{"id":1213,"date":"2009-09-25T15:25:14","date_gmt":"2009-09-25T13:25:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=1213"},"modified":"2011-10-29T11:39:17","modified_gmt":"2011-10-29T09:39:17","slug":"antiknasttage-in-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/antiknasttage-in-wien","title":{"rendered":"Antiknasttage in Wien vom 02. bis 04. Oktober 2009"},"content":{"rendered":"<p><em>Am ersten Oktober-Wochenende, vom Freitag den 02.10 bis Sonntag 04.10 2009, finden Veranstaltungen und Diskussionen rund um das Thema Gef\u00e4ngnisse und deren Abschaffung im Amerlinghaus, Wien, statt. (Stiftgasse 8, 1070 Wien).<\/em><\/p>\n<p>Die Problematik und Drohung der Gef\u00e4ngnisse f\u00fcr alle Menschen ist eng mit den Realit\u00e4ten dieser Gesellschaft verbunden.<\/p>\n<p>Unser Ziel ist es nicht, dass nur die Gef\u00e4ngnisse abgeschafft werden. Eine herrschende Gesellschaft, kann auch so umgestaltet werden, dass sie ohne die Strafanstalten funktionieren k\u00f6nnte. Die herrschende Gesellschaft, soll als ganze abgeschafft werden. Bis zum letzten Stein.<\/p>\n<p>Gesetze, PolitikerInnen, RichterInnen, Polizei, Anw\u00e4ltInnen, \u00c4rzte SozialarbeiterInnen, LehrerInnen, KapitalistInnen, Psychologen&#8230; sie alle deuten und realisieren die Moral dieser Gesellschaft. Alle Menschen kennen die Regeln der Gesellschaft. Schule, Lohnarbeit und Tod. Es sind keine abstrakten Werte, alle Menschen reproduzieren sie tagt\u00e4glich mit jedem Atemzug.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nEs gibt keine andere M\u00f6glichkeit zu dieser Welt, als sich der herrschenden Ordnung zu unterwerfen und zu dienen. Um dies auch sicherzustellen braucht die Gesellsch die Gef\u00e4ngnisse das Damoklesschwert welches \u00fcber all unsere K\u00f6pfe schwenkt.<br \/>\nGef\u00e4ngnisse stehen nicht nur als Symbol daf\u00fcr, dass wir uns vor uns selber sch\u00fctzen, sondern auch f\u00fcr das Bild einer vermeintlich sicheren Gesellschaft Die Sicherheit der Demokratie, des Kapitalismus ist die Unterdr\u00fcckung der Menschen.<br \/>\nDie Gef\u00e4ngnisse stehen als die gr\u00f6\u00dfte Strafe, die Isolation und der Absto\u00df aus der Gesellschaft, f\u00fcr jene die sich wehren oder einfach nicht das vorbestimmte Leben der Lohnarbeit Leben wollen.<br \/>\nSolche Menschen gelten in der allgemeing\u00fcltigen gesellschaftlich akzeptierten Sprache als Vagabunden, Junkies, Kriminelle, Ausl\u00e4nder&#8230;<br \/>\nAber nicht nur sie werden bestraft, sondern auch all jene die die Bahnen der Gesetze nicht folgen.<br \/>\nSo gesehen, sind wir alle gleich vor dem Gesetz. Die Realit\u00e4t zeigt immer wieder das Gegenteil. Es sind die proletarischen, wenig beg\u00fcnstigten Klassen und jene RebellInnen das Kanonenfutter f\u00fcr die Gef\u00e4ngnisbev\u00f6lkerung.<br \/>\nEs ist die eigene Gesellschaft die jene Menschen reproduziert und herstellt die gro\u00dfe \u201eChancen\u201c haben, um auch in den Gef\u00e4ngnis zu landen.<\/p>\n<p>Gruppen und Individuen die sich mit diesem Thema besch\u00e4ftigen, werden \u00fcber ihre Erfahrungen dar\u00fcber reden. \u00dcber den Kampf gegen die Gef\u00e4ngnisse, welche eine tragende S\u00e4ule dieser Gesellschaft sind.