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	<title>Anarchist Black Cross Berlin &#187; Repression in Griechenland</title>
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		<title>Aufruf zu internationaler Solidarität mit dem inhaftierten Anarchisten Giannis Dimitrakis</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 08:39:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionstag]]></category>
		<category><![CDATA[Repression in Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>

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		<description><![CDATA[Update: 28. April 2010: Die Berufungsverhandlung von Giannis Dimitrakiswurde auf den 6. Dezember 2010 verschoben. Über solidarische Aktion, die am 27. April weltweit stattfanden: In vielen griechischen Städten fanden Kundgebungen und weitere solidarische Aktionen statt, es wurden Flugblätter verteilt, Transparente aufgehängt, Radiosender besetzt und vieles mehr. In Athen gingen mehr als 1000 solidarische Menschen auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/giannis-dimitrakis_2.jpg" rel="lightbox[2145]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/giannis-dimitrakis_2-221x249.jpg" alt="" title="Giannis Dimitrakis " width="221" height="249" class="alignleft size-medium wp-image-2149" /></a><em>Update: 28. April 2010: </em>Die Berufungsverhandlung von Giannis Dimitrakiswurde auf den 6. Dezember 2010 verschoben.</p>
<p><strong>Über solidarische Aktion, die am 27. April weltweit stattfanden:</strong></p>
<p>In vielen griechischen Städten fanden Kundgebungen und weitere solidarische Aktionen statt, es wurden Flugblätter verteilt, Transparente aufgehängt, Radiosender besetzt und vieles mehr. In Athen gingen mehr als 1000 solidarische Menschen auf die Strasse in einer kraftvollen Demo.<br />
In Buenos Aires, Argentinien, griffen 50 AnarchistInnen die griechische Botschaft mit Molotovcocktails und Farbbomben an und sprühten solidarische Graffiti. Es kam zu fünf Verhaftungen.<br />
Ebenfalls in Barcelona, Madrid, Malaga und Paris kam es zu Akten der Solidarität. In Berlin gab es eine Spontandemo mit 20 Leuten nach einer Infoveranstaltung über den Fall der sechs kürzlich Inhaftierten.<br />
In London wurde das hellenische Zentrum besetzt. Zwei Transparente wurden vom Dach herabgelassen und ein weiteres am Eingang gezeigt. Die Aufschriften waren: ‘<em>Freedom to Dimitrakis and to all Anarchist Prisoners</em>’; ‘<em>Honour to Lambros Fountas</em>’ &#8211; ‘<em>Freedom to the 6</em>′ und ‘<em>Fire to the Prisons – Freedom to the Anarchist Comrades Alfredo Bonnano and Christos Stratigopoulos</em>’.</p>
<p><center>
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<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/buenosaires-1.jpg" rel="lightbox[2145]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/buenosaires-1-250x168.jpg" alt="" title="In Buenos Aires, Argentinien, griffen am 27. April 50 solidarische Personen die griechische Botschaft mit Molotovcocktails an und sprühten solidarische Graffiti in Solidarität mit Giannis Dimikrakis. Es kam zu fünf Verhaftungen." width="250" height="168" class="alignnone size-medium wp-image-2199" /></a><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/buenosaires-2.jpg" rel="lightbox[2145]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/buenosaires-2-250x166.jpg" alt="" title="In Buenos Aires, Argentinien, griffen am 27. April 50 solidarische Personen die griechische Botschaft mit Molotovcocktails an und sprühten solidarische Graffiti in Solidarität mit Giannis Dimikrakis. Es kam zu fünf Verhaftungen." width="250" height="166" class="alignnone size-medium wp-image-2200" /></a></center><br />
<span id="more-2145"></span></p>
<hr size="2" />
<p><center><strong>Aufruf zu einer Infoveranstaltung am 27. April in Berlin</strong></center></p>
<p><em>Wer sind die TerroristInnen? </em><br />
Einen Katzensprung entfernt vom bevorstehenden Bankrott, nun, da die politischen Instanzen des Staates gezwungen sind die Tatsache einzugestehen, dass sie im Verschleiern ihrer skandalösen Taktik gescheitert sind, durch Ausbeutung der Unterdrückten zu Reichtum zu kommen, zettelt die Mediendemokratie ihre desorientierende Taktik durch das Spektakel an, sie verstärkt das Bild des Inneren Feindes.<br />
Die Strategie der Spannung wird komplett entfaltet, Ziel ist die antiautoritäre/anarchistische Szene, die radikalen Subjekte und Teile der Gesellschaft zu spalten, oder sogar physisch zu beseitigen; ein Ziel, das sich auch im Attentat auf Lambros Foundas zeigte. Patrouillierende Bullen, zu Fuß oder auf Motorrädern, Zivis, Riot-Cops, Cowboys; sie gewinnen Raum durch ihre Präsenz in jedem Bezirk, erinnern jeden und jede zu allen Gelegenheiten an ihre Rolle&#8230; Verhaftungen von DemonstrantInnen auf Grundlage manipulierter Beweise, wie im Verfahren gegen Marios Zervas und jene, die Solidarität mit ihm demonstrierten und seine Freilassung forderten; die Massenfestnahmen in Exarchia vor einigen Tagen als Trainings-Szenario für die frisch rekrutierten Machos; und jetzt vorgefertigte Anklagen zur Demütigung von sechs GenossInnen, die sich aktiv an der Intensivierung des sozialen Antagonismus beteiligten.<br />
Der staatliche Mechanismus der Repression erfüllt sich. Was sich in Griechenland auf den Weg macht, ist tatsächlich eine Kriminalisierung der Überzeugung. Der Innere Feind muss identifiziert, benannt und vom sozialen Körper isoliert werden, so dass er in kommenden Stürmen schneller und von der sogenannten »öffentlichen Meinung« unwidersprochen beseitigt werden kann.<br />
Was sie jedoch nicht verbergen können ist ihre Angst;<br />
die Angst vor uns in ihrem Weg. </p>
<p>FREIHEIT FÜR GIANNIS DIMITRAKIS. HÄNDE WEG VON M. SEISSIDIS, G. TSIRONIS.<br />
WIR WERDEN DEN ERMORDETEN LAMBROS FOUNDAS NICHT VERGESSEN.<br />
FREIHEIT FÜR DIE SOZIALEN KÄMPFERINNEN, DIE IM VERFAHREN GEGEN DEN »REVOLUTIONÄREN KAMPF« ANGEKLAGT WERDEN, UND ALLE GEFANGENEN, »GEISELN« DES STAATES.<br />
DAS RECHT IST AUF UNSERER SEITE. </p>
<p><strong>DIENSTAG 27. APRIL | 19 UHR IM NEW YORCK | BETHANIEN </strong></p>
<hr size="2" />
<p><center><strong>Aufruf zu internationaler Solidarität<br />
mit dem inhaftierten Anarchisten Giannis Dimitrakis</strong></center></p>
<p>In Anbetracht der Berufungsverhandlung am 28. April 2010, rufen wir zu solidarischen Aktionen allerorten auf.</p>
<p>Es ist schon mehr als vier Jahre her, seit dem Morgen des 16. Januar 2006, als der Anarchist Giannis Dimitrakis verhaftet wurde, schwer verletzt durch Schüsse der Polizei, nach einem Banküberfall auf eine Niederlassung der National Bank im Zentrum von Athen.</p>
<p>Seit dem ersten Moment an brach ein Sturm von konstruierten Informationen los, systematisch von der Polizei geliefert und bereitwillig von den Massenmedien verbreitet. Die Polizei konstruierte „die Diebesbande in schwarz“, so dass andere GenossInnen als MitgliederInnen benannt werden konnten, welchen eine Reihe von Banküberfällen aber auch eine enge Verbindung zu bewaffneten revolutionären Gruppen zugeschrieben wurde, und dann wurde proklamiert, dass die gesamte anarchistische- anti-autoritäre Bewegung sehr eng mit dem organisierten Verbrechen verknüpft sei!! Die Inhaftierung von Giannis, die Verleumdung und die Fahndung nach den drei mutmaßlichen Komplizen (welche später für astronomische Kopfgelder gesucht wurden) – vier Genossen, bekannt für ihre jahrelangen politischen Aktivitäten – zielte auf der einen Hand für ihre juristischen Vernichtung ab und auf der anderen der Verbreitung eines ganzheitlichen Planes zur Offenlegung der Bedeutung und der Kriminalisierung der AnarchistInnen, Anti-Autoritären und des Klassenkampfes.</p>
<p>Wegen seiner politischen Identität reagierte der Staat mit Wut ihm gegenüber, vom ersten Moment an. Parallel zum Höhepunkt der Schaffung von Missinformation und dem Abstempeln durch die Medien, versuchte der Staatsanwalt ihn in der Unfallstation, während er bettlägerig war und unter dem Einfluss von Pharmazeutika stand, zu verhören. Gegen ihn wurde auf Möglichkeiten des „Antiterror“-Gesetzes zurückgegriffen und dies mit sechs unaufgeklärten Banküberfällen, versuchten Totschlag und Geldwäsche angereichert. Er war wohl der erste, der im Malandrino Hochsicherheitsgefängnis in Untersuchungshaft gehalten wurde, welches dafür angedacht ist nur Verurteilte aufzunehmen; während Angriffe von Schließern, rachsüchtige Verlegungen und Disziplinarstrafen, das aufreibende Urteil des ersten Prozesses (der noch nie da gewesene Fall von 35 Jahren in einem Urteil wegen Banküberfall) und der provokative Entzug von Grundrechten während der Vorbereitung seiner Verteidigung vor den Berufungsgericht die unterdrückende Aggressivität gegen ihm weiterführte.</p>
<p>Unter diesen extremen Bedingungen verteidigten die Genossen von Anfang an ihre Entscheidung eine Bank zu enteignen, ohne Statements von Reue und mit Klarheit im Bezug auf ihre Motive und Intentionen. Er gab seinem Akt einen Sinn als ein Moment seiner Kritik und der Handlung gegen das System der Lohnsklaverei und der Ausbeutung, gegen die antisoziale Rolle der Banken und als ein Teil des vielgestaltigen sozialen Kampfes.</p>
<p>Darüber hinaus, in der erbärmlichen Realität der Knäste, stand er dynamisch und mit Würde von Anfang an. Er nahm an all den Gefangenenkämpfen der letzten Jahre in Griechenland teil. Teilnehmend an Hungerstreiks und der Enthaltsamkeit von Knastessen – trotz der permanenten gesundheitlichen Probleme aufgrund der Kugeln der Bullen – seine Solidarität für inhaftierte Genossen und Freunde zeigend und für die Bedingungen seines Überlebens und der Existenz unter der schwierigen Position der Gefangenschaft kämpfend. Zusammen mit anderen gefangenen Anti-Autoritären war er ein aufeinander einwirkender Kanal der Kommunikation mit den grandiosen Gefangenenbewegungen im Herbst 2008.</p>
<p>Wegen diesen Gründen – und weil Giannis Dimitrakis und die drei anderen gesuchten Anarchisten einige von uns sind, Genossen und Kämpfer in der Vielzahl der Kämpfe für die Freiheit &#8211; wird eine Vielzahl von solidarischen Aktionen und politischer Verteidigung für sie in vielen Städten in Griechenland losgelassen werden. Von Plakaten, Texten und Broschüren bis zu Flugblättern, Transparenten und Sprüchen an den Wänden und von den angreifenden Aktionen auf Banken, andere ökonomische Ziele oder Fahrzeuge der Regierung bis zu der massiven Präsenz von Personen auf den öffentlichen Veranstaltungen in den Amphitheatern, der Demonstration im Zentrum von Athen und den Demonstrationen an den Knästen von Malandrino, Koridallos, Neapolis und Alikarnasso, zeigen die AnarchistInnen und Anti-Autoritären klar den Weg, mit welchem sie auf die vom Staat als Geiseln gehaltene GenossInnen reagieren werden.</p>
<p>Die Berufungsverhandlung wird am 28. April stattfinden, wo die Entscheidung gegen unseren Genossen abgeschlossen sein wird. Vier Jahre nach seiner Verhaftung, vier Jahre nach dem Beginn dieses besonders repressiven Unternehmens, ein Jahr und einige Monate nach der Dezember-Revolte, wird der konstante und manische Versuch des Staates zu unterdrücken, die kämpfenden Personen zu marginalisieren und kriminalisieren mehr und mehr deutlich. Unsere Hauptwaffe gegen diese Taktik ist aktive Solidarität mit allen Mitteln.</p>
<p>Die Berufungsverhandlung von Giannis Dimitrakis ist sehr wichtig, für das rechtliche Schicksal seines Falles, sowie wie wir es zulassen wollen den staatlichen Manipulationen und Experimenten gegen uns zu gedeihen.</p>
<p>Angesichts der Berufungsverhandlung am 28. April 2010 rufen wir zu solidarischen Aktionen allerorten auf. Kollektive und GenossInnen organisieren Demonstrationen und Aktionen für Dienstag den 27. April, überall in Griechenland. Allerdings wäre es bedeutsam, wenn du auch Aktionen für den Tag (oder einen anderen) organisieren würdest in deiner Stadt oder deiner Region, zum Beispiel Demonstrationen vor den griechischen Botschaften oder Konsulaten. Viele dieser Aktionen würden eine besondere Nachricht der Solidarität senden und dies wäre sehr wichtig für uns.</p>
<p>Mit Grüßen unter GenossInnen</p>
<p>Assembly for Solidarity</p>
<p>(Athens)</p>
<hr size="2" />
<p><center><strong>Solidarität mit Giannis Dimitrakis! &#8211; Eine Chronologie</strong><br />
<em>erschienen in der Entfesselt März-April 09</em></center></p>
<p>Der Anarchist Giannis Dimitrakis wurde am 16. Januar 06, nachdem er von Bullen angeschossen und schwer verletzt wurde, nach einem Bankraub festgenommen. Drei weitere Genossen schafften es zu entkommen. Der 29-jährige Giannis verbrachte mehrere Monate im Krankenhaus bevor er in den Knast nach Athen kam.<br />
Giannis war Objekt der hysterischen Medien als einer der „Notorischen Bankräuber in Schwarz“ (notorious gang of robbers in black). Er wurde außerdem wegen 7 weiteren Überfällen und sogar wegen Mord angeklagt. Diese Punkte wurden aber fallen gelassen. Seit seiner Festnahme gab es eine große Solidarität, Anarchisten demonstrierten, machten Soli-Plakate und Angriffe in Solidarität mit ihm.<br />
Am 21. März 2007 fand dann ein zweitägiges Soli-Event an der Universität von Athen mit Diskussionen, Video-Projektionen und einem Solikonzert statt. Die Universität wurde in Solidarität mit Giannis und anderen Gefangenen besetzt.<br />
Am 23. April 2007 brach ein Knast Aufstand in Malandrino aus, nachdem Giannis von Wachen angegriffen wurde. 200 Gefangene, bewaffnet mit Metallrohren und Steinen, kletterten auf die Dächer und leisteten dort 4 Tage ohne Verpflegung Widerstand. Ein Knast gebaut für 260 Gefangene belegt mit 440 in großer Hitze.<br />
In der Nacht demonstrierten 100 Anarchisten vor dem Haus des griechischen Präsidenten in Solidarität mit Giannis und allen Gefangenen im Aufstand. Dieser breitete sich auf weitere 10 Knäste in Griechenland aus, unterstützt von tausenden Anarchist_innen auf der Straße und vor allem vor den Knästen. Der Aufstand wurde vom Militär niedergeschlagen. Viele Gefangene wurden schwer verletzt. In der Zeit des Aufstandes gab Giannis auch ein Interview den Medien, die den besetzten Knast belagerten.<br />
Das Gerichtsverfahren in Giannis Fall startete Anfang Juli 2007. Es wurden extra Polizei-Einheiten ins Zentrum Athens postiert aus Angst vor Riots in Solidarität.<br />
Am 3. Juli wurde das griechische Kulturministerium mit Molotow-Cocktails und Steinen angegriffen, während Minister Voulgarakis im Gebäude war. Sein Auto wurde vor dem Haus zerstört. Die Bodyguards des Ministers schossen auf Genossen, diese konnten aber entkommen. Am nächsten Tag wurden Banken auf Zypern zerstört und angezündet. Es bekannte sich „a communist sect in solidarity to G. Dimitrakis.“<br />
In Athen wurden mehrere Regierungsgebäude mit Hammern entglast, Flugblätter und gesprühte Parolen, welche die Freiheit für Giannis fordern wurden hinterlassen.<br />
Am 4. Juli besetzten einige Anarchisten das Studio Radio Sport und spielten eine 15 min lange Solidaritäts CD für Giannis und andere Gefangene. Beim Verlassen des Studios werden 17 GenossInnen festgenommen aber später wieder frei gelassen.<br />
Am 5. Juli wurde die Bank, die von Giannis und seinen GenossInnen ausgeraubt wurde als Reaktion auf die massive Polizeipräsents angegriffen. Am selben Tag wurden weitere Banken zerstört und Solidaritätsflugblätter hinterlassen. Die nächsten Tage gab es weitere Soliaktionen in diesem Stil.<br />
Giannis Dimitratis wurde zu 25 Jahren verurteilt.<br />
Darauf folgten viele Soliaktionen überall, auch international. Giannis sitzt jetzt im Alikarnassos Knast auf Creta. Es geht ihm körperlich einigermaßen gut obwohl seine eine Seite nicht belastbar ist aufgrund seiner Schussverletzungen.</p>
<p><center><strong>Schreibt Giannis:</strong><br />
<em>Giannis Dimitrakis<br />
Filakes Domokou<br />
Post Code 35010<br />
Fthiotida<br />
Greece</em></center></p>
<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/giannis-dimitrakis-1.jpg" rel="lightbox[2145]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/giannis-dimitrakis-1.jpg" alt="" title="&quot;The bank robs you legitimately and likes it&quot;, &quot;Their wealth, our blood&quot;: Slogans spray painted outside a bank in Solonos Str, where anarchist Giannis Dimitrakis got arrested after an armed bank robbery, the same bank was burnt down by anarchists-anti-authoritarians." width="500" height="452" class="aligncenter size-full wp-image-2150" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Verhaftungen in Griechenland aufgrund von staatsfeindlichem Terrorismus</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/verhaftungen-in-griechenland-aufgrund-von-staatsfeindlichem-terrorismus</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 20:37:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Repression in Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[kriminelle / terroristische Vereinigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Update: 06. Mai 2010: Ein Brief von Christoforos Kortesis, einem inhaftierten Genossen Der folgende Brief stammt von Christoforos Kortesis, einem der sechs im Verfahren gegen den „Revolutionären Kampf“ verhafteten Anarchisten, geschrieben Freitag, den 30. April im Gefängnis von Korinth: Am 10. April wurden 6 Leute verhaftet und zum Hauptquartier der Polizei (GADA) gebracht. Ich war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/burning-copcar-in-greece.jpg" rel="lightbox[2124]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/04/burning-copcar-in-greece-250x164.jpg" alt="" title="burning copcar in greece" width="170" height="112" class="alignleft size-medium wp-image-2130" /></a><em>Update: 06. Mai 2010: </em>Ein Brief von Christoforos Kortesis, einem inhaftierten Genossen </p>
