{"id":32,"date":"2008-12-01T00:04:50","date_gmt":"2008-11-30T22:04:50","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.abc-berlin.net\/?p=32"},"modified":"2011-04-14T23:37:54","modified_gmt":"2011-04-14T22:37:54","slug":"hungerstreik-der-lebenslaenglichen-in-italien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/hungerstreik-der-lebenslaenglichen-in-italien","title":{"rendered":"Hungerstreik der Lebensl\u00e4nglichen in Italien"},"content":{"rendered":"<p><strong>Am 1. Dezember beginnt in Italien ein Hungerstreik der zu Lebensl\u00e4nglich verurteilten Inhaftierten. Ihren Kampf gilt es mit allen Mitteln zu unterst\u00fctzen.<br \/>\nUnterst\u00fctzt die in Italien zu Lebensl\u00e4nglich Verurteilten im Kampf \u2013 gegen Lebensl\u00e4nglich und alle Kn\u00e4ste<\/strong>!<\/p>\n<p><em>\u201c\u2026What does it feel liketo be condemned to life in prison?<br \/>\nWell, imagine that all your worse fearsbe brought together.\u201d<\/em><br \/>\n(ein zu Lebensl\u00e4nglich verurteilter italienischer Gefangener)<\/p>\n<p>Der 1. Dezember 2008 ist ein Termin, den sich einige von uns im Kalender dick angestrichen haben: An diesem Tag werden in Italien die zu Lebensl\u00e4nglich Verurteilten anfangen zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Damit wollen wir nicht sagen, dass ihre Leben keine t\u00e4glichen K\u00e4mpfe w\u00e4ren \u2013 innerhalb italienischer Kn\u00e4ste, ohne jegliche Hoffnung auf Zukunft; denn f\u00fcr sie gibt es keine Zukunft. Wenn in Italien \u00fcber Lebensl\u00e4nglich gesprochen wird bedeutet das im wahrsten Sinne des Wortes: Lebensl\u00e4nglich.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nVerschiedene zu diesem Verurteilte haben beschlossen an diesem Datum einen \u00f6ffentlichen Kampf zu beginnen. Bis Mitte 2009 wird es deshalb einen gestaffelten Hungerstreik geben. Das bedeutet, dass jede Woche eine andere Region sich beteiligen und in den Hungerstreik treten wird. In der Woche nach dem 1. Dezember werden alle Beteiligten den Hungerstreik gemeinsam beginnen.<\/p>\n<p><strong>Wogegen k\u00e4mpfen die Gefangenen?<\/strong><\/p>\n<p><em>\u201cNicht alle Leute wissen, was lebensl\u00e4ngliche Strafe wirklich bedeutet. Mensch denkt, dass sie nicht anderes als andere Strafen sei, die oder der Verurteilte also nach einer mehr oder minder langen Zeit wieder aus dem Knast entlassen wird. Vielleicht war das einmal der Fall. Heutzutage jedoch, in einem Land, in dem ein Notstand auf den n\u00e4chsten folgt, wo die \u00c4ngste der Leute immer lebendig gehalten werden, in einem Land, in dem Du, falls Du in der Politik Karriere machen willst Dir nur ein einziger Weg bleibt und zwar derjenige, neue Krankheiten und neue Behandlungen zu erfinden, was nichts anderes ist, als \u201cdie Angst in der Bev\u00f6lkerung zu sch\u00fcren und die Behandlung in der Notstandsgesetzgebung zu suchen\u201d. Der zu Lebensl\u00e4nglich Verurteilte hat keine Chance!\u201d <\/em>(Auszug aus einem Brief von Alfredo Sole, Lebensl\u00e4nglich Gefangener in Livorno).<\/p>\n<p>Wenn mensch in Italien zu Lebensl\u00e4nglich verurteilt wird (und mensch kann mehrmals zu Lebensl\u00e4nglich verurteilt werden \u2013 eine der vielen Abscheulichkeiten des Strafgesetzbuches), hei\u00dft dies, dass sie oder er nicht mehr in der Lage sein wird, Zugang zu \u201cstrafmildernden Ma\u00dfnahmen\u201d zu bekommen: keinen offenen Vollzug, keine Bew\u00e4hrung, nichts. Das war einfach. Das hei\u00dft, dass der Staat dein komplettes Leben einsperrt und zwar f\u00fcr immer.