{"id":3421,"date":"2011-03-20T13:28:42","date_gmt":"2011-03-20T12:28:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=3421"},"modified":"2013-01-16T23:47:14","modified_gmt":"2013-01-16T22:47:14","slug":"eine-eigene-welt-interview-mit-thomas-meyer-falk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/eine-eigene-welt-interview-mit-thomas-meyer-falk","title":{"rendered":"Eine eigene Welt &#8211; Interview mit Thomas Meyer-Falk"},"content":{"rendered":"<p><em>In der Tageszeitung <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/193498.eine-eigene-welt.html\" target=\"blank\">Neues Deutschland vom 19.03.2011<\/a> erschien ein Interview mit dem inhaftierten Anarchisten Thomas Meyer-Falk, wir \u00fcbernehmen dieses Interview, da wir es als eine passende Erg\u00e4nzung zu den <a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/tag\/thomas-meyer-falk\" target=\"blank\">Texten von Thomas<\/a> ansehen, welche bei uns zu finden sind.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Zu Besuch in der baden-w\u00fcrttembergischen JVA Bruchsal<br \/>\nbei dem Gefangenen Thomas Meyer-Falk<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/thomas-meyer-falk.jpg\" rel=\"lightbox[3421]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3457\" title=\"Thomas Meyer-Falk - Foto: Eva Z. Genthe\/Visum\" alt=\"Thomas Meyer-Falk\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/thomas-meyer-falk-250x168.jpg\" width=\"200\" height=\"135\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/thomas-meyer-falk-250x168.jpg 250w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/thomas-meyer-falk.jpg 465w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><em>Thomas Meyer-Falk, 39 Jahre alt, klagt auf Offenlegung der Rechnungen zum Besuch des US-Pr\u00e4sidenten Georg W. Bush in Angela Merkels vorpommerschen Wahlkreis 2006. Zugang zu solchen Dokumenten gew\u00e4hrt das Informationsfreiheitsgesetz in Mecklenburg-Vorpommern allen B\u00fcrgern, auch Gefangenen. Meyer-Falk sitzt seit 1996 wegen Bankraubs mit Geiselnahme im Gef\u00e4ngnis. Nach Ende seiner Freiheitsstrafe wird er 2013 in Sicherungsverwahrung verlegt, d.h. eine Entlassung ist derzeit unabsehbar. Niels Seibert besuchte ihn in der JVA Bruchsal und sprach mit ihm \u00fcber seine Klage und das Gef\u00e4ngnis. <\/em><br \/>\n<!--more--><br \/>\n<strong><em>Was f\u00fcr ein bombastischer Klotz<\/em><\/strong><strong><em>. Ein vierfl\u00fcgeliger Backsteinbau, an ein Panoptikum erinnernd,umgeben von einer begehbaren Sandsteinmauer und acht Wehrt\u00fcrmen mit ziegelroten Zinnen. Im Mauergang patrouillieren Vollzugsbeamte mit Maschinenpistolen. Das gesamte Gel\u00e4nde ist nochmals von einem Metallzaun mit NATO-Stacheldraht bzw. einer grauen, stockfleckigen Betonmauer eingegrenzt. Das festungs\u00e4hnliche Bauwerk steht zwischen Schloss und Krankenhaus in der Bruchsaler Innenstadt. Der Anblick vermittelt schon von au\u00dfen: Hier w\u00e4re es sch\u00f6ner ohne das Gef\u00e4ngnis.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>ND: Thomas Meyer-Falk, w\u00e4re die Welt sch\u00f6ner ohne Kn\u00e4ste?<\/strong><br \/>\nMeyer-Falk: Ja, selbstverst\u00e4ndlich. In einer Gesellschaft, in der Menschen selbstbestimmt und eigenverantwortlich leben, selbstreflektiert handeln, sich ihrer Schw\u00e4chen bewusst werden und nach L\u00f6sungen suchen k\u00f6nnen, sind Gef\u00e4ngnisse \u00fcberfl\u00fcssig. Die Idee des Anarchismus geht davon aus, dass die Menschen dazu in der Lage sind.<\/p>\n<p><strong>Jetzt leben wir aber noch in unsch\u00f6nen kapitalistischen Verh\u00e4ltnissen.