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	<title>Anarchist Black Cross Berlin &#187; Redebeitrag</title>
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		<title>Redebeitrag zur Demo in Solidarität mit Dennis und allen Opfern von Polizeigewalt</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 14:38:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Polizeigewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Redebeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Repression in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>

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		<description><![CDATA[Über 200 solidarische Personen versammelten sich am Abend des 11. Juli in Berlin-Neukölln zu einer Demonstration im Gedenken an Dennis und alle Opfer von Polizeigewalt. Einen Demobericht gibt es auf de.indymedia.org und Fotos unter pm_cheung und Kietzmann. Hier der Redebeitrag von unserer Seite: Redebeitrag von Anarchist Black Cross Berlin zur Demo in Solidarität mit Dennis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/07/still-not-loving-police.jpg" alt="still-not-loving-police" title="still-not-loving-police" width="120" height="120" class="alignright size-full wp-image-799" /><em>Über 200 solidarische Personen versammelten sich am Abend des 11. Juli in Berlin-Neukölln zu einer Demonstration im Gedenken an Dennis und alle Opfer von Polizeigewalt. Einen Demobericht gibt es auf <a href="http://de.indymedia.org/2009/07/255947.shtml" target="blank">de.indymedia.org</a> und Fotos unter <a href="http://www.flickr.com/photos/pm_cheung/sets/72157621302998774/" target="blank">pm_cheung</a> und <a href="http://www.flickr.com/photos/kietzmann/sets/72157621309962658" target="blank">Kietzmann</a>. Hier der Redebeitrag von unserer Seite:</em></p>
<p><center><strong>Redebeitrag von Anarchist Black Cross Berlin<br />
zur Demo in Solidarität mit Dennis und allen Opfern von Polizeigewalt</strong></center></p>
<p>Wieder einmal sind wir gezwungen einen weiteren Namen auf der endlosen Liste derjenigen einzutragen, die durch die Hand von Bullen ums Leben gekommen sind.</p>
<p>Wieder einmal ist ein Mensch durch die Kugeln aus den Waffen und durch Gewaltanwendung von Polizeibeamten gestorben.<br />
<span id="more-796"></span><br />
Und danach wird wieder das Gleiche passieren, wie immer werden die Bullen am Ende freigesprochen werden. Gerechtfertigt wird dieses mit scheinbar auf alles ausdehnbaren Begriffen wie Notwehr, unübersichtliche Situation, usw. Aber wir sagen: es war Mord, kaltblütiger Mord. Sie erhalten für ihr Handeln, welches Leben zerstört eine Legitimation, welche sie immer weiter machen lässt, ohne auch nur einen Gedanken an die Folgen ihres Handelns zu verschwenden.</p>
<p>Damit zeigen die Bullen wieder einmal ihr wahres Gesicht. Nicht das des Freund und Helfers, welches uns immer seit dem Kindesalter fälschlicherweise vorgegaukelt wird. Sondern das des mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln die Macht des Staates und des Kapitals verteidigenden, mit dem Knüppel um sich schlagenden, mit der Knarre um sich schießenden gefühllosen Menschen, der jede Gefühlsregung mit dem Überstreifen der Uniform abgelegt hat.</p>
<p>Natürlich sind die Bullen nicht die einzigen, die im Namen des Staates morden. Tagtäglich sterben Leuten in den Knästen, in den Abschiebeknästen, beim Versuch in die Festung Europa zu gelangen, auf dem Weg zur Arbeit und während dieser. Morde, welche von uns meistens wieder schnell vergessen werden oder wir sie gar nicht erst mitbekommen. Dies zeigt uns, wie alltäglich es für uns ist, dass dieses Konstrukt aus Staat und Kapital darauf aufgebaut ist, dass Menschen sterben nur um die Interessen von ein paar wenigen durchzusetzen. </p>
<p>Und unsere Rolle in diesem ganzen Wirrwarr von Unsicherheit und Verletzbarkeit?<br />
Das Vorantreiben der Solidarität mit den Betroffenen von Bullengewalt und der alltäglichen Gewalt dieses System der Ausbeutung und Unterdrückung. Das Vorantreiben des Kampfes gegen die bestehenden Verhältnisse, hin zu einem lebenswerten Leben für uns alle. </p>
<p>Es gibt auch positive Beispiele, wie auf Bullengewalt geantwortet wird. Zum Beispiel gab es in den letzten Monaten in Berlin eine Vielzahl von solidarischen Aktionen. Auch woanders schweigen die Leute nicht: In Zürich in der Schweiz kam es am letzten Samstag zu einer kraftvollen und entschlossenen Demonstration, bei welcher eine Vielzahl von Gebäuden des Sicherheitsgewerbes und verschiedene Banken angegriffen wurden. Einen Monat zuvor wurde in Biel ein Jugendlicher von Bullen vor einen fahrenden Zug gehetzt und kam dabei zu Tode.</p>
<p>Kein Friede mit dem Bullenstaat!<br />
Freiheit für alle!<br />
Für die Anarchie!</p>
