{"id":10682,"date":"2015-01-07T17:23:02","date_gmt":"2015-01-07T16:23:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=10682"},"modified":"2015-01-09T15:13:40","modified_gmt":"2015-01-09T14:13:40","slug":"austausch-zum-thema-strafe-am-9-januar-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/austausch-zum-thema-strafe-am-9-januar-in-berlin","title":{"rendered":"Austausch zum Thema \u201cStrafe\u201d am 9. Januar in Berlin"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Strafe-und-Zerst\u00f6rung-der-Knastgesellschaft.png\" rel=\"lightbox[10682]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-10683\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Strafe-und-Zerst\u00f6rung-der-Knastgesellschaft-300x150.png\" alt=\"Strafe und Zerst\u00f6rung der Knastgesellschaft\" width=\"300\" height=\"150\" \/><\/a><span class=\"dropcap\">J<\/span>eden zweiten Freitag im Monat gibt es in der <a href=\"http:\/\/tempestlibrary.com\/contact-location\/\" target=\"_blank\">tempest library in Berlin<\/a> eine Diskussionsrunde, durch welche versucht wird anarchistische Debatten anzusto\u00dfen und zu verbreiten. Diesen Freitag geht es um Strafe. \u00dcbernommen von <a href=\"https:\/\/austausch.noblogs.org\/post\/2014\/12\/21\/strafe-9-januar-2015\/\" target=\"_blank\">austausch.noblogs.org<\/a>.<\/p>\n<p><em>Diesen Monat laden wir zum Austausch \u00fcber eine Textsammlung zum Thema \u201cStrafe\u201d ein. Was ist das Prinzip Strafe \u00fcberhaupt, wie, von wem und wann wird sie angewendet? Wie sind Ideen, die das Knastsystem zerst\u00f6ren und der Strafe einen verantwortlichen Umgang miteinander entgegensetzt? <\/em><\/p>\n<p>Als Diskussionsgrundlage dienen die drei Texte \u201c<em>Strafen und bestraft werden<\/em>\u201d (ab Seite 4), \u201c<em>Strafe \u2013 Recht auf Gewalt?<\/em>\u201d (ab Seite 14) und \u201c<em>Wieso sind wir gegen Kn\u00e4ste, gegen alle Kn\u00e4ste?<\/em>\u201d (ab Seite 37)<em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><em>Download <a href=\"http:\/\/austausch.noblogs.org\/files\/2014\/10\/strafeDRUCK.pdf\">Druckversion<\/a> oder <a href=\"http:\/\/austausch.noblogs.org\/files\/2014\/10\/strafeWEB.pdf\">Onlineversion <\/a>oder <a href=\"https:\/\/mondaymymind.files.wordpress.com\/2014\/04\/strafebroschuere.pdf\" target=\"_blank\">faltbare Brosch\u00fcre<\/a><\/em><\/p>\n<p>\u2026Was jedoch treibt uns dazu unsere pers\u00f6nlichen Konflikte an fremde Personen, an Institutionen wie Gerichte auszulagern, damit diese sie l\u00f6sen? Wozu brauchen wir Strafen? Um begangene Taten zu r\u00e4chen? Zur \u201eWiedergutmachung\u201c des angerichteten Schadens? Oder bestrafen wir Menschen gar aus \u201egutem Willen\u201c, damit die Person sich \u201ebessert\u201c? In diesem Fall bringt Bestrafen von als falsch angesehenen Verhalten n\u00e4mlich sicher nichts. Selbst die Herrschenden geben zu, dass jemanden zu bestrafen diese Person sicherlich nicht davon abh\u00e4lt, das selbe noch einmal zu tun.<\/p>\n<p>Falls wir wirklich an der L\u00f6sung eines Problems interessiert w\u00e4ren und nicht nur daran es zu unterdr\u00fccken und hinter Gef\u00e4ngnismauern zu verstecken, w\u00fcrden wir nicht bei jedem Konflikt nach einer Autorit\u00e4t (Eltern, Lehrer, Chefs, Vorgesetzte, Richter, Bullen,\u2026) rufen, die diesen Konflikt f\u00fcr uns l\u00f6sen, sondern viel eher versuchen, zusammen mit unserem pers\u00f6nlichem Umfeld den Streit zu kl\u00e4ren. Das w\u00fcrde nat\u00fcrlich hei\u00dfen, dass wir mehr Verantwortung f\u00fcr die Dinge \u00fcbernehmen m\u00fcssen, die um uns herum passieren und beispielsweise nicht einfach wegschauen, wenn wir beobachten dass jemand sexuell bel\u00e4stigt oder von Bullen kontrolliert wird\u2026<\/p>\n<h4>ZITATE UND LINKS ZUM THEMA<\/h4>\n<p><em>Man sperrt mich ein, um mich auf ein Leben in Freiheit vorzubereiten.