{"id":9436,"date":"2013-10-12T15:03:54","date_gmt":"2013-10-12T14:03:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=9436"},"modified":"2014-12-19T19:16:07","modified_gmt":"2014-12-19T18:16:07","slug":"so-was-habe-ich-in-meinem-ganzen-leben-noch-nicht-gesehen-ein-interview-mit-einer-brasilianischen-anarchistin-ueber-das-land-und-die-proteste-im-juni-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/so-was-habe-ich-in-meinem-ganzen-leben-noch-nicht-gesehen-ein-interview-mit-einer-brasilianischen-anarchistin-ueber-das-land-und-die-proteste-im-juni-2013","title":{"rendered":"\u201cso was habe ich in meinem ganzen leben noch nicht gesehen.\u201d &#8211; ein interview mit einer brasilianischen anarchistin \u00fcber das land und die proteste im juni 2013"},"content":{"rendered":"<p><em><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Riot-Brazil-2013.jpg\" rel=\"lightbox[9436]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-9437\" title=\"Riot Brazil 2013\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Riot-Brazil-2013-250x250.jpg\" alt=\"Riot Brazil 2013\" width=\"175\" height=\"175\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Riot-Brazil-2013-250x250.jpg 250w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Riot-Brazil-2013-160x160.jpg 160w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Riot-Brazil-2013.jpg 342w\" sizes=\"(max-width: 175px) 100vw, 175px\" \/><\/a>\u00fcbernommen von <a href=\"http:\/\/nigra.noblogs.org\/post\/2013\/10\/07\/so-was-habe-ich-in-meinem-ganzen-leben-noch-nicht-gesehen\/\" target=\"_blank\">nigra.noblogs.org<\/a><\/em><\/p>\n<p><span class=\"dropcap\">e<\/span>nila dor lebt in porto alegre in brasilien. sie ist seit vielen jahren politisch aktiv und organisiert sich zu verschiedenen themen wie feminismus und anarchismus in gruppen und netzwerken und in der anarchopunkszene. die proteste und den widerstand in porto alegre hat sie aus n\u00e4chster n\u00e4he miterlebt. das interview wurde von mitte juli bis mitte august 2013 auf englisch per email gef\u00fchrt.<\/p>\n<p><em>nigra: hallo enila. erstmal danke, dass du dir die zeit nimmst, meine fragen zu beantworten.<\/em><\/p>\n<p>enila: ich danke dir. es ist eine gute gelegenheit, dar\u00fcber zu berichten, was hier los ist. zeit ist auch eine frage der priorit\u00e4ten.<\/p>\n<p><em>wenn ich an brasilien denke, dann kommen mir begriffe wie amazonas, regenwald, yanomami, rio de janero, zuckerhut, karneval und favelas in den sinn. strenge ich mein hirn st\u00e4rker an, tauchen da auch chico mendez, die landlosenbewegung, roberto freire und ein paar coole anarchopunkbands auf. wie w\u00fcrdest du brasilien beschreiben?<\/em><\/p>\n<p>das ist wirklich eine schwere frage. brasilien ist all das, was dir in den sinn kam, eine mischung aus der realit\u00e4t und dem, was sich gut an nichtbrasilianer_innen verkaufen l\u00e4sst. brasilien ist ein riesiges land mit verschiedenen kulturen, so dass wir sagen k\u00f6nnen, dass hier viele l\u00e4nder in einem existieren. was in all diesen gleich ist, sind die gesetze: alle bundesstaaten haben die gleichen mehrheitsrechte. die gro\u00dfen medien, die sieben reichen familien geh\u00f6ren, formen und kontrollieren die \u00f6ffentliche meinung (\u00e4hnlich wie in anderen l\u00e4ndern). es gibt viele gesellschaftsschichten und sehr gro\u00dfe unterschiede zwischen