Saturday, 10 March, 2012
Dieser Text erschien 1899 in der italienischsprachigen anarchistischen Zeitung L‘Aurora. Er steht im Kontext von zwei weiteren Artikeln von Ciancabilla mit dem Titel „der ökonomische Kampf“ und „der individuelle Kampf“.
Gefunden auf an die Waisen des Existierenden.
I
Es scheint uns unnütz, zu erklären – da alle es bereits wissen –, dass wir unter dem Namen des politischen Kampfes denjenigen verstehen, den wir gegen die Regierung kämpfen.
Es scheint uns viel nützlicher, zu definieren und zu präzisieren, was die Regierung ist, welche Interessen sie vertritt, und folglich, mit welchen Waffen wir sie heute bekämpfen sollten, und vor allem, wie wir verhindern sollten, dass sie nicht morgen, nachdem wir sie besiegten, unter einer neuen, wenn auch abgeschwächten Form von Unterdrückung wieder auftaucht.
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Saturday, 31 December, 2011
übersetzt von waronsociety.noblogs.org
Den Kampf gegen alle Formen der Autorität verkörpern die GenossInnen, mit denen wir unsere Ideen und die Praxis schärfen, und Erfahrungen in der Hitze jedes Gefechts austauschen. Anti-autoritäre Kombattanten sind keine SoldatInnen, die trainiert sind um Gefühle zu zerstören. Im Gegenteil, wir sind KriegerInnen, menschliche Lebewesen, die hassen, lieben, lachen und genießen, und sich entschlossen haben unser Leben für die Freiheit zu geben.
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Monday, 5 December, 2011
Am 20. November 2011 erschienen, zirkuliert dieser Brief auch auf Italienisch, Französisch und Englisch. Er dringt in eine Debatte ein, die im deutschsprachigen Raum etwas weniger als in gewissen anderen Ländern, aber dennoch spürbar anwesend ist. Ausserdem vertieft er durch die Kritik einige Ideen bezüglich Informalität und aufständischen Perspektiven…
Der Brief befindet sich als ausdruckbare Brochüre im Anhang.
Brief an die anarchistische Galaxie
Ohne Einladung, dringen wir mit diesem Brief in eine Debatte ein, die nicht die unsere ist. Eine Debatte, die nie die unsere sein wird, da sie sich auf einem Terrain abspielt, das uns für die Suche nach aufständischen Perspektiven und damit einhergehenden anarchistischen Ideen und Aktivitäten unfruchtbar scheint. Aber wieso dann, könnte man sich fragen, einen solchen Brief verfassen? Read the rest of this entry »
Monday, 3 October, 2011
Am 15. und 16. Oktober wird in Brüssel eine internationale anarchistische Buchmesse stattfinden, hier die Einladung in deutscher Sprache. Weitere Texte in verschiedenen Sprachen auf der Webseite subversive.noblogs.org.
Einladung
Von Unzufriedenheit…
Das Trugbild des sozialen Friedens, das jahrzehntelang in den Ländern Europas geherrscht hat, liegt heute an einigen Orten schlichtweg in Scherben, während es an anderen Orten allmählich seine ersten Risse aufzuweisen beginnt. In all diesen Jahren haben sich Revolutionäre und Anti-Autoritäre daran gewöhnt, ihre Kämpfe als einen berechtigten Versuch zu betrachten, den Grabstein der Befriedung aufzubrechen oder Spannungen, die hier und dort zu Tage kommen, zu vertiefen. Read the rest of this entry »
Saturday, 10 September, 2011
von ch.indymedia.org
“Dieser Text wurde Gestern Mittwoch als Flugblatt auf verschiedenen Strassen und Plätzen Zürichs verteilt. Es befindet sich eine ausdruckbare Datei als Flugblatt und als Plakat im Anhang. ”
Die Schönheit des Lebens liegt im Grad der eigenen Ununterworfenheit
Es gibt Ereignisse, die wie ein Funke den Trott unseres Alltags durchbrechen. Handlungen, die uns vom Verlangen erzählen, sich zumindest ein Stück jener Würde zurückzuholen, die wir so oft unter der Resignation begraben. Unter der Resignation gegenüber den Autoritäten aller Art, die uns mit ihren eingebildeten Befehlen „zurechtrücken” wollen, der Resignation gegenüber den Zwängen und Anforderungen einer Gesellschaft, die uns in den unterwürfigen Rollen sehen will, die sie für uns bereithält.
