{"id":9957,"date":"2014-01-25T14:16:58","date_gmt":"2014-01-25T13:16:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abc-berlin.net\/?p=9957"},"modified":"2014-12-24T15:05:08","modified_gmt":"2014-12-24T14:05:08","slug":"zur-diskussion-ueber-hausdurchsuchungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/zur-diskussion-ueber-hausdurchsuchungen","title":{"rendered":"Zur Diskussion \u00fcber Hausdurchsuchungen"},"content":{"rendered":"<p><em><a href=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/still-not-living-police1.gif\" rel=\"lightbox[9957]\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-10350\" src=\"http:\/\/www.abc-berlin.net\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/still-not-living-police1-247x250.gif\" alt=\"still-not-living-police\" width=\"200\" height=\"202\" srcset=\"https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/still-not-living-police1-247x250.gif 247w, https:\/\/www.abc-berlin.net\/2008\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/still-not-living-police1-594x600.gif 594w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>von der Webseite des <a href=\"http:\/\/ea-berlin.net\/zur-diskussion-uber-hausdurchsuchungen#content\" target=\"_blank\">Berliner Ermittlungsausschusses<\/a> \u00fcbernehmen wir folgenden Text:<\/em><\/p>\n<p><span class=\"dropcap\">Z<\/span>ur Zeit wird wieder vermehrt \u00fcber Hausdurchsuchungen und wie wir als Szene darauf reagieren k\u00f6nnen und sollten diskutiert. Anlass sind u.a. die Hausdurchsuchungen vom 14. August in einem Hausprojekt und weiteren Wohnungen. Wir m\u00f6chten uns mit diesem Beitrag in die Debatte einklinken.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Auf der Veranstaltung am 11. September im Subversiv und in dem zeitgleich auf indymedia.linksunten ver\u00f6ffentlichten Text ((\u201c(B) Einige Vorschl\u00e4ge zum Umgang mit Hausdurchsuchungen \u2013 ein Diskussionspapier\u201d von ein paar FreundInnen von Anna und Arthur ver\u00f6ffentlicht am 11. September: <a href=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/94921\" target=\"_blank\">https:\/\/linksunten.indymedia.org\/de\/node\/94921<\/a><br \/>\nDer Text spiegelte in vielen Punkten die Debatte auf der Veranstaltung \u2013 zumindest so wie wir sie verstanden haben \u2013 und die Position der Vorbereitungsgruppe wieder.<br \/>\nGewundert hat uns, warum die paar FreundInnen von Anna und Arthur den Text fast zeitgleich mit der Veranstaltung ver\u00f6ffentlicht haben. Er konnte so weder zur Vorbereitung genutzt werden, noch konnten Diskussionen auf der Veranstaltung eingearbeitet werden. Ein merkw\u00fcrdiges Vorgehen\u2026)) wurde \u00fcber konkrete Aufgaben diskutiert, die wir als EA Berlin ((\u201cWir\u201d bezieht sich im folgenden immer auf den EA Berlin, wenn es nicht explizit anders darsteht.)) im Falle von Hausdurchsuchungen \u00fcbernehmen sollten. Auch mit diesen Punkten wollen wir uns mit diesem Text auseinandersetzen.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><em>Zum Umgang mit Repression im Allgemeinen<\/em><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Viel ist dar\u00fcber gesagt und geschrieben worden\u2026und trotzdem: Wir finden es wichtig sich generell mit Repression auseinandersetzen, nicht erst nach Hausdurchsuchungen. \u00dcberlegt in euren Kleingruppen, was es hei\u00dft linksradikale Politik gegen diesen Staat zu machen und welche Folgen das haben kann. Damit ihr vorbereitet sein k\u00f6nnt, damit die Angst nicht in Panik umschl\u00e4gt, damit Freund_Innen von euch wissen, was ihr euch f\u00fcr einen Umgang mit der Repression gegen euch w\u00fcnscht.