Posts tagged with “Freiheit”

„Meine neue Freiheit hält mich gefangen und lähmt mich.“ – Rezension

Sunday, 1 September, 2013

Albertine Sarrazin: AstragalusVor kurzem erschien „Astragalus“ von Albertine Sarrazin im Hanser Verlag. Die Rezension wurde geschrieben von Johannes Spohr, übernommen von www.preposition.de.

Ein Ausbruch aus dem Gefängnis sorgt nicht immer für das Gefühl von Freiheit: Als die neunzehnjährige Anne den Sprung von der Knastmauer wagt, bricht sie sich das Sprungbein, den Astragalus. Die Flucht gelingt ihr trotzdem mit der Hilfe von Julien, der sie von der Straße aufsammelt und in Sicherheit bringt. Auch er hat bereits Erfahrung mit dem Knast gesammelt, was die beiden ad hoc zu vertrauten Verbündeten macht. Es entsteht eine Flucht- und Liebesgeschichte, die für Anne vor allem von Abhängigkeiten und dem Versuch der Wiedererlangung von Autonomie geprägt ist. Read the rest of this entry »

Aufruf zu Transparentaktionen für Thomas Meyer-Falk Ende Januar/Anfang Februar

Thursday, 24 January, 2013

Thomas Meyer-FalkDie Anti Knast Gruppe / Bielefeld setzt sich seit einiger Zeit aktiv für die Freiheit von Thomas Meyer-Falk ein. Im letzten Jahr gab ein solidarisches Poster und einen längeren Text, welcher sich mit Thomas und der Sicherungsverwahrung auseinandersetzt.

Für Ende Januar/Anfang Februar wird dazu aufgerufen Transparente aufzuhängen und somit den Schrei nach Freiheit weiter in die Öffentlichkeit zu tragen.
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Athen: Der anarchistische Genosse Simos Seisidis wurde endlich aus dem Knast entlassen!

Wednesday, 6 June, 2012

Der Anarchist Simos war in Untersuchungshaft im “Krankenhaus” der Koridallos Knäste und wartete auf seine letzte Verhandlung. Am 28. Mai berichtete Indymedia Athen, dass Simos in allen Anklagepunkten freigesprochen wurde – nachdem auch der Staatsanwalt auf Freispruch plädierte. Am 29. Mai wurde unser Genosse dann aus dem Knast freigelassen.

Freiheit für alle – jetzt! KeinE GenossIn darf allein zurückgelassen werden!

Auf dass der Schrei nach Freiheit…

Sunday, 29 April, 2012

Auf dass der Schrei der Freiheit - Poster von der Strasse - gesehen in Berlin-Kreuzberg vor dem diesjährigen 1. Mai…in verschiedenster Sprache und auf unberechenbarer Weise erklingt!

Läuft man an Tagen wie diesen, durch die Straßen und Parkanlagen Kreuzbergs und Neuköllns, findet man nicht nur viele Menschen, die den Sonnenschein und vielleicht ihr „verlängertes Wochenende“ genießen, sondern auch Plakate und Banner, die sich thematisch mit den Revolten und Erhebungen der letzten Zeit beschäftigen. In einem dazugehörenden Flyer sind die Zustände, wie wir sie hier und überall anders wahrnehmen können, dargelegt.

Wir wollen nur gemeinsam, selbstorganisiert und solidarisch, unsere Freiheit zurück gewinnen. Ohne VertreterInnen, seien es Parteien, die großen Gewerkschaften oder PolitikerInnen. Denn, unser Leben ist nicht verhandelbar.

Das Bestehende ist nicht reformierbar, noch wollen wir es durch „echte Demokratie“, von der man vielerorts hört, ersetzen. Die Verhältnisse gehören zerstört, um den Nährboden für Selbstbestimmung und eine Gesellschaft gegenseitigen Hilfe zu schaffen. Der 1. Mai und all seine Facetten soll nicht unsere einzige Möglichkeit bleiben, diesem Verlangen nach zugehen. Wir wollen zusammen jeden Tag die Konfrontation mit unserem Alltag, mit der Monotonie und der Herrschaft wagen.

Für die Freiheit! Für die Revolte!
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Aktion in Solidarität mit Gefangenen und gegen Repression in Stuttgart

Sunday, 18 March, 2012

kraftvolle Spontandemo in der Stuttgarter InnenstadtIn den letzten Tagen gab es zwei Aktionen in Stuttgart, bei denen sich mit momentan inhaftierten Weggefährten solidarisch gezeigt wurde. Vom 13. auf den 14. März wurde der Knast in Stammheim besucht und die dort inhaftierten Gefangenen mit Pyrotechnik begrüßt. Am 15. März gab es dann eine kraftvolle Spontandemo in der Stuttgarter Innenstadt.