ihnen. die reicht\u00fcmer sind im besitz einer sehr kleinen minderheit. die natur ist gro\u00dfartig, aber in den gro\u00dfst\u00e4dten ist sie weit weg und der gr\u00f6\u00dfte teil des wassers, der fl\u00fcsse und meere rund um die st\u00e4dte ist sehr verschmutzt. gentrifikation ist gro\u00df im kommen, vor allen dingen wegen der fu\u00dfballmeisterschaft der m\u00e4nner im kommenden jahr. es ist auch wichtig, sich daran zu erinnern, dass brasilien eine sehr hohe rate von gewalt gegen frauen hat. sie werden diskriminiert: frauen bekommen weniger gehalt f\u00fcr die gleichen jobs. viele m\u00e4dchen und frauen prostituieren sich und w\u00e4hrend der weltmeisterschaft wird der sex-tourismus noch mal zunehmen.<\/p>\n<p>brasilien ist auch ein rassistisches land. wir leben in einer art apartheid: grunds\u00e4tzlich leben schwarze menschen in \u00e4rmlichen gegenden. sie werden \u00f6fter von der polizei ins visier genommen und erfahren mehr polizeibrutalit\u00e4t. sie haben weniger zugang zu schulen und jobs. schwarze frauen leiden darunter doppelt.<\/p>\n<p>indigene menschen werden immer noch von ihrem land vertrieben und umgebracht.<\/p>\n<p>es ist eine pessimistische darstellung, aber ich sehe keinen grund darin, hervorzuheben, dass es hier wundersch\u00f6ne pl\u00e4tze in der natur gibt, die menschen herzlich sind, usw. usf. jede_r wei\u00df das.<\/p>\n<p><em>wie steht es um die anarchistische bewegung in brasilien? gibt es gruppen, netzwerke oder f\u00f6derationen?<\/em><\/p>\n<p>es gab eine starke anarchistische bewegung am anfang des 20. jahrhunderts, beeinflusst von europ\u00e4ischen einwanderer_innen. es gab einige anarchistische zeitungen, anarchist_innen waren an zwei generalstreiks beteiligt und es gab kommuneexperimente. all das verschwand, als die repression und verfolgung w\u00e4hrend der diktaturen in den 1930er, 1950er und 1960er jahren zunahm. in den letzten 20 jahren gewann der anarchismus an st\u00e4rke und sein wiedererwachen ist teilweise auf die punkbewegung zur\u00fcckzuf\u00fchren. dort war er thema in der mitte der 1980er jahre. seit da entstehen f\u00f6derationen, anarchopunkbands, netzwerke, verlage und buchmessen. es gibt auch organisierte anarchafeministische gruppen. und obwohl ich nicht an einen anarchismus ohne feminismus glaube, hebe ich den anarchafeminismus hervor, da er f\u00fcr viele anarchist_innen kein hauptthema ist. und ich sage das, w\u00e4hrend ich mir vorstelle, wie das einige leute lesen und sagen: \u201cdas ist \u00fcberfl\u00fcssig. es ist nicht notwendig, anarchafeminismus so zu betonen.\u201d ich sage aber, dass es sehr wohl notwendig ist, den anarchafeminismus auch unter anarchist_innen immer zum thema zu machen, weil es leider auch in der libert\u00e4ren szene viel machismus und gewalt gibt.<\/p>\n<p><em>bist du organisiert und wenn ja in welcher form?<\/em><\/p>\n<p>ja, ich versuche organisiert zu sein, haha. nein, im ernst, ich bin in anarchistischen kollektiven organisiert, ich habe eine kleine bezugsgruppe und bin teil eines anarchafeministischen kollektives. ich arbeite in einem feministischen netzwerk und bin teil einer selbstverteidigungsgruppe f\u00fcr frauen. meine kleine bezugsgruppe und mein feministisches kollektiv organisieren veranstaltungen und aktionen mit anderen anarchistischen gruppen oder libert\u00e4ren, sozialen bewegungen. und im n\u00e4chsten november organisieren wir die vierte anarchistische buchmesse von porto alegre.