos-Gericht<br />
5. Oktober 2011 9:00</p>
<p>Solidarische GefährtInnen</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Text der drei gefangenen Mitglieder des Revolutionären Kampfes anlässlich des Prozessbeginns am 5. Oktober 2011</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/text-der-drei-gefangenen-mitglieder-des-revolutionaeren-kampfes-anlaesslich-des-prozessbeginns-am-5-oktober-2011</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 05:52:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Gefangene]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
		<category><![CDATA[Briefe aus dem Knast]]></category>
		<category><![CDATA[Costas Gournas]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
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		<category><![CDATA[Revolutionary Struggle]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtguerilla]]></category>
		<category><![CDATA[weggesperrt - im Knast]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 5. Oktober wird der Prozess gegen mehrere Beschuldigte im Verfahren gegen die griechische Stadtguerilla Revolutionary Struggle in Athen beginnen. Drei der Beschuldigten werden seit dem 10. April 2010 in den Knästen festgehalten. Die Drei, Pola Roupa, Nikos Masiotis und Costas Gournas, bekannten sich Ende April 2010 zu ihrer Mitgliedschaft in einem &#8220;Politischen Schreiben an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/04/epanastatikos_agonas-revolutionary_struggle.jpg" rel="lightbox[5224]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3682" title="Revolutionärer Kampf [Revolutionary Struggle - Epanastatikos Agonas]" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/04/epanastatikos_agonas-revolutionary_struggle-150x112.jpg" alt="Revolutionärer Kampf [Revolutionary Struggle - Epanastatikos Agonas]" width="135" height="101" /></a><em>Am 5. Oktober wird der <a title="Internationaler Solidaritätsaufruf mit der griechischen Stadtguerilla Revolutionary Struggle" href="http://www.abc-berlin.net/internationaler-solidaritaetsaufruf-mit-der-griechischen-stadtguerilla-revolutionary-struggle" target="_blank">Prozess gegen mehrere Beschuldigte</a> im Verfahren gegen die griechische Stadtguerilla <a href="../tag/revolutionary-struggle">Revolutionary Struggle</a> in Athen beginnen. Drei der Beschuldigten werden seit dem <em> <a href="../verhaftungen-in-griechenland-aufgrund-von-staatsfeindlichem-terrorismus" target="_blank">10. April 2010</a> in den Knästen festgehalten. Die Drei, Pola Roupa, Nikos Masiotis und Costas Gournas, bekannten sich Ende April 2010 zu ihrer Mitgliedschaft in einem <a title="“Politisches Schreiben an die Gesellschaft” von Revolutionary Struggle" href="http://www.abc-berlin.net/politisches-schreiben-an-die-gesellschaft-von-revolutionary-struggle" target="_blank"> &#8220;Politischen Schreiben an die Gesellschaft&#8221;</a>. Hier ein weitere Text der Drei, zum Prozessbeginn in wenigen Tagen.<br />
</em></em></p>
<h3 style="text-align: center;">Text der drei gefangenen Mitglieder des<br />
Revolutionären Kampfes anlässlich des Prozesses<br />
gegen die Organisation, der am 5. Oktober 2011 beginnt</h3>
<p>Der Prozess im Fall Revolutionärer Kampf, der am 5. Oktober beginnen wird, ist die Fortsetzung des repressiven Angriffs des Staates, der im April 2010 mit unseren Festnahmen begann und der sich gegen die Organisation Revolutionärer Kampf und natürlich gegen die Aktivisten, die an ihr teilnehmen richtete und richtet.<br />
<span id="more-5224"></span><br />
Vorrangiges Ziel der Festnahmen, des Prozesses aber auch der Verurteilungen zu vielen Jahren Gefängnis, die vom Sondergericht verhängt werden werden, ist, dass der Staat die vom Revolutionären Kampf ausgehende politische Bedrohung auslöscht, unseren Willen zum Kampf bricht, in den Augen jedes Aktivisten und jedes Widerständigen die politische Entscheidung zur bewaffneten Aktion als ausweglos, grundlos und ohne Perspektive darzustellen.</p>
<p>Anliegen des Staates ist es, den Revolutionären Kampf politisch zu besiegen, uns, die wir daran teilgenommen haben, zu besiegen, den bewaffneten Kampf zu besiegen und vorbeugend jeden Willen für die Organisierung des bewaffneten proletarischen Gegenangriffs auf das System und für seinen Sturz, jede Initiative für einen bewaffneten revolutionären Versuch zu unterbinden, da sowohl die Praxis des Revolutionären Kampfes als auch die Repressionspolitik dagegen vom existierenden historischen Rahmen untrennbar sind, da unsere Verfolgung, Gefangennahme, unser Prozess und unsere Verurteilung die Auslöschung einer politischen Kraft betreffen, die als ihre Strategie die Unterminierung der Pläne der wirtschaftlichen und politischen Elite zur wirtschaftlichen Vernichtung der Mehrheit der Gesellschaft im Namen des Auswegs aus der Systemkrise hatte und hat.</p>
<p>Die Absicherung des wirtschaftlichen und politischen Systems gegenüber einer Bedrohung wie der des Revolutionären Kampfes und die über Repression betriebene Sicherung, dass kein bewaffneter revolutionärer Versuch ihm gegenüber gewagt wird, ist in der letzten Zeit besonders akut geworden, in der sich der griechische Staat kurz vor der Verkündigung des endgültigen wirtschaftlichen Bankrotts befindet und während die Besatzung aus griechischer Regierung, IWF, EZB und EU das Land immer tiefer in die barbarischste, die brutalste Form der Ausbeutung und Unterdrückung führt, die dieses Land seit dem 2. Weltkrieg erlebt hat.</p>
<p>Im Rahmen der Bekämpfung des Revolutionären Kampfes, der Verhaftung und Gefangennahme der Mitglieder der Organisation hat der Staat ebenfalls die Genossen. V. Stathopoulos, S. Nikitopoulos und X. Kortesi verhaftet, die zusammen mit uns vor Gericht stehen werden, während der Genosse K. Katsenas gesucht wird.</p>
<p>Bei diesen vier Genossen, die er in die Organisation verwickelt, nicht stehenbleibend, hat der Staat mit massenhaften Verhören im Oktober versucht, den Kreis der als Geisel genommenen Aktivisten zu erweitern. Gleichzeitig eröffnete er ein Verfahren gegen die Genossin (Lebensgefährtin) von K. Gournas, Mari Beracha, die mit uns zusammen ebenfalls am 5. Oktober vor Gericht stehen wird. Der Staat verwickelt M. Beracha im klaren Versuch, den Genossen K. Gournas persönlich zu treffen, seinen Willen zum Widerstand zu brechen und in Folge unsere Organisation selbst zu verletzen.</p>
<p>Obwohl der Zug der massenhaften Verhöre nicht erfolgreich war, was die Möglichkeit weiterer Verfahren betrifft, so war er sicher eine Gelegenheit, weiteren Druck auf uns auszuüben, indem er mit der Terrorisierung einer großen Anzahl Genossen auf unsere politische Isolation von der Szene abzielte, zu der wir gehören.</p>
<p>Unsere politische Isolation ist sowieso ständig ein Anliegen des Staates, da sie eine notwendige Bedingung für den Erfolg seines endgültigen Ziels im Krieg, den er gegen uns führt, darstellt und das unsere politische Vernichtung ist.</p>
<p>Als Folge des repressiven Angriffes gegen den Revolutionären Kampf können die Verfahren gegen die übrigen Genossen und die Kriminalisierung der breiteren politischen, genossenschaftlichen und persönlichen Beziehungen in der a/a-Szene interpretiert werden, während ein genereller Versuch der Einschüchterung eines jeden, der Widerstand leistet, immer zu den Anliegen jedes repressiven Angriffes gehört.</p>
<p>Als Mitglieder des Revolutionären Kampfes, die die politische Verantwortung für unsere Teilnahme an der Organisation übernommen haben, können wir nicht anders, als den bewaffneten Kampf als wichtigsten und zentralen Bezugspunkt in unserem Prozess zu haben.</p>
<p>Unser Prozess wird ein Feld der politischen Auseinandersetzung mit dem Kapital und dem Staat, er wird ein politisches Podium der Verteidigung der Praxis und der Ansichten unserer Organisation sein, wo wir vertreten werden, dass der bewaffnete Kampf ein durchgängig untrennbarer Teil der revolutionären Bewegung im Kampf um den Umsturz und die gesellschaftliche Revolution ist. Dass der bewaffnete Kampf zeitgemäß und notwendig ist wie nie zuvor, besonders unter den heutigen Bedingungen der wirtschaftlichen Krise und des modernen Totalitarismus in denen wir nach der Unterordnung des Volkes unter die Herrschaft der internationalen wirtschaftlichen Elite durch die gewaltvolle Aufzwingung der Programme der Troika aus IWF, EZB und EU leben.</p>
<p>Wir werden, so wie wir es bereits getan haben, den Genossen L. Fountas verteidigen, Mitglied der Organisation, der in einer bewaffneten Auseinandersetzung mit den Bullen getötet wurde, bei einer vorbereitenden Aktion der Organisation in Vorbereitung eines Schlags gegen das System, eines Schlags im Einklang mit der Strategie des Revolutionären Kampfes, auf dass die moderne Junta des Kapitals und des Staates nicht durchkomme.</p>
<p>Als Mitglieder des Revolutionären Kampfes sind wir konsequent in der Verbreitung der Thesen und der Ansichten der Organisation aus dem Gefängnis heraus und das Selbe werden wir auch vor Gericht tun.</p>
<p>Die Taten und die Worte des Revolutionären Kampfes sind mit dem Kampf gegen die neoliberale Globalisierung verbunden, sind verbunden mit einer Strategie und Perspektive, die die heutige wirtschaftliche Krise und die daraus resultierende Delegitimierung des wirtschaftlichen und politischen Systems in den Augen der gesellschaftlichen Mehrheit als eine einzigartige Gelegenheit sieht, den Sturz des Kapitalismus und des Staates voranzutreiben.</p>
<p>All diese Dinge, die wir in Texten aus dem Gefängnis heraus bereits erklärt haben, werden in dem bevorstehenden Prozess Gegenstand sein.</p>
<p>Im Rahmen unsere Linie der politischen Verteidigung haben wir einen Aufruf zur internationalen Solidarität verfasst, wo wir als politische Zeugen der Verteidigung in unserem Prozess Genossen eingeladen haben, die in der Vergangenheit unter anderen wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Bedingungen in den Reihen des bewaffneten Kampfes gekämpft haben und die fest und ohne Reue zu ihren Entscheidungen stehen und ihre Kämpfe verteidigt haben, dies mit vielen Jahren Gefängnis bezahlend.</p>
