{"id":4554,"date":"2011-07-08T14:34:10","date_gmt":"2011-07-08T12:34:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=4554"},"modified":"2011-07-08T14:34:10","modified_gmt":"2011-07-08T12:34:10","slug":"belgien-sie-suchen-spitzel-spucke-koennen-sie-kriegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/belgien-sie-suchen-spitzel-spucke-koennen-sie-kriegen","title":{"rendered":"Belgien: Sie suchen Spitzel; Spucke k\u00f6nnen sie kriegen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/still-not-loving-police.gif\" rel=\"lightbox[4554]\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3298 alignright\" title=\"Still not loving police - Fuck the Cops\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/still-not-loving-police.gif\" alt=\"Still not loving police - Fuck the Cops\" width=\"110\" height=\"115\" \/><\/a>In den letzten Wochen wurden mehrere Gef\u00e4hrten von zweifelhaften Typen angesprochen oder angerufen, die ihnen ohne Umwege vorschlugen, Informationen \u00fcber die anarchistische Bewegung zu schieben, und versuchten sie dazu zu bringen Leute zu verraten. Es ist daher nicht auszuschliessen, dass die Wachhunde des Staates bereits seit einiger Zeit versuchen Informanten zu rekrutieren.<\/p>\n<p>Wir haben uns nie die Illusion gemacht, dass unser Kampf gegen jegliche Autorit\u00e4t einfach sein w\u00fcrde; dass wir unterwegs nicht auf repressive Hindernisse stossen w\u00fcrden. Ebenso wenig haben wir jemals geglaubt, dass der Staat sauber spielt oder spielen wird. Die gegenw\u00e4rtige Suche nach Informanten, die dreckige Erpressung, die sie aus\u00fcben, um Gef\u00e4hrten unter Druck zu setzen, <a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/versteckte-kamera-in-einer-wohnung-von-zwei-anarchistinnen-entdeckt-bruessel-belgien\">die \u00e4rmliche Praxis des Eindringens in H\u00e4user von Gef\u00e4hrten, um dort versteckte H\u00f6r- und Video\u00fcberwachungsger\u00e4te zu installieren<\/a>, das feige Verpr\u00fcgeln von gefesselten Gef\u00e4hrten in den Zellen der Polizeiposten: dies ist also ein Weg, den sie nun erforschen, um zu versuchen die Bewegung der Feinde jeglicher Autorit\u00e4t zu brechen.<!--more--><\/p>\n<p>Diese Praktiken sind ein Abbild von Mechanismen, die die gesamte Gesellschaft durchziehen. Von der Erpressung der Lohnarbeit bis zur Drohung mit Gef\u00e4ngnisstrafen, von der \u2013 leider allzu verbreiteten \u2013 Mentalit\u00e4t der Denunzierung bis zu den Ellbogenk\u00e4mpfen, um auf der sozialen Leiter eine Sprosse h\u00f6her zu gelangen. Die gegenw\u00e4rtigen Ver\u00e4ngstigungsversuche sind also auf der H\u00f6he dieser Gesellschaft, die wir bek\u00e4mpfen, und rufen bei uns nur eine Reaktion hervor: ein tiefes Kehlenr\u00e4uspern, um ihnen ins Gesicht zu spucken.<\/p>\n<p>Schon immer und \u00fcberall sind die Aktivit\u00e4ten der Anarchisten und Anti-Autorit\u00e4ren, wie bescheiden sie auch sein m\u00f6gen, dem Staat ein Dorn im Auge, auch hier in Belgien. Die m\u00f6glichen Begegnungen zwischen unseren Revolten und jenen, von anderen Rebellen dieser Gesellschaft, fressen ihm die Nerven; die Verbreitung von aufr\u00fchrerischen und freiheitsliebenden Ideen in einem immer instabileren sozialen Klima, scheint ihm mit jedem Tag untollerierbarer; die Vielf\u00e4ltigkeit von direkten Aktionen, von Selbstorganisation und unkontrollierbaren Angriffspraktiken entgeht seinem befriedenden Griff. Es ist kein Zufall, dass sie nicht nur mit schweren Gef\u00e4ngnisstrafen drohen, sondern auch versuchen, falsche Trennungen und Unterteilungen zu kreieren (die \u201cguten\u201d und die \u201cb\u00f6sen\u201d; die \u201cschuldigen\u201d und die \u201cunschuldigen\u201d), um so die Diversit\u00e4t und Reichhaltigkeit der Praktiken und Angriffswinkel einzuschr\u00e4nken und B\u00fcnde von Solidarit\u00e4t und Komplizenschaft zu durchtrennen.