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		<title>Redebeitrag auf der Kundgebung vor dem Knast in Berlin-Moabit am 5. Juni</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/redebeitrag-auf-der-kundgebung-vor-dem-knast-in-berlin-moabit-am-5-juni</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 18:45:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redebeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sind heute hier vor dem Knast in Moabit versammelt, um unsere Solidarität mit den Menschen zu zeigen, die am 1. Mai verhaftet worden sind und seitdem hinter diesen grauen Mauern auf der anderen Straßenseite festgehalten werden. Sie wurden im Laufe des gesamten Tages und während der Auseinandersetzung mit der Polizei eingesackt, aufgrund der Anschuldigung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind heute hier vor dem Knast in Moabit versammelt, um unsere Solidarität mit den Menschen zu zeigen, die am 1. Mai verhaftet worden sind und seitdem hinter diesen grauen Mauern auf der anderen Straßenseite festgehalten werden.<br />
Sie wurden im Laufe des gesamten Tages und während der Auseinandersetzung mit der Polizei eingesackt, aufgrund der Anschuldigung sich daran beteiligt zu haben. Dieses Jahr gab es die heftigsten Konfrontationen wie schon seit vielen Jahren nicht mehr und die Polizei wurde von Anfang an offensiv von der Demo verwiesen.<br />
<span id="more-563"></span><br />
Nach dem 1. Mai wurden auf Seiten der Polizei, der Politik und der Medien massiv rumgeheult und harte Strafen für die Verhafteten gefordert, sowie generelle Gesetzesverschärfungen eingefordert, vor allem bei Körperverletzung an PolizistInnen.<br />
Würden wir jedes Mal wenn wir ihre Prügel und Repression zu spüren bekommen genauso rumheulen wie sie es tun wäre Berlin schon überflutet.</p>
<p>Dass dieses Mal zur Abwechslung – wenn auch nur kurz und mit vielen Ritualen behaftet – eine offensive Demonstration die Karten neu mischt, können wir nur begrüßen.<br />
Gerade weil wir uns alle nach den Ereignissen so gefreut haben, dürfen wir die Leute, die im Moment aufgrund dieser kollektiven Offensive im Bau sitzen, nicht vergessen. Unter anderem sitzen auch vier Menschen unter dem Vorwurf des “versuchten Mordes”, aufgrund einiger Molliwürfe, die am Abend stattfanden.<br />
Das erinnert uns an den Fall der drei HausbesetzerInnen aus München, die vor einiger Zeit unter dem gleichen Vorwurf angeklagt und zu fünf Jahren Haft verurteilt wurden, bloß weil sie ihr besetztes Haus mit Steinwürfen auf gepanzerte PolizistInnen verteidigt haben.</p>
<p>Die Gefangenen sind mit einer harten Situation konfrontiert und müssen unsere Solidarität spüren. Uns ist es egal ob sie und alle anderen zufällig in Kreuzberg beim Eis essen waren und willkürlich verhaftet wurden oder sich aktiv beteiligt haben: wir kennen keine Trennung zwischen “Schuldigen” und “Unschuldigen”, unsere Solidarität lässt sich nicht davon diktieren und sollte offensiv bekundet werden.<br />
Wenn wir soziale Unruhen mit verursachen wollen und an ihrer Verbreitung Interesse haben, müssen wir den Menschen auch unsere Ernsthaftigkeit zeigen: dass heißt unter anderem, die offensiven Angriffe auf die Polizei als Bewegung zu verteidigen und die Betreuung und die Solidarität mit denjenigen, die mit diesen Vorwürfen einsitzen, zu organisieren. Ansonsten ist es auch zu verstehen, wenn viele denken, unsere Parolen wären bloß leer und würden nicht eingelöst.</p>
<p>Wenn wir nicht fähig sind, nach Ereignissen wie diesen, die keine sozialen Unruhen waren, sondern ganz normale militante Angriffe auf die Polizei, wie sie jeden Tag überall auf der Welt stattfinden, uns dazu zu verhalten, werden wir von hoffentlich anstehenden zukünftigen Situationen ganz schön überfordert sein.<br />
Deshalb bleibt es auch eine minimale Antwort, sich auf unterschiedliche Art und Weise solidarisch mit den Eingefahrenen zu zeigen und zum Beispiel heute ihre Isolation zum Teil zu durchbrechen, indem wir hier vor dem Knast mit Musik und Parolen präsent sind.</p>
<p>Aber wir sind hier nicht nur wegen ihnen. Wir sind hier auch um unseren Hass gegenüber dem Knast und jeglichen Formen von Zwangsanstalten zu zeigen. Knast stellt für uns keine Lösung für Konflikte dar, die aufgrund der gegenwärtigen Organisierung dieser kapitalistischen Gesellschaft verursacht werden.<br />
Konflikte lassen sich nicht wegsperren und wir kämpfen auch für die Abschaffung aller Knäste entlang eines Hürdenlaufs, welcher das Umkippen der bestehenden Verhältnisse anstrebt. Wir möchten Knäste zu Baulücken umgewandelt sehen und gemeinsame Antworten für die Konflikte, die dort eingesperrt sind, finden.</p>
