{"id":10614,"date":"2014-12-30T16:18:44","date_gmt":"2014-12-30T15:18:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=10614"},"modified":"2014-12-30T17:36:57","modified_gmt":"2014-12-30T16:36:57","slug":"schliesslich-waren-es-zu-viele-interview-mit-jock-palfreeman","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/schliesslich-waren-es-zu-viele-interview-mit-jock-palfreeman","title":{"rendered":"\u201eSchlie\u00dflich waren es zu viele\u201c &#8211; Interview mit Jock Palfreeman"},"content":{"rendered":"<div class=\"anreisser\">\n<p><em><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/free-jock.jpg\" rel=\"lightbox[10614]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-10616\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/free-jock-250x129.jpg\" alt=\"Jock Palfreeman\" width=\"250\" height=\"129\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/free-jock-250x129.jpg 250w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/free-jock.jpg 598w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>erschienen im Antifaschistische Infoblatt (AIB) 104 \/ 3.2014 vom 04.12.2014, \u00fcbernommen von <a href=\"https:\/\/www.antifainfoblatt.de\/artikel\/%E2%80%9Eschlie%C3%9Flich-waren-es-zu-viele%E2%80%9C\" target=\"_blank\">www.antifainfoblatt.de<\/a>, weitere Infos auf der Webseite <a href=\"http:\/\/www.freejock.com\" target=\"_blank\">www.freejock.com<\/a><\/em><\/p>\n<p><span class=\"dropcap\">D<\/span>er damals 21-j\u00e4hrige Australier Jock Palfreeman reiste 2007 nach Bulgarien, um dort Urlaub zu machen. Am 28. Dezember wurde er in Sofia Zeuge eines rassistischen \u00dcbergriffs. Eine Gruppe rechter Hooligans attackierten einen Roma. Er tat, was leider zu wenige tun: Er griff ein. Bei der anschlie\u00dfenden Auseinandersetzung wurde einer der Angreifer, Andrej Monov, Sohn eines ranghohen Regierungsmitarbeiters und fr\u00fcheren Polizeibeamten, durch einen Messerstich t\u00f6dlich verletzt. Jock sitzt seitdem in einem bulgarischen Gef\u00e4ngnis, zeitweilig in Isolationshaft, verurteilt zu 20 Jahren wegen Mordes. Er k\u00e4mpft gegenw\u00e4rtig f\u00fcr eine Revision und f\u00fcr die Verlegung nach Australien.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden\">\n<div class=\"field-items\">\n<div class=\"field-item even\">\n<p><em>Hallo Jock. Wir haben schon mehrfach \u00fcber deinen Fall berichtet, er ging uns sehr nahe. Erstmal vorweg: Wie geht es dir?<\/em><\/p>\n<p>Als erstes m\u00f6chte ich mich bei den europ\u00e4ischen Antifaschist_innen f\u00fcr ihre kontinuierliche Unterst\u00fctzung bedanken. Ich selbst bin in Form und bereit f\u00fcr die Auseinandersetzung mit dem bulgarischen Staat f\u00fcr weitere 14 Jahre.<\/p>\n<p><em>Wie ist dein Alltag hier im Gef\u00e4ngnis? Wie begegnen dir die Insassen und die W\u00e4rter? Hast du Probleme mit Neonazis oder Rassisten unter ihnen, die deinen Fall kennen?<\/em><\/p>\n<p>Mein Alltag ist relativ einfach. Um 6.30 Uhr und 8.30 Uhr gibt es Anwesenheitskontrollen, die von den Schlie\u00dfer_innen als M\u00f6glichkeit zur Provokation genutzt werden. Sie holen uns aus den Betten und lassen uns in einer Reihe aufstellen. Wenn es keine Zwischenf\u00e4lle gibt, gehe ich um 9 Uhr in den Computerraum, um f\u00fcr mein Geschichts- und Politikstudium zu arbeiten. Der Zugang zum Computer ist sehr wichtig f\u00fcr mich, weil ich unter Dyslexie leide und mir deshalb