{"id":1354,"date":"2009-11-07T17:08:18","date_gmt":"2009-11-07T16:08:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=1354"},"modified":"2010-12-08T16:36:56","modified_gmt":"2010-12-08T15:36:56","slug":"solidaritaet-mit-alfredo-bonanno-und-christos-stratigopoulos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/solidaritaet-mit-alfredo-bonanno-und-christos-stratigopoulos","title":{"rendered":"Solidarit\u00e4t mit Alfredo und Christos"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/imprisoned.jpg\" rel=\"lightbox[1354]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-1365\" title=\"imprisoned\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/imprisoned-250x192.jpg\" alt=\"imprisoned\" width=\"170\" height=\"131\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/imprisoned-250x192.jpg 250w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/imprisoned-600x462.jpg 600w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/imprisoned.jpg 832w\" sizes=\"(max-width: 170px) 100vw, 170px\" \/><\/a><em>Update: 22. November 2010: <\/em>Am heutigen Montag fand der Prozess gegen Alfredo und Christos statt. Er endete damit, dass Alfredo zu vier Jahren Haft verurteilt wurde, aber da er schon \u00fcber ein Jahr im Knast sass und \u00fcber 70 Jahre alt ist, wird er morghen entlassen werden. Christos wurde zu acht Jahren und neun Monaten verurteilt und wird vorraussichtlich Ende 2011 entlassen werden.<\/p>\n<p><em><strong>Wir gr\u00fc\u00dfen Alfredo und hoffen, dass er sich schnell von den Strapazen des Knastes erholen wird. Freiheit f\u00fcr alle!<\/strong> <\/em><\/p>\n<hr size=\"2\" \/>\n<p><strong>Stellungnahme von Bonannos und Stratigopolous Angeh\u00f6rigen<\/strong><br \/>\n<!--more--><br \/>\nKameraden!<br \/>\nDie Verhandlung von Bonanno und Stratigopolous in Larissa endete darin, dass Bonanno zu einer Gef\u00e4ngnisstrafe von 4 Jahren f\u00fcr die Partizipation an dem Raub verurteilt wurde, w\u00e4hrend Stratigopolous zu 8 Jahren und 3 Monaten f\u00fcr alle Delikte verurteilt wurde. Das ohne Kaution und ohne Anerkennung m\u00f6glicher aussergew\u00f6hnlicher Umst\u00e4nde.<br \/>\nEs war von Anfang an klar, dass der Richter und der Anwalt eine schnelle Verhandlung wollten ohne ideologische Charakteristiken und einzig unter der Anleitung der Kriminalakten der Angeklagten. Kurz, sie wollten beweisen dass Alfredo Bonanno der F\u00fchrer, der moralische T\u00e4ter des \u00dcberfalls war, und dass Christos der Sch\u00fcler war, der den Plan ausf\u00fchrte.<br \/>\nDennoch, dank der soliden Beweise, den Zeugen die zum Vorteil der beiden aussagten und der gro\u00dfartigen Beitr\u00e4ge der Verteidiger (Papadakis, Kourtovik, Sineli), fielen diese Ans\u00e4tze in sich zusammen.<br \/>\nEs \u201eschmerzt\u201c sie, dass Alfredo frei war, dass er im Grunde genommen seine Strafe absass \u2013 und sie  suchten nach jedem m\u00f6glichen  legalen oder anderen Trick um ihn weiter zu foltern. Und deshalb wurde er unter dem Vorwand der Absegnung seiner Ausweisung aus dem Land vom Larisa\u00b4Gef\u00e4ngnis ins Polizeihauptquartier von Athen \u00fcberstellt.<br \/>\nDort informierten sie uns, dass abseits der Interpol Warnung, sie ihn auch festhalten w\u00fcrden bis ihr politischer Senior-Polizeibeamter dar\u00fcber \u201eurteilen\u201c w\u00fcrde ob er gem\u00e4ss des Artikels 106 des Pr\u00e4sidentschaftserlasses von 2007 abgeschoben werden w\u00fcrde. Sp\u00e4ter in der Nacht, nachdem wir einen Anwalt von Larisa angerufen hatten, wurden wir informiert, dass Alfredo erneut verhaftet wurde, gem\u00e4ss dem oben genannten Artikel, da er als Bedrohung f\u00fcr die \u00f6ffentliche Sicherheit bezeichnet wurde und damit persona non grata in Griechenland!<br \/>\nWiedereinmal musste er das offensichtliche beweisen! Ein 74 j\u00e4hriger Mann mit einem sehr schlechten Gesundheitszustand wurde als gef\u00e4hrlich bezeichnet. Das selbe galt f\u00fcr uns, die wir draussen warteten, die sehr wenigen Kameraden, die draussen auf einer Bank sassen: sie entsandten Anti-Krawall Bullen, DIAS und Zita Motorrad Bullen, Zivilbullen und die Anti-Terroris Einheit um uns zu bewachen, da wir eine Gefahr f\u00fcr die \u00f6ffentliche Sicherheit darstellten!<br \/>\nKonfrontiert mit dieser offensichtlichen politischen Revanche-Aktion, ausgespielt in dem Kontext einer strategisch abgedeckten psychologischen Kriegsf\u00fchrung gegen Alfredo, mussten wir uns entscheiden ob wir im Gericht von Larisa Einspruch erheben sollten, was bedeuten w\u00fcrde, dass Alfredo in Haft verbleiben musste bis die Entscheidung gef\u00e4llt wurde, oder bis der griechische Staat entscheiden w\u00fcrde, ihn offiziell abzuschieben. Die unmittelbare L\u00f6sung die von seinen Anw\u00e4lten gegeben wurde war, dass er am Dienstag Nachmittag entlassen wurde und selbst in den kommenden Tagen von Larisa \u00fcber Athen nach Italien fahren w\u00fcrde.<br \/>\nNach allem durch dass die Kameraden durchleben mussten vom Tag seiner Verhaftung bis gestern, sowie f\u00fcr den Rest von Christos Tagen im Gef\u00e4ngnis, w\u00fcnschen sie und w\u00fcnschen wir ein riesiges \u201eDanke euch!