{"id":7984,"date":"2012-11-13T01:37:49","date_gmt":"2012-11-13T00:37:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=7984"},"modified":"2012-11-14T08:47:03","modified_gmt":"2012-11-14T07:47:03","slug":"smily-stammheim-die-rache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/smily-stammheim-die-rache","title":{"rendered":"Smily: Stammheim &#8211; Die Rache"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Freiheit-f\u00fcr-Smily.png\" rel=\"lightbox[7984]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-6206\" title=\"Freiheit f\u00fcr Smily - inhaftiert in Stuttgart\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Freiheit-f\u00fcr-Smily.png\" alt=\"Freiheit f\u00fcr Smily - inhaftiert in Stuttgart\" width=\"179\" height=\"179\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Freiheit-f\u00fcr-Smily.png 255w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Freiheit-f\u00fcr-Smily-250x250.png 250w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Freiheit-f\u00fcr-Smily-160x160.png 160w\" sizes=\"(max-width: 179px) 100vw, 179px\" \/><\/a><em>Im folgenden publizieren wir einen Beitrag des in der JVA Stuttgart Stammheim inhaftierten RASH-Aktivisten <a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/tag\/smily\" target=\"_blank\">Smily<\/a>. Weitere Texte von ihm unter <a href=\"http:\/\/www.solikreis-stuttgart.tk\/\" target=\"_blank\">www.solikreis-stuttgart.tk<\/a><\/em><\/p>\n<p>Reaktionen auf meinem letzten Artikel und vermutlich auch auf vorangegangene Ver\u00f6ffentlichungen aus dem Anstaltsleben der JVA Stammheim sollten auch diesmal nicht ausbleiben und die Repressionsmaschine wieder anschmei\u00dfen.<br \/>\nMittlerweile hat man mich isoliert und in eine Einzelstelle gesteckt, was vom anstaltsinternen Sicherheitsdienst angeordnet wurde. Wie es dazu kam, warum ich brandgef\u00e4hrlich bin und warum ich diesbez\u00fcgliche von einem Racheakt ausgehen kann, m\u00f6chte ich im folgenden darstellen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<strong>a) Chronologischer Ablauf<\/strong><\/p>\n<p>Wir waren zu dritt f\u00fcr einige Monate in einer 4er-Zelle untergebracht. Giovanni, Marc und ich sind schnell zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen und die Zeit, als der gr\u00f6\u00dfte Gegner im Knast, verging wie im Flug. Nun kam der Tag an dem Giovanni seine langersehnte Gerichtsverhandlung erleben sollte und sogar entlassen wurde, womit keiner gerechnet h\u00e4tte. Wir freuen uns sehr f\u00fcr ihn und w\u00fcnschen ihm alles Gute f\u00fcr die Zukunft! Jetzt wollte ein anderer Kollege von uns seinen Platz einnehmen und wir hatten nat\u00fcrlich auch Interesse daran unsere Zelle mit ertr\u00e4glichen Leuten zu f\u00fcllen, bevor man uns wieder irgendwelche Spinner reinsteckt. Es sollte aber ganz anders kommen&#8230;<\/p>\n<p>Als der Kollege, der auch nur zu zweit auf einer 4er-Zelle untergebracht war, den Stockwerksbeamten M. auf einen m\u00f6glichen Einzug in unsere Zelle ansprach, erwiderte ihm dieser dass er das nicht will, weil Marc und ich \u201eschlechter Umgang\u201c f\u00fcr ihn seien. Au\u00dferdem w\u00fcrde unsere Zelle ohnehin bald aufgel\u00f6st (\u2026) Das erz\u00e4hlte mir der Kollege am n\u00e4chsten Morgen kurz vor dem Hofgang, am selben Tag sollten aber noch 2 Zellendurchsuchungen bei uns stattfinden. Eine davon morgens, w\u00e4hrend wir am Hofgang teilnahmen, also in unserer Abwesenheit, und die andere dann nachmittags. Das d\u00fcrften dann rund 10 Zellendurchsuchungen innerhalb der letzten 14 Tage gewesen sein. (\u2026) Vorangegangene Zellendurchsuchungen fielen uns immer auf, weil jedes Mal nach dem Hofgang die Zeitungen, mit denen wir die grellen Neonr\u00f6hren abgeh\u00e4ngt hatte, runtergerissen waren und unsere Post durchw\u00fchlt war. Die letzte Zellendurchsuchung sollte aber noch intensiver