<p>Unser Ziel ist es, die Permanenz des bewaffneten Kampfes durch eine historische Beschreibung der Stadtguerilla zu zeigen, die Notwendigkeit und Zeitgenössischkeit des bewaffneten Kampfes als unverzichtbares Werkzeug der revolutionären Bewegung die den Umsturz versucht zu zeigen, zu zeigen, dass der Kampf um Freiheit und Revolution fortwährend ist. Dringende Notwendigkeit ist unserer Meinung nach auch die Organisierung einer internationalen revolutionären Bewegung. Sehr wichtig ist in unserem Prozess auch die Bezeugung von Solidarität durch Genossen aus der a/a-Szene als Zeugen der Verteidigung, die als Aktivisten im Rahmen anderer Kampfformen agieren und die in ihrer Aussage die Einheit und Vielformigkeit des Kampfes um den Umsturz bestätigen, die spaltenden Dilemmata der Herrschenden, wie „Legalität oder Illegalität“ oder „Massenkampf oder bewaffneter Kampf“ annullierend. Sowieso entstammen auch wir der a/a-Szene und haben langjährige Erfahrungen aus der Teilnahme an Massenaktionen, an Demonstrationen, an Besetzungen, an Konfrontationen der Straße, an Versammlungen, und einige von uns haben auch Erfahrungen aus der Teilnahme an Kollektiven und politischen Gruppen.</p>
<p>Und die Vorschläge des Revolutionären Kampfes, die in den Erklärungen der Organisation und den Texten aus dem Gefängnis niedergeschrieben wurden, entstammen der Tradition der a/a-Bewegung wie die Zerstörung des Staates und die Projekte gesellschaftlicher Selbstorganisierung und Selbstverwaltung.</p>
<p>Für uns ist der bewaffnete Kampf ein strategischer Angriffsplan gegen die Herrschenden mit dem gleichzeitigen Versuch eines möglichst großen gesellschaftlichen Widerhalls und immer in Richtung auf die Zuspitzung des gesellschaftlichen und Klassenkampfes gegen den Staat und das Kapital, Propaganda des bewaffneten proletarischen Gegenangriffs für den Umsturz des Systems und die gesellschaftliche Revolution. Zum Schluss weisen wir darauf hin, dass unsere Verhaftung und Einsperrung ins Gefängnis uns nicht nur nicht gebeugt haben, wie unsere Verfolger sich erhofft haben, aber dass wir stärker sind als je zuvor. Und auch, dass wir in dem politischen Kampf, den wir trotz des langjährigen Gefängnisses, zu die uns die Schergen des Systems verurteilen werden, zuletzt die Sieger sein werden.</p>
<p>Die Mitglieder des Revolutionären Kampfes<br />
Pola Roupa, Kostas Gournas, Nikos Maziotis</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Antifas in Haft in England</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 07:32:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<description><![CDATA[In England sitzen sechs Antifas im Knast, nachdem sie im Juli diesen Jahres unter dem Vorwurf einer „antifaschistischen Verschwörung“ verurteilt wurden. Am 28. März 2009 fuhren einige Menschen nach London, um gegen ein geplantes Konzert des faschistischen Netzwerks „Blood and Honor“ zu protestieren. Der Konzert fand im Südosten der Stadt in den Räumlichkeiten einer Kneipe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/04/antifa-acab.jpg" rel="lightbox[5045]"><img class="alignright size-medium wp-image-3712" title="Antifaschistische Aktion - ACAB" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/04/antifa-acab-187x250.jpg" alt="Antifaschistische Aktion - ACAB" width="120" height="160" /></a>In England sitzen sechs Antifas im Knast, nachdem sie im Juli diesen Jahres unter dem Vorwurf einer „antifaschistischen Verschwörung“ verurteilt wurden.</p>
<p>Am 28. März 2009 fuhren einige Menschen nach London, um gegen ein geplantes Konzert des faschistischen Netzwerks „Blood and Honor“ zu protestieren. Der Konzert fand im Südosten der Stadt in den Räumlichkeiten einer Kneipe „Duchess of Edinburgh“ im Südosten der Stadt stattfinden. In der Bahnstation Welling kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen aktiven AntifaschistInnen und eine paar deutschen Faschisten, die dem Weg zum Konzert waren. Die Polizei nutze diese Möglichkeit, um im ganzen Land Hausdurchsuchungen durchzuführen, sie verhafteten 23 AntifaschistInnen, gegen 22 von ihnen wurden Ermittlungen wegen „Verschwörung zur Begehung von Straftaten“ eingeleitet. Keiner der Faschisten wurde verhaftet.<br />
<span id="more-5045"></span>Diesen Sommer fand der erste Prozess statt: sechs Antifas wurden zur Knaststrafen von zwischen 15 und 21 Monaten verurteilt, einer bekam eine Bewährungsstrafe und vier weitere wurden freigesprochen. Im September gibt es den nächsten Prozess gegen die nächsten.</p>
<p><strong>Hier die aktuellen Adressen der sechs Verurteilten:</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Andy Baker</strong> (21 Monate)<br />
A5768CE,<br />
HMP Highpoint,<br />
Stradishall,<br />
Newmarket,<br />
Suffolk,<br />
CR8 9YG</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Thomas Blak</strong> (18 Monate)<br />
A5728CE,<br />
HMP Wormwood Scrubs,<br />
PO Box 757,<br />
Du Cane Rd,<br />
London,<br />
W12 OAE</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Sean Cregan</strong> (21 Monate)<br />
A5769CE,<br />
HMP Coldingley,<br />
Shaftesbury Road,<br />
Bisley,<br />
Woking,<br />
Surrey,<br />
GU24 9EX</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Phil De Sousa</strong> (21 Monate)<br />
A5766CE,<br />
HMP Elmley,<br />
Church Road,<br />
Eastchurch,<br />
Sheerness,<br />
Kent,<br />
ME12 4DZ</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Ravinder Gill</strong> (21 Monate)<br />
A5770CE,<br />
HMP Wayland,<br />
Griston,<br />
Thetford,<br />
Norfolk,<br />
IP25 6RL</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Austen Jackson</strong> (15 Monate)<br />
A5729CE,<br />
HMP Wormwood Scrubs,<br />
PO Box 757,<br />
Du Cane Rd,<br />
London,<br />
W12 OAE</p>
<p>Auf der Website von <a href="http://leedsabc.org" target="_blank">ABC Leeds</a> gibt es aktuelle Infos über das Verfahren und die Situation der GenossInnen, sowie Möglichkeiten um Geld zu spenden und in jeglicher Form solidarisch zu sein.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Unser Freund und Genosse Det ist wieder frei</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/unser-freund-und-genosse-det-ist-wieder-frei</link>
		<comments>http://www.abc-berlin.net/unser-freund-und-genosse-det-ist-wieder-frei#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 16:49:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Gefangene]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
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		<category><![CDATA[Detlef M.]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 10. August fand der Prozess gegen unseren Freund und Genossen Det vor dem Berliner Amtsgericht statt, er endete damit, dass Det zu Bewährung verurteilt wurde und wieder in Freiheit ist. Wir begrüßen ihn aufs herzlichste. Auf indymedia linksunten wurde am 11. August ein Text veröffentlicht, welcher sich zum Prozess äußert. Ergänzen müssen wir dazu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/08/Kühlergrill.jpg" rel="lightbox[4884]"><img class="alignleft size-medium wp-image-4885" title="Kühlergrill" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/08/Kühlergrill-250x170.jpg" alt="Kühlergrill" width="140" height="95" /></a><em>Am 10. August fand der Prozess gegen <a href="http://www.abc-berlin.net/tag/detlef-m">unseren Freund und Genossen Det</a> vor dem Berliner Amtsgericht statt, er endete damit, dass Det zu Bewährung verurteilt wurde und wieder in Freiheit ist. Wir begrüßen ihn aufs herzlichste.<br />
Auf<a href="http://linksunten.indymedia.org/de/node/44983" target="_blank"> indymedia linksunten</a> wurde am 11. August ein Text veröffentlicht, welcher sich zum Prozess äußert. Ergänzen müssen wir dazu aber, dass es keinesfalls so war, dass nur wenige solidarische Menschen vor Ort waren, sondern, dass dies so gewollt war, und somit kein Ausdruck von Entsolidarisierung ist.</em></p>
<p style="text-align: center;"><strong> Berlin: Det ist frei!</strong></p>
<p>Das Berliner Amtgericht hat eine Bewährungsstrafe und Arbeitsstunden wegen Autobrandstiftung verhängt. Die Staatsanwaltschaft hatte über zwei Jahre Haft gefordert. Der Genosse ist inzwischen aus der Untersuchungshaft entlassen worden.</p>
<p>Am 10. August fand der Prozess gegen Det vor dem Amtsgericht in Berlin-Moabit statt. Det sitzt seit Juni in Moabit und wurde in Handschellen gefesselt in dem kleinen Gerichtssaal geführt. Neben wenigen solidarischen Menschen war von der Presse nur der bürgerliche Teil anwesend. Die junge Welt war nicht informiert worden.<br />
<span id="more-4884"></span><br />
Der Angeklagte saß seit zwei Monaten in U-Haft &#8211; wegen eines Sachschadens von 84 Euro am einem 6 Jahre alten 1er BMW &#8211; am 16. Mai 2011. Der Angeklagte ist bei seiner Tat beobachtet und fotografiert worden. Zwei Haftbewerden wurden bislang zurückgewiesen.</p>
<p>Rechtsanwalt Sven Lindemann kritisierte das Verfolgungsinteresse der Staatsanwaltschaft scharf und sieht die Staatsanwältin von den Boulevard-Medien beeinflusst. Der Rechtsanwalt hat auch ein Geständnis seines Mandaten verlesen: Er war sich sicher, dass das Feuer von alleine wieder ausgeht. Und er wollte keine Menschen gefährden. Lindemann forderte eine Bewährungsstrafe.</p>
<p>Die Staatsanwältin hätte den Angeklagten gerne weiter hinter Gitter gesehen, beantragte zwei Jahre und drei Monate Haft &#8211; wegen 84 Euro Sachschaden!</p>
<p>Das Gericht sah nicht zwingend ein politisches Motiv, kritisierte Autobrandstiftungen als unrechtmäßig und sprach von &#8220;Quatsch&#8221;. Das Gericht verhängte im Urteil 22 Monate Haft auf Bewährung und zusätzlich 300 Stunden gemeinnützige Arbeit. Das sei Abschreckung genug.</p>
<p>Presse:<br />
<a href="http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1728558/Berliner-Autobrandstifter-mit-Bewaehrung-bestraft.html" target="_blank">Berliner Morgenpost</a><br />
<a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/ein-mildes-urteil/4486098.html" target="_blank">Tagesspiegel</a><br />
<a href="http://www.rbb-online.de" target="_blank">RBB-Abendschau</a></p>
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		<title>Internationaler Solidaritätsaufruf mit der griechischen Stadtguerilla Revolutionary Struggle</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/internationaler-solidaritaetsaufruf-mit-der-griechischen-stadtguerilla-revolutionary-struggle</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Aug 2011 09:50:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Revolutionary Struggle]]></category>
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		<category><![CDATA[Solidaritätsaufruf]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtguerilla]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Oktober diesen Jahren wird in Athen der Prozess gegen mehrere Beschuldigte im Verfahren gegen die griechische Stadtguerilla Revolutionary Struggle beginnen. Dazu ein internationaler Solidaritätsaufruf, übersetzt von der englischsprachigen Version auf dem act for freedom-Blog. Internationaler Solidaritätsaufruf mit der griechischen Stadtguerilla Revolutionary Struggle Am 5. Oktober 2011 wird der Prozess gegen die revolutionäre Organisation Revolutionary [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/04/epanastatikos_agonas-revolutionary_struggle.jpg" rel="lightbox[4826]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3682" title="Revolutionärer Kampf [Revolutionary Struggle - Epanastatikos Agonas]" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/04/epanastatikos_agonas-revolutionary_struggle-150x112.jpg" alt="Revolutionärer Kampf [Revolutionary Struggle - Epanastatikos Agonas]" width="135" height="101" /></a><em>Im Oktober diesen Jahren wird in Athen der Prozess gegen mehrere Beschuldigte im Verfahren gegen die griechische Stadtguerilla <a href="http://www.abc-berlin.net/tag/revolutionary-struggle">Revolutionary Struggle</a> beginnen.<br />
