{"id":8880,"date":"2013-04-23T14:47:05","date_gmt":"2013-04-23T13:47:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=8880"},"modified":"2013-04-23T14:47:05","modified_gmt":"2013-04-23T13:47:05","slug":"jva-dresden-die-tyrannei-des-neonazistischen-hausarbeiters-geht-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/jva-dresden-die-tyrannei-des-neonazistischen-hausarbeiters-geht-weiter","title":{"rendered":"JVA Dresden: Die Tyrannei des neonazistischen Hausarbeiters geht weiter"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/JVA-Dresden.jpg\" rel=\"lightbox[8880]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-8883\" alt=\"JVA-Dresden\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/JVA-Dresden.jpg\" width=\"151\" height=\"145\" \/><\/a>Bereits vor einigen Wochen wurde \u00fcber <a title=\"JVA Dresden: Nazis im Knast \u2013 Verhaltensweisen und \u00e4u\u00dferes Auftreten\" href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/jva-dresden-nazis-im-knast-verhaltensweisen-und-aeusseres-auftreten\" target=\"_blank\">das Auftreten besonders eines neonazistischen Gefangenen in der JVA Dresden berichtet<\/a>. Dies tat der T\u00e4tigkeit des genannten Neonazis als Mitarbeiter in der JVA Dresden keinen Abbruch. Er setzt das Zur-Schau-Stellen seiner Nazitattoos fort und erniedrigt weiterhin seine Mitgefangenen.<\/p>\n<p>Als Hausarbeiter hat er die Aufgabe, die Reinigungsmittel herauszugeben, den Flur zu reinigen, die Schmutzw\u00e4sche der W\u00e4scherei zuzuf\u00fchren und Klopapier auszugeben.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nErst k\u00fcrzlich bat ein gefangener bei dem Hausarbeiter um Klopapier, doch er verweigerte die Herausgabe mit der Behauptung, er habe bereits ausreichend erhalten. Erst die Beamte Frau Lorenz beschaffte dem Gefangenen dann das notwendige Klopapier. Den Hausarbeiter scheint das zu am\u00fcsieren, denn es war nach der Zur\u00fcckweisung des Bittstellers deutliches Gel\u00e4chter \u00fcber das \u201eAblaufenlassen\u201c aus der Zelle des Neonazis zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Auf dem K\u00f6rper des Neonazis wurden zwischenzeitlich auch weitere Tattoos mit eindeutigem Bekenntnis zum Nationalsozialismus entdeckt. Auf der Hand ist unmissverst\u00e4ndlich ein ca. 5&#215;5 cm gro\u00dfes Hakenkreuz zu erkennen, das seine Mitmenschen \u00fcber seine Einstellung informieren soll.<\/p>\n<p>Die 44. Strafkammer -Strafvollstreckungskammer- des Landgerichts Berlin hat in seinem Beschluss vom 29. August 2002 bereits fr\u00fcher in einer seltenen Entscheidung f\u00fcr den Strafvollzug herausgebildet:<\/p>\n<p>\u201eZeigt ein Strafgefangener \u00f6ffentlich T\u00e4towierungen, die Symbole verfassungswidriger Organisationen verk\u00f6rpern, verst\u00f6sst er gegen \u00a786a StGB. Er kann dementsprechend von der Justizvollzugsanstalt dazu angehalten werden, diese Kennzeichen abzudecken, um zu vermeiden, dass dadurch einer rechtsextremistischen Insassen-Subkultur Vorschub geleistet wird.\u201c<\/p>\n<p>Dem Anstaltsleiter der JVA Dresden, Ulrich Schwarzer, ist es offensichtlich gleichg\u00fcltig, ob in seinem Knast Neonazis als Mitarbeiter t\u00e4tig werden und somit auch ihre Mitgefangenen durch das Zeigen von Nazitattoos ver\u00e4ngstigen. Anderenfalls h\u00e4tte er von der M\u00f6glichkeit Gebrauch gemacht, die Nazitattoos abdecken zu lassen.<\/p>\n<p>Auch die direkte Androhung von Gewalt seitens dieses Neonazis in Gegenwart von Knastbeamten und Beamtinnen wird wie eine allt\u00e4gliche Selbstverst\u00e4ndlichkeit hingenommen: Vor kurzem, als der Neonazi einem Gefangenen an der T\u00fcrschwelle das Mittagessen in dem typischen Blech \u00fcberreichte, sagte er erz\u00fcrnt in Bezug auf die Zeitungen, die t\u00e4glich auf dem Stationsgang abgelegt werden, um sie nach dem Lesen anderen Gefangenen zur Verf\u00fcgung zu stellen, dies betrifft konkret die Tageszeitung \u201eJunge Welt\u201c : \u201eFinde ich den schei\u00df nochmal hier draussen, dann besuch ich dich in der Dusche.\u201c<\/p>\n<p>Die Beamtin Frau Lorenz \u00e4usserte dazu nur verwundert \u201eH\u00e4?\u201c und schloss die T\u00fcre, die sie kurz \u00f6ffnete, damit der Neonazi das Mittagessen \u00fcberreichen und seine Gewaltdrohung loswerden konnte. Ganz offensichtlich passt es ihm gar nicht, dass sich auf dem Gang linke Zeitungen auf dem Tisch liegend befinden, deren erste Seiten sich immer wieder auch mit der Gefahr von Rechts auseinandersetzen. Seine Drohung blieb trotz unmittelbarer Anwesenheit einer Staatsbeamtin ohne jegliche Konsequenz. Ein deutliches Zeichen, sich auf einen Schutz von Seiten des Staates vor rechter Gewalt nicht verlassen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Dieses aggressive Verhalten zeigt der Neonazi gegen\u00fcber fast allen seinen Mitgefangenen. Die Aus\u00fcbung von Macht scheint ihm Freude zu bereiten. Ich erlebte selbst, als der Neonazi vor mehreren Wochen einem Mitgefangenen sein Abendbrot nicht ausgeben wollte, sondern ihn einige Minuten zappeln lie\u00df. In dieser Zeit sorgte sich der Betroffene, was er ansonsten essen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Ano Nym<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits vor einigen Wochen wurde \u00fcber das Auftreten besonders eines neonazistischen Gefangenen in der JVA Dresden berichtet. Dies tat der T\u00e4tigkeit des genannten Neonazis als Mitarbeiter in der JVA Dresden keinen Abbruch. 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