{"id":3927,"date":"2011-05-05T01:34:56","date_gmt":"2011-05-05T00:34:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=3927"},"modified":"2011-05-05T10:14:20","modified_gmt":"2011-05-05T09:14:20","slug":"chile-statement-der-10-genossinnen-bezueglich-dem-ende-des-hungerstreiks","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/chile-statement-der-10-genossinnen-bezueglich-dem-ende-des-hungerstreiks","title":{"rendered":"Chile: Statement der 10 GenossInnen bez\u00fcglich dem Ende des Hungerstreiks"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/presxs-14a-en-huelga.png\" rel=\"lightbox[3927]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-3614\" title=\"Chile: Die 14. August-Gefangenen beginnen Hungerstreik\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/presxs-14a-en-huelga-107x150.png\" alt=\"Chile: Die 14. August-Gefangenen beginnen Hungerstreik\" width=\"107\" height=\"150\" \/><\/a><em>Vom 21. Februar bis zum 26. April haben die inhaftierten beschuldigten AnarchistInnen des &#8220;<a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/tag\/bombs-case\" target=\"_blank\">Bombs Case<\/a>&#8221; in Chile einen kollektiven Hungerstreik durchgef\u00fchrt. Hier die \u00dcbersetzung ihrer Stellungsnahme zur Beendigung der Aktion. Mehrere der Inhaftierten wurden seit der Beendigung der Ermittlungen entlassen und unter Hausarrest gestellt, dazu in den n\u00e4chsten Tagen eine Zusammenfassung.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Statement der 10 GenossInnen<br \/>\nbez\u00fcglich dem Ende des Hungerstreiks<\/strong><\/p>\n<p>Am 21. Februar haben wir einem unbegrenzten Hungerstreik begonnen, als Aktion gegen die repressiven Institutionen, welche uns einsperren in dem abgekarteten Spiel bekannt als \u201cBombs Case\u201c. Nach 65 Tagen des Hungerns haben wir uns entschieden den Hungerstreik zu beenden.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAls Resultat des langandauernden Fastens, dank der Verteidigung und der bedingungslosen Solidarit\u00e4t der GenossInnen und anderer, haben wir einige Punkte erreicht, andere nur teilweise: Wir m\u00fcssen klarstellen, dass das Anti-Terror-Gesetz nicht abgeschafft wird, weil einige GenossInnen in den Kerkern sterben aufgrund eines Hungerstreiks. Wir verwechseln die repressive Situation nicht mit einem generellen Problem, welches uns als momentan Inhaftierte betrifft, sondern alle von uns, die als kampflustige Personen ein Teil des antikapitalistischen Kampfes sind.<br \/>\nDeshalb ist die Solidarit\u00e4t, die uns verbindet, mit unseren revolution\u00e4ren Interessen verkn\u00fcpft.<\/p>\n<p>1) F\u00fcr f\u00fcnf Beschuldigte, darunter zwei von denen, die als Anf\u00fchrer der fingierten verboten terroristischen Organisation bezeichnet werden, wurden die pr\u00e4ventiven Massnahmen ver\u00e4ndert durch ein Berufungsgericht, wobei die Anwendung des Anti-Terror-Gesetzes (18.314) in Frage gestellt wurde.<\/p>\n<p>2) Ein Ende der Ermittlungen und daher eine Verk\u00fcrzung der Zeit bis zur  Gerichtsverhandlung.<\/p>\n<p>3) Eine Verbesserung der Bedingungen und Besuche der Gefangenen.<\/p>\n<p>4) Das \u00f6ffentliche Anprangern des Konstrukts, in mehreren Augenblickes des Hungerstreiks wurde die Farce der Staatsanwaltschaft entbl\u00f6\u00dft und sichtbar gemacht, sowie Spannungen unter Parlamentariern, Menschenrechtsgruppen, der Kirche haben gezeigt, dass der \u201cBombs Case\u201c wie ein Kartenhaus zusammenst\u00fcrzen wird.<\/p>\n<p>5) Im Bezug auf das Anti-Terror-Gesetz, das Ende der geheimen ZeugInnen und das einstimmige Votum beim Berufungsgericht zur Entlassung aus der Untersuchungshaft, ist es uns gelungen, dass drei Initiativen f\u00fcr die Ver\u00e4nderung des Gesetzes 18.314 begonnen wurden, sowie die Zusammenstellung einer Arbeitsgruppe, welche Belege sammelt f\u00fcr eine Montage und die Ausdehnung des Prozesses genauso wie Spielraum im Ministerium f\u00fcr Inneres und Sicherheit in Verbindung mit der staatsanwaltschaftlichen Strafverfolgung, um jede rebellische Absicht zu zerschlagen.<\/p>\n<p>Diese Mobilisierung kann nicht frei von Selbstkritik sein, aber es sollte nicht vergessen werden, dass der Hungerstreik unter einem Regime der Isolation, mit nur wenigen Momenten der Konversation und eines Austausches von Analysen und Reaktionen stattfand. Nicht nur in einem Knast, sondern in M.A.S. (Hochsicherheitsknast) und S.E.A.S. (spezielle Sektion der Hochsicherheit). Eine weitere H\u00fcrde waren die unterschiedlichen Positionen im Hungerstreik, eine Reihe der Ziele waren f\u00fcr einige von Priorit\u00e4t, f\u00fcr andere nicht und umgekehrt. Dies f\u00fchrte zu einem ungleichm\u00e4\u00dfigen und komplexen Verhalten, dazu Fragen und Widerspr\u00fcche, bis zur letzten Minute wurden die unterschiedlichen Positionen diskutiert, ob der Hungerstreik beendet oder fortgesetzt werden solle, allerdings kam es neben den Unterschiedlichkeiten zu der Einigung die Mobilisierung am 26. April zu beenden.<\/p>\n<p>Wir rufen dazu auf, dass sich der Kampf f\u00fcr alle eingesperrten GenossInnen in allen Ecken des Planeten fortsetzt, verbunden mit unserer Kraft und revolution\u00e4ren Gr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Schlussendlich wollen wir jeder Handlung der Solidarit\u00e4t \u00fcberall auf der Welt als aufrichtige Unterst\u00fctzung im Konflikt mit den Autorit\u00e4ten unsere Anerkennung ausdr\u00fccken.<\/p>\n<p>Jedoch sollten wir wachsam bleiben, der \u201cBombs Case\u201c ist nicht beendet und wir sollten unseren Schutz nicht im Stich lassen.<\/p>\n<p>Eine Umarmung an alle, die gegen die Unterwerfung rebellieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Andrea \u00darzua<br \/>\nVinicio Aguilera<br \/>\nCarlos Riveros<br \/>\nOmar Hermosilla<br \/>\nFrancisco Solar<br \/>\nM\u00f3nica Caballero<br \/>\nRodolfo Retamales<br \/>\nCamilo P\u00e9rez<br \/>\nFelipe Guerra<br \/>\nPablo Morales<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 21. Februar bis zum 26. 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