<\/strong><br \/>\nIn der heutigen Gesellschaftsform haben Gef\u00e4ngnisse einen Sinn; einen geringeren als in Amerika, wo aktiennotierte Firmen Gef\u00e4ngnisse betreiben. So weit sind wir hier noch nicht. In Deutschland gibt es Public Private Partnership: In Offenburg und H\u00fcnfeld ist der Bau bzw. der Betrieb der Gef\u00e4ngnisse teilweise privatisiert: die K\u00fcche, der Sozialdienst und der \u00e4rztliche Dienst. In manchen Gegenden, beispielsweise in Burg, Sachsen-Anhalt, sind Gef\u00e4ngnisse einer der gr\u00f6\u00dften Arbeitgeber im Ort. Sie bieten Arbeit und Auskommen f\u00fcr mehrere hundert Menschen. Das ist der \u00f6konomische Faktor. Und es gibt den psychologischen Faktor f\u00fcr die Gesellschaft, die so ihre Probleme einfach auslagern kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><em>Etwa 30 Schritte sind es vom Eingang der JVA Bruchsal bis zu den Besuchszellen. Auf diesem Weg gehe ich durch insgesamt neun Sicherheitst\u00fcren ohne T\u00fcrgriffe und eine Personenkontrolle wie am Flughafen mit Durchgangsdetektor. Ich muss s\u00e4mtliche mitgef\u00fchrten Gegenst\u00e4nde \u2013 sogar die Armbanduhr \u2013 in einem Schlie\u00dffach hinterlegen. Wenn ich schon mal da sein werde, hatte ich den Anstaltsleiter telefonisch gefragt, ob ich dann auch eine Zelle sehen k\u00f6nne? Ohne lange nachzudenken verneinte er: Die JVA sei voll belegt.<\/em><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wie muss ich mir, Herr Meyer-Falk, eine Zelle vorstellen?<\/strong><br \/>\nDie Zellen in Bruchsal sind zirka acht Quadratmeter gro\u00df, vielleicht 2,20 Meter breit. Die Deckenh\u00f6he ist 4,50 Meter. Das Fenster ist in etwa zwei Meter H\u00f6he angebracht. Wenn man also hinausgucken will, muss man einen Stuhl an die Wand stellen und draufsteigen. Man hat ein Bett, einen Tisch, einen Stuhl, ein Regal.<\/p>\n<p><strong>Sind diese Gegenst\u00e4nde am Boden festgeschraubt?<\/strong><br \/>\nIn den neu renovierten Zellen wird mittlerweile alles fixiert, da ist bis auf den Stuhl nichts mehr beweglich. Die Schr\u00e4nke haben heute keine R\u00fcckwand mehr und stehen 10 cm von der Wand entfernt, damit Beamte sofort entdecken k\u00f6nnen, wenn L\u00f6cher in die Wand gegraben werden zu den alten Heizsch\u00e4chten, in denen im 19. Jahrhundert die Hei\u00dfluft von unten nach oben zog. Die Hohlr\u00e4ume wurden im Laufe der Jahrzehnte von vielen Gefangenen als Versteck genutzt, vor allem f\u00fcr Most.<\/p>\n<p>In der Zellenecke haben wir die WC-Sch\u00fcssel und ein Waschbecken, abgetrennt durch einen Vorhang. Die Wasserdampfheizung in meiner Zelle hat kein Thermostatventil. Sie geht nur entweder an oder aus. Sie wird zentral geregelt. Und abends, ab 7 Uhr ist keine Heizung mehr an und dann wird es kalt in der Zelle.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/jva-bruchsal.jpg\" rel=\"lightbox[3421]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3459\" title=\"JVA Bruchsal - Was f\u00fcr ein bombastischer Klotz. Ein vierfl\u00fcgeliger Backsteinbau, an ein Panoptikum erinnernd,umgeben von einer begehbaren Sandsteinmauer und acht Wehrt\u00fcrmen mit ziegelroten Zinnen. Im Mauergang patrouillieren Vollzugsbeamte mit Maschinenpistolen. Das gesamte Gel\u00e4nde ist nochmals von einem Metallzaun mit NATO-Stacheldraht bzw. einer grauen, stockfleckigen Betonmauer eingegrenzt. Das festungs\u00e4hnliche Bauwerk steht zwischen Schloss und Krankenhaus in der Bruchsaler Innenstadt. Der Anblick vermittelt schon von au\u00dfen: Hier w\u00e4re es sch\u00f6ner ohne das Gef\u00e4ngnis. Foto: Niels Seibert\" alt=\"JVA Bruchsal - Was f\u00fcr ein bombastischer Klotz. Ein vierfl\u00fcgeliger Backsteinbau, an ein Panoptikum erinnernd,umgeben von einer begehbaren Sandsteinmauer und acht Wehrt\u00fcrmen mit ziegelroten Zinnen. Im Mauergang patrouillieren Vollzugsbeamte mit Maschinenpistolen. Das gesamte Gel\u00e4nde ist nochmals von einem Metallzaun mit NATO-Stacheldraht bzw. einer grauen, stockfleckigen Betonmauer eingegrenzt. Das festungs\u00e4hnliche Bauwerk steht zwischen Schloss und Krankenhaus in der Bruchsaler Innenstadt. Der Anblick vermittelt schon von au\u00dfen: Hier w\u00e4re es sch\u00f6ner ohne das Gef\u00e4ngnis. Foto: Niels Seibert\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/jva-bruchsal-230x250.jpg\" width=\"230\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/jva-bruchsal-230x250.jpg 230w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/jva-bruchsal.jpg 465w\" sizes=\"(max-width: 230px) 100vw, 230px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das M\u00e4nnerzuchthaus Bruchsal wurde im Oktober 1848 er\u00f6ffnet. Die ersten Insassen waren politische H\u00e4ftlinge: Aufst\u00e4ndische der Badischen Revolution. Auch Christian Klar, Gefangener aus der RAF, sa\u00df hier bis zu seiner Entlassung 2008. Thomas Meyer-Falk wurde wegen eines Bankraubs verurteilt, mit dessen Beute Geld f\u00fcr linke Projekte organisiert werden sollte.<\/p>\n<p><strong>Verstehen Sie sich als politischer Gefangener?<\/strong><br \/>\nIch hatte ja eine politische Absicht und Vorstellung, was ich mit dem zu erbeutenden Geld gerne gemacht h\u00e4tte. Aber ich w\u00fcrde mich nicht als politischen Gefangenen sehen, weil ich mit der Kategorie nicht so viel anfangen kann. Ich halte schon die Differenzierung f\u00fcr relativ problematisch, weil dadurch Hierarchien entstehen. Vor zehn Jahren h\u00e4tte ich die Frage vielleicht noch anders beantwortet. Aber wenn man mit den Schicksalen der Leute hier direkt konfrontiert ist, denkt man anders: dass der Einbrecher in der Nebenzelle die Freiheit genauso verdient h\u00e4tte wie ich.<\/p>\n<p><strong>Ich finde immer auch wichtig, warum ein Mensch im Knast ist und wie er sich dort verh\u00e4lt. Aber ich gebe zu: Der Begriff des politischen Gefangenen ist problematisch, weil er Definitionssache und abh\u00e4ngig von Interessen und Zielen ist. Sie setzen sich f\u00fcr Ihre Rechte und die anderer Gefangener ein. Auch deshalb nehme ich Sie als einen k\u00e4mpfenden Gefangenen wahr. K\u00f6nnen Sie mit dieser Bezeichnung mehr anfangen?<\/strong><br \/>\nJa, selbstverst\u00e4ndlich, oder anarchistischer Gefangener oder Red-Skin, das schon eher.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><em>Auf aush\u00e4ngenden DIN-A4-Zetteln wird in einem antiquierten Beh\u00f6rdendeutsch die \u00bbAbwicklung des Toilettengangs\u00ab bei Besuchen erkl\u00e4rt. So ein Knast ist eine eigene Welt. Eine konservative Welt. Viele gesellschaftliche Entwicklungen und Fortschritte dringen von drau\u00dfen nicht oder erst um Jahre versp\u00e4tet durch die Gef\u00e4ngnismauern.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Wie kann man unter diesen unfreien Verh\u00e4ltnissen zu einem freien Menschen werden?