\u201c an alle Freunde und Kameraden von Konitsa, die zu unserer Unterst\u00fctzung kamen, die Freunde von Giannena und von \u00fcberall in Griechenland sowie aus dem Ausland die an unserer Seite standen und uns Mut und psychologische, moralische und finanzielle Unterst\u00fctzung gaben.<br \/>\nAn die Kameraden strecken wir unsere Hand aus, wir vereinen unsere Kameraderie in einer Dynamik von anarchistischer Solidarit\u00e4t\u2026<\/p>\n<p><em>&#8211; Die Familien von Christos und Alfredo<\/em><\/p>\n<hr size=\"2\" \/>\n<p><em>Update: 22. September 2010: <\/em>Der Prozess gegen Alfredo Bonanno und Christos Stratigopoulos, die seit dem 1. Oktober 2009 in Griechenland in Haft sind und wegen Raub angeklagt sind, wird am 22. November 2010 stattfinden. <\/p>\n<hr size=\"2\" \/>\n<p><em>Update: 25. April 2010: <\/em>Ausdehnung der Inhaftierung von Alfredo Bonanno und Christos Stratigopoulos<\/p>\n<p>Vor einigen Tagen wurde der Antrag f\u00fcr die Freilassung von A. Bonnano und Ch. Stratigopoulos verneint und es wurde entschieden, dass beide weitere sechs Monate hinter Gittern zu verbringen haben.<br \/>\nSpeziell im Fall von Alfredo wurde die Verl\u00e4ngerung der Haft entscheiden trotz mehrerer Hinweise von \u00c4rzten (Knast\u00e4rzte sowie welche von drau\u00dfen, die ihn untersucht hatten) auf seine sehr ernsten Gesundheitssituation.<\/p>\n<p>Stoppt die k\u00f6rperliche Vernichtung, Sofortige Freilassung von A. Bonnano<br \/>\nSolidarit\u00e4t mit Ch.Stratigopoulos<br \/>\nFreiheit f\u00fcr alle eingeknasteten K\u00e4mpferInnen<\/p>\n<hr size=\"2\" \/>\n<p><em>Update: 09. April 2010: <\/em>Am 26. M\u00e4rz gab es eine Aktion vor der griechischen Botschaft in Rom, welche die Forderung der Freilassung der beiden Inhaftierten unterstreichen sollte.<br \/>\nAn der Vorderseite des autonomen besetzten Kulturzentrums Roten Flora in Hamburg ruft seit wenigen Tagen eine Plakatwand zur Solidarit\u00e4t mit Alfredo und Christos auf. <\/p>\n<p><center><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bonanno-soli-hamburg-1.jpg\" rel=\"lightbox[1354]\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bonanno-soli-hamburg-1-159x250.jpg\" alt=\"\" title=\"Solidarit\u00e4t mit Alfredo Bonanno und Christos Stratigopoulos in Hamburg an der Roten Flora\" width=\"159\" height=\"250\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2113\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bonanno-soli-hamburg-1-159x250.jpg 159w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bonanno-soli-hamburg-1-382x600.jpg 382w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bonanno-soli-hamburg-1.jpg 700w\" sizes=\"(max-width: 159px) 100vw, 159px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bonanno-soli-rom-1.jpg\" rel=\"lightbox[1354]\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bonanno-soli-rom-1-250x187.jpg\" alt=\"\" title=\"Solidarit\u00e4t mit Alfredo Bonanno und Christos Stratigopoulos in Rom vor der griechischen Botschaft\" width=\"250\" height=\"187\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2120\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bonanno-soli-rom-1-250x187.jpg 250w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bonanno-soli-rom-1.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><\/center><\/p>\n<hr size=\"2\" \/>\n<p><em>Update: 08. April 2010: <\/em>Solidarit\u00e4t mit Bonanno und Christos in Lissabon<\/p>\n<p>Am vergangenen Dienstag, 23. M\u00e4rz wurden am Eingang, im B\u00fcro und auf der Stra\u00dfe in der Umgebung der Handels- und Wirtschaftsabteilung der griechischen Botschaft im Bezirk Saldanha in Lissabon einige Hundert Flugbl\u00e4tter verteilt.<\/p>\n<p>Nachfolgend der Text des verteilten Pamphlets:<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Freiheit f\u00fcr alle, in Griechenland und \u00fcberall&#8221;<\/p>\n<p>Es ist wahr, die Situation in Portugal ist dieselbe wie die in Griechenland. Bev\u00f6lkerungen die in Armut leben, in einem allt\u00e4glichen Elend in dem wir f\u00fchlen dass sich das Leben in ein \u00dcberleben verwandelt, in einem Ausma\u00df, dass die Bosse und Banken uns jeden Moment und jeden Bereich stehlen, der einmal unserer war. Polizei, Gerichte und Gef\u00e4ngnisse f\u00fcr diejenigen, die es wagen sich mit diesem Elend zu konfrontieren, und mit jedem Mal mehr, gleichsam f\u00fcr diejenigen, die keine Konfrontation eingehen. Menschen die mit einer widerlichen Regelm\u00e4\u00dfigkeit verfolgt, geschlagen oder durch Polizeisch\u00fcsse get\u00f6tet werden, weil wir alle eine potentielle Bedrohung darstellen, &#8220;einfach nur weil,&#8221; weil der Staat die Autorit\u00e4t hat und die Waffen sowie Angst vor der Revolte. Gef\u00e4ngnisse, die genau ihre Funktion erf\u00fcllen: die W\u00fcrde zu eliminieren, als Deponie f\u00fcr die Unerw\u00fcnschten zu dienen sowie als Exempel und um die Widerspenstigen hinzurichten. Hinrichten, schlicht und einfach hinrichten. Aber in Portugal, wie in Griechenland, wie \u00fcberall, gibt es jene, die angesichts dieses ausbeuterischen Systems, der Unterdr\u00fcckung, der Vernichtung von allem, dass