Freiheit für Silvia, Billy und Costantino
Laut einer Mitteilung auf indymedia switzerland sitzen seit dem 15. April drei AnarchistInnen in der Schweiz in Untersuchungshaft, weil sie laut der hetzerischen Presse beschuldigt werden “einen Sprengstoffanschlag auf die Schweizer Niederlassung von IBM geplant [zu] haben“. Sie sollen der italienischen öko-anarchistischen Gruppe “Il Silvestre” angehören. Bei einer Verkehrskontrollen wurden in dem Auto, mit dem Silvia, Billy und Costantino unterwegs waren, Sprengstoff und Gegestände zum Bau von Sprengsätzen gefunden, sowie ein BekennerInnenschreiben, “das auf einen geplanten Anschlag auf das IBM-Forschungszentrum in Rüschlikon ZH hinweist“.
Momentan befindet sich Silvia im Gefängnis in Biel, Costa in Bern und Lucca in Thun.
Il Silvestre stand schon oft im Blickpunkt der Repressionsbehörden, es gab Hausdurchsuchungen, Inhaftierungen, Anklagen und Haftstrafen wegen Mitgliedschaft. Innerhalb der letzten vier Jahre gab drei Verfahren ähnlich dem §129 in Deutschland.
Kontakt zu UnterstützerInnen in der Schweiz: Freiheit_3@hotmail.com
Solidaritätserklärung von anarchistischen und kommunistischen Gruppen
aus Italien, der Schweiz, Deutschland und Belgien
Am 15. April wurden Costantino, Silvia und Billy in der Schweiz verhaftet mit dem Verdacht, explosives Material transportiert und versucht zu haben, es einzusetzen.
Wir bekräftigen ihnen gegenüber unsere uneingeschränkte Solidarität. Ihre Identität und ihr Kampf ist der aller Revolutionärinnen und Revolutionäre, weil sie immer mit Leidenschaft, Hartnäckigkeit und Willen gegen den Staat und den Kapitalismus gekämpft haben, welche seit jeher Kriege, Tod, Umweltzerstörung, Ausbeutung, Unterdrückung und Profit für die Herrschenden erzeugt haben.
Und die Kontrolle und die bio- und nanotechnologische Forschung sind einige der Instrumente in den Händen der Macht, um diese Zustände aufrecht zu erhalten.
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Update: 28. April 2010: Die Berufungsverhandlung von Giannis Dimitrakiswurde auf den 6. Dezember 2010 verschoben.
Über solidarische Aktion, die am 27. April weltweit stattfanden:
In vielen griechischen Städten fanden Kundgebungen und weitere solidarische Aktionen statt, es wurden Flugblätter verteilt, Transparente aufgehängt, Radiosender besetzt und vieles mehr. In Athen gingen mehr als 1000 solidarische Menschen auf die Strasse in einer kraftvollen Demo.
In Buenos Aires, Argentinien, griffen 50 AnarchistInnen die griechische Botschaft mit Molotovcocktails und Farbbomben an und sprühten solidarische Graffiti. Es kam zu fünf Verhaftungen.
Ebenfalls in Barcelona, Madrid, Malaga und Paris kam es zu Akten der Solidarität. In Berlin gab es eine Spontandemo mit 20 Leuten nach einer Infoveranstaltung über den Fall der sechs kürzlich Inhaftierten.
In London wurde das hellenische Zentrum besetzt. Zwei Transparente wurden vom Dach herabgelassen und ein weiteres am Eingang gezeigt. Die Aufschriften waren: ‘Freedom to Dimitrakis and to all Anarchist Prisoners’; ‘Honour to Lambros Fountas’ – ‘Freedom to the 6′ und ‘Fire to the Prisons – Freedom to the Anarchist Comrades Alfredo Bonnano and Christos Stratigopoulos’.


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Am 29. April, Jonatans Geburtstag, nach der Repression der letzten Monate (gegen Jonatan wurde ein Verfahren im Knast eingeleitet da er für Unruhe gesorgt haben soll. Daraufhin saß er für mehrere Wochen in Isolationshaft und wurde später in einen Knast mit höherer Sicherheitsstufe verlegt.), wird es einen Tag in Solidarität mit Jonatan und allen kämpfenden Gefangenen geben. Für all die, die weltweit Widerstand gegen Repression und Isolation leisten und für Freiheit kämpfen!
Schickt Geburtstagsgeschenke, Briefe, Karten, Bilder und greift die Knastgesellschaft an!