<br \/>\nMan nimmt mir alles, um mich zu lehren, mit Dingen verantwortungsvoll umzugehen.<br \/>\nMan reglementiert mich permanent, um mir zur Selbstst\u00e4ndigkeit zu verhelfen.<br \/>\nMan entfremdet mich den Menschen, um mich ihnen n\u00e4her zu bringen.<br \/>\nMan bricht mir das R\u00fcckgrat, um mir den R\u00fccken zu st\u00e4rken.<br \/>\nMan programmiert mich auf Anpassung, damit ich lerne, kritisch zu leben.<br \/>\nMan bringt mir Misstrauen entgegen, damit ich lerne, zu vertrauen.<br \/>\nMan bricht vor meinen Augen die Gesetze, damit ich lerne, diese zu achten.<br \/>\nMan sagt \u201czeige Deine Gef\u00fchle\u201d, damit man mit ihnen spielen kann.<br \/>\nMan sagt \u201cDu bist resozialisiert\u201d, wenn ich zu allem nur noch nicke!<\/em><\/p>\n<h5 class=\"western\"><a href=\"http:\/\/philosophie.hfg-karlsruhe.de\/sites\/default\/files\/ueberwachen_und_strafen_i.pdf\" target=\"_blank\">\u00dcberwachen und Strafen<\/a> (Focault)<\/h5>\n<p><em>\u2026Indem es sie solcherma\u00dfen homogenisiert und von Willk\u00fcr bzw. Gewalt befreit, indem es die Gefahr der Revolte vermindert und Erbittung und Ma\u00dflosigkeit \u00fcberfl\u00fcssig macht, indem es \u00fcberall dieselben kalkulierten, mechanisierten und diskreten Methoden ins Spiel bringt, l\u00e4\u00dft das Kerkersystem jene gro\u00dfe \u201e\u00d6konomie\u201c der Macht wirklich werden, deren Formel das 18. Jahrhundert gesucht hatte, als das Problem der Akkumulierung und der nutzbringenden Handhabung der Menschen auftrat\u2026<\/em><\/p>\n<h5 class=\"western\"><a href=\"http:\/\/justizzentrumverhindern.noblogs.org\/texte\/fur-eine-welt-ohne-richter-und-gesetze\/\" target=\"_blank\">F\u00fcr eine Welt ohne Richter und Gesetze\u2026<\/a> (SJZ verhindern)<\/h5>\n<p><em>\u2026Wenn wir bereit sind die Freiheit der uns beherrschenden Instanzen bzw. unsere Sklaverei zu akzeptieren, werden uns im Gegenzug f\u00fcr die Erf\u00fcllung dieser Berufung und Pflichten ein Haufen Rechte und der Schutz des Staates als Belohnung zu gestanden. Wenn dem nicht so ist und wir die unantastbare Heiligkeit der \u00fcber uns stehenden Gesetze und Funktionsregeln nicht einfach so hinnehmen k\u00f6nnen und wollen \u2013 wir sie also bewusst oder unbewusst praktisch in Frage stellen \u2013 ist der Staatsmacht nahezu jedes Mittel der Bestrafung recht\u2026<\/em><\/p>\n<h5 class=\"western\"><a href=\"http:\/\/justizzentrumverhindern.noblogs.org\/texte\/strafen-und-bestraft-werden\/\" target=\"_blank\">Strafen und bestraft werden<\/a> (SJZ verhindern)<\/h5>\n<p align=\"justify\"><em>\u2026Wie also k\u00f6nnen wir die Justiz angreifen? Jedes Denkmuster nach welchem wir andere be- und verurteilen, jede Autorit\u00e4t, von den Lehrern, zu den Sozialarbeitern zu den Bossen bis zu den Richtern ist ein Mosaiksteinchen des Justizapparats als Ganzem. Aber die Justiz besteht nicht nur aus Denkmustern oder verschiedenen Einzelpersonen, sie manifestiert sich auch, ganz offensichtlich f\u00fcr jede und jeden, in Dingen und an verschiedenen Orten, z.B. als Geb\u00e4ude\u2026<\/em><\/p>\n<h5 align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/www.projektwerkstatt.de\/strafe\/html\/strafe.htm\" target=\"_blank\">Strafe \u2013 Recht auf Gewalt ?!