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Saturday, 10 September, 2011
von an die Waisen des Existierenden
Bürger! Die Wahlen rücken näher. Wisst ihr schon wen wählen?
Wenn ihr von den üblichen Politikern enttäuscht seit, die alles versprechen und nichts halten,
Wenn ihr diese alberne, alte und langweilige politische Klasse satt habt,
Wenn ihr denkt, dass der Ort, an dem die Macht ausgeübt wird, etwas Wärme nötig hat,
Wenn ihr genug habt von den Hierarchien, Privilegien und Geschäftemachereien…
WÄHLT MARINUS VAN DER LUBBE!
Van der Lubbe: er ist jung, mutig, voller Feuer und Leidenschaft.
Van der Lubbe: der einzige Mensch der mit ehrlichen Absichten ein Parlament betrat.
Van der Lubbe: er ist der Kandidat, der all die Wirrungen der Politik auflösen wird.
WÄHLT VAN DER LUBBE!
SCHICKT EINEN BRANDSTIFTER INS PARLAMENT!
ER IST DIE RICHTIGE PERSON AN DER RICHTIGEN STELLE!
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Saturday, 16 July, 2011
Am 19. Juli wird der Prozess gegen die drei in der Schweiz inhaftierten AnarchistInnen Billy, Silvia und Costa eröffnet werden. Dazu ein solidarischer Text, welcher von switzerland.indymedia entnommen ist.
Das Trauma des Leidens unter der staatlichen Repression nahm für Billy, Silvia und Costa in der Schweiz am 15. April 2010 seinen Anfang. Seit sie durch die Polizei angehalten, von der Justiz monatelang (und nach wie vor) in Untersuchungshaft gesteckt wurden und seit die medialen, politischen und wirtschaftlichen Interessenskreise ihre bürgerlichen Muskeln spielen lassen, sehen sich unsere Kumpanen mit einer kalten, isolierten und von Schikanen durchtränkten Gefängnissrealität konfrontiert. Die Quälbarkeit der Körper und der Psyche, durch den Druck der Repression und der perfiden Gewalt durch das Knastsystem, lässt sich nicht verleugnen. Read the rest of this entry »
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Thursday, 14 July, 2011
- und seine tödlichen Folgen
Am 20. Juli 2001 wurde unser Gefährte und Komplize Carlo Giuliani in Genua/Italien während eines Angriffes auf ein Auto der Carabinieri (italienische, paramilitärische Polizei) von einem der uniformierten Insassen erschossen. Carlo war an diesem Tag einer von Hunderttausenden, die die gegenwärtige Organisierung der Gesellschaft in Frage stellten und sich den Beziehungen von Macht, Ausbeutung und Entfremdung widersetzten.
Vielen sind diese Tage in Genua besonders dadurch im Gedächtnis geblieben, da die repressiven Einheiten, legitimiert durch Regierung und Presse, unzählige Menschen niederknüppelten und erniedrigten, wobei der Mord an Carlo, das Massaker in der Diaz-Schule und die anschließende Folter in der Bolzaneto-Kaserne die traurigen Höhepunkte dessen bildeten. Wir werden die blutigen Bilder dieser Tagen nie vergessen, und für die folgenden Jahren nährten diese Erinnerungen unseren Hass auf jegliche Form der Autorität.
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Friday, 8 July, 2011
In den letzten Wochen wurden mehrere Gefährten von zweifelhaften Typen angesprochen oder angerufen, die ihnen ohne Umwege vorschlugen, Informationen über die anarchistische Bewegung zu schieben, und versuchten sie dazu zu bringen Leute zu verraten. Es ist daher nicht auszuschliessen, dass die Wachhunde des Staates bereits seit einiger Zeit versuchen Informanten zu rekrutieren.
Wir haben uns nie die Illusion gemacht, dass unser Kampf gegen jegliche Autorität einfach sein würde; dass wir unterwegs nicht auf repressive Hindernisse stossen würden. Ebenso wenig haben wir jemals geglaubt, dass der Staat sauber spielt oder spielen wird. Die gegenwärtige Suche nach Informanten, die dreckige Erpressung, die sie ausüben, um Gefährten unter Druck zu setzen, die ärmliche Praxis des Eindringens in Häuser von Gefährten, um dort versteckte Hör- und Videoüberwachungsgeräte zu installieren, das feige Verprügeln von gefesselten Gefährten in den Zellen der Polizeiposten: dies ist also ein Weg, den sie nun erforschen, um zu versuchen die Bewegung der Feinde jeglicher Autorität zu brechen. Read the rest of this entry »