{"id":5094,"date":"2011-09-14T21:09:10","date_gmt":"2011-09-14T19:09:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=5094"},"modified":"2011-09-14T21:11:44","modified_gmt":"2011-09-14T19:11:44","slug":"freiheit-fuer-freddy-fuentevilla-marcelo-villarroel-und-juan-aliste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/freiheit-fuer-freddy-fuentevilla-marcelo-villarroel-und-juan-aliste","title":{"rendered":"Freiheit f\u00fcr Freddy Fuentevilla, Marcelo Villarroel und Juan Aliste"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Freiheit-f\u00fcr-Freddy-Fuentevilla-Marcelo-Villarroel-und-Juan-Aliste.jpg\" rel=\"lightbox[5094]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-full wp-image-5102\" title=\"Freiheit f\u00fcr Freddy Fuentevilla, Marcelo Villarroel und Juan Aliste\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Freiheit-f\u00fcr-Freddy-Fuentevilla-Marcelo-Villarroel-und-Juan-Aliste.jpg\" alt=\"Freiheit f\u00fcr Freddy Fuentevilla, Marcelo Villarroel und Juan Aliste\" width=\"170\" height=\"215\" \/><\/a><em>Diesen Text haben wir zugeschickt bekommen, besten Dank daf\u00fcr. Weitere Infos \u00fcber die drei Inhaftierten in spanischer Sprache unter\u00a0<a href=\"http:\/\/freddymarcelojuan.noblogs.org\/\" target=\"_blank\">freddymarcelojuan.noblogs.org<\/a>.<\/em><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Niemals vergessen wir<br \/>\nunsere gefangenen Compa\u00f1eros!<\/h3>\n<p>Angesichts der heiklen Lage (gerichtlich und die Situation im Knast) in der sich die Compa\u00f1eros Juan Aliste Vega, <a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/tag\/marcelo-villarroel\" target=\"_blank\">Marcelo Villarroel Sep\u00falveda<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/tag\/freddy-fuentevilla\" target=\"_blank\">Freddy Fuentevilla Saa<\/a> (zur Zeit eingeschlossen in chilenischen Kn\u00e4sten) befinden, haben wir uns als verschiedene Individuen aus Buenos Aires dazu entschlossen ein Unterst\u00fctzungsnetzwerk aufzubauen, um \u00fcber die aktuelle Situation zu berichten und damit zu ihrer baldigen Freilassung beizutragen<br \/>\n<!--more--><br \/>\nWir wollen unsere gefangenen Compa\u00f1eros nicht mystifizieren und wir wollen auch nicht teilnahmslos ihrem Knastalltag zusehen. Solidarit\u00e4t ist nicht nur ein h\u00fcbsches Wort oder eine einfache Parole, sondern Teil unseres Kampfes. Sie kann sich auf vielfache und unterschiedliche Arten ausdr\u00fccken, schlagkr\u00e4ftig und kontinuierlich eingesetzt spielt sie eine wichtige Rolle.<\/p>\n<p>Wie schon erw\u00e4hnt in einem Kommuniqu\u00e9 w\u00e4hrend der Kampagne gegen ihre Ausweisung aus Argentinien, hat der juristische Schuldbegriff f\u00fcr uns keine G\u00fcltigkeit. Wir haben nie und wir werden auch in Zukunft nicht auf Ideen und Praktiken, die den Staat gef\u00e4hrden, verzichten. Solange es Elend gibt, wird es Rebellion geben, deshalb verbr\u00fcdern wir uns mit denen, die auf die eine oder andere Art und Weise das autorit\u00e4re System in dem wir leben in Frage stellen und bek\u00e4mpfen. Ihnen gilt unsere Solidarit\u00e4t, verstanden als eine Ausbreitung und Versch\u00e4rfung ihres jeweiligen Kampfes, welcher auch der unsere ist.