vollzogen werden \u2013 hierzu musste man uns extra vor\u00fcbergehend in eine andere Zelle stecken \u2013 und man nahm sich mit den anger\u00fcckten 5 Beamten etwas mehr Zeit daf\u00fcr. Auf meine Frage was genau sie denn eigentlich suchen, kam auch gleich die alles erkl\u00e4rende Antwort \u201ewir suchen nichts, das \u00dcbliche eben&#8230;\u201c Nach etwa einer \u00be Std. holte man Marc und ich dann aus unserer Wartezelle und lie\u00df uns wieder herein. Nun fiel mir als erstes schon auf dass all meine politischen Poster von der daf\u00fcr vorgesehenen Bilderleiste abgerissen waren. Einer der Beamten sagte mir gleich dass das der Wind gewesen sein muss, ich w\u00fcsste ja selber wie das sei wenn beide Fenster ge\u00f6ffnet sind und die Zellent\u00fcr auch, da zieht es eben. Komischerweise hingen aber die Poster der nackten Damen an der Bilderleiste daneben alle noch, da war \u201eder Wind\u201c wohl gn\u00e4dig. (\u2026) Abgesehen davon zieht es in unserer Zelle aber auch nur wenn es drau\u00dfen windig ist, das wussten wir ja, und an diesem Tag war es eigentlich ziemlich windstill wie uns auffiel. Unsere Post und s\u00e4mtliche Klamotten waren auch komplett durcheinandergebracht, man hatte nicht ausgelassen.<\/p>\n<p>Sensationelle Funde konnten die Beamten jetzt verbuchen! Wir hatten 5 Rollen Klopapier und einige Antr\u00e4ge zu viel auf der Zelle, was man nat\u00fcrlich gleich konfiszieren musste, generell zu viel Papier in der Zelle (Zeitungen etc.) und bemalte Schrankt\u00fcren. Schwer kriminell also \ud83d\ude42 Dass der gesamte Schrank schon l\u00e4ngst vor unserem Einzug in diese 4er-Zelle bemalt war interessierte die Beamten nat\u00fcrlich nicht und eine Schadensmeldung wurde auch schon angek\u00fcndigt. So zogen die Beamten wieder von dannen und waren sichtlich froh \u00fcber ihre \u201egro\u00dfe Ausbeute\u201c. Wir begannen dann erst mal wieder mit dem Aufr\u00e4umen&#8230;<br \/>\nWie schon erw\u00e4hnt berichtete mir der andere Kollege am darauf folgenden Morgen, dass er wohl nicht auf unsere Zelle darf, weil wir \u201eschlechter Umgang\u201c f\u00fcr ihn w\u00e4ren und unsere Zelle angeblich aufgel\u00f6st werden soll. Zuf\u00e4llig konnte er auch einen Blick in unsere Zelle werfen als sie gerade durchsucht wurde \u2013 er kam gerade zur\u00fcck von seinem Besuch \u2013 und sah wie man unsere Schrank-t\u00fcren fotografierte. Ich fragte den Beamten M. der ja auch eine Doppelrolle im Sicherheitsdienst spielt, aber auch nochmal selbst warum denn der Kollege nicht zu uns in die Zelle darf. Dieser antwortete nur plump und ein bockiges Kind \u201eweil ich das nicht will\u201c (\u2026) Das war mir dann auch gleich schon zu bl\u00f6d und ich begab mich zur\u00fcck in unsere Zelle, als mich auf dem R\u00fcckweg auf einmal einer der Reiniger ( Gefangene aus unserem Stockwerk, die das Essen austeilen und putzen, sie genie\u00dfen dadurch minimale Privilegien anderen Gefangenen gegen\u00fcber) zusammenschei\u00dfen wollte. \u201eAlter, was hast Du gemacht, die ganzen Antr\u00e4ge die ihr gesammelt habt, jetzt d\u00fcrfen wir morgens nicht mehr so viele austeilen wie sonst, die Anderen regen sich schon voll auf\u201c, bla bla. Ich sagte ihm er soll sich mal nicht ins Hemd machen, schlie\u00dflich w\u00fcsste er ja wie das ist, man geht morgens verschlafen an die ge\u00f6ffnete Zellent\u00fcr und nimmt dann eben alles was man kriegen kann, bevor man zu wenig hat, was ja auch schon oft vorkam. Au\u00dferdem bin ich ja nun fast 10 Monate hier und logisch sammelt sich da was an, bei wem denn nicht? Da kam er dann erst mal wieder runter und merkte erst wie l\u00e4cherlich das eigentlich ist und dass er im Grunde nur gegen uns aufgebracht wurde, wie man es auch bei anderen versucht hat. Einer beschwerte sich weil es morgens auf einmal so wenig Antr\u00e4ge gibt, dem sagte man \u201ebedanken Sie sich beim Herrn S.