<br \/>\nInnerhalb der Europ\u00e4ischen Union existiert die lebenslange Haftstrafe theoretisch nicht mehr, da alle L\u00e4nder die M\u00f6glichkeit vorsehen, eine Revision des Urteils und die Anwendung der Bew\u00e4hrungsstrafe, sobald eine bestimmte Knastzeit der\/des Gefangenen vor\u00fcber ist, zu realisieren. Das ist generell als \u201clebensl\u00e4ngliche Strafe unter periodischer Revision\u201d beschrieben.<br \/>\nDie hierf\u00fcr vorgesehene Zeit ist von Land zu Land unterschiedlich. Sie betr\u00e4gt 26 Jahre in Italien, 20\/25 in England, 20 in Griechenland, 15 in Frankreich, Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz, 12 in D\u00e4nemark und sieben in Irland (wobei diese L\u00e4nder gr\u00f6\u00dftenteils gleichzeitig \u00e4hnliche Behinderungen gegen eine solche Revision vorsehen, vor allem bei sogenannten \u201cunbeugsamen Gefangenen\u201d).<br \/>\nSicherlich, immer noch ein unglaublich unmenschlicher Akt der Gewalt; allerdings ein kleines Licht in der Ferne.<br \/>\nIn Italien wurde beschlossen alle Lichter auszuknipsen.<br \/>\nDiejenigen die aufgrund Verbrechen, die wegen \u00a7 41bis verurteilt wurden (\u00a741bis: Artikel des italienischen Strafgesetzbuchs, welcher dem Justizminister die Aufhebung der normalen Strafvollzugsordnung f\u00fcr die Verurteilten erlaubt, im Falle von organisierter Kriminalit\u00e4t, Terrorismus oder Knastrevolten), denjenigen, deren Verbrechen als inkompatibel mit den vom Gesetz vorgesehenen \u201cBeg\u00fcnstigungen\u201d gesehen werden oder die, welche eine Kooperation mit den Beh\u00f6rden verweigern.<br \/>\nDas ist der Moment in dem der Staat wirklich zeigt, was er mit seinem Gelaber von sogenannter Resozialisierung, Umerziehung, Wiedereingliederung in die Gesellschaft meint.<br \/>\nWenn mensch \u00fcber lebensl\u00e4ngliche Freiheitsstrafe redet kommen alle leeren Versprechungen und Widerspr\u00fcche zum Vorschein: die Ziele des Staates sind nicht die oben genannten, sondern viel mehr eine mittelalterliche Bestrafung moderner Form: Anstatt physischer Folter (die sowieso in der allt\u00e4glichen Knastrealit\u00e4t geschieht \u2013 unabh\u00e4ngig Deiner Verurteilung), wurde etwas gefunden, das der \u00d6ffentlichkeit um einiges besser verkauft werden kann, indem ein Menschenleben f\u00fcr die Ewigkeit eingefangen und jeglicher M\u00f6glichkeit der Hoffnung beraubt wird.<br \/>\nDer Staat l\u00e4sst seine Maske fallen.<\/p>\n<p><strong>Wof\u00fcr k\u00e4mpfen die Gefangenen?<\/strong><\/p>\n<p>In ihren Worten: <em>\u201dGegen Lebensl\u00e4nglich: Denn die Hoffnung irgendwann wieder freizukommen ist notwendig, um die Strafe nicht zu einem psychologischen und sozialen Tod werden zu lassen; Um \u00a73 der Menschenrechtskonventionen aus dem Jahr 1948 gerecht zu werden: Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Sicherlich, als Anarchist_innen sehen wir unsere Hauptaufgabe nicht darin f\u00fcr \u201cRechte\u201d zu k\u00e4mpfen. Allerdings ist unser Ziel auch \u00d6ffentlichkeit zu schaffen und Solidarit\u00e4t zu verbreiten, sobald soziale, selbstorganisierte K\u00e4mpfe ausbrechen und Leute sich gegen die gegenw\u00e4rtigen Bedingungen erheben und nach Befreiung streben: In diesem Sinne sehen wir unsere Rolle in einem solchen Kampf, ihn nach au\u00dfen zu tragen, wo wir auf viel weniger Grenzen treffen als diejenigen, die gerade eingesperrt sind und wir den Kampf der Gefangenen zu unserem machen und uns nicht auf formelle Forderungen beschr\u00e4nken.