Jonatan Strandberg
KVA Hällby
Box 100
64045 Kvicksund
Sweden
Weitere Infos über Jonatan und den Grund seiner Inhaftierung:
againstthewaiting.blogsport.de
Update: 06. Mai 2010: Ein Brief von Christoforos Kortesis, einem inhaftierten Genossen
Der folgende Brief stammt von Christoforos Kortesis, einem der sechs im Verfahren gegen den „Revolutionären Kampf“ verhafteten Anarchisten, geschrieben Freitag, den 30. April im Gefängnis von Korinth:
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Auch und gerade vor Gefängnismauern macht die Armut nicht halt. Im Folgenden soll von staatlich geförderter Armut die Rede sein, wenn nämlich im Zuge von Einsparungen die Entlohnung der Gefangenenarbeit gekürzt wird.
Nach einem kurzen Rückblick ins Jahr 1998, als das Bundesverfassungsgericht die damalige Praxis der Gefangenenentlohnung als verfassungswidrig einstufte (a.), sollen die aktuellen Kürzungen anhand der Situation in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bruchsal näher dargestellt werden (b.). Die Auswirkungen werden im Anschluss beleuchtet (c.), um mit einem Ausblick zu schließen (d.).
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Athen, Griechenland. In zweitausend Kilometer Entfernung. Ein fast bankrotter griechischer Staat und eine Wirtschaft, die nicht mehr funktioniert. Auf den Rat der Europäischen Union hin, fordert die regierende sozialistische Partei eine Reihe wirtschaftlicher Maßnahmen und Umstrukturierungen. Die Minister schwören, es werden “Blut, Schweiß und Tränen” benötigt, aber “es ist die einzige Option”. Straßen, Häfen, Flughäfen, Grenzen, Fabriken, Eisenbahnschienen,… wurden seit Januar regelmäßig blockiert, blockiert von jenen, die wissen, dass sie diejenigen sind, die den Preis dafür bezahlen werden. Demonstrationen folgen auf Demonstrationen und nicht ein einziger Politiker schafft es den Protest zu beruhigen und zu kanalisieren. Schwere Krawalle mit den Aufstandseinheiten der Polizei finden regelmäßig statt und hunderte zerstörerische Akte, Brandstiftungen und Bombenanschläge richten ihre zerstörerische Energie in Richtung der staatlichen Strukturen und der Wirtschaft, in Richtung all der Manifestationen der Autorität.
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Am Mittwoch, den 17. März, kam in Zürich auf dem Flughafengelände ein 29-jähriger Migrant, welcher in Auslieferungshaft sass, ums Leben. Er sollte mit einer Chartermaschine zusammen mit anderen nach Nigeria abgeschoben werden. Dazu wurde er gefesselt, wenig später brach er zusammen. Bereits Tage davor trat er in einen Hungerstreik, um gegen die bevorstehende Ausschaffung zu protestieren. Nach dem Todesfall wurden alle geplanten Charterflüge erst einmal ausgesetzt.
Erfreulich ist, dass sich bereits am darauffolgenden Tag 50 bis 70 solidarische Menschen vor dem Abschiebeknast versammelten und Wut und Trauer zeigten. Viele Gefangene schlugen gegen die Fenster um Lärm zu machen und durch Rufe fand etwas Kommunikation statt.
Der Staat hat mal wieder seine Erbarmungslosigkeit gegenüber denen gezeigt, die auch am großen Kuchen des Wohlstand der Industriestaaten auf der nördlichen Halbkugel der Erde teilhaben wollen. Bereits am 7. März kam in Hamburg der 17-jährige David M. durch “Selbstmord” ums Leben. Er befand sich ebenfalls in Abschiebehaft und war in einen Hungerstreik getreten. Die Liste ließe sich jetzt unendlich weiterführen, und zeigt die Notwendigkeit für die Freiheit aller und gegen die bestehenden mörderischen Verhältnisse zu kämpfen.
Momentan befinden sich zehn Inhaftierte des Ausschaffungsgefängnisses des Züricher Flughafens im Hungerstreik, um gegen den durch die schmierigen Hände des Staates zu verantwortenden Tod des 29-Jährigen zu protestierten. Update: 04. April 2010: Am 29. März wurde mitgeteilt, dass der Hungerstreik beendet wurde.
Auf indymedia Switzerland wurde am 2. April eine Übersicht der Protestaktionen veröffentlicht.
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