Dazu ein internationaler Solidaritätsaufruf, übersetzt von der <a href="https://actforfreedomnow.wordpress.com/2011/08/03/international-call-for-solidarity-with-the-revolutionary-struggle-revolutionary-struggle-trial-begins-on-the-5th-of-october-11athens-greece/" target="_blank">englischsprachigen Version auf dem act for freedom-Blog</a>.</em></p>
<h3 style="text-align: center;">Internationaler Solidaritätsaufruf mit der griechischen Stadtguerilla Revolutionary Struggle</h3>
<p>Am 5. Oktober 2011 wird der Prozess gegen die revolutionäre Organisation Revolutionary Struggle beginnen. Er wird in dem Gerichtssaal im Knast Koridallos (Athen) stattfinden.<br />
<span id="more-4826"></span><br />
Acht Beschuldigte werden vor Gericht stehen, gegen welche laut einer vor kurzen vom Berufungsgericht getroffenen Entscheidung wegen der Mitgliedschaft in der Organisation verhandelt werden wird.</p>
<p>Beschuldigt in dem Verfahren von Revolutionary Struggle sind: <a href="http://www.abc-berlin.net/tag/nikos-masiotis">N. Maziotis</a>, <a href="http://www.abc-berlin.net/tag/pola-roupa">P. Roupa</a>, <a href="http://www.abc-berlin.net/tag/costas-gournas">K. Gournas</a>, <a href="http://www.abc-berlin.net/tag/christoforos-kortesis">Ch. Kortesis</a>, <a href="http://www.abc-berlin.net/tag/vaggelis-stathopoulos">V. Stathopoulos</a>, <a href="http://www.abc-berlin.net/tag/sarantos-nikitopoulos">S. Nikitopoulos</a>, K.K. (nicht inhaftiert, er ist auf der Flucht) und <a href="http://revolutionarystrugglecase.blogspot.com/2010/11/two-anarchists-charged-with.html" target="_blank">M. Beraha</a> (Ehefrau von K. Gournas).</p>
<p><a title="“Politisches Schreiben an die Gesellschaft” von Revolutionary Struggle" href="http://www.abc-berlin.net/politisches-schreiben-an-die-gesellschaft-von-revolutionary-struggle">Die ersten drei Beschuldigten, Maziotis, Roupa und Gournas, haben die Verantwortung übernommen für die Organisation und befinden sich im Knast, aber Mitte Oktober endet die 18-monatige Untersuchungshaft. Der Rest der Beschuldigten ist frei.</a></p>
<p><strong><a title="Athen: Über die Aufhebung der Entscheidung zur Haftentlassung von drei Anarchisten" href="http://www.abc-berlin.net/athen-ueber-die-aufhebung-der-entscheidung-zur-haftentlassung-von-drei-anarchisten">Kortesis, Stathopoulos und Nikitopoulos</a></strong> wurden vor kurzem unter Auflagen aus dem Knast entlassen, nach zwei Entscheidungen des Berufungsgerichtes, da der Oberste Gerichtshof die Widerrufung der ersten Entscheidung angeordnet hatte, danach wurde die Entscheidung des Berufungsgerichts stattgegeben.</p>
<p>Die Anklagepunkte für jede/n einzelne/n beinhalten die Verbrechen der Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation; Beschaffung, Herstellung und Besitz von explosiven Stoffen; Herbeiführung von Explosionen und zahlreiche versuchte Morde.</p>
<p>Revolutionary Struggle hat zahlreiche Angriffe durchgeführt, darunter welche mit einem Raketenwerfer auf die amerikanische Botschaft, 12. Januar 2007, und der bewaffnete Angriff auf Bullen auf der Bouboulinas-Straße am 5. Januar 2009.</p>
<p>Revolutionary Struggle werden die folgenden Angriffe zugerechnet, alle fanden in Athen statt:</p>
<ul>
<li>5. September 2003: Bombenanschlag auf Gerichtsgebäude</li>
<li>4. März 2004: Bombenanschlag auf eine Filiale der Citibank im Stadtteil Psychico</li>
<li>5. Mai 2004: Bombenanschlag auf eine Polizeiwache im Stadtteil Perissos</li>
<li>29. Oktober 2099: Bombenanschlag auf Polizeibusse</li>
<li>2. Juni 2005: Bombenanschlag auf das Arbeitsministerium</li>
<li>12. Dezember 2005: Bombenanschlag auf das Finanzministerium am Syntagma-Platz, nahe dem Parlament</li>
<li>30. Mai 2006: Versuchter Mord an Georgios Voulgarakis, ehemaliger Minister der öffentlichen Ordnung, jetzt Kulturminister</li>
<li>12. Januar 2007: Angriff auf die Botschaft der USA mit WASP 58 LAW-Rakete</li>
<li>30. April 2007: abgefeuerte Schüsse auf eine Polizeiwache im Stadtteil Nea Ionia</li>
<li>24. Oktober 2008: Bombenanschlag auf Büroräume von Shell im Stadtteil Palaio Faliro</li>
<li>23. Dezember 2008 abgefeuerte Schüsse auf einen Bus der Bereitschaftspolizei nahe der Athener Universität im Stadtteil Goudi</li>
<li>5. Januar 2009: abgefeuerte Schüsse auf Polizisten, die das Kulturministerium im Stadtteil Exarcheia bewachten, ein Polizist wird lebensgefährlich übersetzt</li>
<li>18. Februar 2009: Autobombe an der Zentrale der Citibank im Stadtteil Kifissia, die Bombe geht nicht hoch</li>
<li>9. März 2009: Bombenanschlag auf eine Filiale der Citibank im Stadtteil Nea Ionia</li>
<li>12. Mai 2009: Bombenanschlag auf eine Filiale der Eurobank im Stadtteil Argyroupoli</li>
<li>2. September 2009: eine Autobombe verursacht große Schäden am Gebäude der Börse</li>
</ul>
<p>”’Die drei GenossInnen, welche die Verantwortung für die Aktionen von Revolutionary Struggle übernommen haben, zeigen, dass für das zu kämpfen an was du glaubst keine Aufgabe ist, die nur von der &#8220;Elite&#8221; übernommen werden kann. Es ist in jedem, der unter dem System zu leiden hat, welches geschaffen wurde, um uns zu kontrollieren. Der Staat weiß, sie sind die wahren Terroristen und so lange wie niemand zurückschlägt haben sie nichts zu befürchten. Es ist Zeit ihnen zu zeigen, dass das Maß voll ist und es anzugreifen mit allen verfügbaren Mitteln.”’</p>
<p style="text-align: center;"><strong><em>SOLIDARITÄT MIT DEN 5 BESCHULDIGTEN<br />
IM REVOLUTIONARY STRUGGLE VERFAHREN</em></strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>FREIHEIT JETZT FÜR N. MAZIOTIS, P. ROUPA UND K. GOURNAS</strong></p>
<p style="text-align: center;"><em><strong><a title="In Erinnerung an Lambros Foundas" href="http://www.abc-berlin.net/in-erinnerung-an-lambros-foundas">EHRE FÜR IMMER FÜR DEN ANARCHISTISCHEN KÄMPFER<br />
UND TEIL VON REVOLUTIONARY STRUGGLE LAMBROS FOUNTAS</a></strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><strong>SOLIDARITÄT MIT ALLEN INHAFTIERTEN KÄMPFERN</strong></p>
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		<title>Urteile im ersten Prozess gegen die Conspiracy of the Cells of Fire</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 17:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 19. Juli wurden die Urteile im ersten Prozess gegen die griechischen Stadtguerilla Conspiracy of the Cells of Fire gesprochen. Angeklagt waren Personen, die im Rahmen der Durchsuchungen am 23. September 2009 verhaftet wurden, bzw. durch die Razzia ins Augenmerk der Bullen gerieten und später verhaftet wurden. Die Urteile fielen sehr hoch aus, besonders für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/07/Conspiracy-of-Cells-of-Fire-signature.jpg" rel="lightbox[4729]"><img class="alignright size-medium wp-image-3002" title="Conspiracy of Cells of Fire - signature" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/07/Conspiracy-of-Cells-of-Fire-signature-250x247.jpg" alt="Conspiracy of Cells of Fire - signature" width="144" height="142" /></a>Am 19. Juli wurden die Urteile im ersten Prozess gegen die griechischen Stadtguerilla <a href="http://www.abc-berlin.net/tag/conspiracy-of-the-cells-of-fire">Conspiracy of the Cells of Fire</a> gesprochen. Angeklagt waren Personen, die im Rahmen der <a title="Zu den Verhaftungen in Griechenland" href="http://www.abc-berlin.net/zu-den-verhaftungen-in-griechenland">Durchsuchungen am 23. September 2009</a> verhaftet wurden, bzw. durch die Razzia ins Augenmerk der Bullen gerieten und später verhaftet wurden. Die Urteile fielen sehr hoch aus, besonders für Haris Hatzimichelakis und Panayiotis Argyros, welche sich zur Mitgliedschaft in der Conspiracy bekannt hatten. Beweise für die Beteiligung der Beschuldigten an den vorgeworfenen Taten gab es sehr wenige, die Urteile fielen zum Teil höher aus, als von der Staatsanwaltschaft gefordert wurde.<br />
Hier eine Übersicht über die einzelnen Urteile und ein Text von Heike Schrader, welcher den Prozess und die Urteile weiter beleuchtet.<br />
<span id="more-4729"></span><br />
<strong>Haris Hatzimichelakis:</strong> Schuldig wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung, der Herstellung von Sprengstoffen, dem Besitz von Sprengstoffen und dem Angriff auf das Ministerium für Mazedonien und Thrakien, die Wohnung des ehemaligen Vizeinnenministers Panayiotis Hinofotis und die Wohnung der PASOK-Minister Louka Katseli und Gerasimos Arsenis. Die Einzelstrafen von 77 Jahren wurden zu einer Gesamthaftstrafe von 25 Jahren zusammengefasst.</p>
<p><strong>Panayiotis Argyros</strong>: Schuldig wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung, der Herstellung von Sprengstoffen, dem Besitz von Sprengstoffen und dem Angriff auf das Ministerium für Mazedonien und Thrakien, die Wohnung des ehemaligen Vizeinnenministers Panayiotis Hinofotis und die Wohnung der PASOK-Minister Louka Katseli und Gerasimos Arsenis. Die Einzelstrafen von 77 Jahren wurden zu einer Gesamthaftstrafe von 25 Jahren zusammengefasst.</p>
<p><strong>Giorgos Karagiannidis</strong>: Schuldig wegen der Herstellung von Sprengstoffen, dem Besitz von Sprengstoffen, und wegen seiner Beteiligung an dem Angriff auf die  Wohnung der PASOK- Minister Louka Katseli und Gerasimos Arsenis. Die Einzelstrafen von 32 Jahren wurden zu einer Gesamthaftstrafe von 20 Jahren zusammengefasst.</p>
<p><strong>Panayiotis Masouras</strong>: Schuldig wegen der Herstellung von Sprengstoffen, dem Besitz von Sprengstoffen, und wegen seiner Beteiligung an dem Angriff auf die Wohnung der PASOK-Minister Louka Katseli und Gerasimos Arsenis. Die Einzelstrafen von 19 Jahren wurden zu einer Gesamthaftstrafe von elf Jahren und sechs Monaten zusammengefasst. Er stellte einen Antrag auf Umwandlung der Strafe in Bewährung.</p>
<p><strong>Alexandros Mitrousias</strong>: Schuldig wegen der Herstellung von Sprengstoffen, dem Besitz von Sprengstoffen, und wegen seiner Beteiligung an dem Angriff auf die Wohnung der PASOK-Minister Louka Katseli und Gerasimos Arsenis. Die Einzelstrafen von 19 Jahren wurden zu einer Gesamthaftstrafe von elf Jahren zusammengefasst. Er entschied sich kein Antrag auf Umwandlung der Strafe in Bewährung zu stellen.</p>