<\/a> (Projektwerkstatt)<\/h5>\n<p><em>\u2026Man m\u00fcsste beginnen, zwischen Verantwortung und Schuld zu unterscheiden. Verantwortlich f\u00fcr sein Handeln, oder wie Funke es ausdr\u00fcckt, f\u00fcr seine Eins\u00e4tze im Roulett, ist jeder Mensch zweifellos. Er muss die Konsequenzen seines Verhaltens tragen \u2013 in jedem Fall. Schuld hat aber eine moralische Komponente. Schuld rechtfertigt nicht nur die Konsequenzen einer Tat (ich l\u00fcge dich an \u2013 die Konsequenz: du wirst mir in Zukunft nicht mehr so schnell vertrauen) sondern sie rechtfertigt auch, mir f\u00fcr mein Verhalten im Namen eines \u201eh\u00f6heren Interessens\u201c Schmerzen zuzuf\u00fcgen \u2013 sie rechtfertigt Strafe. Schuld f\u00fchrt zu einem endg\u00fcltigen Urteil \u2013 einem Verurteilen. Schuld verlangt eine Wahrheit. Sie verlangt eine objektive Wahrnehmung der Situation. Aber sind wir dazu f\u00e4hig? Ist der Mensch f\u00e4hig, eine Wahrheit zu erkennen, die \u00fcber seine individuelle Wahrnehmung hinausgeht?\u2026 <\/em><\/p>\n<p><em>\u2026Strafe verliert durch sein im Voraus festgesetztes Schema die M\u00f6glichkeit, aus einem Gewaltkreislauf auszubrechen. Das Prinzip der Strafe entpuppt sich hier erstens als reine Symptombek\u00e4mpfung und zweitens als stures Handlungsschema, welches eine individuelle KonfliktL\u00d6SUNG geradezu verhindert\u2026<\/em><\/p>\n<h5 class=\"western\"><a href=\"http:\/\/www.freilassung.de\/div\/texte\/rz\/zorn\/Zorn04.htm\" target=\"_blank\">Gerd Albartus ist tot.<\/a> (RZ)<\/h5>\n<p><em>\u2026Nein: Die Bereitschaft zur Ermordung eines Genossen l\u00e4\u00dft sich nicht mit der H\u00e4rte der Bedingungen entschuldigen, sie ist Ausdruck einer politischen Programmatik, deren einziger Gehalt die Erringung der Macht und deren Sprache die der k\u00fcnfitgen Despoten ist. Die Geschichte ist voll von Beispielen revolution\u00e4rer Organisationen oder Bewegungen, die unter vergleichbar brutalen Bedingungen k\u00e4mpfen mu\u00dften, ohne da\u00df sie sich \u2013 unter Berufung auf die Niedertracht des Gegners \u2013 dessen Methoden zu eigen gemacht haben. Da\u00df dies der geringere Teil ist, da\u00df die Mehrzahl der bolschewistischen Parteien und nationalen Befreiungsorganisationen nach der Devise verfahren ist, da\u00df der Zweck die Mittel heilige und gegen den Feind alles erlaubt sei, wenn es nur der Sache dient, ist kein Gegenargument. Es ist dies eine politische Auseinandersetzung, die ihre historischen Bezugspunkte in der Pariser Kommune ebenso wie in der Oktoberrevolution oder im Spanischen B\u00fcrgerkrieg hat. Wo der Sieg zum Ma\u00dfstab aller Dinge wird, werden nicht nur die besten, sondern auch die schlimmsten Kr\u00e4fte frei\u2026<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5 class=\"western\"><a href=\"www.projektwerkstatt.de\/topaktuell\/dan\/knast.pdf\" target=\"_blank\">Knast<\/a> (Projektwerkstatt)<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/zu-nazis-und-der-todesstrafe-fuer-sexualverbrecher\" target=\"_blank\">Nazis und der \u201cTodesstrafe f\u00fcr Sexualverbrecher\u201d<\/a> (Autonomes Knastprojekt)<\/h5>\n<p align=\"left\"><em>\u2026Denn es geh\u00f6rt auch zu den bitteren Wahrheiten, dass aus geschlagenen Kindern sp\u00e4ter h\u00e4ufig pr\u00fcgelnde Eltern werden. Viele Sexualt\u00e4ter sind selbst als Kinder missbraucht worden. Das entschuldigt jetzt nicht den einzelnen T\u00e4ter, aber es sollte f\u00fcr uns Anlass sein zu \u00fcberlegen, wie dieser Teufelskreis zu durchbrechen sei. Von den Konservativen und den Nazis k\u00f6nnen wir solch grunds\u00e4tzliche \u00dcberlegungen nicht erwarten. Das m\u00fcssen wir schon selber tun\u2026<\/em><\/p>\n<h5 class=\"western\"><a href=\"http:\/\/noprisonnostate.blogsport.de\/gegen-knaeste-against-prisons\/abschaffung-von-knaesten-von-thomas-meyer-falk\/\" target=\"_blank\">Abschaffung von Kn\u00e4sten?