<p><em> Der folgende Brief stammt von Christoforos Kortesis, einem der sechs im Verfahren gegen den „Revolutionären Kampf“ verhafteten Anarchisten, geschrieben Freitag, den 30. April im Gefängnis von Korinth: </em><br />
<span id="more-2124"></span><br />
Am 10. April wurden 6 Leute verhaftet und zum Hauptquartier der Polizei (GADA) gebracht. Ich war einer von ihnen. Wir wussten nicht, warum wir eingesperrt wurden, und als wir darauf bestanden Kontakt zu Anwälten aufzunehmen, sagten uns die Bullen, dass das nicht geht, weil dies ein Fall von Adduktion sei. Nach 56 Stunden – während der uns nicht einmal erlaubt wurde miteinander in Kontakt zu kommen – wurden wir zum Gericht in der Evelpidon Straße gebracht, wo wir mit dem Vorwurf konfrontiert wurden am „Revolutionären Kampf“ teilgenommen zu haben. Der Zeitpunkt meiner Verhaftung fiel mit der Ankündigung des Premierministers (Papandreou) zusammen, dass Griechenland möglicherweise einen Kredit beim IWF aufnehmen wird. Hier bleibt kein Platz für Zufälle, genauso wenig wie unter der früheren Regierungspartei Nea Demokratia bei der polizeilichen Durchsuchung des angeblichen „Halandri safehouse“ [vermutetes Versteck &#038; Depot] und den Verhaftungen von Genossen nur wenige Tage vor den Wahlen 2009. </p>
<p>Nach unserer Verhaftung waren wir nicht überrascht, als die üblichen Fernseh-Besserwisser augenblicklich die führende Rolle in der Desinformation übernahmen – neben anderem Dreck. Sie präsentierten Beweise, die nicht mal in den Akten standen und fingen an ein Puzzle zusammenzubasteln, das sehr weit reichte&#8230; bis zum Angriff auf das World Trade Center!!! </p>
<p>Kurz darauf wurde unsere Schuld in den Medien als erwiesen betrachtet. Sie begannen darum zu konkurrieren, wer mehr Informationen über unser persönliches Leben hat, wer als erstes Bilder der konspirativen Wohnung bringt und sagen kann, welche Motorräder wir bevorzugen, wann wir ins Bett gehen, zu welchen Zeiten und wie oft wir Liebe machen, und alle möglichen anderen Dinge: Nichts als Opfergaben auf dem Altar des Spektakels. Wie auch immer, nichts davon überrascht mich. Mir ist sehr wohl bewusst, dass die Massenmedien in unserer &#8216;demokratischen&#8217; Gesellschaft exakt die gleiche Rolle spielen wie das Propagandaministerium zu Zeiten des Totalitarismus.   </p>
<p>Die Leute in Griechenland werden unvermeidbar feststellen, dass sich in ihrem alltäglichen Leben nichts geändert hat, nicht mal nachdem diese blutrünstigen Terroristen verhaftet wurden. Hatten die Kapitalisten den Leuten zuvor die Reste ihrer opulenten Buffets angeboten, so tun sie jetzt nicht mal mehr das. Aber in einer solchen Zeit akuter ökonomischer Krise und sozialer Verzweiflung tun Leute manchmal Dinge, die wir uns nicht einmal vorstellen können. Die massive Rebellion, die sich vor zwei Jahren nach dem Mord an Alexis Grigoropoulos über ganz Griechenland ausbreitete war nur ein Fingerzeig – der den einen Hoffnung bot und den anderen Verzweiflung&#8230; Die Repression wird nun schärfer sein denn je und zielt in erster Linie darauf, den radikalsten Teil der Gesellschaft zu brechen, ihren größten inneren Feind, die anarchistische anti-autoritäre Bewegung. Dies ist der Grund warum Chrisochoidis zu einer Zeit, in der die allgemeine Erwerbslosigkeit 15% überschreitet sogar plant noch weitere Leute bei den Sicherheitskräften einstellen will, um die wachsende Gefahr des Terrorismus zu &#8216;bekämpfen&#8217;, während das einzige Ziel ist die Verteidigungslinien des staatlichen Establishment zu verstärken. </p>
<p>Aber es ist genau diese Zeit der Krise, die uns einmalige Möglichkeiten beschert und verschiedene soziale Gruppen radikalisieren kann. Es ist genau diese Zeit der Krise, in der sich der Sprengstoff an den Fundamenten des kapitalistischen Establishment anhäuft, und das einzige was fehlt, Genossen, ist, Feuer an die Lunte zu legen! </p>
<p>Andererseits werde ich nicht über die Beschuldigungen sprechen, die gegen uns erhoben werden, denn Schuld und Unschuld werden hin und her gespielt, abhängig von, welche Seite wir im Leben gewählt haben. Wenn die Bullen, die Journalisten, die Politiker, die Banker oder die Richter jemand im Namen der bürgerlichen Demokratie für schuldig befinden, so sind sie alle schuldig im Namen der öffentlichen Gerechtigkeit. </p>
<p>Gleichermaßen werde ich in keiner Weise über die Haftbedingungen in diesen ersten Tagen in der GADA reden. Als Anarchist betrachte ich mich und meine Genossen als Kriegsgefangene. Dieser Krieg, den Chrisochoidis erst seit einigen Monaten erkennen kann, tobt tatsächlich seit Jahrhunderten voller Wut zwischen den Herrschern aller Art und den revoltierenden Massen. </p>
<p>Alle haben ihre Seite bereits gewählt, und wenn einige merken werden, dass sie auf der falschen Seite stehen, wird es zu spät sein&#8230; </p>
<p>Geduld und Entschlossenheit allen, die sich entschieden haben, den steinigen Weg zu beschreiten, hin zur sozialen Revolution&#8230; </p>
<p>Wir werden den Anarchisten Lambros Foundas auf immer ehren </p>
<p>Macht´s gut, Genossen  </p>
<hr size="2" />
<p><em>Update: 29. April 2010: </em> Drei der sechs verhafteten AnarchistInnen übernehmen „politische Verantwortung“ für die Beteiligung an “Revolutionary Struggle”</p>
<p>Diesen Morgen haben drei der sechs inhaftierten AnarchistInnen des “Revolutionary Struggle”-Falles einen 16-seitigen Brief veröffentlicht (in der Athener Wochenzeitung “Pontiki”, welche traditionell eine Vielzahl von Kommunikees von bewaffneten Guerrilagruppen veröffentlichte), in welchem sie politische Verantwortung für ihre Beteiligung an der Gruppe Revolutionary Struggle geltend machen. Die Drei sind Pola Roupa, Nikos Maziotis und Kostas Gournas. Einige Auszüge aus deren Brief:</p>
<blockquote><p>Wir übernehmen die politische Verantwortung für die Beteiligung an Revolutionary Struggle. Wir erklären, dass der Weggefährte Lambros Foundas, welcher in [dem Athener Vorort] Dafni am 10. März 2010 starb, nach einem Schusswechsel mit der Polizei, auch an Revolutionary Struggle beteiligt war. Der Kampf, an dem er beteiligt war, war einer für die Materialisierung des subversiven Plans, welcher kollektiv von Revolutionary Struggle entschieden wurde. Es war ein Kampf für die Revolution und die Freiheit.</p>
<p>Wir erklären außerdem, dass wir sehr stolz auf unsere Gruppe, Revolutionary Struggle, sind, wir sind stolz auf unsere Geschichte, auf jeden Moment unserer politischen Aktion. Wir sind stolz auf den Weggefährten Lambros Foundas, welchen wir ehren und es immer tun werden.</p>
<p>So stark wie die Mechanismen der Repression glauben könnten, dass sie uns durch die Inhaftierung beseitigt hätten, liegen sie falsch. Ob inner- oder außerhalb des Knastes wird der Kampf, welcher für uns eine Frage der Ehre und Würde ist, weitergehen.</p>
<p>So wie die zwei Terroristen, [Premierminister] Papandreou und [Minister für die öffentliche Ordnung] Chrisochoidis selbstgefällig lachen, so sehr wie sie glauben, dass sie die Sicherheit gewahrt haben, um für ihre sozial-faschistische Partei mit der Anwendung ihrer kriminellen Pläne gegen die Gesellschaft fortzufahren, um jetzt mit ihren Schwänzen zu wedeln, dass die amerikanischen Vorgesetzten ihnen gratulieren, so sehr wir sie behaupten es mit einer ernsthaften Bedrohung für ihr Regime zu tun haben, wir versichern ihnen, dass sie es nicht einfach mit uns haben werden.</p>
<p>So lange wie wir leben, solange wir leben und atmen werden, werden wir unser Bestes tun, um Probleme für ihre antisozialen und kriminellen Pläne darzustellen. </p>
<p>Und wenn unsere Jäger und die politischen Autoritäten dieses Landes glauben, dass sie die gesamte Gesellschaft auf ihrer Seite hätten, wenn sie glauben, dass die Mehrzahl der Menschen uns als eine soziale Bedrohung ansieht, irren sie. Für die Mehrzahl der Bevölkerung kommt die soziale Bedrohung von der Regierung, die eine antisoziale Maßnahme nach der anderen verabschiedet, durch das Diktat der Krähen des Kapitals, welche die staatlichen Mechanismen „bestechen“, mit dem Geld, welches sie zur Verfügung haben. Terrorismus ist der jahrelange neoliberale Grundsatz, verhängt von den regierenden Parteien mit der Duldung oder der Unterstützung von kleineren Parteien. Terrorismus ist die Anwendung des Stabilitätsplans, welcher verursacht, dass weite Teile der Bevölkerung in Angst diesem beispiellosen Angriff entgegen blicken.</p>
<p>Terrorismus bedeutet die grundsätzlichen Dinge zum Leben nicht zu haben, den Lohn und die Pension weggenommen zu haben, das Haus konfisziert von der Bank, leben in letaler Verschmutzung. Terrorismus bedeutet das tägliche Leben unter einem Regime der Angst um das eigene Überleben.</p>
<p>[...]</p>
<p>Die wirklichen Bedingungen sind das Ideal. Formt die subjektiven Bedingungen, welche für uns notwendig sind, um die Revolution zu versuchen. Dies ist unsere Chance. </p>
<p>LANG LEBE REVOLUTIONARY STRUGGLE</p>
<p>EHRE FÜR DEN WEGGEFÄHRTEN LAMBROS FOUNDAS</p>
<p>LANG LEBE DIE REVOLUTION</p>
<p>POLA ROUPA</p>
<p>NIKOS MAZIOTIS</p>
<p>KOSTAS GOURNAS
</p></blockquote>
<hr size="2" />
<p><em>Update: 20. April 2010: </em>Ein Brief von Kostas Gournas, einer der sechs inhaftierten AnarchistInnen</p>
<p>Kostas Gournas ist einer der sechs vor kurzem in Athen inhaftierten AnarchistInnen, von der Polizei beschuldigt der Mitgliedschaft in der Stadtguerillagruppe Revolutionary Struggle. Kostas schrieb den folgenden kurzen Brief an den Minister für die öffentliche Ordnung, Michalis Chrysochoidis, am Freitag den 16.4. als er noch immer im 12. Stock der Athener Polizeihauptzentrale festgehalten wurde. Während er Kostas dort offensichtlich gefoltert wurde (von der Polizei veröffentlichte Fotos belegen dies). Er ist in der Zwischenzeit in den Knast von Trikala, in Norden des Landes, verlegt worden. Zusammen mit einem anderen der sechs verhafteten AnarchistInnen (Vaggelis Stathopoulos) wird er unter &#8220;Spezialbedingungen&#8221; &#8211; dies bedeutet ein beschränkter Zugang zur Toilette und zu Wasser und mehrere Hindernisse in seiner Kommunikation mit Verwandten und VerteidigerInnen &#8211; festgehalten.</p>
<blockquote><p>Ich möchte persönlich dem Minister für die öffentliche Ordnung, Michalis Chrysochoidis, für die besondere Behandlung, die er für mich reserviert hat, danken, mit den Schlägen, Drohungen gegen meine Frau und Kinder und meine Untersuchungshaft im Knast von Trikala, welche mir das elementare Recht eines jeden Gefangenen, die Kumminikation mit seiner Familie, verweigert. Ehrlich gesagt, konnte ich nicht glauben, dass er sich auf dieses Niveau herablassen würde. Allerdings, weil ich seit meinem 20. Lebensjahr gelernt habe Hindernisse zu überwinden, werde ich mich aufrecht halten. Sie werden weder meine körperliche noch meine politische Vernichtung erreichen.</p>
<p><strong>Kostas Gournas</p>
<p>16. April 2010<br />
12. Stock, Polizeihauptquartier, Athen</strong></p></blockquote>
<blockquote><p>Die Drohungen und Folter gegen diejenigen, die festgehalten werden im Bezug auf den “Revolutionary Struggle Fall” werden nicht in der Vernichtung von irgendeiner/m von uns resultieren. Sie scheinen nicht zu verstehen, dass keiner von uns nicht einen einzigen Schritt zurück machen wird. Wir sind, und werden an ihrer Seite bleiben. Unsere Solidarität kann nicht &#8220;ausgerottet&#8221;werden.</p>
<p><strong>GenossInnen und Angehörige von Kostas Gournas</strong></p></blockquote>
<hr size="2" />
<p><em>Update: 18. April 2010: </em>In einer Tiefgarage in Karea, einem Vorort von Athen, fanden die Bullen 180 Kilogramm von dem Sprengstoff ANFO (Ammoniumnitrat-Diesel-Gemisch). Es heißt, dass die Garage ein Lager von &#8220;Revolutionärer Kampf&#8221; sein könnte, in einem Auto eines der Inhaftierten fanden die Bullen im Kofferraum Hinweise auf diese unter anderer Identität angemietete Garage. </p>
<hr size="2" />
<p><em>Update: 16. April 2010: </em>In den letzten Tagen haben sich die Ereignisse in Griechenland im Bezug auf die Verhaftungen der vermeintlichen MitgliederInnen von &#8220;Revolutionärer Kampf&#8221; überschlagen. Es gab im Ganzen sechs Verhaftungen, alle sechs befinden sich in Untersuchungshaft mit dem Vorwurf der Mitgliedschaft bei &#8220;Revolutionärer Kampf&#8221;. Die Untersuchungshaft kann bis zu 18 Monaten dauern. Der Beschuldigten Nikos Maziotis antwortete auf die Frage nach einer Stellungnahme vor dem Richter mit: “You are the criminals, the state and capitalism,” seine Freundin und ebenfalls Beschuldigte Panayiota Roupa: “I don’t recognize your procedures, your state or your political system.” Ein anderer der Beschuldigten wies eine Verbindung zu der Gruppe zurück, seine Fingerabdrücke wurden auf einer Petition für den inhaftierten Anarchisten Polykarpos Georgiadis gefunden, welche im halben Land verbreitet worden sei.<br />
Die Bullen behaupten ein Auto gefunden zu haben, was einem der Beschuldigten gehören soll, sie wollen darin zwei Handfeuerwaffen, welche scheinbar in keinem Angriff benutzt wurden, 119.000 Euro in bar und einen Computer gefunden haben. Auf diesem sollen alle Erklärungen von &#8220;Revolutionärer Kampf&#8221; zu finden sein, Informationen über Sprengstoffe und eine ausführliche Liste von Personen, die eine enge Verbindung zu Staat und Kapital haben. In den Wohnungen, die durchsucht wurden, sollen angeblich auch Unmengen von belastendem Material gefunden worden sein. Was davon konstruiert oder wirklich den Tatsachen entspricht wird sich zeigen, aber wie die Erfahrung von ähnlichen Verfahren zeigen müssen wir ja nicht weiter ausführen.<br />
Laut Bullenaussage suchen sie auch noch nach mindestens sechs weiteren Personen, denen möglicherweise auch eine Mitgliedschaft angehängt werden soll. Auf die jetzt Inhaftierten wollen die Bullen durch im Haus von Lambros Fountas, den sie ja vor ein paar Wochen erschossen haben, gefundene Fingerabdrücke gekommen sein. Auch soll es Telefonate mit dem vermeintlichen &#8220;Anführer&#8221; der Gruppe Nikos Maziotis gegeben haben, die eine angebliche Verbindung aufgezeigt hätten. Nikos Maziotis ist für die Bullen kein Unbekannter, er saß schon drei Jahre in Haft wegen eines geplanten Bombenanschlags auf das Ministerium für Entwicklung, die Bombe ging nicht hoch und die Bullen fanden seine Fingerabdrücke auf dieser. Im Jahr 1999 wurde er dafür zu 15 Jahren verurteilt, aber dies wurde in der Berufungsverhandlung auf fünf reduziert.<br />
Weitere Update zur Situation der sechs und den laufenden und schon stattgefunden Solidaritätsaktion in den nächsten Tagen. </p>
<p>Im Fall der Verhaftung von vermeintlichen MitgliederInnen der &#8220;Conspiracy of Cells of Fire&#8221; gab es das nächste Kapitelblatt, und zwar wurden am Mittwoch, 14. April, drei Jugendliche und die Mutter des einen verhaftet, weil sie Feuerwerkskörper in ihrem Haus gelagert hatten und (deswegen) Teil der Stadtguerilla sein sollen. Laut Bullenaussage schnitten diese eine Telefonat mit, in welchem einer der Jungen seine Mutter bat etwas zu verstecken, sprich Feuerwerkskörper, welche von Jugendlichen während der Osterfeierlichkeiten massiv benutzt werden. Daraufhin verhafteten die Bullen den Jungen, seine Mutter und zwei weitere Jungen mit der Begründung, dass das selbe Pulver wie in den Knaller bei einer Serie von Anschläge der &#8220;Cells of Fire&#8221; im letzten Herbst benutzt wurde. Das Argument widerspricht dem gesunden Menschenverstand dahingehend, dass mit diesem Vorwurf Hunderttausende von Jugendlichen verhaftet werden könnten unter dem Vorwurf eine Stadtguerilla zu sein. Die vier wurden später wieder entlassen, nachdem es ein Richter abgelehnt hat ein Terrorismusverfahren zu eröffnen. </p>
<p>Zur selben Zeit wurde einer der drei seit September Inhaftierten unter strengen Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen.</p>
<hr size="2" />
<p><em>11. April 2010:</em> Mal wieder hat der griechische Staat und seine willigen HelferInnen zugeschlagen und AnarchistInnen in Athen verhaftet unter dem Vorwurf des &#8220;Terrorismus&#8221;. Erst Ende September des letzten Jahres wurden ein Repressionschlag durchgeführt gegen vermeintliche MitgliederInnen der Stadtguerilla &#8220;Conspiracy of Cells of Fire&#8221;, wo noch drei Personen in Untersuchungshaft sitzen und warten mit weiteren, die unter Auflagen entlassen wurden, auf den Prozess. Anfang März diesen Jahres wurde der Anarchist Lambros Foundas in Athen von Bullen auf der Strasse erschossen, als er angeblich ein Auto klauen wollte.<br />
Im aktuellen Fall sieht es so aus, dass es am Samstagabend in Athen eine Vielzahl von Hausdurchsuchungen gab und sechs Personen verhaftet wurden. Ihnen wird vorgeworfen Teil der &#8220;terroristischen Organisation&#8221; mit dem Namen &#8220;Revolutionärer Kampf&#8221; (Revolutionary Struggle auf griechisch: Επαναστατικός Αγώνας, Epanastatikos Agonas — EA) zu sein. Wie immer in diesen Fällen wurden ihre Namen und Fotos in der Presse öffentlicht. Aber dies ist ja auch nichts neues, die schmierigen Halunken der Presse und der Repressionsorgane arbeiten Hand in Hand wenn es darum geht aufständische Momente und sich regenden Widerstand zu bekämpfen. Nicht zu vergessen ist die momentane wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation in Griechenland, wo gerade massivst ein Abbau der Rechte der ArbeitnehmerInnen vorangetrieben wird, auch als Experimentierfeld für die anderen Staaten der Europäischen Union. Nicht erst seit gestern gibt es eine starke und sehr aktive anarchistische Bewegung, welche mit Angriffen und Attacken auf Einrichtungen des Staates und des Kapitals versucht die bestehenden Verhältnisse zu verändern. Dies geschieht nicht in einem luftleeren Raum, wie an anderen Orten der Welt, sondern steht zum Beispiel in einem engen Verhältnis zu Propaganda die weitläufig verbreitet wird.<br />
