Posts tagged with “1. Mai”

Marco Camenisch: Gruss und Wutbotschaft zum 1. Mai 2013

Thursday, 2 May, 2013

Marco CamenischMir ist überhaupt nicht zum Feiern zumute! Gefeiert wird nämlich genug! Einerseits. Denn was wir von Natur aus auch tun und lassen wollen und müssen, das Leben sollte eigentlich immer ein Fest sein.

Denn der 1.Mai ist keine Feier. Der 1.Mai ist nicht zum feiern da. Und der 1. Mai sollte noch viel weniger Tag der Arbeit schon gar nicht ein Tag, wie auch immer, für die Arbeit sein. Sondern ein Tag der radikalen Reflektion und Analyse über die Arbeit und zur solidarischen Organisierung des radikalen Kampfes gegen die Arbeit und damit zwingend, gegen das System und alle seine Wurzeln, die Arbeit überhaupt erzwingen, notwendig machen und uns alle auf Tod oder Leben davon abhängig machen, die uns und unsere Zukunft damit töten!
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Ein offener Brief von anarchistischen Gefangenen in der Türkei an die Öffentlichkeit

Sunday, 3 June, 2012

anarchistische Demo in Istanbul am 1. Mai 2012Am 1. Mai kam es in Istanbul zu Angriffen auf Staat und Kapital, wenige Tage später gab es eine große Repressionswelle des Staates, bei welcher mehr als 60 Gefährt_innen festgenommen wurde. Einige sitzen noch immer im Knast und haben sich zu Wort gemeldet. Die deutschsprachige Übersetzung übernehmen wir von linksunten.indymedia.org. Für den 12. Juni wird zu einen Aktionstag für die Inhaftierten aufgerufen.

Wie bekannt sein dürfte, gab es von einigen Anarchist_innen aus dem anarchistischen Block am 1. Mai 2012 Angriffe auf einige Banken und Firmen im Istanbuler Stadtteil Mecidiyeköy-Şişli. Wir, neun der 60 Menschen, die durch die Polizeibehörde in Gewahrsam genommen wurden, wir, neun anarchistische Gefangene, die durch die Entscheidung des 9. Strafgerichts gefangen genommen und in das Typ-T-Gefängnis in Metris gesperrt wurden, schreiben diesen Brief. Read the rest of this entry »

Repressionswelle gegen Anarchist_innen in Istanbul

Thursday, 17 May, 2012

anarchistische Demo in Istanbul am 1. Mai 2012Anfang der Woche gab es einen heftigen Repressionschlag gegen Anarchist_innen in Istanbul, ihnen wird die Beteiligung an den Riots am 1. Mai vorgeworfen. Hierzu einen Text übernommen von noprisonnostate.blogsport.de und die Ankündigung für eine solidarische Kundgebung am 18. Mai vor der türkischen Botschaft in Berlin. Infos auf englischer Sprache auch auf libcom.org. Weiteres in den nächsten Tagen…

Am 14.05 gab es eine Polizei-Operation gegen Anarchist_innen in Istanbul. Mehr als 60 Gefährt_innen wurden festgenommen, denen vorgeworfen wird an den 1. Mai Riots beteiligt gewesen zu sein, bei dem der anarchistische Block Banken, Geschäfte und Institutionen angriff.
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Aktionen am Knast in Hamburg am 1. Mai

Monday, 7 May, 2012

Jeder tote Mensch im Knast, ist ein Toter des Systems! Freiheit für alle Gefangenen! - ein am 1. Mai in Hamburg am Knast Holstenglacis aufgehängtes TransparentAm 1. Mai haben sich einige Menschen am Knast Holstenglacis und in der Umgebung zusammengefunden, um gegen die Knäste und die Verhältnisse, die sie brauchen, Position zu beziehen.