<p><strong>Konstantina Karakatsani</strong>: Schuldig wegen der Herstellung von Sprengstoffen, dem Besitz von Sprengstoffen, und wegen Mittäterschaft an dem Angriff auf die Wohnung der PASOK-Minister Louka Katseli und Gerasimos Arsenis. Die Einzelstrafen von 19 Jahren wurden zu einer Gesamthaftstrafe von elf Jahren zusammengefasst. Sie stellte einen Antrag auf Umwandlung der Strafe in Bewährung.</p>
<p><strong>Manolis Yiospas</strong>: Schuldig wegen drei Vergehen einschließlich Raubüberfall und Betrug. Verurteilt zu zwei Jahren und neun Monaten Haft. Der Staatsanwalt forderte anfangs, dass Yiospas freigesprochen wird, nachdem das Urteil gesprochen wurde, forderte er eine dreijährige Strafe, die vom Gericht akzeptiert wurde.</p>
<p><strong>Nikos Vogiatzakis</strong>: Freigesprochen von allen Anklagepunkten aufgrund des Mangels an Beweisen.</p>
<p><strong>Errikos Rallis</strong>: Freigesprochen von allen Anklagepunkten aufgrund des Mangels an Beweisen.</p>
<hr />
<h4 style="text-align: center;">Staat zeigt Zähne! Anwälte kritisieren<br />
vernichtendes Urteil im „Feuerzellen-Prozess“</h4>
<div>
<p>Unerbittlich werde man gegen Korruption und Amtsmissbrauch vorgehen wird die griechische Regierung nicht müde zu betonen. Getan hat sich auf diesem Feld jedoch nichts, und in den wenigen Fällen, wo derartiges tatsächlich vor Gerichten verhandelt wurde, kamen die Täter mit recht milden Strafen davon. Ganz anders im Prozess gegen neun mutmaßliche Mitglieder der Organisation „Verschwörung der Feuerzellen“. Hier schlug die Justiz mit voller Härte zu und verhängte Gefängnisstrafen zwischen 11 und 25 Jahren.</p>
<p>In einer Pressekonferenz am Mittwoch in Athen bezeichneten Verteidiger und Eltern das Urteil als „ungerecht, willkürlich, widersinnig, vernichtend, unmenschlich und rächend“. Gestützt allein auf Fingerabdrücke an beweglichen Gegenständen und im Internet veröffentlichte politische Einstellungen seien sechs junge Menschen zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt worden, ohne dass man ihnen die konkrete Beteiligung an Anschlägen der Organisation hätte nachweisen können. So bekamen die beiden Angeklagten Haris Hatzimichelakis und Panagiotis Argyros 25 Jahre Gefängnis für die „Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“, die „Anstiftung zu drei Brandanschlägen“ und die Herstellung und den Besitz von Sprengstoff. Als Beweise reichte dem Gericht dazu, dass beide sich zur Verschwörung der Feuerzellen bekannt und die „politische Verantwortung“ für die Organisation übernommen hatten, sowie Fingerabdrücke auf Tüten, in denen sich Zutaten zu den aus Schwarzpulver gebastelten Sprengsätze befanden hatten. Eine konkrete Tatbeteiligung an den beiden Anschlägen gegen das Wohnhaus der ehemaligen Minister Louka Katseli und Panagiotis Chinofotis sowie dem Gebäude des Ministeriums für Mazedonien und Thrakien dagegen konnte das Gericht nicht feststellen. Bei den Anschlägen war leichter Sachschaden verursacht worden.</p>
<p>Obwohl sie jede Verbindung zur Organisation bestritten hatten und lediglich Fingerabdrücke auf diversen beweglichen Gegenständen in einer als „konspirativen Wohnung“ bezeichneten Studentenbude gefunden worden waren, erhielten vier weitere, Giogos Karagiannidis, Panagiotis Masouras, Alexandros Mitrousias und die einzige Frau unter den Angeklagten, Konstantina Karakatsani Gefängnisstrafen zwischen 11 und 20 Jahren für die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, die Beteiligung an Anschlägen und die Herstellung und den Besitz von Sprengstoff. In welcher Form diese Beteiligung stattgefunden haben soll, konnte das Gericht nicht erklären. Zwei der Angeklagten, Errikos Pallis und Nikos Vogiatzakis , wurden freigesprochen, während Emmanouil Giospas wegen Beteiligung an Diebstahl und Raub zu zwei Jahren und neun Monaten auf Bewährung verurteilt, während der Vorwurf der Mitgliedschaft in der Organisation fallen gelassen wurde.</p>
<p>Die Anwältin Zoi Konstantopoulou charakterisierte das Verfahren als „Schauprozess bei dem Gesetze und Rechte der Angeklagten mit Füssen getreten wurden“ und sprach von einer „schwarzen Seite für die griechische Justiz“. Das Urteil sei kein juristisches, sondern ein politisches, erklärte Anwältin Anny Paparousou. „Die Justiz macht sich zum Werkzeug einer Politik die die rebellische Jugend einschüchtern will.“ Dabei verspiele sich der Staat allerdings nicht nur das Vertrauen der Jugend, sondern auch der Eltern, warnte Verteidiger Spyros Fytrakis.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Heike Schrader, Athen</em></p>
</div>
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		<title>Urteilsspruch für Billy, Silvia und Costa</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/urteilsspruch-fuer-billy-silvia-und-costa</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 08:03:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Silvia Guerini]]></category>
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		<description><![CDATA[von an die Waisen des Existierenden Am Mittwoch 22. Juli wurde im Bundesstrafgericht von Bellinzona das Urteil gesprochen. 3 Jahre und 4 Monate für Silvia, 3 Jahre und 6 Monate für Billy, 3 Jahre und 8 Monate für Costa. Damit liegt das Strafmaß über den Anträgen der Bundesanwaltschaft (2 bis 3 Jahre). Die beiden Männer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/07/In-Solidarit%C3%A4t-mit-Billy-Costa-und-Silvia.jpg" rel="lightbox[4799]"><img class="alignright size-medium wp-image-4632" title="In Solidarität mit den drei inhaftierten Anarchisten Billy, Costa und Silvia, vom 19. bis 22. Juli wird deren Prozess in Bellinzona/Schweiz stattfinden" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/07/In-Solidarit%C3%A4t-mit-Billy-Costa-und-Silvia-250x176.jpg" alt="In Solidarität mit den drei inhaftierten Anarchisten Billy, Costa und Silvia, vom 19. bis 22. Juli wird deren Prozess in Bellinzona/Schweiz stattfinden" width="200" height="142" /></a>von <a href="http://andiewaisendesexistierenden.noblogs.org/post/2011/07/25/urteil-gegen-billy-silvia-und-costa/" target="_blank">an die Waisen des Existierenden</a></em></p>
<div>
<p>Am Mittwoch 22. Juli wurde im Bundesstrafgericht von Bellinzona das Urteil gesprochen. <strong>3 Jahre und 4 Monate für Silvia, 3 Jahre und 6 Monate für Billy, 3 Jahre und 8 Monate für Costa.</strong> Damit liegt das Strafmaß über den Anträgen der Bundesanwaltschaft (2 bis 3 Jahre). Die beiden Männer erhielten aufgrund von Vorstrafen ein höheres Strafmaß. Die Untersuchungshaft von 464 Tagen wird in allen drei Fällen angerechnet. Verurteilt wurden die drei wegen strafbarer Vorbereitungshandlung zur Brandstiftung sowie Verbergens und Weiterschaffens von Sprengstoffen. Von dem dritten Anklagepunkt hingegen, unbefugte Einfuhr von Sprengmitteln, sind die drei freigesprochen worden. Laut Gericht gebe es keine ausreichenden Beweise, dass sie den Sprengstoff selbst in die Schweiz eingeführt hätten. Den Einwand der Verteidigung, bei der Verkehrskontrolle hätte es sich um eine gezielte, nicht genehmigte Fahndung aufgrund von Hinweisen italienischer Geheimdienste gehalten, liess das Gericht nicht gelten. Das Urteil ist jedoch noch nicht definitiv: Der Verteidiger Marcel Bosonnet kündigte an, dass er das Urteil an das Bundesgericht weiterziehen werde.<br />
<span id="more-4799"></span>Der verantwortliche Richter heisst Walter Wüthrich</p>
<p>Während der Prozesstage versammelten sich jeweils 50-75 Personen vor dem Gerichtsgebäude. Böller wurden gezündet und italienische und deutsche Parolen gerufen (einige Übersetzungen: “Unsere Leidenschaft für die Freiheit ist stärker als jede Autorität”, “Gegen Herrschaft und Technologie, direkte Aktion, für die Anarchie”, “Terrorist ist der Staat, Öko-Terrorist ist IBM”, “Unsere Vorsichtsmaßnahme: Krieg dem techno-industriellen System”, “Journalisten, Richter, Polizei, diese Scheisse ist die Demokratie”, “Der einzig gute Knast ist jener, der brennt”). Am Dienstag kam es vor Gericht zu einem kleinen Gerangel, als einige Riot-Cops aus dem Gerichtshof stürmten, um die Leute wegzudrängen. Ein Bulle wurde oberhalb vom Auge verletzt. Am Mittwoch blieb es vor dem Gericht ruhig. Am späteren Nachmittag stürmte eine Gruppe von etwa 40 Personen an einer anderen Ecke der Stadt auf 4 Polizisten zu, die gerade das Auto von 2 Personen auseinandernahmen. Den sichtlich überraschten Bullen wurden die auf dem Boden und im Kofferraum des Streifenwagen liegenden beschlagnahmten Materialien wieder entrissen. Die Gruppe bewegte sich in Richtung Stadtzentrum, bald gefolgt von 2 Truppen Riot-Cops. Bei einem zentralen Platz blieb die Gruppe stehen, informierte die Leute per Megafon über die Situation, während sich die Bullen halbpatzig aufreihten, jedoch nichts unternahmen. Etwas später wurde verkündigt, das nun eine Veranstaltung im Volkshaus stattfinden werde, und die Bullen liessen die Leute dorthin ziehen. Am Donnerstag wurden in Lugano während einer kleinen Demonstration und vor einem IBM Sitz im Zentrum Flyer verteilt. Fast jeden Tag besuchten Leute mit Böllern, Musik und Megafon den Knast. Ebenfalls fast jeden Tag wurden auf einem zentralen Platz in Bellinzona Flyer verteilt, die aus verschiedenen Ecken beigetragen wurden  (unter anderen <a href="http://andiewaisendesexistierenden.noblogs.org/post/2010/05/20/ein-schreckgespenst-geht-um/">dieser</a> (de, fr, eng), und <a href="http://andiewaisendesexistierenden.noblogs.org/post/2010/09/21/hungerstreik-flyerbanner-gegen-nano-und-biotechnologien/">dieser</a> (de, it) ), und ein Tisch mit anarchistischen Broschüren und Büchern aufgestellt. Am Freitag bewegten sich etwa 100 Personen in einem Demonstrationszug zum Gericht, wo sie bis zum Urteilsspruch blieben. Die Situation blieb ruhig, während ein Militärhubschrauber über den Köpfen kreiste.</p>
</div>
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		<title>Solidarität mit und Freiheit für Billy, Silvia und Costa</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jul 2011 16:58:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchismus - Aufstand - Revolte]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 19. Juli wird der Prozess gegen die drei in der Schweiz inhaftierten AnarchistInnen Billy, Silvia und Costa eröffnet werden]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/07/earth-liberation.jpg" rel="lightbox[4669]"><img class="alignright size-medium wp-image-4672" title="earth liberation" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/07/earth-liberation-250x178.jpg" alt="earth liberation" width="175" height="125" /></a><em>Am <a href="http://www.abc-berlin.net/der-prozess-gegen-billy-costa-und-silvia-findet-in-den-naechsten-tagen-statt" target="_blank">19. Juli</a> wird der Prozess gegen <a href="http://www.abc-berlin.net/inhaftierung-von-drei-anarchistinnen-in-der-schweiz" target="_blank">die drei in der Schweiz inhaftierten AnarchistInnen</a> <a href="http://www.abc-berlin.net/tag/luca-billy-bernasconi">Billy</a>, <a href="http://www.abc-berlin.net/tag/silvia-guerini">Silvia</a> und <a href="http://www.abc-berlin.net/tag/costantino-ragusa">Costa</a> eröffnet werden. Dazu ein solidarischer Text, welcher von <a href="http://switzerland.indymedia.org/de/2011/07/82520.shtml" target="_blank">switzerland.indymedia</a> entnommen ist.</em></p>
