Am 18. September 2010 werden
The Now-Denail (Hardcore-Punk-Granate auf Abschiedstour )
Seein’ Red (Hardcore-Punk-Explosion seit 20 Jahren)
in der Køpi (Köpenickerstr. 137 in Berlin-Mitte) ab 22:00 Uhr ein Solikonzert für ABC Berlin spielen.
Kommt vorbei und feiert mit uns das erste Mal Seein’ Red und The Now-Denail zum letzten Mal in Berlin auf der Bühne.
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Update: 25. April 2010: Ausdehnung der Inhaftierung von Alfredo Bonanno und Christos Stratigopoulos
Vor einigen Tagen wurde der Antrag für die Freilassung von A. Bonnano und Ch. Stratigopoulos verneint und es wurde entschieden, dass beide weitere sechs Monate hinter Gittern zu verbringen haben.
Speziell im Fall von Alfredo wurde die Verlängerung der Haft entscheiden trotz mehrerer Hinweise von Ärzten (Knastärzte sowie welche von draußen, die ihn untersucht hatten) auf seine sehr ernsten Gesundheitssituation.
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SAMSTAG | 18.9. | Ab 16 Uhr | Reuterplatz | Neukölln
No Justice, No Peace – Konzert gegen Polizeigewalt
In der Nacht zum Neujahr 2009 wurde Dennis von einem Berliner Bullen in Schönfließ erschossen. Er wurde wegen minderschweren Delikten per Haftbefehl gesucht und der LKA-Fahnder hatte einen Tip über seinen Aufenthaltsort bekommen. Also fuhr er mit zwei seiner Kollegen in das brandenburgische Dorf und fand Dennis dort in seinem Auto sitzend vor. Warum der Polizeikommissar Reinhard Rother das ganze Magazin seiner Waffe auf den 26-jährigen abfeuerte ist unklar. Fakt ist: Dennis war unbewaffnet und es ging keine Gefahr von ihm aus.
Wie üblich übernahmen die offiziellen Medien Tags darauf die Meldung der Polizei-Pressestelle ohne kritisch zu hinterfragen und selbstständig zu recherchieren. Sie sprachen von Notwehr und hetzten gegen den “Intensivtäter” Dennis. Erst durch intensive Öffentlichkeitsarbeit wurden auch in Berlins Medienlandschaft Zweifel an der Notwehrtheorie laut.
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Unter dem Namen “Operation Salamander” fanden in den Morgenstunden des 14. August 2010 zeitgleich 17 Durchsuchungen in Santiago de Chile und zwei in Valparaíso statt. 14 Personen wurden verhaftet unter dem Vorwurf an über 100 Bomben- und Brandanschlägen auf Staat und Kapital beteiligt gewesen zu sein und und der Anschuldigung MitgliederInnen von bewaffneten Gruppen zu sein. Neben den Wohnungen wurden auch Sozialzentren von den Bullen durchsucht und dort Gegenstände beschlagnahmt. Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens werden auch Verbindungen nach Italien und andere Länder hergestellt.
Infos in spanischer Sprache unter libertadalos14a.blogspot.com, www.hommodolars.org und culmine.noblogs.org.
Solidarität mit den Inhaftierten!
Feuer und Flamme für Staat und Kapital!
Einige Infos vom 23. August:
Dies ist eine Liste der 14 anarchistischen Kameraden, die entführt waren und es zum Teil noch sind vom chilenischen Staat.
Rodolfo Retamales: Gekidnappt im Hochsicherheitsgefängnis, Vorbeugehaft für 180 Tage, unter dem Vorwurf der Verschwörung.
Pablo Morales: Gekidnappt im Hochsicherheitsgefängnis, Vorbeugehaft für 180 Tage, unter dem Vorwurf der Verschwörung.
Felipe Guerra: Gekidnappt im Hochsicherheitsgefängnis, Vorbeugehaft für 180 Tage.
Carlos Riveros: In “Freiheit” unter Sicherheitsmaßnahmen.
Vinicio Aguilera: Gekidnappt im Hochsicherheitsgefängnis, Vorbeugehaft für 180 Tage.
Mónica Caballeros : Gekidnappt im Frauengefängnis, Vorbeugehaft für 180 Tage.
Andrea Urzúa: Gekidnappt im Frauengefängnis, Vorbeugehaft für 180 Tage.
Camilo Perez: In “Freiheit” unter Sicherheitsmaßnahmen.
Cristián Cancino: In “Freiheit” unter Sicherheitsmaßnahmen.