<\/p>\n<p><em>die proteste begannen am 14.06.2013. ich war von der intensit\u00e4t und gr\u00f6\u00dfe v\u00f6llig \u00fcberrascht. als ich dann aber nachgeforscht habe, lernte ich schnell, dass sie nicht in einem vakuum entstanden, sondern eine vorgschichte haben.<\/em><\/p>\n<p>hier in porto alegre begannen die proteste im februar dieses jahres. jedes jahr im februar steigen die preise der bustickets und \u00fcber viele jahre gab es schon proteste in gro\u00dfen st\u00e4dten. aber klar, dieses jahr waren die intensit\u00e4t und quantit\u00e4t viel gr\u00f6\u00dfer und es fanden auch in vielen kleinst\u00e4dten proteste statt.<\/p>\n<p><em>gab es anarchistische beteiligung an den protesten und wenn ja, konnte diese sich inhaltlich einbringen?<\/em><\/p>\n<p>sie wurden haupts\u00e4chlich von anarchist_innen und einigen linken parteien initiert. \u00fcberraschenderweise kamen anarchistische ideen in die \u00f6ffentlichkeit. die leute begannen \u00fcber anarchismus zu reden. die medien und die regierung konnten nicht leugnen, dass anarchist_innen beteiligt waren. es gab einige ermittlungen gegen anarchist_innen und z.b. die anarchistische f\u00f6deration (fag) hier wurde von der polizei ohne durchsuchungsbefehl gerazzt.<\/p>\n<p><em>der h\u00f6hepunkt der proteste scheint \u00fcberschritten zu sein, der cup ist zu ende. wie sieht es aktuell aus?<\/em><\/p>\n<p>es ist noch nicht vorbei. die proteste gehen an vielen orten weiter, haupts\u00e4chlich in rio de janeiro, aber mit weniger intensit\u00e4t. es ist wichtig zu sagen, dass die leute nun (in einem positiven sinn) an die proteste gew\u00f6hnt sind. das macht es leicht m\u00f6glich, wenn nicht sogar unumg\u00e4nglich, dass neue proteste aufkommen.<\/p>\n<p><em>in irgendeinem interview habe ich gelesen, dass es kein zufall war, dass die proteste genau mit dem cup zusammenfielen: heute schaut die welt auf uns! dort wurde auch prophezeit, dass rechtzeitig zum world cup eine neue phase des protests anstehen wird. wie siehst du das?<\/em><\/p>\n<p>ich denke, dass die proteste gr\u00f6\u00dfer wurden, als der cup begann. die zwangsr\u00e4umungen, die abschottung der innenstadt, die krankenhausschlie\u00dfungen und die armee in den stra\u00dfen machten eine antwort dringlicher. wenn die fu\u00dfballweltmeisterschaft der m\u00e4nner beginnt, das glaube ich auch, werden dir proteste stark wiederkommen.<\/p>\n<p><em>wie sahen die proteste in deiner heimatstadt porto alegre aus?<\/em><\/p>\n<p>die proteste waren sehr intensiv. es gab viel polizeigewalt und sehr viele riots. so was habe ich in meinem ganzen leben noch nicht gesehen. eigentlich begannen die proteste hier in porto alegre radikaler zu werden, dann in sao paulo und dann an anderen orten. es war unglaublich, zu sehen, wie jeden tag proteste stattfanden und wie ein protest in einer stadt die menschen in der anderen motivierten und umgekehrt. es war wie eine verbindung und auch ein netzwerk. der alltag ver\u00e4nderte sich sehr stark. banken und l\u00e4den schlossen fr\u00fcher, die leute beendeten ihre schichten auch fr\u00fcher. nach den k\u00e4mpfen der ersten nacht verrammelten die banken und l\u00e4den ihre fenster und viele mussten das wieder und wieder tun. die polizei war sehr gewaltt\u00e4tig und setzte eine menge tr\u00e4nengas