<\/strong><br \/>\nGef\u00e4ngnisse in unserer Gesellschaft sind nicht dazu da, Menschen zu vermitteln, selbstbewusste, selbstst\u00e4ndig denkende, selbstst\u00e4ndig handelnde Wesen zu werden. In einem Zeitschriftenartikel wurde einmal ein Gef\u00e4ngnis mit einem Bienenstock verglichen: Es gibt die K\u00f6nigin, den Anstaltsleiter, und es gibt die Arbeitsbienen, die Gefangenen. Es geht tats\u00e4chlich darum, die Gefangenen zu flei\u00dfigen Arbeitsbienen zu drillen. Das hei\u00dft, morgens regelm\u00e4\u00dfig zur Arbeit gehen und den Rest des Tages den Mund halten. Damit das so l\u00e4uft, wird mit Drohungen und Repressalien gearbeitet.<\/p>\n<p>An den Bed\u00fcrfnissen der Menschen orientiert man sich nicht. Das kann man hier mitunter besonders deutlich beobachten, wenn Gefangene pl\u00f6tzlich anfangen selbstst\u00e4ndig ihre Angelegenheiten zu regeln, wenn sie beispielsweise ihre Schuldenprobleme einfach selber in die Hand nehmen ohne sich vorher mit Juristen der Anstalt, mit Sozialdienst oder psychologischem Dienst kurzgeschlossen zu haben. Dem begegnet die Justiz eher skeptisch. Anstatt die Ressource des Gefangenen, die er selbstst\u00e4ndig nutzt, zu loben und zu f\u00f6rdern, wird mit Unwillen und mit Misstrauen reagiert. Das ist meine Erfahrung \u2013 wie \u00fcberhaupt hier prim\u00e4r auf die Defizite der Leute geachtet wird, anstatt auf das vorhandene Potenzial.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><em>Grunds\u00e4tzlich werden solche Besuche nicht genehmigt, hatte mir der Beamte aus dem baden-w\u00fcrttembergischen Justizministerium fernm\u00fcndlich erkl\u00e4rt, bei dem ich den Besuch beantragen musste. Aufenthalte von Journalisten \u00bbbringen den Gef\u00e4ngnisalltag durcheinander\u00ab. Dokumentationen und Reportagen \u00fcber einzelne Gefangene seien den Zwecken des Strafvollzugs, der Resozialisierung und Wiedereingliederung sowie der Aufarbeitung der Straftat, abtr\u00e4glich. Es k\u00f6nne sogar sein, dass die Inhaftierten ihre Verurteilung in Frage stellen. Aber der Beamte werde bei \u00bbdem Meyer-Falk\u00ab eine Ausnahme machen wegen dessen verwaltungsgerichtlicher Klage auf Offenlegung der Rechnungen von Angela Merkels Empfang f\u00fcr Georg W. Bush im Jahr 2006.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/thomas-meyer-falk-nachrichten-aus-dem-strafvollzug.jpg\" rel=\"lightbox[3421]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3464\" title=\"Thomas Meyer-Falk schreibt innen- und rechtspolitische Artikel, die auf seiner Homepage www.freedom-for-thomas.de und auf der linken Internetplattform Indymedia ver\u00f6ffentlicht werden. In seinem Buch \u00bbNachrichten aus dem Strafvollzug\u00ab, Blaulicht-Verlag, 164 S., 9,90 Euro, reflektiert er seinen Bank\u00fcberfall: \u00bbEs ist nicht leicht die richtigen Worte zu finden (zumal alles was ich schreibe erst \u00fcber die Zensur der Gef\u00e4ngnisleitung geht); es geht weder um die Marginalisierung der seelischen Verletzungen der Geiseln, noch um eine Heroisierung dessen, was ich getan habe. Dass ich nicht \u203abereue\u2039, warf mir schon 1997 das Gericht vor, das mich verurteilte ... am Ende bleibt vielleicht nur \u2013 Schweigen!?\u00ab\" alt=\"Thomas Meyer-Falk schreibt innen- und rechtspolitische Artikel, die auf seiner Homepage www.freedom-for-thomas.de und auf der linken Internetplattform Indymedia ver\u00f6ffentlicht werden. In seinem Buch \u00bbNachrichten aus dem Strafvollzug\u00ab, Blaulicht-Verlag, 164 S., 9,90 Euro, reflektiert er seinen Bank\u00fcberfall: \u00bbEs ist nicht leicht die richtigen Worte zu finden (zumal alles was ich schreibe erst \u00fcber die Zensur der Gef\u00e4ngnisleitung geht); es geht weder um die Marginalisierung der seelischen Verletzungen der Geiseln, noch um eine Heroisierung dessen, was ich getan habe. Dass ich nicht \u203abereue\u2039, warf mir schon 1997 das Gericht vor, das mich verurteilte ... am Ende bleibt vielleicht nur \u2013 Schweigen!?