{"id":4404,"date":"2011-06-17T10:53:31","date_gmt":"2011-06-17T08:53:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=4404"},"modified":"2015-01-11T21:18:37","modified_gmt":"2015-01-11T20:18:37","slug":"unkontrollierbar-beitraege-zu-einem-bewussten-nihilismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/unkontrollierbar-beitraege-zu-einem-bewussten-nihilismus","title":{"rendered":"\u201eUnkontrollierbar: Beitr\u00e4ge zu einem bewussten Nihilismus\u201c"},"content":{"rendered":"<p><em><span class=\"dropcap\">D<\/span>er folgende Text versucht eine Erkl\u00e4rung \u00fcber die Entstehung der nihilistischen Str\u00f6mung innerhalb der anarchistischen Bewegung Griechenlands zu geben. Die dortige Entwicklung in den letzten zwei, drei Jahren warf f\u00fcr viele, die wie wir von vielen hunderten Kilometern weitweg auf die Szenerie schauen, als aber auch f\u00fcr diejenigen, die n\u00e4her dran sind, viele Fragen auf, da es immer offensichtlicher wurde, dass die anarchistische Str\u00f6mung sich in einem Wandel befindet. Der Text erschien vor einigen Wochen in <a href=\"http:\/\/theanarchistlibrary.org\/library\/anonymous-uncontrollable-contributions-towards-a-conscious-nihilism\" target=\"_blank\">englischer Sprache<\/a>.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<h5 style=\"text-align: center;\"><strong>\u201eUnkontrollierbar:<br \/>\nBeitr\u00e4ge zu einem bewussten Nihilismus\u201c<\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>(Die G\u00f6ttin) Athene: <\/em><em>Ich f\u00fchre nur das aus, wozu ich aufgefordert werde. Fordern Sie, dass die Stadt in Harmonie funktioniert und ich binde die Sklaven fest und m\u00e4ste die Herren. Das ist der Weg Harmonie aus dem Chaos zu schmieden. All jede die zustr\u00f6men und ganz ordentlich von Athena profitieren, akzeptieren dieses Angebot, ehrlich oder heuchelnd. In meiner Stadt zu verweilen verlangt Unterwerfung. So wie der Ochse, der Wasser tr\u00e4gt sich einem Joch unterwirft, hat sich der B\u00fcrger den Gesetzen der Stadt zu unterwerfen. Aber wenn du m\u00fcde hiervon wirst, sollte der Wein \u00dcbelkeit verursachen und die Trauben an der Rebe verrotten, werde ich gerne zerst\u00f6ren, wozu Sie mich aufgefordert haben. Aber ich habe dennoch von jeden von euch Sterblichen, Rebellen oder K\u00f6nigen, die mich zu dieser letzten Aufgabe auffordern, zu h\u00f6ren: Lass Chaos herrschen \u00fcber den Feldern von Athena. Ihnen fehlt der Mut alles brennen zu sehen, was ihnen Komfort und Schutz bietet. Sogar der St\u00e4rkste von Euch f\u00fcrchtet m\u00e4chtiges Chaos und was er unternehmen sollte, wenn ich ihn frei gehen lasse. Aber denke daran, junge Seele: Fordern Sie mich auf eine Stadt zu bauen und ich werde sie funktionieren lassen. Bitten Sie mich darum das Elend der Stadt zu beenden und mir bleibt nur die M\u00f6glichkeit: sie zu zerst\u00f6ren, g\u00e4nzlich.<\/em><br \/>\n\u2014Euripides, ATHENE POLIAS (Athene der Stadt) von dem \u201eVerlorenen Werke\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/Griechenland-Angriff-auf-Bullen.jpg\" rel=\"lightbox[4404]\"><img loading=\"lazy\" class=\" size-medium wp-image-2070 alignright\" title=\"Griechenland - Angriff auf Bullen\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/Griechenland-Angriff-auf-Bullen-250x165.jpg\" alt=\"Griechenland - Angriff auf Bullen\" width=\"200\" height=\"132\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/Griechenland-Angriff-auf-Bullen-250x165.jpg 250w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/Griechenland-Angriff-auf-Bullen-600x397.jpg 600w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/Griechenland-Angriff-auf-Bullen.jpg 610w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>Im Dezember 2008 entdeckte ein Gro\u00dfteil der Athener Jugendlichen etwas Schreckliches. Viele von ihnen waren zwischen 13 und 19 Jahren, als der 15-j\u00e4hrige <a title=\"Alexandros