Bei den Durchsuchungen wurden angeblich Hinweise gefunden, die auf stattgefundene Aktionen von &#8220;Revolutionärer Kampf&#8221; hindeuten, auch Hinweise auf geplante Aktionen. In den nächsten Tagen sollen die Verhafteten dem Haftrichter vorgeführt werden.<br />
Am Samstag und am Sonntag gab es bereits eine Vielzahl von spontanen Solidaritätsdemonstrationen und -aktionen, unter anderen wurde das Polytechnikum in Athen besetzt, um dort Versammlungen abzuhalten. Vor den Wohnungen, die durchsucht wurden kam es zu Kundgebungen, bei welchen es jeweils zu Auseinandersetzungen mit den Bullen kam.<br />
&#8220;Revolutionärer Kampf&#8221; ist eine Stadtguerillagruppe mit einer kommunistischen Ideologie, welche im Jahr 1993 erstmals in Aktion trat, mit einem Sprengstoffanschlag auf ein Gerichtsgebäude in Athen. Seitdem wurden eine Vielzahl von Aktionen durchgeführt, Anfang 2009 wurde ein Bulle schwer verletzt. </p>
<p>Aus einer Erklärung der Besetzer des Polytechnikums:</p>
<blockquote><p><em>Heute, Samstag 10.04.10, hat die Polizei unverhohlen sechs Personen unter dem Vorwurf der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung verhaftet. In einer Zeit der &#8220;Finanzkrise&#8221;, während die Regierung versucht ihr Chaos mit Unterstützung der europäischen Regierungschefs zu vertuschen, fördert sie durch die Massenmedien die sogenannte Niederschlagung des &#8220;inländischen Terrorismus&#8221; als Teil der Versuche die allgemeine Unzufriedenheit in der Bevölkerung einzudämmen.</em></p></blockquote>
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		<title>In zweitausend Kilometer Entfernung&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 18:45:54 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Anarchismus - Aufstand - Revolte]]></category>
		<category><![CDATA[Aufstand]]></category>
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		<description><![CDATA[Athen, Griechenland. In zweitausend Kilometer Entfernung. Ein fast bankrotter griechischer Staat und eine Wirtschaft, die nicht mehr funktioniert. Auf den Rat der Europäischen Union hin, fordert die regierende sozialistische Partei eine Reihe wirtschaftlicher Maßnahmen und Umstrukturierungen. Die Minister schwören, es werden &#8220;Blut, Schweiß und Tränen&#8221; benötigt, aber &#8220;es ist die einzige Option&#8221;. Straßen, Häfen, Flughäfen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/03/Griechenland-Angriff-auf-Bullen.jpg" rel="lightbox[2064]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/03/Griechenland-Angriff-auf-Bullen-250x165.jpg" alt="" title="Griechenland - Angriff auf Bullen" width="250" height="165" class="alignleft size-medium wp-image-2070" /></a>Athen, Griechenland. In zweitausend Kilometer Entfernung. Ein fast bankrotter griechischer Staat und eine Wirtschaft, die nicht mehr funktioniert. Auf den Rat der Europäischen Union hin, fordert die regierende sozialistische Partei eine Reihe wirtschaftlicher Maßnahmen und Umstrukturierungen. Die Minister schwören, es werden &#8220;Blut, Schweiß und Tränen&#8221; benötigt, aber &#8220;es ist die einzige Option&#8221;. Straßen, Häfen, Flughäfen, Grenzen, Fabriken, Eisenbahnschienen,&#8230; wurden seit Januar regelmäßig blockiert, blockiert von jenen, die wissen, dass sie diejenigen sind, die den Preis dafür bezahlen werden. Demonstrationen folgen auf Demonstrationen und nicht ein einziger Politiker schafft es den Protest zu beruhigen und zu kanalisieren. Schwere Krawalle mit den Aufstandseinheiten der Polizei finden regelmäßig statt und hunderte zerstörerische Akte, Brandstiftungen und Bombenanschläge richten ihre zerstörerische Energie in Richtung der staatlichen Strukturen und der Wirtschaft, in Richtung all der Manifestationen der Autorität.<br />
<span id="more-2064"></span><br />
&#8220;Blut, Schweiß und Tränen&#8221;. Während die Polizei gegen die Demonstrierenden auf eine zunehmend gewalttätigere Weise einschreitet, in jede Versammlung, die Knochen und Arme von Hunderten von Menschen brechend, fließt im Morgengrauen des 12. März 2010 tödliches Blut. Eine Polizeipatrouille erwischt zwei anarchistische Kameraden/Gefährten dabei, wie sie ein Auto klauen wollen. Nach einem Schusswechsel, schafft es ein Kamerad/Gefährte zu entwischen, während der andere, Lámbros Foúndas, tödlich verletzt wird. Kritisch verwundet, versucht er noch zu fliehen, wird aber von der Polizei gefangen und blutet vor deren Augen zu Tode. Lámbrous Foúndas war 35 Jahre alt und seit Jahren im Kampf gegen alle Formen der Autorität, allein oder mit einigen Kameraden, als auch mit anderen Unterdrückten und Rebellen. Er kämpfte mit allen Waffen, die er als nützlich erachtete: mit Stift und Papier, Stein und Feuer, Barrikaden und Demonstrationen, Schusswaffen und Granaten. Revolte war der Rhythmus seines Atems, so wie es die Freiheit war, die sein Herz schlagen ließ. Dies ist, warum wir ihn nicht vergessen werden, auch wenn wir ihn nicht gekannt haben mögen. Diess ist, warum sein Tod unseren Atem nur beschleunigen kann, nach der Luft des Lebens schnappend und den Weg zur Freiheit mit dem Aufstand öffnend.</p>
<p>Bergmassive und große Flüsse, ausgedehnte Prärien und die ausgedörrte Erde von Ex-Jugoslawien, trennen uns von Griechenland. Aber überall in Europa und auch hier in Belgien, wittert der Staat, dass da etwas am Laufen ist. Fühlen sie, dass es &#8220;sein könnte&#8221;, dass es &#8220;<strong>möglich</strong>&#8221; wäre, dass ihre Bürger plötzlich das Joch ihrer Resignation abschütteln und aufhören zu akzeptieren? Überall wird es immer klarer, dass mehr und mehr Menschen über Bord geworfen werden. Es ist kein Zufall, dass die Bullen jetzt den Abzug immer schneller und in einer entschiedeneren Form benutzen, dass ein neues geschlossenes Zentrum gebaut wird und sieben neue Gefängnisse gebaut werden. Sie sichern sich selbst ab gegen die &#8220;<strong>Möglichkeit</strong>&#8221; der Wut.</p>
<p>Es könnte uns Angst machen. In Furcht vor Gefängnissen, in Furcht von den Bullen zusammengeschlagen werden, in Furcht durch die Kugeln der Macht zu sterben, in Furcht das bisschen zu verlieren, das wir noch unseres nennen können. Wie auch immer, ab einem bestimmten Moment musst du dich der Frage aussetzen: dein Leben auf den Knien verbringen, benutzt und weggeworfen durch die Funktion der Wirtschaft und Kontrolle, zerquetscht durch die soziale Hierarchie, getötet durch die endlosen Warteschlangen, der Routine des Essen-Arbeit-Schlafen oder&#8230; ein Leben zu leben in dem dein Herzschlag der Freiheit dich in den Zusammenstoß gegen jegliche Autorität führt und dich deine Hand nach allen Waffen greifen lässt um sie anzugreifen.</p>
<p>Nichts kann garantiert werden, alles ist möglich. Die Revolte, die sich in Griechenland mehr und mehr ausbreitet war vor einigen Jahren noch beinahe undenkbar. Politiker und Journalisten wissen nicht mehr länger welche falschen Reden sie verwenden sollen, um sie zum verstummen zu bringen. Weil die Sprache dieser Revolte nicht im Bauch des Staates fabriziert wurde, sondern durch die Verweigerung noch länger durch den Morast gezogen zu werden. Lasst uns diese Sprache vereinnahmen, lasst uns ihr Vokabular und ihre Grammatik studieren, lasst sie uns verwenden um unseren eigene Dialekt zu erschaffen.</p>
<p>Es wird Zeit die paralysierende Haltung umzuwandeln, das &#8220;sich zu sehr auf den Ozean der Unterwerfung und Resignation konzentrieren&#8221;. Nicht mehr länger diese Realität zu sehen, diese scheinbar ständige Wiederholung des immer selben, dies als der Horizont, sondern zu sehen was sich dahinter verbirgt &#8211; den unvorhersehbaren Möglichkeiten entgegen.</p>
<p>Es ist Zeit einige schwelende Feuer anzustacheln.</p>
<p>Einige Anarchisten.</p>
<p><em>Dieser Text wurde auch im zweiwöchentlichen anarchistischen Journal Hors Service (Außer Dienst), Nummer 3, 22. März 2010, Belgien, veröffentlicht. </em></p>
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		<title>Solidarität mit Alfredo Bonanno und Christos Stratigopolous &#8211; Besuch beim griechischen Konsulat in Berlin</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 20:09:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchismus - Aufstand - Revolte]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Repression in Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 3. Februar 2010 haben einige AnarchistInnen dem griechischen Konsulat am Wittenbergplatz in Berlin einen kurzen Besuch abgestattet. Mit einem Transparent, welches auf griechisch und deutsch aussagte: ”Die Leidenschaft für die Freiheit ist stärker als jeder Knast – Freiheit für Alfredo Bonanno und Christos Stratigopoulos”, wurde auf die Situation von zwei in Griechenland eingesperrten Genossen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/02/kundgebung-gr-konsulat-bonanno_1.jpg" rel="lightbox[1800]"><img class="size-medium wp-image-1802 alignleft" title="kundgebung-gr-konsulat-bonanno_1" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/02/kundgebung-gr-konsulat-bonanno_1-187x250.jpg" alt="kundgebung-gr-konsulat-bonanno_1" width="187" height="250" /></a>Am 3. Februar 2010 haben einige AnarchistInnen dem griechischen Konsulat am Wittenbergplatz in Berlin einen kurzen Besuch abgestattet. Mit einem Transparent, welches auf griechisch und deutsch aussagte: ”Die Leidenschaft für die Freiheit ist stärker als jeder Knast – Freiheit für Alfredo Bonanno und Christos Stratigopoulos”, wurde auf die Situation von zwei in Griechenland eingesperrten Genossen hingewiesen.<br />
Flugblätter über den Fall wurden an PassantInnen verteilt. Ein Fax, welches ebenfalls von GenossInnen in Griechenland bei einer ähnlichen Aktion benutzt wurde, wurde dem Konsul überreicht und an den griechischen “Minister für Justiz und Menschenrechte” geschickt.</p>
<p>Alfredo und Christo, die seit langer Zeit in der anarchistischen Bewegung aktiv sind, wurden am 1. Oktober 2009 in Trikala, Griechenland, verhaftet und werden beschuldigt einen Banküberfall begangen zu haben.<br />
Alfredo, 73-jähriger anarchistischer Genosse aus Italien, ist schwer erkrankt und leidet unten den harten Bedingungen im Knast, welchen er ausgesetzt ist. Obwohl es das griechische Gesetz vorsieht, dass schwer erkrankte Menschen aus der Untersuchungshaft entlassen werden können, weigern sich die Behörden bis jetzt ihn freizulassen.</p>
<p>Diese kleine Aktion war ein solidarischer Beitrag im Kampf um die Freilassung der Beiden. Unterschiedliche Ausdrücke der Solidarität haben bereits in verschiedenen Ländern innerhalb der letzten Monate stattgefunden.<br />
<span id="more-1800"></span><br />
Weitere Infos über die Hintergründe ihrer Verhaftung und die solidarischen Aktionen findet ihr auf www.abc-berlin.net (auf Deutsch), <a href="http://www.aftertrikala.blogspot.com/" target="_blank">www.aftertrikala.blogspot.com</a> und <a href="http://www.325.nostate.net" target="_blank">www.325.nostate.net</a> (auf Englisch).</p>
<p>Es wurden Plakate in Solidarität mit den Beiden gedruckt, die über ABC Berlin und etliche Buch- und Infoläden zu bekommen sind.</p>
<p>Für die sofortige Freilassung von Alfredo!<br />
Freiheit für Christos und alle anderen Gefangenen – Knäste zu Baulücken!</p>
<p>Einige solidarische AnarchistInnen</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Das Fax in mehreren Sprachen:</p>
<p>Il nostro intervento ha lo scopo di denunciare la detenzione abusiva e illegale di Alfredo Maria Bonanno sotto condizioni inaccettabili nel carcere di Koridallos (Atene). La politica vendicativa dello Stato ha come finalita&#8217; l&#8217;annientamento fisico e psicologico del compagno 73enne che affronta gravi problemi di salute. A. M. Bonanno e&#8217; anarchico, attivo nel movimento da decenni, militante della resistenza contro la dittatura dei colonelli (1967-1974) in Grecia, scrittore ed editore di tantissime opere.</p>
<p>Rivendichiamo l` immediata liberazione di A. M. Bonanno</p>
<p>Ps. Questo FAX e&#8217; gia mandato al Ministero della Gustizia, Trasparenza e dei Diritti Umani*, all&#8217; *Ambasciata d&#8217;Italia ad Atene* e alla stampa.</p>
<p>Iniziativa di solidarieta&#8217; con l` anarchico A. M. Bonanno</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Αυτή τη στιγμή βρίσκονται υπό ολιγόλεπτη κατάληψη &#8230;</p>
<p>Η παρέμβασή μας έχει σκοπό να καταδείξει την καταχρηστική και παράνομη κράτηση του Alfredo Maria Bonanno στα ελληνικά κολαστήρια των φυλακών Κορυδαλλού. Η εκδικητική στάση του κράτους, που κρατά αιχμάλωτο τον 73 χρονο με σοβαρά προβλήματα υγείας σύντροφο, σκοπό έχει την ψυχολογική και σωματική εξόντωσή του. Ο Α. Μ. Bonanno είναι αναρχικός με πολυετή πολιτική παρουσία στην Ιταλία, με αντιδικτατορική δράση στα χρόνια της χούντας και πλούσιο συγγραφικό έργο.</p>
<p>Απαιτούμε την άμεση αποφυλάκιση του Alfredo M. Bonanno.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>We wish to denounce the abusive and illegal detention of Alfredo Maria Bonanno in unacceptable conditions in the prison of Koridallos (Athens). The vindictive politic of the State is aimed at the physical and psychological annihilation of the 73-year old comrade who is facing serious health problems. Alfredo Bonanno is an anarchist, who has been involved in the movement for decades, militant in the resistance against the dictatorship of the Greek colonels (1967-1974), and writer and editor of many works.</p>
<p>We demand the immediate liberation of Alfredo Maria Bonanno<br />
Solidarity initiative to Alfredo M. Bonanno</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Wir verurteilen die beleidigende und illegale Internierung von Alfredo Mario Bonanno unter inakzeptablen Bedingungen im Gefängnis von Koridallos (Athen). Die rachsüchtige Politik des Staates richtet sich auf die physische und psychische Vernichtung des 73-jährigen Genossen, welcher mit ernsthaften Gesundheitsproblemen konfrontiert ist. Alfredo Bonanno ist ein Anarchist, welcher seit Jahrzehnten in der Bewegung involviert ist, militant im Widerstand gegen die griechische Diktatur (1967-1974), und Autor und Herausgeber von vielen Texten.</p>
<p>Wir fordern die sofortige Freilassung von Alfredo Maria Bonanno<br />
Solidaritätsinitiative für Alfredo M. Bonanno </p>
<p><center><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/02/kundgebung-gr-konsulat-bonanno_2.jpg" rel="lightbox[1800]"><img class="alignnone size-medium wp-image-1803" title="kundgebung-gr-konsulat-bonanno_2" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/02/kundgebung-gr-konsulat-bonanno_2-250x187.jpg" alt="kundgebung-gr-konsulat-bonanno_2" width="250" height="187" /></a><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/02/kundgebung-gr-konsulat-bonanno_3.jpg" rel="lightbox[1800]"><img class="alignnone size-medium wp-image-1804" title="kundgebung-gr-konsulat-bonanno_3" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/02/kundgebung-gr-konsulat-bonanno_3-250x187.jpg" alt="kundgebung-gr-konsulat-bonanno_3" width="250" height="187" /></a><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/02/kundgebung-gr-konsulat-bonanno_4.jpg" rel="lightbox[1800]"><img class="alignnone size-medium wp-image-1805" title="kundgebung-gr-konsulat-bonanno_4" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/02/kundgebung-gr-konsulat-bonanno_4-187x250.jpg" alt="kundgebung-gr-konsulat-bonanno_4" width="187" height="250" /></a><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/02/kundgebung-gr-konsulat-bonanno_5.jpg" rel="lightbox[1800]"><img class="alignnone size-medium wp-image-1806" title="kundgebung-gr-konsulat-bonanno_5" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/02/kundgebung-gr-konsulat-bonanno_5-250x187.jpg" alt="kundgebung-gr-konsulat-bonanno_5" width="250" height="187" /></a><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/02/kundgebung-gr-konsulat-bonanno_6.jpg" rel="lightbox[1800]"><img class="alignnone size-medium wp-image-1807" title="kundgebung-gr-konsulat-bonanno_6" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/02/kundgebung-gr-konsulat-bonanno_6-187x250.jpg" alt="kundgebung-gr-konsulat-bonanno_6" width="187" height="250" /></a></center></p>
<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/02/poster-bonanno_de.jpg" rel="lightbox[1800]"><img class="alignnone size-medium wp-image-1810" title="poster-bonanno_de" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/02/poster-bonanno_de-177x250.jpg" alt="poster-bonanno_de" width="177" height="250" /></a><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/02/poster-bonanno-en.jpg" rel="lightbox[1800]"><img class="alignnone size-medium wp-image-1811" title="poster-bonanno-en" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/02/poster-bonanno-en-177x250.jpg" alt="poster-bonanno-en" width="177" height="250" /></a></p>
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		<title>Prozessauftakt gegen die Mörder von Alexis</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 09:40:37 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
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		<description><![CDATA[Update 22. Januar 2010: Beim heutigen Prozesstag gegen Epaminondas Korkoneas, der die Schüsse abgab, und Vassilis Saraliotis, sein Begleiter, sagten beide aus, dass sie für den Mord an Alexis nicht verantwortlich wären. Epaminondas Korkoneas sagte, dass er einen Warnschuss in die Luft abgab, welcher in der Luft abprallte, nachdem er von einer Gruppe Jugendlicher in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/01/Alexandros-Grigoropoulos.jpg" rel="lightbox[1755]"><img class="alignright size-medium wp-image-1760" title="Alexandros Grigoropoulos" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/01/Alexandros-Grigoropoulos-250x150.jpg" alt="Alexandros Grigoropoulos" width="250" height="150" /></a><em>Update 22. Januar 2010:</em> Beim heutigen Prozesstag gegen Epaminondas Korkoneas, der die Schüsse abgab, und Vassilis Saraliotis, sein Begleiter, sagten beide aus, dass sie für den Mord an Alexis nicht verantwortlich wären. Epaminondas Korkoneas sagte, dass er einen Warnschuss in die Luft abgab, welcher in der Luft abprallte, nachdem er von einer Gruppe Jugendlicher in seinem Polizeifahrzeug angegriffen und mit Flaschen beworfen wurde. &#8220;<em>I don&#8217;t accept liability for anybody&#8217;s death,</em>&#8221; erzählte er dem Gericht. &#8220;<em>I would have stepped forward to shield anyone, including these kids.</em>&#8221;<br />
