{"id":9802,"date":"2013-12-29T17:56:17","date_gmt":"2013-12-29T16:56:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=9802"},"modified":"2014-12-19T08:01:12","modified_gmt":"2014-12-19T07:01:12","slug":"belgien-einige-stuecke-der-unordnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/belgien-einige-stuecke-der-unordnung","title":{"rendered":"Belgien: Einige St\u00fccke der Unordnung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/incendie_directeur_de_Bruges.jpg\" rel=\"lightbox[9802]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-9803\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/incendie_directeur_de_Bruges-250x151.jpg\" alt=\"incendie_directeur_de_Bruges\" width=\"250\" height=\"151\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/incendie_directeur_de_Bruges-250x151.jpg 250w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/incendie_directeur_de_Bruges.jpg 568w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><em>\u00fcbernommen von <a href=\"http:\/\/de.contrainfo.espiv.net\/2013\/12\/29\/belgien-einige-stucke-der-unordnung\/\" target=\"_blank\">de.contrainfo.espiv.net<\/a><\/em><\/p>\n<p><em><span class=\"dropcap\">F<\/span>euer und Flamme dem Haus des Gef\u00e4ngnisdirektors von Br\u00fcgge \u2013<\/em> Mittwochnacht, 11. Dezember 2013, traf ein Brandanschlag das Haus von Jurgen van Poecke, Direktor des Gef\u00e4ngnisses von Br\u00fcgge. Seine zwei vor seiner Villa (Kesplerstr. in Asbeek) geparkten Autos, ein Audi und ein Citroen, wurden vom Feuer zerst\u00f6rt. Es brach um 4 Uhr morgens aus und breitete sich in der Garage aus, die ebenfalls zerst\u00f6rt wurde. Niemand wurde verletzt, aber die Villa wurde als unbewohnbar erkl\u00e4rt, da sie nun ohne Strom, Wasser und Heizung ist. Der Knast von Br\u00fcgge ist nicht nur als der sicherste und gr\u00f6\u00dfte Belgiens bekannt; er enth\u00e4lt auch die verhassten Isolationsabschnitte, die entworfen wurden, um die rebellischen Geister zu brechen. Es wurde ein kleiner Dokumentarfilm \u00fcber den speziellen Sicherheitsfl\u00fcgel in Br\u00fcgge gedreht, der <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ixRrsSWGozo\" target=\"_blank\">in diesem Video<\/a> zu sehen ist.<\/p>\n<p><em>Verantwortungen \u2013<\/em> Vor einem Jahr baute das Unternehmen Marinx seine Geb\u00e4ude in Sirault. Es brachte den Lastwagen- und Maschinenl\u00e4rm mit. Im Kontext der ablehnenden Haltung der BewohnerInnen von Sirault gegen die Sch\u00e4dlichkeiten des Unternehmens ging das Haus von Geoffrey Marinx, CEO der Firma, in Flammen auf. Es wohnte noch niemand in der Villa; der CEO wollte n\u00e4chsten Monat einziehen\u2026 Hat er die Botschaft kapiert?<\/p>\n<p><em>Angriff auf die Kollaborateure \u2013<\/em> Der Bau neuer Gef\u00e4ngnisse (13 neue Gef\u00e4ngnisse sind in Belgien geplant oder im Bau; in anderen Worten, noch mehr Raum, um Leute einzuschlie\u00dfen und die soziale Frage durch die Versch\u00e4rfung der Repression und der Sicherheit abzuw\u00fcrgen) h\u00e4ngt auch von den Bauunternehmen ab, die sie errichten. Gegen diese neuen Gef\u00e4ngnisse k\u00e4mpfen, hei\u00dft also auch Sand in die Maschinerie dieser Kollaborateur-Firmen zu streuen. In der Nacht vom 10. November 2013 schlugen Unbekannte die Fenster des Study and Research Center for Architecture and Urbanism (CERAU) in der Avenue des Courses 20 in Br\u00fcssel ein. Diese ArchitektInnen kollaborierten am Bau des Anfang November er\u00f6ffneten neuen Gef\u00e4ngnisses in Marche-en-Famenne. Du kannst Listen der kollaborierenden Firmen online finden, z.B. bei <a href=\"http:\/\/www.lacavale.be\/\" target=\"_blank\">La Cavale<\/a>.