{"id":5014,"date":"2011-09-06T00:45:35","date_gmt":"2011-09-05T22:45:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=5014"},"modified":"2011-09-06T00:48:02","modified_gmt":"2011-09-05T22:48:02","slug":"lavrion-attica-anarchistische-intervention-zum-thema-oekonomische-krise%e2%80%a6in-griechenland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/lavrion-attica-anarchistische-intervention-zum-thema-oekonomische-krise%e2%80%a6in-griechenland","title":{"rendered":"Lavrion, Attica: Anarchistische Intervention zum Thema \u00f6konomische Krise\u2026in Griechenland"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Das-nationale-Interesse-ist-nicht-dass-der-Armen-sondern-dass-der-Herrschenden.jpg\" rel=\"lightbox[5014]\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-5017 alignright\" title=\"Das nationale Interesse ist nicht dass der Armen, sondern dass der Herrschenden. - ein Graffiti an den W\u00e4nden von Griechenland\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Das-nationale-Interesse-ist-nicht-dass-der-Armen-sondern-dass-der-Herrschenden-250x187.jpg\" alt=\"Das nationale Interesse ist nicht dass der Armen, sondern dass der Herrschenden. - ein Graffiti an den W\u00e4nden von Griechenland\" width=\"150\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Das-nationale-Interesse-ist-nicht-dass-der-Armen-sondern-dass-der-Herrschenden-250x187.jpg 250w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Das-nationale-Interesse-ist-nicht-dass-der-Armen-sondern-dass-der-Herrschenden.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><em>Gefunden auf der Webseite des <a href=\"http:\/\/de.contrainfo.espiv.net\/2011\/09\/05\/lavrion-attica-anarchistische-intervention-zum-thema-okonomische-krise\/\" target=\"_blank\">griechischen \u00dcbersetzungskollektivs Contra Info<\/a>.<\/em><br \/>\n<em> Am Morgen des 1. September mischten sich AnarchistInnen auf dem Markt der Stadt in die Debatte um die \u00f6konomische Krise ein und stie\u00dfen auf zumeist freundliche Resonanz. Hier der Text, der verteilt wurde.<\/em><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Hier ein paar Gedanken zum Thema Krise<\/strong><\/h3>\n<p>Einer in der letzten Woche durchgef\u00fchrten Umfrage entsprechend, wurde offensichtlich und offiziell erfasst, was jede(r) bereits wusste: Die Arbeitslosenquote stieg in einem nie dagewesenen Tempo.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nObwohl wir \u00fcber eine Touristensaison sprechen, die mit saisonaler Besch\u00e4ftigung einhergeht, erreichte die offizielle Arbeitslosenquote demnach 16,6%, d.h. 812.000 ArbeiterInnen blieben ohne Arbeit. Wenn auch die Menschen ber\u00fccksichtigt werden, die in Teilzeit arbeiten und \u00fcberhaupt nicht in der Statistik erfasst werden, wird verst\u00e4ndlich, dass wir nicht nur ein paar Jahre zur\u00fcck versetzt werden, sondern gleich in die \u201ewundervollen\u201c 60er Jahre.<\/p>\n<p>Allerdings ist die Situation f\u00fcr Menschen, die arbeiten, auch nicht viel besser. Der zehnst\u00fcndige Arbeitstag wurde zum Gesetz, die L\u00f6hne wurden drastisch gek\u00fcrzt und das was geblieben ist vom Wohlfahrtsstaat (welchen wir als indirektes Gehalt und ein Gewinn erkennen sollten) verschwindet \u2013 alles im Namen der nationalen Sanierung.<\/p>\n<p>Es ist wichtig die Gr\u00fcnde zu verstehen, warum dieses alles passiert. Wenn wir die griechische Regierung und die Fernsehsender ernst nehmen, m\u00fcssen wir zu dem Schluss kommen, dass wir angeblich einer Schulden-H\u00f6lle begegnen, die zur\u00fcckgezahlt werden muss, weil sonst IWF und unsere Kreditoren uns bestrafen werden. Stimmt das?