Category “Gefangene”

Zwei Personen in Untersuchungshaft wegen brennenden Autos in der Schweiz – aus der Haft entlassen

Saturday, 9 January, 2010

feuriges aus der schweizUpdate 09. Januar 2010: Laut Zeitungsartikeln sind die beiden in Aarau inhaftierten Anarchisten, denen mehrfache Brandstiftung an Luxusautos und begleitende Sprayereien angeschuldigt wird, seit ein paar Tagen aus der Untersuchungshaft entlassen. Nach 46 Tagen Haft und fast täglichen Verhören seien sie für eine der Brandstiftungen geständig, bei welcher die Beweislage am schwerwiegendsten war. Diese Informationen stammen von den Bullen und Median, sind also (wie immer!) mit Distanz zu betrachten. Eine Stellungnahme der Soligruppe auf indymedia switzerland vom 8. Januar.


21. Dezember 2009: Brennende Autos als Mittel im Kampf gegen die bestehenden Verhältnisse gibt es nicht nur in Berlin. Auch in der Schweiz verwandeln sich Nobelkarossen und Fahrzeuge, von an der Ausbeutung und Unterdrückung beteiligten Firmen, in Fälle für die Schrottpresse.
Am 14. November wurden zwei Anarchisten in Aarau, einer Kleinstadt in der Schweiz, verhaftet unter dem Vorwurf über einen längeren Zeitraum mehrere luxuriöse Fahrzeuge in Brand gesteckt zu haben. Jetzt sitzen die beiden in Haft und die Brände gehen unvermindert weiter. Eine Vielzahl von solidarischen Aktionen haben bereits stattgefunden, einige weitere werden sicherlich folgen.
Wenn ihr den Inhaftierten schreiben wollt, schickt die Briefe an folgende Adresse, diese werden dann weitergeleitet: Infoladen Reitschule, Vermerk: Aarau, Postfach 5053, 3001 Bern

Aktuelle Infos gibt es auf den Websiten: Infoportal Aargrau und an die Waisen des Existierenden.
Ein Update vom 28. Dezember ‘09 zur aktuellen Situation der beiden Inhaftierten von der Soligruppe auf indymedia switzerland.

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Zu aktuellen Repressionsschlägen in Chile

Sunday, 3 January, 2010

Argentinien schiebt Marcelo Villarroel und Freddy Fuentevilla nach Chile ab

freddy-marcelo-chileDie argentinische Regierung weist Freddy Villaroel und Marcelo Fuentevilla am 15.12. durch eine grossangelegte polizeiliche Operation mit Hochsicherheits-Charakter aus. Alle Strassen Neuquéns (Argentinien), wo die beiden seit dem 15.03. letzten Jahres im Knast sassen, wurden von einem Grossaufgebot der Polizei überwacht, um jegliche solidarische Aktion sofort zu unterbinden. Die Nachricht der Abschiebung wurde vorher nicht offiziell bekannt gegeben, nicht einmal ihre Anwälte wurden unterrichtet. Nur durch die Frau eines Mitgefangenen wurde die Nachricht überliefert, dass Freddy und Marcelo in Isolierungszellen verlegt wurden, was auf eine Verlegung in einen anderen Knast oder eine Abschiebung hindeutete.
Nachdem sie 22.45 Uhr an einem Grenzposten in Lonquimay (9. Region) der chilenischen Polizei übergeben wurden, flog man sie nach Santiago de Chile, wo sie in den Morgenstunden ankamen.
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Zum Hungerstreik vom 20. Dezember bis zum 1. Januar in den Knästen

Monday, 21 December, 2009

anarchoblumeDurch die Initiative des anarchistischen Gefangenen Gabriel Pombo da Silva wird es vom 20. Dezember bis zum 1. Januar 2010 einen kollektiven Hungerstreik in den Knästen geben, um die Solidarität zwischen inhaftierten RebellInnen in der ganzen Welt zu verdeutlichen und zu stärken, sowie den Hass auf den Knast und die Gesellschaft, die diese produziert.
Eine Vielzahl von Gefangenen aus vielen Teilen der Welt hat ihre Teilnahme signalisiert:

Gabriel Pombo Da Silva
c/o JVA Aachen – Krefelderstrasse 251 – 52070 Aachen – Deutschland

Marco Camenisch
Postfach 3143 – 8105 Regensdorf – Schweiz

Juan Carlos Rico Rodríguez
und
Francisco Maya Rodriguez
Centro Penitenciario de Madrid V (Soto del Real) – Ctra. Comarcal 611, km. 37,6 – C.P. 28770 Soto del Real (Madrid) – España

Sergio Maria Stefani
Carcere di Spoleto/ via maiano, 10/ 06049-Spoleto (PG)