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Wir denken, dass dies helfen kann, das Aufflammen panischer Ger\u00fcchtek\u00fcchen im Anschluss an (gr\u00f6\u00dfere) Repressionsschl\u00e4ge zu verhindern.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><em>Zum Vorschlag einer VV<\/em><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Die Idee nach gr\u00f6\u00dferen Hausdurchsuchungen ((Uns ist selber auch noch unklar, wie das zu f\u00fcllen ist. Klar scheint, dass unsere Reaktionen abh\u00e4ngig vom Umfang der Hausdurchsuchungen und den Tatvorw\u00fcrfen sein muss. Bei unseren Diskussionen hatten wir Hausdurchsuchungen vor Augen, von denen mehrere Hausprojekte und\/oder WGs\/Wohnungen betroffen sind, es mehrere Beschuldigte in den Verfahren gibt und es als Angriff auf \u201cuns alle\u201d wahrgenommen wird. Auf die Durchsuchung nur einer einzelnen WG wegen eines \u201ckleineren\u201d Delikts (Raubkopien etc.) lassen sich diese Gedanken wohl nur schwierig \u00fcbertragen.)) eine Vollversammlung (VV) zu machen, finden wir gut. Im Mittelpunkt der VV sehen wir die Frage nach einer solidarischen Reaktion. Hier k\u00f6nnen sich die Leute finden, die den Durchsuchungen eine solidarische Reaktion der Szene entgegen setzen wollen, sei es durch \u00f6ffentliche Aktionen oder das organisieren von Reparaturen, Laptop, etc. Die Sponti nach den Durchsuchungen am 14. August hat in unseren Augen gezeigt, dass an kollektiven Reaktionen ein Interesse besteht, aber die Aktionen besser geplant und abgesprochen sein sollte.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Zum Austausch von detaillierten Informationen \u00fcber die Durchsuchungen sollte die VV in unseren Augen jedoch nicht dienen. Zum einen bef\u00fcrchten wir, dass die VV sonst zu einem Ort wird, an dem Ger\u00fcchte geboren und weitergetragen werden. Zum anderen haben Umfeld und Anw\u00e4lt_innen meist am Abend anderes zu tun, als auf eine VV zu gehen. Wir sehen bessere Wege, um Infos \u00fcber die Durchsuchungen zu verbreiten, mehr dazu aber sp\u00e4ter.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Wir denken, dass eine VV dann am erfolgreichsten ist, wenn sie noch am Abend der Durchsuchungen stattfindet: Die spontane Mobilisierung der Szene durch die Durchsuchungen und das Bed\u00fcrfnis dem staatlichen Angriff etwas entgegen zu setzen, ist dann am gr\u00f6\u00dften. Nat\u00fcrlich hei\u00dft das nicht, dass eine Aktion dann auch direkt von der VV ausgehen muss. Es kann sich z.B. auch auf eine Demo in den n\u00e4chsten Tagen geeinigt werden.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Wir sind uns allerdings nicht sicher, ob die Szene nur auf eine solche VV gewartet hat und wie erfolgreich das Alles letztendlich wird. Die Idee ist ja nicht neu. Vor einigen Jahren gab es schon mal den Aufruf sich nach Hausdurchsuchungen um 20 Uhr vor dem Bethanien zu treffen. Das ist dann wegen zu geringer Teilnahme eingeschlafen. Einen neuen Anlauf k\u00f6nnten wir uns aber auf jedem Fall vorstellen und w\u00fcrden diesen so weit wir k\u00f6nnen unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">\u201eEin paar FreundInnen von Anna und Arthur\u201c haben vorgeschlagen, dass wir zu einer solchen VV einladen. Das halten wir f\u00fcr nicht praktikabel. Wir k\u00f6nnen schlicht nicht garantieren, dass wir jederzeit in der Lage sind, noch am selben Tag einen Raum zu organisieren. Au\u00dferdem m\u00fcsste der Ort dann auch noch jedes Mal schnell genug verbreitet werden, damit er alle erreicht. Wir denken es w\u00fcrde besser klappen, wenn ein Ort und eine Zeit f\u00fcr den Tag X im Vorfeld feststeht. Das setzt voraus, dass sich ein Hausprojekt findet, das diese Verantwortung \u00fcbernimmt. Auch grunds\u00e4tzlich halten wir die VV-Idee nur dann f\u00fcr umsetzbar, wenn sich Leute finden, die Verantwortung \u00fcbernehmen: die Aktionsideen reintragen, moderieren, Beschl\u00fcsse umsetzen und so weiter.