<p>Am 31. Mai fand in Rom eine solidarische Initiative statt. Menschen, die sich solidarisch mit den Berliner 1. Mai-Gefangenen zeigen wollten, organisierten eine Kundgebung vor dem Knast Regina Coeli. In ihrer Erklärung betonten sie auch, dass sie sich auch dort versammelt hätten, weil sie für die Freiheit von alle anderen und die Zerstörung aller Knäste kämpfen. Außerdem finden gerade verschiedene Soliveranstaltungen statt, um Geld zu sammeln und Informationen zu verbreiten.</p>
<p>Schließlich möchten wir wieder unsere Solidarität mit Alex und Christian betonen: Alex sitzt seit noch nicht allzu langer Zeit wegen versuchter Brandstiftung an einer Luxuskarre in Untersuchungshaft. Mal wieder Dank einer guten Zusammenarbeit der Politik, Polizei und Medien. Christian kämpft immer noch für seine endgültige Entlassung nach einem mehrjährigen Urteil, aufgrund seines aktiven antifaschistischen Engagements. Aktive und vielfältige Solidarität für die Beiden ist nach wie vor notwendig.</p>
<p>In diesem Sinne,<br />
Freiheit für die Gefangenen der 1. Mai!<br />
Freiheit für Alex und Christian!<br />
Freiheit für alle!</p>
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		<item>
		<title>Redebeitrag am 1. Mai zum Hungerstreik von Amadeu Casellas</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/redebeitrag-zum-hungerstreik-von-amadeu-am-1-mai</link>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 11:07:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Amadeu Casellas Ramon]]></category>
		<category><![CDATA[Hungerstreik]]></category>
		<category><![CDATA[Redebeitrag]]></category>

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		<description><![CDATA[[audio:http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/05/redebeitrag-abc-amadeu-1mai-09.mp3] Zur Situation des sich im Hungerstreik befindenden spanischen Anarchisten Amadeu Casellas Seit dem 20. April befindet sich Amadeu in einem unbefristeten Hungerstreik, mit welchem er Vollzugslockerungen und schlussendlich seine Freilassung erreichen will. Bereits im letzten Sommer trat er in einen Hungerstreik, welchen er nach 76 Tagen beendete, nachdem ihm von Seiten der Knastleitung Lockerungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[audio:http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/05/redebeitrag-abc-amadeu-1mai-09.mp3]</p>
<p><strong>Zur Situation des sich im Hungerstreik befindenden spanischen Anarchisten Amadeu Casellas</strong></p>
<p>Seit dem 20. April befindet sich Amadeu in einem unbefristeten Hungerstreik, mit welchem er Vollzugslockerungen und schlussendlich seine Freilassung erreichen will. Bereits im letzten Sommer trat er in einen Hungerstreik, welchen er nach 76 Tagen beendete, nachdem ihm von Seiten der Knastleitung Lockerungen und Vorbereitungen für die Entlassung versprochen wurden. Diese Versprechen wurden überhaupt nicht erfüllt, stattdessen wurde er ständig vertröstet, dass es bald losgehen würde. Hinzu kommt, dass die Staatsanwalt neu erfundene Anschuldigung aufgebracht hat, wonach er Drogen in den Knast geschmuggelt haben soll. Mit dem neuen Verfahren soll ein weiterer Verbleib im Knast gerechtfertigt werden.<span id="more-399"></span><br />
Aber nach mehreren Monaten des Wartens hat Amadeu sich entschlossen erneut den Kampf auf zu nehmen und wieder in Hungerstreik zu treten.</p>
<p>Amadeu sitzt seit über 22 Jahren in Katalonien im Knast, wovon er viele Jahre unter Isolationshaftbedingungen leiden musste. Während der Zeit im Knast hat er sich immer aktiv an den Kämpfen der Gefangenen des Spanischen Staates beteiligt.<br />
Er wurde zu  30 Jahren Haft verurteilt, da er an 50 Banküberfällen beteiligt gewesen ist, um damit den Widerstand gegen Staat, Unterdrückung und Ausbeutung finanziell zu unterstützen. Er hat bei den Überfällen nie jemanden verletzt. </p>
<p>In den ersten Tages des Hungerstreiks hat Amadeu bereits sieben Kilo seines Körpergewichtes verloren und sein Gesundheitszustand verschlechtert sich schneller als erwartet. Aber seine Wille zum Kampf um seine Freilassung ist ungebrochen und er ist auch bereit dafür zu sterben. </p>
<p>Wir sollten jetzt alles tun, was im Rahmen unserer Möglichkeiten liegt und den Kampf auf die Straße tragen, um Amadeu zu unterstützen und den Druck auf die Behörden und die Lügner_innen und die Heuchler_innen in den Entscheidungsebenen zu erhöhen. Die Wahl der Mittel und die Art und Weise des Kampfes sollte jede solidarische Person für sich selbst entscheiden. </p>
<p>Nieder mit den Gefängnismauern! Freiheit für Amadeu! Freiheit für alle Gefangenen!</p>
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		<item>
