Seit dem 18. Dezember 2008 sitzt Thodoris Iliopoulos im Knast in Athen, seit dem 10. Juli befindet er sich im Hungerstreik, um seine Entlassung zu erreichen. Momentan weigert sich der Knast ihn in ein Krankenhaus zu verlegen und es sieht so aus, als wäre er im Moment dem Tod näher als dem Leben.
Die Erklärung zum Beginn des Hungerstreiks und weitere Infos gibt es in dem von uns am 21. Juli veröffentlichten Artikel.
Aufruf für einen internationalen Aktionstag für Thodoris Iliopoulos am Montag, 24. August
Die Solidaritätsinitiative für Thodoris hat folgenden Aufruf veröffentlicht. Am Aktionstag wird Thodoris am 45. Tag im Hungerstreik sein, seine Situation ist sehr kritisch. Der Kampf geht weiter.
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Solidaritätsinitiative für Thodoris Iliopoulos
Aufruf für einen Aktionstag für die sofortige Entlassung von Thodoris Iliopoulos, im Hungerstreik seit dem 10. Juli
Wir rufen alle solidarischen Gruppen auf, um ihre Aktionen – Propaganda, Infoaktionen, Treffen – zu koordinieren, die auf die sofortige Entlassung von Thodoris abzielen. Aus diesem Grund haben wir Montag, den 24. August um 20:00 Uhr als den Tag und die Uhrzeit festgelegt, zu welcher wir alle unsere Stimmen und unsere Stärke zusammentun werden, um die sofortige Entlassung des hungerstreikenden Thodoris Iliopoulos einzufordern.
Als Teil dieser Aktion organisiert die Solidaritätsinitiative für Thodoris Iliopoulos ein Solidaritätskonzert an der Propylaea in Athen am Montag, 24. August um 20:00 Uhr.
Im Kampf für seine Verteidigung und seine Entlassung, unsere Unterstützung ist Thodoris’ Atem.
Lasst seine Stimme überall auf der Welt ungehört!
Das folgende Interview wurde von Ntina Daskalopoulou geführt und heute morgen (15. August) in einer Athener Tageszeitung veröffentlicht. Es wurde übersetzt und gepostet hier ohne Kommentaren und Erklärungen – nicht davon ist notwendig. Nach 37 Tagen im Hungerstreik sind Thodoros’ Worte kristallklar. In ihm hat der Staat einem Gegner gefunden, um seine ganze revanchistische Rache loszulassen, Rache in Wirklichkeit gegen eine immer anwachsende Bewegung des Ungehorsams, Widerstands und Solidarität. So lange, wie Menschen wie Thodoros aufstehen gegen den Zorn des Staates, wird der nächste Dezember sehr nahe sein. Im Kampf gegen ihre Ordnung, Thodoros ist nicht alleine.
Wie es sein sollte, der Dezemberaufstand gebar und entfaltete Gedanken, erschuf und beendete Beziehungen, zerstörte Konsumgüter, verdammte und dämmte dominante Strukturen ein. Dieser Weg, wenngleich hoffnungsvoll und erfrischend, hat seinen Preis. Denen, der der Atem genommen und deren Augen durch Chemikalien verbrannt wurden, die Tausenden, die verhaftet wurden, die Hunderten, die inhaftiert wurden, die unbekannte Zahl von „einfach verschwundenen“ MigrantInnen, sind diejenigen, die nun diesen Preis tragen zu tragen haben.