<br \/>\nErg\u00e4nzend hierzu: Auch innerhalb eines \u201cvermittelnden\u201d Kampfes, besitzt jedes Individuum die M\u00f6glichkeit, Affinit\u00e4ten mit \u00e4hnlichen zu entwickeln und ihren\/seinen Kampf wie auch die Weltanschauung weiter zu entwickeln.<br \/>\nDass wir verstehen, wenn Gefangene solche Forderungen, welche nicht besonders revolution\u00e4r f\u00fcr viele klingen, aufstellen, haben wir schon in unserem Text \u00fcber den Hungerstreik in deutschen Gef\u00e4ngnissen im letzten August erkl\u00e4rt (in der Entfesselt September\/Oktober oder auf unserer Website zu finden).<\/p>\n<p>Wir sind \u00fcberzeugt, dass die Rolle der Anarchist_innen und anderer Rebell_innen in der Radikalisierung der sozialen K\u00e4mpfe liegt sobald sie stattfinden und zwar soweit wie wir es verm\u00f6gen sie zur Eskalation zu bringen.<\/p>\n<p><strong>Eine erste Kampferfahrung?<\/strong><\/p>\n<p>Die italienischen Kn\u00e4ste haben ein hohes Ausma\u00df an K\u00e4mpfen \u00fcber viele Jahre erlebt, besonders w\u00e4hrend der 70er Jahre wie auch Anfang der 80er.<br \/>\nAllerdings haben verschiedene Faktoren zum Zusammenbrechen der Solidarit\u00e4t innerhalb der Mauern beigetragen: Staattlich geplante Verteilung h\u00e4rterer Drogen, Individualisierung, Abschw\u00f6ren, Lossagen (Distanzierungen), Einsch\u00fcchterung von rebellischen Gefangenen durch die Anwendung von \u201cstrafmildernden Ma\u00dfnahmen\u201d nach guter F\u00fchrung, psychologische Kontrolle durch Expert_innen und vielem anderen.<br \/>\nDies ist eigentlich eine Entwicklung, die in \u00e4hnlicher Weise in anderen L\u00e4ndern von statten gegangen ist (wobei wir uns hier vor allem auf die \u201cwestlichen\u201d L\u00e4ndern beziehen).Dementsprechend haben die K\u00e4mpfe in den letzten Jahren abgenommen oder wurden meistens der Unterst\u00fctzung bestimmter Gefangener gewidmet.<\/p>\n<p>Vor einem Jahr haben die Gefangenen beschlossen, dass sie die Schnauze voll davon haben.Zu diesem Zeitpunkt haben die Lebensl\u00e4nglichen sich gegen ihre Situation erhoben und den Knast an sich kritisiert indem sie einen unbegrenzten Hungerstreik durchf\u00fchrten bis wenigsten einige ihrer Forderungen umgesetzt sein w\u00fcrden. Diese Forderungen waren nichts besonderes, da sie \u201cnur\u201d eine Diskussion \u00fcber die Abschaffung der lebensl\u00e4nglichen Freiheitsstrafe im Parlament wollten. Allerdings hatten der italienische Staat und seine richterlichen Beh\u00f6rden \u00fcberhaupt keinen Bock drauf und die Lebensl\u00e4nglichen haben sich entschieden nach ungef\u00e4hr zwei Wochen aufzugeben.<br \/>\nViele Gefangene glaubten, dass Journalist_innen, verst\u00e4ndnisvolle Politiker_innen und demokratische Richter_innen wenigstens ein gutes Wort f\u00fcr sie einlegen w\u00fcrden.