Gina Tsalikian, die Mutter von Alexis, beschuldigte Korkoneas der vorsätzlichen Erschießung ihres Sohnes und dass er sich aufgeführt hätte, wie als hätte er gerade bloß eine Kakerlake zerdrückt &#8211; &#8220;<em>as if he had just squashed a cockroach</em>&#8220;. Die Anwaltschaft der Familie plant eine Reihe von ZeugInnen vorzuladen, die bezeugen können, dass der Schuss gezielt abgeschossen wurde.<br />
Es wird sich im Fortgang des Prozesses zeigen, auf welcher Seite die Gerechtigkeit steht, auf der Seite derjenigen, die sich gegen Staat und Unterdrückung und deren Polizeischergen wehren oder derjenigen, die nur die willigen HelferInnen der herrschenden Verhältnisse sind und diese mit allen Mitteln aufrecht halten und dafür auch gerne von ihrer Schusswaffe Gebrauch machen.</p>
<hr size="2" /><em>Update 20. Januar 2010:</em> Über 400 AnarchistInnen und weitere solidarische Menschen beteiligten sich an der Demonstration in Amfissa. Es kam zu kurzen Auseinandersetzungen zwischen den Demonstrierenden und den eingesetzten Polizeikräften, als die Demo vom Gericht in Richtung des Knastes lief. Die Staatsbüttel setzten für ihren Angriff auch Tränengas ein, es wurden vorher über 700 Bullen aus Athen und anderen Städten nach Amfissa verlegt, um einen ruhigen Ablauf der Gerichtsverhandlung zu gewährleisten.<br />
Eine weitere Demo fand in Amfissa statt, diese wurde von SchülerInnen organisiert, die hinter einem Transparent mit der Aufschrift &#8220;<em>The state murders: Insurrection and disobedience</em>&#8221; und mit Parolen wie &#8220;<em>Wir werden das letzte Wort haben &#8211; diese Tage sind die Tage von Alexis!</em>&#8221; durch die Straßen zogen. </p>
<p><center><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/01/20.01.10-amfissa-demo-clash-with-police-1.jpg" rel="lightbox[1755]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/01/20.01.10-amfissa-demo-clash-with-police-1-150x115.jpg" alt="Police clash with protesters during a rally in the town of Amfissa, about 200 kilometers (125 miles) northwest of Athens on Wednesday, Jan. 20, 2010. A court in the small town of Amfissa postponed until Friday the trial of two policemen over a teenager&#039;s fatal shooting that sparked riots across Greece in December 2008. Minor clashes broke out when police fired tear gas at a group of some 200 mostly anarchist protesters who marched from the court house to a prison complex just outside Amfissa." title="Police clash with protesters during a rally in the town of Amfissa, about 200 kilometers (125 miles) northwest of Athens on Wednesday, Jan. 20, 2010. A court in the small town of Amfissa postponed until Friday the trial of two policemen over a teenager&#039;s fatal shooting that sparked riots across Greece in December 2008. Minor clashes broke out when police fired tear gas at a group of some 200 mostly anarchist protesters who marched from the court house to a prison complex just outside Amfissa." width="150" height="115" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1773" /></a><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/01/20.01.10-amfissa-demo-clash-with-police-2.jpg" rel="lightbox[1755]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/01/20.01.10-amfissa-demo-clash-with-police-2-150x96.jpg" alt="Protesters clash with policemen during a rally near the courthouse where defendants Epaminondas Korkoneas and Vassilis Saraliotis are standing trial in Amfissa town, northwest of Athens January 20, 2010. Korkoneas and Saraliotis face a court trial for the fatal shooting of teenager Alexandros Grigoropoulos in December 2008, which sparked the country&#039;s worst riots in decades. " title="Protesters clash with policemen during a rally near the courthouse where defendants Epaminondas Korkoneas and Vassilis Saraliotis are standing trial in Amfissa town, northwest of Athens January 20, 2010. Korkoneas and Saraliotis face a court trial for the fatal shooting of teenager Alexandros Grigoropoulos in December 2008, which sparked the country&#039;s worst riots in decades. " width="150" height="96" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1774" /></a><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/01/20.01.10-amfissa-demo-clash-with-police-3.jpg" rel="lightbox[1755]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/01/20.01.10-amfissa-demo-clash-with-police-3-150x117.jpg" alt="Police clash with protesters during a rally in the town of Amfissa, about 200 kilometers (125 miles) northwest of Athens on Wednesday, Jan. 20, 2010. A court in the small town of Amfissa postponed until Friday the trial of two policemen over a teenager&#039;s fatal shooting that sparked riots across Greece in December 2008. Minor clashes broke out when police fired tear gas at a group of some 200 mostly anarchist protesters who marched from the court house to a prison complex just outside Amfissa." title="Police clash with protesters during a rally in the town of Amfissa, about 200 kilometers (125 miles) northwest of Athens on Wednesday, Jan. 20, 2010. A court in the small town of Amfissa postponed until Friday the trial of two policemen over a teenager&#039;s fatal shooting that sparked riots across Greece in December 2008. Minor clashes broke out when police fired tear gas at a group of some 200 mostly anarchist protesters who marched from the court house to a prison complex just outside Amfissa." width="150" height="117" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1775" /></a><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/01/20.01.10-amfissa-demo-clash-with-police-4.jpg" rel="lightbox[1755]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/01/20.01.10-amfissa-demo-clash-with-police-4-150x115.jpg" alt="Protesters clash with policemen during a rally near near the courthouse where defendants Epaminondas Korkoneas and Vassilis Saraliotis are standing trial in Amfissa town, northwest of Athens January 20, 2010. Korkoneas and Saraliotis face a court trial for the fatal shooting of teenager Alexandros Grigoropoulos in December 2008, which sparked the country&#039;s worst riots in decades." title="Protesters clash with policemen during a rally near near the courthouse where defendants Epaminondas Korkoneas and Vassilis Saraliotis are standing trial in Amfissa town, northwest of Athens January 20, 2010. Korkoneas and Saraliotis face a court trial for the fatal shooting of teenager Alexandros Grigoropoulos in December 2008, which sparked the country&#039;s worst riots in decades." width="150" height="115" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1776" /></a><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/01/20.01.10-amfissa-demo-clash-with-police-5.jpg" rel="lightbox[1755]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/01/20.01.10-amfissa-demo-clash-with-police-5-150x110.jpg" alt="Police walk behind of anarchists&#039; banner during a rally in the town of Amfissa, about 200 kilometers (125 miles) northwest of Athens on Wednesday, Jan. 20, 2010. A court in the small town of Amfissa postponed until Friday the trial of two policemen over a teenager&#039;s fatal shooting that sparked riots across Greece in December 2008. Minor clashes broke out when police fired tear gas at a group of some 200 mostly anarchist protesters who marched from the court house to a prison complex just outside Amfissa." title="Police walk behind of anarchists&#039; banner during a rally in the town of Amfissa, about 200 kilometers (125 miles) northwest of Athens on Wednesday, Jan. 20, 2010. A court in the small town of Amfissa postponed until Friday the trial of two policemen over a teenager&#039;s fatal shooting that sparked riots across Greece in December 2008. Minor clashes broke out when police fired tear gas at a group of some 200 mostly anarchist protesters who marched from the court house to a prison complex just outside Amfissa." width="150" height="110" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1777" /></a></center></p>
<hr size="2" />Am heutigen Mittwoch den 20. Januar begann der Prozess gegen die beiden Polizisten, die am 6. Dezember 2008 im Athener Stadtteil Exarcheia an der Erschießung des 15jährigen Anarchisten Alexandros Grigoropoulos beteiligt waren. Der Prozess, der im Amfissa, einer Stadt 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt stattfindet, wurde nach nur wenigen Minuten vertagt und findet am kommenden Freitag seine Fortsetzung. Das Gericht hatte einem Antrag der Verteidigung der Bullen stattgegeben, da diese vor einem anderen Gericht Verpflichtungen hatten.<br />
Die Mutter von Alexis hatte mehrere Male versucht eine Verlegung des Prozesses nach Athen zu erreichen, da es einer Vielzahl der ZeugInnen und ihrer 86jährigen Mutter nicht möglich sei nach Amfissa zu kommen, was aber abgelehnt wurde. In den Wochen vor dem Prozess wurde versucht in der Presse der Stadt Amfissa eine Angst vor den AnarchistInnen zu schüren und behauptet, dass diese zum Prozess kommen werden und die Stadt in Schutt und Asche legen werden. Mit dieser Behauptung wurde auch die Verlegung des Prozesses nach Amfissa gerechtfertigt. In der Stadt reagierten einige der Geschäftstreibenden und verbarrikadierte ihre Schaufenster vor Angst vor den von den Medien herbeigeredeten Randalen.<br />
Von Seiten der AnarchistInnen wurde eine große Demonstration vor dem Gericht organisiert, welche um 9 Uhr starten sollte. Auch in anderen Städten des Landes wurden Demos angekündigt. In den Tagen vorher kamen mehrere AnarchistInnen aus Athen und anderen Städten nach Amfissa, um mehr als 1.000 Flugblätter auf den Straßen, in Cafés zu verteilen und um damit ihre Position und Sicht der Dinge zu vermitteln. Als die AnwohnerInnen davon Wind bekamen, dass AnarchistInnen in der Stadt waren, empfingen sie diese freudig und es entstanden viele Diskussionen und ein Austausch. Wieder mal ein gutes Beispiel dafür, dass sich Menschen nicht von der vom System geleiteten Presse bevormunden lassen und sich selber ihre Meinung in der direkten Auseinandersetzung bilden wollen.</p>
<p><span id="more-1755"></span><br />
<strong>Der Text des Flugblattes, welches in der Stadt verteilt wurde:</strong></p>
<blockquote><p><em><strong>TO THE RESIDENTS OF AMFISSA</strong></em></p>
<p><em>The 20th of January will see the trial of the police officer that executed the 15 year old Alexandros Grigoropoulos in Exarcheia take place in your city. No matter where one sees this from, even for those who insist to “have confidence in the Greek justice system” this trial is a trial of expediency: they chose a small and quiet town, with the all problems of the greek countryside, and chose to bring to it a main political incident that shocked the whole of Greece and caused the first revolt following the fall of the junta. The objectives of the state are obvious. They want to cut off, they want to keep afar those who want to have a saying against this juridical laundering-operation. The distance [from Athens] and the isolation of Amfissa are for the state its hope to guarantee its much-wanted isolation, not in the name of “delivery of justice” but in an effort to close the chapter of a murder and a revolt in a way that will, communication-wise, bring it “on top”. The police occupation, fear, all this hubbub is part of a scene being set up in your city that the state will use to produce some television propaganda for the entire country.</em></p>
<p><em>A 15-year old boy was executed in the most heavily policed neighbourhood of Athens for the last 30 years. If the incident had happened elsewhere, perhaps it would had gone mostly unnoticed. In Exarcheia however, the presence of many anarchists, leftists but also un-grouped people with conscience left no time for the regime to impose any blackout. The first explosion of rage that was expressed in the area created a chain reaction across the entire capital, across the whole country.</em></p>
<p><em>For nearly a month, tens of thousands took to the streets, shouted, protested, hit and got hit. It is certain that the death of Alexandros was only the occasion. It is what we live every day that came to find a spontaneous expression in those days. And how could something like this have happened peacefully?</em></p>
<p><em>Destruction of properties did take place. And beside the justified ones (who really feels sorry for a burnt bank?) many were random. How can a spontaneous and multi-colour revolt be “self-controlled”? A uninstructed revolt and for this reason, a genuine one. If we shared the logic of the political forces of power, we would without second thought claim “as ours” such a situation. We would name “anarchists” all those who took part and we would claim the responsibility for everything. After all, we would not make any more enemies than we already have, nor are we dependent on the law-abiding rules of elections and parliament.</em></p>
<p><em> It was us amongst others who caused the first spark without even knowing how much flammable material of rage exists around us. And were happy for this fire. No for the joy of destruction but because this fire showed that the heart of oppressed society remains alive. It proved that the brainwash, the teaching of obedience, the autocracy of the system has cracks.</em></p>
<p><em>Cracks, that while time passes, while the economic crisis goes on, while the capitalists ask for more, while the myths and the false hopes that are cultivated by the power come to a crash, these cracks become the hope for the social emancipation, for the counter-attack of all of us, with new larger Decembers – and beyond. A hope for us and a fear for the state. A state that hit people, threw tear gass, made hundreds of arrests those days, but did not accomplish to control anything. And that as, due to the fear of generalization of the uprising, it did not dare raise the level of violence…</em></p>
<p><em>This is the ghost that this trial wants to cast out. Whether it condemns to life in prison the executive body of the murder or not. It is December that this trial wants to condemn.</em></p>
<p><em>Kill, sentence and you are good to go – this it is the substance of the trial of Korkoneas in Amfissa on the 20th of January.</em></p>
<p><em>We know that as anarchists (who will not stand watching the provocations of power hands-down) we find ourselves in an unfavorable position. We too watch television, we read newspapers, we know of the image that media create for us. So will the hordes of barbarians come to Amfissa to flatten the city? Should each resident of the city barricade their house? Should they take their rifle and stand guard on their rooftops? Are the babies in danger, the olive tries, animals, the kiosks, the drinkable water? The answer is no.</em></p>
<p><em>We do not expect anyone to simply take our word for this. Being suspicious of any assurances made by people conducting political struggles is the first step in order for one to have a free mind. It is at this suspiciousness however, and at common logic, that we aim. Anyone who  has fought for anything, anyone who has stood with their head high, anyone who has ever resisted, knowns from experience in what ways the regime-controlled media garble struggles. Anyone who has been part of a news-making event can compare what they saw with their own eyes and what they then saw on television. Shall we speak about how they present every “uncomfortable”, for them, strike? Shall we remember how they defamed (and they continue to do so) the farmers’ mobilizations? The mobilizations of students, of pupils?</em></p>
<p><em>And it is not just the production of lies and terror in order to defame struggles. Every time that parts of society rise up, the standard tactic of the propagandists of the state is to try to turn other parts against them. Against the strikers in transportation they will place the workers “who cannot get to their jobs”. Against the port-dockers, they will put “petit-traders who are financially destroyed”. Against the farmers and the blockades, “the drivers, the travelers, the truck drivers that have a rough time”. The bad thing is that they often achieve their objective. It is down to this very success that they manage to get away with whatever they want, to maintain our everyday misery. Let’s all for a moment ponder how things could be if, rather than disputes between the oppressed, there was solidarity…</em></p>
<p><em>This time they are attempting to turn a local society against the presence of political entities and simple strugglers who respond to a state murder and what came to follow it. It is down to each one of us whether we will fall for the propaganda of media-tycoons, the ministers, all the powerful who build careers by selling insecurity.</em></p>
<p><em>We call everyone to be at the town square on Wednesday morning. Because at the end of the day, even if today we are still unable to get done with the misery power imposes on us we should at least show that we remember its crimes and that we are not mislead by its manipulations.</em></p>
<p><em>GUILTY IS THE STATE<br />
EVERYONE AT THE SQUARE OF AMFISSA ON WEDNESDAY 20th OF JANUARY 9.00am</em></p>
<p><em>Anarchists-Antiauthoritarians</em></p></blockquote>
