Posts tagged with “Knastneubau”

Während wir schweigen, bauen sie unseren Käfig!

Wednesday, 22 January, 2014

Justizzentrum verhindernübernommen von justizzentrumverhindern.noblogs.org

Ab 2015 soll mit dem Bau des neuen Straf- und Justizzentrums (SJZ) begonnen werden, bis 2019 soll es als festes Fundament am Leonrodplatz stehen. Read the rest of this entry »

Belgien: Ein neues Gefängnis gegen die Revolte im Inneren… + Liste mit Knastprofiteuren

Thursday, 26 December, 2013

La Ruina - coverübernommen von linksunten.indymedia.org

Seit einigen Jahren wurden die Mauern der Gefängnisse von Revolten, Meutereien und Ausbrüchen, durchbohrt. Die rebellischen Gefangenen demolierten die Gefängnisinfrastrukturen, steckten Sachen in Brand, weigerten sich, nach dem Hofgang, in die Zellen zurück zu kehren und stiegen auf die Dächer um ihre Wut auszudrücken. Sie nahmen Schließer als Geiseln, öffneten für alle auf der Sektion die Zellen und griffen die Verstärkung der Polizei an. Der Puls beschleunigt sich, die Atmung wird tiefer. In der Revolte entdecken wir die Freiheit.
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Ausgefeilte Knastökonomie

Monday, 15 July, 2013

JVA Hünfelderschienen am 15. Juli 2013 in der Tageszeitung junge Welt.

Ökonomie. Nach Mauscheleien ging 2005 die hessische Justizvollzugsanstalt Hünfeld als »Public Private Partnership«-Projekt in Betrieb. 2012 wurde ihre Rückverstaatlichung gefordert, die CDU-FDP-Landesregierung schloß Januar 2013 aber einen neuen Vertrag
Von Werner Rügemer

Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Hünfeld im Kreis Fulda ist das früheste »Public Private Partnership«-Projekt dieser Art in Deutschland. Read the rest of this entry »

Belgien – zum Kampf gegen das neue Maxi-Gefängnis

Thursday, 30 May, 2013

prisonDies ist ein Artikel, der in Belgien, am 26. Dezember 2012 in der Nr. 31 der anarchistischen Zeitung “Hors Service” erschienen ist, mit dem Text, der als Flugblatt und Plakat auf den Straßen verteilt wurde und wird.

Seit zwei Wochen fanden in Anderlecht und Molenbeek die ersten Flugblattverteilungen statt, die zu einem Kampf gegen den Bau eines Maxi-Gefängnisses in Brüssel aufrufen. In verschiedenen Vierteln von Brüssel ist der Kleister der ersten Plakate gegen das Maxi-Gefängnis noch frisch.
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Broschüre: Geschichte der Knastarchitektur

Wednesday, 6 February, 2013

Geschichte der Knastarchitektur: Die Suche nach dem richtigen Vernichtungsbaubei Edition Irreversibel ist der Text Die Suche nach dem richtigen Vernichtungsbau – Geschichte der Knastarchitektur als neu aufgelegte Broschüre erschienen. Zur Einführung geben wir hier das Vorwort wieder, die Broschüre als PDF-Download.

Vorwort

Wenn wir als Anarchist_innen darüber reden, den Knast zu zerstören, meinen wir damit nicht nur das mit Stachedldraht umzäunte Gebäude am Rande der Stadt, sondern das gesellschaftliche Prinzip der Einsperrung, des Strafens und der Logik der Autorität. Diese Instrumente der Herrschaft haben im Laufe der letzten Jahrhunderte eine enorme Wandelbarkeit bewiesen und verändern stetig ihre Funktionsweisen. Read the rest of this entry »

Thomas Meyer-Falk: Privatisierung des Knastsystems

Sunday, 12 February, 2012

faust-durchs-gitterDie Tendenz zur Ökonomisierung des Sozialen, aber auch der Verbrechenskontrolle und nun auch des Strafvollzugs wird im 21.Jahrhundert weiter zunehmen.

Erst vor wenigen Wochen urteilte das Bundesverfassungsgericht, daß die in Hessen erfolgte Privatisierung der forensischen Psychiatrien nicht gegen die Verfassung verstoße.