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen es nicht oft genug wiederholen: unterst\u00fctzen wir uns einander durch eine Haltung v\u00f6lliger Verweigerung und Nichtkollaboration gegen\u00fcber der Justiz, ihrer Sp\u00fcrhunde und ihren Journalistenfreunden. Es gibt nichts, das wir ihnen zu sagen h\u00e4tten, es gibt nichts, das wir mit ihnen zu diskutieren h\u00e4tten. Sie haben es sich zum Handwerk gemacht, alles, was du ihnen sagst, ausschliesslich zu ihren repressiven Zwecken zu gebrauchen und zu missbrauchen. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass sich niemand alleine vor einer Horde von Wachhunden, vor eventuellen Erpressungen und Drohungen, vor juristischen Ver\u00e4ngstigungen befindet. Weiterhin selbst die Initiative ergreifen, weiterhin selbst bestimmen, wor\u00fcber wir diskutieren und wie wir k\u00e4mpfen wollen, auch in Zeiten einer intensiveren repressiven Bedrohung, ist dies die st\u00e4rkste Antwort, die wir geben k\u00f6nnen. Es gibt keine Grund den Dialog mit der Macht und seinen Bullen zu suchen oder zu akzeptieren; das feindliche Schweigen der Rebellen angesichts der Macht und das Offenhalten oder Erobern des Raumes f\u00fcr freie Diskussionen mit anderen Revoltierenden und Unzufriedenen sind gewiss sehr starke Verteidigungslinien.<\/p>\n<p>In keinem Fall d\u00fcrfen wir angesichts der repressiven Man\u00f6ver den Norden aus der Sicht verlieren. Diese Man\u00f6ver waren sowieso bereits am Laufen, sowohl gegen Anti-Autorit\u00e4re, wie auch gegen andere Rebellen (vergessen wir beispielsweise nicht jene Widerspenstigen des Systems, die sich bereits hinter Gittern, ja sogar in Isolierung befinden). Und sie werden noch so lange existieren, wie der Staat aufrecht bleibt. Unsere Aufmerksamkeit soll sich weiterhin auf das richten, woran es uns auch wirklich liegt: anarchistische und anti-autorit\u00e4re Ideen verbreiten, Erfahrungen von Selbstorganisation und direkter Aktion f\u00f6rdern und entwickeln, \u00d6l ins Feuer der sozialen Unruhe giessen \u2013 jeder und jede auf die eigene Weise und nach der eigenen antiautorit\u00e4ren Koh\u00e4renz. Darum sind wir Rebellen, Anarchisten, Gegner jeglicher Autorit\u00e4t; darum werden wir mit dieser Gesellschaft, ihren Institutionen, ihren Repr\u00e4sentanten und Besch\u00fctzern immer auf dem Kriegsfuss stehen.<\/p>\n<p><strong>Keine Kollaboration mit der Justiz und der Macht!<br \/>\nKein Dialog mit den Wachhunden dieser elenden Gesellschaft!<br \/>\nF\u00fcr die Revolte, die Solidarit\u00e4t und die Anarchie!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>einige Feinde jeglicher Autorit\u00e4t<\/em><br \/>\nVon \u00fcberall, Juni 2011<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">den Text haben wir \u00fcbernommen von <a href=\"http:\/\/andiewaisendesexistierenden.noblogs.org\/post\/2011\/07\/07\/belgien-sie-suchen-spitzel-spucke-konnen-sie-kriegen\/\" target=\"_blank\">andiewaisendesexistierenden.noblogs.org,<\/a> der Text auf <a href=\"http:\/\/bxl.indymedia.org\/articles\/2197\">franz\u00f6sisch<\/a>, auf <a href=\"https:\/\/ovl.indymedia.org\/news\/2011\/06\/31669.php\">niederl\u00e4ndisch<\/a> und <a href=\"http:\/\/finimondo.org\/node\/312\">italienisch<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Wochen wurden mehrere Gef\u00e4hrten von zweifelhaften Typen angesprochen oder angerufen, die ihnen ohne Umwege vorschlugen, Informationen \u00fcber die anarchistische Bewegung zu schieben, und versuchten sie dazu zu bringen Leute zu verraten. 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