<\/p>\n<p><em>Lasst uns die t\u00e4gliche Routine sabotieren \u2013<\/em> In der Nacht kappten Unbekannte die Elektrizit\u00e4tszufuhr der Eisenbahnlinie zwischen Br\u00fcssel und Antwerpen. Dutzende Z\u00fcge fielen aus und es gab Versp\u00e4tungen von mehr als 45 Minuten. Wenn Bosse, LehrerInnen und Angestellte von unserem p\u00fcnktlichen Erscheinen zur Ausbeutung abh\u00e4ngen, wenn, allgemeiner gesagt, die Wirtschaft vom fl\u00fcssigen Verkehr abh\u00e4ngt, so sehen wir in dieser Sabotage eine einfache Art und Weise, um sie alle in den Ruin zu treiben.<\/p>\n<p><em>Smile \u2013<\/em> Nachrichten \u00fcber Ausbr\u00fcche zaubern uns immer ein L\u00e4cheln aufs Gesicht. Zwei Gefangene flohen aus dem Abschiebelager f\u00fcr klandestine Menschen 127bis in Steenokkerzeel. Einen Monat vorher versuchten sechs Menschen aus dem widerw\u00e4rtigen Gef\u00e4ngnisdorf des Horrors in Merkplas zu fliehen. Sie brachen Scheiben ein, setzten die Alarmanlagen au\u00dfer Betrieb und kletterten nachts \u00fcber die Mauern. Drei von ihnen wurden verletzt, blieben zur\u00fcck und wurden gefasst, aber die anderen drei konnten entkommen. Kraft den Gefl\u00fcchteten!<\/p>\n<p><em>Steenokkerzeel \u2013<\/em> Am 8. Dezember begab sich eine Bande lustiger junger St\u00f6renfriede zum Haftzentrum 127bis in Steenokkerzeel. Nach einigen Worten mit den Gefangenen im Spazierhof zwangen die W\u00e4rter die Gefangenen in ihre Zellen zur\u00fcck. Obwohl an diesem Tag das Abschiebelager nicht brannte und niemand zu fliehen versuchte, so wurde doch die Wut auf diese Gef\u00e4ngnisse mit Petarden, Rauchbomben und Feuerwerk ausgedr\u00fcckt. Dieser Spaziergang wollte den klandestinen Menschen Solidarit\u00e4t zeigen und die Wut \u00fcber diese Zentren und den Tod eines Insassen letzte Woche in dem Zentrum von Br\u00fcgge heraus schreien.<\/p>\n<p><em>Langes Leben den Gefl\u00fcchteten \u2013<\/em> Im Gef\u00e4ngnis von Lantin kletterte ein Gefangener \u00fcber die Mauer und fl\u00fcchtete. Andere Gefangene halfen ihm, indem sie die W\u00e4rter durch kleine Explosionen ablenkten und sogar eine menschliche Pyramide bauten, um dem Gefangenen zu helfen an der Mauer hochzuklettern. Drau\u00dfen warteten Komplizen genau vor dem Diensteingang des Knastes mit einem Auto. Als ein W\u00e4rter herauskam und fragte, was sie da tun, hielten ihn die Komplizen mit ihren Waffen in Schach. Sobald der Gefangene das Auto erreicht hatte, wurde der W\u00e4rter frei gelassen. Trotz Polizeiermittlungen, Strassensperren und Helikopter konnten die Angreifer nicht gefasst werden. Eine sch\u00f6ne Flucht, die auch Dank der Solidarit\u00e4t unter Gefangenen und der Entschlossenheit der Komplizen von au\u00dfen gelungen ist.<\/p>\n<p><em>Gef\u00e4ngnis Ardenne \u2013<\/em> Am Freitag 15. November 2013 griff ein Gefangener zwei W\u00e4rter an. Beide wurden verletzt und die W\u00e4rtergewerkschaft drohte mit Streik. Faust ins Gesicht den Gef\u00e4ngnisw\u00e4rtern!<\/p>\n<p><em>Ein Telefonanruf \u2013<\/em> Donnerstag, 19. November. Bombenalarm im Gericht von Br\u00fcssel. Das gesamte Geb\u00e4ude wurde evakuiert und alle Gerichtstermine abgesagt. Die Polizei fand nichts Verd\u00e4chtiges, aber der Justizbetrieb war einige Stunden gel\u00e4hmt. Ein Telefonanruf\u2026 Sand in der Knastmaschinerie.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>\u00a0-anarchistische Zeitschrift <a href=\"http:\/\/fr.contrainfo.espiv.net\/2013\/12\/15\/breves-de-desordre-depuis-la-belgique\/\" target=\"_blank\">hors de service <\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Feuer und Flamme dem Haus des Gef\u00e4ngnisdirektors von Br\u00fcgge \u2013 Mittwochnacht, 11. 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