noch frei atmet, nicht versteinert stehenbleiben. Es gibt jene, die die Verzweiflung und Resignation beiseite schieben und das Leben mit N\u00e4geln und Z\u00e4hnen packen, und zum Angriff \u00fcbergehen. Christos Stratigopolous und Alfredo Maria Bonanno sind nur zwei dieser Individuen, im Oktober 2009, in Folge eines Bank\u00fcberfalls in Trikala, in Griechenland verhaftet. Unabh\u00e4ngig der Verbrechen derer sie angeklagt werden, ist das Verbrechen, das sie begangen haben, der Kampf f\u00fcr die Freiheit. Wir wollen im speziellen die missbr\u00e4uchliche Inhaftierung von Alfredo M. Bonanno brandmarken. Er sitzt in unakzeptablen Bedingungen im Gef\u00e4ngnis von Koridallos (Athen) ein, noch zus\u00e4tzlich verschlimmert durch den Versuch der Staatsanwaltschaft, ihn mit einem anderen Bank\u00fcberfall zu belasten, der im Juli 2009 stattfand. Die Rachepolitik des Staates hat die physische und psychologische Vernichtung dieses 73 j\u00e4hrigen Kameraden\/Gef\u00e4hrten zum Ziel, der mit ernsten gesundheitlichen Problemen konfrontiert ist. Alfredo Bonanno ist ein Anarchist, der seit Jahrzehnten in der Bewegung involviert ist, der aktiven Widerstand gegen die Diktatur der griechischen Oberste (1967-1974) leistete, und Autor und Herausgeber von vielen anarchistischen Texten ist. Dies sind die wahren Gr\u00fcnde f\u00fcr die er unter Bedingungen gefangen gehalten wird, die sein Leben bedrohen.<\/p>\n<p>Wir fordern die sofortige Freilassung von Alfredo Maria Bonanno.<br \/>\nF\u00fcr die Zerst\u00f6rung aller Gef\u00e4ngnisse.<\/p>\n<p>Internationale Solidarit\u00e4tsinitative mit Alfredo Maria Bonanno und Christos Stratigopolous.<\/p><\/blockquote>\n<p>Am selben Tag wurde ein Banner mit der Textzeile &#8220;Gegen den griechischen Staat und alle Gef\u00e4ngnisse \/ Freiheit f\u00fcr Bonanno und Christos&#8221; am Alameda-Brunnen in Lissabonn angebracht.<\/p>\n<p><center><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bonanno-soli-lissabon-1.jpg\" rel=\"lightbox[1354]\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bonanno-soli-lissabon-1-250x187.jpg\" alt=\"\" title=\"Banner mit der Textzeile &quot;Gegen den griechischen Staat und alle Gef\u00e4ngnisse \/ Freiheit f\u00fcr Bonanno und Christos&quot; am Alameda-Brunnen in Lissabon\" width=\"250\" height=\"187\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2109\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bonanno-soli-lissabon-1-250x187.jpg 250w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bonanno-soli-lissabon-1-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bonanno-soli-lissabon-1.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bonanno-soli-lissabon-2.jpg\" rel=\"lightbox[1354]\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bonanno-soli-lissabon-2-250x187.jpg\" alt=\"\" title=\"Banner mit der Textzeile &quot;Gegen den griechischen Staat und alle Gef\u00e4ngnisse \/ Freiheit f\u00fcr Bonanno und Christos&quot; am Alameda-Brunnen in Lissabon\" width=\"250\" height=\"187\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2110\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bonanno-soli-lissabon-2-250x187.jpg 250w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bonanno-soli-lissabon-2-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/bonanno-soli-lissabon-2.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><\/center><\/p>\n<hr size=\"2\" \/>\n<p><em>Update: 27. M\u00e4rz 2010: <\/em>Am Mittwoch, den 10. Februar gegen 11 Uhr begab sich eine Gruppe von GenossInnen und FreundInnen zur griechischen Botschaft in London, in Protest mit den Bedingungen in den Kn\u00e4sten in Griechenland und um ein Fax f\u00fcr den griechischen Justizminister auszuh\u00e4ndigen. Ein Bericht mit Fotos auf <a href=\"http:\/\/aftertrikala.blogspot.com\/2010\/02\/visit-to-greek-embassy-in-london.html\" target=\"_blank\">www.aftertrikala.blogspot.com<\/a> .<\/p>\n<p><strong>Einige weitere solidarische Aktionen<\/strong><\/p>\n<p>Am 9.12. werfen einige solidarische Menschen Farbbeutel auf das \u201eZentrum f\u00fcr rechtliche Studien\u201c in Lissabon, Portugal. In ihrer Erkl\u00e4rung schreiben sie, dass dort die Richter von morgen ausgebildet werden. Au\u00dferdem betonen sie ihre Solidarit\u00e4t mit allen k\u00e4mpfenden Gefangenen und fordern die Freiheit von Antonio Ferreira, ein Langzeitinhaftierter in Portugal, und von Alfredo und Christos.<br \/>\nAm 24.12. werden in Rovereto, Italien, zwei Bankautomaten in Solidarit\u00e4t mit den Beiden gesprengt.<br \/>\nAm 24.2. wird in Bristol, England, das Hauptquartier der Royal Bank of Scotland angegriffen. Steine und Farbbeutel werden auf das Geb\u00e4ude geworfen, w\u00e4hrend die Strasse mit brennenden Reifen blockiert wird. Die Aktion wird in Solidarit\u00e4t mit den in Kanada gegen die olympischen Winterspiele 2010 k\u00e4mpfenden, sowie mit Alfredo, Christos, Polykarpos Georgiades, Vaggelis Chrisohoides, Giannis Dimitrakis, Gabriel Pombo da Silva und allen k\u00e4mpfenden Gefangenen durchgef\u00fchrt.