Posts tagged with “Frankreich”

Frankreich: Von einem Knast zum nächsten….

Wednesday, 27 February, 2013

climbing-upHier eine Übersetzung eines Textes der auf en.contrainfo.espiv.net erschienen ist, die deutsprachige Übersetzung übernehmen wir von linksunten.indymedia.org.

From one prison to another

Am 16. Dezember 2012 versuchten 5 Menschen aus dem Abschiebeknast in Massy-Palaiseau zu entkommen. Vier von ihnen schafften es, der Fünfte jedoch, Ibrahim, wurde von der Polizei geschnappt und zusammengeschlagen. Er wurde für zwei Tage in Gewahrsam genommen und kam dann vor einen Richter, mit der Beschuldigung einen Polizisten überwältigt zu haben, um seinen Sicherheitspass zu stehlen, mit dem es den anderen möglich wäre abzuhauen. Read the rest of this entry »

Das Herz im Käfig, die Wut im Herzen… Solidarität mit Mike!

Monday, 14 January, 2013

Solidarität mit MikeIn der Nacht zum 1. Mai 2009 ist eine Mitstreiter_in, Zoe, 24 Jahre alt, beim Hantieren mit Natriumchlorat (geeignet zum Bau von explosiven Gegenständen und Rauchpulver – je nach Gemisch) in Chambery in Frankreich ums Leben gekommen. Ein weiterer Mitstreiter, Mike, wurde dabei schwer verletzt und lag im künstlichen Koma auf der Intensivstation im Krankenhaus. Bereits kurz danach haben wir einen versucht die Hintergründe in einem Text zu verbreiten.

Jetzt nach über drei Jahren, nach Anti-Terror-Ermittlungen, nach einem Gerichtsverfahren in dem Mike verurteilt wurde, musste er am 7. Januar seine Haftstrafe antreten. Wir fühlen uns mit ihm, seinen Worten, seinen anti-autoritären Ideen verbunden und wollen ihm unsere Solidarität zeigen. Read the rest of this entry »

Paris: Von schlechten Absichten und falscher Gesinnung – Anarchist_innen vor Gericht

Monday, 2 July, 2012

übernommen von linksunten.indymedia.org

Vom 14. bis zum 22. Mai 2012 fand in Paris der erste Anti-Terrorismus-Prozess in Frankreich gegen Personen statt, die der “anarcho-autonomen Bewegung” zugerechnet werden. Am 25.6. wurden sie zu Haftstrafen zwischen sechs und zwölf Monaten verurteilt.

Die sechs Angeklagten haben sich wie tausende andere an den verschiedenen sozialen Kämpfen der letzten Jahre beteiligt: der „Anti-CPE-Bewegung“ (Proteste gegen den „Ersteinstellungsvertrag“, der für Berufsanfänger_innen die Abschaffung des Kündigungsschutzes vorsah) im Frühjahr 2006, den Revolten während der Präsidentschaftswahlen von 2007, den Kämpfen für Bewegungsfreiheit und gegen die Inhaftierung von Migrant_innen ohne Papiere. Read the rest of this entry »

Neues vom Anti-Terrorismus-Prozess in Paris

Thursday, 24 May, 2012

solidarisch demonstrierenübernommen von linksunten.indymedia.org

In Paris ist am 22.5. der Prozess gegen die sechs Personen zu Ende gegangen, die angeklagt werden, zwischen 2006 und 2008 als sogennante MAAF (‘Anarcho-autonome Bewegung des Großraums Paris’) Brandanschläge auf Bahnsignalanlagen und einen Abschleppwagen der Polizei verübt zu haben und weitere geplant zu haben.

Der Staatsanwalt hielt an der Anklage am Vorwurf der terroristischen Vereinigung fest und forderte Bewährungs- und Haftstrafen zwischen 3 Jahren und sechs Monaten. Die Anwälte der Angeklagten wiesen besonders darauf hin, dass die polizeilichen Untersuchungen von Beginn an dem politischen Willen einer Verurteilung gefolgt seien. Read the rest of this entry »

Anti-Terror Prozess in Paris hat begonnen

Thursday, 17 May, 2012

solidarisch demonstrierenIn Paris findet gerade ein Anti-Terror-Prozess gegen anarchistische Gefährten statt, dazu gab es einen solidarischen Aufruf und ein Poster, welches auf den Strassen auftauchte. Hier ein Bericht vom ersten Prozesstag, übernommen von linksunten.indymedia.org.

Am 14. Mai startete um 13:30 Uhr der auf acht Tage angesetzte Anti-Terror-Prozess gegen die sechs Genossen und Genossinnen Inès (Isa), Javier (Juan), Damien, Ivan, Franck (Farid) und Bruno. Diese sollen im Zusammenhang mit den „Mauvaises Intensions“, „Vierzon“ und „Depanneuses“-Affären von 2007 und 2008 verknackt werden. Die Angeklagten haben bereits zwischen fünf und dreizehn Monaten in (U-)Haft gesessen. Für diverse vermeintlich durchgeführte oder geplante Anschläge auf Abschiebeknäste, Jugendknäste, Bullen und Verkehrsinfrastrukturen drohen den GenossInnen hohe Strafen.
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Frankreich: Das Ende der Illusionen

Thursday, 3 May, 2012

Das Ende der Illusionen - Ein Poster, das vor kurzem anlässlich des Prozesses in Paris vom 14.-22. Mai gegen 6 GenossInnen verbreitet wurde:In wenigen Tagen wird in Paris ein Prozess gegen sechs anarchistische GenossInnen stattfinden. Sie werden vom Staat der “anarcho-autonomen Bewegung” zugerechnet. Ein solidarisches Poster ist in Frankreich aufgetaucht, hier die deutschsprachige Übersetzung von ContraInfo.  