<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/01/Epaminondas-Korkoneas.jpg" rel="lightbox[1755]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1761" title="Greece Teen Shooting Trial" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2010/01/Epaminondas-Korkoneas-250x179.jpg" alt="Greece Teen Shooting Trial" width="250" height="179" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Einige Updates zu inhaftierten Anarchisten in Griechenland</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/einige-updates-zu-inhaftierten-anarchisten-in-griechenland</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 10:22:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gefangene]]></category>
		<category><![CDATA[Prozess]]></category>
		<category><![CDATA[Repression in Griechenland]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gerichtsverhandlung gegen den Anarchist Giannis Dimitrakis wird am 9. Dezember stattfinden. Er wurde im Januar 2006 nach einem Banküberfall in der Innenstadt von Athen verhaftet. Giannis wurde bereits in erster Instanz zu 35 Jahren Haft verurteilt, dies is jetzt die zweite Instanz, auch als Berufung benannt. Drei weitere Genossen werden wegen dem selben Banküberfall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/07/birds-chains.png" alt="birds-chains" title="birds-chains" width="190" height="188" class="alignright size-full wp-image-695" />Die Gerichtsverhandlung gegen den Anarchist Giannis Dimitrakis wird am 9. Dezember stattfinden. Er wurde im Januar 2006 nach einem Banküberfall in der Innenstadt von Athen verhaftet.</p>
<p>Giannis wurde bereits in erster Instanz zu 35 Jahren Haft verurteilt, dies is jetzt die zweite Instanz, auch als Berufung benannt. Drei weitere Genossen werden wegen dem selben Banküberfall gesucht: Simos Seisidis, Marios Seisidis und Grigoris Tsironis. Vor einem Monat haben die griechischen Autoritäten in Zusammenarbeit mit den Medien eine Belohnung von 600.000 Euro angeboten für Hinweise, um die drei untergetauchten Genossen zu finden.</p>
<p>Am 3. Dezember wird es in Solidarität mit Giannis und den drei Genossen eine Demonstration in Athen geben.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Der Gerichtsprozess gegen Georgiadis Polikarpos und Vangelis Hrisohoidis wird voraussichtlich im Januar 2010 stattfinden. Beide wurden im August 2008 wegen der Entführung eines wohlhabenden Geschäftsmannes verhaftet. Der wohl bekannte Räuber Vasilis Paleokostas, der vor wenigen Monaten <a href="http://www.abc-berlin.net/oops-he-did-it-again-%E2%80%93-vassilis-paleokostas-wieder-ausgebrochen">mit dem Hubschrauber aus dem Koridallos Knast</a> geflohen war, wird in Abwesenheit verurteilt werden im gleichen Prozess.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Der Genosse <a href="http://www.abc-berlin.net/brief-des-griechischen-anarchisten-ilias-nikolau-aus-dem-knast">Ilias Nikolau</a> wird am 2. Dezember seinen Prozess haben. Eins solidarische Demonstration wird am 27. November in Thessaloniki stattfinden, und am 1. Dezember wird es eine Motorraddemo von Thessaloniki zum Diavata Knast geben.</p>
<p><strong>Brief des Anarchisten Ilias Nikolau</strong></p>
<p>Einige haben aufgegeben und andere haben sich zufrieden gegeben, als sie die folgenden Aussagen der Mächtigen über die Entwurzelung der illegalen Gewalt gehört haben. Andere haben sich erleichtert gefühlt indem sie gehört haben, dass die MigrantInnen weiter schikaniert und verhaftet werden: es scheint so zu sein als, dass das Elend und die Existenz, die mit pharmazeutischen Dosen aufgefüllt wurden, am ende die Erlösung finden werden.<br />
Dennoch, das Schlimmste ist, dass sich diese Gesellschaft um ihren eigenen langsamen Tod zu verlängern mit dem Satz „ich lebe einfach mein eigenes Leben“ und der Apathie geimpft wurden. Betend zu ihren Chefs, Opfer der Führer jeglicher Art, werden sie erniedrigt, sie nehmen den Kopf runter für nichts und verlieren immer mehr den Sinn ihres eigenen Potenzials und ihrer Würde, vielleicht opfern sie sogar ihre letzten Momente der Freiheit dafür auf. In dieser Welt, in der Resignation und Gehorsam herrschen gibt es einige stolze Blicke und Zeichen von Würde, die keine Angst haben den hohen Preis zu bezahlen zu müssen und das Leben in ihre einigen Hände nehmen.<br />
Alle diesen leidenschaftlichen VerehrerInnen der Negation kämpfen gerade auf den  Wegen der Freiheit. PassantInnen auf einem Pfad der zur individuellen und kollektiven Befreiung führt, KriegerInnen gegen das Unrecht, immer ihre Anwesenheit überall zeigend.<br />
Jetzt sind wir an der Reihe und wir schicken, aus den dunklen Zellen der Demokratie, ein Signal: uneingeschränkte Solidarität mit denjenigen, die mit Festigkeit direkt in die Augen des Lebens schauen und die Selbstverständlichkeit beanspruchen: die absolute Freiheit, ohne in den Fesseln der Gefangenschaft zu liegen, ohne einen Schritt zurück zu machen.</p>
<p>Ilias Nikolau</p>
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		<item>
		<title>Ein Brief des in Griechenland inhaftierten Anarchisten Panagiotis Masouras</title>
		<link>http://www.abc-berlin.net/ein-brief-des-in-griechenland-inhaftierten-anarchisten-panagiotis-masouras</link>
		<comments>http://www.abc-berlin.net/ein-brief-des-in-griechenland-inhaftierten-anarchisten-panagiotis-masouras#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 10:19:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gefangene]]></category>
		<category><![CDATA[Repression in Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[kriminelle / terroristische Vereinigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Brief wurde vor ein paar Wochen von Panagiotis Masouras geschrieben. Ein Anarchist der Ende September verhaftet worden ist und unter anderem angeklagt wurde Mitglied der terroristischen Organisation &#8220;Verschwörung der Feuerzellen&#8221; zu sein. Mit der selben Anklage befinden sich auch Manolis Giospas und Haris Hatzimihelakis in Haft. Am 14. November um 5.30 Uhr in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/10/arrested-170x250.jpg" alt="arrested" title="arrested" width="170" height="250" class="alignleft size-medium wp-image-1274" /><em>Dieser Brief wurde vor ein paar Wochen von Panagiotis Masouras geschrieben. Ein Anarchist der Ende September verhaftet worden ist und unter anderem angeklagt wurde Mitglied der terroristischen Organisation &#8220;Verschwörung der Feuerzellen&#8221; zu sein. Mit  der selben Anklage befinden sich auch Manolis Giospas und Haris Hatzimihelakis in Haft.<br />
Am 14. November um 5.30 Uhr in der Frühe wurde auch ein 22-jähriges Mädchen von der Polizei mitten in Athen entführt. Sie wurde allerdings am 18. November Mittags wieder freigelassen. Es gibt weitere Personen (die Infos der Polizei variiert zwischen sechs und acht), die mit diesem Fall in Verbindung gebracht werden, diese sind gerade untergetaucht. Währenddessen hat sich die &#8220;Verschwörung der Feuerzellen&#8221; für den Angriff mit einer Bombe auf das Haus des Abgeordneten der PASOK Mimis Androulaki, vorher war er in der Kommunistischen Partei, am 13. November in Athen verantwortlich erklärt.</p>
<p>Wir erinnern noch daran, dass am 2. Dezember in Saloniki das Verfahren gegen den Gefährten Ilias Nikolau, der seit letztem Januar inhaftiert ist, auf Verdacht, dass er eine Polizeiwache angezündet hätte, stattfindet. Am 27. November wird es eine Demo in Saloniki geben, sowie eine Kundgebung am 2. Dezember vor dem Gerichtsgebäude.</em></p>
<p><strong>Brief von Panagiotis Masouras</strong></p>
<p>Am Mittwoch, den 23. September um 08.15 Uhr als ich aus meiner Wohnung in Galatsi kam, mit einem Rucksack auf dem Weg zum Fitnesscenter war, fand meine Verhaftung durch 25 Mitglieder der Antiterroreinheit der Polizei statt.</p>
<p>Innerhalb weniger Sekunden befand ich mich auf dem Bürgersteig, die Hände mit Handschellen auf den Rücken gebunden, während sie (die Polizisten) ihre Offiziere informierten &#8220;dass, alles gut liefe&#8221; und dass sie mich &#8220;abführten&#8221;. Sie führten mich zur zwölften Etage der Polizeizentrale. Später wurde ich informiert, dass weitere zwei Personen, welche meine Freunde sind, verhaftet wurden.<br />
<span id="more-1421"></span><br />
Währenddessen hatte dieses ganze Theater erst angefangen. 48 Stunden ohne Schlaf und körperlich komplett erschöpft standen wir mit dem Gesicht zur Wand und sahen uns einer langen Liste von Fragen ausgesetzt, gleichzeitig lief irgendein Offizier in den Büros auf und ab und schrie im Delirium voller Lust &#8220;was hier gerade geschieht wird Krieg genannt&#8221;.</p>
<p>Dann begannen sie sich für meinen Lebensweg, mein Geplauder mit meinen FreundInnen, für meinen Charakter zu interessieren. Es gab eine menschliche Annäherung an eine verirrte Jugend, welche den falschen Lauf nahm. Sie nahmen die Rolle ein mich wieder auf den richtigen Weg zu bringen, mich zur Vernunft zu bringen. Nicht für sie selbst, sondern für mich, sie sagten ich hätte die Pflicht mir selbst zu helfen, in dem ich über andere Menschen, die ich nicht kenne, sowie Geschehnisse erzähle. Später sagte mir ein Offizier, ich sei ein Schwachkopf, die anderen hätten mich &#8220;verraten&#8221;, sie hätten sich von mir distanziert. Falls ich nicht reden wolle, würde ich für die Straftaten anderer ins Gefängnis gehen. Dies sagten sie mir jedes Mal, wenn ich irgendwelche Fragen über Sachen, die ich nicht kenne, nicht beantwortete.</p>
<p>Die Wachwechsel fingen an: die &#8220;guten&#8221; Polizisten, voller Sensibilität, mit ihren aufgrund der Kindheit verletzten Gefühlen, wie sie selber sagten, erkannten die Ungerechtigkeit und wollten mir helfen. Auf der anderen Seite waren die &#8220;Harten&#8221; aus dem Kommando der Antiterroreinheit mit ihren Sturmhauben. Die &#8220;harten&#8221; Ausübenden der Gesetze, Vertreter der Moral, arbeiteten mit Entschlossenheit, körperlicher und seelischer Erschöpfung, als eine Art von Rache als ich, wie sie selber sagten, &#8220;meinen Mund hielt&#8221;.<br />
Die Tatsache, dass ich die Anschuldigungen leugne, bedeutet nicht, dass ich einen Moment lang meine &#8220;Identität&#8221; und politische &#8220;Herkunft&#8221; abstreite. Ich könnte dies niemals unter den Teppichboden meiner Würde kehren und einsperren, sowie ein Auge zur Tat zudrücken, da ich eine politische Identität bin, welche Stellung gegen die Werte und die Institutionen dieser Gesellschaft durch das kritische revolutionäre Denken und durch die Tat bezogen hat. Ich bin Anarchist und Anhänger der Seite der Revolution und zur selben Zeit zu meiner eigenen Seite.</p>
<p>Der Grund weshalb meine beiden Freunde und ich sich in Untersuchungshaft befinden ist leicht zum verstehen. Sogar der naivste Verstand könnte verstehen, dass all das hier mit den Tatsachen zu tun hat, die im Rahmen der Wahlen stattfinden und dass sie politische und mediale Ziele anstreben.</p>
<p>Der Aufschwung der Situation, die bis an die Zähne bewaffnete EKAM (Anti-Terroreinheit der Polizei) und die Rolle welche die Petzen der Medien spielte, das alles verbunden mit der politischen Situation der letzten Tage, damit der Normalgrieche ein Gefühl der Sicherheit und Ordnung im Angesicht der Wahlen empfindet. Ein Normalgrieche, der in seiner Rolle als aktiver Bürger wie ein Schlafwandler sich wieder Richtung Wahlurne bewegte, um den Anteil seiner existentiellen Verantwortung in die Hände anderer abzugeben. Es ist schon bekannt, dass die öffentliche Meinung keine Meinung hat, denn deswegen kann sie ja von irgendwem geformt werden. Die Stimmung dieser Tage ist hauptsächlich den Würmern der Kommunikationsmedien zu verdanken. Ihr verschlingender Durst auf &#8220;die Bestien von Galatsi&#8221; und &#8220;den Monstern von Halandri&#8221;, dargestellt als ein Haufen von Bombenwerfern, welche Verbindungen mit den &#8220;sehr berühmten&#8221; revolutionären Organisationen haben, von welchen sie die Befehle bekommen und Missionen ausführen.<br />
Was die Waffen und die Munition angeht, die sie bei mir zu Hause gefunden haben, sowie das Geld welches &#8220;aus Banküberfällen&#8221; stammt, nur weil alles vorsichtig versteckt war, werde ich es in Zukunft vor der Tür meiner Wohnung hinterlassen.</p>
<p>Die Gesellschaft ist nicht in Klassen geteilt, sondern nach den Entscheidungen und dem Bewusstsein. Denn wir lernten vom Schmerz und der Freude, vom Blut und von der Straße. Wird sind geboren worden, um unversehrt innerhalb unserer unverständlichen Einzigartigkeit zu existieren. Unverständlich, weil wir den Schmerz aushalten, weil wir systematisch lernen Stahl auf unsere Haut zu legen und der Beton mit revolutionärem Blut bemalt wird.</p>
<p>Die Moral vollstrecken, wir predigen die Zerstörung, leider wispern wir mit Wut beißend auf die Wörter: KRIEGSANGRIFF, weil dass einzige was existiert die Schönheit und die Kraft ist. Die Feiglinge haben die Gerechtigkeit erfunden um sich auszugleichen.</p>
<p>Dort wo es Stacheldraht gibt, wird es blutige Hände geben, die es zerreißen; dort wo es Zement gibt, wird es zornige Schreie geben, die ihn zum Einstürzen bringen; dort wo es Gitter gibt, werden korrosive Seelen sein, welche sie zerstören werden; dort wo wir lebendig begraben sind, werden wir die Moral begraben.</p>
<p>Für uns selbst haben wir die Pflicht unsere Fesseln zu durchbeißen, auch wenn wir beißend sterben. Denn wir sind nichts weiteres als unsere eigenen Entscheidungen.</p>
<p>Für die Ehre, für die Würde, für die Revolution.</p>
<p>Freiheit für die Gefährten: V. Pallis, G. Dimitrakis, G. Voutsis-Vogiatsis, P. Georgiadis, I. Nikolau</p>
<p>Sofortige Freilassung für die Angeklagten H. Hatzimihelakis, M. Giospa und mich selbst.</p>
<p>Panagiotis Masouras aus dem Gefängnis von Avlona </p>
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		<title>Mit Hubschrauber Entflohener wieder inhaftiert</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 17:38:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Repression in Griechenland]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 16. November wurde Alket Rizai in Griechenland wieder inhaftiert, er war am 22. Februar zusammen mit Vassilis Paleokostas mit Hilfe eines Hubschraubers aus einem Knast in Griechenland entflohen. Nach neun Monaten auf der Flucht muss er nun leider wieder hinter Gittern sitzen. Die Flucht aus dem Knast Korydallos in Athen gelang den beiden schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/03/paleokostas-hubschrauberausbruch-220209-300x200.jpg" alt="paleokostas knast ausbruch mit hubschrauber am 22.02.09" title="paleokostas knast ausbruch mit hubschrauber am 22.02.09" width="250" height="166" class="alignleft size-medium wp-image-624" />Am 16. November wurde Alket Rizai in Griechenland wieder inhaftiert, er war am 22. Februar zusammen mit Vassilis Paleokostas mit <a href="http://www.abc-berlin.net/oops-he-did-it-again-%E2%80%93-vassilis-paleokostas-wieder-ausgebrochen">Hilfe eines Hubschraubers aus einem Knast</a> in Griechenland entflohen. Nach neun Monaten auf der Flucht muss er nun leider wieder hinter Gittern sitzen. Die Flucht aus dem Knast  Korydallos in Athen gelang den beiden schon einmal vor drei Jahren, und im Februar wurden sie nur in diesen Knast verlegt, weil einen Tag nach ihrer Flucht sie sich vor dem Gericht für die erste gemeinsame Flucht hätten verantworten sollen.<br />
Alket Rizai verneinte es bei der Hilfe nach Paleokostas behilflich zu sein und antworte in der Anhörung: „Ich würde lieber sterben, als ihnen zu sagen wo er sich befindet.“ Außerdem sagte er zu den Gründen der Flucht: „Mit wurde unrecht angetan, deswegen werde ich immer wieder fliehen.“</p>
<p><span id="more-1411"></span><br />
<center>
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		<title>Solidarität mit Alfredo und Christos</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 16:08:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchismus - Aufstand - Revolte]]></category>
		<category><![CDATA[Gefangene]]></category>
		<category><![CDATA[Repression in Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>

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		<description><![CDATA[Update: 25. April 2010: Ausdehnung der Inhaftierung von Alfredo Bonanno und Christos Stratigopoulos Vor einigen Tagen wurde der Antrag für die Freilassung von A. Bonnano und Ch. Stratigopoulos verneint und es wurde entschieden, dass beide weitere sechs Monate hinter Gittern zu verbringen haben. Speziell im Fall von Alfredo wurde die Verlängerung der Haft entscheiden trotz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/11/imprisoned.jpg" rel="lightbox[1354]"><img class="alignright size-medium wp-image-1365" title="imprisoned" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/11/imprisoned-250x192.jpg" alt="imprisoned" width="170" height="131" /></a><em>Update: 25. April 2010: </em>Ausdehnung der Inhaftierung von Alfredo Bonanno und Christos Stratigopoulos</p>
<p>Vor einigen Tagen wurde der Antrag für die Freilassung von A. Bonnano und Ch. Stratigopoulos verneint und es wurde entschieden, dass beide weitere sechs Monate hinter Gittern zu verbringen haben.<br />
Speziell im Fall von Alfredo wurde die Verlängerung der Haft entscheiden trotz mehrerer Hinweise von Ärzten (Knastärzte sowie welche von draußen, die ihn untersucht hatten) auf seine sehr ernsten Gesundheitssituation.<br />
<span id="more-1354"></span><br />
Stoppt die körperliche Vernichtung, Sofortige Freilassung von A. Bonnano<br />
Solidarität mit Ch.Stratigopoulos<br />
Freiheit für alle eingeknasteten KämpferInnen</p>
<hr size="2" />
<p><em>Update: 09. April 2010: </em>Am 26. März gab es eine Aktion vor der griechischen Botschaft in Rom, welche die Forderung der Freilassung der beiden Inhaftierten unterstreichen sollte.<br />