<br \/>\nAm 27.2. werden die neu eingef\u00fchrten ID-Scanner auf dem Campus des Hunter College in New Yorck angegriffen, sie gelten als Zeichen der herrschenden Knastgesellschaft. Au\u00dferdem wird eine Marathon-Bank, eine Tochter der griechischen Pir\u00e4us-Bank, in Solidarit\u00e4t mit Alfredo und Christos attackiert. Die Schlussworte der Erkl\u00e4rung: \u201e<em>f\u00fcr ein Auge, zwei Augen. f\u00fcr einen Zahn, das ganze Gesicht<\/em>\u201c.<br \/>\nAm 28.2. werden im Thessaloniki ein Fahrzeug der Lokalregierung und eine Millenium-Bank durch Brands\u00e4tze in Brand gesteckt. Die Aktion wird Alfredo gewidmet mit den Worten: \u201e<em>\u00dcbt der Staat Rache aus? Ihr werdet sehen wie viele Racheakte wir werden aus\u00fcben k\u00f6nnen. Ihr werdet A. Bonanno im Knast vernichten? Ihr zwingt uns noch mehr Feuer in unseren H\u00e4nden zu halten<\/em>\u201c.<\/p>\n<hr size=\"2\" \/>\n<p><em>Update 10. Februar 2010:<\/em> Die Entscheidung \u00fcber die Haftentlassung von Alfredo fiel negativ aus. Damit sitzt er weiterhin mit besorgniserregenden gesundheitlichen Problemen in Haft.<\/p>\n<hr size=\"2\" \/>\n<p><em>Update 3. Februar 2010:<\/em> Ein paar solidarische Menschen besuchten heute das griechische Konsulat in Berlin &#8211;> <a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/solidaritaet-mit-alfredo-bonanno-und-christos-stratigopolous-besuch-beim-griechischen-konsulat-in-berlin\" target=\"_blank\">ein Bericht und Fotos<\/a>.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<hr size=\"2\" \/>\n<p><em>Update 19. Januar 2010:<\/em> <strong>Die neue Adresse der Beiden lautet:<\/strong><br \/>\n<center>DIKASTIKES FILAKES KORIDALLOS<br \/>\nT.K. 18110<br \/>\nATHENS<br \/>\nGREECE <\/center><\/p>\n<p>Ab dem 20. Januar wird eine Entscheidung des Gerichtes auf die Anfrage zur Entlassung auf Kaution bis zum Prozessbeginn erwartet.<br \/>\nWeiter unten auf dieser Seite gibt eine Zusammenstellung von ins Deutsche \u00fcbersetzten Texten, die zum Gro\u00dfteil der Webseite <a href=\"http:\/\/www.aftertrikala.blogspot.com\/\" target=\"_blank\">www.aftertrikala.blogspot.com<\/a> entnommen wurden. Sowie eine Chronologie der solidarischen Aktionen f\u00fcr die beiden Inhaftierten. Einige der Texte gibt es auch als Zusammenstellung als Flugblatt: <a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/entfesselt\/Alfredo-Christos Faltblatt_a5-Januar 10.pdf\">download der pdf<\/a>.<\/p>\n<hr size=\"2\" \/>\n<p><em>Update 17. Januar 2010:<\/em> Vor zwei Tagen, am letzten Freitag, den 15. Januar, wurden Alfredo und Christos nach Athen in den Knast Korydallos gebracht. Ob dies eine dauerhafte Verlegung ist oder dies nur aufgrund des in den n\u00e4chsten Tagen in Amfissa stattfindenden Prozesses gegen die Bullen, welche <a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/die-revolte-verbreiten\" target=\"_blank\">Alexis am 6. Dezember 2008 in Athen<\/a> erschossen haben, stattfand, ist momentan unklar.<\/p>\n<hr size=\"2\" \/>\n<p><em>07. November 2009:<\/em> Die Anarchisten Alfredo Bonanno und Christos Stratigopoulos befinden sich im Gef\u00e4ngnis von Amfissa, Griechenland, in Haft. <a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/alfredo-bonanno-und-christos-stratigopoulos-in-griechenland-verhaftet\" target=\"_blank\">Nachdem sie am 1. Oktober nach einem Bank\u00fcberfall festgenommen wurden.<\/a> Christos ist des bewaffneten \u00dcberfalls angeklagt und Alfredo der Komplizenschaft. Die Anw\u00e4lte haben f\u00fcr Alfredo aufgrund seines Gesundheitszustandes eine Anfrage auf Hausarrest verfasst.<\/p>\n<p><strong>Schreibt den beiden Inhaftierten an folgende Adresse: <\/strong><br \/>\n<span style=\"text-decoration: line-through;\"><del datetime=\"2009-12-30T11:24:23+00:00\"><em>Tzamala 27<br \/>\n33100 Amfissa<br \/>\nGreece<\/em><\/del><\/span><\/p>\n<p>Es wurde ein Spendenkonto eingerichtet, schreibt uns, wenn ihr spenden wollt.<\/p>\n<p>Revolution\u00e4re Solidarit\u00e4t mit Alfredo und Christos und all denjenigen im Kampf gegen die Welt der Gef\u00e4ngnisse und der Banken.<\/p>\n<hr size=\"2\" \/>\n<p><center><strong>Ausz\u00fcge aus einem Brief von Christos<\/strong><\/center><\/p>\n<p>(\u2026)<br \/>\nDas Hauptproblem bleibt Alfredos ziemlich schlechter Gesundheitszustand. Au\u00dfer seinen sowieso schon existierenden Gesundheitsproblemen, die er schon hatte bevor er in Griechenland eingeknastet wurde, sind nun auch wieder die Schmerzen in seiner Schulter aufgetaucht. Diese r\u00fchren von einem Tumor, der, wie in Italien diagnostiziert wurde, sofort operiert werden muss. Es besteht kein Zweifel daran, dass sein Gesundheitszustand sich nach seiner erneuten Inhaftierung in Griechenland wesentlich verschlechtert hat. Dies wiederum liegt nicht zuletzt an den schlechten Bedingungen unter denen Alfredo eingesperrt wird, mit denen zwar viele leben m\u00fcssen, aber auf Grund seines Alters f\u00fcr Alfredo besonders gravierend sind.<br \/>\nZudem entwickeln sich die Dinge auf der Verwaltungsebene nur extrem langsam. Ein Beispiel hierf\u00fcr sind die Ergebnisse einer R\u00f6ntgenuntersuchung seiner Schulter, die vor 20 Tagen in einem \u00f6rtlichen Krankenhaus durchgef\u00fchrt wurde, ihm und seinem Anwalt aber immer noch nicht ausgeh\u00e4ndigt wurden. Sie jedoch werden ben\u00f6tigt um einen erneuten Antrag auf Freilassung stellen zu k\u00f6nnen.