Das Ende der Illusionen

Die Monatsenden sind schon schwer unter Dach und Fach zu bringen, und nun verspricht mensch uns auch noch von allen Seiten einen neuen Sparkurs, den wir mit zugehaltener Nase hinunterschlingen sollen, ohne auch nur aufzumucken. Kurz; eine mehr schlechte als rechte Notwendigkeit, um diese Schinderei, mit der wir uns seit langem abquälen und die es ohnehin nicht mehr lange macht, vor ihrem endgültigen Aus zu bewahren.
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“Anti-Terror”-Verfahren gegen sechs Genoss_innen vom 14. bis 22. Mai 2012 in Paris – Aufruf zur Solidarität

Friday, 30 March, 2012

Wir sind alle TerroristenVom 14. bis zum 22. Mai 2012 wird es in Paris zum ersten Anti-Terrorismus-Prozess gegen Personen kommen, die der “anarcho-autonomen Bewegung” zugerechnet werden. Wir haben schon öfters über die staatlichen Angriffe auf die Genoss_innen berichten (u.a. hier, hier und hier und sowei in älteren Ausgaben unseres Antiknastinfos Entfesselt. Diesen Text haben wir auf linksunten.indymedia.org gefunden.

Kurze Zusammenfassung: Was bisher geschah

Ivan, Bruno und Damien werden im Januar 2008 auf dem Weg zu einer Demonstration vor dem Abschiebegefängnis in Vincennes im Besitz von Rauchpulver und Krähenfüßen [verbogene Nägel, die, auf die Straße gestreut, Autos die Luft aus den Reifen lassen] verhaftet, die für Justiz und Medien zu einer “Nagelbombe” werden. Ivan und Bruno werden in Untersuchungshaft genommen, Damien wird unter richterliche Aufsicht gestellt.
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Solidarität mit den Angeklagten von Toulouse

Sunday, 25 December, 2011

brennender tischvom No Prison! No State!-Blog

Am 5. Juli 2011 wurde das Büro der PJJ (der Jugendschutzbehörde) in Toulouse besucht und verwüstet aus Protest gegen ihre Beteiligung an dem Wegsperren junger Leute. Während die PJJ über ihre Arbeitsbedingungen in den EPM (Jugendknäste), die sie mit der Knastleitung zusammen verwalten, jammerte, wurden die Kids, die als verloren gelten, von der berüchtigten ERIS Einheit fertiggemacht.

Am 15. November 2011 wurden in Toulouse sieben Wohnungen, einige davon Besetzungen, von hunderten Polizisten gestürmt und durchsucht. Computer, Telefone, Bücher, Poster und Persönliches wurde mitgenommen. In Folge dieser Ereignisse wurden sechs Menschen in Gewahrsam genommen, vier weitere wurden vernommen und eine Familie, die gerade versucht legale Papiere zu bekommen wurde festgenommen und am selben Tag wieder freigelassen. Nach 32 Stunden Polizeigewahrsam wurden vier Menschen auf Anordnung von Mr. Suc (dem Untersuchungsrichter) in Untersuchungshaft überführt. Eine Person ist auf Bewährung draußen, eine andere muss dem Gericht weiter als Zeuge/in zur Verfügung stehen. Die Anklagen sind: „Beteiligung an einer Gruppe, die gemeinsame Gewalt gegen Menschen und Sachbeschädigung organisiert haben soll“ und vieles mehr.
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Charlie Bauer – Revolutionär und Gefährte im Kampf gegen Knast und Staat verstorben

Friday, 26 August, 2011

Charles Bauer, geboren am 24. Februar 1943 in Marseille (FR), verstarb am 7. August 2011 in Montargis (FR) im Alter von 68 Jahren. Ein Herzinfarkt riss ihn unvorhersehbar aus seinem kämpferischen Leben.Charles Bauer, geboren am 24. Februar 1943 in Marseille (FR), verstarb am 7. August 2011 in Montargis (FR) im Alter von 68 Jahren. Ein Herzinfarkt riss ihn unvorhersehbar aus seinem kämpferischen Leben.

„Ich erteile keine Lektionen, ich bin weder Vater Courage noch Rambo. So soll man mich nicht sehen. Wenn ich jemand in seinem Elend sehe, sag ich ihm: „Steh auf und mach was!“”

Er wuchs auf in der Estaque, eines der Viertel Marseilles, in denen ein besonders rauer Wind wehte. Schon früh schloss er sich einer Jugendbande an, um auf der einen Seite ein wenig Geld zum Überleben zu organisieren und auf der anderen Seite, um dem tristen Alltag zu entfliehen. Die damit verbunden Unannehmlichkeiten mit den Bullen und Justiz waren vorprogrammiert, doch sein Leben der alltäglichen Revolte begrub schnell die Logik von staatlicher Justiz und Repression.
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