Posts tagged with “Tod im Knast”

Thomas Meyer-Falk: 2 Tote in 2 Tagen in Freiburgs Knast

Tuesday, 21 January, 2014

faust-durchs-gitterNicht umsonst wird die Sicherungsverwahrung im Gefängnisjargon „Totenstation“ genannt: am 19.01.2014 starb dort Mario. Und am Tag zuvor starb in der Jugendabteilung, in einem Anbau zur SV-Anstalt, ein Jugendlicher durch Suizid.

Der Abend des 19.01.2014

Noch wenige Stunden zuvor spielten D., Mario und ich Skat im Gruppenraum der Station 2. Read the rest of this entry »

Gefangener im kalifornischen Hungerstreik gegen Isolationshaft gestorben

Monday, 29 July, 2013

rashid_logo1von der Mumia-Hörbuch-Gruppe, übernommen von linksunten.indymedia

Der Gefangene Billy Michael Sell ist im Alter von 32 Jahren am Montag, den 22. Juli 2013 im kalifornischen SCI Corcoran Gefängnis gestorben. Er beteiligte sich am Hungerstreik von ca. 30.000 Gefangenen, der am 8. Juli 2013 in den allermeisten Gefängnissen des Bundesstaates begann und ein Ende der Isolationshaft fordert. Read the rest of this entry »

Thomas Meyer-Falk: Tod eines HIV-positiven Gefangenen

Sunday, 18 November, 2012

faust-durchs-gitterIm Frühjahr 2012 berichtete ich über den Tod des Mitgefangenen Willi und dessen Kampf um ein menschenwürdiges Sterben in Freiheit. Nach seinem Tod bemühte ich mich um einige Reaktionen zu Willis Sterbeprozess; so soll heute insbesondere die Rede sein von der Haltung der Justiz und Politik.

Zur Vorgeschichte

Am 08. August 1966 wurde Willi im Südbadischen geboren, ging dort in Emmendingen zur Realschule, kam aber auch schon früh mit Drogen in Kontakt, so dass er fast durchgehend seit seinem 23. Lebensjahr in Haft saß. Zur Finanzierung seiner Heroin- und Kokainsucht überfiel er mehrfach Tankstellen und Apotheken, so dass er 1999 zu Sicherungsverwahrung verurteilt wurde.
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Marco Camenisch: Zum Tod von Samuel im Knast Regensdorf, August 2012

Monday, 3 September, 2012

Vogel über der Knastmauer - FreiheitZum Tod von Samuel Luis Nicola, 31 Jahre

Die Nachricht ging allgemeiner in der 9h-Pause um. Luis, besser als “El Faraon” bekannt, ist tot. Zuerst Unglauben, dann auch Wut, und große, denn sofort ist allen klar, dass Luis nicht “gestorben ist” sondern man hat ihn sterben lassen!
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Aktionen am Knast in Hamburg am 1. Mai

Monday, 7 May, 2012

Jeder tote Mensch im Knast, ist ein Toter des Systems! Freiheit für alle Gefangenen! - ein am 1. Mai in Hamburg am Knast Holstenglacis aufgehängtes TransparentAm 1. Mai haben sich einige Menschen am Knast Holstenglacis und in der Umgebung zusammengefunden, um gegen die Knäste und die Verhältnisse, die sie brauchen, Position zu beziehen.

Es wurden im Park am Knast Flyer verteilt, die über die Selbstmorde im Knast, die sich eine Woche zuvor ereignet hatten, informieren. Außerdem wurde vor dem Eingang des Knastes ein Transparent aufgehängt, auf dem “JEDER TOTE MENSCH IM KNAST IST EIN TOTER DIESES SYSTEMS! FREIHEIT FÜR ALLE GEFANGENEN!” geschrieben stand. Eine Gruppe von Menschen kam zusammen und rief Parolen gegen die Knäste und für die Gefangenen und die Gefangenen antworten. Ein Mensch rief durch die Gitter seiner Zelle: Lasst uns die Mauern einreißen! Und viele stimmten mit Jubel zu.
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Thomas Meyer-Falk: HIV-Gefangener ringt mit dem Tod

Saturday, 14 April, 2012

faust-durchs-gitterSchon mehrmals berichtete ich über „Willi aus Bruchsal“, den 45-jährigen, HIV-positiven Gefangenen in der JVA Bruchsal (zuletzt in der Sonderausgabe der Roten Hilfe zum 18.3.2012).