<\/a> (Thomas Meyer-Falk)<\/h5>\n<p><em>\u2026Im Verlaufe der Aufkl\u00e4rung wurden K\u00f6rper- und Todesstrafen zunehmend durch das Einsperren der Delinquenten ersetzt. Dies galt als die humanere Umgehensweise mit Menschen die gesellschaftliche Normen \u00fcbertraten. Auch heute gilt das \u201eWegschlie\u00dfen\u201c als im Grunde irgendwie akzeptabel, zumal jederman (dank BILD) wei\u00df, in den Kn\u00e4sten geht es zu wie in Hotels. Dass gerade lange Haft eine subtile Form der Todesstrafe darstellt, dies will vielen nicht einleuchten. Der Mensch hinter Mauern stirbt einen langsamen seelischen und oft auch k\u00f6rperlichen Tod. Die radikale Todesstrafe durch Fallbeil oder Strick wurde (weitestgehend) ersetzt durch das \u201eEinfrieren\u201c des\/der Verurteilten hinter Gittern und Stacheldraht\u2026<\/em><\/p>\n<h5 class=\"western\"><a href=\"http:\/\/noprisonnostate.blogsport.de\/gegen-knaeste-against-prisons\/against-prisons-by-catherine-baker\/\" target=\"_blank\">Against Prisons <\/a>(Catherine Baker)<\/h5>\n<p><em>\u00a0\u2026Prison punishment is necessary for order and order is necessary for society. We could never imagine a society without order, and order without prison punishment. We have all internalized this so well \u2013 reinforcing the bars and guillotines in our minds to the point of going mad with anguish because of it \u2013 that the State keeps us under its thumb quite \u201enaturally,\u201c because we are, in reality, \u201eirresponsible\u201c. But the State is only a machine serving something more terrifying than itself: behind the State there is a will, a human will. Man is there with his laws. Down with Man\u2026<\/em><\/p>\n<h5 class=\"western\">Aufruf <a href=\"https:\/\/mitderknastgesellschaftbrechen.wordpress.com\/aufruf\/\" target=\"_blank\">\u201eMit der Knastgesellschaft brechen\u201c<\/a><\/h5>\n<p>\u2026<em>Die einen sollen verdr\u00e4ngt oder abgeschoben, die anderen f\u00fcr immer weggesperrt werden. Alle anderen sind angehalten sich unter st\u00e4ndiger Kontrolle ihres Verhaltens auf Video oder ihrer Kommunikation \u00fcber Telefon und Internet nichts zu Schulde kommen zu lassen. Die\/der gl\u00e4serne B\u00fcrger_in wird nicht nur zur staatlichen Idee des funktionierenden Untertans, oft genug wird auch das Selbstbild einiger \u201eIch habe ja nichts zu verbergen\u201c zur Gefahr f\u00fcr die, die das ganz anders sehen. Wer sich nicht anpasst f\u00e4llt in ein Raster was von ablehnend, kritischer Beobachtung seiner Mitmenschen bis hin zu staatlicher \u00dcberwachung und Verfolgung f\u00fchren kann\u2026<\/em><\/p>\n<h5 class=\"western\"><a href=\"http:\/\/bauluecken.blogsport.de\/2010\/09\/01\/warum-knastkritik\/\" target=\"_blank\">warum knastkritik?<\/a> (kn\u00e4ste zu baul\u00fccken)<\/h5>\n<p><em>\u2026Schuld sind die sich falsch Verhaltenden, die Frage nach den ihrem Verhalten zugrunde liegenden Strukturen bleibt aus. Somit wird nicht nur der Blick auf die \u201eAnderen\u201c gelenkt, sondern gleichzeitig die Diskussion um Macht- und Gewaltverh\u00e4ltnisse bewusst vermieden. Auch wir denken, dass handelnde Subjekte f\u00fcr ihr Verhalten verantwortlich sind (ansonsten betrachteten wir ja beispielsweise auch Nazis einfach als \u201eOpfer der Verh\u00e4ltnisse\u201c). Das Ausblenden des Verhaltens der restlichen Menschen, die an gesellschaftlichen Prozessen teil haben und diese mit gestalten jedoch ist fatal\u2026<\/em><\/p>\n<h5 class=\"western\"><strong><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/was-ist-abc#gegenalleknaeste\" target=\"_blank\">Wieso sind wir gegen Kn\u00e4ste, gegen alle Kn\u00e4ste?<\/a> (ABC-Berlin)<\/strong><\/h5>\n<p><em>\u2026Wir sind gegen den Knast, weil die Welt, durch das Loch eines T\u00fcrschlosses gesehen, wie von verd\u00e4chtigen oder hinterh\u00e4ltigen Menschen bev\u00f6lkert wirkt.