Honorio Gómez Alfaro
Centro Penitenciario de Madrid IV/ Ctra. N-V, km. 27,7 / 28600 Navalcarnero (Madrid)/ España

Alberto Jiménez Alba
Centro Penitenciario de Madrid III/Ctra. Pinto-San Martín de la Vega, km. 5/ 28340 Valdemoro (Madrid)/ España

Diego Petrissans
C.P.F. Devoto (C.A.B.A.)/ Bermudez 2651 (C.P. 1417)/ P. 5 – C 2°/ Argentina

Gabriel sitzt seit Juni 2004 im Knast in Aachen und wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt, davor saß er mehrere Jahre in Spanien, wo er innerhalb des FIES-Systems (Isolationshaft) dagegen gekämpft hat. Im Zusammenhang mit Gabriel wollen wir auch den Anarchist José Delgado erwähnen, der ebenfalls zu der gleichen Strafe verurteilt wurde. Die Beiden wurden mit zwei anderen Menschen in Aachen nahe der deutschen Grenze im Jahr 2004 verhaftet. Gabriel schreibt regelmäßig Texte, die in der ganzen Welt veröffentlicht werden und beteiligt sich am vielen Protestaktion aus dem Knast heraus.

Den Aufruf von Gabriel sowie Briefe und Texte von Gefangenen, die sich entschlossen haben ihren Beitrag zu leisten, sind weiter unten zu finden.

“Solidarity is a weapon, best used when it becomes gasoline to throw on those fires of revolt that their repression wants extinguished” – Sergio

“I think it is clear that our oppressors are not afraid of our diy explosives (on this point they are far ahead of us) but of the ideas that drive us to break through the status quo, of the love that moves us to overcome anything in our way and makes us bold and reckless.” – Gabriel Pombo Da Silva

Solidarität mit allen kämpfenden Gefangenen!
Freiheit für alle!

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Mauro S. – Untersuchungshaft nach Soli-Demo

Thursday, 17 December, 2009

wba-logoUpdate 07. Februar 2010: Am 1. Februar wurde Mauro aus der Untersuchungshaft entlassen. weitere Infos folgen….


17. Dezember 2009: Am 26. November 2009 demonstrierten in Berlin etliche Menschen gegen die Räumung der Brunnenstrasse 183 (24.11.2009). Einer dieser Menschen war Mauro S., der im Laufe der Demonstration festgenommen wurde. Ihm wird vorgeworfen eine Flasche auf die Polizei geworfen zu haben.
Wir wollen nicht die verschiedensten Punkte aufführen, welche diesen Vorwurf widerlegen können. Für uns spielt es keine Rolle, ob ein Mensch im Sinne dieser Rechtssprechung schuldig oder unschuldig ist, ob er die Flasche geworfen hat oder nicht, um ihm unsere Unterstützung und Solidarität zukommen zu lassen.
Desto klarer ist es bei einem Menschen, der sich solidarisch mit den circa 40 Menschen, die geräumt wurden und anderen bedrohten Projekten zeigt, wie Mauro S.
Natürlich interessiert uns die konkrete Situation der Festnahme, besonders wenn sie sich in einer Willkürlichkeit wie bei Mauro zeigt. Doch machen wir davon nicht unsere Solidarität abhängig.
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Jock Palfreeman in Bulgarien zu 20 Jahren verurteilt

Wednesday, 16 December, 2009

Selbstverteidigung ist kein Angriff

Jock PalfreemanJock ist ein junger Australier, mit Kontakten nach Britanien, der vor ein paar Jahren für einige Zeit Bristol besucht hat. Er hing vor allem in East-Bristol’s Alternativszene rum, besuchte The Plough pub usw.

Nach ungefähr zwei Jahren Untersuchungshaft im Zentralgefängnis in Sofia, Bulgarien, wurde er am 2. Dezember 2009 des vorsätzlichen und des versuchten Mordes mit “antisocial” (hooligan) Absicht für schuldig gesprochen.
Er wurde zu 20 Jahren Haft und 450 000 Leva (ca. 230.000 Euro) Geldbuße verurteilt.
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Set them free! Hamburger Genosse in Kopenhagen in U-Haft

