Tuesday, 2 March, 2010
“strictly drum ‘n bass”
Soliparty für Anarchist Black Cross Berlin
mit
“Detrend City Rockers” (Berlin) –> www.myspace.com/detrendcityrockers
“Pileup” (Berlin) –> www.myspace.com/pileup
“Cyrilla” (Berlin) –> www.myspace.com/cyrillla
und
“Kid Atari & The Kaide” (Eisenhüttenstadt – engine of saturation(IT)/kopp(B)/rec.1fourfive(Ger)) –> www.myspace.com/kid-atari
ab 23 Uhr in den Køpi-Katakomben
Köpenicker Strasse 137 – Berlin/Mitte – nähe S-Ostbahnhof

Wednesday, 3 February, 2010
Am 3. Februar 2010 haben einige AnarchistInnen dem griechischen Konsulat am Wittenbergplatz in Berlin einen kurzen Besuch abgestattet. Mit einem Transparent, welches auf griechisch und deutsch aussagte: ”Die Leidenschaft für die Freiheit ist stärker als jeder Knast – Freiheit für Alfredo Bonanno und Christos Stratigopoulos”, wurde auf die Situation von zwei in Griechenland eingesperrten Genossen hingewiesen.
Flugblätter über den Fall wurden an PassantInnen verteilt. Ein Fax, welches ebenfalls von GenossInnen in Griechenland bei einer ähnlichen Aktion benutzt wurde, wurde dem Konsul überreicht und an den griechischen “Minister für Justiz und Menschenrechte” geschickt.
Alfredo und Christo, die seit langer Zeit in der anarchistischen Bewegung aktiv sind, wurden am 1. Oktober 2009 in Trikala, Griechenland, verhaftet und werden beschuldigt einen Banküberfall begangen zu haben.
Alfredo, 73-jähriger anarchistischer Genosse aus Italien, ist schwer erkrankt und leidet unten den harten Bedingungen im Knast, welchen er ausgesetzt ist. Obwohl es das griechische Gesetz vorsieht, dass schwer erkrankte Menschen aus der Untersuchungshaft entlassen werden können, weigern sich die Behörden bis jetzt ihn freizulassen.
Diese kleine Aktion war ein solidarischer Beitrag im Kampf um die Freilassung der Beiden. Unterschiedliche Ausdrücke der Solidarität haben bereits in verschiedenen Ländern innerhalb der letzten Monate stattgefunden.
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Friday, 1 January, 2010
Trotz Schneefalls und eisiger Kälte kamen gestern rund 500 Personen zu der schon legendären “Silvester zum Knast”-Demo am letzten Tag des Jahres nach Berlin-Moabit. Diesmal unter dem Motto: “Silvester zum Knast – für die Zerstörung aller Formen der Einsperrung”. Diese Demo gibt es bereits seit knapp 20 Jahren und richtet sich an die dort Inhaftierten – stellvertretend für alle Gefangenen, um ihnen zu zeigen, dass sie nicht allein und vergessen hinter den grauen Mauern vor sich hin vegetieren, mit der Forderung der Abschaffung aller Knäste und Zwangsanstalten, da Knäste nicht die Lösung der Probleme der momentanen Organisierung der Verhältnisse darstellen.
Nach einer Auftaktkundgebung am Startpunkt U-Bahnhof Turmstrasse ging es um viertel nach elf in zügiger Geschwindigkeit los mit Parolengerufe und passender Musik aus dem Lautsprecherwagen. Nach einer Zwischenkundgebung kam die Demo um kurz vor Mitternacht vor dem Knast an und wurde mit der positiven Reaktion der Gefangenen begrüsst. Das französische HipHop-Kollektiv “Collectif Mary Read” aus St. Etienne spielten zum Abschluss einige Songs und verdeutlichten damit auch ihre Ablehnung der herrschenden Verhältnisse und ihrer Knäste.