Grigoropoulos\" href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/tag\/alexandros-grigoropoulos\" target=\"_blank\">Alexis<\/a> in die Brust geschossen und ermordet wurde. Diese jungen Leute, die wenig \u00fcber anarchistische Versammlungen oder akzeptable Methoden des Kampfes wissen, f\u00fchlten sich sofort angezogen zu den Menschen, die sie Banken anz\u00fcnden und Gesch\u00e4fte pl\u00fcndern sahen, die St\u00fccke von Marmor aus dem Gehsteig schlugen und Brands\u00e4tze auf die Polizei warfen. W\u00e4hrend dieser Tage versuchte niemand au\u00dfer der Polizei ihre Wut zu stoppen. W\u00e4hrend dieser Tage wussten sie, wer ihr Feind war; die Leute, die sie zu stoppen versuchten. Es war eindeutig, dass ihre F\u00e4higkeit zu zerst\u00f6ren durch andere anwesende Leute bedingt war. Dadurch wurde in ihnen eine sehr allgemeine Akzeptanz von Kollektivit\u00e4t und St\u00e4rke in der Gruppe gef\u00f6rdert. Diese Macht wurde gegen alles genutzt, was mit ihnen im Einklang stand und diese Macht wuchs, solange der Aufstand dauerte. Als er vorbei war, als die Normalit\u00e4t zur\u00fcckgekehrt war, blieben diese Jugendlichen sich ihrer Macht bewusst. Nun warteten sie auf ihre Chance sie wieder einzusetzen.<\/p>\n<p>Im Mai 2010 starben drei Menschen in einer Marfin Bank. Sie waren von ihren Boss in dem Geb\u00e4ude eingeschlossen und in Angst ihren Job zu verlieren, als Brands\u00e4tze z\u00fcndeten und alles zu verbrennen begann. Diese Todesf\u00e4lle unter gew\u00f6hnlichen Bankangestellten st\u00fcrzte die AnarchistInnen Athens in eine Krise. Die Medien nutzten diese Toten als eine Entschuldigung und Rechtfertigung f\u00fcr Repression. Die Gesellschaft wendete sich gegen die m\u00f6rderischen AnarchistInnen. Dar\u00fcber hinaus wandten sich die AnarchistInnen gegen die AnarchistInnen und suchten nach einem Grund, Erkl\u00e4rung oder Rationalisierung f\u00fcr solch eine abscheuliche Tat. Aber es war nichts heraus zu finden. Einige sagten die Brandstifter w\u00e4ren parastaatliche Gruppen, einige sagten, die Polizei selbst w\u00e4re verantwortlich, andere sagten es w\u00e4re ein Unfall und wiederum andere sagten, die Toten w\u00e4ren vertretbare Verluste in einem Krieg. Nur wenige scharfsichtige AnarchistInnen erblickten die Wahrheit, was geschehen war: Die Jugendlichen von 2008 haben leichtfertig eine Bank niedergebrannt, die durch die Bosse verschlossen war.<\/p>\n<p>Bis zum Mai 2011 waren die AnarchistInnen von Athen in einer selbst erkl\u00e4rten Krise. Eine der Hauptgr\u00fcnde waren die Nachwirkungen der Todesf\u00e4lle in der Marfin Bank und die interne Kritik, die ein Jahr lang nicht aufgeh\u00f6rt hat. Ein anderer Grund war die Verhaftungen der neuen Stadtguerillas und der Solidarit\u00e4tsaufwand f\u00fcr die inzwischen vierzig politischen Gefangenen. Es gab viel Kritik an einige dieser Guerillas, besonders an der Briefbomben-Kampagne, die durch die \u201e<a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/tag\/conspiracy-of-the-cells-of-fire\" target=\"_blank\">Verschw\u00f6rung der Feuerzellen<\/a>\u201c ausgef\u00fchrt wurde. Es wurde gesagt, dass solche Aktionen leichtsinnig w\u00e4ren und wenig mehr erreichten, als das der Staat der \u00d6ffentlichkeit mehr Beispiele f\u00fcr anarchistischen Terror geben kann. Zwei Anarchisten wurden gefangen genommen und erkl\u00e4rten sich sp\u00e4ter verantwortlich diese Briefbomben an ausl\u00e4ndische Botschaften versendet zu haben. Einer dieser Verhafteten war 22 Jahre alt, einer dieser Jugendlichen von 2008. Georgios Papandreou, der aktuelle Ministerpr\u00e4sident von Griechenland, hatte diesen unkontrollierbaren Jugendlichen zu sagen: \u201eDiese unverantwortlichen und feigen Taten, werden keinen Erfolg haben bei der Behinderung unserer gewaltigen Anstrengungen unsere Kreditf\u00e4higkeit wiederzuerlangen und die \u00d6konomie wiederzubeleben.