{"id":5057,"date":"2011-09-10T10:05:20","date_gmt":"2011-09-10T08:05:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=5057"},"modified":"2011-09-20T20:47:05","modified_gmt":"2011-09-20T18:47:05","slug":"die-schoenheit-des-lebens-liegt-im-grad-der-eigenen-ununterworfenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/die-schoenheit-des-lebens-liegt-im-grad-der-eigenen-ununterworfenheit","title":{"rendered":"Die Sch\u00f6nheit des Lebens liegt im Grad der eigenen Ununterworfenheit"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Die-Sch%C3%B6nheit-des-Lebens-liegt-im-Grad-der-eigenen-Ununterworfenheit.jpg\" rel=\"lightbox[5057]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-5058\" title=\"Die Sch\u00f6nheit des Lebens liegt im Grad der eigenen Ununterworfenheit - ein Flugblatt, welches auf verschiedenen Strassen und Pl\u00e4tzen Z\u00fcrichs zirkulierte\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Die-Sch%C3%B6nheit-des-Lebens-liegt-im-Grad-der-eigenen-Ununterworfenheit-106x150.jpg\" alt=\"Die Sch\u00f6nheit des Lebens liegt im Grad der eigenen Ununterworfenheit - ein Flugblatt, welches auf verschiedenen Strassen und Pl\u00e4tzen Z\u00fcrichs zirkulierte\" width=\"106\" height=\"150\" \/><\/a><em>von <a href=\"http:\/\/switzerland.indymedia.org\/de\/2011\/09\/83139.shtml\" target=\"_blank\">ch.indymedia.org<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>\u201cDieser Text wurde Gestern Mittwoch als Flugblatt auf verschiedenen Strassen und Pl\u00e4tzen Z\u00fcrichs verteilt. Es befindet sich eine ausdruckbare Datei als <a href=\"http:\/\/andiewaisendesexistierenden.noblogs.org\/files\/2011\/09\/ununterworfenheit_flugblatt.pdf\">Flugblatt<\/a> und als <a href=\"http:\/\/andiewaisendesexistierenden.noblogs.org\/files\/2011\/09\/ununterworfenheit_plakat.pdf\">Plakat<\/a> im Anhang. \u201d<\/em><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Die Sch\u00f6nheit des Lebens liegt im Grad der eigenen Ununterworfenheit<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Es gibt Ereignisse, die wie ein Funke den Trott unseres Alltags durchbrechen. Handlungen, die uns vom Verlangen erz\u00e4hlen, sich zumindest ein St\u00fcck jener W\u00fcrde zur\u00fcckzuholen, die wir so oft unter der Resignation begraben. Unter der Resignation gegen\u00fcber den Autorit\u00e4ten aller Art, die uns mit ihren eingebildeten Befehlen \u201ezurechtr\u00fccken\u201d wollen, der Resignation gegen\u00fcber den Zw\u00e4ngen und Anforderungen einer Gesellschaft, die uns in den unterw\u00fcrfigen Rollen sehen will, die sie f\u00fcr uns bereith\u00e4lt.<\/strong><br \/>\n<!--more--><strong>Doch wer hat nicht schon davon getr\u00e4umt, zumindest ein Teil dieser allt\u00e4glichen Gewalt zur\u00fcck in ihr Gesicht zu werfen?<br \/>\n<\/strong><br \/>\nAm fr\u00fchen Morgen des 29. August 2011 haben einige Menschen offenbar nicht bloss getr\u00e4umt. Sie haben die Polizeiwache Oerlikon mit Steinen und Farbe beworfen. Dabei gingen mehrere Scheiben und Dienstfahrzeuge zu Bruch. Etwas sp\u00e4ter wurden 2 Personen verhaftet, denen dieser Angriff angelastet wird. Eine davon befindet sich heute noch immer in Untersuchungshaft. Wenn wir dies hier zur Sprache bringen, dann nicht um uns \u00fcber diese Verhaftungen zu emp\u00f6ren, um \u00fcber Schuld oder Unschuld zu sprechen. Es interessiert uns nicht, wer es war oder nicht, weil wir auch unser eigenes Verlangen in dieser Tat wiedererkennen. Weil alle es h\u00e4tten gewesen sein k\u00f6nnen und alle es wieder tun k\u00f6nnten, die ebenfalls ihr eigenes Verlangen darin erkennen\u2026<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten dieses Ereignis erw\u00e4hnen, weil es eben ein solcher Funke in unserem Alltag war. Einer unter vielen, die wir, mit der n\u00f6tigen Aufmerksamkeit, immer wieder, hier und dort aufflackern sehen \u2013 von der individuellen Verweigerung bis zur kollektiven Revolte. Diese Akte sind eine Art Kommunikation unter jenen, die genug davon haben, sich den bestehenden Zust\u00e4nden einfach zu f\u00fcgen. Eine Sprache, die das Gefasel der B\u00fcrokratie und der Politik verwirft, diese st\u00e4ndige Delegation dessen, was doch unser eigenes Leben <em>hier und jetzt<\/em> betrifft. Sie sind <em>unsere eigene<\/em> Sprache\u2026<\/p>\n<p>Solche Ereignisse, solche Handlungen zeigen uns, dass das Verlangen nach Freiheit und Selbstbestimmung in den Menschen