{"id":9638,"date":"2013-11-26T11:19:36","date_gmt":"2013-11-26T10:19:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=9638"},"modified":"2014-12-24T10:18:26","modified_gmt":"2014-12-24T09:18:26","slug":"einladung-zum-offenen-treffen-fuer-selbstorganisierung-am-9-dezember-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/einladung-zum-offenen-treffen-fuer-selbstorganisierung-am-9-dezember-in-berlin","title":{"rendered":"Einladung zum offenen Treffen f\u00fcr Selbstorganisierung am 9. Dezember in Berlin"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Einladung-zum-offenen-Treffen-f\u00fcr-Selbstorganisierung-in-Berlin.jpg\" rel=\"lightbox[9638]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-9639\" title=\"Einladung zum offenen Treffen f\u00fcr Selbstorganisierung in Berlin\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Einladung-zum-offenen-Treffen-f\u00fcr-Selbstorganisierung-in-Berlin-176x250.jpg\" alt=\"Einladung zum offenen Treffen f\u00fcr Selbstorganisierung in Berlin\" width=\"123\" height=\"175\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Einladung-zum-offenen-Treffen-f\u00fcr-Selbstorganisierung-in-Berlin-176x250.jpg 176w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Einladung-zum-offenen-Treffen-f\u00fcr-Selbstorganisierung-in-Berlin-424x600.jpg 424w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Einladung-zum-offenen-Treffen-f\u00fcr-Selbstorganisierung-in-Berlin.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 123px) 100vw, 123px\" \/><\/a><em>\u00fcbernommen von <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/99846\" target=\"_blank\">linksunten.indymedia.org<\/a><\/em><\/p>\n<p><span class=\"dropcap\">U<\/span>ns vereint der Kampf f\u00fcr eine herrschaftfreie, emanzipatorische Gesellschaft, doch uns fehlt der Raum, uns \u00fcber all die verschiedenen Facetten und gemachten positiven, wie auch negativen Erfahrungen auszutauschen. Uns reichen die Diskussionen im Internet, in Texten und Brosch\u00fcren nicht, wir suchen die direkte Auseinandersetzung. Wir laden deshalb zu einen offenen Treffen ein, um den Versuch zu wagen, diese L\u00fccke mit Ideen und Gedanken zu f\u00fcllen. Ob als Einzelperson oder organisierter Zusammenhang: Lasst uns endlich wieder \u00fcber die Perspektiven von Kommunikation, Kooperation, direkter Aktion und Kontinuit\u00e4t unseres Kampfes mit dem speziellen Blick auf Berlin diskutieren!<\/p>\n<p><em>Hier nun ein paar Gedanken zu der Idee und zu unserer Motivation, zu diesem Treffen einzuladen.<\/em><\/p>\n<p>Als Antwort auf die Ermordung des Antifaschisten Pavlos Fyssas am 18. September in Griechenland fand ein Offenes Treffen zur Organisierung von Aktionen und Gegeninformationen statt. Zu diesem Treffen kamen Individuen mit unterschiedlichen politischen Hintergr\u00fcnden innerhalb des anti- autorit\u00e4ren Spektrums. Obwohl wir keine homogene Gruppe waren, konnten wir einige Aktionen organisieren, wie die Demonstration am 27. September. Trotz der kurzen Zeit sich zu organisieren, war die Demonstration ein dynamischer Aufschrei unserer Wut und Solidarit\u00e4t. Dieser Ausdruck, der auf den Stra\u00dfen von Kreuzberg und Neuk\u00f6lln deutlich wurde, spiegelte unsere Verbindung zu antifaschistischen und anti- autorit\u00e4ren K\u00e4mpfen in Griechenland und anderswo wieder. Der vorangegangene Prozess zeigte, dass Reaktionen selbstorganisiert, offen und direkt sein k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>Trotzdem gab es wie immer Punkte die in Zukunft verbessert werden k\u00f6nnen. Wir hoffen beispielsweise, dass sich die Teilnehmer_innen bei anstehenden Veranstaltungen motiviert sehen, noch mehr Eigeninitiative zu zeigen; etwa eigene Transpis und Flyer mitzubringen, um so die Au\u00dfenwirkung der Demos zu verst\u00e4rken.