Diego Morales: In “Freiheit” unter Sicherheitsmaßnahmen.
Francisco Solar: Entführt in CAS Sorgerecht für 180 Tage.
Omar Hermosilla: Gekidnappt im Hochsicherheitsgefängnis, Vorbeugehaft für 180 Tage, unter dem Vorwurf der Verschwörung.
Candelaria Cortez: In “Freiheit” unter Sicherheitsmaßnahmen.
Iván Goldenberg: In “Freiheit” unter Sicherheitsmaßnahmen.
Die Sicherheitsmaßnahmen umfassen das Verbot das Land zu verlassen und miteinander zu kommunizieren, wöchentlich Unterschriftenabgabe, das Verbot die Gefangenen zu besuchen sowie besetzte Häuser und Sozialzentren.
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Am 19. Juni 2010 fand im deutschsprachigen Raum ein Aktionstag statt, welcher alle Formen der Einsperrung, Inhaftierung und des Wegsperrens und die Folgen davon (Isolation, Vereinzelung, usw.) thematisieren sollte. In vielen Städten gab es vielfältige Aktionen, von Kundgebungen und Flugblatt verteilen in der Innenstadt, Besuch der lokalen Knäste, bis hinzu direkten Aktionen.
Der Aufruf und der Rahmen für den Aktionstag wurde offen gestaltet, so dass es möglich war für alle die sich irgendwie angesprochen fühlten, ihren Beitrag unter dem Motto zu leisten und dabei ihre eigenen Schwerpunkte setzen konnten. Angesprochen fühlen sollten sich auch nicht nur diejenigen, die eh schon gegen Knäste, Abschiebelager und die tagtäglich massiver auftretende soziale Kontrolle kämpfen. Das Ziel sollte es sein das Thema und Einsperrung wieder in den Blickpunkt zu stellen, natürlich nicht ohne den Blick auf die Perspektive zu verlieren, die Perspektive nach einem anderen Leben, frei von Unterdrückung, Ausbeutung und frei von allen Herrschaftsformen.
Die Aufrufe und weitere Infos: http://www.abc-berlin.net/aktionstag-gegen-eine-geknastete-gesellschaft-am-19-juni-2010
Hamburg
Aktionen zum Antiknast Aktionstag in Hamburg
Am 19.06.2010 fanden in Hamburg Aktionen im Rahmen des Antiknast-Aktionstages gegen alle Knäste und Zwangsanstalten statt.
Konflikte lassen sich nicht wegsperren! – Aktionen zum Antiknast Aktionstag in Hamburg
Am 19.06.2010 fanden in Hamburg Aktionen im Rahmen des Antiknast-Aktionstages gegen alle Knäste und Zwangsanstalten statt.
Im zentralen Bahnhofsviertel Hamburgs, St. George, wurde eine große Plakatwand angebracht auf der sich mit allen kämpfenden Gefangenen solidarisiert und die Freiheit aller gefordert wurde.
Am Nachmittag des Tages fanden sich einige Menschen vor dem U-Haft Knast Holstenglacis ein und brachten Transparente mit Kontakt Adressen in Sichtweite der Gefangenen an um Kontakt herzustellen und Isolation zu brechen. Außerdem wurden Parolen wie “Freiheit für alle Gefangenen!” gerufen.
Einige Menschen warfen Tennisbälle über die Außenmauer des Knastes die mit Nachrichten und Forderungen für die Gefangenen und gegen alle Knäste versehen waren. Gefangene reagierten positiv auf die Aktion und erwiderten die gerufenen Parolen. Angehörige von Inhaftierten die anwesend waren äußerten ihre Begeisterung über die Aktion.
An verschiedenen Orten im Deutschsprachigen Raum haben an diesem Tag Menschen Aktionen gegen die Welt der Knäste verübt.
An einem Tag wie diesem können Berührungsängste mit dem Fremdkörper Knast abgebaut und die Miniaturwelt hinter Mauern und Gittern für einen kurzen Moment unterbrochen werden.
Für die Freiheit aller Gefangenen! Für das Ende aller Knäste!
Für den sozialen Aufstand!
einige Anarchistinnen und Anarchisten
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Kundgebung — 3. Juli 2010 — 18.00 Uhr — Hermannplatz (Bln-Neukölln)
Am 3. Juli wurde das Urteil gegen die Mörder von Dennis gesprochen werden, der Mörder wurde zu zwei Jahren auf drei Jahre Bewährung verurteilt, seine beiden Helfer und lügenden Bullenkollegen zu Geldstrafen. Aber das Urteil interessiert uns nur wenig, da es von Seiten der Justiz keine Gerechtigkeit geben kann. In dieser gesellschaftlichen Ordnung, die auf Gewalt aufgebaut ist, Gewalt gegen diejenigen, die sich nicht beugen und formen lassen und wie eine Herde Schafe gehorchen wollen, kann es keine Gerechtigkeit geben.
