Tuesday, 6 September, 2011
Gefunden auf der Webseite des griechischen Übersetzungskollektivs Contra Info.
Am Morgen des 1. September mischten sich AnarchistInnen auf dem Markt der Stadt in die Debatte um die ökonomische Krise ein und stießen auf zumeist freundliche Resonanz. Hier der Text, der verteilt wurde.
Hier ein paar Gedanken zum Thema Krise
Einer in der letzten Woche durchgeführten Umfrage entsprechend, wurde offensichtlich und offiziell erfasst, was jede(r) bereits wusste: Die Arbeitslosenquote stieg in einem nie dagewesenen Tempo.
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Sunday, 28 August, 2011
Seit April diesen Jahres sitzen vier Genossen aus Kopenhagen, ein weiterer wurde wenige Wochen später im Mai festgenommen, im Knast. Der Vorwurf gegen die fünf lautet, dass sie für mehrere Angriffe auf Staat und Kapital verantwortlich sein sollen. Am 19. August gab es eine Anhörung vor dem Gericht, bei welcher die Anklagen konkretisiert wurden. Dazu ein Text von Anarchist_innen aus Kopenhagen, übersetzt von der englischsprachigen Version auf dem Blog This Is Our Job.
Heute, nach vier Monaten der Gefangenschaft, haben wir vor dem Amtsgericht von den Vorwürfen gegen unsere Freunde und Genossen gehört. Die Fünf, die am 26. April 2011 verhaftet wurden, werden offiziell beschuldigt eine Reihe von Brandanschlägen auf zwei Pelzfirmen, die Hauptzentrale der Nordea Bank (die größte Bankengruppe in Nordeuropa), die zentrale Polizeiwache, die griechische Botschaft in Kopenhagen, eine Polizeischule und mehrere andere Banken in Kopenhagen verübt zu haben. Read the rest of this entry »
Wednesday, 17 August, 2011
von an die Waisen des Existierenden
Am 24. Juli entfachte beim Bahnhof von Tiburtina in Rom ein riesiger Brand, den die Feuerwehr erst innert fünfzehn Stunden auslöschen konnte und der das nationale Eisenbahnnetz blockierte. Dieser Brand brach in einem Neubau auf einer Baustelle von einem der Hauptknotenpunkte des TAV-Eisenbahnnetzes aus. Angesichts der Schäden und der Schwierigkeit, die Ruinen zu analysieren, ging gleichsam der Verdacht über eine Anti-TAV Sabotage [TAV=Hochgeschwindigkeitszug], wie jener eines Kurzschlusses um. Selbstverständlich haben sich die Vertreter der Anti-TAV Bewegung ab dieser Mutmassung entrüstet. Diese Bewegung, von der stets so gutmütig behauptet wird, dass alles und alle nebeneinander auskommen…
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Saturday, 9 July, 2011
Die italienische Region Piemont war innerhalb der letzten Wochen wieder Schauplatz vermehrter Aktionen des Widerstands und Angriffs gegen das TAV-Projekt: dieses sieht den Bau einer Schnellzuglinie zwischen Turin und Lyon (Frankreich) vor, welche die Zerstörung der Landschaft und der Dörfer im Tal Val di Susa im Nordwesten Italiens vorantreiben wird.
Schon seit den Neunzierjahren wehren sich widerständige AnwohnerInnen gegen das hundertste, unnötige Großbauprojekt: Selbstorganisierung, direkte Aktionen, Sabotagen, Ablehnung von PolitikerInnen kennzeichnen ihr Engagement. Anarchistische, libertäre und andere unzufriedene GefährtInnen sind vom Anfang an an diesem Kampf beteiligt: schon im Dezember 2005 wurde gemeinsam die Polizei – als Besatzertruppe bezeichnet – aus dem Val di Susa von GenossInnen und AnwohnerInnen erfolgreich vertrieben, als mit dem Bau begonnen werden sollte. Weitere Versuche seitens der Regierung die Arbeiten aufzunehmen, scheiterten an dem konsequenten Widerstand. Nun wurde klar, daß die Arbeiten bis zum 30. Juni diesen Jahres begonnen werden müssen, sonst wäre die EU-Finanzierung geplatzt: deshalb wurde zur Reise nach Susa aufgerufen, um das Tal zu verteidigen.
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Sunday, 20 February, 2011
Diesen Text entnehmen wir unserem Antiknastinfo Entfesselt Ausgabe Winter 2010/2011. Er eröffnet einen Blick auf die Entwicklungen der repressiven Maßnahmen, die antistaatlichen und antikapitalistischen militanten Aktionen und die Verfolgung der Mapuche Bevölkerung in den letzten Jahren in Chile. Dazu gibt es eine ausführliche Chronologie und Briefe und Erklärungen zu den Gefangenen.
Die Kontinuität des faschistischen Gesetzes in der Demokratie
bedeutet die Kontinuität von autonomen Widerstand und militantem Angriff
Ein historischer Hintergrund
In Chile wurde 1984, noch während der Militärdiktatur, das Ley de Seguridad Interior del Estado (Innerstaatliches Sicherheitsgesetz) erlassen, besser bekannt als Anti-Terror-Gesetz, mit der klaren Absicht jeden “terroristisch-marxistischen” Widerstand, den internen Feind jener Jahre, wegzusperren. Diese internen Feinde waren bewusste militante junge Leute, die verschiedenen bewaffneten Gruppen angehörten und für das Ende der Diktatur kämpften.