An der Vorderseite des autonomen besetzten Kulturzentrums Roten Flora in Hamburg ruft seit wenigen Tagen eine Plakatwand zur Solidarität mit Alfredo und Christos auf. </p>
<p><center><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/11/bonanno-soli-hamburg-1.jpg" rel="lightbox[1354]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/11/bonanno-soli-hamburg-1-159x250.jpg" alt="" title="Solidarität mit Alfredo Bonanno und Christos Stratigopoulos in Hamburg an der Roten Flora" width="159" height="250" class="alignnone size-medium wp-image-2113" /></a><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/11/bonanno-soli-rom-1.jpg" rel="lightbox[1354]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/11/bonanno-soli-rom-1-250x187.jpg" alt="" title="Solidarität mit Alfredo Bonanno und Christos Stratigopoulos in Rom vor der griechischen Botschaft" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-2120" /></a></center></p>
<hr size="2" />
<p><em>Update: 08. April 2010: </em>Solidarität mit Bonanno und Christos in Lissabon</p>
<p>Am vergangenen Dienstag, 23. März wurden am Eingang, im Büro und auf der Straße in der Umgebung der Handels- und Wirtschaftsabteilung der griechischen Botschaft im Bezirk Saldanha in Lissabon einige Hundert Flugblätter verteilt.</p>
<p>Nachfolgend der Text des verteilten Pamphlets:</p>
<blockquote><p>&#8220;Freiheit für alle, in Griechenland und überall&#8221;</p>
<p>Es ist wahr, die Situation in Portugal ist dieselbe wie die in Griechenland. Bevölkerungen die in Armut leben, in einem alltäglichen Elend in dem wir fühlen dass sich das Leben in ein Überleben verwandelt, in einem Ausmaß, dass die Bosse und Banken uns jeden Moment und jeden Bereich stehlen, der einmal unserer war. Polizei, Gerichte und Gefängnisse für diejenigen, die es wagen sich mit diesem Elend zu konfrontieren, und mit jedem Mal mehr, gleichsam für diejenigen, die keine Konfrontation eingehen. Menschen die mit einer widerlichen Regelmäßigkeit verfolgt, geschlagen oder durch Polizeischüsse getötet werden, weil wir alle eine potentielle Bedrohung darstellen, &#8220;einfach nur weil,&#8221; weil der Staat die Autorität hat und die Waffen sowie Angst vor der Revolte. Gefängnisse, die genau ihre Funktion erfüllen: die Würde zu eliminieren, als Deponie für die Unerwünschten zu dienen sowie als Exempel und um die Widerspenstigen hinzurichten. Hinrichten, schlicht und einfach hinrichten. Aber in Portugal, wie in Griechenland, wie überall, gibt es jene, die angesichts dieses ausbeuterischen Systems, der Unterdrückung, der Vernichtung von allem, dass noch frei atmet, nicht versteinert stehenbleiben. Es gibt jene, die die Verzweiflung und Resignation beiseite schieben und das Leben mit Nägeln und Zähnen packen, und zum Angriff übergehen. Christos Stratigopolous und Alfredo Maria Bonanno sind nur zwei dieser Individuen, im Oktober 2009, in Folge eines Banküberfalls in Trikala, in Griechenland verhaftet. Unabhängig der Verbrechen derer sie angeklagt werden, ist das Verbrechen, das sie begangen haben, der Kampf für die Freiheit. Wir wollen im speziellen die missbräuchliche Inhaftierung von Alfredo M. Bonanno brandmarken. Er sitzt in unakzeptablen Bedingungen im Gefängnis von Koridallos (Athen) ein, noch zusätzlich verschlimmert durch den Versuch der Staatsanwaltschaft, ihn mit einem anderen Banküberfall zu belasten, der im Juli 2009 stattfand. Die Rachepolitik des Staates hat die physische und psychologische Vernichtung dieses 73 jährigen Kameraden/Gefährten zum Ziel, der mit ernsten gesundheitlichen Problemen konfrontiert ist. Alfredo Bonanno ist ein Anarchist, der seit Jahrzehnten in der Bewegung involviert ist, der aktiven Widerstand gegen die Diktatur der griechischen Oberste (1967-1974) leistete, und Autor und Herausgeber von vielen anarchistischen Texten ist. Dies sind die wahren Gründe für die er unter Bedingungen gefangen gehalten wird, die sein Leben bedrohen.</p>
<p>Wir fordern die sofortige Freilassung von Alfredo Maria Bonanno.<br />
Für die Zerstörung aller Gefängnisse.</p>
<p>Internationale Solidaritätsinitative mit Alfredo Maria Bonanno und Christos Stratigopolous.</p></blockquote>
<p>Am selben Tag wurde ein Banner mit der Textzeile &#8220;Gegen den griechischen Staat und alle Gefängnisse / Freiheit für Bonanno und Christos&#8221; am Alameda-Brunnen in Lissabonn angebracht.</p>
<p><center><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/11/bonanno-soli-lissabon-1.jpg" rel="lightbox[1354]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/11/bonanno-soli-lissabon-1-250x187.jpg" alt="" title="Banner mit der Textzeile &quot;Gegen den griechischen Staat und alle Gefängnisse / Freiheit für Bonanno und Christos&quot; am Alameda-Brunnen in Lissabon" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-2109" /></a><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/11/bonanno-soli-lissabon-2.jpg" rel="lightbox[1354]"><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/11/bonanno-soli-lissabon-2-250x187.jpg" alt="" title="Banner mit der Textzeile &quot;Gegen den griechischen Staat und alle Gefängnisse / Freiheit für Bonanno und Christos&quot; am Alameda-Brunnen in Lissabon" width="250" height="187" class="alignnone size-medium wp-image-2110" /></a></center></p>
<hr size="2" />
<p><em>Update: 27. März 2010: </em>Am Mittwoch, den 10. Februar gegen 11 Uhr begab sich eine Gruppe von GenossInnen und FreundInnen zur griechischen Botschaft in London, in Protest mit den Bedingungen in den Knästen in Griechenland und um ein Fax für den griechischen Justizminister auszuhändigen. Ein Bericht mit Fotos auf <a href="http://aftertrikala.blogspot.com/2010/02/visit-to-greek-embassy-in-london.html" target="_blank">www.aftertrikala.blogspot.com</a> .</p>
<p><strong>Einige weitere solidarische Aktionen</strong></p>
<p>Am 9.12. werfen einige solidarische Menschen Farbbeutel auf das „Zentrum für rechtliche Studien“ in Lissabon, Portugal. In ihrer Erklärung schreiben sie, dass dort die Richter von morgen ausgebildet werden. Außerdem betonen sie ihre Solidarität mit allen kämpfenden Gefangenen und fordern die Freiheit von Antonio Ferreira, ein Langzeitinhaftierter in Portugal, und von Alfredo und Christos.<br />
Am 24.12. werden in Rovereto, Italien, zwei Bankautomaten in Solidarität mit den Beiden gesprengt.<br />
Am 24.2. wird in Bristol, England, das Hauptquartier der Royal Bank of Scotland angegriffen. Steine und Farbbeutel werden auf das Gebäude geworfen, während die Strasse mit brennenden Reifen blockiert wird. Die Aktion wird in Solidarität mit den in Kanada gegen die olympischen Winterspiele 2010 kämpfenden, sowie mit Alfredo, Christos, Polykarpos Georgiades, Vaggelis Chrisohoides, Giannis Dimitrakis, Gabriel Pombo da Silva und allen kämpfenden Gefangenen durchgeführt.<br />
Am 27.2. werden die neu eingeführten ID-Scanner auf dem Campus des Hunter College in New Yorck angegriffen, sie gelten als Zeichen der herrschenden Knastgesellschaft. Außerdem wird eine Marathon-Bank, eine Tochter der griechischen Piräus-Bank, in Solidarität mit Alfredo und Christos attackiert. Die Schlussworte der Erklärung: „<em>für ein Auge, zwei Augen. für einen Zahn, das ganze Gesicht</em>“.<br />
Am 28.2. werden im Thessaloniki ein Fahrzeug der Lokalregierung und eine Millenium-Bank durch Brandsätze in Brand gesteckt. Die Aktion wird Alfredo gewidmet mit den Worten: „<em>Übt der Staat Rache aus? Ihr werdet sehen wie viele Racheakte wir werden ausüben können. Ihr werdet A. Bonanno im Knast vernichten? Ihr zwingt uns noch mehr Feuer in unseren Händen zu halten</em>“.</p>
<hr size="2" />
<p><em>Update 10. Februar 2010:</em> Die Entscheidung über die Haftentlassung von Alfredo fiel negativ aus. Damit sitzt er weiterhin mit besorgniserregenden gesundheitlichen Problemen in Haft.</p>
<hr size="2" />
<p><em>Update 3. Februar 2010:</em> Ein paar solidarische Menschen besuchten heute das griechische Konsulat in Berlin &#8211;> <a href="http://www.abc-berlin.net/solidaritaet-mit-alfredo-bonanno-und-christos-stratigopolous-besuch-beim-griechischen-konsulat-in-berlin" target="_blank">ein Bericht und Fotos</a>.<br />
<!--more--></p>
<hr size="2" />
<p><em>Update 19. Januar 2010:</em> <strong>Die neue Adresse der Beiden lautet:</strong><br />
<center>DIKASTIKES FILAKES KORIDALLOS<br />
T.K. 18110<br />
ATHENS<br />
GREECE </center></p>
<p>Ab dem 20. Januar wird eine Entscheidung des Gerichtes auf die Anfrage zur Entlassung auf Kaution bis zum Prozessbeginn erwartet.<br />
Weiter unten auf dieser Seite gibt eine Zusammenstellung von ins Deutsche übersetzten Texten, die zum Großteil der Webseite <a href="http://www.aftertrikala.blogspot.com/" target="_blank">www.aftertrikala.blogspot.com</a> entnommen wurden. Sowie eine Chronologie der solidarischen Aktionen für die beiden Inhaftierten. Einige der Texte gibt es auch als Zusammenstellung als Flugblatt: <a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/entfesselt/Alfredo-Christos Faltblatt_a5-Januar 10.pdf">download der pdf</a>.</p>
<hr size="2" />
<p><em>Update 17. Januar 2010:</em> Vor zwei Tagen, am letzten Freitag, den 15. Januar, wurden Alfredo und Christos nach Athen in den Knast Korydallos gebracht. Ob dies eine dauerhafte Verlegung ist oder dies nur aufgrund des in den nächsten Tagen in Amfissa stattfindenden Prozesses gegen die Bullen, welche <a href="http://www.abc-berlin.net/die-revolte-verbreiten" target="_blank">Alexis am 6. Dezember 2008 in Athen</a> erschossen haben, stattfand, ist momentan unklar.</p>
<hr size="2" />
<p><em>07. November 2009:</em> Die Anarchisten Alfredo Bonanno und Christos Stratigopoulos befinden sich im Gefängnis von Amfissa, Griechenland, in Haft. <a href="http://www.abc-berlin.net/alfredo-bonanno-und-christos-stratigopoulos-in-griechenland-verhaftet" target="_blank">Nachdem sie am 1. Oktober nach einem Banküberfall festgenommen wurden.</a> Christos ist des bewaffneten Überfalls angeklagt und Alfredo der Komplizenschaft. Die Anwälte haben für Alfredo aufgrund seines Gesundheitszustandes eine Anfrage auf Hausarrest verfasst.</p>
<p><strong>Schreibt den beiden Inhaftierten an folgende Adresse: </strong><br />
<span style="text-decoration: line-through;"><del datetime="2009-12-30T11:24:23+00:00"><em>Tzamala 27<br />
33100 Amfissa<br />
Greece</em></del></span></p>
<p>Es wurde ein Spendenkonto eingerichtet, schreibt uns, wenn ihr spenden wollt.</p>
<p>Revolutionäre Solidarität mit Alfredo und Christos und all denjenigen im Kampf gegen die Welt der Gefängnisse und der Banken.</p>
<hr size="2" />
<p><center><strong>Auszüge aus einem Brief von Christos</strong></center></p>
<p>(…)<br />
Das Hauptproblem bleibt Alfredos ziemlich schlechter Gesundheitszustand. Außer seinen sowieso schon existierenden Gesundheitsproblemen, die er schon hatte bevor er in Griechenland eingeknastet wurde, sind nun auch wieder die Schmerzen in seiner Schulter aufgetaucht. Diese rühren von einem Tumor, der, wie in Italien diagnostiziert wurde, sofort operiert werden muss. Es besteht kein Zweifel daran, dass sein Gesundheitszustand sich nach seiner erneuten Inhaftierung in Griechenland wesentlich verschlechtert hat. Dies wiederum liegt nicht zuletzt an den schlechten Bedingungen unter denen Alfredo eingesperrt wird, mit denen zwar viele leben müssen, aber auf Grund seines Alters für Alfredo besonders gravierend sind.<br />
Zudem entwickeln sich die Dinge auf der Verwaltungsebene nur extrem langsam. Ein Beispiel hierfür sind die Ergebnisse einer Röntgenuntersuchung seiner Schulter, die vor 20 Tagen in einem örtlichen Krankenhaus durchgeführt wurde, ihm und seinem Anwalt aber immer noch nicht ausgehändigt wurden. Sie jedoch werden benötigt um einen erneuten Antrag auf Freilassung stellen zu können.<br />
(…)<br />
Die Notwendigkeit seiner Entlassung wird immer unverlässlicher.<br />
Fast jeden Tag bekommen wir Briefe und Postkarten von Genoss_innen aus Griechenland, aber auch aus ganz Europa. Das gibt uns viel Kraft, vor allem Alfredo in seinem derzeitigen Zustand, da wir so wissen, dass wir unter diesen schwierigen Bedingungen nicht alleine sind.<br />
(…) </p>
<hr size="2" />
<p><center><strong>Leben, keine Geschichte</strong></center></p>
<p>Hier sind wir wieder mit dem Problem des Raubüberfalls konfrontiert, das uns, herausgerissen und als ganzes von der Realität isoliert, hingeworfen wird – als eine beständige Bewegung, die einer Logik der Zergliederung und des Historizismus trotzt – und jeder fühlt sich, als müsse sie/er unbedingt etwas über das Subjekt aussagen.<br />
Der Fokus liegt auf ein paar Anarchisten nach einem Bankraub und von diesem Moment legt sich die Zeit über diejenigen, die an diesem Tag einfach rausgegangen sind, ihre eigenen Gründe hatten – ohne zuvor Gesetzestexte zu konsultieren oder irgendjemand nach ihrem/seinen Einverständnis gefragt zu haben. Und hier beginnt die Verwandlung in ein Symbol, in Geschichte in Verdinglichung.<br />
Wenn das freie Handeln von der Gegenseite vereitelt wird und die Gesetze sich aufzwängen gereicht das bürgerliche Bewusstsein dem Individuum und seinen Träumen zum Nachteil egal wie konfus oder unterdrückt diese auch sein mögen. Wer sind die Männer und Frauen, die in jeder/jedem begierigen Bürger_in lauern um regelrecht abzuurteilen? Vielleicht nicht der Raub an sich, sondern sein Misslingen? Wer freut sich nicht wenn anonyme Räuber_innen es schaffen eine Bank auszurauben, einen Sicherheitstransporter zu erleichtern oder ein Juweliergeschäft seiner Beute zu berauben? Ohne Blutvergießen und wieso eigentlich nicht auch mit ein bisschen Stil? In letzter Analyse unterstützt ein_e jede_r die Gewinner_innen. Wir fühlen uns auf eine Art und Weise für die Verletzungen entschädigt, die wir unsere Leben lang erlebt haben. Auf der anderen Seite aber kommt die Logik des Beurteilens dann ins Spiel, wenn solche Versuche fehlschlagen. Und könnte das nicht das gleiche sein, was auch innerhalb der anarchistischen Bewegung passiert? Alle Anarchist_innen sprechen sich für gewisse Dinge aus – theoretisch jedenfalls. Solange sich alles innerhalb des anonymen Flusses des Lebens abspielt sind wir einverstanden, dass Chef_innen Dieb_innen sind, Richter_innen Mörder, Journalist_innen Lügner_innen und Menschen, die Bilder für spektakuläre Darstellungen liefern. Was zählt ist, dass alles diskret über die Bühne geht ohne großes Aufsehen zu erregen.<br />
Aber was wenn Genoss_innen mit der Notwendigkeit konfrontiert sind öffentlich Stellung beziehen zu müssen, weil sie von einem spezifischen Ereignis dazu gezwungen werden, einem, dass versagt hat einen Vorteil zu erbringen? Und wer kann sagen, dass hinter dem Schweigen, der offenen Beurteilung oder dem Klatsch nicht die gleichen Dinge passieren? Wären diese Menschen etwas diskreter gewesen hätten sie sicher machen können was ihnen am liebsten gewesen wäre&#8230;.Schließlich ist die Enteignung ein Teil unserer Geschichte&#8230; aber sie hätten mindestens so dabei wegkommen können ohne dabei auf die Füße anderer zu treten, ohne der noblen Geschichte der Bewegung zu schaden.<br />
Jede_r, die/der die Kristallisation von Teilen der Realität akzeptiert, tut dies so weil dies der Weg ist den sie selbst leben und als Realität empfinden. Und eine real vereitelter Bankraub hier und da macht es, dass die Dinge beginnen hart zu werden für diejenigen, die an der Geschichtsschreibung der Bewegung arbeiten. Aber wo bleiben die Helden der Vergangenheit? Arme Anarchie!<br />
Das gleiche kann aber auch auf der Gegenseite passieren. Durch Mystifizierung des bewaffneten Raubs als solchen. Und dann enden wir in der Logik von Unterstützer_innen – die einen dafür und die anderen dagegen.<br />
Auf der anderen Seite fürchten oder besser erkennen diejenigen, die nicht an Geschichte sondern das eigene Projekt Leben innerhalb der Bewegung glauben, Begriffe wie Fehlschlag oder Misslingen nicht. Sie erkennen die Individualität der Genoss_innen innerhalb des Projektrahmens an. Sie sehen deren Versuche als Bestätigung von Individualität. Sie arbeiten mit ihnen um zu verhindern das es beeinträchtigt wird, indem sie neue, unterschiedliche Momente für dessen Ausdruck eröffnen.<br />
Sie setzen ihr Handeln gegen den Feind fort, womit sie wieder ihre eigene Individualität bestätigen und somit einen weiteren Grund dafür haben dies zu tun. Jeder auf ihre/seine eigene Art mit den eigenen Methoden, nicht für die Geschichtsschreibung, sondern gegen das Bestehende.<br />
In Freiheit, für die Freiheit.<br />
Die Raub an sich ist ein falsches Problem.</p>
<hr size="2" />
<p><center><strong>Die Leidenschaft der Freiheit</strong></center></p>
<p>Eine weitere Episode in der Chronologie der Repression ist uns allen wohl bekannt: Am 01.10. wurden Alfredo Bonanno (aus Italien) und Christos Stratigopoulos (aus Griechenland), zwei Anarchisten, die schon in der Vergangenheit einige Male von Repression betroffen waren, in Griechenland nach einem Bankraub verhaftet und befinden sich seitdem in der Kleinstadt Amfissa in Haft. Unsere Absicht ist hier weder ihre Aktion zu kommentieren, die sowieso auf ganzer Länge unsere Unterstützung genießt, noch auf Einzelheiten ihrer Verhaftung einzugehen da diese schon in anderen Erklärungen und Flugblättern ausgeführt wurden.<br />
Im Gegenteil ist dies, was uns gerade bewegt und woran wir alle Genoss_innen erinnern wollen die Tatsache, dass Christos und Alfredo immer noch im Knast von Amfissa einsitzen und dies der Punkt ist, über den wir mit größerer Entschlossenheit nachdenken sollten.<br />
