{"id":4905,"date":"2011-08-28T22:14:36","date_gmt":"2011-08-28T20:14:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=4905"},"modified":"2015-01-11T20:54:58","modified_gmt":"2015-01-11T19:54:58","slug":"fuenf-daenische-genossen-mit-terroristischen-anklagen-im-knast","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/fuenf-daenische-genossen-mit-terroristischen-anklagen-im-knast","title":{"rendered":"F\u00fcnf d\u00e4nische Genossen mit terroristischen Anklagen im Knast"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/brennende-Bullenwagen-in-Kopenhagen-2.jpg\" rel=\"lightbox[4905]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-4947\" title=\"brennende Bullenwagen in Kopenhagen\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/brennende-Bullenwagen-in-Kopenhagen-2-250x166.jpg\" alt=\"brennende Bullenwagen in Kopenhagen\" width=\"180\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/brennende-Bullenwagen-in-Kopenhagen-2-250x166.jpg 250w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/brennende-Bullenwagen-in-Kopenhagen-2.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><em><span class=\"dropcap\">S<\/span>eit April diesen Jahres <a title=\"Zu Verhaftungen in Kopenhagen im April diesen Jahres\" href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/zu-verhaftungen-in-kopenhagen-im-april-diesen-jahres\">sitzen vier Genossen aus Kopenhagen<\/a>, ein weiterer wurde wenige Wochen sp\u00e4ter im Mai festgenommen, im Knast. Der Vorwurf gegen die f\u00fcnf lautet, dass sie f\u00fcr mehrere Angriffe auf Staat und Kapital verantwortlich sein sollen. Am 19. August gab es eine Anh\u00f6rung vor dem Gericht, bei welcher die Anklagen konkretisiert wurden. Dazu ein Text von Anarchist_innen aus Kopenhagen, \u00fcbersetzt von der englischsprachigen Version auf dem <a href=\"http:\/\/thisisourjob.wordpress.com\/2011\/08\/19\/five-danish-comrades-facing-terror-charges\/\" target=\"_blank\">Blog This Is Our Job<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>Heute, nach vier Monaten der Gefangenschaft, haben wir vor dem Amtsgericht von den Vorw\u00fcrfen gegen unsere Freunde und Genossen geh\u00f6rt. Die F\u00fcnf, die am 26. April 2011 verhaftet wurden, werden offiziell beschuldigt eine Reihe von Brandanschl\u00e4gen auf zwei Pelzfirmen, die Hauptzentrale der Nordea Bank (die gr\u00f6\u00dfte Bankengruppe in Nordeuropa), die zentrale Polizeiwache, die griechische Botschaft in Kopenhagen, eine Polizeischule und mehrere andere Banken in Kopenhagen ver\u00fcbt zu haben. W\u00e4hrend einige der Anklagepunkte auf \u00e4lteren polizeilichen Statements basieren, ist die schlimmste Nachricht, dass die Gewichtung der Anklagepunkte gegen unsere Genossen erh\u00f6ht wurde von einfacher Brandstiftung zu Terrorismus unter dem d\u00e4nischen Terrorgesetzen, welche 2002 erlassen wurden. Die f\u00fcnf werden dementsprechend beschuldigt versucht zu haben den d\u00e4nischen Staat und die Polizeikr\u00e4fte zu destabilisieren, durch die vorgeworfenen Brandstiftungen. Sie erwarten ebenfalls Anklagen aufgrund von Angriffen auf das Parlamentsgeb\u00e4ude, die Royal Guard der Queen, das Hauptgerichtsgeb\u00e4ude und eine fundamentalistische christliche Sekte, welche an der R\u00e4umung des Ungdomshuset im Jahr 2007 beteiligt war. Diese Angriffe fanden statt, als unsere Genossen bereits hinter Gittern sa\u00dfen.<\/p>\n<p>Die Absurdit\u00e4t dieses B\u00fcndels an Anklagen unterstreicht die L\u00e4cherlichkeit des gesamten Falles und zeigt, wie die Polizei diesen Fall als ein politischen Werkzeug benutzt. Neuere Untersuchungen von d\u00e4nischen antifaschistischen Gruppen haben eine geheime rechtsextreme Gruppe aufgedeckt, welche Verbindungen zur Polizei, der Regierung, neonazistischen Parteien und faschistischen Fu\u00dfballhooligans hat. Deshalb fabriziert die Polizei diese \u201elinksextremen terroristischen\u201c Anklagen, um die \u00d6ffentlichkeit von den neueren Untersuchungsergebnissen abzulenken und sie zu ver\u00e4ngstigen im Angesicht der anstehenden landesweiten Wahlen. Unsere f\u00fcnf Genossen fahren damit fort die Anklagen zur\u00fcckzuweisen, im speziellen die neuesten und absurdesten.<\/p>\n<p>Als Anarchist_innen im Widerspruch mit beiden, den Kn\u00e4sten und dem Staat, unterst\u00fctzen wir unsere Genossen und Freunde in ihrem Kampf. Trotzdem wir seit ihrer Inhaftierung nicht mit ihnen frei sprechen konnten, und sie davon abgehalten wurden \u00f6ffentliche Statements abzugeben, stehen wir hinter ihnen in ihrer Ablehnung der Anklagepunkte, w\u00e4hrend wir gleichzeitig ihre Aktionen unterst\u00fctzen als legitime Methoden des Widerstands. Unbek\u00fcmmert von ihrer Schuld oder Unschuld in den Augen des Staates, wurden sie in diesen Konflikt mit dem Staat gezwungen und sie k\u00e4mpfen f\u00fcr ihre Freiheit. Wir rufen zur direkten internationalen Solidarit\u00e4t mit den Gefangenen auf.<\/p>\n<p>Nach den heutigen Gerichtsurteilen werden unsere Genossen weiter in Untersuchungshaft bleiben f\u00fcr mindestens den n\u00e4chsten Monat, und m\u00f6glicherweise bis zum Prozess. Ihre Namen wurden nicht ver\u00f6ffentlicht nach einer Bitte ihrer Anw\u00e4lt_innen, aber alle wissen, dass sie Genossen und Freunde von vielen in k\u00e4mpfenden Menschen in Kopenhagen sind. Ihr k\u00f6nnt ihnen Briefe per Mail schreiben solidaritetshilsner [at] gmail [dot] com, diese werden ausgedruckt und jedem einzelnen \u00fcbermittelt. Die Post wird \u00fcberwacht, genauso wie die Besuche, so habt im Kopf, dass alles was geschrieben von der Polizei gelesen wird. Alle der Gefangenen sprechen gut Englisch und D\u00e4nisch.<br \/>\nAu\u00dferdem sind alle Ausdr\u00fccke von Solidarit\u00e4t willkommen. Niemand sollte vergessen werden im Kampf gegen Kapitalismus und den Staat.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Einige Anarchist_innen aus Kopenhagen<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit April diesen Jahres sitzen vier Genossen aus Kopenhagen, ein weiterer wurde wenige Wochen sp\u00e4ter im Mai festgenommen, im Knast. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":4947,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[297,9,438],"tags":[52,305,289,136,702,288],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4905"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4905"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4905\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10726,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4905\/revisions\/10726"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4947"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4905"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4905"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4905"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}