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><em>Zum Umgang mit Informationen<\/em><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Im Mittelpunkt des Textes der \u201cpaar FreundInnen von Anna und Arthur\u201d steht die Frage des Umgangs mit Informationen. Sie fordern dort: \u201cInfos und Fakten m\u00fcssen so schnell wie m\u00f6glich ver\u00f6ffentlicht werden und f\u00fcr alle zug\u00e4nglich sein.\u201d Sie sprechen dabei mehrere Punkte an, zu denen ihnen eine Ver\u00f6ffentlichung nachpr\u00fcfbarer Fakten wichtig ist:<\/p>\n<ol>\n<li>Noch w\u00e4hrend der Durchsuchung soll die Adresse (Stra\u00dfe + Hausnummer) ver\u00f6ffentlicht werden, damit sich solidarische Menschen vor den H\u00e4usern oder Wohnungen versammeln k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Informationen zu dem Repressionsschlag: \u201cWer war da (LKA, BKA\u2026), aus welchem Grund, was haben sie gesucht bzw. mitgenommen, wurden Leute verhaftet und werden Leute gesucht. Diese Informationen k\u00f6nnen f\u00fcr Dritte von gro\u00dfem Interesse sein und warnende bis sch\u00fctzende Funktion haben.\u201d Und<\/li>\n<li>Informationen \u201c\u00fcber den Ablauf der Durchsuchung [&#8230;], bez\u00fcglich der Intensit\u00e4t oder der Brutalit\u00e4t.\u201d Sie schlagen vor, dass bei Durchsuchungen, die mehrere Personen betreffen, wir diese Informationen sammeln sollen und zeitnah ver\u00f6ffentlichen.<\/li>\n<\/ol>\n<p align=\"LEFT\">Diese Vorschl\u00e4ge haben bei uns einige Fragen aufgeworfen und auch Widerspruch ausgel\u00f6st. Grunds\u00e4tzlich denken wir, dass der Vorschlag der \u201epaar FreundInnen von Anna und Arthur\u201c zu wenig ber\u00fccksichtigt, wer welche Informationen wann ben\u00f6tigt. Der Vorschlag hat eine Tendenz zur weitgehenden Transparenz, die in unseren Augen in vielen konkreten F\u00e4llen problematisch werden kann. Wir m\u00f6chten uns im Folgenden aber nicht an dem Papier der \u201epaar FreundInnen\u201c abarbeiten, sondern lieber unsere eigenen Gedanken darstellen.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Wir sehen unterschiedliche Gr\u00fcnde Informationen \u00fcber Repressionsschl\u00e4ge weiterzugeben, die dann auch das jeweilige Vorgehen bestimmen sollten:<\/p>\n<ul>\n<li>Um Leute zu warnen, die von den aktuellen Ermittlungen m\u00f6glicherweise auch betroffen sind.<\/li>\n<li>Um solidarische Reaktionen durch die Szene zu erm\u00f6glichen.<\/li>\n<li>Um Wissen \u00fcber die aktuellen Strategien der Bullen und ihre Ermittlungsans\u00e4tze zu verbreiten, damit wir daraus lernen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Um die Informations- und Wissenshierarchie in der Szene abzubauen soweit dies m\u00f6glich ist.<\/li>\n<li>Um den b\u00fcrgerlichen Medien (und damit dem Staatsschutz) nicht die Deutungshoheit zu \u00fcberlassen.<\/li>\n<\/ul>\n<p align=\"LEFT\">Gerade im Kontext von Repression wird es aber immer Sachen geben, die einfach nicht alle wissen m\u00fcssen. Grunds\u00e4tzlich halten wir es f\u00fcr angebracht die Entscheidung \u00fcber eine Ver\u00f6ffentlichung von Informationen den Betroffenen zu \u00fcberlassen. Insbesondere die Forderung nach dem Ver\u00f6ffentlichen der Adresse halten wir f\u00fcr schwierig, da sie in vielen F\u00e4llen die Bed\u00fcrfnisse der Betroffenen ignoriert und sie wom\u00f6glich zus\u00e4tzlichem Stress und Gefahren durch Vermieter, Nachbar_innen und Nazis aussetzt.