Wednesday, 1 February, 2012
Ich war, ich bin und werde eine Anarchist sein. So lange wie ich lebe und atme wird sich die Reise fortsetzen. — Y. Dimitrakis
Der Anarchist Yannis Dimitrakis wurde am 16. Januar 2006 festgenommen, dabei schwer verletzt von Polizeikugeln, nach einem Überfall auf die Nationalbank in der Solonosstrasse, im Zentrum von Athen.
Ein Sturm der Fehlinformation wurde systematisch von der Polizei verbreitet und bereitwillig von den Massenmedien weitergetragen, da seine Verhaftung von einer wahnhaften Propaganda des Staates der angenommenen Existenz der sogenannten “Gang der Räuber in Schwarz” umrahmt wurde; in den Tagen, als er noch auf der Intensivstation lag, versuchte der berüchtigte “Terror”-Staatsanwalt Diotis ihn zu vernehmen; seine Freunde und Angehörigen wurden ins Visier genommen; und in dem Strafverfahren gegen ihn wurden die Antiterrorbestimmungen sowie Vorwürfe der Teilhabe an weiteren Banküberfällen aufgenommen.
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Monday, 23 January, 2012
Vom 20. bis zum 29. Januar befindet sich der in der Schweiz inhaftierte Anarchist Marco Camenisch im Hungerstreik. In einer Erklärung hat er seine Beweggründe dargelegt.
Außerdem wird Marco momentan die “bedingte Entlassung” verweigert, in einem Text erklärt er, was damit gemeint ist und dies im speziellen für ihn bedeutet.
Hungerstreikerklärung von Marco Camenisch
Vom 20-29.01.2012 ergreife ich mit einem Hungerstreik die Initiative als solidarische Teilnahme an unserem Kampf gegen das WEF in Davos, wo sich die höchsten der grössenwahnsinningen und gierigen Heuchler, Ausbeuter, Unterdrücker und Zerstörer aus Staat, Kapital und Lakaien wieder einmal in dreister und wohl beschützter Prasserei zur “Rettung” ihres technoindustriellen Systems treffen, das in der unumkehrbaren globalen Krise steckt.
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Wednesday, 14 September, 2011
Diesen Text haben wir zugeschickt bekommen, besten Dank dafür. Weitere Infos über die drei Inhaftierten in spanischer Sprache unter freddymarcelojuan.noblogs.org.
Niemals vergessen wir
unsere gefangenen Compañeros!
Angesichts der heiklen Lage (gerichtlich und die Situation im Knast) in der sich die Compañeros Juan Aliste Vega, Marcelo Villarroel Sepúlveda und Freddy Fuentevilla Saa (zur Zeit eingeschlossen in chilenischen Knästen) befinden, haben wir uns als verschiedene Individuen aus Buenos Aires dazu entschlossen ein Unterstützungsnetzwerk aufzubauen, um über die aktuelle Situation zu berichten und damit zu ihrer baldigen Freilassung beizutragen
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Thursday, 21 July, 2011
Bologna
Fünf der GenossInnen, die im Rahmen einer großen Operation der italienischen Polizei gegen anarchistische GefährtInnen im April diesen Jahres verhaftet wurden, sind am 17. Juli unter Hausarrest gestellt worden. Entscheidend dafür war die Aufhebung der Anschuldigung zum „Umsturz“. Im Knast bleibt nur Maddalena Calore, die keine Anfrage nach der Umwandlung der U-Haft in Hausarrest gestellt hat.
Der anarchistische Treffpunkt in Bologna, „Fuoriluogo“, bleibt weiterhin geschlossen, weil er noch immer von der Polizei beschlagnahmt ist.
Val di Susa
Mitte Juli wurden alle vier GenossInnen, die in Folge des Widerstands im Val di Susa am 3. Juli eingeknastet worden waren, aus dem Knast entlassen. Drei von ihnen, Gianluca, Salvatore und Roberto, sind aufgrund von Hausarrest in ihren Bewegungen eingeschränkt, während Marta die Stadt, in der sie gemeldet ist, nicht verlassen darf.
Saturday, 9 July, 2011
Die italienische Region Piemont war innerhalb der letzten Wochen wieder Schauplatz vermehrter Aktionen des Widerstands und Angriffs gegen das TAV-Projekt: dieses sieht den Bau einer Schnellzuglinie zwischen Turin und Lyon (Frankreich) vor, welche die Zerstörung der Landschaft und der Dörfer im Tal Val di Susa im Nordwesten Italiens vorantreiben wird.
Schon seit den Neunzierjahren wehren sich widerständige AnwohnerInnen gegen das hundertste, unnötige Großbauprojekt: Selbstorganisierung, direkte Aktionen, Sabotagen, Ablehnung von PolitikerInnen kennzeichnen ihr Engagement. Anarchistische, libertäre und andere unzufriedene GefährtInnen sind vom Anfang an an diesem Kampf beteiligt: schon im Dezember 2005 wurde gemeinsam die Polizei – als Besatzertruppe bezeichnet – aus dem Val di Susa von GenossInnen und AnwohnerInnen erfolgreich vertrieben, als mit dem Bau begonnen werden sollte. Weitere Versuche seitens der Regierung die Arbeiten aufzunehmen, scheiterten an dem konsequenten Widerstand. Nun wurde klar, daß die Arbeiten bis zum 30. Juni diesen Jahres begonnen werden müssen, sonst wäre die EU-Finanzierung geplatzt: deshalb wurde zur Reise nach Susa aufgerufen, um das Tal zu verteidigen.