1988, nach dem Volksentscheid über das Bestehenbleiben oder das Ende der Diktatur, entschlossen sich drei Gruppen (MJL, FPMR, MIR) den bewaffneten Kampf weiterzuführen, denn der Beginn der sogenannten Demokratie war nur ein Wechsel der Verwaltung des in Diktaturzeiten eingeführten neoliberalen Systems und dessen Weiterbestehen durch die Verfassung von 1980.
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Sunday, 2 January, 2011
In der Silvesternacht kam es in einem Knast in England zu einem Aufstand, es wurde die Fensterscheiben in den Baracken zerstört und Feuer gelegt. Mehrere Gebäude brannten ab. Ein Teil der Inhaftierten des Ford Open Prison, südlich von London, sollen sich gegen Alkoholkontrollen gewährt haben. Der Knast ist ein Knast, in welchem nur Kurzstrafler eingesperrt werden, also Personen, die eine Strafe kürzer als zwei Jahre abzusitzen haben. Die Gefangenen dürfen tagsüber die Anstalt verlassen, um zur Arbeit zu gehen.
Es gab in der Nacht nur zwei Beamte und vier Bedienstete, die in der Zwangsanstalt tätig waren, diese mussten sich zurückziehen und auf das Eintreffen von Spezialkräften warten. Diese Spezialkräfte sind speziell für Aufstände in Knästen trainiert. Am Nachmittag des 1. Januar brannten immer noch zwei Gebäude, die Feuerwehr war im Einsatz.
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Monday, 15 March, 2010
Die Demokratie inhaftiert wegen eines Fingerabdrucks auf einer Platiktüte
Am 23. September 2009, nur wenige Tage vor der Wahl des neuen Parlaments, vollzogen die Repressionsbehörden in Griechenland einen Schlag gegen vermeintliche MitgliederInnen der Stadtguerillagruppe “Conspiracy of the Cells of Fire”. Sie drangen in ein Haus im Athener Bezirk Halandri ein, welches sie als den Rückzugsort der Gruppe bezeichnen. Mehrere Personen wurden im Haus verhaftet, vier von ihnen sitzen immer noch in Haft. Mehrere Personen konnten sich der Verhaftung entziehen und tauchten unter, gegen sie wurden Kopfgelder gehängt. Die “Conspiracy of the Cells of Fire” hat erklärt, dass die Inhaftierten nicht mit ihnen zu tun hätten, also nicht Teil ihres Gruppenzusammenhanges sind. Die Aktion gingen auch unentwegt weiter, zum Beispiel mit einem Anschlag auf das Parlamentsgebäude. In den folgenden Monaten gerieten diejenigen in die Zielscheibe der Ermittler, von denen Spuren im Haus gefunden wurden. Mehrere Leute wurden verhaftet, aber sie befinden sich wieder auf freiem Fuß, unter Auflagen wie dem Verbot das Land zu verlassen und die regelmäßig auf der örtlichen Polizeiwache zu melden.
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Tuesday, 23 February, 2010
Filmreihe von März bis Mai 2010
mit verschiedenen Filmen
an unterschiedlichen Orten in Berlin
Auf den Etappen dieser filmischen Reise durch verschiedene Berliner Kieze wollen wir uns mit dem Thema der Einsperrung und der Weigerung sich zu unterwerfen beschäftigen. Es werden uns Kämpfe gegen Knast und andere Formen des Einsperrens begegnen. Die Bekämpfung dieser Knastgesellschaft in all seinen Formen sehen wir als unabdingbar an für all diejenigen, die zu einem Bruch mit den bestehenden Verhältnissen kommen wollen.
Einige der Filme werden von Info- und Diskussionsveranstaltungen begleitet, ein Infotisch um das Thema Anarchismus/Antiknastkampf wird immer präsent sein.
Alle Filme, die wir gewählt haben, haben einen sehr engen Bezug zur Realität, indem sie biografische Bezüge und wahre Schicksale zeigen.
11. März
im Schnarup-Thumby – Scharnweberstrasse 38 – Friedrichshain – ab 21 Uhr
„Hunger“
UK, Ireland – 2008
Bobby Sands versucht mit einem Hungerstreik die britische Regierung zur Anerkennung der IRA-Häftlinge als politische Gefangene zu zwingen. Er bezahlt dies mit seinem Leben. Der Film zeigt seine letzten sechs Wochen, den erbarmungslosen Kampf und die Versuche diesen zu brechen.
- am 18. März findet ab 19 Uhr am selben Ort eine Diskussion über Grenzen und Möglichkeiten des Hungerstreiks statt, Beispiel soll der internationale Hungerstreik Ende 2009 sein – in Kooperation mit Tempest Library -
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Tuesday, 7 April, 2009
Am 2. April zerstörten Gefangene den neuen Isolationstrakt des Knastes in Brügge (Belgien). Dieser neue Isolationstrakt wurde erst vor zehn Monaten eröffnet und hat es hingegen seiner Bestimmung nicht geschafft den Geist der Rebellion unter den Gefangenen zu brechen. Aufgrund der Revolte und der Zerstörung musste der Trakt von der Knastleitung geschlossen werden. Zu den Ereignissen gibt es ein Poster, welches verbreitet werden soll. Der Text wurde in deutsche Sprache übersetzt.
Nichts ist vorbei, alles setzt sich fort.
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