\u201c, also war ich gemeint. (\u2026.) Im Gegensatz zu dem Reiniger begriff aber der Rest unseres Stockwerks gleich, dass wir wieder aus irgendwelchen Gr\u00fcnden in ein m\u00f6glichst schlechtes Licht ger\u00fcckt werden sollten und man die Gefangenengemeinschaft damit st\u00f6ren wollte. Wir machten uns am n\u00e4chsten Tag auf dem Hofgang schon wieder zusammen dar\u00fcber lustig wie doof doch die Beamten eigentlich sind. Uns war aber auch allen klar, dass das wohl erst der Anfang einer Strategie gegen uns sein muss, die uns irgendwie auseinandertreiben sollte. Das sollte sich dann auch am Nachmittag best\u00e4tigen, als der Beamte M sichtlich froh mit der schon angek\u00fcndigten Schadensmeldung an der Zellent\u00fcr stand. Er lie\u00df gar nicht mit sich diskutieren und er\u00f6ffnete sogleich dass einer von uns beiden, Marc oder ich, f\u00fcr den \u201eSchaden\u201c aufkommen muss. Man k\u00f6nne den Schaden auch auf beide aufteilen. Es war uns viel zu bl\u00f6d und der Schaden betrug 44 \u20ac f\u00fcr alle 4 Schrankt\u00fcren. Bei diesem Schn\u00e4ppchen musste ich zuschlagen und nahm den Schaden kurzerhand auf mich. Es kommt fast einem Haust\u00fcrgesch\u00e4ft gleich, aber wir wollten einfach, dass er geht und wir unsere Ruhe haben. Als wir dann am n\u00e4chsten Tag vom Hofgang zur\u00fcckkehrten, mussten wir feststellen, dass in unserer Abwesenheit die 4 Schrankt\u00fcren abmontiert wurden, so dass die Schr\u00e4nke offen standen und den Inhalt preisgaben. Dar\u00fcber mussten wir noch lachen. Zeitungen f\u00fcr die grelle Neonr\u00f6hre waren nat\u00fcrlich auch wieder abgerissen&#8230; Jetzt war auch der Tag der Verhandlung f\u00fcr Marc angebrochen und er kam mit einem rechtskr\u00e4ftigen Urteil zur\u00fcck. Ganz eilig hatte man es ihn schon am n\u00e4chsten Tag (!) nach Bruchsal zu verlegen. Mir sagte man, dass ich nun eine Einzelzelle beziehen muss, weil der Sicherheitsdienst Interesse daran hat, diese 4er-Zelle endlich aufzul\u00f6sen. Direkt gegen\u00fcber im langen Fl\u00fcgel des Stockwerks war auch noch eine Einzelzelle frei, die 665. Ich h\u00e4tte es dahin nicht so weit gehabt mein ganzes Zeug hineinzuschleppen, deswegen fragte ich den Beamten V., ob ich dort rein k\u00f6nnte, dieser meinte der Sicherheitsdienst (der Beamte M. also) will, dass ich die Zelle 610 im kurzen Fl\u00fcgel am anderen Ende des Stockwerks beziehe. (\u2026)<\/p>\n<p><strong>b) Schlussfolgerungen<\/strong><\/p>\n<p><em>1. Schlechter Umgang<\/em><br \/>\nHier offenbart sich schon der \u201eerzieherische Auftrag\u201c. Abgesehen davon, dass der Beamte M. Mit einem erwachsenen Mann wie mit einem kleinem Kind redet und sich dadurch anma\u00dft die \u201eVaterrolle\u201c zu \u00fcbernehmen, d\u00fcrfte klar sein, was er mit \u201eschlechtem Umgang\u201c eigentlich meint und das wird wohl das politische Bewu\u00dftsein darstellen, welches sich politisch interessierte Leute bei politisch aktiven Leuten aneignen k\u00f6nnten und nur das will der Beamte vermeiden.<\/p>\n<p><em>2. Aufl\u00f6sung unserer 4er-Zelle<\/em><br \/>\nMir selbst konnte der Beamte M. nat\u00fcrlich nicht sagen, dass es schon l\u00e4ngst geplant war unsere Zelle aufzul\u00f6sen, deshalb sagte er auch nur, dass er das einfach nicht will, dass ein anderer unsere Zelle bezieht, ohne irgendwas zu begr\u00fcnden. Das muss er rein rechtlich leider auch nicht. Jedenfalls wird hier aber auch wieder einiges klar. Seit der Gr\u00fcndung unserer ersten 4er-Zelle im Februar 2012, als sich 4 Gefangene, die sich gut verstanden (Miguel, Flamur, Pana und ich) zusammentaten, um f\u00fcr eine gemeinsame Zelle zu k\u00e4mpfen \u2013 und das mit Erfolg \u2013 steckte man im weiteren Verlauf immer dubiosere Gestalten in unsere Zelle wenn es freie Pl\u00e4tze gab. Offenbar um die Gefangenengemeinschaft zu