<br \/>\nDies klingt f\u00fcr uns aber eher wie ein sogenannter \u201cunl\u00f6sbarer Widerspruch\u201d: Gefangene sind nur dann wertvoll f\u00fcr die Presse, wenn sie \u00fcber die Zerschlagung der Kriminalit\u00e4t und ihre grausame Protagonist_innen schreiben k\u00f6nnen; Gefangene sind nur dann wertvoll f\u00fcr die Politiker_innen, wenn sie sie als S\u00fcndenb\u00f6cke benutzen k\u00f6nnen, um ihre Politik der sozialen Kontrolle rechtfertigen zu k\u00f6nnen. Eine soziale Kontrolle die angeblich auf dem \u201cgigantischen\u201d Anstieg der Kriminalit\u00e4t basiert, obwohl diese abnimmt. Gefangene sind nur n\u00fctzlich f\u00fcr demokratische Richter_innen, weil letztgenannte nur durch sie legitimiert werden.<br \/>\nAm Ende best\u00e4tigt sich, was Anarchist_innen und andere Leute, die gegen eine solche Gesellschaft stellen, von Anfang an gesagt haben: Solchen Aasgeiern soll mensch nicht den Glauben schenken, sondern lieber all jenen, welche an ihrer Seite mitk\u00e4mpfen und keine anderen Interessen haben, als Beziehungen im Kampf zu entwickeln, um die gegenw\u00e4rtige Gesellschaft umzuwerfen.<\/p>\n<p><strong>Ein paar Worte \u00fcber die Lage in Deutschland\u2026<\/strong><\/p>\n<p>Im August diesen Jahres haben sich die Gefangenen in Deutschland entschieden, einen Kampf gegen ihre Situation wie auch Knast im allgemeinen zu unternehmen.<br \/>\nNach vielen Jahren des Schweigens ist ein selbstorganisierter Kampf von drinnen entstanden, der vom Gefangenenverein Iv.I. und anarchistischen Individuen vorangetrieben wurde: Eine Woche kollektiver Hungerstreik gegen ihre Situation und die Knastrealit\u00e4t.<br \/>\nVon drau\u00dfen versuchten einige Leute ihre Solidarit\u00e4t auf unterschiedliche Art und Weise zu zeigen.<\/p>\n<p>Eine Situation, die potenziell Bruchsituation innerhalb deutscher Gef\u00e4ngnisse geworden ist wo Apathie und konformes Verhalten den wenigen Ausnahmen gegen\u00fcbersteht.<br \/>\nUm zu zeigen, dass dies kein einmaliges Ereignis war rufen Gefangene in Deutschland auch zur Unterst\u00fctzung des italienischen Streiks mittels eines Hungerstreiks an den ersten drei Dezembertagen auf: Die internationale Solidarit\u00e4t darf n\u00e4mlich kein leeres Versprechen bleiben.<\/p>\n<p>Mit den Worten von Gabriel Pombo da Silva, spanischer Anarchist der seit vier Jahren in Aachen eingeknastet ist:<br \/>\n<em>\u201c\u2026Die abgestuften deutschen Gef\u00e4ngnisse (nach Spanien exportiert zu Beginn der 80er Jahre) haben eine bestimmte Funktion: die Gefangenen zu klassifizieren, disziplinieren und von einander zu trennen durch r\u00e4umliche Verstreuung, Isolierung und Individualisierung. In einem \u201eRaum\u201c. in dem die Individuen sich nicht kennen und sich nicht als gleichwertig anerkennen, kann ein Gef\u00fchl von Gemeinschaft schwerlich entstehen. Das ruft eher Gleichg\u00fcltigkeit, Konkurrenz und Egoismus hervor.<br \/>\nDeshalb trennt man in deutschen Gef\u00e4ngnissen (die auf internationaler Ebene immer mehr kopiert werden) von Haftbeginn an die Kumpel_innen und Freund_innen (Dispersion) und im Gef\u00e4ngnis studieren und sieben sie das durch, was sie \u201epsychologisches Profil\u201c des\/der Gefangenen nennen, um dar\u00fcber zu wachen, dass sie keinerlei Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl entwickeln k\u00f6nnen, dass f\u00fcr die Institution problematisch werden k\u00f6nnte.<br \/>\nAus all diesen Gr\u00fcnden (und noch mehr) wollen wir (eine gewisse Gruppe von Gefangenen) mit Hungerstreik einen gemeinsamen Kampfraum schaffen, der diese Atomisierung und Isolierung \u00fcberwindet.