{"id":8547,"date":"2013-01-26T22:17:58","date_gmt":"2013-01-26T21:17:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=8547"},"modified":"2013-01-28T23:42:42","modified_gmt":"2013-01-28T22:42:42","slug":"aegypten-wie-das-meer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/aegypten-wie-das-meer","title":{"rendered":"\u00c4gypten: Wie das Meer"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/egypt-riot.jpg\" rel=\"lightbox[8547]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-8548\" title=\"egypt - riot\" alt=\"egypt - riot\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/egypt-riot-250x157.jpg\" width=\"175\" height=\"110\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/egypt-riot-250x157.jpg 250w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/egypt-riot.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 175px) 100vw, 175px\" \/><\/a><em>\u00fcbernommen von <a href=\"http:\/\/andiewaisendesexistierenden.noblogs.org\/post\/2013\/01\/25\/agypten-wie-das-meer\/\" target=\"_blank\">andiewaisendesexistierenden.noblogs.org<\/a>, im Original erschienen auf franz\u00f6sisch in <a href=\"http:\/\/journalhorsservice.blogspot.ch\/\" target=\"_blank\">Hors Service<\/a>, Nr. 32, anarchistische Zeitung aus Belgien; aktuelle Infos zu den Ereignissen in \u00c4gypten auf <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/en\/user\/1064\/blog\/\" target=\"_blank\">linksunten.indymedia.org<\/a><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Die soziale Revolution ist wie das Meer. Ihre Wellen folgen eine auf die andere, prallen an den Hindernissen auf, die sich zeigen, und zerschlagen sie oder weichen vor ihnen zur\u00fcck. Mit der ganzen Gewalt eines unz\u00e4hmbaren Aufschwungs zerst\u00f6ren sie Schlag auf Schlag die \u00dcberbleibsel der Macht, der Ausbeutung und der Unterdr\u00fcckung. Eine erste Welle, riesig und unerwartet, hat die Diktatur von Mubarak mit sich fortgesp\u00fclt. <!--more-->Eine zweite sorgte daf\u00fcr, dass sich die Armee zur\u00fcckzog, die im Begriff war, die Macht zu \u00fcbernehmen. Eine dritte ist heute dabei, sich gegen die neue Ordnung zu erheben, welche die Islamisten aufzuerlegen versuchen.<\/p>\n<p>Der wahre revolution\u00e4re Strudel gehorcht keiner Partei, keinem Chef, keiner Macht. Im Gegenteil, sie sind seine unvers\u00f6hnlichen Feinde. Sie werden weggefegt werden, je mehr sich dieser vertieft. Zwischen der sozialen Revolution, die jedes Verh\u00e4ltnis umst\u00fcrzen wird, das auf der Ausbeutung und der Herrschaft basiert, und den Betr\u00fcgern, den Chefs, den Meistern, den Parteien, den Kapitalisten, den Autorit\u00e4ren aller Schattierungen, kann es nur einen Kampf bis zum \u00c4u\u00dfersten geben. Denn die Freiheit und das Ende der Ausbeutung setzen die Zerst\u00f6rung von jeglicher Macht und des Kapitalismus voraus.<\/p>\n<p>Es nicht im Geringsten \u00fcberraschend, dass die anstrebenden M\u00e4chtigen versuchen, auf der revolution\u00e4ren Welle zu surfen, die gegenw\u00e4rtig das Land des Nils erfasst; es ist nicht \u00fcberraschend, wenn neue F\u00fchrer versuchen, sich durchzusetzen, indem sie t\u00e4uschen und betr\u00fcgen, unter Beihilfe der Medien und Regierungen von hier, die von der \u201eOpposition\u201c sprechen; es ist nicht \u00fcberraschend, dass sich der wahre revolution\u00e4re Aufschwung durch kein Parteiprogramm, kein Referendum, keine Fahne \u00e4u\u00dfert, und von keiner Hochburg der Macht auf der Welt erkannt wird. Sicher, diejenigen, die heute in \u00c4gypten gegen die gegenw\u00e4rtige Macht k\u00e4mpfen, bilden keinen homogenen Block, ebenso wenig, wie sie alle nach einer wahren sozialen Revolution streben. Die laufenden K\u00e4mpfe werden von tausenden