		<title>Solidarität mit allen Inhaftierten des Nato-Protestes</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Apr 2009 09:49:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Redebeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 11. April fand in Berlin vor der französischen Botschaft eine Kundgebung in Solidarität mit den Inhaftierten der Proteste gegen den NATO-Geburtstag statt, Bericht auf de.indymedia.org. Aktuelle Infos gibt es unter http://breakout.blogsport.de/. Der Redebeitrag von ABC Berlin: Solidarität mit allen Inhaftierten des Nato-Protestes Der Staat hat mal wieder seine Krallen ausgefahren gegen diejenigen, die sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Am 11. April fand in Berlin vor der französischen Botschaft eine Kundgebung in Solidarität mit den Inhaftierten der Proteste gegen den NATO-Geburtstag statt, Bericht auf <a href="http://de.indymedia.org/2009/04/246929.shtml">de.indymedia.org</a>. Aktuelle Infos gibt es unter <a href="http://breakout.blogsport.de/">http://breakout.blogsport.de/</a>. Der Redebeitrag von ABC Berlin:</em></p>
<p><strong>Solidarität mit allen Inhaftierten des Nato-Protestes</strong></p>
<p>Der Staat hat mal wieder seine Krallen ausgefahren gegen diejenigen, die sich gegen die herrschenden Verhältnisse gestellt haben. Am letzten Wochenende fanden in Straßburg und Baden-Baden die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Jubiläum des Militärbündnisses NATO statt. Die Proteste waren vielfältig und entschlossen. Hierbei kam es zu willkürlichen Ingewahrsamnahmen und Verhaftungen sowie teils schweren Verletzungen auf Seiten der Demonstrant_innen&#8230;<br />
<span id="more-175"></span><br />
Am Montag wurden drei Genoss_innen in Frankreich in Schnellverfahren ohne Beweisführung zu Haftstrafen von drei bis sechs Monaten verurteilt, weil sie sich mit ihren Protesten und Aktionen gegen die schöne heile Welt der Aufrüstung und zunehmender Militarisierung gestellt haben und versuchten die willigen Helfer des Staates und des Kapitals zurück zu drängen. Weitere neun Genoss_innen haben die Schnellverfahren abgelehnt und warten nun auf ihre Prozesse, die voraussichtlich Anfang Mai stattfinden werden.</p>
<p>Natürlich war uns schon vorher bewusst, dass der Staat in dieser Form handeln wird, da Festnahmen, Verurteilungen und schlussendlich Knast eine Folge von widerständigem Handeln sind. Der Staat wird nicht kampflos verschwinden und den Weg frei machen für eine befreite und solidarische Gesellschaft. Deswegen haben die Inhaftierten unsere volle Solidarität&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Knäste stellen das höchste Mittel des Staates zur Bestrafung von denjenigen dar, die gegen die Regeln und Gesetze, welche von den jeweiligen Herrschenden aufgestellt wurden, verstoßen haben. Eine Person, welche durch Gesetzesbrüche die Norm verletzt, soll bestraft werden und gleichzeitig wird sie als abschreckendes Beispiel für den Rest der Bevölkerung benutzt. Die dadurch geschaffene Trennung in „gut“ und „böse“ soll zusätzlich dazu dienen, dass keine Identifizierung mit den „Kriminellen“ stattfindet. Nebenbei soll damit auch ein Gefühl von Sicherheit erzeugt werden, welches unterstützt wird durch die Verabschiedung von immer neuen Gesetzen,die die Disziplinierung, Unterdrückung und Kontrolle der Gesellschaft vorantreiben, was schlussendlich nur zur Festigung der Macht von denjenigen dient, die sie inne haben.</p>
<p>Außerdem wollen wir noch kurz daran erinnern, dass es bei den Protesten gegen den G20-Gipfel in London mal wieder einen Toten aufgrund der Handlungen der Bullen gegeben hat. Der Tod von Ian Tomlinson reiht sich in eine lange Liste von durch Bullengewalt Getöteten ein: in der Silvesternacht Dennis in Berlin und Oscar Grant in Oakland, Alexis am 6. Dezember in Athen, Oury Jallow im Jahr 2005 in einer Zelle im Bullenrevier in Dessau und viele viele weitere&#8230;.</p>
<p>Gegen Bullen, Staat und Kapital!<br />
Freiheit für alle Gefangenen!<br />
Für die Anarchie! </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Revolte verbreiten!</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/die-revolte-verbreiten</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 16:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchismus - Aufstand - Revolte]]></category>
		<category><![CDATA[Redebeitrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir wünschen uns, dass eine Debatte über den Aufstand in Griechenland auch hier geführt werden wird &#8211; natürlich jenseits jeglicher Versuche von Parteien, sog. Intellektuellen oder Reformist_innen die Revolte zu führen und sich zu vereinnahmen. Das beste Beispiel für eine solche Vereinnahmung ist eine Veranstaltung im Junge Welt Haus in Berlin mit Beteiligung der KKE, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wir wünschen uns, dass eine Debatte über den Aufstand in Griechenland auch hier geführt werden wird &#8211; natürlich jenseits jeglicher Versuche von Parteien, sog. Intellektuellen oder Reformist_innen die Revolte zu führen und sich zu vereinnahmen. Das beste Beispiel für eine solche Vereinnahmung ist eine Veranstaltung im Junge Welt Haus in Berlin mit Beteiligung der KKE, die griechische kommunistische Partei, denn diese Partei ist eine der größten Feinde dieser Revolte und der dortigen selbstorganisierten Bewegung – wird hier jedoch eingeladen um darüber zu sprechen. Wir dürfen unsere Freude über die Ereignisse in Griechenland nicht verheimlichen sondern müssen sie offensiv öffentlich ausdrücken. Wir hoffen, dass viel mehr Leute das Wort ergreifen werden oder auf andere Art und Weise ihrer Solidarität Ausdruck verleihen werden.</p>