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><em>Ich bin dem Freund verbunden, durch eigene Erfahrung von Wahl, Verst\u00e4ndnis oder Entscheidung, die implizieren, dass das Wachstum seiner Macht hat auch mein eigenes Wachstum zur Folge hat. Symmetrisch dazu, ich bin dem Feind verbunden durch Wahl, nur diesmal eine Unstimmigkeit, damit meine Macht wachsen kann, was einschlie\u00dft ihn zu konfrontieren, damit ich seine Kr\u00e4fte untergrabe.<br \/>\n<\/em><\/strong>\u2014Virginia Wolff<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/burning-copcar-in-greece.jpg\" rel=\"lightbox[4404]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2130\" title=\"burning copcar in greece\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/burning-copcar-in-greece-250x164.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"131\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/burning-copcar-in-greece-250x164.jpg 250w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/burning-copcar-in-greece.jpg 450w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>Oft stehen sie ganz vorne und sind bereit Molotows zu werfen wenn sie welche haben. Meistens jedoch tragen sie Steine und Fahnenstangen bei sich. Wenn gerade nichts geht und keine Polizei um sie herum ist zerst\u00f6ren sie alles um sich herum: Ampeln, Kioske, kleine L\u00e4den, Alles. Manchmal werden sie von anderen gestoppt und es funktioniert. Erst letztens wollte einer von ihnen ein Feuer legen aber einige AnarchistInnen l\u00f6schten dieses kurz darauf. Wenn Plenas in besetzten H\u00e4usern stattfinden sind sie drau\u00dfen und verh\u00f6hnen die Polizei und verteidigen das Haus mit Steinen und stellen Fallen auf. Viele AnarchistInnen nehmen sie nicht ernst. Manche verachten sie offen, sagen sie wollen \u201enichts mit der anarchistischen Bewegung zu tun haben,\u201c wegen ihnen. Diese Jugend von 2008 identifiziert sich als AnarchistInnen, aber es gibt viele AnarchistInnen die schnell sagen, sie w\u00fcrden sich daf\u00fcr nicht qualifizieren.<\/p>\n<p>Eine k\u00fcrzliche <a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/uebersetzung-eines-kommuniques-zu-einem-angriff-auf-eine-bullenstation-in-athen\" target=\"_blank\">Attacke auf eine Polizeistation in Exarchia<\/a> brachte mehr Kritik. W\u00e4hrend der Attacke fing ein Polizeimotorrad Feuer und explodierte als ein Verk\u00e4ufer von einem nahegelegenden Markt versuchte das Feuer zu l\u00f6schen. Am n\u00e4chsten Tag gab es Schlagzeilen \u00fcber die \u201eKapuzentr\u00e4ger\u201c verbrennen arme Leute. Ein sehr ungl\u00fcckliches Timing. Faschisten hielten erst vor kurzem eine Demonstration vorbei an der Marfin Bank, welche vor einem Jahr abgebrannt wurde. Die Faschisten wollten damit den \u00f6ffentlichen Unmut missbrauchen und gegen die AnarchistInnen benutzen. Nachdem ein linker Grieche ermordet wurde, sagten die Faschisten sofort es w\u00e4ren Immigranten gewesen und mobilisierten hunderte von Leuten um einen rassistischen Pogrom zu entfachen der bis heute anh\u00e4lt. Der Angriff auf die Polizeistation passierte genau w\u00e4hrend dieser Zeit der Anspannung und galt als direkter Angriff auf genau die Polizei, welche die Faschisten beim terrorisieren Athens besch\u00fctzte. Durch das ungl\u00fcckliche Timing mit dem Unfall des Verk\u00e4ufers waren einige AnarchistInnen sehr schnell und verurteilten die gesamte Aktion. Die rechtsgesinnte Zeitung <em>Kathimerini<\/em> zitierte letztens einige Bewohner Exarchias die gesagt h\u00e4tten, dass \u201eechte AnarchistInnen\u201c so etwas niemals tun w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Diese Attacke kam aus Exarchia. Hunderte AnarchistInnen sind dort zu finden, rauchend, trinkend und redend. Viele der Jugend von 2008 verbringen hier ihre N\u00e4chte. Es ist ein Ort an dem Informationen, Ideen und schnell geplante Initiativen rasch unter AnarchistInnen verbreitet werden. Diese Jugendlichen, die hier abh\u00e4ngen, sind nicht unbedingt die, welche den besetzten Park in Stand halten, aber sie nutzen ihn st\u00e4ndig und haben keine Scheu ihn vor der Polizei zu verteidigen. Und trotzdem sind diese Jugendlichen, die oft an erster Stelle an den Fronten der Konflikte stehen, die am st\u00e4rksten verspotteten der Athener AnarchistInnen. Ihre Aktionen sind nicht perfekt, sie agieren irrational und haben die Tendenz selbst die Pl\u00e4ne der AnarchistInnen zu ruinieren.