handschriftliches Arbeiten schwer f\u00e4llt. Die Zeit im Computerraum bedeutet f\u00fcr mich Freiheit f\u00fcr den Geist, in der meine Finger \u00fcber die Tastatur tanzen k\u00f6nnen. Die anderen Gefangenen verstehen sich gut mit mir, sie sch\u00e4tzen meinen Humor und meine Moral. Ich bin bekannt f\u00fcr meinen Gerechtigkeitssinn, weshalb ich auch in die Gefangenenvertretung gew\u00e4hlt wurde. Diese dient in der Regel als Mittel der internen Unterdr\u00fcckung der Gefangenen und das ist keine \u00dcbertreibung. Wenn z.B. ein H\u00e4ftling in den Hungerstreik tritt, wird die Gefangenenvertretung von den Schlie\u00dfer_innen beauftragt zu intervenieren. Das bedeutet nichts anderes, als den Protestierer einzusch\u00fcchtern, entweder durch die Androhung von Gewalt oder das Verstecken von Drogen in seiner Zelle und Alarmieren der Schlie\u00dfer_innen. Beides passiert regelm\u00e4\u00dfig. W\u00e4hrend des Massen-Hungerstreiks von syrischen Refugees im Sommer 2013 hat ein Mitglied der Gefangenenvertretung einen syrischen Refugee (welcher der illegalen Grenz\u00fcberschreitung beschuldigt wird) zusammengeschlagen und ihm Stift und Papiere \u2014 wichtige Arbeitswerkzeuge, z.B. zum Verfassen von Beschwerden \u2014 gestohlen.<\/p>\n<p>Ich versuche, dieser Art von Unterdr\u00fcckung entgegenzutreten. Da ich f\u00fcr meinen Zellenblock in der Gefangenenvertretung bin, k\u00f6nnen die H\u00e4ftlinge fordern, dass ich bei Durchsuchungen anwesend bin. Auch helfe ich ihnen z.B. bei der Abfassung von Zeugenaussagen oder Beschwerden. Einige Schlie\u00dfer_innen versuchen, mich daran zu hindern. Es gibt auch ein paar Neonazis im Gef\u00e4ngnis. Aber wie in Russland werden die Neonazis vom Staat gesch\u00fctzt und in der Regel nicht verurteilt. Die Insassen sind zu 70 Prozent Roma. Ich werde nicht von Rassisten bel\u00e4stigt, obwohl die wei\u00dfe Mehrheit der Bulgaren \u00e4u\u00dferst rassistisch ist. Meistens betrachten sie mich mit Mitleid. Sie denken, dass ich naiv war, weil ich mein Leben f\u00fcr einen \u201edreckigen Zigeuner\u201c verschwendet habe.<\/p>\n<p><em>Kannst du f\u00fcr die j\u00fcngeren Leser_innen unseres Blattes noch einmal kurz berichten, was am 28. Dezember 2007 passiert ist? Wie ist der aktuelle Stand des Verfahrens?<\/em><\/p>\n<p>Am 28. Dezember 2007 sah ich, wie 12 Neonazis des Fu\u00dfballclubs Levski Ultra einen jungen Roma die Stra\u00dfe entlang jagten und schlugen. Als ich zu seiner Unterst\u00fctzung hinrannte, griffen die Neonazis mich an. Als Warnung habe ich ein Messer \u00fcber meinen Kopf gehalten, um sie damit von ihrem Angriff abzuhalten. Dann haben sie Pflastersteine, Zement und Ziegel nach mir geworfen. Ich war komplett eingekreist, sodass ich in Bewegung bleiben musste, um mich zu sch\u00fctzen. Schlie\u00dflich waren es zu viele. Durch einen Treffer am Kopf wurde ich bewusstlos. Als ich aufwachte, hatte die Polizei mich festgenommen. Sie sagte, dass ein Neonazi angestochen wurde und gestorben war. Er hie\u00df Andrej Monov und war der Sohn von Hristo Monov, einem derzeitigen Abgeordneten der Bulgarischen Sozialistischen Partei (BSP).<\/p>\n<p>Mein Verfahren entspricht keinem legalen Vorgang- Nichts geht voran, obwohl meine Familie Druck aus\u00fcbt, damit ich nach Australien verlegt werde. Aber der leitende Staatsanwalt in Bulgarien wird zu stark von der Regierung kontrolliert, in der Hristo Monov ein f\u00fchrender Politiker ist, und von ihm dahingehend beeinflusst, generell keine Verlegungen nach Australien zu genehmigen.