<p>ABC Berlin</em></p>
<p>Am Samstag, den 6. Dezember erreichte uns die Nachricht, dass die griechischen Bullen einen 16jährigen Genossen erschossen haben.<br />
Sofort brach in Griechenland der Aufstand los: vor allem in Athen, aber auch in allen anderen griechischen Städten gingen und gehen immer noch Menschen auf die Straße, um die einzige Antwort auf ein solches Ereignisse geben zu können und zwar die der direkten Aktion.<br />
<span id="more-285"></span><br />
Ganz anders als oftmals in Deutschland, wo auch Teile der Antifa, der autonomen Bewegung nach dem sogenannten Rechtsstaat rufen, um ihre angeblichen Rechte zu verteidigen und deshalb die Lösungen dieser Konflikte im Gerichtssaal und dem Knast suchen, wenn es um Polizeigewalt oder ähnliches geht, haben die griechischen GenossInnen erkannt, dass mensch den Staat nicht nach Gerechtigkeit fragt und dadurch ihm die Reaktion überlässt, sondern diese direkte Reaktion muss von uns allen kommen.<br />
Gerechtigkeit wird nicht in den Gerichtssälen gemacht und noch weniger in den Knästen. Den GenossInnen in Griechenland geht es nicht um eine rechtliche Bestrafung eines Bullen, sondern um die Ausbreitung einer Revolte, die gerade im ganzen Land tobt.</p>
<p>Das ist die Antwort, welche die Freunde und Freundinnen von Alexandros gewählt haben, um ihren Zorn zu verdeutlichen: die Antwort auf die gesellschaftlichen Konflikte müssen nicht dem Staat überlassen werden, sondern wir müssen diese in unsere eigenen Hände nehmen!</p>
<p>Und das machen die Leute dort, sowie in vielen anderen Ländern wo gerade solidarische Aktionen stattfinden: von Berlin, nach Rom, Madrid oder Kopenhagen, viele gehen auf die Straße, nicht nur gegen Polizeigewalt, sondern gegen das ganze System.</p>
<p>Wochenlang hat es in ganz Griechenland geknallt. Es gab nicht nur direkte Aktionen gegen staatliche und kapitalistische Einrichtungen, es hat sich auch die Idee der Selbstorganisation innerhalb der Bevölkerung verbreitet. Die Revolte hat gezeigt, dass nicht nur ein paar Anarchist_innen mit den Umständen unzufrieden sind und das auch deutlich ausdrücken. Dieses Gefühl ist weit verbreitet und viele haben den Glauben an eine kapitalistische Demokratie und Ordnung endlich verloren.</p>
<p>Die Hauptfrage jedoch bleibt, wie wir hier wie auch dort die Verhältnisse kippen können.<br />
Es geht nicht um demokratische Rechte, es geht nicht um einen besseren Weg der Ausbeutung: es geht um Kapitalismus, Staat und die, die diesen vorantreiben.</p>
<p>Die einzige Antwort, hier wie in Griechenland, kann nur der Weg der Selbstorganisierung, Solidarität und der direkten Aktion sein.<br />
Wir dürfen bei dem Ganzen nicht vergessen, dass die staatlichen Behörden tagtäglich Morde ausüben: in den Knästen, in den Abschiebeknästen, an den Arbeitsplätzen und auf der Straße.<br />
Morde, welche von uns meistens wieder schnell vergessen werden oder wir sie gar nicht erst mitbekommen.<br />
Ein Beispiel davon ist Oury Jalloh. Er verbrannte 2005 von der Polizei gefesselt in seiner Zelle in Dessau. Am 8. Dezeber wurden die verantwortlichen Polizisten freigesprochen. Verwundert hat es uns nicht, denn wir erwarten gar nicht, dass der Staat sich selber verurteilt.</p>
<p>Wir werfen aber die Frage auf, wieso es damals wie heute in Deutschland zu keinen “griechischen Verhältnissen” gekommen ist, um eine vernünftige Antwort auf diesen Mord zu geben, denn Mörder in den Reihen der Polizei gibt es überall, oder? Dies wurde neulich nochmal durch den Mord an einem „Kriminellen“ in Brandenburg deutlich, der wegen kleiner Delikte per Haftbefehl gesucht wurde und ein paar Monate abzusitzen hatte. Von Bullen gejagt, wurde er schließlich erschossen.<br />
Auch diese Nachricht des täglich vorherrschenden Elends hat nicht viele Reaktionen innerhalb einer schlafenden Gesellschaft ausgelöst. Vielmehr kam es auch noch zu dümmsten Diskussionen, ob der Erschossene vielleicht nicht ein Vergewaltiger und Mörder gewesen sei.</p>
<p>Um revolutionär zu sein, reicht es nicht sich mit Riot-Videos aus anderen Ländern vollzustopfen, sondern ist es notwendig zu handeln, dort wo mensch gerade ist. Dass die Umstände hier natürlich anders sind, wissen wir auch. Aber das kann nicht mehr eine Entschuldigung sein, denn wenn unser Zorn so groß ist, muss er auch endgültig entladen werden.</p>