<br \/>\nDie Unterst\u00fctzung an Menschen findet auf vielen Ebenen statt. Sei es eine finanzielle Hilfe, Besuche abstatten, Briefkontakt, Solidarit\u00e4t auf allen Ebenen&#8230; und die weitergehende Agitation gegen die Gef\u00e4ngnisgesellschaft in der alle Menschen Gefangene sind.<br \/>\nWichtig ist uns die Aufhebung der Trennung zwischen sozialen und politischen Gefangenen. Es gibt nicht bessere oder schlechtere Gefangene. Alle Gefangenen sind zu gleichem Ma\u00dfe aus sozialen und politischen Gr\u00fcnden inhaftiert. Sei es wie oben genannt, um aus der allt\u00e4glichen kapitalistischen Barbarei zu fliehen, diese anzugreifen, oder sie ausn\u00fctzen.<\/p>\n<p>Immer wieder kommt aber die Frage: \u201eWas machen wir mit den Faschisten, Vergewaltiger, Kindersch\u00e4ndern, Verr\u00fcckten&#8230;?\u201c<br \/>\nAlle Menschen sind beeinflusst durch diese Gesellschaft und sind nicht ohne Gr\u00fcnde zu dem geworden was sie sind.<br \/>\nEgal ob aus den Augen der Gesellschaft diese Individuen gescheitert oder erfolgreich sind, bewegen wir uns alle auf den gelegten Schienen dieser Gesellschaft. Daher kann eine gef\u00e4ngnislose Gesellschaft auch nicht ohne dem Hintergrund einer befreiten Gesellschaft gesehen werden, bzw. funktionieren.<\/p>\n<p><em>Folgende Gruppen aus Deutschland und \u00d6sterreich haben sich angek\u00fcndigt:<\/em><\/p>\n<p>-Die Solidarit\u00e4tsgruppe Dresden zu der Lage der Repression gegen Menschen w\u00e4hrend den Anti-Nato Protesten in Stra\u00dfburg (Frankreich).<br \/>\n-Die syndikalistische Zeitschrift \u201edie soziale H\u00e4ngematte\u201c zur Repression gegen AnarchosyndikalistInnen und AnarchistInnen in Serbien.<br \/>\n-Das Autonome Knast Projekt aus K\u00f6ln zu der Lage in den deutschen Gef\u00e4ngnissen.<br \/>\n-Die Anarchist Black Cross Gruppe aus Wien zu der Lage in den \u00f6sterreichischen Gef\u00e4ngnissen.<\/p>\n<p>Anfangen wird alles jedoch am Freitag um 18:00 Uhr im Amerlinghaus mit einer Diskussion\/Einf\u00fchrung zu einem kollektivem Verst\u00e4ndnis gegen diese Gef\u00e4ngnisgesellschaft. Denn f\u00fcr viele Menschen ist dies weiterhin ein gro\u00dfes Enigma.<br \/>\nSamstag ab 11:00 \u2013 19:00<br \/>\nSonntag ab 12:00<\/p>\n<p>Die Auseinandersetzung zu Antiknast ist ein Privileg innerhalb der<br \/>\nAnarchistisch\/Kommunistischen Bewegung und dies ist eine gro\u00dfe H\u00fcrde f\u00fcr uns. Denn betroffen zu Repression und Gef\u00e4ngnis sind in der Realit\u00e4t meistens<br \/>\nMenschen au\u00dferhalb dieser Bewegungen. Dies ist ein wichtiger Punkt wo<br \/>\nSelbstkritik angesetzt werden kann.<\/p>\n<p>Es wird Infotische, Essen und Getr\u00e4nke geben.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle m\u00f6glichen Fragen und Anfragen wegen Schlafpl\u00e4tzen f\u00fcr Menschen au\u00dferhalb aus Wien, bitte melden an: anti.knast@gmx.at<\/p>\n<p>Gegen Staat, Kapitalismus und Patriarchat.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1214\" title=\"antiknasttage-wien\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/antiknasttage-wien-494x700.jpg\" alt=\"antiknasttage-wien\" width=\"494\" height=\"700\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am ersten Oktober-Wochenende, vom Freitag den 02.10 bis Sonntag 04.10 2009, finden Veranstaltungen und Diskussionen rund um das Thema Gef\u00e4ngnisse und deren Abschaffung im Amerlinghaus, Wien, statt. (Stiftgasse 8, 1070 Wien). 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