Category “Thodoros Iliopoulos”

Thodoris Iliopoulos im Hungerstreik —> Aktionstag am 24. August

Friday, 21 August, 2009

thodoris_1Seit dem 18. Dezember 2008 sitzt Thodoris Iliopoulos im Knast in Athen, seit dem 10. Juli befindet er sich im Hungerstreik, um seine Entlassung zu erreichen. Momentan weigert sich der Knast ihn in ein Krankenhaus zu verlegen und es sieht so aus, als wäre er im Moment dem Tod näher als dem Leben.
Die Erklärung zum Beginn des Hungerstreiks und weitere Infos gibt es in dem von uns am 21. Juli veröffentlichten Artikel.



Aufruf für einen internationalen Aktionstag für Thodoris Iliopoulos am Montag, 24. August

Die Solidaritätsinitiative für Thodoris hat folgenden Aufruf veröffentlicht. Am Aktionstag wird Thodoris am 45. Tag im Hungerstreik sein, seine Situation ist sehr kritisch. Der Kampf geht weiter.

Solidaritätsinitiative für Thodoris Iliopoulos

Aufruf für einen Aktionstag für die sofortige Entlassung von Thodoris Iliopoulos, im Hungerstreik seit dem 10. Juli

Wir rufen alle solidarischen Gruppen auf, um ihre Aktionen – Propaganda, Infoaktionen, Treffen – zu koordinieren, die auf die sofortige Entlassung von Thodoris abzielen. Aus diesem Grund haben wir Montag, den 24. August um 20:00 Uhr als den Tag und die Uhrzeit festgelegt, zu welcher wir alle unsere Stimmen und unsere Stärke zusammentun werden, um die sofortige Entlassung des hungerstreikenden Thodoris Iliopoulos einzufordern.

Als Teil dieser Aktion organisiert die Solidaritätsinitiative für Thodoris Iliopoulos ein Solidaritätskonzert an der Propylaea in Athen am Montag, 24. August um 20:00 Uhr.

Im Kampf für seine Verteidigung und seine Entlassung, unsere Unterstützung ist Thodoris’ Atem.

Lasst seine Stimme überall auf der Welt ungehört!

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Interview mit Thodoros Iliopoulos

Monday, 17 August, 2009

Greece ProtestsDas folgende Interview wurde von Ntina Daskalopoulou geführt und heute morgen (15. August) in einer Athener Tageszeitung veröffentlicht. Es wurde übersetzt und gepostet hier ohne Kommentaren und Erklärungen – nicht davon ist notwendig. Nach 37 Tagen im Hungerstreik sind Thodoros’ Worte kristallklar. In ihm hat der Staat einem Gegner gefunden, um seine ganze revanchistische Rache loszulassen, Rache in Wirklichkeit gegen eine immer anwachsende Bewegung des Ungehorsams, Widerstands und Solidarität. So lange, wie Menschen wie Thodoros aufstehen gegen den Zorn des Staates, wird der nächste Dezember sehr nahe sein. Im Kampf gegen ihre Ordnung, Thodoros ist nicht alleine.

„Ich habe Stellung bezogen und bin konfrontiert
mit den staatlichen Vergeltungsmassnahmen“

– Thodoros Iliopoulos

Acht Monate in Untersuchungshaft für die Ereignisse vom Dezember, der letzte auch noch im Hungerstreik. Die vorausgesagte Entlassung im Juli kam nicht, das Theater der Absurdität setzt sich fort mit den Anklagen und Thodoris bleicbt eingekerkert. Aber ein Kämpfer. Dieses Mal, seine „Waffe“ ist sein Körper. Er sprach mit uns per Telefon aus dem Korydallos Gefängnis. Vor dort aus sieht er das revanchistische Gesicht des Staates, das Griechenland der Gewalt und der Repression, aber auch ein anderes Griechenland der ruhelosen Jugend, des Glaubens an Ideale. Beharrlich auf seine Unschuld und seine eigner Glaube. Teuer bezahlend für beides.
Ich höre seine Stimme mit Unterbrechungen von den Lautsprechern, Anweisungen an die Gefangenen von Korydallos gebend. Er ist extrem freundlich, tief, stark trotz seiner Schwäche. Jetzt zerbrechlich, aber entschlossen, Mitte August, der Monat ohne Nachrichten, er kämpft den Kampf für seine Freiheit mit der einzigsten Waffe, die er noch hat: sein eigener Körper.
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Thodoros Iliopoulos: An interview

Monday, 17 August, 2009

Greece ProtestsThe interview that follows was conducted by Ntina Daskalopoulou and published in an Athens daily this morning. It is translated and posted here as is: with no comments, additions or explanations – none is needed. After 36 days on hunger strike, Thodoros’ words are crystal clear. In his face, the State has found an enemy to unleash all its revanchist rage, some rage in reality directed against an ever-growing current of disobedience, resistance and solidarity. As long as there are people like Thodoros standing up to the wrath of the State, the next December will always be close. In the struggle against their order, Thodoros is not alone.

“I took a stance for December
and I am now faced with the State’s reprisal”

– Thodoros Iliopoulos

Eight months in pre-trial detention for December’s events, the last one also on hunger strike. His anticipated release in July never came, the theatre of the absurd of the charges against him continued and Thodoris remains incarcerated. But a fighter. This time, his “weapon” is his own body. He spoke to us over the phone from the prison of Korydallos. From there he sees the revanchist face of the State, that Greece of violence and repression but also another Greece of the restless youth, of the faith in ideals. Insisting on his innocence and his own beliefs. Paying dearly for both.
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Thodoris Iliopoulos im Hungerstreik in Griechenland

Tuesday, 21 July, 2009

herausschreienWie es sein sollte, der Dezemberaufstand gebar und entfaltete Gedanken, erschuf und beendete Beziehungen, zerstörte Konsumgüter, verdammte und dämmte dominante Strukturen ein. Dieser Weg, wenngleich hoffnungsvoll und erfrischend, hat seinen Preis. Denen, der der Atem genommen und deren Augen durch Chemikalien verbrannt wurden, die Tausenden, die verhaftet wurden, die Hunderten, die inhaftiert wurden, die unbekannte Zahl von „einfach verschwundenen“ MigrantInnen, sind diejenigen, die nun diesen Preis tragen zu tragen haben.

Thodoris Iliopoulos ist ein Anarchist und der letzte Gefangene des Aufstands im Dezember in Griechenland, der in Untersuchungshaft sitzt. Nach sieben Monaten kämpft er immer noch mit der Rache des Staates und seiner Institutionen. Am 10. Juli 2009 ist er in einen Hungerstreik getreten. Verhaftet wurde er am 18. Dezember 2008 in der Akadimias-Strasse in Athen während einer großen Aktion der Riotcops in Folge des Aufstands.
Seit dem 22. Dezember befindet er sich im Knast Korydalos, aufgrund der Anschuldigung drei Verbrechen begangen zu haben, für die es aber nur ZeugInnen auf Seiten der Bullen gibt. Thodoris weist alle Anschuldigungen gegen sich zurück und hat eine Kampagne initiiert, welche seine Unschuld beweisen soll. Am 8. Juli wurde sein Antrag auf Entlassung bis zum Prozess von einer höheren justiziellen Instanz abgewiesen, da er ein Anarchist sei und deswegen die Demokratie verletzt hätte und weiterhin eine Gefahr für die öffentliche Ordnung darstellen würde. Gleichzeitig wurden sechs weitere Monate Untersuchungshaft angeordnet, daraufhin entschied er sich in den Hungerstreik zu treten.
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