<\/p>\n<p>Wir regen dazu an mehr Unterst\u00fctzungsnetzwerke aufzubauen oder sich auf andere Weise solidarisch zu zeigen, um den Kampf f\u00fcr Freiheit von Marcelo, Freddy und Juan zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p><em>Ein kurzer R\u00fcckblick<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Im Oktober 2007 wird eine Filiale der &#8220;Banco Security&#8221; in Santiago, Chile \u00fcberfallen. Dabei stirbt ein Bulle. Von diesem Moment an wird eine politische, juristische, mediatische und polizeiliche Kampagne losgetreten mit dem Ziel antikapitalistische Kreise zu kriminalisieren (von aktiven Personen aus der Pinochet-Diktatur ebenso wie aus der sogenannten &#8220;demokratischen \u00dcbergangsphase&#8221;). Kurz darauf, genau am 13. Dezember desselben Jahres, wird Axel Osorio festgenommen und zu 3 Jahren und einem Tag Knast verurteilt. (Mittlerweile ist er wieder raus!)<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich h\u00f6rte die Verfolgung damit nicht auf und am 15. M\u00e4rz 2008 wurden in der Provinz Neuqu\u00e9n (Argentinien) Freddy Fuentevilla, Marcelo Villarroel und eine weitere Person (welche sp\u00e4ter nach Chile abgeschoben und als Mitt\u00e4ter beschuldigt wird) von verschiedenen Polizeikr\u00e4ften festgenommen. Freddy (ex-militanter der MIR) und Marcelo (ex-militanter der Gruppe Mapu Lautaro, heute Anarchist) werden intensiv verh\u00f6rt und dabei von chilenischen und argentinischen Bullen verpr\u00fcgelt, bis sie letztendlich in die &#8220;Unidad Nr. 11&#8221; \u00fcberstellt werden. Ein Hochsicherheitsgef\u00e4ngnis bekannt f\u00fcr seine Folterungen durch ihre W\u00e4rter und Knastbeamte. Beide werden wegen Waffenbesitz angeklagt.<\/p>\n<p>Von diesem Moment an versucht der chilenische Staat frenetisch die rasche Abschiebung der zwei Rebellen zu erwirken, um sie einem Milit\u00e4rgericht zu \u00fcberstellen. W\u00e4hrenddessen bilden sich Unterst\u00fctzungsnetzwerke in Buenos Aires, Neuqu\u00e9n, La Plata, Valparaiso, Santiago,&#8230; die \u00fcber die Situation berichten und politisches Asyl in Argentinien fordern.<\/p>\n<p>Mittels Briefen, Kommuniqu\u00e9s und Telefongespr\u00e4chen informieren Freddy und Marcelo \u00fcber die Geschehnisse hinter den Mauern, die schlechte Behandlung durch W\u00e4rter und Richter. Au\u00dferhalb des Knastes werden unz\u00e4hlige Aktionen wie Stra\u00dfen- und Schienenblockaden, Demonstrationen und andere \u00f6ffentliche Aktionen, Konzerte, Infoveranstaltungen, Debatten und direkte Aktionen durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Solidarit\u00e4t au\u00dferhalb des Knastes verst\u00e4rkte sich umso mehr nachdem sich die Beiden am 17.11.2008 entschieden einen Hungerstreik zu beginnen, welcher bis zum 9. Januar 2009 andauerte und einfache Haftverbesserungen erwirkte. Bis dahin waren sie 23 Stunden am Tag eingeschlossen ohne Kontakt zu anderen H\u00e4ftlingen oder Zugang zu Sonnenlicht.<\/p>\n<p>Dass nach der massiven Solidarit\u00e4t die Repression nicht lange auf sich warten lie\u00df war klar. Beispiel daf\u00fcr ist die Verhaftung der Compa\u00f1era Andrea Uruza Cid am 18. September 2008, angeklagt f\u00fcr den angeblichen Versuch Sprengstoff ins Gef\u00e4ngnis von Neuqu\u00e9n zu schmuggeln, um den beiden Compa\u00f1eros die Flucht zu erm\u00f6glichen. 48 Stunden sp\u00e4ter wurde sie wieder freigelassen, allerdings wurde sie aktuell im Rahmen des sogenannten &#8220;<a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/tag\/bombs-case\" target=\"_blank\">Bombenfalles<\/a>&#8221; erneut verhaftet und steht zur Zeit unter Hausarrest in Chile.