<br \/>\nIn Berlin sind wir schnell von Demo-Situationen frustriert und stellen oft den Sinn und Bedeutung dieser Aktivit\u00e4ten in Frage. Wir finden, dass es wichtig ist einen offenen Dialog \u00fcber solche Themen zu f\u00fchren und m\u00f6chten uns auch deshalb bei den Genoss_Innen bedanken, die am Tag unserer Demo ein Treffen organisierten auf dem unsere Demonstrationskultur zur Diskussion gestellt wurde. (siehe auch Linksunten.Indymedia.org).<\/p>\n<p>Wir leben in Zeiten einer globalen, finanziellen Krise, in welcher sich der Kapitalismus weltweit enorm aggressiv und heftig \u00e4u\u00dfert.<br \/>\nHarz 4, prek\u00e4re Arbeitsbedingungen, Ausbeutung und Gentrifizierung, dazu ein wachsender Rassismus und versch\u00e4rfte Migrationspolitik, bestimmen derzeit unser Leben. Diese auswegslose Lage verst\u00e4rkt die Unzufriedenheit in der Bev\u00f6lkerung und hat das Potenzial Widerstand gegen die bestehenden Verh\u00e4ltnisse zu schaffen. Um sich selbst sch\u00fctzen und st\u00e4rken zu k\u00f6nnen, braucht das System, sowie der Staatsapparat einen S\u00fcndenbock (Menschen aus verletzbaren Bev\u00f6lkerungsschichten), der beschuldigt, marginalisiert und unterdr\u00fcckt werden kann. Diejenigen, die Widerstand leisten erfahren harte Repression, soziale Kontrolle, \u00dcberwachung und Knast. Der kapitalistische Angriff ist ganzheitlich und genau so m\u00fcssen wir ihm auch in unseren weiteren K\u00e4mpfen begegnen!<\/p>\n<p>K\u00e4mpfe k\u00f6nnen auf vielen verschiedenen Ebenen und mit unterschiedlichen Erfahrungwerten stattfinden. Diese Auseinandersetzungen in unterschiedlichen Bereichen, zum Beispiel gegen Bullen, Nazis, Sexismus, Rassismus, Chefs und Arbeitspl\u00e4tze, Gentrifizierung, usw.. sind wichtig! Dennoch glauben wir, dass eine Selbstorganisierung auf anderer Ebene n\u00f6tig ist. Eine Ebene auf der diese Teilbereichsk\u00e4mpfe miteinander verkn\u00fcpft werden und wir eine offene und breitere M\u00f6glichkeit entwickeln Kapitalismus mit allen seinen ausbeutenden und unterdr\u00fcckenden Institutionen zu zerst\u00f6ren. Der selbstorganisierte, soziale Kampf muss eine allgegenw\u00e4rtige Pr\u00e4senz in der Gesellschaft haben. Wir m\u00fcssen uns vehement gegen die vielseitigen Angriffe von Staat, Parteien und Institutionen zur Wehr setzen, mit denen sie uns unterdr\u00fccken, eingliedern und isolieren wollen. Ein selbstorganisierter Kampf gibt uns nicht nur die Option auf gegebene Umst\u00e4nde zu reagieren sondern auch die M\u00f6glichkeit unser eigenes Handeln wieder selbst zu bestimmen.<\/p>\n<p>Aktuell sehen wir in Berlin einen enormen Bedarf eine Diskussion \u00fcber Organisierung, Strategie, Bedeutung und Zielrichtung unserer K\u00e4mpfe zu f\u00fchren. Sogar in den kleinsten Zusammenh\u00e4ngen fehlt es uns oft an dieser Reflektion und meist auch an Antrieb. Damit unsere K\u00e4mpfe nicht in der Isolation verbleiben und wir eine Basis schaffen k\u00f6nnen auf der wir kontinuierlich gemeinsam K\u00e4mpfen, m\u00fcssen wir unsere sozialen Beziehungen revolutionieren, und engere Verbindungen zueinander kn\u00fcpfen. Was von der autonomen Organisierung aus den letzten Jahren \u00fcbrig geblieben ist, sind ein paar gr\u00f6\u00dfere politische Zusammenh\u00e4nge. Diese Formationen sind zwar wichtig, aber auch limitiert.