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Thursday, 2 June, 2011
Am 27. Mai urteilte der Richter Zhanna Khvoynitskaya über die weißrussischen Anarchisten Ihar Alinevich, Mikalaj Dziadok, Aliaksandar Frantskievich, Maxim Vetkin und Yeveni Slivonchik. Die jungen Männer waren zahlreicher politischer Aktionen beschuldigt unter denen sich auch ein Angriff auf die russische Botschaft in Minsk vom August 2010 befand.
Ihar Alinevich wurde beschuldigt die russische Botschaft und die Belarusbank („Mutwillige Zerstörung von Eigentum, Gesetz 218 Paragraph 3 des weißrussischen Strafgesetzbuchs), das Untersuchungsgefängnis in Minsk (Gesetz 218 Paragraph 2) und ein Casino in Minsk angegriffen zu haben, genauso wie an einer nichtgenehmigten Demonstration vor dem Militärhauptgebäude teilgenommen zu haben (letztere beiden Anschuldigungen fallen unter Gesetz 339 Paragraph 2 des weißrussischen Gesetzbuches „schwerer Hooliganismus“). Die Staatsanwaltschaft forderte neun Jahre unter verschärften Haftbedingungen. Read the rest of this entry »
Tuesday, 24 May, 2011
In der Zelle des spanischen Anarchisten Gabriel Pombo da Silva in der JVA Aachen gab es in den letzten Wochen zwei Durchsuchungen. Bei der ersten wurden ihm CDs, DVDs und Postkarten mit politischen Sprüchen weggenommen, am 10. Mai kamen die Schergen der Knastleitung in Form der Schließer erneut und suchten gezielt nach einem Handy. Um zu zeigen, dass Gabriel für uns nicht vergessen ist, wir mit ihm in jeglicher Form solidarisch sind und um seine Geschichte wieder bekannter zu machen, übernehmen wir drei Texte von ihm aus dem Jahr 2005.
Zunächst ein paar kurze Sätze zu ihm und seiner Geschichte. Gabriel Pombo da Silva ist seit Juni 2004 in Deutschland in Haft, zuvor hat er in Spanien über 20 Jahren im Knast verbracht, darunter 14 Jahre in der berüchtigten FIES-Isolationshaft. Im spanischen Knast lernte er José Fernandez Delgado kennen, durch die menschenfeindlichen Bedingungen in der Iso-Haft und die damit verbundenen Knastrebellionen wurden sie politisiert. Während eines Hafturlaubs 2003 konnte Gabriel fliehen und untertauchen, er traf wieder auf José, der ebenfalls geflohen war. Read the rest of this entry »
Thursday, 19 May, 2011
Am 10. Mai hatte der in Aachen inhaftierte Anarchist Gabriel Pombo da Silva Langzeitbesuch. Währenddessen wurde eine zweite Razzia in seiner Zelle gemacht. Gezielt wurde nach einem Handy gesucht, offenbar ein Hinweis eines Mitgefangenen an die Schließer. Die Schließer waren bei der Suche erfolgreich.
Gabriel sollte sich nach dem Besuch ausziehen zur Leibesvisitation, er verweigerte dies, woraufhin ihm die Klamotten heruntergerissen wurden. Die Anwälte versuchen deswegen gegen die Anstaltsleiterin vorzugehen, was ihnen bisher nicht gelang.
Ein weiteres Problem ist auch, daß Gabriel Vitamintabletten bei sich hatte, da er befürchtete, diese würden ihm bei einer Razzia weggenommen werden. Diese sind jetzt tatsächlich weg und es steht die Frage im Raum, ob die Knastleitung der Besucherin unterstellen wird, die Tabletten beim Besuch übergeben zu haben. Damit wären weitere Langzeitbesuche in Gefahr.
Bereits wenige Tage zuvor gab es eine Durchsuchung in der Zelle von Gabriel, bei der ihm sämtliche CDs, DVDs und Postkarten mit politischen Sprüchen, sowie seine Hanteln und die Schreibmaschine weggenommen wurden.
Schreibt ihm und zeigt euch solidarisch
mit den euch zur Verfügung stehenden Mitteln:
Gabriel Pombo da Silva
JVA Aachen
Krefelder Str. 251
52070 Aachen
Tuesday, 17 May, 2011
Seit dem 1. Mai 2011 befinden sich die vier in der Schweiz inhaftierten Anarchisten Marco Camenisch, Luca (Billy) Bernasconi, Costantino Ragusa und Silvia Guerini in einem kollektiven Hungerstreik. Jede/r der vier wird für eine Woche den Knastfrass verweigern.
Billy hat sich kurz vor Beginn des Hungerstreiks mit einem Brief aus dem Knast gemeldet, übersetzt wurde dieser von Marco Camenisch.
Beitrag zur gemeinsamen Initiative
1. Mai – 28. Mai 2011
Übersetzt von Marco Camensich, Knast Lenzburg
WissenschaftlerInnen und ForscherInnen, Industrien und Regierungen bewegen uns auf eine neue verheerungsvolle Ära zu: die digitale, der intelligenten Umwelten, der Effizienz des unendlichen Kleinen und der technowissenschaftlichen Konvergenz, die „Grosses“ verspricht. Read the rest of this entry »