Die eingesetzten Polizeikräfte traten für die Verhältnisse repressiv auf und beschwerten sich permanent über Würfe von Knallern und Pyrotechnik aus der Demo. Dabei sollte doch diesen klar sein, dass am letzten Tag des Jahres eine Vielzahl von Menschen Knallkörper bei sich führt. Auch fanden sie es nicht toll, dass die Demo “ACAB” rief und fordeten, dass dies doch zu unterlassen sein solle. Während der Abschlusskundgebung wurde das Verhalten der Bullen mit weiteren Knallern und Schneebällen quittiert. Die vorweg angekündigte Prügellust der Robocops führte am Ende zu zwei verzeichneten Festnahmen und einer angebrochenen Nase.
Einige Fotos der Demo. Auch in Stuttgart; Köln: 1, 2, Fotos; Hamburg: Bericht, Video; Brighton, Athen, Volos und Alikarnassos auf Kreta + weiterer Bericht; Bristol; Brüssel, Hamilton gab es Demo und Kundgebungen zu und vor den örtlichen Knästen.
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Thursday, 31 December, 2009

Silvester zum Knast – für die Zerstörung aller Formen der Einsperrung
Seit vielen Jahren gibt es an Silvester in Berlin eine Demonstration zum Knast in Moabit, um den Inhaftierten dort – stellvertretend für alle Gefangenen – zu zeigen, dass sie nicht allein und vergessen hinter den grauen Mauern vor sich hin vegetieren. Denn auch in deutschen Knästen läuft nicht immer alles so glatt wie mensch sich das vorstellt: eines der letzten Beispiele war die Revolte im Jugendknast Kiefergrund im letzten Sommer, wo Gefangene ihre Zellen zerstört haben, um auf die Prügel der Schließer zu antworten. Oder der internationale Hungerstreik, der von dem anarchistischen Genossen Gabriel Pombo da Silva für den Zeitraum vom 20. Dezember bis zum 1. Januar 2010 initiiert wurde.
Dies sind Versuche gegen die herrschende Ordnung auch hinter den grauen Mauern vorzugehen und zeigen den Unwillen sich mit diesem System abzufinden. Denn auch Knast ist ein Kampffeld und das Leben hört dort nicht auf.
Uns ist es wichtig immer wieder auch hier draußen Zeichen zu setzen, die verdeutlichen, dass wir alle Institutionen der Einsperrung verachten und nicht als Lösung sozialer Konflikte, die durch die gegenwärtige Organisierung der Gesellschaft verursacht werden, ansehen. Damit auch denjenigen, die nicht aufgehört haben auch drinnen weiter zu kämpfen, klar ist, dass hier draußen ihre Kämpfe wahrgenommen werden und nicht in Vergessenheit geraten. Ohne dabei unsere Seite in diesen Kämpfen idealisieren zu müssen, weil sie aus den Gefängnissen entstehen, sondern sich mit denjenigen, die dort aktiv werden, eine Komplizenschaft entwickelt.
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Thursday, 24 December, 2009
Das französische HipHop-Kollektiv Collectif Mary Read aus St. Etienne werden zum Ende des Jahres für ein paar Konzerte vorbeikommen und wir werden sie dabei begleiten.
Am 29.12. werden sie in der Kadterschmiede in der Rigaer94 in Berlin-Friedrichshain auftreten, zusammen mit dem Bühnenwunder Jenz Steiner – dem King von Prenzlauer Berg, abgerundet wird das Ganze von DJs, es wird außerdem Longdrinks und einen Infotisch zur “Silvester zum Knast”-Demo geben.
Auf der fünftägigen Tour werden wir an den folgenden Orten sein:
27.12. in Bremen in der Friese mit Scraiste (diy crust hc – Wien)
28.12. in Hannover in der Sturmglocke
29.12. in Berlin in der Kadterschmiede in der Rigaer94 mit dem Bühnenwunder Jenz Steiner – dem King von Prenzlauer Berg und Scraiste (diy crust hc – Wien)
30.12. in Hamburg in der Roten Flora mit Radical Hype (Punk / Rap – Bremen)
31.12. in Berlin auf der “Silvester zum Knast”-Demo
Am ersten und zweiten Abend der Tour wird es vor dem Konzert eine Infoveranstaltung geben:
In den letzten Monaten ziehen die Bullen und die Staatsanwaltschaft in Berlin die Schraube der Repression wieder verstärkt an, was dazu führte, dass viele Leute mit Verfahren überzogen wurden und auch mehrere in den Knästen sitzen. Dies ist die Antwort der Herrschenden auf die seit zwei, drei Jahren ansteigenden Aktivitäten der Bewegung und kontinuierlichen Angriffe auf den Staat. Darüber wollen wir berichten, sowie auf den Hungerstreik in den Knästen vom 20. Dezember bis zum 1. Januar 2010 hinweisen.