<\/p>\n<p>Stehen die L\u00f6hne im privaten Sektor z.B. tats\u00e4chlich in Relation zur Schuldenr\u00fcckzahlung des Staates? Und in dem Fall, dass das Memorandum nicht unterzeichnet worden w\u00e4re, w\u00e4re dann alles in Ordnung? Warum existieren dann \u00e4hnliche Ma\u00dfnahmen in einer Reihe von L\u00e4ndern, die niemals einem Memorandum zugestimmt haben. (Vereinigtes K\u00f6nigreich, USA, Italien und Frankreich) oder sogar in L\u00e4ndern mit Profitrate (Deutschland)? K\u00f6nnte es sein, dass diese Ma\u00dfnahmen eine Entschuldigung sind und auf unsere Unwissenheit angewiesen sind?<\/p>\n<p>Gewissenhaft verstecken die Massenmedien vor uns die unbequeme Wahrheit. Die Krise des Kapitals wird zu einer Krise der Arbeit, durch die in der gesamten westlichen Welt getroffenen Ma\u00dfnahmen. Sie w\u00e4lzen die gesamte Last ihrer \u201eS\u00fcnden\u201c auf unseren R\u00fccken ab.<\/p>\n<p>Sie geben hunderte von Milliarden aus, um Banken zu retten, w\u00e4hrend sie Kredite bei diesen zu noch schlechteren Konditionen aufnehmen. In anderen Worten, sie verwandeln private Schulden in Fiskal-Defizit. Ihr Ziel ist es, unsere Arbeit abzuwerten und wieder einmal die westlichen \u00d6konomien wettbewerbsf\u00e4hig zu den \u00f6stlichen zu halten. Dadurch werden wir entweder als ArbeiterInnen \u201echinaisiert\u201c oder, wie uns erz\u00e4hlt wird, wir sinken in den Abgrund. Aber jede(r) von uns wei\u00df schon nur allzu gut, dass wir uns in kompletter Dunkelheit der Unsicherheit, Armut und des Elends befinden. Wir z\u00e4hlen jedes Mal das knappe Geld in der Brieftasche zusammen, wenn wir zum Supermarkt gehen und und qu\u00e4len uns dar\u00fcber, ob wir es bis zum Ende des Monats schaffen.<\/p>\n<p>Der L\u00f6sungsweg ist bekannt: kollektive K\u00e4mpfe an Arbeitspl\u00e4tzen und in unseren Vierteln. Verwandeln wir die klassenk\u00e4mpferischen Gewerkschaften und die Nachbarschaftsversammlungen in unsere Waffen gegen die Diktaturen der Monopole. Lasst uns keinen einzigen Moment unsere Lebens verschwenden. Zusammen k\u00f6nnen wir nicht nur gemeinsam das Rad der Geschichte wieder zur\u00fcckdrehen, sondern zur\u00fcckschlagen und einfordern, was wir verdienen: Alles!<\/p>\n<p>Beim n\u00e4chsten Mal, wenn du verzweifelst, wie du deine Stromrechnung begleichen sollst, wie du die Stunden der Kinder oder das Essen im Supermarkt bezahlst, bedenke, dass es sich um keinen notwendigen Zustand handelt. Es h\u00e4ngt alles davon ab, ob du f\u00fcr eine Ver\u00e4nderung bereit bist zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Wir schulden niemandem etwas, sie schulden es uns!<br \/>\nDer Wohlstand geh\u00f6rt den ArbeiterInnen, nicht dem Kapital!<\/strong><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong> <strong>TERRORISMUS IST DIE LOHNSKLAVEREI<br \/>\nARBEITERINNEN, IHR K\u00d6NNT AUF CHEFS VERZICHTEN!<\/strong><\/strong><em><\/em><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Anarchistische Initiative, Lavrion<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/athens.indymedia.org\/front.php3?lang=el&amp;article_id=1329369\" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gefunden auf der Webseite des griechischen \u00dcbersetzungskollektivs Contra Info. Am Morgen des 1. September mischten sich AnarchistInnen auf dem Markt der Stadt in die Debatte um die \u00f6konomische Krise ein und stie\u00dfen auf zumeist freundliche Resonanz. 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