{"id":10894,"date":"2015-02-12T10:25:58","date_gmt":"2015-02-12T09:25:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=10894"},"modified":"2015-02-12T10:42:02","modified_gmt":"2015-02-12T09:42:02","slug":"zeig-der-autoritaet-deinen-arsch-aufruf-zur-solidaritaet-mit-den-anarchistinnen-aus-belarus-vom-25-februar-bis-1-maerz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/zeig-der-autoritaet-deinen-arsch-aufruf-zur-solidaritaet-mit-den-anarchistinnen-aus-belarus-vom-25-februar-bis-1-maerz","title":{"rendered":"Zeig der Autorit\u00e4t deinen Arsch \u2013 Aufruf zur Solidarit\u00e4t mit den Anarchist*innen aus Belarus vom 25. Februar bis 1. M\u00e4rz"},"content":{"rendered":"<div class=\"content\">\n<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Solidarit\u00e4t-mit-den-Anarchistinnen-aus-Belarus.png\" rel=\"lightbox[10894]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-10895\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Solidarit\u00e4t-mit-den-Anarchistinnen-aus-Belarus-250x166.png\" alt=\"Aufruf zur Solidarit\u00e4t mit den Anarchist*innen aus Belarus vom 25. Februar bis 1. 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Jeder Beschwerde oder Kritik an der Regierung wurde mit Repression durch die Polizei oder dem KGB begegnet. Alle Versuche sich zu organisieren, sehen sich Verfolgung und staatlicher Hysterie ausgesetzt. Die Politik der Regierung kann mit den Worten: \u201cAlles was nicht kontrolliert werden kann muss zerst\u00f6rt werden!\u201d beschrieben werden. Momentan bewegt sich der belarussische Staat langsam aber stetig auf die Unterbindung jeglicher abweichender Meinung oder unabh\u00e4ngigen Denkens hin.<\/p>\n<p>Seit die Wahlen f\u00fcr diesen November geplant wurden, hat der Druck auf die sozialen Bewegungen zugenommen. Die Beh\u00f6rden haben Angst vor einem Szenario wie in der Ukraine und versuchen alles, um sogenannte \u201cExtremisten\u201d zu bek\u00e4mpfen: also alle Menschen, die zu Ver\u00e4nderungen des aktuellen Regimes aufrufen.<\/p>\n<p>In den letzten zwei Monaten wurden zehn Menschen, welche in Verbindung mit der anarchistischen Bewegung stehen, verhaftet. Acht von ihnen wurden zu 10 bis 25 Tage Haft verurteilt, auf Grund von erfundenen F\u00e4llen von Widerstand gegen Polizeibeamte und Gef\u00e4hrdung der \u00f6ffentlichen Ordnung. Zwei von ihnen wurden bereits im Dezember 2014 verhaftet. Sie verbrachten f\u00fcnf und zehn Tage im Gef\u00e4ngnis und wurden danach beide in ihrem Job gefeuert. Nur wenige Tage nachdem sie einen neuen Job gefunden hatten, wurden sie erneut festgenommen. Aktivist*innen sehen diese erneute Repression im Zusammenhang mit mehreren Solidarit\u00e4tsaktionen gegen die Polizeibrutalit\u00e4t bei einem Neujahrspunkkonzert. Damals durchsuchte die Polizei ein Konzert, erstellte eine Liste aller Teilnehmenden und filmte diese ab. Zwei Menschen wurden bei diesem Konzert f\u00fcr die Verteilung von \u201cextremistischem\u201d Material verhaftet. Alle auf dem Konzert befindlichen Personen wurden im Nachhinein von der Polizei besucht und mit amtlichen Papieren aufgefordert ihre \u201cextremistischen\u201d Aktivit\u00e4ten einzustellen. Ausserdem gibt es ab und zu Bedrohungen in sozialen Netzwerken, die von Menschen ausgehen, die offensichtlich mit der Polizei verbunden sind.<\/p>\n<p>Im November 2014 begann die Gef\u00e4ngnisleitung ein weiteres Strafverfahren gegen Mikalai Dziadok, er wurde nach den Repressionen 2010 zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt. Diesmal werden ihm \u201cschwere Verst\u00f6\u00dfe gegen Gef\u00e4ngnisregeln\u201d vorgeworfen. Um Druck auf Mikalai auszu\u00fcben und seinen Willen zu brechen, mu\u00dfte er w\u00e4hrend der vier Jahre Gef\u00e4ngnis, sehr viel Zeit in Einzelhaft verbringen. Momentan ist Nikolai, der eigentlich im M\u00e4rz diesen Jahres frei kommen sollte, wieder angeklagt, was ihm ein weiteres Jahr Gef\u00e4ngnis einbringen k\u00f6nnte. Verwandte und Freunde haben keine Zweifel an der Gerichtsentscheidung, da die gleiche Taktik schon gegen einen der konservativen Oppositionsaktivisten eingesetzt wurde. So ist die Regierung in der Lage Mikalai w\u00e4hrend der bevorstehenden Wahlen im Gef\u00e4ngnis behalten.<br \/>\nAu\u00dferdem ist der Anarchist Ihar Alinevich, der eine acht-j\u00e4hrige Haftstrafe f\u00fcr eine Solidarit\u00e4tsaktion mit russischen Antifaschist*innen absitzt, erneut in Isolationshaft \u2013 zum f\u00fcnften Mal in den letzten vier Monaten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Wahlkampagne im Jahr 2010 wurden dutzende von Anarchist*innen und sp\u00e4ter auch Aktivist*innen der Opposition festgenommen und verhaftet. \u00dcber 50 Menschen endeten auf Grund von politisch motivierten Verurteilungen im Gef\u00e4ngnis, darunter f\u00fcnf Anarchist*innen. Drei von ihnen sind immer noch in Haft. Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Regierung bereit ist und versuchen wird jegliche systemabweichende Meinung mit allen Mitteln zum Schweigen zu bringen. Momentan erwarten die meisten von uns ein noch h\u00f6heres Ma\u00df an Repression.<br \/>\nDeshalb appellieren wir an alle, die dies lesen: geht in der Zeit vom 25. Februar \u2013 1. M\u00e4rz auf die Stra\u00dfe und macht Solidarit\u00e4tsaktionen f\u00fcr Anarchist*innen und Aktivist*innen sozialer Bewegungen in Belarus, unterst\u00fctz sie in ihrem Kampf f\u00fcr eine gerechte Welt und gegen die Diktatur.<br \/>\nIhr k\u00f6nnt entscheiden in welcher Form ihr euch solidarisch zeigt, allerdings m\u00f6chten wir euch darauf hinweisen, dass die beiden Soli-aktionen in Minsk, bei denen Menschen ihr \u00c4rsche entbl\u00f6\u00dften, f\u00fcr ein lebhaftes Interesse in der Gesellschaft und viel Hektik bei der Polizei gesorgt haben. Deswegen glauben wir es ist an der Zeit den Autorit\u00e4ten deinen Arsch zu zeigen und dein Leben selbst in die Hand zu nehmen.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr eine freie Gesellschaft<\/strong><br \/>\n<strong> Gegen Diktatur und Unterdr\u00fcckung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"http:\/\/abc-belarus.org\/?lang=en\" target=\"_blank\"><em>Anarchist Black Cross Belarus<\/em><\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die vierte Amtszeit von Alexander Lukaschenko wird 2015 enden. 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