Es wurden im Park am Knast Flyer verteilt, die über die Selbstmorde im Knast, die sich eine Woche zuvor ereignet hatten, informieren. Außerdem wurde vor dem Eingang des Knastes ein Transparent aufgehängt, auf dem “JEDER TOTE MENSCH IM KNAST IST EIN TOTER DIESES SYSTEMS! FREIHEIT FÜR ALLE GEFANGENEN!” geschrieben stand. Eine Gruppe von Menschen kam zusammen und rief Parolen gegen die Knäste und für die Gefangenen und die Gefangenen antworten. Ein Mensch rief durch die Gitter seiner Zelle: Lasst uns die Mauern einreißen! Und viele stimmten mit Jubel zu.
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Auf dass der Schrei nach Freiheit…

Sunday, 29 April, 2012

Auf dass der Schrei der Freiheit - Poster von der Strasse - gesehen in Berlin-Kreuzberg vor dem diesjährigen 1. Mai…in verschiedenster Sprache und auf unberechenbarer Weise erklingt!

Läuft man an Tagen wie diesen, durch die Straßen und Parkanlagen Kreuzbergs und Neuköllns, findet man nicht nur viele Menschen, die den Sonnenschein und vielleicht ihr „verlängertes Wochenende“ genießen, sondern auch Plakate und Banner, die sich thematisch mit den Revolten und Erhebungen der letzten Zeit beschäftigen. In einem dazugehörenden Flyer sind die Zustände, wie wir sie hier und überall anders wahrnehmen können, dargelegt.

Wir wollen nur gemeinsam, selbstorganisiert und solidarisch, unsere Freiheit zurück gewinnen. Ohne VertreterInnen, seien es Parteien, die großen Gewerkschaften oder PolitikerInnen. Denn, unser Leben ist nicht verhandelbar.

Das Bestehende ist nicht reformierbar, noch wollen wir es durch „echte Demokratie“, von der man vielerorts hört, ersetzen. Die Verhältnisse gehören zerstört, um den Nährboden für Selbstbestimmung und eine Gesellschaft gegenseitigen Hilfe zu schaffen. Der 1. Mai und all seine Facetten soll nicht unsere einzige Möglichkeit bleiben, diesem Verlangen nach zugehen. Wir wollen zusammen jeden Tag die Konfrontation mit unserem Alltag, mit der Monotonie und der Herrschaft wagen.

Für die Freiheit! Für die Revolte!
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Solidaritätshungerstreik von Billy, Yilmaz und Marco in der Schweiz

Saturday, 28 April, 2012

Solidarity with all prisoners - Free them all!An diesem 1. Mai sind wir wieder einmal dort, wo wir uns wirklich zuhause fühlen: zusammen mit euch auf den Strassen, im Widerstand und den Kämpfen, die uns, jenseits aller Unterschiede, vereinen! Auch an diesem 1. Mai nehmen wir von drinnen an den Mobilisierungen und Initiativen draussen teil, mit einem kollektiven Hungerstreik von fünf Tagen, den wir am 1. Mai beginnen.

Von der betrügerischen, hinterhältigen und verfälschenden Medienwelt kommt die pausenlose tagtägliche Bombardierung auf der Welle der Krise und der verschiedenen Notstände, die das Regime bei Bedarf immer wieder aus der Mottenkiste hervorholt. Die Angst, die treibende Kraft der Demokratie, ist in diesen Krisenzeiten klar wieder allgegenwärtig, und wird uns und der sogenannten öffentlichen Meinung von den Desinformations- und Propagandakanälen des Regimes alltäglich eingehämmert.
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Im Wahljahr kein Krawall – die Odyssee eines politischen Wunschkonzerts

Friday, 13 May, 2011

Im Wahljahr kein Krawall - die Odyssee eines politischen WunschkonzertsIn den letzten Tagen ist ein Poster auf den Straßen von Berlin aufgetaucht. Unter der Überschrift “Im Wahljahr kein Krawall – die Odyssee eines politischen Wunschkonzerts” nimmt es Stellung zu den Geschehnissen vor und nach dem diesjährigen 1. Mai in Berlin.