<br \/>\n(\u2026)<br \/>\nDie Notwendigkeit seiner Entlassung wird immer unverl\u00e4sslicher.<br \/>\nFast jeden Tag bekommen wir Briefe und Postkarten von Genoss_innen aus Griechenland, aber auch aus ganz Europa. Das gibt uns viel Kraft, vor allem Alfredo in seinem derzeitigen Zustand, da wir so wissen, dass wir unter diesen schwierigen Bedingungen nicht alleine sind.<br \/>\n(\u2026) <\/p>\n<hr size=\"2\" \/>\n<p><center><strong>Leben, keine Geschichte<\/strong><\/center><\/p>\n<p>Hier sind wir wieder mit dem Problem des Raub\u00fcberfalls konfrontiert, das uns, herausgerissen und als ganzes von der Realit\u00e4t isoliert, hingeworfen wird \u2013 als eine best\u00e4ndige Bewegung, die einer Logik der Zergliederung und des Historizismus trotzt \u2013 und jeder f\u00fchlt sich, als m\u00fcsse sie\/er unbedingt etwas \u00fcber das Subjekt aussagen.<br \/>\nDer Fokus liegt auf ein paar Anarchisten nach einem Bankraub und von diesem Moment legt sich die Zeit \u00fcber diejenigen, die an diesem Tag einfach rausgegangen sind, ihre eigenen Gr\u00fcnde hatten \u2013 ohne zuvor Gesetzestexte zu konsultieren oder irgendjemand nach ihrem\/seinen Einverst\u00e4ndnis gefragt zu haben. Und hier beginnt die Verwandlung in ein Symbol, in Geschichte in Verdinglichung.<br \/>\nWenn das freie Handeln von der Gegenseite vereitelt wird und die Gesetze sich aufzw\u00e4ngen gereicht das b\u00fcrgerliche Bewusstsein dem Individuum und seinen Tr\u00e4umen zum Nachteil egal wie konfus oder unterdr\u00fcckt diese auch sein m\u00f6gen. Wer sind die M\u00e4nner und Frauen, die in jeder\/jedem begierigen B\u00fcrger_in lauern um regelrecht abzuurteilen? Vielleicht nicht der Raub an sich, sondern sein Misslingen? Wer freut sich nicht wenn anonyme R\u00e4uber_innen es schaffen eine Bank auszurauben, einen Sicherheitstransporter zu erleichtern oder ein Juweliergesch\u00e4ft seiner Beute zu berauben? Ohne Blutvergie\u00dfen und wieso eigentlich nicht auch mit ein bisschen Stil? In letzter Analyse unterst\u00fctzt ein_e jede_r die Gewinner_innen. Wir f\u00fchlen uns auf eine Art und Weise f\u00fcr die Verletzungen entsch\u00e4digt, die wir unsere Leben lang erlebt haben. Auf der anderen Seite aber kommt die Logik des Beurteilens dann ins Spiel, wenn solche Versuche fehlschlagen. Und k\u00f6nnte das nicht das gleiche sein, was auch innerhalb der anarchistischen Bewegung passiert? Alle Anarchist_innen sprechen sich f\u00fcr gewisse Dinge aus \u2013 theoretisch jedenfalls. Solange sich alles innerhalb des anonymen Flusses des Lebens abspielt sind wir einverstanden, dass Chef_innen Dieb_innen sind, Richter_innen M\u00f6rder, Journalist_innen L\u00fcgner_innen und Menschen, die Bilder f\u00fcr spektakul\u00e4re Darstellungen liefern. Was z\u00e4hlt ist, dass alles diskret \u00fcber die B\u00fchne geht ohne gro\u00dfes Aufsehen zu erregen.<br \/>\nAber was wenn Genoss_innen mit der Notwendigkeit konfrontiert sind \u00f6ffentlich Stellung beziehen zu m\u00fcssen, weil sie von einem spezifischen Ereignis dazu gezwungen werden, einem, dass versagt hat einen Vorteil zu erbringen? Und wer kann sagen, dass hinter dem Schweigen, der offenen Beurteilung oder dem Klatsch nicht die gleichen Dinge passieren? W\u00e4ren diese Menschen etwas diskreter gewesen h\u00e4tten sie sicher machen k\u00f6nnen was ihnen am liebsten gewesen w\u00e4re&#8230;.Schlie\u00dflich ist die Enteignung ein Teil unserer Geschichte&#8230; aber sie h\u00e4tten mindestens so dabei wegkommen k\u00f6nnen ohne dabei auf die F\u00fc\u00dfe anderer zu treten, ohne der noblen Geschichte der Bewegung zu schaden.<br \/>\nJede_r, die\/der die Kristallisation von Teilen der Realit\u00e4t akzeptiert, tut dies so weil dies der Weg ist den sie selbst leben und als Realit\u00e4t empfinden. Und eine real vereitelter Bankraub hier und da macht es, dass die Dinge beginnen hart zu werden f\u00fcr diejenigen, die an der Geschichtsschreibung der Bewegung arbeiten. Aber wo bleiben die Helden der Vergangenheit? Arme Anarchie!<br \/>\nDas gleiche kann aber auch auf der Gegenseite passieren. Durch Mystifizierung des bewaffneten Raubs als solchen. Und dann enden wir in der Logik von Unterst\u00fctzer_innen \u2013 die einen daf\u00fcr und die anderen dagegen.<br \/>\nAuf der anderen Seite f\u00fcrchten oder besser erkennen diejenigen, die nicht an Geschichte sondern das eigene Projekt Leben innerhalb der Bewegung glauben, Begriffe wie Fehlschlag oder Misslingen nicht. Sie erkennen die Individualit\u00e4t der Genoss_innen innerhalb des Projektrahmens an. Sie sehen deren Versuche als Best\u00e4tigung von Individualit\u00e4t. Sie arbeiten mit ihnen um zu verhindern das es beeintr\u00e4chtigt wird, indem sie neue, unterschiedliche Momente f\u00fcr dessen Ausdruck er\u00f6ffnen.<br \/>\nSie setzen ihr Handeln gegen den Feind fort, womit sie wieder ihre eigene Individualit\u00e4t best\u00e4tigen und somit einen weiteren Grund daf\u00fcr haben dies zu tun. Jeder auf ihre\/seine eigene Art mit den eigenen Methoden, nicht f\u00fcr die Geschichtsschreibung, sondern gegen das Bestehende.