{"id":10970,"date":"2017-09-27T18:50:19","date_gmt":"2017-09-27T17:50:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=10970"},"modified":"2017-09-27T18:56:03","modified_gmt":"2017-09-27T17:56:03","slug":"anti-knast-tage-berlin-2017-wir-muessen-mal-ueber-knast-reden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/anti-knast-tage-berlin-2017-wir-muessen-mal-ueber-knast-reden","title":{"rendered":"Anti-Knast-Tage Berlin 2017 \u201eWir m\u00fcssen mal \u00fcber Knast reden!\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/akt_2017_plakat_web.jpg\" rel=\"lightbox[10970]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright wp-image-10973 size-medium\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/akt_2017_plakat_web-177x250.jpg\" alt=\"Anti-Knast-Tage Berlin 2017 \u201eWir m\u00fcssen mal \u00fcber Knast reden!\u201c\" width=\"177\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/akt_2017_plakat_web-177x250.jpg 177w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/akt_2017_plakat_web-768x1086.jpg 768w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/akt_2017_plakat_web-424x600.jpg 424w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/akt_2017_plakat_web.jpg 1240w\" sizes=\"(max-width: 177px) 100vw, 177px\" \/><\/a><span class=\"dropcap\">B<\/span>is 2015 wurden im deutschsprachigem Raum regelm\u00e4\u00dfig die Antiknasttage von Gruppen veranstaltet, die Kn\u00e4ste abschaffen wollen. Es war der Versuch dem Thema der Kn\u00e4ste, der Einsperrung und der sozialen Kontrolle einen Raum zu geben. Dies wurde von vielen Menschen und Gruppen als politisches Aufgabe vernachl\u00e4ssigt, vers\u00e4umt bzw. ignoriert und wird es immer noch. Wir wollen die Tage dazu nutzen, um mit Menschen, die davon betroffen sind, zusammen zu kommen und das Thema Knast, in all seinen Facetten, wieder auf die Tagesordnung zu setzen.<br \/>\nDaher sollen sie dieses Jahr in Berlin wieder stattfinden, denn dieses Theam ist unerl\u00e4sslich, wenn wir Herrschaft und Unterdr\u00fcckung in Frage stellen, bzw abschaffen wollen.<\/p>\n<p>In Zeiten wie diesen hat die Funktion der Kn\u00e4ste innerhalb der Gesellschaft nicht nachgelassen, sondern sie wird weiterentwickelt. Zeitgleich findet eine \u201ehumanere\u201c Art der Bestrafung und \u00dcberwachung (Fussfesseln, Kameras mit Gesichtserkennung, \u2026) sowie eine Versch\u00e4rfung dieser (Ausbau von Kn\u00e4sten, Masseninhaftierungen von Fl\u00fcchtlingen, vermehrte Sicherheitsverwahrung, Unterbringung in Forensik und Psychiatrien, Integration der Kn\u00e4ste in die kapitalistische Produktion) statt.<br \/>\nDer Knast ist nicht nur ein Ort der Bestrafung, sondern die Zuspitzung der Gesellschaft, die nicht f\u00e4hig ist, ihre hausgemachten Konflikte und Widerspr\u00fcche zu l\u00f6sen. Das Problem ist daher nicht nur der Knast an und f\u00fcr sich, sondern diese Welt, die die Bedingungen f\u00fcr deren Existenz und Notwendigkeiten st\u00e4ndig erschafft. F\u00fcr viele ein d\u00e4monisierter Ort, obwohl gerade in Deutschland die meisten wegen Schulden sitzen. Dies ist eine Realit\u00e4t in die jeder Mensch sehr schnell reinrutscht. All das, was Menschen in den Knast bringt, sind gesellschaftliche Probleme, die dort drinnen nicht gel\u00f6st werden. Nach der Entlassung steht jeder wieder vor denselben Problemen (Armut, Arbeitlosigkeit, Ausgrenzung, Ausbeutung, etc).<br \/>\nHauptziel der Kn\u00e4ste ist es einige Menschen derma\u00dfen abzurichten, bis sie berechenbar sind, so dass sie nie was \u201estrafbares\u201c machen werden, vor allem nie gegen das System, welches sie unterdr\u00fcckt. Der Knast ist das Damoklesschwert, welches jeden Menschen daran erinnern soll, nicht ungehorsam, rebellisch, oder widerspenstig zu sein. Es funktioniert schon durch den Schatten der Angst, welchen der Knast wirft und erstickt daher, noch bevor dieser passiert, jeden Aufstand im Keim.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDiejenigen, die man gew\u00f6hnliche Strafgefangene oder \u201eKriminelle\u201c nennt, sind eine Folge der Irrationalit\u00e4t und des widernat\u00fcrlichen Charakters des kapitalistischen Systems. Sie kommen nicht aus purem Zufall in der Mehrzahl aus dem Proletariat. Sie haben versucht, dem Elend zu entkommen, zu dem sie das Kapital als solches verdankt hat, ohne sich weder gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnissen noch Produktionsverh\u00e4ltnissen des Kapitals anzupassen.\u201c <em>(Gefangener autonomer Gruppen in Spanien)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Einzige Freiheit die noch heute besteht, ist die der Auswahl zwischen einem Schei\u00dfjob und einem noch beschissenerem Job. Die Freiheit bei der Auswahl zwischen Produkten, die ein Mensch noch kaufen kann. Dies sind die Freiheiten in einem Leben im Kapitalismus und unter seiner Herrschaft.<br \/>\nDer Kampf f\u00fcr die Freiheit des Menschen ist nach wie vor ein Verbrechen, denn wir wollen diese Verh\u00e4ltnisse auf den Kopf stellen.<\/p>\n<p>Um \u00fcber dies und vieles mehr zu diskutieren, soll jeder Mensch und jede Gruppe sich eingeladen f\u00fchlen, der\/die diese Probleme\/Ansichten teilt und dar\u00fcber diskutieren will, um Perspektiven und K\u00e4mpfe daraus zu erschaffen. Um auch dort Veranstaltungen zum Thema machen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weitere Infos unter <a href=\"http:\/\/antiknasttage2017.blogsport.eu\">antiknasttage2017.blogsport.eu<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis 2015 wurden im deutschsprachigem Raum regelm\u00e4\u00dfig die Antiknasttage von Gruppen veranstaltet, die Kn\u00e4ste abschaffen wollen. 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