ein. das tr\u00e4nengas ging aus und der staat musste mehr bestellen. es wurde auch abgelaufenes gas eingesetzt. anderes gas war daf\u00fcr bestimmt, in kriegsgebiete geschickt zu werden, erreichte diese l\u00e4nder aber nie, sondern wurde hier eingesetzt. es hatte eine andere zusammensetzung und darf hier in brasilien nicht eingesetzt werden (aber in einigen afrikanischen l\u00e4ndern\u2026). einige menschen starben durch den einsatz von tr\u00e4nengas. es wurden auch gummigeschosse benutzt, pfefferspray, wasserwerfer und scharfe munition. es wurden menschen gefoltert und menschen verschwanden. nicht zu vergessen die menschen, die sp\u00e4ter tot aufgefunden wurden. frauen haben sexualiserte gewalt erfahren und wurden vergewaltigt. favelas (slums; d.\u00fc.) wurden auch \u00f6fter \u00fcberfallen und es gab dort massaker: im erw\u00e4hnenswertesten fall in der favela da mare in rio de janeiro wurden zehn menschen erschossen. viele demonstrant_innen wurden von autofahrer_innen \u00fcberfahren, da diese es nicht abwarten konnten, bis die demonstration vor\u00fcbergezogen war. einige menschen starben. hier ist es wichtig zu erw\u00e4hnen, dass brasilien eine starke autokultur hat und fahrer_innen, die jemanden verletzen oder t\u00f6ten, werden selten bestraft.<\/p>\n<p><em>in europa erleben wir u.a. in frankreich und ungarn einen krassen rechtsruck. eine zeit lang wurde berichtet, dass rechte gruppen die proteste f\u00fcr sich instrumentalisieren w\u00fcrden und ihnen das auch gel\u00e4nge. gibt es eine nennenswerte rechte bewegung in brasilien und konnte diese wirklich in den letzten wochen punkten?<\/em><\/p>\n<p>ich denke, dass die rechte unterschiedliche tendenzen hat. nationalismus ist immer dabei, aber in verschiedenen auspr\u00e4gungen. eine ist militaristisch, eher traditionell und konservativ, inspiriert von faschistischen und imperialistischen ideen. die andere ist nationalistisch in ihrer verehrung f\u00fcr brasilien. beide waren bei den protesten pr\u00e4sent. ich denke, dass die letztere erfolgreicher war. sie versuchte die proteste zu entpolitisieren und die menschen abzuschrecken.<\/p>\n<p><em>ich bin immer wieder davon \u00fcberrascht, dass bei solchen bewegungen, die jeweiligen nationalflaggen des antsprechenden landes zuhauf geschwenkt werden. so auch auf vielen fotos und in vielen videos aus brasilien. als anarchist sehe ich patriotische tendenzen immer mit sorgen. was w\u00fcrdest du an den protesten kritisieren?<\/em><\/p>\n<p>die proteste begannen wegen der erh\u00f6hung der busticketpreise und auch wegen den anderen dingen bezogen auf den cup und die ausgaben der regierung f\u00fcr die n\u00e4chste die fu\u00dfballweltmeisterschaft. es war eine totale \u00fcberraschung f\u00fcr die gesellschaft, dass sich so viele menschen beteiligten und mit engagement und st\u00e4rke protestierten. so war es eine offene t\u00fcr f\u00fcr die opportunist_innen, die meisten von ihnen aus der mittelschicht, engagiert gegen korruption, und rechte parteien und organisationen. die medien spielten eine wichtige rolle dabei, die proteste zu befrieden und die protestierenden zu verfolgen, die an den riots beteiligt waren. die medien verbrachten die ganze zeit damit, einen unterschied zwischen den \u201cguten\u201d und den \u201cb\u00f6sen\u201d protestierenden zu konstruieren. sie begannen zu behaupten, dass