<br \/>\nIn Freiheit, f\u00fcr die Freiheit.<br \/>\nDie Raub an sich ist ein falsches Problem.<\/p>\n<hr size=\"2\" \/>\n<p><center><strong>Die Leidenschaft der Freiheit<\/strong><\/center><\/p>\n<p>Eine weitere Episode in der Chronologie der Repression ist uns allen wohl bekannt: Am 01.10. wurden Alfredo Bonanno (aus Italien) und Christos Stratigopoulos (aus Griechenland), zwei Anarchisten, die schon in der Vergangenheit einige Male von Repression betroffen waren, in Griechenland nach einem Bankraub verhaftet und befinden sich seitdem in der Kleinstadt Amfissa in Haft. Unsere Absicht ist hier weder ihre Aktion zu kommentieren, die sowieso auf ganzer L\u00e4nge unsere Unterst\u00fctzung genie\u00dft, noch auf Einzelheiten ihrer Verhaftung einzugehen da diese schon in anderen Erkl\u00e4rungen und Flugbl\u00e4ttern ausgef\u00fchrt wurden.<br \/>\nIm Gegenteil ist dies, was uns gerade bewegt und woran wir alle Genoss_innen erinnern wollen die Tatsache, dass Christos und Alfredo immer noch im Knast von Amfissa einsitzen und dies der Punkt ist, \u00fcber den wir mit gr\u00f6\u00dferer Entschlossenheit nachdenken sollten.<br \/>\nDen meisten sind die Knastbedingungen in Amfissa bekannt. Kein Lebewesen sollte in einem H\u00f6llenort wie diesem gehalten werden. Wir w\u00fcnschen uns, dass dieser Ort ein f\u00fcr alle mal zerst\u00f6rt wird \u2013 gemeinsam mir allen Kn\u00e4sten und Abschiebelagern dieser Welt. Ein Wunsch, den wir zusammen mit vielen anderen Genoss_innen oft bekundet haben \u2013 durch niedergeschriebene Worte und manchmal (wir bef\u00fcrchten allzu selten) mit Taten. Wir stimmen den oft debattierten Punkten zu, Angriffe gegen das System der Ausbeutung zu t\u00e4tigen, das Kn\u00e4ste baut und jegliche Form von Rebellion unterdr\u00fcckt und wir sind f\u00fcr die v\u00f6llige Zerst\u00f6rung aller Kn\u00e4ste. Auch machen wir uns f\u00fcr die Unterst\u00fctzung und Solidarit\u00e4t f\u00fcr alle eingesperrten Genoss_innen an allen Orten dieser Welt stark. Wir wollen alle unsere Genoss_innen in Freiheit, zusammen mit allen Rebell_innen, die gerade von welchem Staat auch immer festgehalten werden. Dar\u00fcber hinaus sind wir auch gegen Kn\u00e4ste f\u00fcr unsere Gegner_innen, da wir eine eigene &#8211; andere &#8211; Vorstellung von der sozialen Regelung davon haben.<br \/>\nEs spielt sich innerhalb des zuvor beschriebenen Kontextes ab, dass wir die spezifische Situation von Alfredo unterstreichen wollen. Denn auch sein Alter wie auch sein Gesundheitszustand sind Teile dieser Chronologie geworden. Es ist offensichtlich, dass die Verl\u00e4ngerung seiner Einsperrung unter den gegenw\u00e4rtigen Bedingungen eine bewusste politische Entscheidung ist, die vom Gesetz in der M\u00e4chtigkeit der Rache an einem revolution\u00e4ren Anarchisten, der immer ein entschlossener Feind von Autorit\u00e4t in all ihren Formen gewesen ist, auf das h\u00f6chste Level bringt.<br \/>\nHandeln ist extrem wichtig geworden, wo sich barbarische Zust\u00e4nde in griechischen Kn\u00e4sten weiter ausbreiten, obwohl letztes Jahr ein langer Hungerstreik von tausenden Gefangenen unternommen wurde.<br \/>\nSolidarit\u00e4tskonzerte und Gegeninformationen k\u00f6nnen wichtige Initiativen sein. Sporadische Aktionen gegen Symbole der Macht sind sch\u00f6ne Akte der Solidarit\u00e4t. Ein_e jede_r jedoch bleibt f\u00fcr sich wenn ein permanenter Angriff auf Staat und Kapital als ganzes ausbleibt, der auch die Bestrebung beinhaltet den Kampf weiter auszudehnen und die Ausgebeuteten innerhalb der Mauern der Schande mit einzubeziehen. Dies ist ein notweniger Weg, innerhalb dessen es m\u00f6glich ist spezifische Aktionen zu planen und auch zum Ziel zu haben einzelne Genoss_innen nicht alleine zu lassen, die sich unter bestimmten Bedingungen in den H\u00e4nden des Feindes befinden.<br \/>\nLasst uns jetzt handeln, um den Kampf gegen jegliche Art von Kn\u00e4sten lebendig und effektiv fortzuf\u00fchren bis alle Gefangenen frei und alle Kn\u00e4ste zerst\u00f6rt sein werden. Vor allem die unsichtbaren Mauern, die die K\u00f6rper und das Bewusstsein innerhalb t\u00e4glicher Gewohnheiten und unhinterfragter Rituale mit einrei\u00dfen.<br \/>\nLasst uns unseren Genoss_innen, die Geiseln des Staates sind, zeigen, dass wir mit ihnen den flammenden Kampf f\u00fcr das Leben und die W\u00fcrde beschreiten und dass die Leidenschaft f\u00fcr die Freiheit nicht nur eine Parole ist, sondern ein rei\u00dfender Strom der Liebe und Zerst\u00f6rung.