<p>Das Trauma des Leidens unter der staatlichen Repression nahm für Billy, Silvia und Costa in der Schweiz am 15. April 2010 seinen Anfang. Seit sie durch die Polizei angehalten, von der Justiz monatelang (und nach wie vor) in Untersuchungshaft gesteckt wurden und seit die medialen, politischen und wirtschaftlichen Interessenskreise ihre bürgerlichen Muskeln spielen lassen, sehen sich unsere Kumpanen mit einer kalten, isolierten und von Schikanen durchtränkten Gefängnissrealität konfrontiert. Die Quälbarkeit der Körper und der Psyche, durch den Druck der Repression und der perfiden Gewalt durch das Knastsystem, lässt sich nicht verleugnen. <span id="more-4669"></span>Wer nun aber glaubt, dass der Kampf unserer drei anarchistischen Genossen deswegen gemildert wurde, ist sich der Stärke ihrer Überzeugungen und ihres Kampfes nicht bewusst. Ihre momentane Situation, als Geiseln der demokratischen Herrschaft, mag für sie ein Zustand der Ausnahme sein. Eine Ausnahme jedoch, welche nur eine von vielen bitteren Ausläufern innerhalb eines Klimas des „permanenten Ausnahmezustands“ (Agamben) und der inner- und ausserstaatlichen Feindproklamationen ist. Dieser Ausnahmezustand ist Ergebnis des herrschenden (Sicherheits-)Paradigmas des Regierens. Er erlaubt es der Exekutive, dass Bestehende mit allen möglichen Mitteln zu Verteidigen und die Barbarei, also den Zustand der systembedingten Ausbeutung und Gewalt, in welchem es keine Freiheit gibt, aufrecht zu erhalten und immer weiter voran zu treiben.</p>
<p>Dabei war die WTC-Tragödie am 11. September 2001 willkommener Anlass, um neben den militärischen Raubzügen zur Aneignung der letzten Naturressourcen und der Erschliessung neuer Märkte auch gleich die Ausschaltung der restlinken und anarchistischen Opposition gegen den Neoliberalismus ideologisch zu forcieren. Auffallend dabei ist vor allem die zunehmende Kriminalisierung der Ökologie- und Tierbefreiungsbewegung. In Anlehnung an die antikommunistische Hysterie der 50er Jahre in den USA („Red Scare“) richtet sich nun „Green Scare“ gegen alle, die sich der Plünderung der Natur und lückenloser Verwertung der zur Ware erniedrigten Tiere in den Weg stellen. Dabei gilt es zu erkennen, dass die Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur gerade durch die totalitäre Tendenz immer neu entwickelter Technologien (wie z.B. die Nanotechnologie) und die Unterdrückung der Individualität bzw. die Gleichschaltung aller, durch die ökonomisch-technische Gewalt, massiv vorangetrieben wird.</p>
<p>Wie schon Herbert Marcuse herausgearbeitet hat, gibt es keine Neutralität der Technik. Die technologische Gesellschaft ist ein Herrschaftssystem, welches bereits bei der Konstruktion der Techniken wirksam wird. „Nicht erst ihre Verwendung, sondern schon die Technik ist Herrschaft (über die Natur und über den Menschen)“.</p>
<p>In Anbetracht des bestehenden herrschaftlichen Diskurses, ist es aus revolutionärer Perspektive eine Notwendigkeit, sich mit den drei in Bellinzona angeklagten Anarchisten zu solidarisieren. Dabei geht es weniger um ihre Positionen, für welche sie einstehen, sondern um die Tatsache, dass wir alle mit einem System konfrontiert sind, welches uns zu vereinnahmen und zu brechen versucht. Ein System, welches uns permanent mit der Hand ins Gesicht schlägt und uns immer wieder einmal in den Lauf einer Waffe schauen lässt.</p>
<p>Der Prozess gegen Billy, Silvia und Costa fällt zeitgleich auf den 10-jährigen Todesstag von Carlo Giuliani, welcher am 20. Juli 2001 von einer ausser Rand und Band geratenen Staatsgewalt bei den Anti-G8-Protesten in Genua ermordet wurde.</p>
<p><strong>Freiheit für Billy //<br />
Freiheit für Silvia //<br />
Freiheit für Costa //<br />
In Gedenken an Carlo //</strong></p>
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		<title>Der Prozess gegen Billy, Costa und Silvia findet in den nächsten Tagen statt</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 13:49:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchismus - Aufstand - Revolte]]></category>
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		<category><![CDATA[direkte Aktion]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Datum für den Prozess gegen Billy, Costa und Silvia wurde festgelegt: Am Dienstag, 19. Juli, wird die Hauptverhandlung stattfinden, die eventuell bis am Mittwoch, 20. Juli, dauern kann. Am Freitag, 22. Juli wird das Urteil ausgesprochen. Der Prozess wird in Bellinzona/Schweiz stattfinden. Der Text eines Poster von solidarischen Gefährten: Solidarität und Komplizenschaft mit den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/07/In-Solidarität-mit-Billy-Costa-und-Silvia.jpg" rel="lightbox[4586]"><img class="alignright size-medium wp-image-4632" title="In Solidarität mit den drei inhaftierten Anarchisten Billy, Costa und Silvia, vom 19. bis 22. Juli wird deren Prozess in Bellinzona/Schweiz stattfinden" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/07/In-Solidarität-mit-Billy-Costa-und-Silvia-250x176.jpg" alt="In Solidarität mit den drei inhaftierten Anarchisten Billy, Costa und Silvia, vom 19. bis 22. Juli wird deren Prozess in Bellinzona/Schweiz stattfinden" width="200" height="142" /></a>Das Datum für den Prozess gegen Billy, Costa und Silvia wurde festgelegt: Am Dienstag, 19. Juli, wird die Hauptverhandlung stattfinden, die eventuell bis am Mittwoch, 20. Juli, dauern kann. Am Freitag, 22. Juli wird das Urteil ausgesprochen. Der Prozess wird in Bellinzona/Schweiz stattfinden.</p>
<p><em>Der Text eines Poster von solidarischen Gefährten:</em></p>
<h4 style="text-align: center;"><strong>Solidarität und Komplizenschaft mit den Angeklagten</strong></h4>
<p>Nach mehr als einem Jahr Haft, geprägt von Gefängnisverlegungen, Restriktionen und Postzensur, wird der staatliche Repressionsapparat versuchen, ein Schlag gegen die drei Gefährten/in zu machen, denen folgende Taten vorgeworfen werden: Vorbereitungshandlungen zu Brandstiftung, Verbergen und Weiterschaffen von Sprengstoffen sowie unbefugter Verkehr (Einfuhr) mit Sprengmitteln.<br />
<span id="more-4586"></span>Dieses Repressionsmanöver richtet sich nicht nur gegen die drei Angeklagten, sondern gegen alle, die in der Ablehnung der bestehenden Verhältnisse eine dringende Notwendigkeit verspüren, die herrschende Ordnung umzustürzen und anzugreifen, gegen alle, die in der direkten Aktion einen entscheidenden Schritt im Kampf für die Freiheit und gegen die heutige Gesellschaft sehen. Dasselbe Szenarium erlebten wir schon vor ein paar Jahren, als der Staat Marco Camenisch verfolgte, um ihn und die Anti-Atom Bewegung einzuschüchtern. Ein Schlag ins Leere, denn Marco hat trotz Gefangenschaft nie aufgegeben und kämpft mit revolutionärem und rebellischem Geist weiter!</p>
<p>Heute glauben sie, mit dem Angriff gegen die drei Gefährten/in den Kampf gegen die neuen Technologien (Biotechnologie und Nanotechnologie) zu unterbinden. Ein Kampf, der in der Schweiz noch nicht weit vorangebracht worden war, sich jedoch durch die Festnahme der drei Gefährten/in in den sozialen Kämpfen entwickelte und radikalisierte.<br />
Für uns ist der Drang nach der Umwälzung des Bestehenden dieses gemeinsame Gefühl, das die Solidarität mit Billy, Costa und Silvia antreibt. Deshalb wollen wir zu einer Mobilisierung an den Prozesstagen aufrufen und bekräftigen, dass jeder Angriff gegen GefährtInnen ein Angriff gegen alle ist, die Leidenschaftlich für die Freiheit und gegen Staat und Kapital kämpfen.</p>
<p>Wir werden im Gerichtssaal anwesend sein, um an der Seite von Billy, Costa und Silvia zu stehen. Um nicht zuzulassen, dass sich die Solidarität in ein steriles Wort verwandelt, sondern in unseren Augen aufleuchtet und in unseren Taten lebt &#8211; Augen, die beim Gedanken an die Freiheit leuchten und sich beim Gedanken an alle gefangenen GefährtInnen, mit Blut und Wut füllen. Taten, mit denen wir unsere eingesperrten GefährtInnen noch immer an unserer Seite spüren.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Freiheit für Billy, Costa und Silvia! Freiheit für Marco Camenisch!</strong></p>
<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/07/In-Solidarität-mit-Billy-Costa-und-Silvia.jpg" rel="lightbox[4586]"><img class="aligncenter size-full wp-image-4632" title="In Solidarität mit den drei inhaftierten Anarchisten Billy, Costa und Silvia, vom 19. bis 22. Juli wird deren Prozess in Bellinzona/Schweiz stattfinden" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/07/In-Solidarität-mit-Billy-Costa-und-Silvia.jpg" alt="In Solidarität mit den drei inhaftierten Anarchisten Billy, Costa und Silvia, vom 19. bis 22. Juli wird deren Prozess in Bellinzona/Schweiz stattfinden" width="640" height="453" /></a></p>
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		<title>Weißrussische Anarchisten verurteilt – bis zu acht Jahre unter verschärften Bedingungen</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/weisrussische-anarchisten-verurteilt-bis-zu-acht-jahre-unter-verschaerften-bedingungen</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 11:34:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Gefangene]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
		<category><![CDATA[AnarchistInnen in Haft]]></category>
		<category><![CDATA[Urteilsspruch]]></category>
		<category><![CDATA[Weissrussland]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 27. Mai urteilte der Richter Zhanna Khvoynitskaya über die weißrussischen Anarchisten Ihar Alinevich, Mikalaj Dziadok, Aliaksandar Frantskievich, Maxim Vetkin und Yeveni Slivonchik. Die jungen Männer waren zahlreicher politischer Aktionen beschuldigt unter denen sich auch ein Angriff auf die russische Botschaft in Minsk vom August 2010 befand. Ihar Alinevich wurde beschuldigt die russische Botschaft und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/05/ABC-Belarus.png" rel="lightbox[4314]"><img class="size-medium wp-image-3985 alignright" title="ABC Belarus" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/05/ABC-Belarus-250x235.png" alt="ABC Belarus" width="150" height="141" /></a>Am 27. Mai urteilte der Richter Zhanna Khvoynitskaya über die <a href="../aufruf-zu-solidaritaetsaktionen-mit-anarchist_innen-in-weisrussland-vom-12-bis-15-mai">weißrussischen Anarchisten</a> Ihar Alinevich, Mikalaj Dziadok, Aliaksandar Frantskievich, Maxim Vetkin und Yeveni Slivonchik. Die jungen Männer waren zahlreicher politischer Aktionen beschuldigt unter denen sich auch ein Angriff auf die russische Botschaft in Minsk vom August 2010 befand.</p>