sprengen. Junkies, psychisch gest\u00f6rte, es war nahezu alles dabei. Keiner von ihnen hielt es lang mit uns aus und verlie\u00df wieder so schnell es ging unsere Zelle. Wenige Gl\u00fccksgriffe gab es dann aber auch wie z.B. Marc und Giovanni, die sich in die Gemeinschaft schnell einf\u00fcgten und sich zu Mitstreitern entwickelten. Wir hatten viel Spa\u00df, so dass man manchmal sogar vergessen hat eingesperrt zu sein und das sieht man als Beamter im Knast nat\u00fcrlich nicht gern, denn Knast muss schei\u00dfe sein bzw. eine Strafe. W\u00e4hrenddessen man mit diesem Grundsatz aber bei anderen gro\u00dfz\u00fcgig verf\u00e4hrt und ihnen ihre Gemeinschaft g\u00f6nnt scheint es umso wichtiger zu sein Gemeinschaften mit antifaschistischem Anspruch und politischem Bewusstsein zu st\u00f6ren, und wenn das nicht klappt, muss man sie eben irgendwann aufl\u00f6sen&#8230;.<\/p>\n<p><em>3. St\u00e4ndige Zellendurchsuchungen<\/em><br \/>\nSicher ist es sehr ironisch, dass man hier in der JVA anfangs einen \u201eMietvertrag\u201c unterschreiben muss. Andererseits ist es aber wirklich auch als ein Eindringen in die Privatsph\u00e4re zu empfinden, wenn man vom Hofgang kommt und bemerken muss, dass einem s\u00e4mtliche Klamotten durchw\u00fchlt wurden und die individuelle Gestaltung des Raumes stets niedergerissen wird. Ich denke, ich brauche nicht wirklich zu erw\u00e4hnen, dass einen so was psychisch beeintr\u00e4chtigen kann und dass genau das so manchen hier an den SEK-Einsatz in der eigenen Wohnung erinnert. Hier allerdings in periodischer Form&#8230;<\/p>\n<p><em>4. Die \u201egeklauten\u201cAntr\u00e4ge<\/em><br \/>\nAntr\u00e4ge sind hier quasi das wichtigste Werkzeug eines Gefangenen. Man gibt sie morgens ab, um pers\u00f6nliche Anliegen vorzubringen. Ohne sie machen die JVA- Beamten hier wirklich gar keinen Finger krumm, egal um was es geht. Nachmittags um 14:30 Uhr, also zur Stammheimer Abendessenszeit, werden sie dann m\u00fcndlich beantwortet. Dann bekommt man noch seine Post und das \u201eAbendessen\u201c, die T\u00fcr geht zu und der Tag ist gelaufen.(&#8230;) Es werden durch die Reiniger jeden Morgen um 6:30 Uhr Antr\u00e4ge an die Gefangenen verteilt. Nun wird das ganze Stockwerk gema\u00dfregelt, weil sich auf unserer 4er-Zelle ganze 80 Antr\u00e4ge im Laufe der Zeit angesammelt haben. Nun kurz zum Verst\u00e4ndnis der ungeheuren Menge: 80 Antr\u00e4ge werden hier auf dem Stockwerk locker an einem einzigen Morgen verteilt. Zumindest jetzt. Vor unserer \u201eskandal\u00f6sen Aneignung\u201c d\u00fcrften es um die 240 gewesen sein, manchmal auch gute 320. Es handelt sich hierbei auch nicht um mehrseitige Bl\u00e4tter, oder gar besonders qualitatives Papier, es sind nur einzeln kopierte Billigpapiere mit freien Feldern darauf, aber auch hier k\u00fcndigte man schon eine weitere \u201eSchadensmeldung\u201c an&#8230;<\/p>\n<p><em>5. \u201eBedanken Sie sich bei Herrn S.\u201c<\/em><br \/>\nWas hiermit bezweckt wird, d\u00fcrfte mehr als deutlich sein und dass sich der Reiniger \u00fcber unsere \u201eangeeigneten\u201c Antr\u00e4ge aufgeregt hat, auch irgendwo verst\u00e4ndlich. Immerhin ist er derjenige der hierf\u00fcr am Morgen den meisten \u00c4rger abbekommt, w\u00e4hrenddessen sich der Beamte M. sich nur aus der Aff\u00e4re zieht und auf \u201eHerrn S.\u201c verweist. Das verwendete Mittel des Entzugs des wichtigsten Werkzeug eines Gefangenen zu verwenden, um offensichtlich nur meine Mitgefangenen gegen mich aufzubringen erscheint hier mehr als dreist&#8230;.