<\/p>\n<p>Feuer den Kn\u00e4sten <\/p>\n<hr size=\"2\" \/>\n<p><center><strong>Eine Vielzahl von solidarischen Aktionen haben bereits stattgefunden:<\/strong><\/center><\/p>\n<p>02. Oktober 2009 &#8211; Athen: <a href=\"http:\/\/www.occupiedlondon.org\/blog\/2009\/10\/03\/99-conspiracy-of-the-cells-of-fire-claim-last-nights-bomb-attack-police-fabricated-charges-collapse\/\" target=\"_blank\">Bombenanschlag nahe des Premierministers<\/a><br \/>\n05. Oktober 2009 &#8211; Villejuif: <a href=\"http:\/\/nantes.indymedia.org\/article\/18401\" target=\"_blank\">Eingeschlagene Scheiben bei einem B\u00fcro der Parti Socialiste<\/a><br \/>\n14. Oktober 2009 &#8211; Berlin: <a href=\"http:\/\/directactionde.blogspot.com\/2009\/10\/berlin-14-oktober-2009-folgende.html\" target=\"_blank\">Angriff auf Polizeiwache mit Steinen und Rauchbomben<\/a><br \/>\n02. November 2009 &#8211; Brighton: <a href=\"http:\/\/www.indymedia.org.uk\/en\/2009\/11\/441143.html\" target=\"_blank\">Angriff auf die Zentrale der Royal Bank of Scotland mit Steinen<\/a><br \/>\n23. November 2009 &#8211; Catania: <a href=\"http:\/\/sysiphus-angrynewsfromaroundtheworld.blogspot.com\/2009\/11\/catania-in-solidarity-with-alfredo-and_29.html\" target=\"_blank\">Graffiti und Transparent aufgehangen<\/a><br \/>\n30. November 2009 &#8211; Tijuana: <a href=\"http:\/\/thisisourjob.wordpress.com\/2009\/12\/11\/hostile-fire-against-all-authority-insurrectionary-flames-claim-28-police-trucks-in-mexico\/\" target=\"_blank\">28 ausgebrannte Fahrzeuge der Polizei<\/a><br \/>\n04. Dezember 2009 &#8211; Berlin: <a href=\"http:\/\/directactionde.blogspot.com\/2009\/12\/brandanschlage-und-angriffe-auf-polizei.html\" target=\"_blank\">Angriff auf BKA-Zentrale mit Molotowcocktails<\/a><br \/>\n25. Dezember 2009 &#8211; Thessaloniki:  <a href=\"http:\/\/325.nostate.net\/?p=615\" target=\"_blank\">drei Fahrzeuge der Lokalregierung angez\u00fcndet<\/a><br \/>\n&#8230; Dezember 2009 &#8211; Rovereto:  <a href=\"http:\/\/sysiphus-angrynewsfromaroundtheworld.blogspot.com\/2010\/01\/anarchists-claim-explosions-at-rovereto.html\" target=\"_blank\">Zerst\u00f6rung von Bankautomaten mit explosiven Materialien<\/a><br \/>\n05. Januar 2010 &#8211; Athen: <a href=\"http:\/\/sysiphus-angrynewsfromaroundtheworld.blogspot.com\/2010\/01\/athens-anarchist-attacks-against-car.html\" target=\"_blank\">22 zerst\u00f6rte Luxusfahrzeuge in einem Showroom<\/a><br \/>\n11. Januar 2010 &#8211; Lissabon: <a href=\"http:\/\/sysiphus-angrynewsfromaroundtheworld.blogspot.com\/2010\/01\/from-lisbon-ola-alfredo-and-christos.html\" target=\"_blank\">Poster an W\u00e4nden von Banken, Universit\u00e4ten und einer Bahnstation plakatiert <\/a><\/p>\n<p><strong>&#8230;viele weitere werden nicht lange auf sich warten lassen, bis zur Freiheit der beiden und aller Gefangenen. <\/strong><\/p>\n<hr size=\"2\" \/>\n<p><center><strong>Offener Brief von Christos an den griechischen Justizminister<\/strong><\/center><\/p>\n<p>Ehrenwerter Minister Herr Kastanides<\/p>\n<p>Ich bin ein Anarchist, inhaftiert im Amfissa-Gef\u00e4ngnis, wo ich k\u00fcrzlich angekommen bin. Offensichtlich k\u00f6nnen sie dies heute verstehen, ich habe die selbe Beziehung zum Sozialismus wie sie zum Antiautoritarismus. Ich erz\u00e4hle ihnen dies, da ich gerade gestern in den Fernsehnachrichten geh\u00f6rt habe, das Herr Giorgos Papandreou (Premierminister) seine neuen Minister gedr\u00e4ngt hat wie \u201eAntiautorit\u00e4re gegen\u00fcber der Autorit\u00e4t zu handeln\u201c<\/p>\n<p>Was mich betrifft, ich war immer ein Unterst\u00fctzer von Aktionen und nicht von oberfl\u00e4chlichen Geschw\u00e4tz. Dies ist der Grund f\u00fcr mich, warum ich gerade eingekerkert bin und nicht aufgrund meiner \u00dcberzeugung.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte sie nicht weiter langweilen, ehrenwerter Justizminister. Aber ich habe ihnen direkt zu erkl\u00e4ren, dass ich, wenn ich in der Position dazu w\u00e4re \u00fcber das System der Strafanstalten zu entscheiden, die Gef\u00e4ngnisse zerst\u00f6ren oder sie mindestens schlie\u00dfen w\u00fcrde. Ich pers\u00f6nlich tr\u00e4ume von anderen Wegen der sozialen Wiedergabe der sogenannten Gerechtigkeit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie eine Position haben, die diese Entscheidungen des System der Strafanstalten unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Allerdings habe ich sie dar\u00fcber zu informieren, falls sie davon unwissend sind, dass die griechischen Gef\u00e4ngnisse und speziell das Amfissa-Gef\u00e4ngnis, in welchem ich mich gerade befinde, nur einen Schritt entfernt sind von den Nazi-Konzentrationslagern oder den \u00e4hnlichen Lagern, welche im sogenannten Ostblock existiert haben. Ein Besuch als neuer Justizminister w\u00fcrde ihnen zeigen, dass ich die Wahrheit sage, da bin ich mir sicher.<br \/>\nUm diesen Brief zu beenden, m\u00f6chte ich eine letzte Frage an sie richten: Was gedenken sie zu tun mit den momentanen Zust\u00e4nden in den griechischen Gef\u00e4ngnissen? Werden sie fortfahren die Leute wie Ratten einzusperren oder sind sie f\u00e4hig, ich sage nicht menschliche, aber mehr akzeptablere Bedingungen f\u00fcr alle Eingesperrten zu schaffen?<\/p>\n<p>Vielleicht ist es ihnen die Tatsache bewusst, dass ihre Gefolgschaft ihrer Gesetze dieses spezielle Gef\u00e4ngnis in Amfissa als Krematorium bezeichnen.