<p><strong>Ihar Alinevich</strong> wurde beschuldigt die russische Botschaft und die Belarusbank („Mutwillige Zerstörung von Eigentum, Gesetz 218 Paragraph 3 des weißrussischen Strafgesetzbuchs), das Untersuchungsgefängnis in Minsk (Gesetz 218 Paragraph 2) und ein Casino in Minsk angegriffen zu haben, genauso wie an einer nichtgenehmigten Demonstration vor dem Militärhauptgebäude teilgenommen zu haben (letztere beiden Anschuldigungen fallen unter Gesetz 339 Paragraph 2 des weißrussischen Gesetzbuches „schwerer Hooliganismus“). Die Staatsanwaltschaft forderte neun Jahre unter verschärften Haftbedingungen. <span id="more-4314"></span>Letztlich wurde er zu acht Jahren unter verschärften Haftbedingungen verurteilt<sup><a href="http://www.abc-berlin.net/weisrussische-anarchisten-verurteilt-bis-zu-acht-jahre-unter-verschaerften-bedingungen#footnote_0_4314" id="identifier_0_4314" class="footnote-link footnote-identifier-link" title=" versch&auml;rfte Bedingungen bedeutet Einschr&auml;nkungen hinsichtlich der Besucher_innenregelung, Post, Pakete und anderer &bdquo;Privilegien&ldquo;">1</a></sup>.</p>
<p><strong>Mikalaj Dziadok</strong> wurde wegen der Aktionen gegen ein Casino, das Militärhauptgebäude und einer „Yellow Union“<sup><a href="http://www.abc-berlin.net/weisrussische-anarchisten-verurteilt-bis-zu-acht-jahre-unter-verschaerften-bedingungen#footnote_1_4314" id="identifier_1_4314" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&bdquo;Yellow unions&ldquo; lehnen den Klassenkampf und Streiks ab und bef&uuml;rworten das Zusammenwirken von Kapital und Arbeit">2</a></sup>, die vom Staat kontrolliert wird auf Grund „schweren Hooliganismus“ zu viereinhalb Jahren unter verschärften Haftbedingungen verurteilt nachdem die Staatsanwaltschaft sechs unter gleichen Bedingungen gefordert hatte.</p>
<p><strong>Aliaksandr Frantskievich</strong> wurde wegen der Aktion gegen die „Yellow Union“, dem Angriff auf das Militärhauptgebäude und einem auf eine Polizeistation in Soligorsk, die alle als „schwerer Hooliganismus“ eingestuft wurden und einem Hackerangriff auf die Stadthomepage von Novopolotsk („elektronische Sabotage“, „illegaler Zugang zu elektronischen Informationen“, „Entwicklung, Nutzung oder Verbreitung von bösartiger Software“ Gesetz 349 Paragraph 2, Gesetz 351 Paragraph 2, Gesetz 354 des weißrussischen Gesetzbuches) angeklagt. Die Staatsanwaltschaft forderte fünf Jahre Haft, verurteilt wurde er zu drei Jahren unter verschärften Bedingungen. Screenshots der Aktion finden sich <a href="http://belarus.indymedia.org/20141" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><strong>Maxim Vetkin</strong> wurde wegen dem Angriff auf die BelarusBank und die Russische Botschaft in Minsk verurteilt. Er hat mit den Ermittlungsbehörden kooperiert und gegen die anderen ausgesagt. Er wurde, der Forderung der Staatsanwaltschaft folgend, zu vier Jahren Haft in einem Gefängnis ohne besondere Sicherheitsvorkehrungen verurteilt. Vorübergehend wurde er freigelassen.</p>
<p><strong>Yevgeni Silivonchik</strong> wurde zu eineinhalb Jahren Gefängnis mit Freigang auf Grund des Angriffs in Soligorsk verurteilt. Auch er hat mit den Ermittlungsbehörden kooperiert und die anderen belastet.</p>
<p>Die Beschuldigten haben für 100 Millionen weißrussische Rubel (um die 20.000 Dollar) aufzukommen, die bei der Beschädigung der jeweiligen Institutionen entstanden sind.</p>
<p>Alinevich, Dziadok and Frantskievich bestreiten ihre Beteiligung an den Aktionen, abgesehen der an dem Militärhauptgebäude. Sie ziehen in Erwägung gegen ihre Urteile Berufung einzulegen, doch könnte es in einem darauffolgenden Verfahren zu noch härteren Strafen kommen. Der Straßburger Gerichtshof stellt für Menschen in Weißrussland keine Option dar, da Weißrussland kein Teil des Europarats ist.</p>
<p>Valentina Alinevich, Ihars Mutter, sagte “<em>Gestern wurden die Kinder von jemand anderes festgenommen und wir dachten, das sei nicht unser Problem. Heute verhaften sie unsere Kinder. Morgen verhaften sie die Kinder von jemand anderem. Leute, seid euch dessen bewusst! Lasst das nicht geschehen!</em>“ Des Weiteren verwies sie auf die Rolle Russlands im Falle Ihars: „<em>Russland hat das Kidnappen einer Person auf seinem Gebiet akzeptiert. Das ist eine ungeheure Verletzung der Menschenrechte, die da in Zusammenarbeit mit den russischen Behörden passiert ist.</em>“ Am 28. November 2010 wurde Ihar Alinevich in Moskau von Agenten einer unbekannten Sondereinsatzgruppe gekidnapped und illegal über die Grenze in das Untersuchungsgefängnis des weißrussischen KGBs in Minsk verschleppt.</p>
<p>Aliaksandr Dziadok, der Vater Mikalajs und erfahrener Anwalt, der auch als Richter gearbeitet hat, gab folgende Erklärung an die Presse: „<em>Es kam innerhalb des Gerichtsverfahrens zu zahlreichen Verstößen. Auch die Anklagepunkte konnten nicht bewiesen werden. Das Urteil ist ungerecht und illegal. Ein objektives, gesetzestreues Gericht hätte alle Anklagepunkte gegen die Beschuldigten fallen gelassen.</em>“ Aliaksandr Dziadok zog Parallelen zwischen den nun beendeten Verfahren gegen Anarchisten und denen gegen die Verhafteten vom 19. Dezember 2010 (Gerichtsverfahren gegen diejenigen, die gegen die gefälschten Präsidentschaftswahlen Ende letzten Jahres protestierten, was internationale Aufmerksamkeit erregt hatte.)</p>
<p>Anarchist Black Cross Weißrussland bezeichnet die Verurteilungen als politisch motiviert und die Anschuldigungen als nicht erwiesen. Abgesehen davon können alle Aktionen für welche die Beschuldigten verurteilt wurden als gewaltfrei bezeichnet werden da in deren Zuge kein Lebewesen verletzt wurde. Die meisten der Aktionen waren lediglich symbolisch und der materielle Schaden zudem gering.</p>
<p>Berichte über jeden Verhandlungstag finden sich auf dem weißrussischen indymedia, sowie auch unter <a href="http://www.avtonom.org/en/freebelarus" target="_blank">www.avtonom.org/en/freebelarus</a>.</p>
<p>Die Dokumentation “Defying the law” über die Ermittlungen und Gerichtsverfahren gegen Anarchisten in Weißrussland findet sich <a href="http://rutube.ru/tracks/4469719.html" target="_blank">hier</a>. Eine Version mit englischen Untertiteln folgt in den nächsten Tagen.</p>
<p>Anarchist Black Cross Belarus</p>
<p style="text-align: right;"><em>übersetzt von <a href="http://www.autistici.org/abc-belarus/?p=326&amp;lang=en" target="_blank" class="broken_link">www.autistici.org/abc-belarus</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr>
<strong>Fussnoten:</strong><br/><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_4314" class="footnote"> verschärfte Bedingungen bedeutet Einschränkungen hinsichtlich der Besucher_innenregelung, Post, Pakete und anderer „Privilegien“</li><li id="footnote_1_4314" class="footnote">„Yellow unions“ lehnen den Klassenkampf und Streiks ab und befürworten das Zusammenwirken von Kapital und Arbeit</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Aufruf zu Aktionswoche zur Solidarität mit den Geiseln von Chimki vom 2. bis 9. April 2011</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/aufruf-zu-aktionswoche-zur-solidaritaet-mit-den-geiseln-von-chimki-vom-2-bis-9-april-2011</link>
		<comments>http://www.abc-berlin.net/aufruf-zu-aktionswoche-zur-solidaritaet-mit-den-geiseln-von-chimki-vom-2-bis-9-april-2011#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 09:17:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prozess]]></category>
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		<category><![CDATA[Aktionswoche]]></category>
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		<category><![CDATA[Russland]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 2. bis 9. April 2011 findet eine Aktionswoche für in Russland von Repression betroffenen Aktivisten statt. Im speziellen geht es um die drei Personen, die im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Abholzung des Waldes der Staat Chimki und den Bau einer neuen Autobahn in Untersuchungshaft saßen bzw. immer noch sitzen. Hier der Aufruf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/04/repression-chimki-russland.jpg" rel="lightbox[3507]"><img class="alignright size-medium wp-image-3521" title="Solidarität mit mit den von Repression betroffenen Aktivisten in Chimki - Russland" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2011/04/repression-chimki-russland-190x250.jpg" alt="Solidarität mit mit den von Repression betroffenen Aktivisten in Chimki - Russland" width="103" height="135" /></a><em>Vom 2. bis 9. April 2011 findet eine Aktionswoche für in Russland von Repression betroffenen Aktivisten statt. Im speziellen geht es um die drei Personen, die im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Abholzung des Waldes der Staat Chimki und den Bau einer neuen Autobahn in Untersuchungshaft saßen bzw. immer noch sitzen. Hier der Aufruf zur Aktionswoche und ein Text, welcher die Hintergründe beleuchtet. Weitere Infos in mehreren Sprachen gibt es unter: <a href="http://khimkibattle.org/" target="_blank">khimkibattle.org</a></em></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Aufruf zu Aktionswoche zur Solidarität<br />
mit den Geiseln von Chimki vom 2. bis 9. April 2011</strong></p>
<p>Wir rufen zur Solidarität mit Denis Solopow, Maxim Solopow und Aleksej Gaskarow all diejenigen auf, die die Repressionen gegen die drei Aktivisten nicht einfach hinnehmen wollen. Sie wurden zu Geiseln der unglaublichen Geschichte rund um den Wald von Chimki, einer Geschichte vom Widerstand der aufkeimenden Zivilgesellschaft im heutigen Russland und der seelenlosen Junta habgieriger Korruptionäre. Dank dieser Geschichte erreichte die im Moskauer Umland gelegene Stadt Chimki traurige Berühmtheit weit über die Grenzen Russlands hinaus.<br />
<span id="more-3507"></span><br />
Im Herbst 2010 verbrachten Aleksej Gaskarov und Maxim Solopow drei Monate in Haft aufgrund eines an den Haaren herbeigezogenen Strafverfahrens, das nun vor Gericht regelrecht in sich zusammenbricht. Die Ermittler wandten Drohungen und Folter an und lieferten aus dem Mund von Polizeiagenten Falschaussagen. Für den 14. April ist der nächste Verhandlungstermin vor dem Stadtgericht in Chimki anberaumt.</p>