die proteste sich nur gegen die korruption richten w\u00fcrden. sie versuchten so, die urspr\u00fcnglichen themen unter den teppich zu kehren. nationalist_innen und moralisierende pazifist_innen kamen zu den protesten. brasilianische flaggen wurden geschwenkt und nationalismus wurde in die szenerie eingebracht. es tat weh zu beobachten, wie leute die polizeigewalt entschuldigten. es war abscheulich, friedensbewegte menschen zu beobachten, wie sie militante protestierende angriffen, die an den riots teilnahmen oder nur graffitis spr\u00fchten. die gewalt nahm zu, als neonazis auftauchten und anarchist_innen, punks, leute von mst (movimento dos trabalhadores sem terra; bewegung der landlosen arbeiter_innen) und menschen von linken parteien angriffen. es wurde sehr chaotisch und gro\u00df, so dass wir nicht wussten, in welche richtung sich die dinge entwickeln w\u00fcrden. wir hatten angst vor einem staatsstreich. die atmosph\u00e4re war seltsam gef\u00e4hrlich und schwer.<\/p>\n<p><em>siehst du paralellen zum arabischen fr\u00fchling oder der gezi-park-bewegung in der t\u00fcrkei? auch dort fing ja alles ganz \u201eharmlos\u201c an und breitete sich dann wie ein feuer \u00fcbers ganze land aus.<\/em><\/p>\n<p>die gemeinsamkeiten, die ich sehe, sind, dass die menschen das vertrauen in die demokratie verloren haben und dass das internet geholfen hat die dinge leicht und wie einen virus zu verbreiten. in dieser zeit musst du nicht teil einer politischen bewegung sein, um an k\u00e4mpfen teilzunehmen, sondern du folgst gruppen und blogs. das hat positive und negative seiten, mit denen wir klar kommen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><em>du lebst in porto alegre. die millionenstadt im s\u00fcden brasiliens wurde bei uns haupts\u00e4chlich dadurch bekannt, dass dort \u00fcber jahre hinweg das weltsozialforum stattfand. zus\u00e4tzlich wurde porto alegre hierzulande daf\u00fcr gelobt, dass ein bis in die stadtteile reichendes system der mitbestimmung und selbstverwaltung eingerichtet wurde. z.b. \u00fcber bauvorhaben und den gemeindehaushalt sollte so von m\u00f6glichst vielen menschen mitentschieden werden. inwieweit spiegelt sich das in deiner lebensrealit\u00e4t wieder?<\/em><\/p>\n<p>ich denke, dass diese selbstverwaltung nicht so funtioniert, wie es den anschein hat. die beweise daf\u00fcr sind z.b. die zwangsr\u00e4umungen, die wachsende anzahl von einkaufszentren, die immer gr\u00f6\u00dferen stra\u00dfen und br\u00fccken, die die stadtteile durchschneiden. eigentlich ist \u201cselbstverwaltung\u201d nicht die richtige bezeichnung daf\u00fcr, sondern \u201cbev\u00f6lkerungsberatung\u201d und es bedeutet nicht, dass die von den menschen als dringlich betrachtete themen in die realit\u00e4t umgesetzt werden. es gibt das ganze nun schon seit mehr als 20 jahren und es gibt immer noch viele stadtviertel ohne abwasserentsorgung und viele gemeinswesen haben keine schulen und \u00f6ffentliche verkehrsmittel, wie sie sie gerne h\u00e4tten.<\/p>\n<p><em>enila, ich danke dir und w\u00fcnsche euch alles gute f\u00fcr eure k\u00e4mpfe.<\/em><\/p>\n<p>vielen dank. die fragen waren sehr interessant. ich hoffe, dass meine ausf\u00fchrungen den leuten bei euch etwas sagen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>enila dor lebt in porto alegre in 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