<\/p>\n<p>Letztens, als die AnarchistInnen ihr w\u00f6chentliches Treffen an der Polytechnic Universit\u00e4t hatten, griff die Jugend von 2008 die Marxisten Studentengruppen an, welche vor kurzem an den Studentenwahlen teilnahmen. Fr\u00fcher waren solche Angriffe auf Universit\u00e4tswahlen Tradition bei den AnarchistInnen, doch heute werden sie nur noch von dieser Jugend von 2008 praktiziert. Die Marxisten verriegelten die Tore der Universit\u00e4t, etwas was sonst nur bei Polizeiangriffen gemacht wird. Die AnarchistInnen auf dem Plenum rannten heraus um zu sehen woher die lauten Ger\u00e4usche und Schreie kamen, nur um zu sehen wie ein Haufen Marxisten sich gegen andere AnarchistInnen wehrte. Um es noch einmal zu sagen diese Attacke war l\u00e4cherlich, kurzsichtig und zu einer sehr schlechten Zeit, n\u00e4mlich als die Faschisten gerade auf den Stra\u00dfen Jagd auf Ausl\u00e4nder machten. Aber die wilde Jugend, welche die Universit\u00e4tswahlen angriff, wusste nur eins: Demokratie ist schei\u00dfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><em>Geschichte ist ein Alptraum aus dem ich versuche aufzuwachen.<br \/>\n<\/em><\/strong>\u2014Iggy Pop<\/p>\n<p>Es gibt viel in Athen viel Gerede \u00fcber sozialen Kannibalismus; das hei\u00dft, der Gesellschaftsk\u00f6rper frisst sich selbst auf. Migrantische Zuh\u00e4lter verkaufen ihre migrantischen Prostituierten an wohlhabende griechische M\u00e4nner. Griechische Heroin-Dealer verkaufen ihren Stoff an griechische Drogens\u00fcchtige. Die Polizei von Athen wendet sich gegen sich selbst. Die B\u00fcrger greifen Politiker an. AnarchistInnen bek\u00e4mpfen sich gegenseitig, Faschisten greifen die AnarchistInnen an. Der Krieg aller gegen alle. Chaos. Das ist das ber\u00fchmte Bild von Athen, das durch Athena, seiner Stadtg\u00f6ttin zerst\u00f6rt wird.<br \/>\nDie Medien und die Regierung haben eine sehr verst\u00e4ndliches Interesse darin, diese Idee von sozialer Zersetzung hochzuhalten. Weil am Ende, wenn die Dinge schlimm genug geworden sind, der Staat zur Stelle ist und die Ordnung wieder herstellt. Zumindest ist dieses das Standart-Drehbuch. Aber etwas anderes ereignet sich in Griechenland. Die Gesellschaft f\u00e4llt schneller auseinander, als es in allen wichtigsten Metropolen stattfindet. Niemand hat Geld, die Regierung ist bereit einen weiteren Kredit von der Troika zu nehmen und jeder kennt ein Problem. Die Form, die dieses Problem annimmt, h\u00e4ngt davon ab, mit wem du sprichst. FaschistInnen sagen das Problem seien die Migranten und linke PolitikerInnen. PolitikerInnen sagen das Problem w\u00e4re die Verantwortungslosigkeit der B\u00fcrgerInnen, die ihre Steuern nicht zahlen, die Autogeb\u00fchr verweigern und M\u00fcllhalden in ihrem St\u00e4dten ablehnen. Die AnarchistInnen sagen, das Problem sei der Kapitalismus und der Staat. Diese unterschiedlichen Kr\u00e4fte finden in verschiedenen Stadtteilen unterschiedliche Resonanz f\u00fcr ihre Ideen.<\/p>\n<p>Zum Beispiel gibt es im Zentrum Athens viel unsoziales Verbrechen, einiges kommt von MigrantInnen, einiges von armen Griechen. Als der Mord an dem griechischen Mann geschah und schnell genutzt wurde, erfuhren die Faschisten, dass viele aus der Nachbarschaft ihre Behauptung unterst\u00fctzen, dass das Problem wirklich die MigrantInnen w\u00e4ren. Im gleichen Viertel gibt es auch AnarchistInnen, zumeist zentriert um die besetzte Villa Amalias. Als der Pogrom begann wurden die AnarchistInnen zu einem nat\u00fcrlichen Verb\u00fcndeten und viele Migranten hielten sich in der N\u00e4he des Squats auf, nicht nur zum Schutz, sondern auch um Freunde in einer feindlichen Umgebung zu finden. Diese MigrantInnen, die ein prek\u00e4res Leben im Kapitalismus f\u00fchren, waren immer die Opfer des sozialen Kannibalismus. Zum \u00dcberleben fl\u00fcchten sie in klein-kapitalistische Unternehmen, lediglich zum \u00dcberleben. Jetzt, wo sie d\u00e4monisiert und gejagt werden, wurde ihre Hoffnung an eine Einbeziehung in den griechischen Kapitalismus zerschmettert.