<\/p>\n<p>Die BSP bildet seit Mai 2013 eine Koalition mit der nationalistischen Partei Ataka unter dem Vorsitz von Volen Siderov ((<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolen_Siderow\" target=\"_blank\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolen_Siderow<\/a>: Er ist bekannt f\u00fcr Angriffe auf bulgarische Journalisten und xenophobe Meinungs\u00e4u\u00dferungen gegen ethnische Minderheiten.)). Seit meiner Verhaftung wurden mehrere S\u00f6hne bekannter BSP Politiker wegen Mordes angeklagt. Besonders krass ist der durch den Sohn eines BSP Politikers begangene Mord an zwei M\u00e4nnern, nur weil sie Englisch gesprochen hatten. Der T\u00e4ter wurde vom Gericht aus dem Gef\u00e4ngnis entlassen, so dass er das Land verlassen konnte. Dieser Vorfall ist ein weiteres Zeichen f\u00fcr den Einfluss der Regierung auf die Justiz.<\/p>\n<p><em>Die australische Journalistin Belinda Hawkins ((Titel des Buchs: \u201eEvery Parent\u2019s Nightmare: Jock Palfreeman and the True Story of His Father\u2019s Fight to Save Him from a Lifetime in a Bulgarian Jail\u201c)) hat ein Buch \u00fcber deinen Fall, genauer \u00fcber den Kampf deines Vaters geschrieben. Was bedeutet dir dieses Buch pers\u00f6nlich und inwiefern hat es \u00fcber deinen Fall hinaus politische Bedeutung?<\/em><\/p>\n<p>Das Buch bedeutet mir sehr viel, da es meinen Fall grundlegend darlegt. Dennoch kritisiere ich daran die Entpolitisierung meines Falls und dass es nicht die Verbindung zwischen Neonazis und Fu\u00dfball erkl\u00e4rt, die f\u00fcr Nicht-Europ\u00e4er schwer zu verstehen ist. Es gibt viele kulturelle Unterschiede zwischen Bulgarien und Europa, die meiner Meinung nach im Buch nicht ausreichend erkl\u00e4rt werden. Die Neonazi-Ideologie der Angreifer wird g\u00e4nzlich ignoriert und der ganze Vorfall als Kneipenschl\u00e4gerei bagatellisiert, anstelle eines kalt kalkulierten, rassistischen Angriffs von Menschen, die einen Genozid dulden.<\/p>\n<p><em>Du hast den \u201eBulgarischen Gefangenen Rehabilitations Verbund\u201c (BPRA) mitgegr\u00fcndet. Was sind die Ziele des BPRA?<\/em><\/p>\n<p>Der BPRA setzt sich f\u00fcr Reformen des bulgarischen Gef\u00e4ngnissystems und Strafrechts ein. Solidarit\u00e4t ist ein Ziel des BPRA. Allerdings schr\u00e4nken Rassismus und Drogenkonsum die Einheit der H\u00e4ftlinge stark ein. Der BPRA nutzt die European Recommended Prison Rules als Satzung ((Unverbindliche Empfehlung des Ministerrats des Europarats zur Behandlung von Gefangenen in Europa, <a href=\"https:\/\/wcd.coe.int\/ViewDoc.jsp?Ref=Rec%282006%292&amp;Language=lanGerman&amp;Ver=original&amp;Site=COE&amp;BackColorInternet=%20DBDCF2&amp;BackColorIntranet=FDC864&amp;BackColorLogged=FDC864\" target=\"_blank\">https:\/\/wcd.coe.int\/ViewDoc.jsp?Ref=Rec%282006%292&amp;Language=lanGerman&amp;Ver=original&amp;Site=COE&amp;BackColorInternet= DBDCF2&amp;BackColorIntranet=FDC864&amp;BackColorLogged=FDC864<\/a>, Stand 07.09.2014. )). Momentan werden in bulgarischen Gef\u00e4ngnissen nicht einmal 1 Prozent der empfohlenen Regeln umgesetzt.<\/p>\n<p><em>Wie sieht die Unterst\u00fctzung aus, die du von au\u00dferhalb bekommst?