<br \/>\nH\u00e4ufig verleitet ihre Existenz und die \u00dcbernahme jeglicher Verantwortung dazu, dass man seiner eigenen Inaktivit\u00e4t und seinem Konsumverhalten auf den angebotenen Demonstrationen, Aktionen oder anderen Spektakeln nachgibt. Dies sehen wir als problematisch. Wir denken, dass es n\u00f6tig ist, autonome Strategien der Organisierung mit neuen Bem\u00fchungen, Ideen und Vorschl\u00e4gen zu verkn\u00fcpfen. Offene Kommunikation zwischen Gruppen und Individuen k\u00f6nnen unsere Perspektiven erweitern und unseren revolution\u00e4ren Geist wiederbeleben.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der letzten Monate haben wir auf den Stra\u00dfen von Berlin und Hamburg -sei es bei Protesten gegen Migrationspolitik oder gegen faschistische \u00dcbergriffe- eine Dynamik festgestellt, die uns zusammen mit dem Ausdruck von Solidarit\u00e4t die Hoffnung gibt, dass Selbstorganisierung und der Geist der Revolte neu entfachen k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>Um auf eine gemeinsame politische Basis hinarbeiten zu k\u00f6nnen und auch um zu vermeiden, dass spezifische Charakteristiken einer Gruppe anderen Gruppen aufgedr\u00e4ngt werden, ist die Entwicklung selbstorganisierter Strukturen, Kommunikationskan\u00e4len und Netzwerken durch offene Versammlungen notwendig. Aus dem Austausch von Erfahrungen und Ideen sollten auch Direkte Aktionen m\u00f6glich sein. Durch Teilnahme von nicht homogenen Gruppen und Individuen \u00f6ffnen sich M\u00f6glichkeiten einer weitreichenderen Kommunikation in verschiedene soziale Sph\u00e4ren, unabh\u00e4ngig von der Mediation des Staates, der Propaganda der Mainstream- Medien und irgendwelcher dogmatischer Ideen und vorgefertiger L\u00f6sungen. Nicht zuletzt k\u00f6nnte es uns helfen unsere F\u00e4higkeit zu verbessern, flexibel und z\u00fcgig auf alle spontanen Ereignisse oder Notf\u00e4lle reagieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Inspiriert von den positiven Eigenschaften vergangener Zusammentreffen und der Einsicht, dass es notwendig ist, gemeinsame Prozesse in einem gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang zu entwickeln, m\u00f6chten wir zu einem offenen Treffen einladen, um \u00fcber die Perspektiven von Kommunikation, Kooperation, Direkter Aktion und Kontinuit\u00e4t unseres Kampfes mit dem speziellen Blick auf Berlin zu diskutieren.<\/p>\n<p><strong>Wenn Du, als Einzelperson oder Ihr, als Zusammenhang diese Notwendigkeit auch seht, dann kommt am 9.12.2013 um 19:00 Uhr zum offenen Treffen f\u00fcr Selbstorganisierung im Mehringhof.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Uns vereint der Kampf f\u00fcr eine herrschaftfreie, emanzipatorische Gesellschaft, doch uns fehlt der Raum, uns \u00fcber all die verschiedenen Facetten und gemachten positiven, wie auch negativen Erfahrungen auszutauschen. Uns reichen die Diskussionen im Internet, in Texten und Brosch\u00fcren nicht, wir suchen die direkte Auseinandersetzung. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":9639,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[454,297,11],"tags":[698,314,39,626],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9638"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9638"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9638\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10343,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9638\/revisions\/10343"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9639"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9638"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9638"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9638"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}