<\/p>\n<p>Nach tiefgr\u00fcndiger \u00dcberlegung,<br \/>\nChristos Stratigopoulos<\/p>\n<p>griechischer Anarchist<\/p>\n<hr size=\"2\" \/>\n<p><center><strong>\u00dcber zwei Anarchisten und einen Bankraub in Griechenland<\/strong><\/center><\/p>\n<p>Dies sind alte Geschichten, aus einem anderen Jahrhundert. Zwei Anarchisten werden verhaftet nach einem Bankraub. Der erste raubte es, mit der Waffe in der Hand. Sie sagen, der zweite h\u00e4tte ihm geholfen das Geld zu nehmen. Es geschah in einer kleinen griechischen Ortschaft, am letzten 1. Oktober. Also? Dies sind Geschichten die passieren. Und dann ist das ein Land, welches weit weg ist, mit einer unverst\u00e4ndlichen und un\u00fcbersetzbaren Sprache. Wer soll daran interessiert sein? Der R\u00e4uber ist Christos Stratigopulos, bereits verhaftet und verurteilt wegen einer gleichartigen Anschuldigung in Italien vor 15 Jahren. Die Strafe abgesessen kehrte er nach Griechenland zur\u00fcck. Erinnert von einigen, unbekannt von den meisten. Aber der andere Verhaftete ist Italiener; es ist  Alfredo Bonanno. Ja, genau er; wer hat nicht seinen Namen geh\u00f6rt? Klein angefangen ging die Nachricht schnell um die Welt, weitergetragen von vielen Presseagenturen: \u201eeiner der wesentlichen Theoretikern des aufst\u00e4ndischen Anarchismus\u201c, \u201eunter den bedeutendsten Ideologen der Anarchie\u201c, \u201eanarchistischer Aktivist und Autor\u201c, \u201einternationaler fl\u00fcchtiger anarchistischer R\u00e4uber\u201c, \u201eTheoretiker der revolution\u00e4ren Gewalt\u201c, ist hinter Gittern gelandet. Die Bef\u00fcrworter des Antiterrorismus, griechische und italienische, sind vorgest\u00fcrmt, fertig um die saftige Angelegenheit auszubeuten. Die Elemente, um einen ausgezeichneten Lehrsatz zusammenzubrauen sind gegeben: ein Land, in dem unentwegt Feuer flackern nach dem gro\u00dfartigen aufst\u00e4ndischen Fl\u00e4chenbrand, welcher aufbrauste im letzten Dezember; ein griechischer Anarchist aktiv in der Bewegung; ein ausl\u00e4ndischer Anarchist, bekannt f\u00fcr seine subversiven Theorien, der um die Welt reist, um Treffen abzuhalten; eine ausgeraubte Bank.<\/p>\n<p>Christos hat die volle Verantwortung f\u00fcr den Akt \u00fcbernommen, verursacht durch \u00f6konomische Probleme, Alfredo&#8217;s Beteiligung leugnend. Aber, ohne Frage, der Richter glaubte ihm nicht. So befinden sich beide im Knast. Der Erste, weil er es gewagt hatte eine Hand gegen\u00fcber dem Wohlstand auszustrecken als sich selbst in Elend sterbend aufzugeben. Was noch wichtiger ist, er ist ein Anarchist. Der Zweite weil&#8230;weil&#8230;weil er vielleicht seinem Gef\u00e4hrten helfen wollte. Und, gewiss, er ist ein Anarchist. Und das reicht schon.<\/p>\n<p>Dies sind alte Geschichten, aus einem anderen Jahrhundert. Zwei Anarchisten werden verhaftet nach einem Bankraub. Drau\u00dfen wird Solidarit\u00e4t organisiert. Gelder werden gesammelt; Initiativen werden vorbereitet. Aber das ist nicht alles. In Athen bekommen die zwei Gefangenen explosive Gr\u00fc\u00dfe von der Gruppe Conspiracy of the Cells of Fire, welche blo\u00df die Kr\u00f6nung des neuen griechischen Premiers gest\u00f6rt hat. In Villejuif, Frankreich, huldigte jemand seine Hommage mit dem Einwerfen der Scheiben der lokalen B\u00fcros der Sozialistischen Party. Eine der Sch\u00f6nheiten der Anarchie ist, dass sie keine Grenzen anerkennt. Und in Italien? Bah, hier beschr\u00e4nkt es sich darauf die Nachrichten zu kommunizieren, treu und kalt berichtend das journalistische Gift. Kein Kommentar. Die VerfasserInnen der t\u00e4glichen virtuellen Kommunikees sagen nichts. Die Versorger der militanten G\u00e4rten verfallen in Schweigen. Die kleinen Strategen der neuen Allianzen schweigen es tot. Die Bewegung ist jetzt zu einer Gemeinschaft geworden, und jede\/r der\/die nicht ihre Regeln und Sprache teilt, existiert nicht. Er\/ sie ist namenlos. In der Hektik den Massen zu folgen, wurden die Individuen vergessen? M\u00f6glicherweise ist es besser so. Lieber ein ehrliches Schweigen, als im Anbetracht von solch einem Akt nicht zu wissen, was zu sagen ist, als heuchlerisches Geschnatter \u00fcber Solidarit\u00e4t. \u00dcberlasst dies den stalinistischen Bel\u00e4stigungen und anderen Ruinen. Oder den Faschisten des dritten Jahrtausends, welche in einem ihrer Foren des beiden inhaftierten Anarchisten ihre \u201eEhre\u201c gehuldigt haben.<\/p>\n<p>Dies sind alte Geschichten, aus einem anderen Jahrhundert. Zwei Anarchisten werden verhaftet nach einem Bank Job. Der Erste ist 46 Jahre alt, der Zweite 72. Ob schuldig oder unschuldig, f\u00fcr sie als Anarchisten gibt es keine Ausrede des unreifen Verhalten des Extremismus. Starrsinnig wie sie sind haben sie nicht verstanden, dass jetzt die Zeit ist, um auf den Wellen der sozialen Bewegung zu reiten, um zu verteidigen,  wer wei\u00df was vor der Pl\u00e4tzen der Macht, um zu handeln als Sozialarbeiter f\u00fcr die Verdammten dieser Erde. Nein, sie haben dies nicht verstanden. Der Traum, den sie in ihren Herzen haben, ist viel zu gro\u00df, um sich dem Tick-Tock der modernen Zeit anzupassen.<\/p>\n<p>Kein Pardon, kein Mitleid.<\/p>\n<p>Auf Wiedersehen, sch\u00f6nes Lugano.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Update: 22. November 2010: Am heutigen Montag fand der Prozess gegen Alfredo und Christos statt. 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