<\/p>\n<p><em>6. Die bemalten Schrankt\u00fcren<\/em><br \/>\nDass den Beamten Spr\u00fcche wie \u201eIch bin nichts, ich kann nichts, gebt mir eine Uniform\u201c, \u201edeutsche Polizisten- M\u00f6rder und Faschisten\u201c, \u201e7.Stock- das war Mord\u201c usw. auf den Schr\u00e4nken der JVA nicht sonderlich gut gefallen, wenn sie diese w\u00e4hrend der heimlichen Zellendurchsuchung sehen m\u00fcssen, leuchtet schon ein. Nur geht es ja hier um eine angebliche Sachbesch\u00e4digung &#8211; wie sie zumindest vorgeben wollen \u2013 und nicht um ihre pers\u00f6nlichen Gef\u00fchle. Nun war aber auch neben obengenannten Spr\u00fcchen Geseier wie \u201eJesus Christ mercy me, Ostern 2011\u201c und viel anderer Quatsch auf die Schr\u00e4nke gekritzelt, den man kaum uns zuordnen k\u00f6nnte. Somit durfte den Beamten eigentlich klar, sein dass hier schon vor unserem Einzug in die Zelle eine \u201eSachbesch\u00e4digung\u201c stattfand. Demnach kommt hier also einzig und allein ein Rachegedanke mit der Rechnung von \u20ac 44 zum Ausdruck, sonst nichts&#8230;<\/p>\n<p><em>7. Marcs rasche Verlegung nach Bruchsal<\/em><br \/>\nIch habe im gesamten Verlauf meiner Haftzeit noch kein einziges Mal erlebt, dass man jemanden so schnell verlegt hat. Fr\u00fcheste Verlegungen von rechtskr\u00e4ftig verurteilten Gefangenen fanden erst nach mindestens einer Woche statt, die meisten verbringen hier aber noch um einiges mehr Zeit bis zu ihrer Verlegung. Mit Marc hatten sie es nun besonders eilig ihn loszuwerden, indem sie ihn direkt einen Tag nach seiner Verhandlung wegschaffen mussten&#8230;<\/p>\n<p><em>8. Der Sicherheitsdienst<\/em><br \/>\nSeit nun schon fast 10 Monaten Gefangenenschaft in der JVA Stammheim bin ich als Gefangener niemals negativ aufgefallen. Zumindest was diverse Straftaten angeht. Ich hatte im Gegensatz zu anderen bisher keine einzige Schl\u00e4gerei, noch hat man bei mir Drogen gefunden o.\u00e4. woraus man mir einen Strick drehen k\u00f6nnte. Wenn ich nun aufgefallen bin, dann ja wohl nur durch 5 Rollen Klopapier zu viel, \u201eunterschlagene\u201c Antr\u00e4ge oder angemalte Schr\u00e4nke. Das k\u00f6nnte man jedem zweitem hier anh\u00e4ngen, wenn man will. Was veranlasst die Anstalt ausgerechnet jetzt dazu den Sicherheitsdienst bei mir einzuschalten? Was macht mich nun auf einmal so gef\u00e4hrlich, dass man von einer besonderen Dringlichkeit der angeblichen Sicherheit ausgeht?<\/p>\n<p><em>9. Die Einzelzelle<\/em><br \/>\nDass ich nun ausgerechnet alleine Zelle 610 im anderen Fl\u00fcgel des Stockwerks beziehen musste, obwohl im gleichen Fl\u00fcgel direkt gegen\u00fcber von unserer 4er-Zelle eine Einzelzelle frei war, 610 eigentlich eine Doppelzelle ist und das auf Anweisung des Sicherheitsdienstes geschah, war jetzt nicht nur f\u00fcr mich merkw\u00fcrdig. Einige meiner Mitgefangenen gehen sogar davon aus, dass diese Zelle verwanzt ist oder wom\u00f6glich auch optisch \u00fcberwacht wird. Es erscheint vielleicht paranoid, doch wenn ich mir so mitansehe, wie man hier mit anderen politischen Gefangenen verf\u00e4hrt \u2013 und da m\u00f6chte ich gerade mal auf unsere kurdischen Genossen hinweisen \u2013 dann kann ich das auch nicht hundertprozentig ausschlie\u00dfen. Eines ist jedenfalls klar, n\u00e4mlich dass man offensichtlich die Isolation verst\u00e4rken will. Weiter wird auch klar, wenn ich hier aus dem Fenster blicke, so kann ich weder den Arbeiterhof sehen, noch in den Innenhof schauen, wo Gefangene transportiert werden. Ich sehe nur die D\u00e4cher des inneren Geb\u00e4udekomplexes zwischen Bau I und Bau II. Sprich, ich kann also weder mitbekommen, wenn die gefangenen Arbeiter wieder streiten, noch Neonazis im Innenhof beobachten, die im Schutze der Beamten Hitlergr\u00fc\u00dfe zeigen k\u00f6nnen. Alles nur Zufall?