Neben der Freude über die beiden sehr guten Aktionen drängt sich aber die Frage auf, warum sich nur auf “politische Gefangene” bezogen wird. Sind die Gefangenen und Betroffenen von Repression, die aus einem linken Umfeld kommen, mehr wert als die anderen? Sind die ihnen vorgeworfenen Taten mehr wert? Nein, sind sie nicht, den es geht nicht darum ob jemand als “schuldig” oder “unschuldig” im Sinne der bürgerlichen Rechtsauffassung gilt. Sondern es geht um die Solidarität mit denjenigen, die sich tagtäglich gegen die herrschenden Zustände wehren und versuchen aus dem Elend des Kapitalismus zu entfliehen.
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Freiheit für ALLE Gefangenen! – Für eine konsequente Kritik und Praxis

Thursday, 3 November, 2011

sitzend und resigniertEin Text, der in Hamburg als Kritik am Auftakt einer Solidaritäts-Demonstration mit einem kurdischen Gefangenen verteilt wurde, an der sich auch autonome Gruppen beteiligten. Die Demo forderte die Freiheit für alle politischen Gefangenen und ging vor den Knast.
gefunden auf linksunten.indymedia.org

Freiheit für ALLE Gefangenen! -
Für eine konsequente Kritik und Praxis

Die letzte Zeit konnten wir hier in Hamburg aber auch anderenorts wieder von politischen Gefangenen und von Forderungen nach ihrer Freilassung hören. Wir mussten mit Erstaunen feststellen das anscheinend Debatten sowie Texte und Initiativen die es die letzten Jahre in Deutschland und anderenorts gab vollkommen an vielen vorbei gegangen sein müssen. Aber fangen wir wieder am Anfang an:
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Ausbruch aus dem Knast in Aachen

Tuesday, 1 December, 2009

7427e2f47ab7c899b5e90a83f2514a9aUpdate 01.12.09: In den Morgenstunden wurde der zweite Entflohene von den Bullen wieder inhaftiert. Auf einem Fahrrad fahrend wurde er von einem Fahrzeug des Sondereinsatzkommandos angefahren, Verletzungen wenn nicht gar sein Tod wurden billigend in Kauf genommen. Die Koalition der hetzerischen Medien und der Bullen, die pausenlos davon sprachen, dass die beiden Ausgebrochenen rücksichtslos von ihren Schusswaffen gebraucht machen und eine Gefahr für die BürgerInnen darstellen würden. Die BürgerInnen, die mal wieder diese hinterlistige Propaganda unhinterfragt schluckten, wurden zu DenunziantInnen und HelferInnen der Mächtigen und nur durch ihre Hilfe war es überhaupt nur möglich die Beiden wieder hinter die grauen Mauern zu bringen. Einer der beiden schilderte in einem Zeitungsinterview, dass sie explizit vorher abgemacht hatten niemanden zu verletzen oder zu töten. Sofort wurde am Donnerstag Abend schon in den ersten Meldungen von einer sehr hohen Gewaltbereitschaft und sehr niedrigen Hemmschwelle der Beiden gesprochen, was sich nun als unwahr herausgestellt hat, aber von den Bullen und den Medien auch nur dazu genutzt wurde, um die Sympathien in der Bevölkerung auf ein Minimum sinken zu lassen. Mal wieder ein gutes Beispiel für die Verlogenheit der Mächtigen und ihrer willigen Schergen.


Update 29.11.09: Nach drei Tagen auf der Flucht wurde heute einer der Entflohenen von der Polizei in Mühlheim festgenommen. Der andere ist immer noch flüchtig. Der Festnahme ging eine, und diese geht immer noch weiter, Medienhetzkampagne wie sie es schon lange nicht mehr gab voraus.


In den Abendstunden des 26. November gelang es zwei Inhaftierten aus der JVA Aachen zu fliehen. Sie überwältigten zwei Bedienstete und erbeuteten dabei ihre Waffen. Mittels eines in ihre Kontrolle gebrachte Taxi fuhren sie nach Kerpen, wo sie in ein anderes Taxi umstiegen, welches sie nach Köln fuhr. Eine Sofortfahndung, unter anderem mit Hilfe eines Hubschraubers, wurde von den Bullen eingeleitet, blieb aber vorerst erfolglos. Die Bullen behaupten in ihrer ersten Pressemitteilung, dass die beiden Entflohenen auch so gefährlich seien, ohne dabei aber die strukturelle Gewalt zu erwähnen, welche durch den Knast ausgelöst wird. Die Presseorgane übernehmen selbstverständlich unhinterfragt diese Worte und tragen sie weiter und schüren damit ein Klima der Angst, was den Bullen natürlich wieder eine Vielzahl von Handlungsmöglichkeiten eröffnet, die ansonsten schwerer zu rechtfertigen gewesen wären.
Dieser Ausbruch war der erste aus der vor 14 Jahren eröffneten Anstalt, in welcher ein hoher Sicherheitsstandart vorherrscht, da hauptsächlich Langstrafler und als gefährlich eingestufte Gefangene inhaftiert sind.