Monday, 14 December, 2009

Am 12. Dezember wurde unser Genosse und Freund Christian im Rahmen des Widerstandes gegen den Klimagipfel (cop15) in Kopenhagen von Zivilpolizisten festgenommen.
Heute, am 13.12. wurde er dem Haftrichter vorgeführt, welcher ihn aufgrund von Anklagen mit §119 (Gewalt gegen PolizeibeamtInnen), §134a (schwere öffentliche Unruhe), §245 (Gewalt gefährlicher Art) und §291 (Sachbeschädigung) vorerst zu 3 Wochen Untersuchungshaft verurteilt hat. Der 4.1. wird der nächsten Termin bei dem Haftrichter sein, an dem entschieden wird, ob seine Haft verlängert – oder er abgeschoben wird.
Christian ist im Vaestre Gefängnis Kopenhagen inhaftiert.
Um ihm schnell und unkompliziert solidarische Grüße zukommen zu lassen, können diese an die e-mail Adresse des ABC Kopenhagenhagen geschickt werden. Auch für weitere Infos und bei Fragen :  info at blackcross.dk .
Noch weitere Personen wurden heute zu U-Haft verurteilt.
Alleine am 12. Dezember wurden in Kopenhagen mehr als 900 Menschen festgenommen, von denen jedoch der größte Teil wieder entlassen wurde. Die massive Repression durch dänische Polizei unterstützt vom Militär nahm auch heute nicht ab.

Zeigt euch solidarisch mit Christian und den anderen Gefangenen!
Kein Knast! Kein Staat!

ABC-Orkan – ABC hooded crow

noprisonnostate.blogsport.de

Einige Updates zu inhaftierten Anarchisten in Griechenland

Thursday, 26 November, 2009

birds-chainsDie Gerichtsverhandlung gegen den Anarchist Giannis Dimitrakis wird am 9. Dezember stattfinden. Er wurde im Januar 2006 nach einem Banküberfall in der Innenstadt von Athen verhaftet.

Giannis wurde bereits in erster Instanz zu 35 Jahren Haft verurteilt, dies is jetzt die zweite Instanz, auch als Berufung benannt. Drei weitere Genossen werden wegen dem selben Banküberfall gesucht: Simos Seisidis, Marios Seisidis und Grigoris Tsironis. Vor einem Monat haben die griechischen Autoritäten in Zusammenarbeit mit den Medien eine Belohnung von 600.000 Euro angeboten für Hinweise, um die drei untergetauchten Genossen zu finden.

Am 3. Dezember wird es in Solidarität mit Giannis und den drei Genossen eine Demonstration in Athen geben.

Der Gerichtsprozess gegen Georgiadis Polikarpos und Vangelis Hrisohoidis wird voraussichtlich im Januar 2010 stattfinden. Beide wurden im August 2008 wegen der Entführung eines wohlhabenden Geschäftsmannes verhaftet. Der wohl bekannte Räuber Vasilis Paleokostas, der vor wenigen Monaten mit dem Hubschrauber aus dem Koridallos Knast geflohen war, wird in Abwesenheit verurteilt werden im gleichen Prozess.

Der Genosse Ilias Nikolau wird am 2. Dezember seinen Prozess haben. Eins solidarische Demonstration wird am 27. November in Thessaloniki stattfinden, und am 1. Dezember wird es eine Motorraddemo von Thessaloniki zum Diavata Knast geben.

Brief des Anarchisten Ilias Nikolau

Einige haben aufgegeben und andere haben sich zufrieden gegeben, als sie die folgenden Aussagen der Mächtigen über die Entwurzelung der illegalen Gewalt gehört haben. Andere haben sich erleichtert gefühlt indem sie gehört haben, dass die MigrantInnen weiter schikaniert und verhaftet werden: es scheint so zu sein als, dass das Elend und die Existenz, die mit pharmazeutischen Dosen aufgefüllt wurden, am ende die Erlösung finden werden.
Dennoch, das Schlimmste ist, dass sich diese Gesellschaft um ihren eigenen langsamen Tod zu verlängern mit dem Satz „ich lebe einfach mein eigenes Leben“ und der Apathie geimpft wurden. Betend zu ihren Chefs, Opfer der Führer jeglicher Art, werden sie erniedrigt, sie nehmen den Kopf runter für nichts und verlieren immer mehr den Sinn ihres eigenen Potenzials und ihrer Würde, vielleicht opfern sie sogar ihre letzten Momente der Freiheit dafür auf. In dieser Welt, in der Resignation und Gehorsam herrschen gibt es einige stolze Blicke und Zeichen von Würde, die keine Angst haben den hohen Preis zu bezahlen zu müssen und das Leben in ihre einigen Hände nehmen.
Alle diesen leidenschaftlichen VerehrerInnen der Negation kämpfen gerade auf den Wegen der Freiheit. PassantInnen auf einem Pfad der zur individuellen und kollektiven Befreiung führt, KriegerInnen gegen das Unrecht, immer ihre Anwesenheit überall zeigend.
Jetzt sind wir an der Reihe und wir schicken, aus den dunklen Zellen der Demokratie, ein Signal: uneingeschränkte Solidarität mit denjenigen, die mit Festigkeit direkt in die Augen des Lebens schauen und die Selbstverständlichkeit beanspruchen: die absolute Freiheit, ohne in den Fesseln der Gefangenschaft zu liegen, ohne einen Schritt zurück zu machen.

Ilias Nikolau