Den meisten sind die Knastbedingungen in Amfissa bekannt. Kein Lebewesen sollte in einem Höllenort wie diesem gehalten werden. Wir wünschen uns, dass dieser Ort ein für alle mal zerstört wird – gemeinsam mir allen Knästen und Abschiebelagern dieser Welt. Ein Wunsch, den wir zusammen mit vielen anderen Genoss_innen oft bekundet haben – durch niedergeschriebene Worte und manchmal (wir befürchten allzu selten) mit Taten. Wir stimmen den oft debattierten Punkten zu, Angriffe gegen das System der Ausbeutung zu tätigen, das Knäste baut und jegliche Form von Rebellion unterdrückt und wir sind für die völlige Zerstörung aller Knäste. Auch machen wir uns für die Unterstützung und Solidarität für alle eingesperrten Genoss_innen an allen Orten dieser Welt stark. Wir wollen alle unsere Genoss_innen in Freiheit, zusammen mit allen Rebell_innen, die gerade von welchem Staat auch immer festgehalten werden. Darüber hinaus sind wir auch gegen Knäste für unsere Gegner_innen, da wir eine eigene &#8211; andere &#8211; Vorstellung von der sozialen Regelung davon haben.<br />
Es spielt sich innerhalb des zuvor beschriebenen Kontextes ab, dass wir die spezifische Situation von Alfredo unterstreichen wollen. Denn auch sein Alter wie auch sein Gesundheitszustand sind Teile dieser Chronologie geworden. Es ist offensichtlich, dass die Verlängerung seiner Einsperrung unter den gegenwärtigen Bedingungen eine bewusste politische Entscheidung ist, die vom Gesetz in der Mächtigkeit der Rache an einem revolutionären Anarchisten, der immer ein entschlossener Feind von Autorität in all ihren Formen gewesen ist, auf das höchste Level bringt.<br />
Handeln ist extrem wichtig geworden, wo sich barbarische Zustände in griechischen Knästen weiter ausbreiten, obwohl letztes Jahr ein langer Hungerstreik von tausenden Gefangenen unternommen wurde.<br />
Solidaritätskonzerte und Gegeninformationen können wichtige Initiativen sein. Sporadische Aktionen gegen Symbole der Macht sind schöne Akte der Solidarität. Ein_e jede_r jedoch bleibt für sich wenn ein permanenter Angriff auf Staat und Kapital als ganzes ausbleibt, der auch die Bestrebung beinhaltet den Kampf weiter auszudehnen und die Ausgebeuteten innerhalb der Mauern der Schande mit einzubeziehen. Dies ist ein notweniger Weg, innerhalb dessen es möglich ist spezifische Aktionen zu planen und auch zum Ziel zu haben einzelne Genoss_innen nicht alleine zu lassen, die sich unter bestimmten Bedingungen in den Händen des Feindes befinden.<br />
Lasst uns jetzt handeln, um den Kampf gegen jegliche Art von Knästen lebendig und effektiv fortzuführen bis alle Gefangenen frei und alle Knäste zerstört sein werden. Vor allem die unsichtbaren Mauern, die die Körper und das Bewusstsein innerhalb täglicher Gewohnheiten und unhinterfragter Rituale mit einreißen.<br />
Lasst uns unseren Genoss_innen, die Geiseln des Staates sind, zeigen, dass wir mit ihnen den flammenden Kampf für das Leben und die Würde beschreiten und dass die Leidenschaft für die Freiheit nicht nur eine Parole ist, sondern ein reißender Strom der Liebe und Zerstörung.</p>
<p>Feuer den Knästen </p>
<hr size="2" />
<p><center><strong>Eine Vielzahl von solidarischen Aktionen haben bereits stattgefunden:</strong></center></p>
<p>02. Oktober 2009 &#8211; Athen: <a href="http://www.occupiedlondon.org/blog/2009/10/03/99-conspiracy-of-the-cells-of-fire-claim-last-nights-bomb-attack-police-fabricated-charges-collapse/" target="_blank">Bombenanschlag nahe des Premierministers</a><br />
05. Oktober 2009 &#8211; Villejuif: <a href="http://nantes.indymedia.org/article/18401" target="_blank">Eingeschlagene Scheiben bei einem Büro der Parti Socialiste</a><br />
14. Oktober 2009 &#8211; Berlin: <a href="http://directactionde.blogspot.com/2009/10/berlin-14-oktober-2009-folgende.html" target="_blank">Angriff auf Polizeiwache mit Steinen und Rauchbomben</a><br />
02. November 2009 &#8211; Brighton: <a href="http://www.indymedia.org.uk/en/2009/11/441143.html" target="_blank">Angriff auf die Zentrale der Royal Bank of Scotland mit Steinen</a><br />
23. November 2009 &#8211; Catania: <a href="http://sysiphus-angrynewsfromaroundtheworld.blogspot.com/2009/11/catania-in-solidarity-with-alfredo-and_29.html" target="_blank">Graffiti und Transparent aufgehangen</a><br />
30. November 2009 &#8211; Tijuana: <a href="http://thisisourjob.wordpress.com/2009/12/11/hostile-fire-against-all-authority-insurrectionary-flames-claim-28-police-trucks-in-mexico/" target="_blank">28 ausgebrannte Fahrzeuge der Polizei</a><br />
04. Dezember 2009 &#8211; Berlin: <a href="http://directactionde.blogspot.com/2009/12/brandanschlage-und-angriffe-auf-polizei.html" target="_blank">Angriff auf BKA-Zentrale mit Molotowcocktails</a><br />
25. Dezember 2009 &#8211; Thessaloniki:  <a href="http://325.nostate.net/?p=615" target="_blank">drei Fahrzeuge der Lokalregierung angezündet</a><br />
&#8230; Dezember 2009 &#8211; Rovereto:  <a href="http://sysiphus-angrynewsfromaroundtheworld.blogspot.com/2010/01/anarchists-claim-explosions-at-rovereto.html" target="_blank">Zerstörung von Bankautomaten mit explosiven Materialien</a><br />
05. Januar 2010 &#8211; Athen: <a href="http://sysiphus-angrynewsfromaroundtheworld.blogspot.com/2010/01/athens-anarchist-attacks-against-car.html" target="_blank">22 zerstörte Luxusfahrzeuge in einem Showroom</a><br />
11. Januar 2010 &#8211; Lissabon: <a href="http://sysiphus-angrynewsfromaroundtheworld.blogspot.com/2010/01/from-lisbon-ola-alfredo-and-christos.html" target="_blank">Poster an Wänden von Banken, Universitäten und einer Bahnstation plakatiert </a></p>
<p><strong>&#8230;viele weitere werden nicht lange auf sich warten lassen, bis zur Freiheit der beiden und aller Gefangenen. </strong></p>
<hr size="2" />
<p><center><strong>Offener Brief von Christos an den griechischen Justizminister</strong></center></p>
<p>Ehrenwerter Minister Herr Kastanides</p>
<p>Ich bin ein Anarchist, inhaftiert im Amfissa-Gefängnis, wo ich kürzlich angekommen bin. Offensichtlich können sie dies heute verstehen, ich habe die selbe Beziehung zum Sozialismus wie sie zum Antiautoritarismus. Ich erzähle ihnen dies, da ich gerade gestern in den Fernsehnachrichten gehört habe, das Herr Giorgos Papandreou (Premierminister) seine neuen Minister gedrängt hat wie „Antiautoritäre gegenüber der Autorität zu handeln“</p>
<p>Was mich betrifft, ich war immer ein Unterstützer von Aktionen und nicht von oberflächlichen Geschwätz. Dies ist der Grund für mich, warum ich gerade eingekerkert bin und nicht aufgrund meiner Überzeugung.</p>
<p>Ich möchte sie nicht weiter langweilen, ehrenwerter Justizminister. Aber ich habe ihnen direkt zu erklären, dass ich, wenn ich in der Position dazu wäre über das System der Strafanstalten zu entscheiden, die Gefängnisse zerstören oder sie mindestens schließen würde. Ich persönlich träume von anderen Wegen der sozialen Wiedergabe der sogenannten Gerechtigkeit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie eine Position haben, die diese Entscheidungen des System der Strafanstalten unterstützt.</p>
<p>Allerdings habe ich sie darüber zu informieren, falls sie davon unwissend sind, dass die griechischen Gefängnisse und speziell das Amfissa-Gefängnis, in welchem ich mich gerade befinde, nur einen Schritt entfernt sind von den Nazi-Konzentrationslagern oder den ähnlichen Lagern, welche im sogenannten Ostblock existiert haben. Ein Besuch als neuer Justizminister würde ihnen zeigen, dass ich die Wahrheit sage, da bin ich mir sicher.<br />
Um diesen Brief zu beenden, möchte ich eine letzte Frage an sie richten: Was gedenken sie zu tun mit den momentanen Zuständen in den griechischen Gefängnissen? Werden sie fortfahren die Leute wie Ratten einzusperren oder sind sie fähig, ich sage nicht menschliche, aber mehr akzeptablere Bedingungen für alle Eingesperrten zu schaffen?</p>
<p>Vielleicht ist es ihnen die Tatsache bewusst, dass ihre Gefolgschaft ihrer Gesetze dieses spezielle Gefängnis in Amfissa als Krematorium bezeichnen.</p>
<p>Nach tiefgründiger Überlegung,<br />
Christos Stratigopoulos</p>
<p>griechischer Anarchist</p>
<hr size="2" />
<p><center><strong>Über zwei Anarchisten und einen Bankraub in Griechenland</strong></center></p>
<p>Dies sind alte Geschichten, aus einem anderen Jahrhundert. Zwei Anarchisten werden verhaftet nach einem Bankraub. Der erste raubte es, mit der Waffe in der Hand. Sie sagen, der zweite hätte ihm geholfen das Geld zu nehmen. Es geschah in einer kleinen griechischen Ortschaft, am letzten 1. Oktober. Also? Dies sind Geschichten die passieren. Und dann ist das ein Land, welches weit weg ist, mit einer unverständlichen und unübersetzbaren Sprache. Wer soll daran interessiert sein? Der Räuber ist Christos Stratigopulos, bereits verhaftet und verurteilt wegen einer gleichartigen Anschuldigung in Italien vor 15 Jahren. Die Strafe abgesessen kehrte er nach Griechenland zurück. Erinnert von einigen, unbekannt von den meisten. Aber der andere Verhaftete ist Italiener; es ist  Alfredo Bonanno. Ja, genau er; wer hat nicht seinen Namen gehört? Klein angefangen ging die Nachricht schnell um die Welt, weitergetragen von vielen Presseagenturen: „einer der wesentlichen Theoretikern des aufständischen Anarchismus“, „unter den bedeutendsten Ideologen der Anarchie“, „anarchistischer Aktivist und Autor“, „internationaler flüchtiger anarchistischer Räuber“, „Theoretiker der revolutionären Gewalt“, ist hinter Gittern gelandet. Die Befürworter des Antiterrorismus, griechische und italienische, sind vorgestürmt, fertig um die saftige Angelegenheit auszubeuten. Die Elemente, um einen ausgezeichneten Lehrsatz zusammenzubrauen sind gegeben: ein Land, in dem unentwegt Feuer flackern nach dem großartigen aufständischen Flächenbrand, welcher aufbrauste im letzten Dezember; ein griechischer Anarchist aktiv in der Bewegung; ein ausländischer Anarchist, bekannt für seine subversiven Theorien, der um die Welt reist, um Treffen abzuhalten; eine ausgeraubte Bank.</p>
<p>Christos hat die volle Verantwortung für den Akt übernommen, verursacht durch ökonomische Probleme, Alfredo&#8217;s Beteiligung leugnend. Aber, ohne Frage, der Richter glaubte ihm nicht. So befinden sich beide im Knast. Der Erste, weil er es gewagt hatte eine Hand gegenüber dem Wohlstand auszustrecken als sich selbst in Elend sterbend aufzugeben. Was noch wichtiger ist, er ist ein Anarchist. Der Zweite weil&#8230;weil&#8230;weil er vielleicht seinem Gefährten helfen wollte. Und, gewiss, er ist ein Anarchist. Und das reicht schon.</p>
<p>Dies sind alte Geschichten, aus einem anderen Jahrhundert. Zwei Anarchisten werden verhaftet nach einem Bankraub. Draußen wird Solidarität organisiert. Gelder werden gesammelt; Initiativen werden vorbereitet. Aber das ist nicht alles. In Athen bekommen die zwei Gefangenen explosive Grüße von der Gruppe Conspiracy of the Cells of Fire, welche bloß die Krönung des neuen griechischen Premiers gestört hat. In Villejuif, Frankreich, huldigte jemand seine Hommage mit dem Einwerfen der Scheiben der lokalen Büros der Sozialistischen Party. Eine der Schönheiten der Anarchie ist, dass sie keine Grenzen anerkennt. Und in Italien? Bah, hier beschränkt es sich darauf die Nachrichten zu kommunizieren, treu und kalt berichtend das journalistische Gift. Kein Kommentar. Die VerfasserInnen der täglichen virtuellen Kommunikees sagen nichts. Die Versorger der militanten Gärten verfallen in Schweigen. Die kleinen Strategen der neuen Allianzen schweigen es tot. Die Bewegung ist jetzt zu einer Gemeinschaft geworden, und jede/r der/die nicht ihre Regeln und Sprache teilt, existiert nicht. Er/ sie ist namenlos. In der Hektik den Massen zu folgen, wurden die Individuen vergessen? Möglicherweise ist es besser so. Lieber ein ehrliches Schweigen, als im Anbetracht von solch einem Akt nicht zu wissen, was zu sagen ist, als heuchlerisches Geschnatter über Solidarität. Überlasst dies den stalinistischen Belästigungen und anderen Ruinen. Oder den Faschisten des dritten Jahrtausends, welche in einem ihrer Foren des beiden inhaftierten Anarchisten ihre „Ehre“ gehuldigt haben.</p>
<p>Dies sind alte Geschichten, aus einem anderen Jahrhundert. Zwei Anarchisten werden verhaftet nach einem Bank Job. Der Erste ist 46 Jahre alt, der Zweite 72. Ob schuldig oder unschuldig, für sie als Anarchisten gibt es keine Ausrede des unreifen Verhalten des Extremismus. Starrsinnig wie sie sind haben sie nicht verstanden, dass jetzt die Zeit ist, um auf den Wellen der sozialen Bewegung zu reiten, um zu verteidigen,  wer weiß was vor der Plätzen der Macht, um zu handeln als Sozialarbeiter für die Verdammten dieser Erde. Nein, sie haben dies nicht verstanden. Der Traum, den sie in ihren Herzen haben, ist viel zu groß, um sich dem Tick-Tock der modernen Zeit anzupassen.</p>
<p>Kein Pardon, kein Mitleid.</p>
<p>Auf Wiedersehen, schönes Lugano.</p>
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		<title>Alfredo Bonanno und Christos Stratigopoulos in Griechenland verhaftet</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 14:10:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anarchismus - Aufstand - Revolte]]></category>
		<category><![CDATA[Repression in Griechenland]]></category>

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		<description><![CDATA[Innerhalb weniger Tagen müssen wir wieder den Verlust zweier Genossen durch die repressive Ḱeule des Staates melden. Der Anarchist Alfredo Bonanno aus Italien wurde am 1. Oktober in Griechenland aufgrund seiner angebliches Partizipation an einem Banküberfall verhaftet. Alfredo, der mittlerweile 72 Jahre alt ist, soll zusammen mit dem 46-jährigen Christos Stratigopoulos aus Griechenland in Trikala, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/10/alfredo-bonanno-armed-joy-161x250.jpg" alt="alfredo-bonanno-armed-joy" title="alfredo-bonanno-armed-joy" width="161" height="250" class="alignright size-medium wp-image-1292" />Innerhalb weniger Tagen müssen wir wieder den Verlust zweier Genossen durch die repressive Ḱeule des Staates melden. Der Anarchist Alfredo Bonanno aus Italien wurde am 1. Oktober in Griechenland aufgrund seiner angebliches Partizipation an einem Banküberfall verhaftet. Alfredo, der mittlerweile 72 Jahre alt ist, soll zusammen mit dem 46-jährigen Christos Stratigopoulos aus Griechenland in Trikala, einer Stadt in Zentralgriechenland, einen bewaffneten Banküberfall begangen und dabei 46.900 Euro erbeutet haben &#8211; Christos sollte mit Bart, falschen Haaren und mit einer Brille verkleidet gewesen sein, bewaffnet mit einer Pistole und das ganze geschah um 10.35 Uhr am Morgen. Nach dem Verlassen der Bank soll er das Geld an Bonanno übergeben haben, dieser wurde kurze Zeit später festgenommen, und mit einem gemieteten Fahrzeug davon gefahren sein, 20 Minuten später wurde er an einer Strassensperre der Bullen festgenommen. Die beiden Verhafteten werden dem Haftrichter vorgeführt werden.</p>
<p>Alfredo M. Bonanno ist ein langjährige aktiver Genosse. Er hat eine Vielzahl von Schriften über die Theorie und Praxis des aufständischen Anarchismus verfasst, sich an unzähligen Momenten des anarchistischen Kampfes beteiligt und war einer der Hunderten von Verhafteten am 19. Juni 1997 in Italien, als die Bullen eine große Repressionswelle über die AnarchistInnen abzogen. Im Jahr 2003 wurde er im Rahmen des &#8220;Marini Trial&#8221; zu sechs Jahren Haft und 2.000 Euro Strafe verurteilt, als ideologischer Kopf einer bewaffneten Gruppe, die seitens des Staates erfunden wurde, um viele GenossInnen einzusperren und den anarchistischen Kampf temporär zu erschweren und einzuschüchtern.<br />
Alfredo saß einen Teil seiner letzten Strafe im Knast ab und wurde dann unter Hausarrest gestellt. Unermüdlich veröffentlicht er immer noch viele anarchistische Texte im Verlag „Edizioni Anarchismo“. Aufgrund seines Texte „die bewaffnete Freude“ saß er bereits Ende der 70er Jahre für 18 Monate im Knast.<br />
Christos, griechischer Anarchist, saß schon mehrere Jahre im Knast in Italien aufgrund eines Banküberfalls in Norditalien. Er wurde auch damals in dem Marini-Konstrukt verwickelt.<br />
<span id="more-1291"></span><br />
Nach den letzten Verhaftungen der vier GenossInnen, die beschuldigt werden Mitglieder der „Verschwörung der feurigen Zellen“ zu sein (wofür sechs GenossInnen immer noch gesucht werden), reihen sich diese zwei Verhaftungen in die Wahlkampagne, die gerade in Griechenland stattfindet, ein.</p>
<p>Wir wissen nicht viel über den Fall und die Umstände, die zu Alfredos und Christos Verhaftung geführt haben, außer was in den bürgerlichen Medien zu lesen ist. Durch den Anruf an seine Lebensgefährtin gab Alfredo bekannt, dass es ihm gut geht. Unnötig scheint uns die Tatsache zu wiederholen, dass wir die vom Staat diktierten Begriffe der Schuld und Unschuld nicht wahrnehmen.</p>
<p>Das beste Zitat im Bezug auf Banküberfälle, die wir sowieso lieber als Enteignungsaktionen beschreiben würden, bleibt das von Bertold Brecht: &#8220;<em>Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?</em>&#8221; &#8211; Uns scheint die Antwort dafür ziemlich klar zu sein.</p>
<p>Unsere Gedanken und aktive Solidarität gehen an Alfredo und Christos, sowie alle anderen GenossInnen, die gerade unter der staatlichen Repression zu leiden haben.</p>
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		<title>Update zu den Verhaftungen in Griechenland</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 02:12:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gefangene]]></category>