Mittlerweile gibt es quer durch die Republik immer neue Versuche Knäste, deren Bau, aber auch deren Betrieb in private Hände zu legen. Exemplarisch nennen mochte ich Hünfeld in Hessen, Burg im Osten Deutschlands und Offenburg im Südwesten.
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Wir wollen den Scheiss nicht

Tuesday, 22 December, 2009

Diesen Text über den Knastneubau in Ratingen haben wir der ersten Ausgabe der Abolitionistischen Streitschrift Straflos entnommen. Mehr darüber auf: autonomes-knastprojekt.blogspot.com, die pdf gibt es zum download.

 

Bilfinger-Berger baut die „JVA.KÖTTER“
In Ratingen entsteht der erste Privatknast in NRW

Die Baufirma Bilfinger und Berger hat sich auf den Neubau von Privatknästen spezialisiert. Ein offensichtlich lukratives Geschäftsmodell frei nach dem Motto „eingesperrt wird in diesem Land ja immer“. Ein krisensicheres Geschäft. Der neueste Großauftrag kommt aus dem NRW-Justizministerium. In Ratingen soll ein neuer Knast für 850 Gefangene entstehen. Warum das Land für einen Neubau, der voraussichtlich 100 Millionen kosten wird, lieber MONATLICH 1,7 Millionen und zwar 25 Jahre lang bezahlt, statt es gleich selbst zu bauen, interessiert uns wenig. Jeder Knastneubau ist für uns einer zuviel. Wenn die Knäste übervoll sind, müssen eben Leute raus gelassen werden, statt ständig neue Knäste zu bauen. Ob es wirklich notwendig ist, Schwarzfahrer und andere Eierdiebe einzusperren, das wäre eine Frage, welche sich diese Gesellschaft stellen müsste. Auch diejenigen, die mit dem Einsperren nicht grundsätzlich ein Problem haben.
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Festival gegen den Jugendknast in Wuppertal

Wednesday, 16 September, 2009

Am 12. September 2009 ging der Protest und Widerstand gegen den neuen Jugendknast in Wuppertal in eine nächste Runde. Nach der vielbeachteten Podiumsdiskussion in Ronsdorf mit Gefängnispfarrern und KritikerInnen des Gefängnissystems, nach den Protesten von UmweltschützerInnen gegen die Grundsteinlegung durch die Justizministerin Piepenkötter wurde auf dem Festival gegen den Jugendknast vor allem ehemaligen Gefängnisinsassen und sog. „Heimzöglingen“ das Wort gegeben.

Der heutige (Jugend) Strafvollzug hat in Deutschland eine besondere Vorgeschichte. „Verhaltensauffällige“ und „straffällig“ gewordene Jugendliche wurden schon in Weimarer Republik-Zeiten in „Fürsorgererziehung“ und Jugendgefängnissen unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten. Die nationalsozialistische Gesellschaft verstärkte den Zugriff und sperrte diese Jugendlichen in geschlossene Heime, in sog. „Landespflege- und Heilanstalten“ und Jugendkonzentrationslager ein. Diese Jugendliche fielen dann zum Teil den Mordprogrammen der Nazis zum Opfer, fast alle aus diesem Personenkreis wurden zwangssterilisiert.
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Baubeginn für neuen Knast in Großbeeren bei Berlin

Tuesday, 7 July, 2009

jva-heidering_01Am morgigen Mittwoch, 8. Juli beginnt offiziell der Bau des neuen Knastes, welche die überfüllten Knäste in Berlin entlasten soll, die Justizsenatorin Gisela von der Aue und die Stadtentwicklungsenatorin Ingeborg Junge-Reyer werden den ersten Spatenstich setzen. Gebaut wird im südlich von Berlin gelegenen Großbeeren, der Knast wird den Namen JVA Heidering tragen, wird mehr als 118,5 Millionen Euro kosten und soll im Jahr 2012 fertiggestellt sein.
Im Frühjahr wurden bereits Rodungs- und Bodenarbeiten vorgenommen, im Sommer soll der Zaun entstehen und im Frühjahr 2010 werden die Gebäude gebaut werden.
Es sollen 648 männliche Gefangene, untergebracht werden, aber in wenigen Jahren werden es einige mehr sein, die sich dort zwangsweise aufhalten müssen, da in den letzten Jahren und Jahrzehnten ein rapider Anstieg der Anzahl der Gefangenen zu verzeichnen ist. Somit ist damit zu rechnen, dass der Knastneubau nur für kurze Zeit eine Entlastung der anderen Knäste bedeuten wird. In einigen Jahren wird mit der gleichen Rhetorik ein weitere Knastneubau und ein Ausbau der bestehenden Knäste gerechtfertig werden. Read the rest of this entry »