<p>Denis Solopow, ein junger Künstler, befindet sich derzeit im Kiewer Untersuchungsgefängnis Nr. 13 „Lukjanowka“, wo Untersuchungshäftlinge unter unmenschlichen Bedingungen untergebracht sind. So schlafen sie wegen der Überbelegung in drei Schichten. Trotz der Anerkennung von Denis als Mandatsflüchtling durch das UNO Flüchtlingswerk, was auf einen begründeten Asylanspruch seinerseits hinweist, lehnte die zuständige ukrainische Migrationsbehörde seinen Asylantrag ab. Unmittelbar nach der Entgegennahme der Ablehnung wurde Denis festgenommen. Die Migrationsbehörde hat ihre Amtsbefugnisse überschritten, indem sie offensichtlich die Miliz über den Termin von Denis bei der Behörde in Kenntnis gesetzt hatte. Die von einem Gericht veranschlagten 40 Tage Haft laufen am 11. April hab. Anschließend muss Denis entweder freigelassen werden oder aber er wird in Abschiebehaft genommen, die sich bis zur Vorlage eines endgültigen Bescheides bis zu anderthalb Jahre hinziehen kann.</p>
<p>Die drei jungen Männer sind Repressionen ausgesetzt aufgrund ihrer vermeintlichen Teilnahme an einer Demonstration gegen die Waldrodung zugunsten des Baus einer Mautautobahn und gegen die Staatswillkür im Moskauer Vorort Chimki, die zu einem geringen Sachschaden am Gebäude der lokalen Administration geführt hatte. Die Protestaktion fand als Reaktion auf den Übergriff vom Bauherrn angeheuerter Rechtsradikaler auf ein friedliches Ökocamp im Wald von Chimki statt. Die Mautstrecke, deren Verlauf so geplant ist, dass lediglich unter dem Gesichtspunkt der Korruption Sinn macht, braucht niemand außer einem engen Kreis von Oligarchen und korrupter Beamten und der Leitung des französischen Konzerns Vinci, der die Ausschreibung zum Streckenbau gewonnen hat. Waldschützer und sozial engagierte Menschen in der Stadt Chimki sind ständigen Übergriffen und rechtswidrigen Repressionen ausgesetzt. Infolge gewalttätiger Angriffe wurden die Schicksale zweier Journalisten und engagierter gesellschaftspolitischer Akteure, die von Michail Beketow und Konstantin Fetisow, zerstört.</p>
<p>Weltweit ist die Bedrohung unseres Planeten allgegenwärtig, der sich in einen leblosen Raum verwandelt, doch die nach Profit Strebenden lassen sich weder von der Atomkatastrophe in Japan, noch von dem furchtbaren Desaster im Golf von Mexiko oder den Waldbränden im Moskauer Umland beirren. In den unterschiedlichsten Winkeln Russlands und der Welt kämpfen Menschen für ihre sozialen Rechte und für ihre reale Freiheit, und nicht für die „Freiheit“ zu kaufen und zu verkaufen. Wenn wir uns alle, also alle, die überzeugt davon sind, dass unsere Welt keine Ware darstellt, zusammenschließen, vervielfältigen sich unsere Kräfte. Menschen aus verschiedenen Ländern, von Amerika bis China, haben bereits zwei Mal auf Aktionstagen ihre Solidarität mit Maxim Solopow und Aleksej Gaskarow unter Beweis gestellt. Die Folge davon waren die Freilassung von Aleksej und Maxim, ein vorübergehender Rodungsstopp, die Einstellung der Bauarbeiten und der Aufbau eines Netzwerks engagierter Menschen auf der ganzen Welt. Über Grenzen und weite Entfernungen hinweg.</p>
<p>Wir sind uns darüber im Klaren, dass wir allein mit der Situation nicht fertig werden. Deshalb bitten wir um Solidarität und die Beteiligung an der Aktionswoche vom 2. bis 9. April. Organisiert Mahnwachen vor den ukrainischen Botschaften und Konsulaten mit der Forderung nach Freilassung von Denis Solopow. Organisiert Kundgebungen vor den russischen Botschaften und Konsulaten und fordert die Einstellung des Verfahrens gegen Aleksej Gaskarow und Maxim Solopow und einen Waldrodungsstopp in Chimki. Organisiert Aktionen vor den Filialen von Vinci mit der Forderung, die Beteiligung an dem Bauprojekt einer Mautautobahn zwischen Moskau und St. Petersburg durch den Wald von Chimki zurückzuziehen.</p>
<p>Unsere Solidarität ist unsere Waffe!</p>
<p>Informationen über Solidaritätsaktionen, Kopien von Protestschreiben, Faxen und Publikationen bitten wir an folgende Adresse zu schicken:</p>
<p>info@khimkibattle.org</p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong>Die Vorgeschichte. Der Wald von Chimki<br />
und der Bau der Autobahn Moskau – St. Petersburg</strong></p>
<p>Alles fing damit an, dass ein Projekt in Planung war, das die erste  kommerzielle Autobahn Russlands zwischen Moskau und Sankt Petersburg  vorsah. Diese Autobahn würde durch einen der wenigen übriggebliebenen  Wälder in der Nähe Moskaus führen und durch den Bau von “<em>Objekten der Infrastruktur</em>”, also zum Beispiel Tankstellen und Einkaufszentren, den Wald der Stadt Chimki, welcher zum <em>“grünen Ring Moskaus”</em> gehört, quasi komplett vernichten. Den pragmatischeren und  wirtschaftlicheren Alternativvorschlägen wurde durch die korrupten  Interessen einiger Akteure keine weitere Aufmerksamkeit geschenkt.</p>
<p><strong>Widerstand und Repression</strong></p>
<p>Anfangs war keine rechtliche Grundlage für den Bau der Autobahn  gegeben, da laut russischen Gesetzen der Wald nicht bebaut werden darf.  Weil aber hinter dem Projekt große Profitinteressen stehen, sollte hier  schnell eine fadenscheinige Außnahmereglung geschaffen werden. So gab es  seit 2007 ein langes Hin und Her zwischen der Administration der  kleinen Stadt Chimki, BauunternehmerInnen und anderen Bauinteressierten  auf der einen Seite und BewohnerInnen, ÖkoaktivistInnen und einigen  politischen UnterstützerInnen auf der anderen Seite. Dabei haben die  VerteidigerInnen des Waldes auf legale Methoden, Aufklärung und  Unterstützung namenhafter Organisationen gesetzt.</p>
<p>Die Administration der Stadt Chimki dagegen ist für ihre, sogar für  Russland, auffällige Korruption und brutale Methodik von  “Problemlösungen“ bekannt. Diese Methoden bekamen auch die  ÖkoaktivistInnen zu spüren.<br />
So wurde der Hund des Chefredakteurs <em>Michail Beketov</em>, dessen  Lokalzeitung sehr oft über Korruption bestimmter BeamtInnen und  Unstimmigkeiten beim geplanten Bau der Autobahn berichtete, in der  Tradition der <em>“wilden 90er”</em> umgebracht, später sein Auto vor  seinem Haus angezündet, bis er schließlich selbst im November 2008 Opfer  eines schweren Überfalls wurde, den er nur durch Zufall überlebte. Die  Folgen des Angriffs waren aber so schwer, dass er nie wieder ein aktives  Leben führen kann. Auch andere kritische JournalistInnen wurden  mehrmals angegriffen und zum Teil schwer verletzt. 2009 starb einer von  ihnen an den Folgen eines Angriffs.<br />
Trotz dieser Gewalt existierte eine kleine, aktive <em>“Bewegung für den Schutz des Waldes von Chimki”</em>, die weiterhin friedliche Aktionen und Kundgebungen organisierte und für die Aufklärung der Stadtbevölkerung sorgte.</p>
<p>Nach einigen Jahren gerichtlicher Auseinandersetzungen und Öffentlichkeitsarbeit hatte Ende 2009 der Premierminister <em>Putin</em> den offiziellen Status der betroffenen Flächen des Waldes zu Gunsten  der InvestorInnen geändert. Diese Entscheidung wurde am 1. März 2010  durch das höchste russische Gericht bestätigt, und so grünes Licht für  die Abholzung des Waldes und den Bau der Autobahn gegeben.</p>
<p><strong>Abholzung im Sommer 2010. Polizei und rechtsextreme Hools gegen AktivistInnen</strong></p>
<p>Im Juli 2010 begannen ArbeiterInnen der Firma <em>“Teplotechnika”</em> mit der Abholzung des Waldes. Als dies von AktivistInnen entdeckt  wurde, errichteten sie am 15. Juli ein Öko-Camp im Wald, um die  Abholzung zu verhindern, was ihnen auch einige Male gelang. Mit der Zeit  fand sich eine bunte Mischung aus ca 50 Linken, AnarchistInnen,  AntifaschistInnen, Menschenrechts- und lokalen Grassrootinitiativen  zusammen. Parallel dazu wurden Kundgebungen in Moskau organisiert und  weitere Versuche gestartet mit der Administration der Stadt Chimki zu  verhandeln. Daraufhin fuhr die Administration, allen voran ihr  Vorsitzender <em>Streltschenko</em>, einen Doppelkurs, indem sie sich  einerseits zum Dialog bereiterklärte, ihn aber andererseits konsequent  sabotierte. Zusätzlich wurde das Camp immer wieder von BauarbeiterInnen  und Unbekannten angegriffen. Die zu Hilfe gerufene Polizei glänzte dabei  jedesmal durch Desinteresse.</p>
<p>Da der Konflikt inzwischen aber auch in Überregionale Medien Eingang  gefunden hatte, versprach die Baufirma am 23. Juli die Erlaubnispapiere  für die Abholzung des Waldes den BewohnerInnen des Camps vorzulegen.  Stattdessen tauchten an besagtem Morgen aber ca. 40 vermummte junge  Männer auf. Einige von ihnen trugen T-Shirts mit rechtsextremen  Symboliken. Die Gruppe wurde später durch Fotos als die rechtsextreme  Moskauer Hooligangruppe <em>“Gladiators”</em> erkannt. Sie bedrohten die  AktivistInnen und sorgten für die “Sicherheit” der HolzfällerInnen, die  nun die Abholzarbeiten wieder aufnahmen. Trotz dieser Drohkulisse  gelang es jedoch einigen AktivistInnen auf die Baumaschinen zu kommen  und die Arbeiten zu blockieren. Nach einigen Stunden Kampf, bei denen  die AktivistInnen sehr brutal angegangen wurden, traf die  Bereitschaftspolizei (OMON) ein und nahm mehrere AktivistInnen und  JournalistInnen brutal fest. Der Schlägertrupp dagegen war für sie  weniger interessant und fuhr sogar mit der Polizei zusammen ab, während  die Abholzarbeiten weiter fortgesetzt werden konnten. In den folgenden  Tagen wurden alle, die sich Zutritt zum Wald verschaffen wollten, von  Polizei und Schlägern vertrieben.</p>
<p><strong>Der 28. Juli, Angriff auf das Verwaltungsgebäude in Chimki</strong></p>
<p>Am 28. Juli sollte in der Stadt Chimki eine öffentliche Anhörung mit  VertreterInnen der Administration, der Bauunternehmen, der  StadtbewohnerInnen, JournalistInnen und GegnerInnen der Rodung  stattfinden. Diese wurde aber, wie schon mehrmals vorher, seitens  Stadtverwaltung und Bauunternehmen durch einen schlichten Zettel mit der  Aufschrift “Heute findet keine Anhörung statt” kurzfristig abgesagt.</p>
<p>Am Abend wurde in Moskau ein Straßenkonzert <em>“Für den Wald von Chimki”</em> von zwei Antifagruppen und zwei Hardcorebands angekündigt. Als sich  einige hundert Menschen am Treffpunkt versammelt hatten, wurde durch ein  Megafon mitgeteilt, dass die VeranstalterInnen statt ein Konzert zu  geben, nach Chimki fahren würden und alle Anwesenden einladen  mitzukommen.<br />