<p>Lasst uns die Solidarität mit den griechischen Revoltierenden auch hier gegen Staat und Kapital ausbreiten und dabei nicht vergessen, das Bullen überall Mörder sind, egal ob in Deutschland oder in Griechenland!</p>
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		<title>Bericht zur Silvester zum Knast-Demo in Berlin, Redebeitrag und Grußworte</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 2009 14:50:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Redebeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Silvester zum Knast]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Meyer-Falk]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter dem Motto &#8220;Reissen wir die Mauern ein, die uns trennen – in Solidarität mit allen kämpfenden Gefangenen und dem Hungerstreik in Italien&#8221; gab es zu Silvester eine Demonstration zur JVA Moabit in Berlin. Aus dem Aufruf: &#8220;Seit über 20 Jahren gibt es Menschen, die pünktlich um Mitternacht durch eine kraftvolle Demo ihrer Wut gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/07/silvester-zum-knast-berlin-08_banner.jpg" alt="silvester zum knast berlin 08_banner" title="silvester zum knast berlin 08_banner" width="430" height="111" class="alignleft size-full wp-image-774" />Unter dem Motto &#8220;Reissen wir die Mauern ein, die uns trennen – in Solidarität mit allen kämpfenden Gefangenen und dem Hungerstreik in Italien&#8221; gab es zu Silvester eine Demonstration zur JVA Moabit in Berlin. Aus dem Aufruf: <em>&#8220;Seit über 20 Jahren gibt es Menschen, die pünktlich um Mitternacht durch eine kraftvolle Demo ihrer Wut gegen Knäste und alle Zwangsanstalten, sowie ihrer Solidarität mit allen Gefangenen Ausdruck verleihen. Es gilt, die zu unterstützen, die aufgrund der sozialen Zustände in den Kerkern dieser unmenschlichen Gesellschaft festgehalten werden.&#8221;</em><span id="more-768"></span><br />
Zwischen 400 und 500 Personen kamen, trotz eisiger Temperaturen, und setzten ein eindeutiges Zeichen gegen die herrschenden Zustände. Die Demo wurde von den Gefangenen schon erwarteten und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln begrüßt &#8211; Rufe, Pfiffe und nicht zu vergessen Schläge gegen die Vergitterung der Fenster. Neben lautstarken Parolen, Redebeiträgen und Grußworten, Musikwünschen von Gefangenen, wurde auch an den Tod von Alexandros Grigoropoulos erinnert, welcher von einen Bullen in Athen am 6. Dezember erschossen wurde. In Athen selber demonstrierten zur gleichen Zeit über 800 Personen vor dem Knast, direkte Grüße wurden übermittelt.</p>
<hr SIZE=2>
<p><strong>Der vorgetragene Redebeitrag von ABC Berlin und Grußworte von Thomas Meyer-Falk:</strong></p>
<p>Wir sind dieses Jahr wieder vor den Knast in Moabit gekommen, um unsere Solidarität mit allen kämpfenden Gefangenen einmal mehr deutlich auszudrücken sowie unsere Ablehnung gegenüber allen Zwangsanstalten kundzutun.<br />
Dieses Jahr möchten wir außerdem eine klare und kämpferische Umarmung den Gefangenen in Italien übermitteln – sowie natürlich auch den Weggesperrten in allen anderen Ländern – die gerade ihre Protesten gegen das Knastsystem durch einen Hungerstreik in die Öffentlichkeit tragen.<br />
In Italien hat alles im Dezember des letzten Jahres angefangen als über 700 zu Lebenslänglich verurteilte Gefangene einen unbefristeten Hungerstreik gegen die Strafe des Lebenslänglichen begonnen haben.<br />
Dieses Jahr haben am 1. Dezember mehrere hundert Gefangene wieder angefangen zu kämpfen. Bis zum 16. März wird es einen gestaffelten Hungerstreik in allen italienischen Knästen geben. Dies bedeutet, dass sich jede Woche in einer Region die jeweiligen Knäste im Hungerstreik befinden, bis alle einmal an der Reihe waren. Am 16. März wird es einen Tag des kollektiven Hungerstreiks geben. Unterstützung gibt es auch von vielen anderen Inhaftierten, vor allem in Spanien, aber auch in Deutschland und der Schweiz.<br />
Die Gefangenen kämpfen für die Abschaffung der Strafe des Lebenslänglich. In Italien ist für eine frühzeitige Entlassung die Strafe nämlich erst ab dem 26. Jahr revidierbar, was allerdings für die meisten Lebenslänglichen aufgrund ihrer Verurteilungen nicht angewendet wird . Darunter fallen unter anderem Vereinigungsdelikte wie bewaffneter Kampf und andere sogenannte “Schwerverbrechen”, außerdem der Umstand, dass die Gefangenen mit den staatlichen Organen nicht kooperieren wollen.<br />
Die Selbstorganisierung der Gefangenen wird vor allem von Anarchist_innen begrüßt und dementsprechend unterstützt: es fanden schon eine Vielzahl von solidarischen Aktionen vor vielen Knästen in Italien statt und weitere werden noch folgen.</p>