Im Wahljahr kein Krawall -
die Odyssee eines politischen Wunschkonzerts

Wer hat noch nicht, wer will nochmal: Im Vorfeld des 1. Mai hat die öffentliche Denunziation von Protest und Widerstand gegen die Herrschende Ordnung wieder einmal groteske Züge angenommen. Politiker, Polizeigewerkschaft und Journalisten überbieten sich gegenseitig mit ihren geistigen Ergüssen. Mal stürzt sich eine Jung-Redakteurin der BZ in die Abgründe der „linksextremen Mafia“ und spinnt sich durch besondere Hirnakrobatik ihr Weltbild zurecht, wobei auch das allerletzte Klischee bedient wird um den Teufel an die Wand zu malen. Read the rest of this entry »

Für die soziale Revolte – als Antwort auf das Bestehende

Thursday, 14 April, 2011

Soziale Revolte auf der Strasse - Für die soziale Revolte – als Antwort auf das BestehendeZwei Poster sind wenige Wochen vor dem 1. Mai auf den Straßen von Berlin und Hamburg aufgetaucht. Unter der Überschrift “Für die soziale Revolte – als Antwort auf das Bestehende” zeigen sie die Unzufriedenheit mit den bestehenden Verhältnissen auf und propagieren die tägliche Revolte als Möglichkeit aus dem Alltag auszubrechen, und dies nicht nur am 1. Mai.

Für die soziale Revolte – als Antwort auf das Bestehende

Für die soziale Revolte – als Antwort auf das Bestehende - …auf dass der Stein ins Rollen kommt!Frühjahr 2011: mit Freude und Interesse schauen wir nach Nordafrika. Es bewegt sich was, das jahrelang am Ende der Geschichte angekommen zu sein schien. Ein kleiner Funke reichte aus um die sozialen Spannungen zum Explodieren zu bringen und die Rebellion gegen das Bestehende zum Flächenbrand werden zu lassen. Es sind Revolten, die von Selbstorganisierung und Subversivität geprägt sind und in ihren Anfängen und oft auch darüber hinaus ohne führende Gruppen und einheitlicher, institutionalisierter Politik auskommen. ArbeiterInnen, Erwerblose, StudentInnen und SchülerInnen gehen gemeinsam auf die Strasse und fordern nichts weniger als die Freiheit. Die Freiheit selbst über ihr Leben zu bestimmen und meinen damit unvermeintlich auch ein Ende der kapitalistischen Herrschaftsverhältnisse, welche die Ursache für Kriege, Unterdrückung und Ausbeutung sind.
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EA Berlin: 1. Mai – noch nicht für alle vorbei

Tuesday, 21 September, 2010

ea-berlinFast fünf Monate nach dem 1. Mai 2010 ist dieser wie immer noch nicht für alle vorbei. So sitzt Hakan E. immer noch in Untersuchungshaft in der JVA Moabit.
Vorwurf: Ein Flaschenwurf mit Treffer.

Dabei ist die „Beweislage“, wie sie sich im Prozess darstellt, äußerst dünn. Die Hauptbelastungszeugin, wie alle anderen Zeug_innen Polizistin einer Einsatzhundertschaft, belastete Hakan in ihrer ersten Aussage schwer und gab eine detailreiche Schilderung von Wurf bis Festnahme ab. Als eindeutiges Erkennungszeichen für Hakan konnte sie angeben, dass er der „einzige Türke dort“ gewesen sei und ein weißes T-Shirt getragen habe.

Nur wenige Tage später allerdings, nachdem sich in einer Einsatzauswertung der Bullen herausstellte, dass die beiden Kollegen, die sie als Festnehmende angegeben hatte, an dem Abend überhaupt keine Festnahmen getätigt hatten, schauen sich die Zeugin und der weitere Zeuge beim LKA die gefertigten Polizeivideos an, in der Hoffnung die Tathandlung darauf zu finden. Read the rest of this entry »