		<category><![CDATA[Repression in Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[kriminelle / terroristische Vereinigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Dienstag und Mittwoch gab es die Haftprüfungen, in welchen entschieden wurde, dass drei der vier Inhaftierten in Untersuchungshaft gehen und die weibliche Gefangene auf Kaution und unter Auflagen entlassen wird. Sie darf das Land nicht verlassen, trotz der Tatsache, dass sie in London studiert, und muss sich zweimal im Monat auf der lokalen Bullenwache [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/10/arrested-170x250.jpg" alt="arrested" title="arrested" width="170" height="250" class="alignleft size-medium wp-image-1274" />Am Dienstag und Mittwoch gab es die Haftprüfungen, in welchen entschieden wurde, dass drei der vier Inhaftierten in Untersuchungshaft gehen und die weibliche Gefangene auf Kaution und unter Auflagen entlassen wird. Sie darf das Land nicht verlassen, trotz der Tatsache, dass sie in London studiert, und muss sich zweimal im Monat auf der lokalen Bullenwache melden. Die anderen sitzen jetzt in Untersuchungshaft, die in Griechenland bis zu 18 Monate dauern kann, einer davon ist ihr Freund, mit der exakt gleichen Anklage. Für die sechs weiteren Beschuldigten wurden Haftbefehle ausgestellt und das alles, obwohl noch keine Beweise von Seiten der Bullen vorgelegt wurden. Das ganze wird mit dem Antiterrorgesetz gerechtfertigt, welches Inhaftierungen, trotz fehlender Beweise erlaubt. Die Anklagen lauten auf Mitgliedschaft in einer Stadtguerilla-Gruppe und Beteiligung an den drei Anschlägen am 12. Juli, 2. und 23. September.</p>
<p>150 bis 200 Personen versammelten den Tag über sich in Solidarität vor dem Büro des ermittelnden Richters. Die ganze Geschichte ist sehr stark in den Medien, wie nicht anders zu erwarten war in einer sehr voreingenommenen Sichtweise. Die vier werden als Gruppe von TerroristInnen gezeichnet, und dass obwohl es bis jetzt keine Beweise gibt, für die Strafverfolgung der vier Beschuldigten und der sechs Gesuchten. </p>
<p>Auf der Website der Kandidatin für die in wenigen Tagen stattfindenden Parlamentswahlen, Louka Katseli, vor ihrer Wohnung war am 23. September ein Brandsatz gezündet worden, woraufhin die Festnahmen vorgenommen wurden, erschien Anfang der Woche ein Statement, dass die Verhaftungen ein Wahlkampftrick der Regierung sei. Nach großer medialer Empörung, fanden die Bullen heraus, dass die Seite von Hackern über einen Server aus den USA manipuliert wurde.</p>
<p>Die drei Inhaftierten und die weiteren Beschuldigten brauchen unsere Solidarität. Lasst sie nicht allein in den widerwärtigen Krallen des Staates und verhaltet euch dementsprechend.</p>
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		<title>Zu den Verhaftungen in Griechenland</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 13:42:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gefangene]]></category>
		<category><![CDATA[Repression in Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[kriminelle / terroristische Vereinigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein paar erste Informationen zu den Verhaftungen von AnarchistInnen in Athen, Griechenland, die beschuldigt werden eine Vielzahl von Anschlägen verübt zu haben. Vier befinden sich momentan im Knast, sechs sind untergetaucht. In den Abendstunden des 23. September wurden in Athen fünf junge Menschen im Alter von 20 und 21 Jahren unter dem Antiterrorgesetz verhaftet. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/09/verhaftungen-griechenland-1.jpeg" alt="verhaftungen-griechenland-1" title="verhaftungen-griechenland-1" width="220" height="149" class="alignleft size-full wp-image-1257" />Ein paar erste Informationen zu den Verhaftungen von AnarchistInnen in Athen, Griechenland, die beschuldigt werden eine Vielzahl von Anschlägen verübt zu haben. Vier befinden sich momentan im Knast, sechs sind untergetaucht.</p>
<p>In den Abendstunden des 23. September wurden in Athen fünf junge Menschen im Alter von 20 und 21 Jahren unter dem Antiterrorgesetz verhaftet. Die Antiterroreinheiten der griechischen Polizei stürmte ein Haus in Halandri, einer Mittelklassewohngegend im Norden von Athen, im Zusammenhang mit Ermittlungen aufgrund von anarchistischen, militanten Angriffen auf Staat und Kapital. Das Haus wurden seit längerer Zeit beobachtet, da es Verbindungen zu „anti-autoritären und anarchistischen Angriffen“ geben soll und das Haus als geheimer Unterschlupf dienen sollte, es wurden angeblich Materialien gefunden, mit welchen sich Zünder und Sprengvorrichtungen bauen lassen. Von sechs weiteren Personen wurden Fingerabdrücke im Haus gefunden, die Beschuldigten konnten sich aber der Verhaftung entziehen und sind untergetaucht. Einer der fünf Festgenommen wurde später wieder entlassen, die anderen wurden angeklagt unter der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Beschaffung und Besitz von explosiven Materialien, Herbeiführen von Explosionen und Gefährdung von Menschenleben, schwerer Diebstahl, sowie kleinerer Vergehen wie Verstöße wegen Sylvesterknallern und anderem. Sie befinden sich im Knast und müssen sich am morgigen Dienstag vor dem Haftrichter verantworten, welcher über die Untersuchungshaft entscheiden wird. Bis jetzt haben sie jede Kooperation mit den Repressionbehörden abgelehnt und die Vorwürfe zurückgewiesen. Sie sollen Teil der „Conspiracy of the Cells of Fire“ sein. In den Medien wurden die Fotos und Namen der vier veröffentlicht, sowie Steckbriefe der Untergetauchten. Bei einem der Verdächtigen soll es sich um einen 25-Jährigen handeln, der bereits in der Vergangenheit als mutmaßliches Mitglied der Terrorgruppe „Sekte der Revolutionäre“ unter Polizeiverdacht stand.<br />
<span id="more-1256"></span><br />
Die Anklage wegen des Herbeiführens von Explosionen resultiert aus den Angriffen auf das Haus des ehemaligen Staatssekretärs im Innenministerium Panayiotis Hinofotis am 12. Juli, auf das Gebäude des Ministeriums für Makedonien und Thrakien am 2. September in Thessaloniki und die Explosion im Eingangsbereich des Apartments des ehemaligen Ministers der oppositionellen PASOK Gerassimos Arsenis und seiner Frau, der Verantwortlichen für Wirtschaftsangelegenheiten der PASOK Louka Katseli, in Kolonaki, einem Stadtteil von Athen, am Mittwoch den 23. September.</p>
<p>Am Freitag Abend gab es eine erste Reaktion auf die Verhaftungen. Die Polizeisperren um den Athener Stadtteil Exarchia wurden durchbrochen und die Hauptzentrale von PASOK, der sozialdemokratischen Partei, eines der momentan am bestbewachtesten Gebäude des Landes, mit Molotovcocktails und Steinen angegriffen. Während des Angriffes fing auch ein Fahrzeug des Fernsehen Feuer und brannte aus. Daraufhin wurde das Gebäude evakuiert, es gab keine Verhaftungen, die Leute zogen sich hinter brennende Barrikaden zurück.</p>
<p>Am 4. Oktober werden in Griechenland vorgezogenen Parlamentswahlen stattfinden, der amtierende Ministerpräsident Kostas Karamanlis sah sich zu diesem Schritt gezwungen, nachdem im Zuge der wirtschaftlichen Krise die Popularität immer weiter sank und sich unter den Bevölkerung Missstimmung breit machte. Mit den Verhaftungen nur wenige Tage vor der Wahl möchte die Regierung ihre Stärke und Entschlossenheit im Kampf gegen alle, die sich gegen die herrschende Ordnung aus Staat und Kapital stellen beweisen. Für den Wahltag wird mit vielseitigen Vergeltungsaktionen von Seiten der AnarchistInnen gerechnet.</p>
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		<title>Oops, he did it again! – Vassilis Paleokostas wieder ausgebrochen!</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 23:26:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>abc berlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Gefangene]]></category>
		<category><![CDATA[Repression in Griechenland]]></category>

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		<description><![CDATA[Ungewöhnlich, aber ab und an gibt es auch mal einen Jubelartikel. Denn wir haben leider nicht oft die Möglichkeit euch über Ausbrüche innerhalb des europäischen Raumes zu berichten. Diesmal ist es aber anders. Denn wie wir aus der bürgerlichen Presse erfahren durften, hat es Vassilis Paleokostas, einer der berühmtesten „Verbrecher” Griechenlands, schon wieder geschafft dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/03/paleokostas-hubschrauberausbruch-220209.jpg" rel="lightbox[42]"><img class="alignleft size-medium wp-image-624" title="Greece Prison Escape" src="http://www.abc-berlin.net/wp-content/uploads/2009/03/paleokostas-hubschrauberausbruch-220209-300x200.jpg" alt="Greece Prison Escape" width="300" height="200" /></a>Ungewöhnlich, aber ab und an gibt es auch mal einen Jubelartikel. Denn wir haben leider nicht oft die Möglichkeit euch über Ausbrüche innerhalb des europäischen Raumes zu berichten. Diesmal ist es aber anders. Denn wie wir aus der bürgerlichen Presse erfahren durften, hat es Vassilis Paleokostas, einer der berühmtesten „Verbrecher” Griechenlands, schon wieder geschafft dem dummem griechischen Knastsystem einen Scherz zu spielen. Vassilis ist am 22.2.09 dank der Hilfe eines Hubschraubers aus dem Hochsicherheitsknast Korydallos in Athen, zusammen mit einen Mitgefangenen – Alket Rizai, entkommen. Und das nur einen Tag bevor sich beide vor einen Gericht für ihren letzten gemeinsamen Ausbruch per Hubschrauber vor drei Jahren hätte verantworten sollen. Vor drei Jahren wurde der Hubschrauber von Vassilis’s Bruder Nikos organisiert, diesmal laut Presse von einem unbekannten Paar, außerdem wurden von den Schließern auf den Hubschrauber geschossen, was mit einer Maschinengewehrsalve beantwortet wurde. Der Hubschrauber wurde später in der Umgebung von Athen aufgefunden. Von dort hatten sich die Entflohenen und die BefreierInnen mit dem Pkw aus dem Staub gemacht.<br />
Über solch einen erfolgreichen Ausbruch kann mensch nicht viel sagen, als die Hände für die beiden zu klatschen und hoffen, dass sie weiter in Freiheit bleiben. Die lange Geschichte von Vassilis geben wir hier zum Teil wieder, sowie ein paar Sätze zur Gesamtsituation in Griechenland.<br />
<span id="more-42"></span><br />
<strong>Etwas zur Vorgeschichte…</strong></p>
<p>Seit dem Zerfall des Ottomanischen Imperiums im Jahr 1821 hat Griechenland hat eine populäre und große Tradition von sozialen und proletarischen Räubereien als Antwort auf Ausbeutung und Armut. Diese Leute holen das Geld zurück aus den Händen der Reichen, Obrigkeiten, Ausbeuter, und gewöhnlich verstecken sie sich in den Dörfern. Auch durch die Hilfe der Menschen von dort, welche jegliche Kooperation mit der Polizei ablehnen und Schutz vor den Obrigkeiten bieten. Die Rebellen hatten immer gute Verbindungen zu den Menschen und haben immer für die Gemeinschaft in Form von finanzielle Unterstützung für Bildung, medizinische Behandlung und Schutz vor der Polizei gesorgt.<br />
Innerhalb einer solche Realität, die beiden Brüder Vasilis und Nikos, und viele andere auch, welche in einer armen Familie aufwuchsen, konnten nocht länger die Ausbeutung und Unterdrückung von sich selber und an den Menschen in der Gesellschaft um sie herum ertragen. Deshalb haben sie ihre Leben in den letzten 30 Jahren als soziale Rebellen gelebt. Sie haben zahlreiche Banküberfälle, Autodiebstähle und Fluchten aus dem Knast hinter sich, haben allerdings nie schicke Klamotten getragen, teure Autos gefahren oder in Luxushäusern gelebt. Tatsächlich haben sie einmal das Geld zurück auf den Boden der Bank geworfen, weil es zu wenig für die Sache, für die sie es brauchten, war.<br />
Alles wurde immer dorthin gesendet, wo es gebrauchen wurde und mit den Leuten, die ihnen Schutz geboten und niemals ein Wort gegenüber der Polizei über sie ausgesprochen haben, verteilt. Innerhalb dieser ganzen Jahren haben sie immer im Untergrund gelebt. Von Zeit zu Zeit wurden sie von der Polizei gefunden, was dann zu einer Flucht in einem gestohlenem Auto oder unglücklicherweise zu einer Zeit im Knast führte. Allerdings sind sie immer wieder geflüchtet mit Hilfe des anderen.<br />
Durch den 80igern führten sie eine Vielzahl von Banküberfällen durch, bis zu dem Zeitpunkt an dem Nikos 1988 im Knast landete. Aber nach nur ein paar Tagen wurde er von seinem Bruder wieder befreit, indem dieser ein Seil über die Knastmauer geworfen hatte.<br />
Zwei Jahren später im Februar 1990 wurde Nikos erneut verhaftet. Einen Monat später wurde auch Vasilis zusammen mit ein Kumpel verhaftet, als er versuchte seinen Bruder zu befreien. Dies war das einzigste Mal, wo beide gleichzeitig im Knast saßen.<br />
Im Dezember 1990 schaffte es Nikos aus dem Korydallos Knast in Athen zu flüchten, während ein großer Knastaufstand stattfand. Die Polizei suchte die nächsten 16 Jahre nach ihn, bis er 2006 nach einem Verkehrsunfall endgültig verhaftet wird. Seitdem war er nicht mehr draußen.<br />
1991 schaffte es Vasilis aus dem Halkida Knast zu flüchten. Er raubte 1992 eine Bank aus und im Jahr 1995 vollzogen beide zusammen einen Banküberfall in Athen. Im Dezember 1995 werden beiden beschuldigt den Präsidenter der „Halvas”-Fabrik, Haitoglou, entführt zu haben. Angeblich haben sie ihn nach vier Tage und der Zahlung von 750.000 Euro Lösegeld laufen lassen. Der Innenminister erließ einen Haftbefehl, welcher im Fernsehen, Radio und auf Plakate veröffentlicht wird, inkl. ihren Bildern und einer Belohnung in der Höhe von genau 750.000 Euro.<br />
1996 wurde Vasilis von der Polizei in Korfu ausfindig gemacht, aber mit Hilfe eines Autos schafft er es von ihnen zu flüchten. Zwei Jahre später findet eine ähnliche Situation im Yanitsa statt und nochmal im Mai 1999. Nikos gelingt ein spektakulärer Ausbruch mittels eines Hubschraubers im Jahr 2003. Mit Hilfe eines Fahrrades raubt Nikos 2006 eine Bank in Veria aus. Seine Flucht wird garantiert, weil die gesamte Polizei mit dem Schutz des Präsidenten, welcher gerade einen Besuch in den Straßen Verias abhält, beschäftigt ist. Im September 2006 wird er bei einen Autounfall erneut verhaftet, nach vielen Jahren in einem Leben flüchtend und sich versteckend.</p>
<p><strong>Die letzte Inhaftierung…</strong></p>
<p>Am 20. August 2008 wurden vier Personen in Griechenland verhaftet mit dem Vorwurf der Entführung, bei welcher auch hohes Lösegeld gezahlt wurde. Die Verhafteten sind Polikarpos Georgiadis, Vasilis Paleokostas, Vagelis Hrisohoides und eine vierte Person, von welcher sich die anderen distanziert haben aufgrund seines Verhaltens. Am 21. wurden vier weitere Personen verhaftet, weil sie eine untergeordnete Rolle bei der Entführung gehabt haben sollen.<br />
Die Person, welche entführt wurde, ist Georgos Mylonas, der Chef der Union der Schwerindustriebesitzer (Arbeitgebergewerkschaft). Er sorgte vor nicht all zu langer Zeit für Aufregung, indem er längere und härtere Arbeitszeiten in den Fabriken befürwortet hatte. Er wurde nach einer Zahlung von 10 Millionen Euro wieder freigelassen, welche von seiner Ehefrau arrangiert wurden.<br />
Die Medien und die Polizei behaupten das Geld hätte dem Ziel gedient Nikos Palaiokostas, Vasilis’s Bruder, aus dem Knast zu befreien. Bilder in der bürgerlichen Presse zeigen eine große Anzahl von Munition, Kalashnikovs, einer Panzerfaust, Sprengstoff, kugelsicheren Westen und Anzüge der Feuerwehr, welche bei der Verhaftung gefunden worden sind. Über die Menge des gefundenen Geldes gibt es jeden Tag eine neue Geschichte. Der Polizei sagt, dass ein Großteil der Scheine markiert war und in über 150 verschiedenen Lokalitäten gefunden.</p>
<p>Der Geschichte und die Traditionen von Vagelis, Vasilis und Polikarpos in diesem Fall, genauso wie die von viele anderen Schlägen gegen die Unterdrückung und Ausbeutung der Menschen, sind wichtig um den Kontext dieser Entführung – und der soziale Rebellion innerhalb der alltäglichen Realität – zu verstehen.<br />
Polikarpos und Vagelis sind seit Jahren beliebte Genossen in der anarchistischen Szene und waren sehr aktiv. Polikarpos wurde erstmals am 16. April 2004 ins Gefängnis gesteckt, weil er versucht hatte mittels eines Zeitzünders ein Fahrzeug einer Sicherheitsfirma gehörte in Brand zu stecken. Daraufhin versuchte die Polizei ihn wegen versuchter Brandstiftung und Besitz von Sprengstoff anzuklagen, aber sie konnten nichts beweisen. Er saß ein Jahr in Untersuchungshaft, wurde für schuldig erklärt, kam aber frei, weil das Urteil ein Jahr Knast war und er dieses schon abgesessen hatte.<br />
Während seines Knastaufenthalts lernte er Vasilis kennen. Die bürgerlichen Medien beschuldigt ihn zu dieser Zeit außerdem ein Bankräuber zu sein, dies passt es ihnen heutzutage gut, um zu deklarieren, dass Vasilis „Polikarpos ausgewählte, um sich an der Verschwörung zur Befreiung seines Bruders Nikos zu beteiligen”. Diese zwei Brüder sind seit Jahrzehnte berühmte „Legenden” in Griechenland.</p>
<p><strong>Die gegenwärtige Situation…</strong></p>
<p>Polikarpos sitzt immer noch im Knast und beteiligt sich aktiv an der Diskussion mit den GenossInnen draußen, sowie an den Protesten, die drinnen stattfinden (zwei Beiträge von ihn werden in unserer demnächst erscheinenden Broschüre über die Hungerstreiks in den Knästen in Italien, Deutschland und Griechenland zu finden sein).</p>
<p>Der Ausbruch hat für „Unruhe” innerhalb der Reihen der Knastleitung und der griechischen Justiz gesorgt und etliche Köpfe wurden fallen lassen.<br />
Knastausbrüche durch die Anwendung von (entführten oder gemieteten) Hubschraubern sind keine neue Erfindung, es gab innerhalb der letzten Jahren schon einige, z.B. in französischen Knästen. Der Weg zu solch einer erfolgreichen Ausbruchsmethode wurde aber von der IRA (Irish Republican Army) eröffnet. Am 31.10.1973 schaffte es ein Kommando der IRA auf dem Hof des Mountjoy-Knastes in Dublin mit einen entführten Hubschrauber zu landen und verschiedene IRA-Kämpfern zu befreien. Bevor die Schließer realisieren könnten was passierte, war der Hubschrauber schon wieder weg. So „einfach“ geht das.</p>
<p>In Zeiten der Finanzkrise und der des Kapitalismus können wir uns und den Gefangenen nur wünschen, dass Hubschrauber bald zu billigen Preisen auf Ebay oder sonst wo zu finden sein werden…</p>
<p><strong>Hubschrauber für alle – Knäste für niemanden!</strong></p>
<p>ABC Berlin</p>
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