<br \/>\n\u2026.<br \/>\nGleichzeitig stellen die Kamerad_innen der Vereinigung Iv.I. ein spezielles Dossier zusammen \u00fcber Vorschl\u00e4ge und den Zusammenhang des deutschen Gef\u00e4ngnissystems.<br \/>\nWir glauben, dass es wichtig ist diese Entw\u00fcrfe zu verbreiten, um der Diskussion und Auseinandersetzung auf internationaler Ebene Nahrung zu geben\u2026.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Wenn Gefangene in ihrer Situation in der Lage sind Solidarit\u00e4t auszu\u00fcben dann bleiben uns hier drau\u00dfen nicht viele Ausreden nicht zu handeln.<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet das Wort Solidarit\u00e4t?<\/strong><\/p>\n<p>Letztes Jahr waren die einzigen, welche den Kampf der italienischen Gefangenen \u2013 neben deren Angeh\u00f6rigen \u2013 aktiv unterst\u00fctzt haben, die Anarchist_innen.<br \/>\nDieses Jahr verlassen sich die Lebensl\u00e4nglichen aufgrund der geringen Wahrnehmung in der \u00d6ffentlichkeit nicht weiter auf leere Versprechungen sondern haben zu einem Kampf aufgerufen dem sich all jene anschlie\u00dfen sollen, die die lebensl\u00e4ngliche Freiheitsstrafe verabscheuen, Kn\u00e4ste als Monster betrachten und sich deshalb solidarisch f\u00fchlen einen Kampf mit den Mitteln zu unterst\u00fctzen, welche ihnen am geeignetsten und n\u00e4chsten erscheinen.Einige Leute werden auch einen Hungerstreik unternehmen, genauso wie letztes Jahr, wo viele Gefangene aus anderen L\u00e4ndern sich solidarisch gezeigt haben: Dieses Jahr gab es schon einige Aufrufe zur Solidarit\u00e4t seitens spanischer Gefangener wie auch aus anderen L\u00e4ndern.<br \/>\nEinige Angeh\u00f6rige haben mitgemacht und werden sich auch diesmal beteiligen genauso wie andere nicht-lebensl\u00e4nglich Gefangene, mitf\u00fchlende Einzelpersonen und und und.<br \/>\nAber muss der Hungerstreik nicht als das einzige Mittel der Unterst\u00fctzung gelten und darf es auch gar nicht. Alles, was Aufmerksamkeit und Druck auf die Beh\u00f6rden erzeugen kann um unserer Unzufriedenheit mit dieser Situation und unserer aktiven Solidarit\u00e4t mit diesem Kampf Ausdruck zu verleihen, ist seitens der Gefangenen als berechtigt und willkommen gesehen.<br \/>\nIn Berlin wird es eine Infoveranstaltung am 15. Dezember geben, sowie im sp\u00e4teren Verlauf des Protests eine Kundgebung vor der italienischen Botschaft.<br \/>\nAchtet auf Ank\u00fcndigungen und \u2013 vor allem \u2013 schafft eure eigenen Momente der aktiven Solidarit\u00e4t!<br \/>\nWie es Carmelo Musumeci, in Spoleto eingeknastet, auf den Punkt gebracht hat: <em>\u201cDerjenige, der nicht k\u00e4mpft, ist ein nutzloser Mensch und betraut noch schlimmere Menschen mit seinem Schicksal\u201d.<\/em><br \/>\nWir k\u00f6nnen eine solche augenscheinliche Wahrheit nur unterstreichen.<\/p>\n<p><strong>Aktive Solidarit\u00e4t mit dem Kampf italienische rund weltweiter Gefangener!<br \/>\nGegen Lebensl\u00e4nglich, gegen ein Leben innerhalb einer Knastgesellschaft!<\/strong><\/p>\n<p>Eine Brosch\u00fcre mit Aufrufen und Gru\u00dfworten f\u00fcr den Hungerstreik gibt zum download als pdf und auch als Druckvorlage. <\/p>\n<p>ABC Berlin<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 1. 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