<\/p>\n<p>Wir vergessen auch nicht die st\u00e4ndigen Drohungen und in einigen F\u00e4llen auch Schl\u00e4ge, welchen einige solidarische Compa\u00f1eros bei Knastbesuchen ausgesetzt waren.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich unterzeichnete am 15.12.2009 Florencio Randazzo, damaliger Innenminister Argentiniens, mit Unterst\u00fctzung der Pr\u00e4sidentinnen Christina Kirchner und Michelle Bachelet ein \u00dcberlieferungsabkommen f\u00fcr Marcelo und Freddy, welche daraufhin nach Chile abgeschoben wurden.<\/p>\n<p><em>Festnahme eines weiteren Compa\u00f1eros<\/em><\/p>\n<p>Am 9. Juli 2010 wird Juan Aliste Vega am Busbahnhof von Retiro (Buenos Aires) festgenommen. Er befand sich seit Oktober 2007 auf der Flucht, beschuldigt der Teilnahme beim \u00dcberfall auf die &#8220;Banco Security&#8221;. Die Festnahme wird tagelang in den Massenmedien als gro\u00dfartiger Erfolg der Zusammenarbeit der chilenischen und argentinischen Polizei gefeiert, was uns schwer an den &#8220;Plan Condor&#8221; erinnert. Juan wird im &#8220;Knast 1&#8221; von Ezeiza eingesperrt.<\/p>\n<p>Daraufhin werden sofort solidarische Aktionen durchgef\u00fchrt, W\u00e4nde versch\u00f6nert, Infobrosch\u00fcren gedruckt, Stra\u00dfen blockiert und es wird \u00fcber verschiedene Medien dar\u00fcber berichtet. Diesmal entschied sich der argentinische Staat aber Juan schnell loszuwerden, um weitere Probleme zu vermeiden. Er wurde am 22. Juli abgeschoben, nachdem er von Knastw\u00e4rtern, der argentinischen Antiterroreinheit der Staatspolizei und Mitgliedern der chilenischen Kriminalpolizei (seit einiger Zeit in Argentinien, um Aktivist_innen aufzusp\u00fcren, welche sich entschieden haben nicht vor Gerichten des Feindes auszusagen) gefoltert wurde.<\/p>\n<p><em>Aktuelle Situation<\/em><\/p>\n<p>Marcelo, Freddy und Juan befinden sich im Hochsicherheitsgef\u00e4ngnis von Santiago und erwarten ihren Prozess, welcher voraussichtlich im November mit den ersten Anh\u00f6rungen beginnen wird.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Bilder der Witwe des umgekommenen Bullen medialisch verwendet werden, um &#8220;Rache f\u00fcr den Verlust&#8221; zu fordern, und Pr\u00e4sident Pi\u00f1era die soziale Bestrafung der drei K\u00e4mpfer fordert, wissen wir, dass sie sich in gutem Zustand befinden und zu ihren Taten und Entscheidungen stehen.<\/p>\n<p>Seit kurzem erfuhren wir dass Marcelo, genauso wie Freddy und Juan Beschlagnahmungen und Bestrafungen ertragen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wir verfolgen die Situation aufmerksam und rufen nochmals dazu auf sich mit Freddy, Marcelo und Juan zu solidarisieren.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Solange Elend existiert, wird es Rebellion geben!<br \/>\nNur der Kampf befreit uns!<br \/>\nFreddy Fuentevilla, Marcelo Villarroel<br \/>\nund Juan Aliste auf die Stra\u00dfe!<br \/>\nF\u00fcr die Zerst\u00f6rung von allen Kn\u00e4sten, f\u00fcr die Freiheit!<\/h3>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Unterst\u00fctzungsnetzwerk Buenos Aires<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diesen Text haben wir zugeschickt bekommen, besten Dank daf\u00fcr. 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