Widerspr\u00fcchen durchdrungen: zwischen den Gegnern, die eine verfassungsgebende Versammlung ohne den vorwiegenden Einfluss der Islamisten fordern, und denjenigen, die in der parlamentarischen Demokratie kein Heil sehen, zwischen jenen, die f\u00fcr Lohnerh\u00f6hungen und akzeptablere Arbeitsbedingungen k\u00e4mpfen, und denjenigen, die alle Bosse vertreiben wollen, zwischen jenen, die k\u00e4mpfen, aber ohne die Vorurteile, die herrschende Moral, die jahrtausendealten Unterdr\u00fcckungstraditionen zu hinterfragen, und denjenigen, die, in ein und demselben Kampf, ebenso sehr gegen die staatliche Macht k\u00e4mpfen, wie gegen die erdr\u00fcckende Last des Patriarchats, zwischen jenen, welche die Nationalflagge schwenken, und denjenigen, die ihre K\u00e4mpfe mit dem Kampf der Ausgebeuteten \u00fcberall sonst auf der Welt verbinden\u2026 Doch es ist zweifellos das, worin sich die St\u00e4rke der Revolution befindet, die in \u00c4gypten im Gange ist: \u00dcber alle Widerspr\u00fcche hinaus, ist sie im Schoss der Ausgebeuteten und Unterdr\u00fcckten entstanden. Hier ist es, wo die wahre Schlacht geliefert wird.<\/p>\n<p>Das, was in \u00c4gypten passiert, wird \u00fcberall auf der Welt, wo Menschen am k\u00e4mpfen sind, ein Echo haben. Wenn sich die Islamisten aller Tendenzen w\u00e4hrend Jahren vor Millionen von Leuten auf dem Planeten als soziale K\u00e4mpfer pr\u00e4sentieren konnten, wird ihre Maske vielleicht heute in \u00c4gypten fallen, so, wie sie bereits in anderen Regionen f\u00e4llt (denken wir an den S\u00fcden von Tunesien). Die soziale Revolution in \u00c4gypten wird vielleicht das Grab der Islamisten und der religi\u00f6sen Reaktion sein, die sich hinter einer angeblichen sozialen Emanzipation verh\u00fcllt.<\/p>\n<p>Auf der Grundlage der internationalen revolution\u00e4ren Solidarit\u00e4t befindet sich die eigene Wiedererkennung in den K\u00e4mpfen, die anderswo geliefert werden. Ein Zuschauer der aufst\u00e4ndischen Aufwallung in \u00c4gypten zu bleiben, kann nur zu ihrer Isolierung und ihrer Erstickung beitragen. Um den wahren revolution\u00e4ren Aufschwung dort unten zu unterst\u00fctzen und zu verst\u00e4rken, denjenigen, der danach strebt, jeglicher Ausbeutung und jeglicher Macht ein Ende zu setzen, m\u00fcssen wir agieren. Uns in das Get\u00fcmmel werfen, bewaffnet mit der Idee der Freiheit, der wirklichen Freiheit.<\/p>\n<p>Wir halten es also f\u00fcr angebracht, einen Aufruf zu lancieren, zum Angriff \u00fcberzugehen, die laufende revolution\u00e4re Welle in \u00c4gypten dort, wo wir uns befinden, mit unseren eigenen Ideen, mit unseren eigenen Mitteln zu unterst\u00fctzen. Wenn in Alexandria, in Kairo, in Malhalla,\u2026 tausende Personen sich in die Schlacht f\u00fcr eine neue Welt werfen, dann lasst uns daf\u00fcr sorgen, dass jeder Repr\u00e4sentant des \u00c4gyptischen Staates und Kapitals \u00fcberall auf der Welt den Konflikt vor seine T\u00fcr getragen findet. Dass jeder Staatsmann, Kapitalist und Diener der Ordnung der ganzen Welt in seinem Nacken den Hauch der sozialen Revolution versp\u00fcrt.<\/p>\n<h3><strong>Kn\u00fcpfen wir durch die Aktion Verbindungen zwischen den Aufstandsherden \u00fcberall auf der Welt!<\/strong><br \/>\n<strong>F\u00fcr die Zerst\u00f6rung von jeglicher Macht!<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>[11\/01\/2013]<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00fcbernommen von andiewaisendesexistierenden.noblogs.org, im Original erschienen auf franz\u00f6sisch in Hors Service, Nr. 32, anarchistische Zeitung aus Belgien; aktuelle Infos zu den Ereignissen in \u00c4gypten auf linksunten.indymedia.org Die soziale Revolution ist wie das Meer. 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