<p>Diese Demonstration heute in Berlin – genauso wie die in Hamburg und Köln – sind ein kleiner Beitrag zum Kampf der Gefangenen, um ihren Forderungen Öffentlichkeit zu verschaffen und um ihre Rufe nach draußen zu verstärken.<br />
Denn Medien und Politiker_innen verhalten sich wie erwartet – mit großem Desinteresse, was uns natürlich nicht überrascht, denn von solchen Menschen erwarten wir keines und möchten auch keine Solidarität von ihnen.<br />
Deshalb ist es an uns allen den selbstorganisierten Kampf der Gefangenen auf unsere Art und Weise auf der Straße zu unterstützen, um unsere und ihre Unzufriedenheit den Herrschenden gegenüber klar auszudrücken.</p>
<p>Solidarität mit allen Hungerstreikenden in Italien und überall!<br />
Freiheit für alle Gefangenen!<br />
Gegen alle Zwangsanstalten!</p>
<p>Anarchist Black Cross Berlin</p>
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<p><em>Grußworte für die Silvesterdemo 2008 von Thomas Meyer-Falk, zur Zeit Knast in Bruchsal</em></p>
<p>Herzliche und kämpferische Grüße zu euch allen nach Berlin!</p>
<p>Der alte Knastbau Tegel steht leider immer noch genauso fest, wie der hier in Bruchsal. Und nicht vergessen all die anderen Gefängnisse in Deutschland und weltweit.</p>
<p>Aber ganz langsam entsteht unter den Gefangenen eine Bewegung nicht nur für ein paar mehr Bequemlichkeiten zu kämpfen, sondern für ihre Würde und für ihre Freiheit.<br />
Und von draußen, von Menschen wie Euch die ihr heute in dieser frostigen Nacht gekommen seid, gibt es die so dringend notwendige Unterstützung. Ohne euch in Freiheit gibt es auch hinter Gittern keine Bewegung.</p>
<p>Erich Mühsam, er schrieb in einem Gedicht vom „Mensch sein“. Er schrieb: „Mensch sein erlaubt, befiehlt den Feind zu hassen. Mensch sein heißt Unrecht bei der Gurgel fassen und es mit jedem Keim zu Staub zerreiben&#8230;.“</p>
<p>Fassen wir das Unrecht bei der Gurgel!</p>
<p>Auf ein kraftvoll-kämpferisches Jahr 2009.</p>
<p>Solidarische Grüße an Andrea, Christian S., Gabriel Pombo de Silva, José Delgado. Ebenso an Marco Camenisch der in der Schweiz gefangen gehalten wird. An die italienischen Genossinnen und Genossen, die in einer Hungerstreikstaffel für Ihr Mensch sein kämpfen und Solidarität brauchen!</p>
<p>Für eine Welt ohne Knäste! </p>
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<p><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/01/silvester-zum-knast-08-berlin_1-150x150.jpg" alt="silvester-zum-knast-08-berlin_1" title="silvester-zum-knast-08-berlin_1" width="150" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-748" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/01/silvester-zum-knast-08-berlin_2-150x150.jpg" alt="silvester-zum-knast-08-berlin_2" title="silvester-zum-knast-08-berlin_2" width="150" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-750" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/01/silvester-zum-knast-08-berlin_3-150x150.jpg" alt="silvester-zum-knast-08-berlin_3" title="silvester-zum-knast-08-berlin_3" width="150" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-752" /><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/01/silvester-zum-knast-08-berlin_4-150x150.jpg" alt="silvester-zum-knast-08-berlin_4" title="silvester-zum-knast-08-berlin_4" width="150" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-753" /></p>
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		<title>Redebeitrag auf der Kundgebung am 22.08.07</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Aug 2007 12:58:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Redebeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>
		<category><![CDATA[kriminelle / terroristische Vereinigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 22.08.2007 fand vor dem Knast in Berlin-Moabit eine Kundgebung in Solidarität mit den Inhaftierten statt, welche als militante gruppe wenige Wochen zuvor versucht haben sollen Bundeswehrfahrzeuge abzufackeln. Bericht zu Kundgebung, weitere Infos auf der Soligruppenwebsite. Wiedereinmal innerhalb von wenigen Monaten werden wir gezwungen Zeugen der schmutzigen Bewegungen der Bundesanwaltschaft zu sein: am 31. Juli [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Am 22.08.2007 fand vor dem Knast in Berlin-Moabit eine Kundgebung in Solidarität mit den Inhaftierten statt, welche als militante gruppe wenige Wochen zuvor versucht haben sollen Bundeswehrfahrzeuge abzufackeln. <a href="http://de.indymedia.org/2007/08/191772.shtml">Bericht zu Kundgebung</a>, weitere Infos auf der <a href="http://einstellung.so36.net/">Soligruppenwebsite</a>.</em></p>