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Wir finden es daher wichtig zwischen Informationen zu unterscheiden, die f\u00fcr eine breitere \u00d6ffentlichkeit bestimmt sind und solchen, die nur f\u00fcr bestimmte Menschen wichtig sind.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><em>Informationen f\u00fcr eine breite \u00d6ffentlichkeit<\/em><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Im Anschluss an eine Durchsuchung scheint es uns sinnvoll wenige Informationen sofort zu ver\u00f6ffentlichen. Als eine Art Leitfaden schlagen wir folgende Fragen vor:<\/p>\n<ul>\n<li>In wie viele H\u00e4user und Wohnungen sind die Bullen eingeritten?<\/li>\n<li>Welche Vorw\u00fcrfe stehen im Durchsuchungsbefehl?<\/li>\n<li>Nach was sollten sie laut Durchsuchungsbefehl suchen?<\/li>\n<li>Wurde im Anschluss\/vor Ort eine ED-Behandlung gemacht und DNA entnommen?<\/li>\n<li>Wie viele Bullen waren vor Ort und wie haben die sich verhalten?<\/li>\n<\/ul>\n<p align=\"LEFT\">Wir denken, dass diese Infos ausreichen, um anderen Leuten eine erste Einsch\u00e4tzung zu erm\u00f6glichen und solidarische Aktionen zu planen. Zudem sind das die \u201eharten Fakten\u201c, die nicht abh\u00e4ngig sind von Interpretationen sind und die die Bullen sowieso haben. Eine solche kurze Ver\u00f6ffentlichung kann den Bullen somit \u2013 im Gegensatz zu wilden Spekulationen \u2013 kein zus\u00e4tzlichen Anhaltspunkte f\u00fcr ihre Ermittlungen liefern.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Die \u201epaar FreundInnen von Anna und Arthur\u201c haben vorschlagen, dass wir solche Informationen sammeln und ausschlie\u00dflich f\u00fcr deren Ver\u00f6ffentlichung zust\u00e4ndig sein sollen. Dies halten wir aufgrund unserer Kapazit\u00e4ten f\u00fcr keine gute L\u00f6sung.<br \/>\nEine bessere Alternative sehen wir in der Idee, dass sich Hausprojekte, WGs und\/oder Bezugsgruppen Partner_innenprojekte suchen, mit denen sie im Vorfeld schon \u00fcber Hausdurchsuchungen und m\u00f6gliche Reaktionen sprechen. Das Partner_innenprojekt kann dann nach einer Hausdurchsuchung daf\u00fcr sorgen, dass mit Informationen auf die Art und Weise umgegangen wird, wie die Betroffenen es sich w\u00fcnschen. Unter anderen kann es auch eine Ver\u00f6ffentlichung der oben genannten Basics im Sinne der Betroffenen vornehmen. Wenn gew\u00fcnscht, kann dann eine Erkl\u00e4rung auch gerne \u00fcber unserer Homepage ver\u00f6ffentlicht werden.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Neben diesen Fakten ergeben sich aus Akten und Gerichtsverfahren manchmal weitere interessante Informationen: Zu den Ermittlungsmethoden, auf die die Bullen gerade setzen. Zu der Art und Weise, wie sie ihre Konstrukte aufziehen. Zu Fehlern, die gemacht wurden. Oder auch zu Strategien, an denen sich die Bullen die Z\u00e4hne ausgebissen haben.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Sollten solche Erkenntnisse sichtbar werden \u2013 und nur dann, finden wir es gut diese Informationen zu ver\u00f6ffentlichen. Das erm\u00f6glicht es uns gemeinsam ein Bild von der aktuellen Repression gegen uns machen zu k\u00f6nnen und vielleicht auch daraus zu lernen. F\u00fcr eine solche Ver\u00f6ffentlichung sehen wir jedoch keinen Zeitdruck. In der Regel ist es sinnvoll bis zum Abschluss des Verfahrens zu warten. Empfehlen w\u00fcrden wir, dass einer solchen Ver\u00f6ffentlichung eine gemeinsame Diskussion aller Beschuldigten voraus geht. Beim Schreiben sollte daran gedacht werden, dass der Text sich nicht nur an das eigene Umfeld richtet \u2013 daf\u00fcr gibt es bessere Kan\u00e4le \u2013 sondern vor allem von Leuten aus anderen Regionen und Szenen