Willi hatte sich 1996 beim Drogenkonsum im Gefängnis mit HIV infiziert, da die benutzte Nadel nicht ausreichend desinfiziert worden war. Da sich sein Gesundheitszustand zunehmend verschlechterte, kämpfte er seit Anfang 2011 um seine Freilassung, um ein menschenwürdiges Sterben in Freiheit.
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$hile: Text zu den vier, nach dem Erdbeben in 2010, ermordeten Insassen aus chilenischen Gefängnissen

Wednesday, 14 March, 2012

Im Zuge des Erdbebens in den frühen Morgenstunden des 27. Februars 2010 in Chile wurden die Mauern des Vernichtungszentrums auch chilenische Gefängnisse genannt, durch einen gewaltigen Schlag der wilden Natur niedergerissen.auf Spanisch veröffentlicht am 2. März auf periodicoelamanecer.wordpress.com, deutschsprachige Übersetzung von ContraInfo

Wie ihr vielleicht schon wisst, wurden im Zuge des Erdbebens in den frühen Morgenstunden des 27. Februars 2010, die Mauern des Vernichtungszentrums auch chilenische Gefängnisse genannt, durch einen gewaltigen Schlag der wilden Natur, niedergerissen. In diesem Kontext und als natürliche Reaktion auf den glücklichen Umstand des Gefängniskollapses, flüchteten 269 Insassen. Aber inmitten dieses Chaos wurden vier Gefangene von den Repressionskräften (Ermittlungspolizei Chiles (PDI); Karabiniere und Gefängniswärter der Gendarmerie), die sofort herbeieilten, um den Gefängnisausbruch niederzuschlagen, ermordet.
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Ein Gefängnis genannt Honduras

Monday, 12 March, 2012

Brennender Knast in Hondurasauf Spanisch veröffentlicht am 20. Februar auf ofraneh.wordpress.com, deutschsprachige Übersetzung von ContraInfo

Dienstagnacht, 14. Februar, verbrannte das Zentrum der JVA in Comayagua, mit dem bedauerlichen Resultat von mehr als 355 verkohlten Gefangenen. Das ist das dritte Mal in 10 Jahren, dass entsetzliche Feuer hunderten Gefangenen das Leben kosten; viele unter ihnen wurden nicht einmal für irgendetwas verurteilt oder wurden nur vor die Behörden gezerrt, weil sie Tätowierungen hatten.
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Charlie Bauer – Revolutionär und Gefährte im Kampf gegen Knast und Staat verstorben

Friday, 26 August, 2011

Charles Bauer, geboren am 24. Februar 1943 in Marseille (FR), verstarb am 7. August 2011 in Montargis (FR) im Alter von 68 Jahren. Ein Herzinfarkt riss ihn unvorhersehbar aus seinem kämpferischen Leben.Charles Bauer, geboren am 24. Februar 1943 in Marseille (FR), verstarb am 7. August 2011 in Montargis (FR) im Alter von 68 Jahren. Ein Herzinfarkt riss ihn unvorhersehbar aus seinem kämpferischen Leben.

„Ich erteile keine Lektionen, ich bin weder Vater Courage noch Rambo. So soll man mich nicht sehen. Wenn ich jemand in seinem Elend sehe, sag ich ihm: „Steh auf und mach was!“”

Er wuchs auf in der Estaque, eines der Viertel Marseilles, in denen ein besonders rauer Wind wehte. Schon früh schloss er sich einer Jugendbande an, um auf der einen Seite ein wenig Geld zum Überleben zu organisieren und auf der anderen Seite, um dem tristen Alltag zu entfliehen. Die damit verbunden Unannehmlichkeiten mit den Bullen und Justiz waren vorprogrammiert, doch sein Leben der alltäglichen Revolte begrub schnell die Logik von staatlicher Justiz und Repression.
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