\u00ab\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/thomas-meyer-falk-nachrichten-aus-dem-strafvollzug-156x250.jpg\" width=\"156\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/thomas-meyer-falk-nachrichten-aus-dem-strafvollzug-156x250.jpg 156w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/thomas-meyer-falk-nachrichten-aus-dem-strafvollzug-376x600.jpg 376w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/thomas-meyer-falk-nachrichten-aus-dem-strafvollzug.jpg 465w\" sizes=\"(max-width: 156px) 100vw, 156px\" \/><\/a><strong>Wie teuer war Merkels Grillparty f\u00fcr den US-Pr\u00e4sidenten ?<\/strong><br \/>\nDie Zahlen schwanken. Auf eine parlamentarische Anfrage hin hat die Landesregierung eine Summe von 8,7 Millionen Euro genannt.<\/p>\n<p><strong>Haben Sie spannende Details aus den Akten erfahren?<\/strong><br \/>\nIch habe bis heute noch keine Unterlagen gesehen. Das Verwaltungsgericht Schwerin hat zwar die Offenlegung der Endsummen der jeweiligen Rechnungen angeordnet, aber das Urteil ist noch nicht rechtskr\u00e4ftig. Das Innenministerium lehnt es deshalb ab, die Unterlagen vorzulegen, zu deren Offenlegung es verpflichtet wurde. Wann das Oberverwaltungsgericht in Greifwald entscheiden wird, ist noch offen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><em>In der sterilen Besuchszelle sind ein kleiner quadratischer Tisch und vier Schalenst\u00fchle in braunem Farbton fest im Boden verankert. In meinem R\u00fccken eine breite Spiegelglasscheibe in der Wand. Dahinter sitzen sie, die \u2013 wie vom Anstaltsleiter angek\u00fcndigt \u2013 den Besuch \u00bblediglich optisch \u00fcberwachen\u00ab. Als ich mich mit Thomas Meyer-Falk schon eine ganze Weile unterhalten habe, klingelt es pl\u00f6tzlich. Ich schaue mich um.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Was klingelt denn da?<\/strong><br \/>\nIn der Nebenzelle hinter dem Spiegel l\u00e4utet das Telefon.<\/p>\n<p><strong>Aber \u2013 wenn wir das Klingeln und das Telefongespr\u00e4ch so deutlich h\u00f6ren, dann h\u00f6ren die auch jedes Wort unseres Gespr\u00e4chs.<\/strong><br \/>\nJa, nat\u00fcrlich. Wundert Sie das?<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><em>Wir wechseln noch ein paar Worte, dann ist die Besuchszeit schon vor\u00fcber und alles geht ganz schnell. Im Nu stehe ich am Ausgang, das gro\u00dfe Tor \u00f6ffnet sich, Tageslicht dringt herein. Ich kann hinausgehen.<\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Tageszeitung Neues Deutschland vom 19.03.2011 erschien ein Interview mit dem inhaftierten Anarchisten Thomas Meyer-Falk, wir \u00fcbernehmen dieses Interview, da wir es als eine passende Erg\u00e4nzung zu den Texten von Thomas ansehen, welche bei uns zu finden sind.&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[36,9],"tags":[448,153,267,540,14],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3421"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3421"}],"version-history":[{"count":33,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3421\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3447,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3421\/revisions\/3447"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3421"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3421"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3421"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}