So stiegen hunderte Menschen in einen Regionalzug und kamen gegen 20 Uhr  in Chimki an. Die Polizei war wie erwartet vollauf damit beschäftigt,  mögliche Proteste im Wald zu unterbinden, sodass sich bald eine Gruppe  von 300-400 Menschen mit Transparenten und Parolen auf den Weg zum  Verwaltungsgebäude machte. Das Gebäude wurde mit Flaschen, Steinen und  Molotov-Cocktails beworfen, Parolen wurden an die Wände gespüht und die  Tür mit einer Axt versucht einzuschlagen. Nach wenigen Minuten zogen  sich die Menschen wieder Richtung Bahnhof zurück, um den Zug nach Moskau  zu bekommen. Letztendlich dauerte die Aktion ungefähr eine  Viertelstunde. Das Verwaltungsgebäude war zu diesem Zeitpunkt wie  erwartet leer, sodass niemand verletzt wurde. Laut den Anwesenden haben  die BewohnerInnen von Chimki die Aktion mit Begeisterung und Zustimmung  begleitet. Niemand wurde festgenommen.</p>
<p>Noch am späten Abend nahm die OMON die restlichen AktivistInnen im  Wald von Chimki fest, die allerdings offensichtlich keine Ahnung von den  Geschehnissen in Chimki hatten. Die Sprecherin der <em>“Bewegung für den Schutz des Waldes von Chimki”</em>, <em>Anna Tschirikowa</em>,  distanzierte sich zwar von dem Angriff auf das Verwaltungsgebäude, wies  aber ebenfalls darauf hin, dass die Administration durch ihr Verhalten  selbst Schuld daran trage.</p>
<p>Gleich nach der Aktion begann die Polizei und ihr <em>“Zentrum für Extremismusbekämpfung”</em> alle bekannten antiautoritären und antifaschistischen AktivistInnen  anzurufen und zu “Gesprächen” einzuladen. JournalistInnen, die bei dem  Angriff auf das Verwaltungsgebäude anwesend waren und den Protestmarsch  fotografiert oder gefilmt hatten, wurden festgenommen.</p>
<p><em>Anna Tschirikova</em>, die Sprecherin der <em>“Bewegung für den Schutz des Waldes von Chimki” </em>berichtete,  dass sie observiert werde und Angst um ihr Leben und das ihrer Familie  hätte. Eine Befürchtung, die nach den vielen Angriffen und Mordversuchen  an kritischen Stimmen in der Vergangenheit nicht unbegründet war. Bald  darauf zog sie sich aus Chimki zurück und tauchte mit ihrer Familie in  Moskau unter.<br />
<strong><br />
Die Festnahme von Aleksej Gaskarov und Maksim Solopov</strong></p>
<p>Am 29. Juni 2010, dem Tag nach dem Protestmarsch in Chimki, wurden<em> Aleksej Gaskarov</em> und <em>Maksim Solopov</em> ohne jede Rücksicht auf die russische Gesetzgebung festgenommen. Diese  Festnahmen sind rein politisch zu verstehen, denn Aleksej und Maksim  gehören zu den wenigen Sprechern der antifaschistischen und  anarchistischen Bewegung Russlands, die offen auftreten und ihre  Ansichten auch offen propagieren. So sprach beispielsweise Maksim kurz  vor seiner Festnahme im Radio über den Sinn und die Ziele der Proteste  im Wald von Chimki. Nicht zuletzt deshalb stehen beide schon seit  längerem an der Spitze der Todeslisten der rechtsextremen  Internetseiten. Das die Festnahmen jeder rechtlichen Grundlage  entbehren, wird besonders dadurch erkennbar, dass in den  Festnahmeprotokollen vermerkt wurde, dass beide am Tatort, also in  Chimki während des Angriffs auf das Verwaltungsgebäude, festgenommen  worden sein, wobei doch bekannt ist, dass es an besagtem Abend keine  Festnahmen gab.<br />
Ihnen wird zum Vorwurf gemacht <em>“Organisatoren des Massenhooliganismus mit Waffen oder als Waffe benutzten Gegenständen”</em> zu sein. Sollten sie dafür schuldig gesprochen werden, drohen ihnen bis  zu sieben Jahre Haft. Eine Zeitung zitierte einen Polizisten mit den  Worten: <em>“Die Jugendlichen haben dadurch, dass sie die Macht  angegriffen haben, eine Grenze überschritten. Unsere Aufgabe besteht  jetzt darin, sie wieder auf ihre Plätze zurückzuweisen. Daher werden wir  sie nicht mit Samthandschuhen anpacken.”</em></p>
<p>Nachdem die Untersuchungshaft immer wieder quasi unter Ausschluß der  Öffentlichkeit verlängert wurde, wurden Aleksej und Maksim überraschend  im Oktober 2010 freigelassen. Und das, obwohl im Verlauf des Prozesses  immer wieder Zeugenaussagen durch Foltermethoden im Sinne der Ermittler  verändert wurden. Trotz der Freude über die vorläufige Freilassung,  bleiben die Anschuldigungen gegen Aleksej und Maksim bestehen und so  droht auch weiterhin eine Verurteilung.<br />
Am 14. März 2011 wird nun die vorläufige Anhörung gegen die “Geiseln von Chimki” stattfinden.</p>
<p>Zudem wurde bekannt, dass <em>Denis Solopow</em>, der ebenfalls  wegen der Vorfälle in Chimki von den russischen Repressionsbehörden  gesucht wird, am 2. März in der Ukraine von der Kriminalpolizei  festgenommen wurde, als er auf dem Weg zum Gericht war, um den Einspruch  gegen die Ablehnung seines Asylgesuchs zu verteidigen. Eine  Auslieferung an die russischen Behörden würde gültiges internationales  Recht brechen, da ihm vorher der Flüchtlingsstatus zugesprochen wurde.</p>
<p>Seit der Festnahme von Maksim und Aleksej ist klar, dass hier ein  Schauprozess gegen die libertäre Strömung Russlands geführt wird.  Sollten die “Geiseln von Chimki” tatsächlich auf Grundlage von Lügen und  Folter verurteilt werden, würde dies einen harten Schlag für die  anarchistische und antifaschistische Bewegung Russlands bedeuten.</p>
<p><strong>Wir fordern, dass der Prozess und mit ihm jede Anschuldigung  gegen die “Geiseln von Chimki” sofort und bedingungslos fallen gelassen  wird!<br />
Freiheit für Maksim, Aleksej und Denis!<br />
Freiheit für alle politischen Gefangenen!</strong></p>
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		<title>Prozess mit unerwartetem Ausgang</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Mar 2011 15:55:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Heute fand der erste Prozesstag gegen Thomas wegen Brandstiftungen an verschiedenen Fahrzeugen statt. Es war ein Prozess mit einem unerwartetem Ausgang&#8230; Der heutige Prozess gegen Thomas, welcher seit dem 10. September 2010 in Untersuchungshaft festgehalten wurde, war schneller zu Ende als gedacht. Der Angeklagte legte eine Geständnis ab, mit welchem er zwei der drei ihm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/10/freiheit-fuer-thomas.png" rel="lightbox[3335]"><img class="alignright size-medium wp-image-2692" title="freiheit-fuer-thomas" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/10/freiheit-fuer-thomas-250x212.png" alt="" width="200" height="170" /></a>Heute fand der erste Prozesstag gegen Thomas wegen Brandstiftungen an verschiedenen Fahrzeugen statt. Es war ein Prozess mit einem unerwartetem Ausgang&#8230;</p>
<p>Der heutige Prozess gegen Thomas, welcher seit dem 10. September 2010 in Untersuchungshaft festgehalten wurde, war schneller zu Ende als gedacht. Der Angeklagte legte eine Geständnis ab, mit welchem er zwei der drei ihm vorgeworfen Taten einstand. Es handelte sich um Brandstiftungen an Fahrzeugen, die aber zum Teil bei Versuchen blieben.<br />
<span id="more-3335"></span><br />
Schon vor dem Prozess wurde zwischen der Staatsanwaltschaft, der Richterin und dem Verteidiger von Thomas ein Deal ausgehandelt, welcher vorsah, dass wenn er ein Geständnis ablegt, er eine Haftstrafe von 1 Jahr und 10 Mo­na­ten, ausgesetzt auf 3 Jahre Bewährung, erhalten wird. In einer Einlassung äußerte sich Thomas, dazu, dass er die Taten als einen Fehler einsehe und die Einsamkeit in der langen U-Haft ihn derart abgeschreckt hätte, erneut eine längere Zeit hinter Gittern verbringen zu müssen.</p>
<p>Den Bullen kommt der Ausgang dieses Prozess natürlich auch sehr gelegen, da diese diesmal nicht ihre Techniken und Taktiken zur Observation usw. der Öffentlichkeit präsentieren mussten, auch konnte nicht die Glaubwürdigkeit des codierten Bullenzeugen, dessen Aussage als Hauptbeweismittel geltend gemacht wurde, überprüft werden.</p>
<p>An diesem Beispiel zeigt sich einerseits wozu eine zu kurz greifende Solidaritätsarbeit führen kann, ein Inhaftierter wird hinter den grauen Mauern der U-Haft gebrochen und lässt sich auf ein Geständnis ein, nur um nicht länger in der Zelle sitzen zu müssen. Eine Diskussion, woran es gelegen hat, sollte nicht ausbleiben.</p>
<p><strong>Für eine Solidarität, welche sich offensiv und direkt auf den Betroffenen bezieht und auch die anderen Gefangenen nicht vergisst! </strong></p>
<p style="text-align: right;"><a href="http://www.freiheitfuerthomas.blogsport.de" target="blank">www.freiheitfuerthomas.blogsport.de</a> |<a href="http://www.antifa.de" target="blank"> www.antifa.de</a></p>
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		<title>Der Prozess gegen Thomas beginnt</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 13:20:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am 8. März wird der Prozess gegen Thomas, der seit dem 10. September 2010 in Berlin in Untersuchungshaft sitzt, beginnen. Zunächst sind 13 Verhandlungstage angesetzt. Der erste Verhandlungstag ist am Diens­tag den 08.​ März um 9:00 Uhr im 1. Stock des Amts­ge­richts Tier­gar­ten Turm­stra­ße 91 im Raum 504. Thomas wird beschuldigt in einem Zeitraum von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/10/freiheit-fuer-thomas.png" rel="lightbox[3261]"><img class="alignright size-medium wp-image-2692" title="freiheit-fuer-thomas" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/10/freiheit-fuer-thomas-250x212.png" alt="" width="200" height="170" /></a>Am 8. März wird der Prozess gegen <a href="http://www.abc-berlin.net/freiheit-fuer-thomas">Thomas</a>, der seit dem 10. September 2010 in Berlin in Untersuchungshaft sitzt, beginnen. Zunächst sind 13 Verhandlungstage angesetzt. Der erste Verhandlungstag ist am Diens­tag den <strong>08.​ März</strong> um <strong>9:00 Uhr</strong> im 1. Stock des <strong>Amts­ge­richts Tier­gar­ten</strong> Turm­stra­ße 91 im Raum 504. Thomas wird beschuldigt in einem Zeitraum von drei Monaten drei Fahrzeuge flambiert zu haben. Die Beweislage ist, wie bei den vergleichbaren Fällen &#8211; <a href="http://www.abc-berlin.net/freispruch-fuer-niels">Niels</a>, <a href="http://www.abc-berlin.net/freiheit-fuer-tobias">Tobias</a>, Alex, Christoph &#8211; dünn und alles stinkt nach einem Konstrukt der Berliner Polizei in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft. Codierte Bullenzeugen wollen mal wieder ganz viel gesehen haben, aber dis ist ja auch nichts neues.</p>
<p>Kommt zum Prozess, lasst eure Wut sprechen. Zeigt euch solidarisch. Gegen die Angriffe von Staat und Kapital.<br />
<span id="more-3261"></span><br />
<strong>Die weiteren Ver­hand­lungs­ter­mi­ne:</strong></p>
<p>Diens­tag 08.​03.​2011 – 9 Uhr<br />
Frei­tag 11.​03.​2011 – 9 Uhr<br />
Diens­tag 15.​03.​2011 – 9 Uhr<br />
Frei­tag 18.​03.​2011 – 9 Uhr<br />
Diens­tag 05.​04.​2011 – 9 Uhr<br />
Frei­tag 15.​04.​2011 – 9 Uhr<br />
Diens­tag 19.​04.​2011 – 9 Uhr<br />
Frei­tag 29.​04.​2011 – 9 Uhr<br />
Frei­tag 06.​05.​2011 – 13 Uhr<br />
Frei­tag 13.​05.​2011 – 9 Uhr<br />
Diens­tag 17.​05.​2011 – 9 Uhr<br />
Frei­tag 20.​05.​2011 – 9 Uhr<br />
Diens­tag 24.​05.​2011 – 9 Uhr</p>
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