Wir begrüßen es, wenn Gefangene den Mut und die Entschlossenheit besitzen und sich ihrem zwangsweisen Aufenthalt hinter den grauen Mauern entziehen, indem sie die Möglichkeit zur Flucht ergreifen. Knäste, und alle anderen Zwangsanstalten, stellen keine Lösung für die Probleme dar, die aus der gegenwärtigen Organisierung der Gesellschaft entstehen und Menschen dazu zwingen eingesperrt zu sein, und gehören deshalb abgeschafft. Knast bedeuten immer Leid, Trauer, Freiheitsentzug, Entfernung von Angehörigen und FreundInnen und bekämpft nur die Symptome und nicht die Ursachen, die diese Gesellschaft produziert. Die Abschaffung der Knäste kann nur im Prozess des Umstürzens dieser Gesellschaft und auf dem Weg zu einer befreiten Gesellschaft geschehen.

Drei Entflohende aus Berliner Knast

Monday, 28 September, 2009

7427e2f47ab7c899b5e90a83f2514a9aUpdate vom 29. September: Der Gefangene, der am Freitag aus dem offenen Vollzug in Berlin entflohen ist, wurde am Montag von den Repressionsorganen leider wieder eingefangen und befindet sich wieder hinter den grauen Mauern der Unterdrückung.


Am letzten Wochenende im September schafften es drei Gefangene, welche in der Berliner Haftanstalt Hakenfelde in Heiligensee eingesperrt waren, zu fliehen. Am Freitag floh einer, der wegen des Nichtbezahlens einer Geldstrafe in Höhe von 390 Euro 26 Tage hinter Gittern verbringen sollte. Nur wenige Stunden später flohen zwei Inhaftierte, die ebenfalls wegen nicht bezahlten Geldstrafen einsassen, die sie wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie wegen Diebstahl bekommen hatten und diese nicht bezahlen wollten oder konnten. Sie hätten 40 beziehungsweise 58 Tage absitzen sollen.
Der Knast in Hakenfelde hat geringe Sicherheitsvorkehrungen, da es sich um eine Einrichtung des offenen Vollzugs handelt, die Gefangenen können sich auf dem Gelände bewegen und es gibt „nur“ einen Zaun. Damit soll die Selbstdisziplinierung und -kontrolle, sowie die soziale Kontrolle forciert werden.
Außerdem versuchte am Freitag ein Gefangener aus dem Amtsgericht Moabit zu fliehen, indem er aus einem Fenster kletterte. Dabei aber 10 Meter in die Tiefe stürzte und sich schwer verletzte.

Wir begrüßen es, wenn Gefangene den Mut und die Entschlossenheit besitzen und sich ihrem zwangsweisen Aufenthalt hinter den grauen Mauern entziehen, indem sie die Möglichkeit zur Flucht ergreifen. Knäste, und alle anderen Zwangsanstalten, stellen keine Lösung für die Probleme, die aus der gegenwärtigen Organisierung der Gesellschaft entstehen und Menschen dazu zwingen eingesperrt zu sein, dar und gehören deshalb abgeschafft. Knast bedeuten immer Leid, Trauer, Freiheitsentzug, Entfernung von Angehörigen und FreundInnen und bekämpft nur die Symptome und nicht die Ursachen, die die Gesellschaft produziert. Die Abschaffung der Knäste kann nur im Prozess des Umstürzens dieser Gesellschaft und auf dem Weg zu einer befreiten Gesellschaft geschehen.

Freiheit für die HausbesetzerInnen aus München

Thursday, 6 December, 2007

Seit dem 28. Juni 2007 sitzen die drei jungen HausbesetzerInnen Sven, Steffi und Lukas aus München in Untersuchungshaft. Sie wurden bei der Erstürmung des besetzen Hauses in der Westendstraße festgenommen.

Das SEK mit 60 Beamten massivst gegen die drei sich zu diesem Zeitpunkt im Haus befindenden Punks vor, indem sie das Haus ohne Vorwarnung stürmten. Die BesetzerInnen hatte vorher eine Vielzahl von Barrikaden
errichtet und weitere Vorbereitungen zur Verhinderung einer Räumung getroffen, unter anderem Stolperfallen auf den Treppen und bereitgelegte Pflastersteine. Die Punks wehrten sich mit Steinwürfen. Read the rest of this entry »