<\/p>\n<p>Diese Kr\u00e4fte treiben die zwei Gruppen, nicht griechische MigrantInnen und AnarchistInnen n\u00e4her zusammen. Am vierten Tag, hatten die AnarchistInnen und MigrantInnen das Gebiet um die Villa Amalia zur\u00fcck genommen. Die Stra\u00dfe wurde \u00fcber Lautsprecher mit Musik und Bekanntmachungen beschallt. Die w\u00f6chentliche Versammlung der Villa Amalias wurde im Viertel beworben und brachte Dutzende NichtanarchistInnen zum Diskutieren, was in der Phase der Spannung zu tun ist. Kinder spielten Fu\u00dfball, Familien spazierten hin und her und die Angst die \u00fcber dem Viertel lag war verschwunden. Dennoch ging das Pogrom mehre Bl\u00f6cke vom Squat entfernt weiter.<\/p>\n<p>Es gibt bestimmte Gegens\u00e4tze, die unvers\u00f6hnlich sind. FaschistInnen und die Polizei werden sich niemals mit AnarchistInnen und den MigrantInnen vers\u00f6hnen,. Es gab zahlreiche Beispiele (au\u00dfer den bereits beschriebenen), wo AnarchistInnen und MigrantInnen in Athen ihre Ablehnung \u00fcberwunden und grunds\u00e4tzliche Gemeinsamkeit gefunden haben. Bis vor kurzem gab es kaum \u00dcberschneidungen zwischen den Gruppen. Jetzt, wo es sie gibt, r\u00fcckte ein weiterer Antagonismus in den Vordergrund, aber dieser existiert zwischen den AnarchistInnen selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><em>Die Verneinung von dem, was existiert zu Gunsten der Zukunft, die nicht existiert.<br \/>\n<\/em><\/strong>\u2014Charles Darwin<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/ueber-eine-schiesserei-in-athen-mitte-mai-2011\" target=\"_blank\">Am 18. Mai 2011 stoppte die Polizei im Norden von Athen zwei Menschen<\/a>, die neben einem Motorrad standen. Einer der M\u00e4nner zog eine Pistole und begann auf die zwei verfolgenden Polizeibeamte zu schie\u00dfen, beide wurden getroffen. Die Beamten waren in der Lage das Feuer zu erwidern und verletzten den Sch\u00fctzen. Sein Partner konnte im Einsatzfahrzeug der Polizei entkommen. Das Auto wurde sp\u00e4ter verlassen gefunden. Der verwundete Sch\u00fctze wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er einen falschen Namen angab. Am 20. Mai wurde bekannt, dass der Mann ein 21-j\u00e4hriger Student mit dem Namen Theophilus Mavropoulos ist. Von ihm wird behauptet er w\u00e4re Mitglied der \u201eVerschw\u00f6rung der Feuerzellen\u201c. Im Dezember 2008 war er 18.<\/p>\n<p>Die Verschw\u00f6rung der Feuerzellen beansprucht f\u00fcr sich aus anarcho-nihilistischen Individualisten zu bestehen. Sie kritisieren konsequent die Bev\u00f6lkerung Griechenlands als zu feige, passiv und blind. Sie beschuldigen die Bev\u00f6lkerung f\u00fcr ihre eigene Not verantwortlich zu sein, haupts\u00e4chlich weil die Bev\u00f6lkerung zu dumm ist ihre Situation zu ver\u00e4ndern. Die Verschw\u00f6rung ist auch kritisch mit der traditionellen anarchistischen Szene und die Beschr\u00e4nkungen, die sie sich auferlegt, weil sie fixiert auf die selben ineffektiven Formen bleibt. Sie bef\u00fcrwortet die Schaffung kleiner bewaffneter Zellen, die informell \u00fcber ganz Griechenland und der Welt zusammengeschlossen sind. Zellen, die die Symbole und Mechanismen der autorit\u00e4ren Macht direkt bek\u00e4mpfen. Generell gesagt, sprechen sie nicht dezidiert oder mit der \u00dcberzeugung von der Schaffung von Etwas. Anderseits kritisieren sie alles Andere.