<p>Wiedereinmal innerhalb von wenigen Monaten werden wir gezwungen Zeugen der schmutzigen Bewegungen der Bundesanwaltschaft zu sein: am 31. Juli wurden drei unserer Freunde in der Nähe von Berlin festgenommen, nachdem sie angeblich Brandsätze unter Fahrzeuge der Bundeswehr gelegt haben sollen. Eine vierte Person wurde in seiner Wohnung festgenommen, beschuldigt wird er die Erklärungen der Gruppe geschrieben zu haben. Drei weitere Personen befinden sich im Moment auf freiem Fuß, aber es laufen Ermittlungen gegen sie. Wofür genau? Paragraf 129a, terroristische Vereinigung: sie alle sollen der Militanten Gruppe, eine seit 2001 aktive klandestine Gruppe, angehören.<br />
Wir wollen nicht weiter darauf eingehen, es wurde bereits genug darüber von allen Seiten geschrieben.<br />
<span id="more-186"></span><br />
Was uns viel mehr interessiert, ist ein paar Worte zur Solidarität zu äußern. Es ist eine Tatsache, dass vier Freunde im Gefängnis sitzen unter den üblichen schweren Bedingungen. Vom allerersten Augenblick an wurde viel Solidarität ausgedrückt, speziell für einen der Gefangenen. Er wurde nicht im Rahmen einer angeblichen Brandstiftung festgenommen und er arbeitet an der Universität, so hat er einen bestimmten Status in den Augen von vielen Menschen. Es scheint kein Problem für viele Menschen zu sein, Solidarität mit einem kriminalisiertem Lehrer und Opfer eines zwielichten und abgekarteten Spiels der Polizei zu zeigen. Und wir, selbstverständlich, geben ihm natürlich auch unsere ganze Solidarität!<br />
Auf der anderen Seite scheint es für eine Vielzahl von Leuten, wie etwa normale BürgerInnen, UniversitätslehrerInnen und Möchtegern-PolitikerInnen innerhalb unserer Bewegung, eine Unmöglichkeit zu sein, Unterstützung für diejenigen zu zeigen, welche möglicherweise einen Brandanschlag gegen die Todesmaschinerie der deutschen Armee unternommen haben.</p>
<p>Viele Menschen fürchten sich davor vom Staat als MG-UnterstützerInnen oder einfach als „gewaltbereit“ eingestuft zu werden. Andere verurteilen absolut jede Form der Gewalt, sogar diejenige gegen Sachen.<br />
Allgemein nehmen es einige in Kauf nicht zu viel über die drei „Anderen“ zu sprechen, weil daraus resultieren würde, dass es schwierig wäre alle oben erwähnten verschiedenen UnterstützerInnen in dasselbe Boot zu holen.</p>
<p>Wir wollen uns den Stimmen aus dem Chor anschließen und das Bedürfnis zurückfordern, offene Unterstützung auch für diejenigen zu zeigen, welche für „schuldig“ erklärt werden etwas Ungesetzliches getan zu haben.<br />
Für uns gibt es keine Unterscheidung zwischen „Unschuldig“ und „Schuldig“: diese Kategorisierungen gehört nicht in unseren anarchistischen Background, ferner sollten diese bei keinem aufrichtigen linken Radikalen und dergleichen zu hören sein.<br />
Wir müssen fähig dazu sein unsere volle Unterstützung für diejenigen auszudrücken, die mit ihren favoritisierenden Mitteln gegen die gegenwärtige Gesellschaft kämpfen. Sie müssen fühlen, dass sie nicht alleine sind und dass wir für sie und für ihre möglichen Handlungen eintreten. Natürlich darf diese Solidarität eine dauerhafte und kritische Debatte mit unseren Freunden nicht ausschließen.<br />
Deshalb ist es äußerst wichtig, dass wir uns nicht aufspalten lassen zwischen „gut“ und „böse“, dies ist das normale Spiel des Staates und des Kapitals. Es ist wichtig, eine entschlossene Unterstützung für alle unsere eingesperrten Weggefährten ohne jedwige Unterscheidungen zu zeigen.<br />
Und wir sind glücklich darüber zu sehen, dass es mehrere Stimmen gibt, die auch unserer Meinung sind, wie viele Solidaritätsbekundungen innerhalb der letzten Tage zeigen, von wütenden Kundgebungen vor dem Knast bis zu direkten Aktionen.<br />
Wir lassen uns nicht einschüchtern.</p>
<p>Der Kampf für die Abschaffung der Paragrafen 129a und b ist sehr wichtig. Der fortdauernde Gebrauch dieses Paragrafen dient zur Kriminalisierung unseres Widerstands. In Ländern wie Spanien und im besonderen in Italien, wo er eigentlich alle zwei Monate verwendet wird, ist dies bereits zu einer erschreckenden Normalität geworden. Bewegen wir uns in dieselbe Richtung?<br />
Wir wiederholen es gerne noch einmal, für uns gibt es nur eine Terroristenorganisation und dies ist der Staat. Deshalb ist es ein großer Widerspruch Menschen, welche sich aktiv einer der Hauptorganisation des Todes und des Terrorismus, wie der Armee, entgegensetzen, jetzt als Terroristen zu benennen! Dies ist etwas worüber jeder selbst nachdenken sollte.</p>
<p>Wir dürfen nicht vergessen zu erwähnen, dass das Problem nicht nur die Inhaftierung von jemanden aus unserem Umfeld ist, sondern noch mehr sogar durch die Existenz des Gefängnisses vertreten wird.<br />
Die Existenz dieser grauen Wände ist eine Bedrohung für uns alle und wir müssen tagtäglich für deren Zerstörung kämpfen.</p>
<p>Freiheit für Axel, Florian, Oli und Andrej!<br />
Freiheit für alle!<br />
Zerstört alle Gefängnisse!</p>
<p>ABC Berlin</p>
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