Tuesday, 31 July, 2012
In Freiburg findet vom 4. Juli bis zum 8. August die knastkritische Veranstaltungsreihe „breakthrough! Für eine Gesellschaft ohne Knäste“ der Anarchistischen Gruppe Freiburg statt. In diesem Rahmen ist ein unter dem Titel “Für eine Gesellschaft ohne Knäste!” ein Text erschienen. Dieser steht auch als pdf zum download bereit. Am Freitag, den 3. Augst werden wir selber in Freiburg zu Gast sein im Rahmen einer Infoveranstaltung.
Für eine Gesellschaft ohne Knäste!
Wenn in der (radikalen) Linken über Staat und Recht diskutiert wird, wird oft ausschließlich der repressive Charakter des bürgerlichen Staates betrachtet und kritisiert. Eine grundsätzliche Reflexion über Staat, Recht und Knast in der bürgerlichen Gesellschaft findet hingegen selten statt.
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Sunday, 8 July, 2012
Louis Auguste Blanqui (1805-1881) hat uns höchstens einen Slogan und ein Buch hinterlassen. Ersteres, Ni Dieu, Ni Maître (Weder Gott noch Meister), wurde auch der Name einer Zeitschrift, die er im November 1880, einige Monate vor seinem Tod, gründete. Letzteres ist das faszinierende L’eternité à travers les astres, méditiations sur l’existence de mondes parallèles et le retour éternel (Die Ewigkeit durch die Sterne, Ansichten über das Bestehen von parallelen Welten und die ewige Wiederkehr). Ein Schlachtruf und ein philosophisches Werk über Astronomie: das ist alles wofür Blanqui es verdient, erinnert zu werden. Den Rest schmeißen wir mit viel Freude auf den Müllhaufen der Geschichte, von seinen anderen Zeitschriften (wie La Partie est en Danger) bis zu seiner avantgardistischen und autoritären Politik.
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Monday, 5 December, 2011
Am 20. November 2011 erschienen, zirkuliert dieser Brief auch auf Italienisch, Französisch und Englisch. Er dringt in eine Debatte ein, die im deutschsprachigen Raum etwas weniger als in gewissen anderen Ländern, aber dennoch spürbar anwesend ist. Ausserdem vertieft er durch die Kritik einige Ideen bezüglich Informalität und aufständischen Perspektiven…
Der Brief befindet sich als ausdruckbare Brochüre im Anhang.
Brief an die anarchistische Galaxie
Ohne Einladung, dringen wir mit diesem Brief in eine Debatte ein, die nicht die unsere ist. Eine Debatte, die nie die unsere sein wird, da sie sich auf einem Terrain abspielt, das uns für die Suche nach aufständischen Perspektiven und damit einhergehenden anarchistischen Ideen und Aktivitäten unfruchtbar scheint. Aber wieso dann, könnte man sich fragen, einen solchen Brief verfassen? Read the rest of this entry »
Friday, 18 November, 2011
Folgend ein Text, der am 31. Oktober in der 22. Ausgabe der Belgischen anarchistischen Strassenzeitschrift Hors Service publiziert wurde.
Anschließend eine kleine Übersicht über die Ausdrücke der Wut gegen die Schule in Belgien vom Monat Oktober.
von an die Waisen des Existierenden
Schulen sind Gefängnisse… und Gefängnisse brennen
Schulbeginn. Erneut steht uns ein Jahr von Unterwerfung und Erniedrigungen bevor. Nach diesen zwei Monaten „Freizeit“, in denen wir uns ausruhen konnten, beginnt bei den ersten bereits die Langeweile sich breit zu machen. Da drängt sich die Vermutung auf, dass die Schule uns nicht nur körperlich, sondern auch psychisch einengt. Dass die Schule uns also jeglicher Möglichkeit beraubt, selbst über unser Leben bestimmen zu können, ohne dem Einfluss des Lehrers oder einer anderen Autorität ausgesetzt zu sein.
