Zum anstehenden Prozess gegen Christos Stratigopoulos

This entry was posted Wednesday, 25 July, 2012 at 8:08 am

Solidarität mit Alfredo Bonanno und Christos Stratigopoulos in Hamburg an der Roten FloraAm 26. Juli wird es in Patras, Griechenland, einen Prozess gegen den Anarchist Christos Stratigopoulos geben. Er wird beschuldigt im Juli 2009 einen Banküberfall in Cephalonia begangen zu haben. Hier die Übersetzung zweier solidarischer Aufrufe, einer von Assembly of Solidarity to Imprisoned and Accused Fighters und der andere vom Solidaritätsfond für Gefangene im Kampf.

Krise bedeutet Krieg

Sozialer Krieg und Klassenkampf

Der Staat und das Kapital versuchen sozialen Frieden zu erzwingen in diesen Tages des Krieges, in welchen wir leben, sie unterdrücken soziale Kämpfe, beschuldigen und inhaftieren diejenigen, die kämpfen.
Der Anarchist Christos Stratigopoulos befindet sich im Knast, weil er die Verantwortung für einen Banküberfall in Trikala, Griechenland, im Oktober 2009 übernommen hat. Ab Juli 2011 sollten ihm Freigänge erlaubt sein und ein paar Monate später sollte er entlassen werden.
Aber die Bullen und die Richter haben seine Haft ausgeweitet, mit dem Versuch ihm einen weiteren Banküberfall, auf eine Bank in Cephalonia im Juli 2009, zuzuschreiben.
Mit falschen Anschuldigungen versucht der Staat eine weitere repressive Anklage gegen Revolutionäre in Christo’s Fall durchzusetzen.
Die Ankläger haben versucht ihn physikalisch und sozial zu zerstören, mit ihren falschen Beweisen und sogenannten Zeug_innen und erfinderischen Bullen.
Durch das Wissen unserer massiven Beteiligung an allen Formen des sozialen Kampfes, welcher sich hinzu einem sozialen Klassenkonflikt entwickelt, versucht der Staat durch die exemplarische Einsperrung von einem, der kämpft, Angst zu erzeugen.
Dionysios Manolatos, ein Anwohner von Cephalonia, entweder dazu gedrängt wissentlich ein Denunziant zu sein oder in dem Versuch irgendwelchen persönlichen Nutzen zu haben, wurde zu einem falschen Zeugen der Bullen.
Der junge Bulle Sokratis Markatos, willig die Karriereleiter in seinem Job hinaufzuklettern, hat Beweise gefälscht und diese an die Lokalpresse weitergegeben, um somit Auszeichnungen zu bekommen und sich selbst von diesem undurchschaubaren Fall freizusprechen.

Sie erschrecken uns nicht, sie machen uns wütend

Solidarität ist unsere Waffe

Keine_r unserer Genoss_innen als Geisel des Staates

Die Kriminellen sind die Banker und Kapitalisten

Freiheit für Christos Stratigopoulos

Assembly of Solidarity to Imprisoned and Accused Fighters


Über den Prozess gegen Christos Stratigopoulos

Am 1. Oktober 2009, nach einem Banküberfall in Trikala, wurden die Anarchisten Christos Stratigopoulos und Alfredo Bonanno verhaftet, aufgrund von Verbindungen mit dem Überfall. Christos Stratigopoulos hat ab dem ersten Moment an die alleinige Verantwortung für die Enteignung übernommen. Am 22. November 2010 wurden die beiden Anarchisten in dem Fall verurteilt. Christos wurde wegen bewaffnetem Raub zu acht Jahren und wegen drei Vergehen zu neun Monaten, ohne Bewährung, verurteilt. Alfredo wurde als ein Komplize verurteilt zu vier Jahren Knast und wurde dementsprechend freigelassen, aber wurde abgeschoben aufgrund eines präsidialen Beschlusses als eine Persona non grata und ihm ist es verboten in das Land einzureisen für zehn  Jahre.

Im Juli 2011, immer noch im Knast sitzend, erreichten Christos die Akten einer Anklage bezüglich eines zweiten Banküberfalls, welcher auf der Insel Cephalonia im Juli 2009 stattfand. Der Gefährte wurde angeklagt für diesen Überfall aufgrund von fabrizierten Beweise, welche anderthalb Jahre nach dem Ereignis “auftauchten”. Als eine Konsequenz dieser Falle war es Christos nicht möglich den Knast zu verlassen, so wie es ihm zusteht nach dem griechischen Strafrecht, nach dem Absitzen von 1/5 der Verurteilung.

Christo’s Berufungsverhandlung wegen des Trikala-Anklage fand im Februar 2012 statt und das Urteil wurde auf fünf Jahre reduziert. Demzufolge hätte der Gefährte in einigen Wochen entlassen werden sollen, aber er bleibt als Geisel im Knast, aufgrund des neuen Haftbefehls wegen des neuen anstehendes Verfahrens.

Der Prozesstermin für den Banküberfall in Cephalonia wurde auf den 26. Juli 2012 in Patras festgesetzt.

vom Solidaritätsfond für Gefangene im Kampf, tameio.espivblogs.net