<\/p>\n<p>Der Nihilismus der Verschw\u00f6rung ist Spiegelbild vom Nihilismus, der innerhalb der Jugend von 2008 um sich griff. Diese Jugendlichen sind nicht nur Zeuge des Scheiterns des kapitalistischen Systems und leben in dieser Phase, sie waren auch Teil des gescheiterten Widerstands gegen das Weltsystem. Es gibt viele Menschen aus den Siebzigern, die der Jugend den richtigen Weg zu k\u00e4mpfen erz\u00e4hlen k\u00f6nnen, aber f\u00fcr die Jugend, haben diese alten M\u00e4nner genau so versagt, wie alle Anderen auch. Wenn diese Jugendlichen versuchten, ihre Verzweiflung und ihren Eifer zu handeln auszudr\u00fccken, wurden sie gew\u00f6hnlich zum Schweigen gebracht, niedergebr\u00fcllt, oder verspottet \u2013 von AnarchistInnen, die eine n\u00e4here Verbindung zu alten Traditionen des Kampfes haben. Das Ergebnis ist, dass die Jugendlichen sich vom Zentrum der Bewegung entfernen und es stattdessen vorziehen am Rand zu bleiben, wo sie frei sind, dass zu tun, nach was ihnen beliebt. Einige sagen sich vollkommen los, wie es die Verschw\u00f6rung belegt.<\/p>\n<p>Es gibt einige Guerillas und Militante, die allgemeine Akzeptanz und Bewunderung in der anarchistischen Szene gefunden haben. Die \u201e<a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/tag\/raeuber-in-schwarz\" target=\"_blank\">R\u00e4uber in Schwarz<\/a>\u201c, \u201e<a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/tag\/revolutionary-struggle\" target=\"_blank\">Revolution\u00e4rer Kampf<\/a>\u201c und <a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/oops-he-did-it-again-%e2%80%93-vassilis-paleokostas-wieder-ausgebrochen\" target=\"_blank\">Vassilis Palaeokostas<\/a> z.B., um ein paar zu benennen. Palaeokostas ist weltweit bekannt als der Mann, der <a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/oops-he-did-it-again-%e2%80%93-vassilis-paleokostas-wieder-ausgebrochen\" target=\"_blank\">mit einem Hubschrauber dem Gef\u00e4ngnis entkam<\/a>. Diese Leute haben immer ihre theoretische Verbindung zur traditionellen anarchistischen oder autonomen Szene erhalten, als sie ihre Taten wagten. Sie glauben an soziale Revolution und das unbegrenzte Potential der Bev\u00f6lkerung zur Rebellion. Obwohl sie die gleichen Ziele mit den Nihilisten teilen d\u00fcrften (die Zerst\u00f6rung der globalen Ordnung und seine Vertreter) haben sie sich selbst mehrfach \u00f6ffentlich von ihnen distanziert. Die anderen Guerillas und Militanten setzen Hoffnung und Vertrauen in die Bev\u00f6lkerung, was die Nihilisten nicht teilen. Die Nihilisten sind die wenigen, die, um sich auf Euripides zu berufen, Athena aufgefordert haben, die Stadt komplett zu zerst\u00f6ren. Aber sie sind allein und wurden von den meisten anderen AnarchistInnen heraus gedr\u00e4ngt und ignoriert. In ihrer Isolation haben die Entschlossensten von ihnen sich vollst\u00e4ndig getrennt von wo sie herkamen und werden langsam abgegriffen, einer nach dem anderen. W\u00e4hrend sie im Gef\u00e4ngnis sitzen, bleibt die Stadt bestehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><em>Nichts ist wahr, alles ist erlaubt.<br \/>\n<\/em><\/strong>\u2014Hillary Clinton<\/p>\n<p>Der aktuelle Nihilismus der Jugendlichen erw\u00e4chst nicht aus dem Nichts. Er ist eine Reflektion des totalen Versagens von Widerstand und Kapitalismus gleicherma\u00dfen. Viele sehen keine Alternative und wollen nichts anderes als die komplette Zerst\u00f6rung der Bestie, die sie ern\u00e4hrt: die Stadt. Diese Ansichten zu unterst\u00fctzen, ist sehr schwer. F\u00fcr Menschen, die einen sozialen Wandel, eine radikale Umgestaltung oder einen drastischen Wechsel wollen, h\u00f6rt sich die Idee der totalen Zerst\u00f6rung verr\u00fcckt an. Dezember 2008 wurde wohl von bewussten Akteuren, die sich sorgf\u00e4ltig Ziele ausw\u00e4hlten, unterst\u00fctzt, aber der destruktive Antrieb von allen, die an den Aktionen teilnahmen, bestimmte die Aktionsform. Dieser Antrieb mag durch verschiedene Ideologien geformt oder kanalisiert worden sein als der Aufstand vorbei war, aber ihr Kern war unkontrollierbar.