Infoveranstaltung — 5. Juli 2010 — 19.30 Uhr — Festsaal Kreuzberg (Bln-Kreuzberg, Skalitzer Str. 130)
“Tödliche Polizeigewalt: Niemand wird vergessen!” Oury Jalloh, Dennis J., Halim Dener, Tennesse Eisenberg… all diese Menschen starben in Deutschland duch Polizeigewalt. Oft kriegen wir kaum die Namen mit, aber manchmal findet sich die Familie oder Freundeskreis nicht mit der Polizeimeldung ab, recherchiert eigenständig und fördert oftmals erstaunliches zu Tage. Die “Notwehrtheorien” der beteiligten Cops halten Zeugenaussagen und Gutachten nicht stand, trotzdem werden die Verfahren eingestellt oder die Cops freigesprochen. An diesem Abend wollen wir mit der Oury Jalloh Initiative und der Famile von Dennis J. diskutieren, welche Problem auftreten wenn Polizisten gegen Polizisten ermitteln, welche Unterstützung gewünscht ist und damit hoffentlich auch ein Stückweit Solidarität entwickeln um der Ohnmacht etwas entgegen zu setzen.
Presseartikel und Medienbeiträge zum Urteilsspruch und zur Kundgebung am Abends inkl. Bullengewalt:
Tagesspiegel vom 03.07.10;
Tagesspiegel vom 03.07.10;
Berliner Morgenpost vom 03.07.10;
BZ vom 03.07.10;
Brandenburg aktuell vom 03.07.10;
rbb Aktuell vom 03.07.10;
rbb Abendschau vom 03.07.10;
Berliner Zeitung vom 05.07.10
Urteilsverkündung gegen Todesschützen von Dennis J. – Interview mit Prozessbeobachterin
Fotos von der Kundgebung und Bullengewalt von Björn Kietzmann, Mikael Zellmann und pm_cheung
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Wer seine Freiheitsstrafe vollständig verbüßt hat, der ist in Deutschland ein freier Mensch. So glauben zumindest viele Menschen. In der Praxis wird das Gefängnis, welches durch Mauern umwehrt ist, ersetzt durch die sogenannte Führungsaufsicht (§§ 68 ff Strafgesetzbuch).
Besonders hart trifft es Menschen mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit, denn in diesen Fällen ist die Ausländerbehörde, bzw. das Amt für öffentliche Ordnung berechtigt weitere Auflagen zu erteilen.
Im Folgenden berichte ich von einem konkreten Einzelfall, der aber letztlich exemplarisch ist für den Umgang des (deutschen) Staates mit Ex-Gefangenen.
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Schon vor über einem Jahr hatte ich über die Firma Massak Logistik GmbH (www.massak.de) berichtet, welche in zahlreichen Gefängnissen deren Insassinnen und Insassen mit Nahrungs-/ Genuss- und Körperpflegemitteln beliefert (vgl. Knastshop Massak — ein Erlebnis!).
Eröffnete Werner Massak 1994 einen EDEKA aktiv Markt im bayrischen Memmelsdorf, folgte zwei Jahre später ein weiterer Markt und seit 2000 ist er nunmehr mit oben genannter GmbH im Knastgeschäft tätig. Erst in Bayern, dehnte er sich wenige Jahre später in andere Bundesländer aus. So übernahm die Massak Logistik GmbH sukzessive fast alle Gefängnisläden in Thüringen (vgl. Landtagsdrucksache 4/5400 v. 10.07.2009 des Thüringer Landtags). Eine Kleine Anfrage von DIE LINKE deckte auf, wie peu a peu bestehende Verträge mit Lieferanten vor Ort gekündigt oder nicht verlängert wurden und stets die bayrische Firma, deren Geschäftsführer Werner Massak ist, die Läden übernahm (in einem Fall sogar ohne vorherige Ausschreibung, nämlich JVA Goldlauter; vgl. Drucksache 4/5400, a.a.O., S. 2, zu Ziff. 5). Nur eine einzige Haftanstalt in Thüringen ist noch nicht im „Portfolio“ des Herrn Massak (hier: JVA Hohenleuben).
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