und sicherlich auch vom Staatsschutz gelesen wird. Deshalb finden wir es wichtig, dass Fakten klar von eigenen Einsch\u00e4tzungen getrennt sind und auf Spekulationen verzichtet wird. Sehr gut hat uns der Text \u201cRepressionsmethoden im Jahr 2013 am Beispiel aktueller F\u00e4lle\u201d ((BetroffInnengruppe: Repressionsmethoden im Jahr 2013 am Beispiel aktueller F\u00e4lle. 16. Oktober 2013: <a href=\"http:\/\/ea-berlin.net\/repressionsmethoden-im-jahr-2013-am-beispiel-aktueller-faelle\" target=\"_blank\">http:\/\/ea-berlin.net\/repressionsmethoden-im-jahr-2013-am-beispiel-aktueller-faelle<\/a>)) gefallen.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><em>Informationen f\u00fcr einen \u00fcberschaubaren Personenkreis<\/em><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Andere Informationen ordnen wir einem nicht\u00f6ffentlichen Bereich zu. Dazu geh\u00f6rt vor allem die Frage wie Leute, die auch von den Ermittlungen betroffen sein k\u00f6nnten, gewarnt werden k\u00f6nnen. Dass durch eine schnelle, breite Ver\u00f6ffentlichung von Details eine_r sich den Arsch retten kann, stellt unseres Erachtens einen Irrglauben dar. F\u00fcr konkrete Warnungen, bspw. von Mitbeschuldigten oder Personen, die in den Akten auftauchen, gibt es andere, sicherere Wege. Und unsere Erfahrungen zeigen, dass das auch funktioniert. Vertraut darauf, dass ihr informiert werdet, wenn es euch betrifft, anstatt wild zu spekulieren.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Als Betroffene_r halten wir es f\u00fcr sinnvoll, sich zu fragen, wer was wie schnell erfahren muss. Gut ist es dabei, wenn der_die Betroffene_n sich Unterst\u00fctzung von 1-2 Vertrauenspersonen holt und das mit ihnen gemeinsam bespricht. Dadurch kann verhindert werden, dass den Bullen durch \u00fcberst\u00fcrztes Verhalten weitere Infos geliefert werden oder vergessen wird Leute zu warnen.<br \/>\nBeachtet dabei, dass die Bullen nach Hausdurchsuchungen h\u00e4ufig darauf schauen, wer mit wem telefoniert oder gar einige Leute observieren. So erkl\u00e4rte ein Ermittler nach den Hausdurchsuchungen vorm G8 2007: \u201cWir haben in den Busch geschossen, nun sehen wir weiter, was und wer sich dort bewegt.\u201d ((\u201cDurchsuchungen bei G-8-Gegnern: Fahnder f\u00fcrchten Krawalle nach Razzien\u201d Spiegel Online vom 9. Mai 2007: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/durchsuchungen-bei-g-8-gegnern-fahnder-fuerchten-krawalle-nach-razzien-a-481976-2.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/durchsuchungen-bei-g-8-gegnern-fahnder-fuerchten-krawalle-nach-razzien-a-481976-2.html<\/a>)) Nicht nur in solchen Situationen ist es gut, \u00fcber Kommunikationsmittel und -formen zu verf\u00fcgen, \u00fcber die sich trotz abgeh\u00f6rter Telefone oder gar Observierungen unbeobachtet ausgetauscht werden kann. ((Wie solche Strukturen aussehen k\u00f6nnen und worauf dabei geachtet werden sollte, w\u00fcrde den Rahmen dieses Textes sprengen. Vielleicht hat ja Lust wer von euch, die ihr diesen Text lest, dazu mal was zu schreiben?))<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Trotzdem und zu guter Letzt: Nach so einer Hausdurchsuchung ist es wichtig, dass die Betroffenen sich nicht allein gelassen f\u00fchlen \u2013 trefft euch mit ihnen, geht zusammen was trinken, fragt nach wie es ihnen geht. Lasst die von Repression Betroffenen nicht alleine<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Zeit wird wieder vermehrt \u00fcber Hausdurchsuchungen und wie wir als Szene darauf reagieren k\u00f6nnen und sollten diskutiert. Anlass sind u.a. die Hausdurchsuchungen vom 14. 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