{"id":4246,"date":"2011-06-10T16:48:56","date_gmt":"2011-06-10T14:48:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=4246"},"modified":"2011-06-17T12:34:37","modified_gmt":"2011-06-17T10:34:37","slug":"ueber-eine-schiesserei-in-athen-mitte-mai-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/ueber-eine-schiesserei-in-athen-mitte-mai-2011","title":{"rendered":"\u00dcber eine Schie\u00dferei in Athen &#8211; Mitte Mai 2011"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Bullen-nach-einer-Schiesserei-in-Athen-im-Mai-2011.jpg\" rel=\"lightbox[4246]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-4371\" title=\"Bullen nach einer Schie\u00dferei in Athen im Mai 2011\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Bullen-nach-einer-Schiesserei-in-Athen-im-Mai-2011-250x166.jpg\" alt=\"Bullen nach einer Schie\u00dferei in Athen im Mai 2011\" width=\"175\" height=\"116\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Bullen-nach-einer-Schiesserei-in-Athen-im-Mai-2011-250x166.jpg 250w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Bullen-nach-einer-Schiesserei-in-Athen-im-Mai-2011.jpg 350w\" sizes=\"(max-width: 175px) 100vw, 175px\" \/><\/a><em>Bei einer Schie\u00dferei in den Abendstunden des 18. Mai 2011 im Athener Vorort Pefki wurde der anarchistische Genosse Theofilos Mavropoulos von Kugeln der Bullen getroffen. Die Bullen kamen, weil ein\/e Anwohner\/in sie gerufen hatte, aufgrund der Beobachtung von zwei &#8220;verd\u00e4chtigen&#8221; Personen. Es entwickelte sich eine Auseinandersetzung mit Schusswaffen. Die beiden Bullen und einer der Anarchisten wurde am Bein verletzt. Der andere konnte sich das Bullenauto schnappen und damit abhauen. Die Bullenkarre wurde sp\u00e4ter in einem anderen Viertel gefunden.<br \/>\nTheofilos wurde festgenommen und wies sich mit einem anderem Namen aus, wurde aber am n\u00e4chsten Tag identifiziert, nachdem die Bullen sein Foto mit einer Bitte um Mithilfe ver\u00f6ffentlicht hatten. Am 2. Juni wurde er aus dem Krankenhaus entlassen und in den Athener Knast Korydallos verlegt, seine Gesundheitssituation hat sich verbessert und er kann wieder gehen. Hier eine Stellungnahme von GenossInnen von ihm und ein kurzer Brief der <a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/tag\/conspiracy-of-the-cells-of-fire\" target=\"_blank\">Conspiracy of the Cells of Fire<\/a>.<\/em><\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><strong>Stellungnahme von den GenossInnen von Theofilos Mavropoulos<\/strong><\/h4>\n<p>Unser Genosse, der revolution\u00e4re Anarchist Theofilos Mavropoulos, liegt verwundet im Krankenhaus nach einer bewaffneten Konfrontation mit den scheiss Bullenschweinen in dem [Athener] Vorort Pefki. <!--more-->Dort entschied er sich dazu, zusammen mit einem weiteren Genossen, als ein Streifenwagen anhielt, sich nicht zu ergeben, um sich kontrollieren zu lassen. W\u00e4hrend der Konfrontation wurden zwei Bullen angeschossen, sowie unserer Genosse. W\u00e4hrenddessen gelang es dem anderen Genossen, der dort war, abzuhauen, indem er dazu den Streifenwagen benutzte.<\/p>\n<p>Dies ist \u00fcber ein aktives Mitglied der revolution\u00e4ren anarchistischen Bewegung, und daher rufen wir jede\/n revolution\u00e4re\/n Anarchist\/In, sowie jede\/n der\/die sich als Part eines weiter gefassten subversiven Milieus sieht, auf ihm bei zu stehen und die Initiative zur Aktion zu ergreifen, welche Methode du auch immer als geeignet und notwendig ansiehst. In diesem Augenblick ist unser Bruder verwundet und eingesperrt in einem Raum, welcher von jeder Art der Schweine bewacht wird. Wir denken, dass es von allergr\u00f6\u00dfter Notwendigkeit ist, dass vor dem Krankenhaus, in dem sie unseren verwundeten Genossen festhalten, eine Demonstration stattfindet. Um dadurch die Bedingungen der Isolation zu brechen, die ihm als Gefangener der anti-terroristischen Maden und der anderen Einheiten, die &#8220;auf ihn aufpassen&#8221; in der einzigsten Weise die sie kennen, auferlegt werden. Aufgrund der Schwierigkeiten, dem System unter dem wir leben geschuldet, genauso wie den  Umst\u00e4nden, die unsere Aktionen und Bewegung bestimmen, k\u00f6nnen wir bedauerlicherweise nicht an der Seite unseres stolzen Genossen (in anderen Worten, direkt im Krankenhaus), um ihm von nahem Kraft und Mut zu geben.