<\/p>\n<p>Insgesamt schlie\u00dfe ich aus dem ganzen Konstrukt j\u00fcngster anstaltsinterner Ereignisse, also die Sicherheit mit der argumentiert wird, die man aber nicht begr\u00fcnden kann, die Kriminalisierung durch Sachbesch\u00e4digung und \u201eunterschlagene\u201c Antr\u00e4ge oder Klopapier, dass es eben nicht um die Sicherheit anderer Gefangenener vor mir oder meine eigene Sicherheit gehen kann. Wom\u00f6glich geht es hierbei vielmehr um ihre Sicherheit, weil der eine oder andere Beamte hier vielleicht mittlerweile schon um seinen Job bangt. Der Rachegedanke in diesem Konstrukt offenbart sich an mehreren Stellen sehr deutlich, nicht zuletzt spielten sich auch alle hier beschriebenen Ereignisse exakt nach Ver\u00f6ffentlichung meines letzten Artikels \u201eStammheim Reloaded\u201c ab. Und wenn das nun nicht eine Art Racheakt im Zuge meiner f\u00fcr sie doch recht ung\u00fcnstigen Berichterstattung \u00fcber ihre Anstalt sein soll, wie erkl\u00e4rt sich dann sonst dieses l\u00e4cherliche Schauspiel? Ist es das breite Ma\u00df an Solidarit\u00e4t von drau\u00dfen, das mich nicht in Depressionen versinken l\u00e4sst, wie manch anderen hier und wodurch ich eigentlich nur Stolz empfinden kann und ihre Mauern geistig durchbreche?<\/p>\n<p>Ist es der Frust dar\u00fcber, dass ich mich nicht brechen lasse und man aus mir vermutlich keinen blo\u00df funktionierenden B\u00fcrger mehr machen kann, der niemals hinterfragt oder reflektiert und alles glaubt, was ihm staatsnahe Medien pr\u00e4sentieren? Oder ist es doch nur mein politisches Bewu\u00dftsein an sich mit dem sie scheinbar nicht umgehen k\u00f6nnen und was sie offensichtlich auch regelm\u00e4\u00dfig w\u00fctend macht? Ich wei\u00df es nicht und im Grunde ist es mir auch schei\u00dfegal, doch spricht das f\u00fcr mich alles eine Sprache: \u201eWir werden euch hier wieder zu brauchbaren Menschen machen, oder ihr sterbt hier. Und das Sterben ist hier nicht so einfach, wie es sich anh\u00f6rt. Das werdet ihr bald begreifen&#8230;.Ihr seid keine Strafgefangenen, ihr seid nur H\u00e4ftlinge, und was das bedeutet, werdet ihr, wenn ihr es noch nicht wisst, bald erfahren. Ihr seid ehrlos und wehrlos! Ihr seid rechtlos! Euer Los ist ein Knechtlos! Amen.\u201c (SS- Mann im Konzentrationslager aus \u201eDer Weg in das Konzentrationslager- Bericht eines H\u00e4ftlings\u201c)<\/p>\n<p>Und damit meine ich jetzt nicht nur die Zwangsinstitution der JVA, die aus uns brauchbare Sklaven in der kapitalistischen Zwangsgesellschaft machen soll, sondern den gesamten Staatsapparat mit all seinen Funktion\u00e4ren und auch andere Parteien, die sich hart gegen mich engagiert haben. An dieser Stelle auch gleich noch mal noch Gr\u00fc\u00dfe an das Kleinb\u00fcrgertum aus den eigenen Reihen: Tolle Sache, mit Freunden wie Euch braucht man fast keine Feinde mehr!<\/p>\n<p><strong>C) Nachtrag<\/strong><\/p>\n<p>Zum Schluss m\u00f6chte ich die Gelegenheit noch nutzen, um ein paar erg\u00e4nzende Worte zu meinem vorangegangenen Artikel \u201eStammheim Reloaded\u201c zu verlieren. Vor ein paar Tagen erreichte mich ein Brief von einem Freund, der einige Kritikpunkte zu meinem letzten Artikel in Bezug auf die Religionsfrage bzw. die Sprache der Knastberichte einbrachte, auf die ich hier gern noch eingehen will. Es geht um den Teil \u201eProteste der Arbeiter\u201c, Koransch\u00e4ndung in der JVA usw. Freilich ist der eigentliche Skandal des ganzen die Tatsache, dass einem Arbeiter ein Buch auf den Boden geschmissen wurde und ob das jetzt der Koran, die Bibel oder das Kommunistische Manifest war, erst mal zweitrangig. Und dann war da noch die Kommerzialisierung von Kn\u00e4sten durch die Aus-beutung der Arbeiter, klar. Das Verletzen religi\u00f6ser Gef\u00fchle wiegt f\u00fcr mich nat\u00fcrlich nicht schwerer, als das Verletzen der Menschenw\u00fcrde, nur fand hier eben gleich beides statt. Ich wage aber ernsthaft zu bezweifeln, dass sich dieser Vorfall mit einer Bibel \u00e4hnlich abgespielt h\u00e4tte und da muss ich doch gleich mal erneut an die SS- Stempelschachtel aus der Kammer und weitere Ungereimtheiten erinnern, die man hier toleriert w\u00e4hrenddessen man aber andere Dinge tunlichst zu unterlassen hat.