<\/p>\n<p>2008, die erste Explosion des gleichen Feuers, das sich \u00fcber Nordafrika ausbreitete, war die Entstehung von etwas Neuem. Nicht Anarchismus, nicht Kommunismus, nicht Demokratie. Das war das Verlangen, alles loszuwerden. In \u00c4gypten wurde dieses Anliegen durch die demokratischen Parteien, die der Revolte die Energie nahmen und ihr Land in einer Milit\u00e4rdiktatur hinterlie\u00dfen, ausgeh\u00f6hlt. In Griechenland wurde dieses Verlangen von den Gewerkschaften, Parteien und Ideologien vereinnahmt. Was allen Aufst\u00e4nden standhielt, was sie an dem Siedepunkt hielt, war das Ausbleiben jeglicher leitenden Hand. Sobald jemand die Kontrolle \u00fcbernahm, sobald jemand eine bessere Zukunft versprach, wurde bald klar, dass das Morgen identisch mit dem Gestern werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Es besteht eine Angst unter AnarchistInnen in Griechenland und dar\u00fcber hinaus, sich an die Ziele zu binden, die sie propagieren. Der Abgrund von Freiheit ist furchterregend. Ohne Polizei wird es B\u00fcrgerkrieg zwischen verschiedenen Gruppen geben und es wird schlimmer aussehen als der Kampf zwischen Anarchisten, Faschisten und Migranten, den wir heute sehen. Ohne die Stadt, das Stromnetz und die Infrastruktur wird es Hungersn\u00f6te und Gewalt geben. Es ist utopisch sich vorzustellen, dass ArbeiterInnen die elektronischen Fabriken und Wassersysteme \u00fcbernehmen werden, dass sich die Bev\u00f6lkerung die Ressourcen der Stadt wieder aneignet und sie zu einem besseren Gebrauch verwendet. Aber wie die Bastille, wird die Stadt Athen immer den Zweck, warum sie gebaut wurde, beibehalten. Die Bastille wurde gebaut, um ein Gef\u00e4ngnis zu sein, nichts anderes. Athen wurde gebaut, um die Arbeiter und ihre Lehnsherren zu beherbergen. Es hat diesen Charakter \u00fcber tausenden von Jahren bewahrt. Wenn der Kapitalismus verschwindet, wird diese Absicht mit ihm untergehen.<\/p>\n<p>Es ist be\u00e4ngstigend, diesem Fakt gegen\u00fcberzustehen und unter Angst weichen die meisten in vergangene Formen des Kampfes zur\u00fcck, die schlie\u00dflich zu wenig mehr beitragen als resignierende Akzeptanz und permanente Niederlage. Die gleichen Formen k\u00f6nnen wiederholt werden, dieselben Szenen und Rituale k\u00f6nnen vervielf\u00e4ltigt werden, aber sie werden nicht pl\u00f6tzlich funktionieren, wenn sie es bisher f\u00fcr so lange Zeit nicht taten. Es ist die Angst, die Menschen von der Schlussfolgerung abbringt, dass es der wichtigste Punkt in unserem Leben ist, das zu zerst\u00f6ren, was den Kapitalismus erschaffen hat. Wer will den Ort zerst\u00f6ren, wo sie leben? Wer will sehen, dass er ins Chaos gleitet, ohne in der Lage zu sein, ihnen und ihren Freunden zu versprechen, dass etwas Besseres kommen wird? Es wird keine Versprechen f\u00fcr die Zukunft geben. Alle Versprechen verwandeln sich in L\u00fcgen, die Betrogenen werden Betr\u00fcger und die gegenw\u00e4rtige Misere setzt sich fort.<\/p>\n<p>Die NihilistInnen und die Jugend um uns herum muss weder von der Verzweiflung weggezogen noch in sie herein getrieben werden. Sie sind Teil unserer anarchistischen Welten und reflektieren etwas, das zur selben Zeit neu, aber auch schrecklich alt ist. Wenn wir ihnen nicht zuh\u00f6ren, werden sie unabh\u00e4ngig von unserer Zustimmung oder Ablehnung handeln. Wenn wir versuchen, sie zu kontrollieren, werden wir ihnen als nichts anderes als die Erweiterung des Systems sein, das sie zerst\u00f6ren wollen. Vielleicht liegt darin mehr Wahrheit als sich irgendjemand von uns vorstellen kann. Vielleicht sind wir einfach Feiglinge, darauf wartend bis die Zeit gekommen ist, dass der perfekte Held, uns retten wird. Der Held, der uns eine bessere Zukunft verspricht und beginnt zu handeln, damit wir ihm folgen k\u00f6nnen. Als AnarchistInnen wissen wir, dass die Zerst\u00f6rung des Kapitalismus notwendig ist, aber jetzt, da der Kapitalismus sich so tief in unser Leben integriert hat, ist dieses Wissen sogar noch erschreckender. Wir ziehen uns in die 80er, 90er und 2000er zur\u00fcck, immer auf das bisschen Geschichte weisend, das uns zusteht, und finden uns gefangen im Anbetracht der Ideen, die sich nicht ver\u00e4ndert haben.