<\/em><br \/>\n<em> Wir sind gegen den Knast, weil mensch den Sinn der Gerechtigkeit niemals innerhalb irgendwelcher Gesetzb\u00fccher finden wird.<\/em><br \/>\n<em> Wir sind gegen den Knast, weil eine Gesellschaft die es braucht, Menschen einzusperren und zu entm\u00fcndigen, selbst ein Knast ist\u2026<\/em><\/p>\n<h5 class=\"western\"><strong><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/prisoners-talkin-blues-os-cangaceiros\" target=\"_blank\">\u201ePrisoner\u2019s Talkin\u2019 Blues\u201c<\/a> (Os Cangaceiros)<\/strong><\/h5>\n<p><em>\u2026Jeder moderne Staat muss notwendigerweise diese armen Wilden zivilisieren, einschlie\u00dflich jener, die von der Gesellschaft in den Gef\u00e4ngnissen isoliert wurden. An dieser Front tobt also die Schlacht der Ideen. Die Staatspartisanen wissen, dass sie die Revolte der H\u00e4ftlinge nicht mit roher Gewalt \u2013 welcher sie sich zu Beginn allerdings mit den entsprechenden Risiken bedienen m\u00fcssen \u2013 niederschlagen werden, sondern mit dem Pseudo-Dialog, mit der L\u00fcge. Wir hingegen m\u00fcssen die angeblichen Rechtsfragen in soziale Fragen verwandeln, und die Operation, welche die modernsten Staatspartisanen im Moment durchzuf\u00fchren versuchen, vereiteln\u2026<\/em><\/p>\n<h5 class=\"western\"><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/broschuere-geschichte-der-knastarchitektur\" target=\"_blank\"><strong><b>Geschichte der Knastarchitektur<\/b><\/strong><\/a><\/h5>\n<p><em>\u2026Ohne Frage gehen dieser gesellschaftlichen Pr\u00e4senz von Bestrafung in jedem Aspekt des Lebens die klare\u00a0 Ausformulierung von Gesetzen und Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten voraus.\u00a0 Diese zielen auf die Sanktionierung, die Dressur und schlie\u00dflich die Wiedereingliederung in die disziplinierte Routine (Stundenpl\u00e4ne, regelm\u00e4\u00dfige T\u00e4tigkeiten, Arbeit, Schweigen, Aufmerksamkeit, Respekt, Gewohnheiten etc.) in den jeweiligen Strukturen der Disziplin (Schule, Fabrik, Kaserne etc.). Die Strafe ist nunmehr kein brandmarkender zeremonieller Terrorakt gegen\u00fcber einem besiegten Feind des sich r\u00e4chenden Souver\u00e4ns, sondern eine vom Gesellschaftsk\u00f6rpers und\u00a0 Verwaltungsapparat\u00a0 ausge\u00fcbte Z\u00fcchtigung eines kriminellen Rechtssubjet, das unterworfen und manipuliert wird, damit es in Zukunft solche kriminalisierten T\u00e4tigkeiten vermeidet\u2026<\/em><\/p>\n<h5 class=\"western\"><strong><a href=\"http:\/\/radiochiflado.blogsport.de\/2012\/12\/24\/mitford-jessica-fuer-die-abschaffung-der-gefaengnisse\/\" target=\"_blank\">F\u00fcr die Abschaffung der Gef\u00e4ngnisse<\/a> (Mitford Jessica)<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeden zweiten Freitag im Monat gibt es in der tempest library in Berlin eine Diskussionsrunde, durch welche versucht wird anarchistische Debatten anzusto\u00dfen und zu verbreiten. Diesen Freitag geht es um Strafe.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":10683,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[2,462],"tags":[263,92,374,194,670,39],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10682"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10682"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10682\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10705,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10682\/revisions\/10705"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10683"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10682"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10682"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10682"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}