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen dem Gegner zeigen, dass NICHT EIN EINZIGER GENOSSE ALLEIN IST, dass jede Verhaftung eines unserer Genossen beantwortet wird, dass wir es nicht zulassen, dass einer unser Genossen lebendig aufgefressen wird. Weil innige Freundschaft und Solidarit\u00e4t nicht nach Geh\u00e4ltern und Rangordnung definiert sind. Stattdessen formen sie eine Basis von Beziehungen, welche wir gestalten und vorziehen anstelle und im Gegensatz zum F\u00e4ulnis der vorherrschenden sozialen Beziehungen. Wir sehen die Verhaftung von Theofilos nicht in dem Licht einer &#8220;weitverbreiteten&#8221;  und gleichzeitig abscheulichen Logik von ungerechter Behandlung, welche es uns erlauben w\u00fcrde gegen die &#8220;b\u00f6sen&#8221; Bullen, welche auf ihn geschossen und ihn verwundet haben, zu protestieren. In Anbetracht solch einer Logik verliert Solidarit\u00e4t seine essenzielle Bedeutung. Die herausfordernde Haltung und Wertsetzung unseres Genossen steht im Konflikt mit Resignation und Kapitulation. Er demonstrierte, dass es in diesem Konflikt, in diesem Krieg, weder M\u00e4rtyrer noch diejenigen, die sie anbeten, gibt. Vielmehr gibt es Kombattanten, die auf alles vorbereitet sind. M\u00f6gen die Reicht\u00fcmer, die er uns hinterlassen hat, die Waffen in unseren H\u00e4nden werden.<\/p>\n<p>Wir k\u00e4mpfen f\u00fcr die Freiheit des revolution\u00e4ren Anarchisten Theofilos Mavropoulos mit allen Mitteln.<\/p>\n<p>PS.: Au\u00dferdem senden wir unserem Genossen ein aufrichtigstes Danke f\u00fcr die K\u00e4mpfe, die wir zusammen unternommen haben, f\u00fcr all die R\u00fcckschl\u00e4ge und Misserfolge, denen wir gegen\u00fcberstanden, f\u00fcr all die guten Zeiten und all die schlechten Zeiten. Zum Schluss senden wir ihm unsere mehr als aufrichtigen Versprechungen im Bezug auf die informellen Verpflichtungen, die wir gemacht haben, und den \u00dcbertreibungen. Es geht ums Ganze. Bruder, sie sind in der Lage deine augenblicklichen Lebensumst\u00e4nde zu \u00e4ndern, aber sie werden niemals deine unbeugsame Seelenverfassung \u00e4ndern.<\/p>\n<hr \/>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><strong>Brief der Conspiracy of the Cells of Fire an Theofilos<\/strong><\/h4>\n<p>&#8220;<em>Ich dachte, dass wenn ich so schnell renne wie ich kann, ich den Zaun niederrei\u00dfen w\u00fcrde. Und selbst wenn er nicht brechen w\u00fcrde, w\u00fcrde ich nichts bereuen. Selbst wenn die Kugeln der Bullen meine Bewegung stoppen w\u00fcrden, selbst wenn der Stoff meiner Jacke im Stacheldraht h\u00e4ngenbleiben und sie mich verhaften w\u00fcrden, selbst wenn ich meine Jacke ausziehen w\u00fcrde, aber es nicht durch den Stacheldraht schaffen w\u00fcrde. Und der Stacheldraht w\u00fcrde brechen und rosten, aber die Dr\u00e4hte w\u00fcrden bleiben. Sie w\u00fcrden einen Umriss von mir formen; eine Erinnerung daran, dass selbst heute noch Leute f\u00fcr die Revolution k\u00e4mpfen; eine lebende Darstellung von jemanden, der zielgerichtet in Richtung der Freiheit rannte, anstatt zu kapitulieren in der Stille und Resignation, die unsere Zeit bezeichnet, ein echtes Zeichen aus der Zukunft, einer besseren Welt.<\/em>&#8221;<\/p>\n<p>Gewidmet einem Genossen, der w\u00e4hrend einer Schie\u00dferei mit Bullen in Pefki verletzt wurde.<br \/>\nAus dem Knast, mit unserem ganzen Herzen, senden wir dir unsere ganze Solidarit\u00e4t und Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">&#8211; Revolution\u00e4re Organisation Conspiracy of the Cells of Fire, 19.05.11<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei einer Schie\u00dferei in den Abendstunden des 18. Mai 2011 im Athener Vorort Pefki wurde der anarchistische Genosse Theofilos Mavropoulos von Kugeln der Bullen getroffen. 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