noch lebt. Und haben wir nicht gerade j\u00fcngst gesehen, <em>wie sehr<\/em> es noch lebt? Von den Aufst\u00e4nden in Nordafrika und England bis zu den italienischen Ausschaffungskn\u00e4sten, die seit Monaten einer nach dem anderen von massiven Revolten und Ausbr\u00fcchen erfasst werden? Und die zerbrochenen Scheiben, an denen wir manchmal auf der Strasse vorbeispazieren? Die Angriffe auf Institutionen und Personen, die eine klare Verantwortung bei der Einsperrung, Unterdr\u00fcckung und Ausbeutung von Menschen tragen? Sprechen sie nicht auch davon? Die mit eigenen, einfachen Mitteln, wie Spraydosen und Plakaten, auf den W\u00e4nden der St\u00e4dte verbreiteten Gedanken? Wie viele Akte, die von den Medien meist als \u201eChaotentum\u201d und \u201eVandalismus\u201d verschrien werden, wurzeln nicht in eben diesem innigen Verlangen nach Ausbruch, nach Entfaltung, nach Selbstbestimmung, nach Freiheit?<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>\u00abSachschaden ver\u00e4ndert doch nicht die Welt.\u00bb<br \/>\n<\/em><em>\u00abGewiss nicht, aber der Mut zur Revolte, der Verbreitung findet!\u00bb<\/em><\/p>\n<p>Jene, die einmal den Geschmack der Revolte gekostet haben, wissen, dass die Sch\u00f6nheit des Lebens nicht in der Anh\u00e4ufung von Macht und Waren liegt, sondern im Grad der eigenen Ununterworfenheit. In den Momenten mit erhobenen K\u00f6pfen, in denen wir uns von niemandem sagen lassen, was wir zu tun haben und was nicht, in denen wir uns gegenseitig helfen, das zu bek\u00e4mpfen, was uns unterdr\u00fcckt und einschr\u00e4nkt. Ein solcher Lebensanspruch kann und will in keiner Nische dieser von Autorit\u00e4ten, Gesetzen und Geld umstellten Welt Platz finden. Die Freiheit, jene, die nicht eine betr\u00fcgerische Floskel ist, bedeutet die Beseitigung des Staates, der Polizei, der Gef\u00e4ngnisse und jeglicher Einrichtung des Zwangs; also das Ende der Moral, die diese als erforderlich betrachtet, der Moral, die Repression und Kontrolle vor Solidarit\u00e4t und Selbstorganisation stellt. Diese unsere Freiheit ist Kompromisslos. Sie l\u00e4sst sich weder kaufen, noch aushandeln. Sie ist kein Zugest\u00e4ndnis, sondern etwas, das man sich nimmt. Und sie w\u00e4chst mit jedem Moment, in dem sich eine Person entscheidet, die Resignation abzuwerfen, um sich die W\u00fcrde als Individuum, das sein Leben in den eigenen H\u00e4nden h\u00e4lt, zu erk\u00e4mpfen. Mit all den Risiken, die das mit sich bringt\u2026<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Solidarit\u00e4t mit dem Angriff auf die Polizeiwache Oerlikon!<br \/>\n<\/strong><strong>Alle Gefangenen raus!<br \/>\n<\/strong><strong>F\u00fcr die soziale Revolution, f\u00fcr die Anarchie!<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Die-Sch%C3%B6nheit-des-Lebens-liegt-im-Grad-der-eigenen-Ununterworfenheit.jpg\" rel=\"lightbox[5057]\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5058\" title=\"Die Sch\u00f6nheit des Lebens liegt im Grad der eigenen Ununterworfenheit - ein Flugblatt, welches auf verschiedenen Strassen und Pl\u00e4tzen Z\u00fcrichs zirkulierte\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Die-Sch%C3%B6nheit-des-Lebens-liegt-im-Grad-der-eigenen-Ununterworfenheit.jpg\" alt=\"Die Sch\u00f6nheit des Lebens liegt im Grad der eigenen Ununterworfenheit - ein Flugblatt, welches auf verschiedenen Strassen und Pl\u00e4tzen Z\u00fcrichs zirkulierte\" width=\"600\" height=\"849\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von ch.indymedia.org \u201cDieser Text wurde Gestern Mittwoch als Flugblatt auf verschiedenen Strassen und Pl\u00e4tzen Z\u00fcrichs verteilt. Es befindet sich eine ausdruckbare Datei als Flugblatt und als Plakat im Anhang. \u201d Die Sch\u00f6nheit des Lebens liegt im Grad der eigenen&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[1,297],"tags":[47,75,317,192,57,323],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5057"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5057"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5057\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5218,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5057\/revisions\/5218"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5057"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5057"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5057"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}