<\/em><\/p>\n<p>Ich erhalte Geld von meiner Familie. Davon abgesehen bekomme ich wenig Unterst\u00fctzung. Momentan finde ich nicht einmal jemanden, der meinen Blog ins Bulgarische \u00fcbersetzt. Bez\u00fcglich des BPRA sammeln wir Geld f\u00fcr Rechtsberatungen und richten daf\u00fcr gerade ein Konto ein. Mit 200 bis 300 Euro im Monat k\u00f6nnen 6 bis 12 H\u00e4ftlinge juristisch vertreten werden. Die meisten Gefangenen sind der Willk\u00fcr der Gef\u00e4ngnisverwaltung ausgesetzt, die h\u00e4ufig illegale Ma\u00dfnahmen anordnet. Aufgrund fehlender finanzieller Unterst\u00fctzung m\u00fcssen diese Ma\u00dfnahmen widerstandslos hingenommen werden. Ich denke, dass es mit einer weltweiten Unterst\u00fctzung realistisch ist, 300 Euro im Monat zu sammeln.<\/p>\n<p>Neben der praktischen Hilfe f\u00fcr Gefangene hoffen wir, die Solidarit\u00e4t im Gef\u00e4ngnis zu erh\u00f6hen. Wenn wir uns kollektiv verteidigen k\u00f6nnen, werden Einzelne weniger Angst haben, f\u00fcr ihre Rechte und die von anderen Gefangenen einzustehen. Ohne eine stabile Solidarit\u00e4t unter Gefangenen sehe ich keine M\u00f6glichkeit, Reformen im Gef\u00e4ngnis durchzusetzen.<\/p>\n<p><em>Ende 2011 schriebst du uns in einem Brief: \u201eI\u2019m putting out a call to action to all those opposed to racism both on the street and in it\u2019s institutionalised form of fascism.\u201c\u00a0Was m\u00f6chtest du unseren Leser_innen gerne noch sagen? Und wie k\u00f6nnen sie dich und deine politische Arbeit unterst\u00fctzen?<\/em><\/p>\n<p>Wir haben die Taktik bez\u00fcglich meines Falls ge\u00e4ndert. Statt Freiheit fordern wir nur noch die Verlegung nach Australien. Zu Zeiten der CCCP wurden ausl\u00e4ndische Gefangene nach vier bis f\u00fcnf Jahren in ihre Herkunftsl\u00e4nder \u00fcberstellt. Obwohl Bulgarien jetzt in der EU ist, verweigert es meine Verlegung nach Australien. Es hat sogar zwei Jahre gedauert, bis der leitende Staatsanwalt auf meinen Antrag geantwortet hat.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich hat Bulgarien das Abkommen zur Verlegung von verurteilten Personen unterzeichnet. Es w\u00fcrde sehr helfen, wenn sich Europ\u00e4er f\u00fcr die Einhaltung dieses Abkommens einsetzen w\u00fcrden.<\/p>\n<p><em>Vielen Dank f\u00fcr das Interview! Wir w\u00fcnschen dir viel Kraft und Solidarit\u00e4t!<\/em><\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr Euer kontinuierliches Interesse. Ich habe das Gef\u00fchl, dass wir in Europa einen harten Weg vor uns haben.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der damals 21-j\u00e4hrige Australier Jock Palfreeman reiste 2007 nach Bulgarien, um dort Urlaub zu machen. Am 28. Dezember wurde er in Sofia Zeuge eines rassistischen \u00dcbergriffs. Eine Gruppe rechter Hooligans attackierten einen Roma. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":10616,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[297,9],"tags":[125,664,153,68,115],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10614"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10614"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10614\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10624,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10614\/revisions\/10624"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10616"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10614"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10614"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10614"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}