<br \/>\nEin Hetzvideo rechtfertigt auch nicht den Tod von Menschen, genauso wenig aber wie die \u201eDemokratie\u201c, die mit Schwert und Panzer in jene L\u00e4nder getragen wird, zu rechtfertigen ist.<br \/>\nAuch wenn sie sich dar\u00fcber aufregen.<\/p>\n<p>Wenn nun irgendwie der Eindruck entstanden sein k\u00f6nnte, dass man hier eine gewisse Sympathie f\u00fcr religi\u00f6sen Fundamentalismus hegen w\u00fcrde, durch evtl. ung\u00fcnstig gew\u00e4hlte Sprache, so m\u00f6chte ich das auch gleich aus der Welt schaffen und sagen, dass dies weder Marcs noch meine Intention war.<\/p>\n<p><strong>d) Die \u201eRAF-Zelle\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Folgendes geh\u00f6rt zeitlich gesehen eigentlich in den Teil a ganz an den Anfang. Da sich das alles aber etwa 10 Tage vor Giovannis Verhandlung und damit auch vor der Ver\u00f6ffentlichung meines letzten Artikels abgespielt hat, m\u00f6chte ich die Story gesondert darstellen. Nicht zuletzt aber auch aus aktuellem Anlass des j\u00fcngst eingebrachten Antrags von Gottfried Ensslin und Helge Lehmann an die Stuttgarter Staatsanwaltschaft den Fall der Stammheimer Todesnacht nach nun mehr 35 Jahren aus guten Gr\u00fcnden noch einmal aufzurollen und die Ermittlungen der Todesursachen der vier RAF-Mitglieder \u00fcber die es ja zahlreiche Ungereimtheiten gibt, die Zweifel an der Selbstmordthese lassen, erneut aufzunehmen.<\/p>\n<p>Ein sensibles Thema, auch f\u00fcr den einen oder anderen JVA-Beamten hier, wie ich schon gemerkt habe, doch andere k\u00f6nnen offensichtlich auch ihre makaberen Witze dar\u00fcber machen\u2026<br \/>\nEs d\u00fcrfte Donnerstag der 4.10. gewesen sein, als mir der Beamte H., bei dem ich mich auch schon fragte ob der Name Programm ist, gegen 14:00 Uhr meine Post brachte. Er \u00fcbergab mir einige Briefe und sagte mir, dass da wohl auch noch eine Poster an mich zugeschickt wurde, welches er mir aber nicht aush\u00e4ndigen kann. Da es bis dato aber eigentlich nie ein Problem gewesen war mir Poster auszuh\u00e4ndigen, und ich ja auch schon einige in meiner Zelle habe, fragte ich ihn nat\u00fcrlich nach dem Grund der Nicht-Herausgabe. ER musste grinsen und sagte mir, dass \u201edie Ausma\u00dfe des Posters die Kapazit\u00e4t der RAF-Zelle \u00fcbersteigen.\u201c (\u2026)<br \/>\nIch gehe davon aus, dass die Wortwahl hier zu nicht mal von ihm selbst stammt und im Grunde den \u00c4rger anderer Beamten \u00fcber mich zum Ausdruck gab. Immerhin war er auch noch recht neu und wurde derzeit noch von den anderen Beamten eingelernt. Er er\u00f6ffnete mir aber dass ich einen Antrag stellen k\u00f6nne und dann unten in der Kammer Einsicht in das viel zu gro\u00dfe Plakat nehmen kann, was ich dann auch tat. Einen entsprechenden Antrag schickte ich am n\u00e4chsten Morgen raus und zwar gleich mit der exakten Wortwahl des Beamten H. dazu, die ich Anf\u00fchrungszeichen setzte um das Zitat auszudr\u00fccken (m\u00f6chte Einsicht in das Poster haben, \u201edessen Ausma\u00dfe die Kapazit\u00e4t der RAF-Zelle \u00fcbersteigen\u201c). Nachmittags dann wieder gegen 14.00 Uhr kam ein anderer Beamter der mir sagte, dass wohl \u00fcberhaupt gar kein Poster angekommen w\u00e4re (\u2026). So schickte ich am darauf folgenden Montag nochmal genau den gleichen Antrag raus. Nun war das Poster auf einmal doch da und ich durfte mir g\u00fctiger weise jetzt auch anschauen was mir eigentlich geh\u00f6rt. Die Ausma\u00dfe des Posters waren \u00fcberw\u00e4ltigend, es waren zwei zusammengeklebte DINA3 Seiten mit Soligr\u00fc\u00dfen aus Leipzig drauf. Davon w\u00fcrden hier in den 4-er Zellen sogar zwei Poster auf die daf\u00fcr vorgesehene Bilderleiste passen ohne irgendwelche Kapazit\u00e4ten zu \u00fcbersteigen. Abgesehen davon impliziert die Gr\u00f6\u00dfe eines Posters ja auch nicht das Aufh\u00e4ngen und au\u00dferdem habe ich hier schon Poster