Saturday, 7 November, 2009
Update 10. Februar 2010: Die Entscheidung über die Haftentlassung von Alfredo fiel negativ aus. Damit sitzt er weiterhin mit besorgniserregenden gesundheitlichen Problemen in Haft.
Update 3. Februar 2010: Ein paar solidarische Menschen besuchten heute das griechische Konsulat in Berlin –> ein Bericht und Fotos.
Update 19. Januar 2010: Die neue Adresse der Beiden lautet:
DIKASTIKES FILAKES KORIDALLOS
T.K. 18110
ATHENS
GREECE
Ab dem 20. Januar wird eine Entscheidung des Gerichtes auf die Anfrage zur Entlassung auf Kaution bis zum Prozessbeginn erwartet.
Weiter unten auf dieser Seite gibt eine Zusammenstellung von ins Deutsche übersetzten Texten, die zum Großteil der Webseite www.aftertrikala.blogspot.com entnommen wurden. Sowie eine Chronologie der solidarischen Aktionen für die beiden Inhaftierten. Einige der Texte gibt es auch als Zusammenstellung als Flugblatt: download der pdf.
Update 17. Januar 2010: Vor zwei Tagen, am letzten Freitag, den 15. Januar, wurden Alfredo und Christos nach Athen in den Knast Korydallos gebracht. Ob dies eine dauerhafte Verlegung ist oder dies nur aufgrund des in den nächsten Tagen in Amfissa stattfindenden Prozesses gegen die Bullen, welche Alexis am 6. Dezember 2008 in Athen erschossen haben, stattfand, ist momentan unklar.
07. November 2009: Die Anarchisten Alfredo Bonanno und Christos Stratigopoulos befinden sich im Gefängnis von Amfissa, Griechenland, in Haft. Nachdem sie am 1. Oktober nach einem Banküberfall festgenommen wurden. Christos ist des bewaffneten Überfalls angeklagt und Alfredo der Komplizenschaft. Die Anwälte haben für Alfredo aufgrund seines Gesundheitszustandes eine Anfrage auf Hausarrest verfasst.
Schreibt den beiden Inhaftierten an folgende Adresse:
Tzamala 27
33100 Amfissa
Greece
Es wurde ein Spendenkonto eingerichtet, schreibt uns, wenn ihr spenden wollt.
Revolutionäre Solidarität mit Alfredo und Christos und all denjenigen im Kampf gegen die Welt der Gefängnisse und der Banken.
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Monday, 28 September, 2009
Update vom 28. September: Während den Action Weeks gegen Gentrifizierung, die vom 6. bis 21. Juni in Berlin stattfanden, wurde Niels am 12. Juni festgenommen unter dem Vorwurf einen Luxuswagen in der Adalbertstrasse in Kreuzberg in Brand gesteckt zu haben. Seitdem befand er sich in Untersuchungshaft und wartete auf den Prozess. Sein Anwalt stellte einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens aufgrund mangelnder Beweise und forderte die sofortige Freilassung. Das Gericht sah das auch so und Niels wurde am Freitag, den 25. September, entlassen.
Wir freuen uns darüber Niels wieder in Freiheit begrüßen zu dürfen, aber noch ist die Sache nicht ganz zu Ende: gegen diese Entscheidung wird die Staatsanwaltschaft wahrscheinlich Beschwerde einlegen.
Noch immer sitzen Alex und Christoph, die Prozesse beginnen in den nächsten Tagen, es wird sich zeigen wie die Richter_innen und die Staatsanwaltschaft handeln werden, aufgrund einer ähnlichen Konstellation in diesen Fällen. Zeigt Euch solidarisch und lasst die Beschuldigten nicht alleine.
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