<\/p>\n<p>Ich will mich nicht vom Anarchismus entfernen. Ich will eigentlich nur die Idee so weit wie m\u00f6glich verbreiten. Ich will, dass sich die Menschen an die Methoden und Taktiken von jenen, die vor uns am Zug waren, erinnern; aber ich will auch, dass die Menschen jene Methoden nicht nur gegen unsere Feinde benutzen, sondern auch, dass sie wissen, dass wir weder eine bessere Welt bauen noch eine solche versprechen. Dem Anarchismus geht es nicht darum, eine perfekte Gesellschaft einer derzeitig versklavten Bev\u00f6lkerung zu \u00fcberlassen; es geht um die Erschaffung einer Welt, die wir jetzt wollen, f\u00fcr uns. Wir m\u00fcssen zerst\u00f6ren, was zu zerst\u00f6ren ist und sollten keine Angst davor haben, was passieren wird.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/copkiller.jpg\" rel=\"lightbox[4404]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3167\" title=\"Copkiller in Griechenland\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/copkiller-250x166.jpg\" alt=\"Copkiller in Griechenland\" width=\"200\" height=\"133\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/copkiller-250x166.jpg 250w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/copkiller-600x399.jpg 600w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/copkiller.jpg 850w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>Um die Zerst\u00f6rung des Kapitalismus im Jahr 2011 zu erreichen, ist der Nihilismus zu erschaffen. Den Kapitalismus zu zerst\u00f6ren, bedeutet, alles zu zerst\u00f6ren, was ihn erschaffen hat; und ein Nihilist in den Augen derer zu sein, die noch immer mit dieser Welt verbunden sind. Und daher verteidige ich einen bewussten Nihilismus, einen Nihilismus, der nicht eine Reaktion auf die anarchistischen Vorfahren der Plena, auf die D\u00e4monisierung der Massenmedien oder der Gleichg\u00fcltigkeit der Bev\u00f6lkerung ist. Der Nihilismus, den ich vertrete, w\u00fcrde sich gegen all jene erheben, die sich w\u00fcnschen, das Potential der Gegenwart zu dirigieren, nicht gegen die Menschen, die dirigiert werden. Unser Feind ist nicht die Gesellschaft, unser Feind sind die Menschen, die sie (die Gesellschaft) produzieren und aufrecht halten.<\/p>\n<p>Dieser bewusste Nihilismus beginnt mit der einfachen Idee, gegen die Welt zu sein. Was als n\u00e4chstes kommt, ist die Verpflichtung, gegen diese Welt zu sein, eine Verpflichtung, die sich in Aktionen und nicht in Worten verwirklicht \u2013 das ist der schwierigste Teil. Bewusst die Zerst\u00f6rung des Ganzen zu organisieren, statt wahllos \u00fcber jeden herzufallen, das ist die Aufgabe des bewussten Nihilismus. Wir m\u00fcssen uns selbst fragen, ob wir in dieser Welt, die wir verachten bleiben, leben und altern wollen oder uns selbst in den Abgrund werfen. Andere sprangen in den Abgrund und fallen jetzt. Es ist an der Zeit, dass wir mit unseren jungen Freunden gleichziehen, um sich ihrem Sprung anzuschlie\u00dfen und um uns selbst, nicht sie, daran zu erinnern, dass wir nicht alleine \u00fcber unsere verr\u00fcckten, nihilistischen Gedanken sinnieren.<\/p>\n<p>Athene wird die Stadt zerst\u00f6ren, wenn wir sie fragen. In der Mythologie unterst\u00fctzte sie immer jene, die eine Aufgabe zu erf\u00fcllen hatten. Wie Vassilis Palaeokostas aus dem Untergrund 2010 geschrieben hat: \u201eDas Gl\u00fcck ist weiblich und steht den Wagemutigen bei.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>er folgende Text versucht eine Erkl\u00e4rung \u00fcber die Entstehung der nihilistischen Str\u00f6mung innerhalb der anarchistischen Bewegung Griechenlands zu geben. 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