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Thursday, 3 November, 2011
Ein Text, der in Hamburg als Kritik am Auftakt einer Solidaritäts-Demonstration mit einem kurdischen Gefangenen verteilt wurde, an der sich auch autonome Gruppen beteiligten. Die Demo forderte die Freiheit für alle politischen Gefangenen und ging vor den Knast.
gefunden auf linksunten.indymedia.org
Freiheit für ALLE Gefangenen! -
Für eine konsequente Kritik und Praxis
Die letzte Zeit konnten wir hier in Hamburg aber auch anderenorts wieder von politischen Gefangenen und von Forderungen nach ihrer Freilassung hören. Wir mussten mit Erstaunen feststellen das anscheinend Debatten sowie Texte und Initiativen die es die letzten Jahre in Deutschland und anderenorts gab vollkommen an vielen vorbei gegangen sein müssen. Aber fangen wir wieder am Anfang an:
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Sunday, 16 October, 2011
Am Samstag, den 15. Oktober fanden weltweit unzählige Demonstrationen statt, welche nach dem Vorbild der in New York entstandenen Occupy-Bewegung, die Herrschaft des Kapital und der Banken kritisierten. Auch im deutschsprachigen Raum kam es zu vielen Demos und Platzbesetzungen, aber die Proteste blieben leider weitgehend auf einer legalistischen Ebene stehen. Ganz anders geschah es in Rom, wo sich die Wut der Leute in der Form zeigte, dass Banken eingehauen und Luxusläden geplündert wurden, Luxusautos Feuer fingen und die Bullen, die BeschützerInnen der herrschenden Ordnung, massiv angegriffen und vertrieben wurden. Auf linksunten.indymedia.org erschien dazu die Übersetzung eines Textes, welcher auf www.lereveil.ch zu finden ist.
Wir wünschen uns, dass auch hier die Leute, die ihre Wut auf die Strasse tragen, diese nicht runterschlucken und die Herrschenden und ihre BeschützerInnen in ihrer Gesamtheit angreifen und attackieren, und sich nicht auf die “bösen” Bänker, die uns das Geld rauben, beschränken. Es geht um mehr, es geht um die Freiheit, um die Idee einer anderen Welt, einer Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Eine Welt, die auf Solidarität und Selbstorganisierung aufgebaut ist und die Menschen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. [Update 18.10.: Am 17.10. gab es über 100 Hausdurchsuchungen in ganz Italien]
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Monday, 19 September, 2011
gefunden auf linksunten.indymedia.org, das Original in französischer Sprache auf www.lereveil.ch
Die kommende Empörung
Seit einigen Monaten schon kann man in mehreren Ländern Europas das Erscheinen einer Bewegung beobachten, die „die Empörten“ oder „reale Demokratie“ genannt wird.
Hier wie dort löste sie mehrere konditionierte Reflexe aus, die allgemeinen Fallen und Felsen im Kontext „sozialer Bewegungen“: zuerst der Fetischismus der Praktiken (wie die Platzbesetzung, das Sit-In, das Happening oder die Latschdemo und nun der Marsch…) und die strikte Beschränkung der Bewegung auf seine Praktiken, danach der Demokratismus (der religiöse Respekt und das Privileg, das kollektiven, in Versammlungen getroffenen Entscheidungen, die „repräsentativ sind für die Bewegung“, eingeräumt wird), der „Bürgernihilismus“ Read the rest of this entry »
Wednesday, 14 January, 2009
Dieser Artikel erschien in der letzten Cette Semaine (Dezember 08, anarchistische Zeitung aus Frankreich). Er wirft einen kritischen Blick auf die Ereignisse vom letzten November – besonders anhand von Begriffen wie Solidarität, Repression und sozialen Kämpfen wie auch ihrer Verbindungen untereinander.
Was uns als Anarchist_innen besonders am Herzen liegt ist Kritik/Selbstkritik und ein solidarischer Umgang damit. Dementsprechend publizieren wir hier diesen kritischen Blick um Diskussionen anzuregen, Austausch zu ermöglichen und solidarische Auseinandersetzungen zu entwickeln die uns alle hoffentlich in unserem Kampf gegen die Gegenwart voranbringen können. Trotzdem sind wir ziemlich sicher, dass viele Leute die in diesem Text ausgedrückten Positionen als “unmöglich” oder “unsolidarisch” ansehen werden. Uns geht es aber genau darum auch hier in Deutschland zu zeigen, dass Wege der Solidaritätsarbeit vielfältig sind und dass z.B. der große Aufschrei nach Unterstützung von Medien oder Politiker_innen, wenn jemand einfährt, für uns gar keine vernünftige Möglichkeit als Anarchist_innen darstellt. Denn unsere Solidarität drückt sich auf der Straße aus, wo Leute kämpfen und direkte Aktionen stattfinden.
ABC Berlin
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