in meinem Besitz, die durchaus gr\u00f6\u00dfer sind. Das Argument Gr\u00f6\u00dfe konnte sich sp\u00e4testens hier also nicht mehr halten, so machte man kurzerhand eine unerlaubte Briefeinlage daraus (&#8230;). Hei\u00dft also, wenn das Poster nicht einem Brief beigef\u00fcgt und in einem gesonderten Briefumschlag geschickt worden w\u00e4re, h\u00e4tte man es mir ausgeh\u00e4ndigt. Aus dem Ganzen wird nat\u00fcrlich nur wieder das Mittel der unterschwelligen Strategie der Schikane ersichtlich, welches ich bereits im vorangegangenen Artikel beschrieben habe. Erst die Gr\u00f6\u00dfe, dann das angebliche Nichtvorhandensein und zu guter Letzt die unerlaubte Briefeinlage. W\u00e4re es allein nur letzteres gewesen, l\u00e4sst selbst das f\u00fcr mich kaum Interpretationsspielraum, doch da man sich hier ungl\u00fccklicherweise gleich mehrmals verhaspeln musste, d\u00fcrfte deutlich sein worum es eigentlich geht&#8230; Um aber nochmal auf die bezeichnende Wortwahl \u201eRAF-Zelle\u201c des Beamten H einzugehen, die ja vermutlich nicht mal von ihm selbst stammt, erachte ich es als ein Unding sich als Staatsbeamter einer JVA \u00fcber Leute lustig zu machen, die hier in der Anstalt den Tod aus welchen Gr\u00fcnden auch immer fanden. Nat\u00fcrlich wie immer im Stammheimer-Stil, zu einem denkbar ung\u00fcnstigen Zeitpunkt an einem ebenso ung\u00fcnstigen Ort&#8230;<br \/>\nAndererseits spiegelt die Wortwahl selber aber auch ganz gut die aktuelle Repression gegen Links durch die Vorgehensweise von Staatsseiten aus wider, die von der Anklageerhebung durch Polizei, Staatsschutz und Staatsanwaltschaft \u00fcber die zust\u00e4ndigen Gerichte bis in die JVAs hineinwirkt.<\/p>\n<p>Davon k\u00f6nnen hier auch gen\u00fcgend andere ein Lied singen, die mit Hilfe der politischen Paragraphen 129 a\/b kriminalisiert werden und in deren Prozessen sich immer wieder aufs Neue herausstellt, dass weder Richter noch Staatsanwaltschaft oder belastende Zeugen der Polizei sich ernsthaft mit z.B. der Kurdenfrage besch\u00e4ftigt haben und diesbez\u00fcglich ins-gesamt doch sehr parteiisch wirken, obwohl man doch gleichzeitig versucht die Politik aus dem Gerichtssaal fernzuhalten, wie es zumindest oft vorgegeben wird.<br \/>\nDas Aush\u00e4ngeschild \u201eDemokratie\u201c oder \u201eTerror aus anderen L\u00e4ndern\u201c dient ja heute noch oft als Argument f\u00fcr die Angriffskriege der USA an denen die BRD nach wie vor ma\u00dfgeblich beteiligt ist und Beihilfe leistet. Nat\u00fcrlich auf Kosten des kleinen Mannes. Ist es denn nun so abwegig diese Politik der Kriege im wirtschaftlichen Interesse und im Sinne der Unterwerfung anderer L\u00e4nder auch als einen Terror zu verstehen?<br \/>\nSo eben auch damals zur Zeit des Vietnamkriegs durch die USA, wo mit in Deutschland produziertem Giftgas fl\u00e4chendeckend M\u00e4nner, Frauen und Kinder ausgerottet wurden und man in der BRD als Demonstrant auf offener Stra\u00dfe erschossen wurde, oder in den Knast kam, wof\u00fcr es schon gereicht hat einfach nur Kommunist zu sein (&#8230;). Die Zahl der durch deutsches Giftgas get\u00f6teten Zivilbev\u00f6lkerung in Vietnam d\u00fcrfte die der 34 Get\u00f6teten durch die RAF, die allesamt Funktion\u00e4re im imperialistischen System waren und auch teilweise schon eine Karriere in der Nazizeit zu verbuchen hatten, in den Schatten stellen. Warum verteufelt man also den Terror auf der einen Seite, w\u00e4hrendem man den Terror auf der anderen Seite akzeptiert und f\u00fcr legitim h\u00e4lt?<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Stuttgarter Solikreis | November 2012 | www.solikreis-stuttgart.tk<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im folgenden publizieren wir einen Beitrag des in der JVA Stuttgart Stammheim inhaftierten RASH-Aktivisten Smily. 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